Flüchtlinge

Wie Flüchtlinge propagandistisch instrumentalisiert werden

Die derzeitige Situation zeigt deutlich, wie Flüchtlinge je nach politischer Gemengelage von den Medien missbraucht werden.

Erinnern Sie sich noch an die Flüchtlingskrise im letzten Jahr? Damals hatte der Westen Sanktionen gegen Weißrussland verhängt und auch ein Abkommen ausgesetzt, in dem Weißrussland sich unter anderem verpflichtet hatte, mit der EU zusammenzuarbeiten und Flüchtlinge und Drogenschmuggel in die EU zu verhindern. Daraufhin hat der weißrussische Präsident Lukaschenko verkündet, er halte sich nicht mehr an das Abkommen, weil die EU es ausgesetzt hat und sich an ihre Verpflichtungen auch nicht mehr hält.

Danach haben sich Flüchtlinge aus Ländern, die der Westen in den letzten 20 Jahren zerstört hat, also vor allem Iraker und Afghanen, auf den Weg nach Weißrussland gemacht, um über die grüne Grenze in die EU zu kommen. Die Reaktion der EU und vor allem der polnischen Regierung war, Lukaschenko zu beschuldigen, er instrumentalisiere die Flüchtlinge. Polen hat die Flüchtlinge mit vorgehaltenen Waffen am Überschreiten der Grenze gehindert, wie wir uns alle noch erinnern. Und die EU hat allen Ernstes behauptet, die etwa 10.000 Flüchtlinge könnten die EU destabilisieren.

Das war lächerlich und eindeutig politisch motiviert, denn wir erinnern uns, dass im Jahre 2015 1,5 Millionen Flüchtlinge schulterzuckend mit einem „Wir schaffen das!“ in die EU kommen durften.

Wie lächerlich die Aussagen der EU-Politiker im letzten Jahr waren, zeigt sich nun wieder. Polen hat gerade verkündet, dass ukrainische Flüchtlinge willkommen sind, medizinische Versorgung erhalten und dass polnische Bürger, die ukrainische Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen, 40 Zloty (etwa 10 Dollar) täglich an Unterstützung erhalten sollen.

Ist das Rassismus, wenn Kriegsflüchtlinge aus islamischen Ländern mit Waffengewalt aus Polen ferngehalten werden, ukrainische Flüchtlinge aber regelrecht eingeladen werden?

Natürlich ist das auch Rassismus, es ist aber vor allem Politik. Auf das Elend, das der Westen in seinen Kriegen mit weit über einer Million Toten ausgelöst hat, wird in den westlichen Medien nicht thematisiert und die Flüchtlinge, die der Westen selbst „produziert“ hat, werden mit vorgehaltener Waffe, Stacheldraht und Mauern an der EU-Grenze aufgehalten. Wenn aber ein nicht-westliches Land militärisch vorgeht, dann wird das Elend, das in solchen Fällen immer unvermeidbar ist, mit dem großen medialen Scheinwerfer beleuchtet.

Was ist das, wenn es nicht Kriegspropaganda ist?


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

14 Antworten

  1. Eine Durchmischung der Kulturen – wie auch immer erreicht – ist doch genau im Sinne dieser Globalistenmafia – denn damit sind die Menschen untereinander abgelenkt und beschäftigt – und bekommen nicht mehr mit, was im „Hinterstübchen“ diktiert wird… – und ein uneinig Volk ist leichter beherrschbar.

  2. Ich habe Videos gesehen wo bärtige Islamisten Ukrainer mit Messern davon abhalten Züge zu besteigen. An der Ukrainisch-Polnischen Grenze soll es in den Wäldern schon mehrmals zu versuchen gekommen sein daß Ukrainische Frauen von diesen bärtigen Affen vergewaltigt werden. Kaum auszuhalten was da abgeht diese Affen mit Messern denken sie wären die Kings.

      1. >Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) spricht von mindestens 1,36 Millionen Flüchtlingen, das sind fast 160.000 mehr als noch am Freitag. »Wenn es nicht ein sofortiges Ende des Konfliktes gibt, werden Millionen weitere Menschen wahrscheinlich gezwungen sein zu fliehen«, teilte UNHCR auf Twitter mit. Nach UN-Schätzungen könnten insgesamt vier Millionen Menschen die Ukraine verlassen wollen. Die finnische Bahn muss ihre Zugverbindung vom russischen St. Petersburg in die Hauptstadt Helsinki ausweiten, weil mehr und mehr Russen ihr Land verlassen wollen. Tausende seien bereits in Finnland angekommen, neben dem Schnellzug Allegro seien auch die Busse auf der rund 400 Kilometer langen Strecke zwischen St. Petersburg und Helsinki voll, berichtete der finnische Fernsehsender Yle.
        Viele fürchteten, dass Russland unter Kriegsrecht gestellt werden könnte und die Grenzen geschlossen würden, berichtete der finnische Sender. Russland und Finnland sind Nachbarstaaten und haben eine gemeinsame Grenze von rund 1300 Kilometern Länge. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte nach Angaben russischer Agenturen gesagt, er sehe derzeit keine Voraussetzungen für die Ausrufung des Kriegsrechts in Russland.
        »Wir versuchen mehrere Fahrten an mehreren Tagen in der nächsten Woche zusätzlich anzubieten«, sagte ein Sprecher der finnischen Bahn dem Sender. »Die Züge in die Gegenrichtung sind praktisch leer«, fügte er hinzu.<

        https://www.spiegel.de/ausland/russland-ukraine-news-am-5-3-bloomberg-stoppt-berichterstattung-aus-russland-cnn-stellt-uebertragung-ein-a-10154581-156b-4ea9-9e12-10eced35b4dc

                1. Du suchst einen Troll? – schau einfach in den „Spiegel“… 😋😋
                  Hasta la vista – bebe…

        1. @Mike33

          Relotiuspresse? Warum sollten Russen in Massen nach Finnland fliehen ? Weil Russen im Wertlos-Westen so gut behandelt werden?

          Jetzt mal im Ernst – Presseartikel aus dem Westen sind ja gut & schön – aber versuchen Sie es doch mal mit logischem Selberdenken….. das ergibt nämlich gar keinen Sinn….

          Noch lustiger ist wenn man inzwischen von ARD&ZDF informiert wurde, dass sie ihre „Berichterstattung“ aus RF einstellen weil ein neues russisches Gesetz Falschinformationen sogar mit Haft bestraft….

  3. Bekannte sind aus der Ukraine. Nach Deutschland als Asylanten gekommen. Ordentliche gute Leute.
    Sie haben aber noch Familie in der Ukraine. Die hatten keine Chance bisher in Deutschland permanent bleiben zu dürfen. Wollten sie aber gerne. Schon vor Jahren.

    Jetzt ist die Gelegenheit. Und wahrscheinlich sehen das noch mehr so.
    Was nach dem Krieg wird, wird man dann sehen. Wahrscheinlich werden alle bleiben dürfen. Und „Deutschland“ bezahlt wieder einmal. Machen wir das Beste draus.

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