Mariupol

Wie im russischen Fernsehen über die Lage in Mariupol berichtet wird

Da Mariupol in Deutschland die Schlagzeilen beherrscht, ist es interessant, wie in Russland über die Lage in der Stadt berichtet wird.

Mariupol ist auch für mich von besonderem Interesse, nachdem ich die Stadt selbst besucht habe. Die Zerstörung und das Elend vergisst man nicht so leicht. Vor allem die Berichte der Menschen dort, die erzählt haben, wie die ukrainische Armee und die Asow-Kämpfer Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht und auf Zivilisten, die fliehen wollten, geschossen haben, waren sehr schockierend.

Da Leser mich fragen, warum das Asow-Bataillon auf ukrainische Zivilisten schießt, das seien doch deren eigene Leute, will ich das kurz erklären. Man muss wissen, dass Mariupol eine ausgesprochen pro-russische Stadt ist, in der mehrheitlich ethnische Russen, aber auch andere Ethnien, wie zum Beispiel Griechen, leben. Die ukrainischen Nationalisten halten diese Menschen nicht für ihre Landsleute, sondern für „Moskali“ – also verhasste Russen oder Sympathisanten Russlands. Daher haben viele dieser Kämpfer keinerlei Hemmungen, im Donbass auf Zivilisten zu schießen.

Da Mariupol in Deutschland die Schlagzeilen beherrscht, habe ich einen Bericht aus den russischen Abendnachrichten des russischen Fernsehens vom 20. April übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Heute hat die russische Armee erneut eine Feuerpause in Mariupol verhängt und den Kämpfern in Asowstal die Möglichkeit gegeben, ihre Waffen niederzulegen und über einen humanitären Korridor herauszukommen. Wieder einmal haben die Nationalisten die Gelegenheit nicht genutzt. Die Unterbrechung der Feindseligkeiten ermöglichte jedoch einer Gruppe von Zivilisten, die sich in Gebäuden in der Nähe der Anlage aufhielten, die Flucht. Ein Bericht aus Mariupol.

Die Asow-Nationalisten hatten eine Stellung auf diesem dominanten Hügel. Eine taktische Gruppe von etwa 30 Mann hatte hier Stellung bezogen. Die Position des Feindes wurde durch Luftaufklärung genau ermittelt und dann wurde die Asow-Stellung von Artillerie getroffen.

Dutzende von Kratern von großkalibrigen Granattreffern sind überall zu sehen. In der ehemaligen ukrainischen Stellung wurden zahlreiche Waffen und Munition zurückgelassen. Aber das ist nicht das Bemerkenswerteste hier.

In verlassenen ukrainischen Stellungen finden wir überall ihre Militäruniformen. Diese Uniform ist intakt, keine Einschusslöcher, keine Blutspuren. Das deutet darauf hin, dass die ukrainischen Militärs hier ihre Uniformen ablegt, Zivilkleidung anzogen und versucht haben, die Umzingelung als Zivilisten verkleidet zu verlassen. (Anm. d. Übers.: Solche zurückgelassenen Uniformen habe ich bei meinen Reisen in das Konfliktgebiet auch an vielen Stellen gesehen)

Und hier hatten die Asow-Kämpfer eine Art Feldlazarett. Hier wurden viele Medikamente zurückgelassen, darunter auch berauschende. Die Nationalisten zogen sich von ihren Stellungen zurück und gaben auch ihre Ausrüstung auf. Hier ist ein ukrainisches Kozak-Panzerfahrzeug ohne Schäden. Unsere Kämpfer haben bereits das Z auf den Kühlergrill gemalt. Es gibt aber viel wichtigere Trophäen.

„Er ist übrigens völlig intakt, die gesamte Ausrüstung scheint einsatzbereit zu sein. Ich sehe noch keine Munition, sie scheinen alles verschossen zu haben“, sagen die Soldaten über diesen erbeuteten Panzer.

Kolonnen von DNR-Sturmtruppen bewegen sich durch die Straßen von Mariupol in Richtung Asowstal. Der Einkreisungsring um die letzten Gruppen von Nationalisten, die auf dem Gebiet dieses Werks verblieben sind, wird von Tag zu Tag kleiner. Das Ausmaß der letzten Festung des Asow-Regiments, in die sie das gesamte Gebiet von Asowstal verwandelt haben, kann nur aus der Luft beurteilt werden. Es handelt sich im Grunde um eine ganze Stadt, in der anstelle von Häusern massiv verstärkte Werkshallen mit dicken Betonwänden und ein ganzes Netz von Verbindungswegen, auch unterirdische, vorhanden sind.

Auf dem Gebiet des Werkes sind Einschlagsspuren zu sehen. Die russische Luftwaffe und die Donezker Artillerie greifen die Stellungen der Nationalisten an. Nachdem sie sich unter dem Ansturm der Koalitionstruppen Russlands und der DNR auf das Gelände des Hüttenwerks zurückgezogen hatten, hinterließen die Asow-Leute in den Straßen der Stadt buchstäblich verbrannte Erde.

„Asow-Soldaten, Jungs, kämpft am Stadtrand! Warum haben die sich in den Schulen und Kindergärten versteckt? Ich wohne hier in dem Dorf Morjakow. Die sind zu der Schule gefahren, peng, peng, peng, haben geschossen und sind wieder verschwunden. Die Kinder weinten, die Kinder waren hysterisch. Die Kinder fingen an zu stottern. Sie haben sich hinter Kindern und Frauen versteckt. Am linken Ufer haben sie sich hinter der Geburtsklinik versteckt. Sind das Soldaten?“, sagt der Anwohner Konstantin. (Anm. d. Übers.: Auch das haben mir viele Menschen im Donbass erzählt: Die ukrainischen Streitkräfte stellen ihre Raketenwerfer neben Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und in Hinterhöfe, feuern von dort, und ziehen dann wieder ab. Sollte die russische Artillerie das Feuer erwidern, werden zivile Ziele das Opfer)

Gefangene der ukrainischen Streitkräfte decken immer mehr Fälle von Kriegsverbrechen ihrer Kameraden auf. Meinem Kollegen Andrej Rudenko hat ein Leutnant der 36. Marinebrigade, deren Angehörige vor einigen Tagen in Mariupol fast vollständig kapituliert haben, folgendes berichtete:

„Die Menschen liefen mit Wasserkanistern und Tüten die Straße entlang, um Lebensmittel zu finden. Rechts von uns stand das 501. separate Bataillon. Sie schossen auf Zivilisten, die an ihren Stellungen vorbeikamen. Dabei sind acht oder neun Menschen gestorben“, erinnert sich Leutnant Vadim Bondarenko.

Wie schon am Vortag haben die russischen Truppen und die DNR-Volksmilizeinheiten das Feuer auf das Gebiet von Asowstal für zwei Stunden vollständig eingestellt. Allen dort stationierten Kämpfern des Kiewer Regimes wurden Korridore zugewiesen, damit sie das Gelände unbewaffnet verlassen und so ihr Leben retten konnten. Wieder hat keiner der ukrainischen Kämpfer das genutzt. Die Unterbrechung der Feindseligkeiten ermöglichte es jedoch, wie schon am Vortag, Dutzende von Zivilisten aus den Kellern der an das Firmengelände angrenzenden Häuser zu evakuieren.

Auf die eine oder andere Weise kehrt allmählich wieder Ruhe in Mariupol ein. Notdienste stellen die Infrastruktur wieder her und mit Spezialgeräten werden Schutt und Barrikaden entfernt. Und immer mehr Menschen tauchen in den noch vor kurzem menschenleeren Straßen auf.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

56 Antworten

  1. Der Witz des Tages :
    Jetzt will das Regime in Kiew über die Lage in Mariupol ohne Vorbedingungen verhandeln.
    Ein gutes Zeichen, aber völlig unnötig ! 🙂
    Ich bin gespannt, was in Mariupol alles gefunden wird.

  2. „Die Russen haben in Mariupol alles getötet.“

    „Nadeschda Suchorukowa ist eine Kollegin der ukrainischen Stadt Mariupol. Bis vor ihrer Evakuierung nach Tschernomorsk befand sie sich dort und schreib über ihr Leben in der von russischen Truppen belagerten Stadt. Ihre Berichte postete sie auf ihrer Facebook-Seite. Mit freundlicher Erlaubnis dürfen wir ihre Texte übersetzt hier veröffentlichen.“

    https://reitschuster.de/post/sie-haben-in-mariupol-alles-getoetet/

      1. Nu wenn man so will, gab’s die noch nie. Die Stadt war, wie so viele in der Gegend (eigentlich wohl fast alle), eine russische Gründung, 1778 unter Katharina, als Kreisstadt Pawlowsk …

        1. Humml, Ihnen ist aber doch sicher klar, dass die Ukraine ein souveräner Staat ist, oder.
          Wenn man über Gründungen und Zugehörigkeit die mehrere Jahrhunderte zurückliegt argumentiert, dann könnte man ja die halbe Welt neu ordnen – wollen Sie das?
          Welchen Zeitpunkt wählt man dann?
          Was ist dann mit dem Commonwealth, Frankreich zur Zeit von Naopoleon oder heiliges römisches Reich deutscher Nation?

          1. „Humml, Ihnen ist aber doch sicher klar, dass die Ukraine ein souveräner Staat ist, oder.“

            Das sehe ich im Übrigen, als Russenversteher, auch so. Daher ist die formelle völkerrechtliche Legitimität des „Überfalls“ ja auch so wichtig und mit der Anerkennung des Donbass als eigenen Staat durch die Duma ist das russische Vorgehen formell völkerrechtlich legitim, auch wenn ich den Vorgang für einen Vorwand halte.

            Suverän unter NATO-Führung … oder westlichem Einfluss …. das ist numal so eine Sache.

            „Wenn man über Gründungen und Zugehörigkeit die mehrere Jahrhunderte zurückliegt argumentiert, dann könnte man ja die halbe Welt neu ordnen – wollen Sie das?
            Welchen Zeitpunkt wählt man dann?“

            Beispiel Jugoslavien. Das ist ein gutes Beispiel, weil NATO-Blut daran klebt.
            Oder Kurdistan. Ein Versprechen ist nun mal kein völkerrechtlich legitimer Staat. Kann es auch nicht sein.

            Yep.

            1. an Humml:

              Manchmal bin ich mir bei Ihnen nicht sicher, ob da 1 oder mehrere Personen die Kommentare schreiben.
              Mittlerweile kann ich 4 verschiedene Arten von Kommentaren lesen.

              1. Schnoddrig verfasste Kommentare in Umgangssprache, welche Ihre Coolness unterstreichen
              sollen.
              2. Beleidigende und recht aggressive Kommentare an andere Kommentatoren.
              3. Pro-Russland verfasste Kommentare ohne echten Informations-Gehalt.
              4. Nichts sagende Kommentare.

              Geben Sie doch mal einen vielleicht etwas länger ausfallenden Kommentar ab, woraus ersichtlich
              würde, welche Haltung Sie zum Geschehen in der Ukraine einnehmen.
              Dann würde ich Ihre Kommentare vermutlich ernst nehmen.
              Sollten Sie ein noch sehr, sehr junger Mensch sein, was ich vermute, kann man Ihnen Ihre Sprunghaftigkeit jedoch etwas nachsehen.
              Wenn nicht, bin ich doch sehr irritiert über Ihre Art, sich hier einzubringen.
              🌺

              1. Nun, werte Aletheia 1957, ich bin ja hier nun schon etwas länger zugange, und die da neu sind, haben da möglicherweise ein Problem – nur das ist deren Problem und diejenigen können vergessen, daß ich selbiges zu dem meinigen mache.

                Und in ferner Vergangenheit habe ich mich da auch schon von Fall zu Fall verschiedentlich zu dem Einen oder Anderen etwas länger ausgelassen – wenn es mich interessiert – auch kürzlich war ich da in dieser Hinsicht doch ab und zu nicht ganz schlecht.

                Nur, abgesehen davon, daß „Länge“ doch kein ernst zunehmender Maßstab sein dürfte: Wie ich bereits kürzlich anmerkte – hier tauchen plötzlich so viele neue, z.T. komische Leute auf … ich hab da keinen Bock mehr drauf, schon gar nicht, deren „Längen“ zu lesen.

                Im Übrigen:
                „Vielseitigkeit“ wird dem Vernehmen nach durchaus ab und zu als begrüßenswert angesehen – und wenn ihr meine „Haltung“ zum Thema bisher nicht offenbar wurde, dann hat sie mich nicht gelesen oder nicht verstanden – nun das ist dann halt Pech.
                Letzteres mag einem mir eigenen Sarkasmus geschuldet sein, ohne den ich allerdings nicht mehr überleben könnte.

                Dessen ungeachtet darf ich Sie versichern, in meinem Bemühen, wenigstens „unterhaltsam“ zu sein, nicht nachzulassen – politlyrisches Palaver, diese Endlosschleifen wieder und wiedergekäuter, immer der gleichen Banalitäten (oder auch Absurditäten) sind allerdings nicht mein Ding …

                1. an Humml:

                  Ein aufrichtiges Dankeschön für Ihren Kommentar. Ich weiss das sehr zu schätzen.
                  Um jemanden besser zu verstehen, ist es manchmal notwendig, nachzufragen.
                  Dass Sie mir so offen geantwortet haben, freut mich wirklich sehr.

                  Letztendlich hocken wir ja irgendwie alle im selben Boot und jeder trägt seinen Teil dazu bei, Licht ins Dunkel zu bringen, sein Wissen beizusteuern und seine Überlegungen, Gedanken und Empfindungen zu offenbaren.

                  Thema-Wechsel:
                  Ich weiss nicht, ob Sie tatsächlich Humml heissen oder ob das ihr Nickname ist. Tatsache ist, dass die Hummel, englisch bumblebee (schwankende / torkelnde Biene), eines der Tiere ist, die immer, wenn ich ein solches Tierchen auf dem Balkon oder in der freien Natur beobachte, ein schönes, warmes Gefühl in mir auslösen. Ich mag die Brummer einfach.

                  Liebe Grüsse aus der leider nicht mehr neutralen Schweiz.
                  🌺

              2. Wenn sie die Sendung Monitor vom 21.04.2022 um 21:45 gesehen haben, sollte deutlich sein das freie Journalisten dem Staat ein Dorn im Auge ist. Da er mit seinen Gegendarstellung zum MSM-Staatsfernsehn gewaltig Sand ins „gut geschmierte “ System streut, die außer Hass und Fakenews faktisch nichts liefern was den Zuschauern der Wahrheit näher bringt !
                Und da passen Leute wie Hummi prima ins Bild. Er/Sie/Was immer sind entweder komplett durch und durch indoktriniert oder sind bezahlte Trolle nach Stasi Muster.
                Solchen schrägen Vögeln gebe ich gar nicht erst die Gelegenheit um ihren geistigen Müll weiter zu verbreiten, durch sie schlicht zu ignorieren.
                Gruß aus NL

      2. Na ja wenn man die Satelliten Bilder ansieht, dann kann man wirklich sagen, dass es die Stadt nicht mehr gibt.
        Es ist mir schleierhaft was die totale Zerstörung der Stadt durch den russischen Beschuss bezweckt. Wenn doch die Denke ist, dass man eine Stadt „befreien“ möchte, dann stellt sich doch die Frage wo die „Befreiten“ dann noch leben sollen.

        1. @MikeMiller
          Ja das ist ein trauriger Anblick und das damit verbundene menschliche Leid eine Katastrophe.
          Allerdings hätte es gar nicht not getan, wenn man die Wahrheit gesagt hätte und einen schwachsinnigen Zelensky Einhalt geboten hätte. Stattdessen wurde ihm vom Wertloswesten eingeflüstert, er kann gewinnen und alles wird gut. Die ständigen sinnlosen Waffenlieferungen haben die Sache weiter befeuert. Jetzt wird Putin gewinnen und die EU kann ja die Westukraine wieder aufbauen, Putin wird die Ostukraine aufbauen.
          Zelensky hat seine Leute wissentlich verheizt. Aber das passiert wenn ein dummer Mensch das Sagen hat.

          1. Wenn auch nur ein Bruchteil stimmt was in den internationalen Medien berichtet wird, dann „verheitzt“ Putin seine Soldaten und seine Armee hält sich nicht an die eigenen Vorgaben z.B. keine Wehrdienstleistendnen einzusetzen.

            1. @MikeMiller
              Nicht internationale Medien, nur in den westlichen Medien. Indien, Afrika und China sehen das etwas anders. Nun gut jeder hat sein Lager gewählt.
              Wie war noch vor kurzem zu lesen, eine arme Kreatur tönte ‚das wird Russland zerstören‘, und nun ist es dummerweise genau andersherum, Ru ist seit Neuestem sogar stärker als vor dem Krieg, in DE überschlagen sich die Negativprognosen. Frieren gegen Putin, ich sage ‚Schwitzen für Putin‘, damit die ihre Gasspeicher nicht auffüllen können in DE.

              1. Die indischen Printmedien (z.B. The Hindu, the Indian Express, The Times of India und The Times of Assam) nehmen hier keine Position ein. Sie zitieren beide Seiten. Sowohl die offizielle Stellungnahmen der Ukrainer als auch die der Russen. Hier wird dem Leser überlassen sich eine eigene Meinung zu bilden. Der Krieg in der Ukraine ist hier auch nur ein Thema neben vielen.
                Da mein Mandarin nicht sonderlich gut ist, kann ich mich hier leider nicht aus erster Hand aus der chinesischen Presse informieren. Dass die offizielle Linie Chinas aber eher ist, sich aus den Angelegenheiten anderer Nationen rauszuhalten ist ja bekannt. Die freundschaftliche Verbindung zu Russland verbietet ja schon Kritik an sich.
                Die afrikanische Presse ist sehr mit dem beschäftigt, was in den eigenen Ländern dieses großen Kontinents passiert. Hier muss man schon lange suchen um auf einen Artikel zu dem Krieg in Europa etwas zu lesen. Wenn dann spielt die Nahrungsversorgung eine Rolle.

            2. Wenn man die internationalen Medien liest, stellt man fest, daß der Krieg selber kaum jemanden besonders interessiert. Was es bisher an Schäden und Toten gab ist ja auch relativ begrenzt im Vergleich zu den „Menschenrechtseinsätzen“ der Serie seit „Kosovo“.

              Die Folgen der Sanktionen dagegen treffen sie böse. Blockaden des Währungs- und Handelssystems, Mangel an Dünger, Speiseöl, Weizen, Öl und Gas. Einerseits ist Rußland ein großer Produzent, der über alle lieferbaren Reserven dieser Güter verfügt, und die Lieferungen verzögern sich. Andererseits hat der Mangel zu hohen Preisen dieser Güter egal welcher Herkunft geführt.

              Der Kamerun hat keinen Weizen mehr, sie essen jetzt Wurzelknollen. In Zimbabwe haben diese hohen Preise durchgeschlagen, man ist bei 71% Inflation. In Bangladesch wird beruhigt: Man habe rechtzeitig bestellt und Vorräte. In Indien fürchtet man Nahrungsmangel, Inflation, Währungsverfall und fehlenden Dünger für die Sommersaison. In China ist man aufgebracht wegen der Zündeleien der USA in der Ukraine und anderswo, und man schäumt wegen der Biowaffenlabors. So als Auswahl.

              Diese Begeisterung hier, endlich wieder offen Nazi sein zu können, geht an denen völlig vorbei.

          2. Russland, unter Vladimir Putin, folgt der russisch-orthodoxen Tradition, eine Mission der «Humanitas», als Kreuzzug gegen das «Absolut Böse», gegen die Seuche des zunehmenden Amerikanismus – schlechthin die Inkarnation des Bösen – in die Welt zu tragen und das Böse zu bestrafen. Russland gilt somit als vom Schicksal auserkorener und zum Krieg gezwungener Retter der «Zukunft der Menschheit» – es ist sozusagen die «Macht des Lichtes» im Kampf gegen den «Abgrund amerikanischer Finsternis».

            1. an Invino-Veritas:

              Ich gehe davon aus, sollten wir das Geschehen in der Ukraine überlebt haben, wir uns alle eines Tages bei Russland und V. Putin bedanken werden müssen.
              Natürlich erst, nachdem in den westlichen Regierungen, die alle wider besseren Wissens mitmachen, die kriminellen und die verblödeten Kreaturen ausgemistet wurden, gründlich feucht durchgewischt wurde und zusätzlich porentief desinfiziert wurde.

              So, wie es vor dem 24. Februar 2022 war, konnte es einfach nicht weiter gehen.

              Danke für Ihre stets gehaltvollen Kommentare und ein extra Dankeschön für das kürzlich von Ihnen gelesene Kompliment unter einem meiner Texte.

              Liebe Grüsse aus der nicht mehr neutralen Schweiz.
              🌺

              1. Erst mal Danke für die vielen scharfsinnigen Meinungen mit einem klitzekleinen Dämpfer zwecks Vervollkommnung 🙂

                Aletheia_1957 schrieb 2022-04-21 12:45:56

                „So, wie es vor dem 24. Februar 2022 war, konnte es einfach nicht weiter gehen.“

                Und so war es:

                Befehl des Generalobersten (GO) Balan Nr. 4t vom 22.01.2022 (Übersetzung, war hier im Original, Echtheit bestätigt)

                *** ZITAT ***

                Verschlusssache Ex. Nr. 1
                Befehl DES BEFEHLSHABERS DER NATIONALGARDE DER UKRAINE
                22.01.2022 Kiew № 4t


                Vom 07.02.2022 bis zum *** 28.02.2022 *** die Gefechtsausbildung im Bestand der 80. Selbstständigen Luftsturmbrigade der LStT SKU und der weiteren Durchführung von Gefechts(sonder)aufgaben im Rahmen der Operation der Vereinten Streitkräfte sicherzustellen.

                Verbot der Abkommandierung von Militärangehörigen,
                * die unzureichende Ergebnisse bei psychologischen Tests zur Risikobereitschaft,
                * geringe Anpassung an die zugewiesenen Kampfaufgaben, Suizidalität oder Depressionen (laut Screening-Bewertung) aufweisen und
                * die im Laufe des Jahres von Gerichten für strafbare Handlungen verurteilt wurden,
                * die derzeit als Verdächtige in ein Strafverfahren verwickelt sind, die Rechtsverletzungen begangen haben,
                * die in Verbindung mit Alkohol- und Drogengebrauch oder deren Analogen stehen in den Raum der Gefechtsausbildung und zu Orten der Erfüllung von Gefechts(sonder)aufgaben.

                Befehlshaber
                Generaloberst Mykola Balan

                *** ENDE ***

                Insbesondere befiehlt er damit die Gefechtsausbildung (GA) von Scharfschützenpaaren für die Luftsturmbrigade. Nach bisherigen und bekannten Erkenntnissen haben diese GA USA- und britische Offiziere durchgeführt, die darin Erfahrung haben.

                Der Kampfauftrag lautet im Einsatz dann, mit diesen Scharfschützen-Bataillonen die Stabs- und Logistik-Einrichtungen zu jagen, d. h. hohe Offiziere und Generäle auszuschalten. An sich wäre das ein militärisches „Tagesgeschäft“, aber nicht die Formierung von Spezialtruppen für Gefechts(sonder)aufgaben mit „Auserwählten“ zum 28. FEb. 2022. Einfach gesagt – Überfall(vorbereitung) im Osten bis zur Krim.

                Das Verbot der Abkommandierung von Militärangehörigen soll nur zeigen, dass die Moral der Truppe sehr „durchwachsen“ ist. Der GO Balan wurde Ende Januar wegen eines Amoklaufes in der Nationalgarde mit 5 Toten und 5 Verletzten abgesetzt.

                Soll das eine Truppe sein, die für eine „freie“ Welt kämpft und schwere Waffen aus Deutschland braucht?

                1. an Hottab

                  Vielen Dank für die Details über die Zustände in der ukrainischen Armee.
                  Auch das sind wiederum wichtige Informationen, um sich selber ein immer besseres Bild
                  zu all den Geschehnissen zu machen.
                  Mit meinem Bezug auf die Zeit vor dem 24.02,2022 habe ich jedoch etwas anderes gemeint.
                  Ich habe mich da zu ungenau ausgedrückt.
                  Ich wollte damit sagen, dass es in den westlichen Regierungen nicht mehr so weiter gehen kann.
                  Durch Corona hatten wir alle ja schon mal eine Kostprobe davon erhalten, welche „Qualität“ die verschiedenen Regierungen zu bieten haben.

                  Wenn man bedenkt, wieviel da an Korruption und Unfähigkeit offenbart wurde, wie viele nicht funktionierende, marode Systeme dem Fussvolk endlich mal klar vor die Augen geführt wurden, einfach gesagt, wie wir, die Bevölkerung, ganz offensichtlich verarscht wurden, hatte ich gehofft, dass es den diversen Mächtigen endlich das Genick bricht.
                  Aber egal, was da alles an Machenschaften an die Oberfläche gespült wurde: es ist praktisch nichts passiert.
                  Man hat weiter gelogen, weiter beschissen. Und die meisten Menschen, etwa 80%, haben es einfach so hingenommen.
                  Dazwischen war auch mal noch das Hochwasser im Ahrtal, wo das Versagen noch viel offensichtlicher wurde. Und was ist geschehen? Die Menschen haben sich per Wahl wieder für dasselbe Dreckspersonal entschieden, wie all die Jahre zuvor auch schon. Nur die Partei-Namen haben gewechselt. Die Mischpoche ist dieselbe geblieben.

                  Und ich naive Frau habe gehofft, dass es den Menschen endlich reicht. Dass sie die Nase voll haben, von diesen unfähigen Politiker-Darstellern. Von Korruption, Machtmissbrauch, Staatsversagen.

                  Nun haben wir also die nächste menschliche Katastrophe. In Gestalt der Geschehnisse in der Ukraine.
                  Es wird wieder gelogen und beschissen. Versprechungen und Verträge werden gebrochen. Und einige Wenige machen sich wieder die Taschen voll. Fantasieren in den Hinterzimmern und an geheimen Konferenzen weiterhin von einer Welt-Regierung.

                  Nur wird es dieses Mal, so hoffe ich, dank V. Putin, anders laufen.
                  Ich vertraue darauf, ja, ich erwarte, dass wir durch das Eingreifen von Russland noch viel klarer demonstriert bekommen, von welchen Kreaturen die Geschicke in Europa und den USA gelenkt werden. Wie gross der Sumpf ist, wie sehr die Menschen belogen und betrogen wurden und werden. Von sogenannten Volks-Vertretern.
                  So betrachtet, ist für mich das wirklich Gute an der jetzigen Situation, dass nun eine definitive Demaskierung der Verbrecher, Heuchler, Profiteure, Lügner und Idioten stattfindet.
                  Es muss einfach alles auf den Tisch. Wir werden hoffentlich schon bald sehen, was auf dem Gelände von Asovstal gefunden wird. Und was das für Kreise ziehen wird. Da hängen doch praktisch alle mit drin: Die USA, die NATO, die EU, diverse Grosskonzerne, das WEF etc. Und es wird erst der Anfang der Wahrheit-Findung und Aufdeckung sein.
                  Ich weigere mich, zu glauben, dass die westliche Bevölkerung auch dieses Mal so weiter machen will wie bisher.
                  Einen so grossen Teppich gibt’s gar nicht, unter den man das alles noch kehren könnte.
                  Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass V. Putin über ziemlich viel mehr Informationen zu all den Machenschaften und Verwicklungen verfügt, diese aber bis jetzt noch zurück behält. Es glaubt doch kein Mensch, dass der Dreck nur in der Ukraine zum Vorschein kommt.

                  Aber V. Putin wird seine Informationen in Form von glasklaren Fakten der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit präsentieren. Da gehe ich jede Wette ein. Er hat mit dem ganzen Sauhaufen des Westens gebrochen. Endlich und zu Recht.

                  Wer die Gesichter der Regierenden aufmerksam betrachtet, sieht, wie sie jetzt alle Schiss haben. Wie sie versuchen, noch irgendwas zu „drehen“, wie sie sich gegenseitig versprechen, zusammen zu halten. Und jeder weiss, dass solches Gehabe nur Lippenbekenntnisse sind. Schon bald werden wir sehen, dass sie beginnen, sich gegenseitig zu zerfleischen, die Schuld von sich zu weisen in der Hoffnung, den eigenen Arsch noch irgendwie zu retten.
                  Die 20% der Bevölkerung, die schon während der Corona-Lüge das Drecksspiel durchschaut hatten, werden auch dieses Mal nicht schweigen. Boris Reitschuster ausgenommen, aber der hat ein persönliches Problem mit V. Putin und Russland. Durch die Geschehnisse in der Ukraine werden weitere Menschen dazu kommen, die das Vertrauen in ihre jeweilige Regierung restlos verloren haben. Die es nicht mehr dulden werden, dass mit ihnen so umgegangen wird.

                  Sollte ich mich auch dieses Mal als naive, an das Gute glaubende, gewöhnliche Frau,
                  die am Küchentisch sitzt und sich so ihre Gedanken macht, täuschen, dann wird’s für die Menschen im Westen zappenduster. Dann werden wir endgültig verraten, verkauft und versklavt. Und wir hätten es nicht besser verdient.

                  Ich hoffe wirklich sehr, dass V. Putin die westlichen Regierungen, mittels Aufklärung des gemeinen Fussvolks, in die Knie zwingt.
                  Das ist ein sehr hoher Anspruch, den ich an ihn und die russische Regierung habe. Aber wer, wenn nicht er, kann dem ganzen ein Ende setzen?

                  🌺

              2. Antwort zu Aletheia 1957 sagt: 21. April 2022 um 15:09 Uhr

                Danke, du rundest mein politisches Gesamtbild sehr gut ab.

                Leider konnte ich mich die letzten 30 Jahre sehr wenig mit solchen Fragen beschäftigen. Dafür um so mehr mit technischen Fragen, bei denen die Massen ebenso belogen und betrogen werden. Hier die endlos lange Liste aufzuzählen, wäre sinnlos. Deshalb nur der Hinweis, dass es schon 1985 Mikrorechner mit undokummentierten Befehlen gab. Die Potenzierung der Gefahr durch Backdoors ist die Verküpfung von Hard- und Software a la „Wintel“. Auch Thomas musste seine Technik davor schützen.

                Deine Hoffnung auf die Aufklärung durch Putin ist ehrlich und richtig. Deshalb wurde er vorbeugend fast mundtot gemacht (in Östereich droht ein Bußgeld bis 50T €). Leider werden sich die Wenigsten dafür interessieren oder sind in den monopolistisch kontrollierten Asozialen Medien beschäftigt, sich gegenseitig zu belöffeln.

                Es fällt mir wirklich extrem schwer, Mainstream wiederkauende und verblendete, zum Nachdenken zu bewegen. Dennoch konnte ich einige Menschen finden, die sich, wie du, ernste Gedanken für eine zukünftig friedliche Welt machen. Das zu tun, ist mir momentan eine wichtige Aktion, um das nazistische Gift der grünen Mamba zu neutralisieren. :-(((

        2. Ach Meister MillerMike, da schaue er sich mal Rakka (Ar-Raqqa) an. Die Stadt und nicht Homs u.ä. ist da das Maß.
          So wird ordentlich Krieg geführt. …

          Und da ist Mariupol vergleichsweise in Bestzustand. …

      3. holunderfee sagte:

        „Machen Sie erst mal Ihre Hausaufgaben: Es gibt keine ukrainische Stadt Mariupol mehr!“

        Es war ein Zitat aus dem Reitschuster-Artikel. Und auch wenn Maripupol von den Russen eingenommen wird, gehört es völkerrechtlich weiter zur Ukraine (wie die Krim). Völkerrechtswidrige Angriffskriege zahlen sich nicht aus.

    1. „…ist eine Kollegin der ukrainischen Stadt Mariupol…Ihre Berichte postete sie auf ihrer Facebook-Seite“

      schon klar,
      seit Ende Februar kein Wasser, kein Strom und auch kein Mobilfunknetz in Mariupol, aber Facebook regelmäßig befüllen?

      Wohl eher von der Multimediatruppe aus Kiew…

      1. „Outen Sie sich damit nun nicht hier als Querdenker und Reichsbürger?“

        Was hat das eine mit dem Anderen zu tun?
        Und als Freidenker bin ich ein Sympathisant der Querdenker.
        Und da oute ich mich gerne.

        Ich berufe mich, was meine Staatsangehörigkeit angeht, auch auf das RuStaG, aber ein Reichsbürgersympathisant bin ich nicht.

        Was soll dieses Schubladendenken?

    2. Lieber Boris Reitschuster:

      Das meinte ich nicht mit „mit Thomas Röper öffentlich diskutieren“.
      Aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

      Aber danke für die Gegendarstellung, auch wenn ich dieser wenig Glauben schenke.

    3. Aus dem Reitschuster Artikel:

      „Sie erzählten von einem Haus, das in den Boden gestürzt war. „Dort stand ein Haus, und es war weg, nur ein riesiges Loch und das war’s. Es sah so aus, als hätte es dort nie ein Haus gegeben.“ Auf ein Mehrfamilienhaus wurde eine Luftbombe abgeworfen. Sie hat das Haus in Grund und Boden gestampft. „Und die Menschen?“, fragte ich. „Sie sind gestorben.“ Viktor hat niemanden bemitleidet und nichts untertrieben. Im Krater, einige Meter tief, befand sich ein großes Grab für die mir unbekannten Menschen aus Mariupol.“

      Ich habe als Student in der Kampfmittelräumung gearbeitet. Daher weiß ich wie Fliegerbomben funktionieren und was sie anrichten, vor allem wie sie aussehen, wenn sie zerlegt sind.

      Eine Fliegerbombe (alleine) zerstampft kein Haus. Sie beschädigt es, aber es bleibt zumindest ein Trümmerfeld übrig. Je nachdem wo die Fliegerbombe einschlägt kann das Haus auch explodieren. Dann hinterlässt es ein Trümmerfeld.

      Diese Darstellung klingt eher nach der Fantasie eines Romanautoren.

      1. Japp, gut erklärt! Das theatralische mit dem „als ob nie ein Haus da war“ klingt tatsächlich nach Fantasie von jemandem der noch kein echtes Gefecht und / oder die Wirkung von verschiedenen Waffen gesehen hat. Zumal solche Schwergewichte von Bomben heute Punktgenau, also gezielt und nicht mehr einfach flächendeckend abgeworfen werden…, denn sie sind entsprechend ihrer Größe auch „sau-teuer“ ist es hochgradig unwahrscheinlich, dass ein Pilot solch ein aus ökomomischen UND militärischen Gesichtspunkten gesehenes „Schwergewicht“ auf ein Haus wirft. Warum? Weil es ihm nicht gefiel? Die Piloten bekommen ihre Ziele zugewiesen je nachdem welche Art von Waffe zie mitführen. Und nach jedem Einsatz wird alles nachbesprochen. Ein Befehl eine Millionenschwere Waffe auf ein Haus abzuwerfen grenzt da an Verrat, da diese Waffe dann nicht mehr auf eine Schwere Befestigung, oder eine große Ansamling von Feindmaterial abgeworfen werden kann. Man sollte den Märchenonkeln und Tanten in Kiev nicht nur erklären wie man emotionalisiert, sondern auch mal ne grundlegende militärische Einweisung verpassen, damit die nicht ständig die Intelligenz anderer mit ihren Geschichten beleidigen.
        https://t.me/HandtaRico

  3. Aus einem Vortrag vom 22.Juni 1919 in Stuttgart:

    Denn diese Men­schen wollen nichts wissen von den tieferen Gesetzen, die im Welten­leben herrschen. Sie glauben daran, daß die Schwerkraft herrscht, daß die Atomkräfte herrschen. Aber sie wissen nicht, daß die Welt­geschichte beherrscht ist von tiefliegenden Gesetzen, von denen die äußeren Erscheinungen nur symptomatischer Ausdruck sind, daß die Menschen von Epoche zu Epoche in immer andere Sphären ein­rücken und in immer anderer Weise leben müssen. Und so sind wir heute in der Zeit angekommen – weil eben gerade wir von allen Zeiten der Menschheitsentwickelung am nächsten der geistigen Welt sind, wir merken zunächst nur nichts davon -, wir sind angekommen an dem Punkt, wo wir berücksichtigen müssen des Menschen Bezie­hungen zur geistigen Welt. Oh, das brauchten die früheren Menschen nicht zu berücksichtigen; denen war noch die Beweglichkeit verliehen durch ihr armes Gehirn, diejenigen geistigen Offenbarungen zu be­kommen, deren sie benötigten. Diese Offenbarungen sind aber im Laufe der Zeit zu wesenleeren Schemen und Phrasen geworden. Und was sich heute Christentum nennt, ist oftmals nichts anderes als eine Summe von wesenleeren Schemen und inhaltlosen Phrasen, nicht er-füllt von Geist. Aber die Menschheit haßt den wirklichen Geist, sie findet sich immer wieder in die Neigung zur Bequemlichkeit, in dem, was seit Jahrhunderten und Jahrtausenden das Christentum genannt worden ist, den Christus immer wieder und wieder abzuwehren. Es wird immer gesagt: Wenn man unter die heutigen Arbeiter kommt und ihnen vom Christentum spricht, so wollen sie es nicht hören. -Ich kann nur immer sagen: Ich glaube das. Denn so, wie ihr heute sprecht, so habt ihr gesprochen, so habt ihr gedacht durch Jahrhun­derte und Jahrtausende, und jetzt wollt ihr die Menschen, zu denen ihr so gesprochen habt, mit demselben heilen, das das Elend der Zeit gebracht hat und von dem ihr bewiesen habt, daß es nichts zu hoffen hat.
    Der Mensch ist heute genötigt, Ernst zu machen mit seinen Be­ziehungen zur geistigen Welt, sich so zu fühlen, daß er wirklich nicht nur drinnen steht in der physischen Welt, sondern auch in einer gei­stigen Welt. Und ehe wir nicht mit dieser Gesinnung Ernst machen) werden noch Ströme von Blut und Blut über das arme Europa hin­strömen müssen. Denn die Menschen hassen die Wahrheit, und der Haß wandelt sich sehr häufig um in Furcht; daher haben die Menschen der Gegenwart Furcht vor der Wahrheit. Heute ist es so, daß wir gar nicht zur Wahrheit kommen können, wenn wir unsere Beschlüsse fassen. Ich werde Ihnen jetzt etwas außerordentlich Paradoxes sagen, aber ich sage es nur aus dem Grunde, weil es notwendig ist, daß diese Dinge in unserer so ernsten Zeit einmal ausgesprochen werden, denn der Mensch braucht heute wirkliche Selbsterkenntnis, nicht phrasen­hafte Selbsterkenntnis: Der Mensch kann heute gar nicht zu frucht­baren Entschlüssen kommen, wenn er den Tag über nachdenkt über diese Entschlüsse. Der Mensch ist heute nahe der geistigen Welt. Wenn er in seinem physischen Leibe ist, dann ist er von der geistigen Welt getrennt; da sieht er durch seine physischen Augen, hört durch seine physischen Ohren, tastet mit seinem physischen Tastsinn. Vom Einschlafen bis zum Aufwachen dagegen ist er in der geistigen Welt, da lebt er das Leben, das ihm heute zum großen Teil noch unbewußt bleibt, und das mit seinen Impulsen in das Tagesleben hineinspielt. Für den heutigen Menschen aber ist es so, daß er nicht zu fruchtbaren Entschlüssen kommen kann, wenn er in der Zeit vom Morgen bis zum Abend diese Entschlüsse fassen will, sondern er muß sie prophetisch vorgelebt haben in der vorhergehenden Nacht. So ist es früher nicht gewesen, als die Menschen durch ihr anders geartetes Gehirn noch die geistigen Offenbarungen hatten. Heute ist das Gehirn des Menschen vertrocknet, redet selbst in der Jugend schon senil. Denn wissen muß der Mensch: wenn er des Morgens aufwacht, so hat er bereits als ein innerer Prophet das vorbereitet, was er während des Tages an Ent­schlüssen fassen muß. Nur das ist von einer wirklichen Fruchtbarkeit, was er fertig hat, wenn er des Morgens aufwacht. Alles andere wird immer mehr und mehr in Not und Elend führen, was in dem Aber­glauben lebt, daß man während des Tages, wenn man im physischen Leibe ist, zu seinen Entschlüssen kommen müsse. Das sollte der Mensch berücksichtigen. Denn wir leben heute in der Zeit, wo er seine Beziehungen zur geistigen Welt real machen sollte. Deshalb wirkt es so erschütternd, daß die Entschlüsse zu den Ereignissen, die für Deutschland am Ausgangspunkte der Weltkatastrophe standen, nicht vorbereitet waren durch das, was die entsprechenden Persön­lichkeiten hätten erleben können in der vorhergehenden Nacht, son­dern gefaßt sind unter den unmittelbaren Eindrücken des Samstages, heraus aus dem Verstand des Tages, bis in den späten Abend hinein.
    Ich habe oftmals, als dieser Krieg ausgebrochen war, zu Freunden gesagt: Über diesen Krieg wird man nicht so sprechen können wie über die anderen Kriege, die in der Geschichte abgelaufen sind. Über diese anderen Kriege kann man so sprechen, daß man die Dokumente aus den Archiven sammelt und dann die Sachen beurteilt. Dagegen über diesen Krieg und seine Entstehung wird sich nicht so sprechen lassen. Denn in der Zeit, als dieses Ungewitter ausgebrochen ist, waren alle Teufel los und suchten sich die Tore zu den verwirrten Menschen. Und nachweisen wird man können, daß von den vierzig bis fünfzig Personen, die in die Ereignisse verstrickt waren, welche im Juli 1914 zum Kriege führten, eine große Anzahl nicht den vollen Gebrauch ihres Bewußtseins hatten, als sie jene schicksalsschweren Entschlüsse faßten im Laufe des Tages. Das aber ist die Zeit, wo das Bewußtsein schweigt während des Tages, und wo die Menschen doch nicht schla­fen, wo dann die den Menschen feindlichen Dämonen hereinspielen in das menschliche Bewußtsein.
    Rudolf Steiner
    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=2116&catid=133&Itemid=4

    1. Interessant, daß hier mal R. Steiner zitiert wird….;=))

      Dazu noch etwas:
      „Verbot für alles Denken“, das um das Jahr 2000 (oder, einige Zeilen weiter: „um 2200 und einigen Jahren“[8]) aus Amerika kommen wird (bereits gekommen ist?):

      «Der größere Teil der Menschheit wird seinen Einfluss von Amerika, von dem Westen herüber haben, und der geht einer anderen Entwickelung entgegen. Der geht jener Entwickelung entgegen, die heute sich erst in den idealistischen Spuren, gegenüber dem, was da kommt, in sympathischen Anfängen zeigt. Man kann sagen: Die Gegenwart hat es noch recht gut [C.L.: 1916, mitten im Weltkrieg !]gegenüber dem, was da kommen wird, wenn die westliche Entwickelung immer mehr und mehr ihre Blüten treibt. Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes, aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken. Auf der einen Seite ist ein Anfang dazu gegeben in dem,was heute die rein materialistische Medizin macht, wo ja auch nicht mehr die Seele wirken darf, wo nur auf Grundlage des äußeren Experiments der Mensch wie eine Maschine behandelt wird.
      (…)
      Einer der anderen Anfänge: Wir haben ja heute schon Maschinen zum Addieren, Subtrahieren: nicht wahr, das ist sehr bequem, da braucht man nicht mehr zu rechnen. Und so wird man es auch machen mit allem. Das wird nicht lange dauern, ein paar Jahrhunderte – dann ist alles fertig; dann braucht man nicht mehr zu denken, nicht mehr zu überlegen, sondern man schiebt.
      (…)
      Und damit nicht gestört wird das feste Gefüge des sozialen Zusammenhangs der Zukunft, werden Gesetze erlassen werden, auf denen nicht direkt stehen wird: Das Denken ist verboten, aber die die Wirkung haben werden, dass alles individuelle Denken ausgeschaltet wird. Das ist der andere Pol, dem wir entgegen arbeiten. Dagegen ist das Leben heute immerhin nicht gar so unangenehm. Denn wenn man nicht über eine gewisse Grenze hinausgeht, so darf man ja heute [C.L.: 1916] noch denken, nicht wahr? Allerdings, eine gewisse Grenze überschreiten darf man ja nicht, aber immerhin, innerhalb gewisser Grenzen darf man noch denken. Aber das, was ich geschildert habe, das steckt in der Entwickelung des Westens, und das wird kommen durch die Entwickelung des Westens.
      Also in diese ganze Entwickelung muss sich auch die geisteswissenschaftliche Entwickelung hineinstellen. Das muss sie klar und objektiv durchschauen. Sie muss sich klar sein, dass das, was heute wie ein Paradoxon erscheint, geschehen wird: ungefähr im Jahre 2200 [C.L.: oder 2000, siehe Anm.8] und einigen Jahren wird eine Unterdrückung des Denkens in größtem Maßstabe auf der Welt losgehen, in weitestem Umfange. Und in diese Perspektive hinein muss gearbeitet werden durch Geisteswissenschaft. Es muss soviel gefunden werden — und es wird gefunden werden —, dass ein entsprechendes Gegengewicht gegen diese Tendenzen da sein kann in der Weltenentwickelung.»
      (R. Steiner, Vortrag vom 4. April 1916, in Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste, GA 167, S. 98 und 100-101)

    2. Ja da haben wir ein kleines Problem, wir glauben wach zu sein nur weil wir Röper lesen, dabei schlafen wir allesamt noch gegenüber der geistigen Wirklichkeit!
      Sehr zu empfehlen auch die Vorträge von Axel Burkhart auf YouTube. Zb. Die spirituelle Bedeutung 2020 und die nächsten 7 Jahre der Menschheit.
      Judith von Halle geht 2020 mit den Anthroposophen ziemlich hart ins Gericht, dass diese in der Corona Pandemie schlafen und sehr wohl die Verbote hinterfragen, aber auf einer rein sozialen Ebene stehen bleiben und nicht auf die geistigen Ursachen schauen, die erst zur Pandemie geführt haben. Und das ist die rein materialistische Weltanschauung der Menschen über die letzten 150 Jahre, geprägt durch unsere Wissenschaft die alles Geistige als Aberglauben abtut. Daran sehen wir, dass auch in anthroposophischen Kreisen noch Mühe ist, aber ich bin zuversichtlich.

  4. „Der totale Rausch“ – 26.12.2019
    Ein Volk unter Drogen: Speed-Pralinen für die Frau, Weckamin für den Soldaten

    Millionen deutsche Soldaten und Zivilisten standen im Dritten Reich permanent unter dem Einfluss einer Droge namens Pervitin. So sollte ihre Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Doch dann kam das böse Erwachen.

    Der junge Gefreite schrieb seinen Eltern regelmäßig nach Hause. Sein Einsatz bestand hauptsächlich aus Wacheschieben, einer Tätigkeit, bei der er sich oft nur mit Mühe wachhalten konnte. An seine Eltern erging daher regelmäßig die Bitte, ihm ein Mittel zu schicken, das als Wundermittel galt: Pervitin.

    Die kleinen Pillen bestanden aus Methamphetamin und machten fit.

    Heute wird der Stoff als Partydroge in den Clubs von Berlin oder London genommen und hält die Clubgänger möglichst lange wach, damit sie Tage und Nächte durchfeiern können.

    Doch Ende der dreißiger und Anfang der vierziger Jahre ging es nicht um Party-Spaß. Es ging um das Bestehen in einer Leistungsgesellschaft und um Krieg und Töten.

    Ein ganzes Volk unter Drogen
    Der junge Gefreite, der in vielen Briefen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges an seine Eltern um das Teufelszeug Pervitin bat, hieß Heinrich Böll.

    Später sollte er ein berühmter Schriftsteller werden und den Literaturnobelpreis gewinnen, doch jetzt schob er noch als unbekannter kleiner Soldat seinen Dienst. Mit seiner Sucht nach dem Aufputschmittel – Sucht im wahrsten Sinne des Wortes – war er nicht allein.

    Ganz im Gegenteil: Millionen deutsche Soldaten und Zivilisten schluckten regelmäßig Pervitin, nicht selten täglich oder sogar mehrmals am Tag.

    Der kleine Muntermacher war in jeder Apotheke zu bekommen, ein Rezept brauchte man nicht.

    Die Nazis, die sich so gern als Saubermänner aufspielten, setzten ein ganzes Volk unter Drogen. Das Ziel sollte es rechtfertigen: den Kontinent zu erobern, die Juden zu vernichten.

    Untrennbar verbunden war die Verbreitung von Pervitin mit einem Mann namens Otto F. Ranke.

    Er arbeitete am Wehrphysiologischen Institut, einer Abteilung der Militärärztlichen Akademie in der Berliner Invalidenstraße, wo 1934 bis 1945 der Sanitätsnachwuchs der Wehrmacht ausgebildet wurde.

    Heute ist dort das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie untergebracht. Dass der 38-Jährige Ranke als Leiter dieses Instituts auf eine Schlüsselposition für die deutsche Kriegsführung gelangt war, sollte vor dem Beginn des Polenfeldzuges noch niemand ahnen………

    Mehr……
    https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/volksdroge-pervitin-wie-im-rausch-eroberte-die-wehrmacht-polen_id_10101532.html

    1. Hah…. in den deutschen Medien kommt das ganz sicher an….! Aber von dort aus nicht weiter. DAS ist das Problem. Die Menschen können zwar gut von böse unterscheiden, auch lüge von Wahrheit… FALLS sie beides vorliegen haben. Sie bekommen aber eben nur eins von beiden vorgelegt. Eben damit sie nicht frei entscheiden können. ICH glaube, der einzige Weg im Westen die Menschenmassen zum Nachdenken zu bringen ist das abschalten der Massenmedien. Aber frag mich nur nicht wie man das bewerkstelligen soll. Darüber zerbreche ich mir seit 2008 den Kopf, Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nach ca 14 Tagen „Entzug“ der täglichen Dosis Medienmanipulation in D, wieder die ersten eigenen Denkprozesse einsetzen. Bis dahin jedoch, GLAUBT man selbst felsen fest daran, dass die Medien-Floskeln die eigenen Ideen sind….

  5. Sehr zu empfehlen ist das Interview des US-Journalisten Aaron Maté mit Jaque Baud – einem ex-NATO-Berater, der auch ab 2014 in der Ukraine arbeitete:

    Hier nur ein Teilausschnitt, warum es gerade in Mariupol zu solch heftigen Kämpfen kam & warum dort genau die Asows so konzentriert sind! Gerade weil dort die Bevölkerung NICHT zu den Kiew-Nazis gehören wollten!

    Hier veröffentlich in deutsch bei:
    https://uncutnews.ch/ex-nato-berater-usa-und-eu-opfern-die-ukraine-um-russland-zu-schwaechen/

    Jaque Baud:
    „Bei der Entnazifizierung ging es also im Grunde nicht um die 2,5 Prozent der extremen Rechten in Kiew.
    Es ging um die 100 Prozent der Asow-Leute in Mariupol und Charkow und dergleichen mehr.
    Wir neigen also zu Missverständnissen, weil einige Leute sagten:
    „Nun, aber warum entnazifizieren? Weil es nur 2,5 Prozent rechtsgerichtete Parteien gibt, nur 2,5 Prozent oder so ähnlich, also ist es bedeutungslos. Also, warum entnazifizieren? Das macht keinen Sinn.‘
    Aber darum ging es nicht.

    Es ging definitiv um die Gruppen, die seit 2014 von den Ukrainern rekrutiert wurden, um, sagen wir mal, ich würde sagen, zu befrieden oder zu kontrollieren. Ich weiß nicht genau, was das richtige Wort dafür ist, aber um im Donbass zu kämpfen. Diese Leute waren Extremisten, Fanatiker, und diese Leute waren gefährlich.

    AARON MATÉ:
    Und einer der Punkte, die Sie in Ihrem Artikel ansprechen und die ich nicht kannte, ist, dass ein Teil des Grundes, warum die Ukraine diesen Bedarf an Milizen, rechtsextremen Milizen und ausländischen Söldnern hatte, in der hohen Überlaufquote in den eigenen militärischen Reihen liegt, in der Tatsache, dass die Leute nicht dienen wollten und sogar zur anderen Seite der Rebellion im Donbass übergelaufen sind.

    JACQUES BAUD:
    Genau. Wie ich Ihnen bereits sagte, habe ich in der NATO den Zustrom von Waffen in den Donbass beobachtet, und wir konnten weder Waffenimporte noch Waffenexporte von russischer Seite in den Donbass feststellen.

    Was wir jedoch feststellen konnten, war, dass viele ukrainische Einheiten übergelaufen sind und ganze Bataillone übernommen haben.
    Und 2014 stammte der Großteil der schweren Artillerie, die der Donbass erhielt, von Überläufern.
    Ganze Einheiten sind übergelaufen, mitsamt Munition und Leuten und so weiter. Der Grund dafür ist, dass die ukrainische Armee auf einer territorialen… auf einer territorialen Weise bemannt und organisiert war. Das bedeutet, dass es in den Streitkräften eine Menge russischsprachiger Leute gab.
    Als sie dann in den Donbass geschickt wurden, wollten sie nicht einmal gegen ihre eigenen Kollegen und russischsprachigen Leute kämpfen, also zogen sie es vor, überzulaufen.

    Hinzu kommt, dass die Führung der ukrainischen Armee im Jahr 2014, ich meine von 2014 bis 2017, extrem schlecht war. Es herrschte viel Korruption. Ich bin mir nicht sicher, ob das Militär tatsächlich auf einen solchen Krieg vorbereitet war, denn der Krieg, der damals von den Rebellen geführt wurde, ähnelte sehr dem, was man heute im Nahen Osten oder in den letzten Jahren beobachten kann. Das führte dazu, dass sich sehr mobile Einheiten sehr schnell bewegen konnten, viel schneller als die schweren Einheiten der ukrainischen Armee. Wenn wir uns das Muster der verschiedenen Schlachten ansehen, die 2014 und 2015 ausgetragen wurden, können wir feststellen, dass die Ukrainer nie die Führung übernehmen konnten. Sie hatten nie die Initiative. Die Initiative lag immer bei den Rebellen. Und es war keine Guerilla. Das ist wichtig zu sagen. Es handelte sich um eine extrem mobile Kriegsführung. Hinzu kam, dass die Armee im Allgemeinen nicht wirklich auf den Kampf vorbereitet war. Es gab also eine Menge Selbstmorde, eine Menge Alkoholprobleme, eine Menge Unfälle, eine Menge Morde innerhalb der ukrainischen Armee.

    Und das führte dazu, dass viele junge Ukrainer das Land verließen, weil sie nicht in die Armee eintreten wollten.
    Und was ich damit sagen will, ist, dass dies in offiziellen Berichten im Vereinigten Königreich und in den USA aufgezeichnet und berichtet wurde, glaube ich.
    Es gab einige sehr interessante Berichte über die niedrige Rekrutierungsrate von Einzelpersonen, weil die Leute einfach nicht zur Armee gehen wollten.
    Aus diesem Grund engagierte sich die NATO, und ich war an einem solchen Programm beteiligt, bei dem versucht wurde, das Image der Armee umzugestalten und Lösungen zu finden, um die Rekrutierungsbedingungen in der Armee zu verbessern und Ähnliches.

    Aber die von der NATO angebotenen Lösungen waren eigentlich institutionelle Lösungen, die Zeit brauchten, und um den Personalmangel zu kompensieren und wahrscheinlich aggressiveres Militärpersonal zu haben,
    begannen sie, Internationalisten und Söldner einzusetzen, um genau zu sein.

    Niemand weiß genau, wie viele dieser Paramilitärs oder rechtsextremen Milizen es gibt.
    Reuters gibt die Zahl mit 100.000 an.
    Ich kann das nicht nachprüfen, aber diese Zahl wurde von Reuters genannt. Und das scheint zu dem zu passen, was wir jetzt in den verschiedenen Regionen des Landes beobachten können.

    Diese Paramilitärs spielten also eine wichtige Rolle, nicht in der mobilen Kriegsführung, und ich würde sagen, auch nicht in der normalen Feldkriegsführung,
    aber sie wurden zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den Städten eingesetzt.
    Und das ist genau das, was wir heute zum Beispiel in Mariupol haben, wo wir diese Leute hatten, denn sie sind nicht für Feldoperationen ausgerüstet. Sie sind für den Krieg in den Städten ausgerüstet. Sie haben leichte Ausrüstung, sie haben ein paar gepanzerte Fahrzeuge, aber sie haben nicht wirklich Panzer oder etwas Ähnliches.

    Es handelt sich also definitiv um Einheiten, die für den Krieg in den Städten gedacht sind.
    Das ist es, was sie in Großstädten tun.
    Und diese Leute sind extrem fanatisch, können wir sagen, und sie sind extrem gefährlich. Und das erklärt die Art und Weise, wie Mariupol, die Schlachten und die extrem brutalen Kämpfe, die man in Mariupol als Beispiel hat, und wir werden wahrscheinlich das Gleiche in Charkow sehen, zum Beispiel.“

      1. Der größte Unterschied von damals zu heute liegt in der Befehlskette. Die reguläre ukrainische Armee gibt es nicht. Es kämpfen heute Söldner dort. Formal sind die zwar der Regierung unterstellt aber der Fachbereich ist Azov durchsetzt. Diese politische Durchsetzung führt dazu das man eben locker selbst ungestraft Morde begehen kann. Denn Asuv kämpft für das geografische Gebiet und das eben notfalls auch gegen die Regierung.
        Jeder politischer Versuch eine Lösung zu findet ist für den Verhandler das Todesurteil.

        12 ermordete Bürgermeister, die sich für die Sicherheit oder sicheres Geleit ihrer Bürger einsetzten oder auch nur die humanitäre Hilfe von den Russen annehmen wollten sprechen eine deutliche Sprache.
        Das passt dann auch gut zu den gefesselten und getöteten Menschen in Bucha. Oft sieht man im direkten Umfeld die grünen Hilfspakete.

  6. https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/220421-Bosshard-Russische-Operation-in-UA-2022-Bericht-20-Apr.pdf
    Es zeichnet sich ab, dass mit dem notorisch bekannten „Regiment AZOV“ der vierte, Brigade-starke Großverband der Ukraine in Mariupol nun vernichtet wird. Eine Truppe von ursprünglich 15’000 bis 20’000 Mann wird dann verwundet, gefangen oder tot sein. Wie das auf das Gros der ukrainischen Streitkräfte wirken wird, bleibt abzuwarten.

  7. Heute erst wieder weist Putin daraufhin, keine Fliege aus dem Stahlwerk entkommen zu lassen. Echt zynischer Kriegstreiber angesicht der Kinder und Frauen, die sich dort befinden. Es ist auch unerklärlich, warum er keinen Abzug von Zivilisten zulässt – erst heute sind nur 79 Menschen aus Mariupol evakuiert worden und die berichten nur von russischen Gräueltaten… Kriege sind Sch….. und werden keine Lösung bringen. Putin hat es nur geschafft, sich weltweit zu isolieren und hat nun mit Schweden und Finnland zwei neue NATO-Kandidaten an seinen Grenzen geschaffen. Super Leistung Hr. Putin!

  8. Bester Thomas
    Ich bin schockiert über die Größe der Trollarmee auf Deinem Blog ….., aber nicht überrascht !
    Danke für Deine wertvolle Arbeit, und großes Kompliment zum letzten Buch.
    Ich bin sehr gespannt auf die nächste Tacheles Sendung. Und wie lange Du die Franks noch ertragen kannst, die mir immer mehr fürchterlichen Linksdrall zu kriegen scheinen, ekelhaft MSM orientiert. Egal NuoViso ist durch bei mir, außer Tacheles !
    Gruß aus NL

    1. @Der Stef, von was für Trollen reden Sie. Haben Sie etwas gegen Meinungsfreiheit? Sie möchten also, dass alle wie aus einer Uniform gegossen dieselbe Meinung haben, Herr Putin ist gut, Herr Putin beschützt die Welt? Ja, ich persönlich bin 100 Pro auf der Seite Rus, schätze aber gerade auch die gegenteiligen Meinungen sehr! Wirklich. Es doch geradezu fantastisch, dass es auf unserer Welt, auf unserer Welt! noch Sender oder Seiten mit pro und kontra gibt. Das ist Hammer! Auf den meisten Seiten ist die Kommentarspalte abgestellt oder nur der gewünschte Narrativ zugelassen.

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