Kriegsbeteiligung

Wie in Russland über die Rolle Großbritanniens bei Nord Stream berichtet wird

In Russland ist man sich sicher, dass Großbritannien sowohl an der Sprengung der Nord Streams, als auch an dem Angriff auf Sewastopol beteiligt war. Hier zeige ich, wie in Russland darüber berichtet wird.

Über die russischen Vorwürfe, Großbritannien sei sowohl an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines, als auch an dem Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeerflotte beteiligt gewesen, habe ich bereits berichtet, die Artikel finden Sie hier und hier. Jetzt will ich aufzeigen, wie im russischen Fernsehen über diese Ereignisse und die mutmaßliche britische Beteiligung daran berichtet wird und habe einen russischen Fernsehbericht über das Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Europa weiß, wer Nord Stream gesprengt hat, schweigt aber

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Woche: Russland beteiligt sich wieder am Getreideabkommen. Es wurde ausgesetzt, nachdem Kiew den humanitären Korridor für Schiffe genutzt hatte, um die Bucht von Sewastopol mit Drohnen anzugreifen. Der Angriff scheiterte, aber es stellte sich heraus, dass er mit direkter Beteiligung Großbritanniens vorbereitet worden war, dessen Rolle bei dem Angriff auf Nord Streams übrigens auch langsam ans Licht kommt.

In den Videos der UNO, in denen in der Regel Vertreter der ärmsten afrikanischen Länder zu sehen sind, sprechen ukrainische Bauern darüber, wie schwierig es geworden ist, ihre Ernte auszusäen und zu verkaufen.

Das Getreideabkommen wurde zu genau diesem Zweck geschlossen – um den Hungernden zu helfen. Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten berichtete am Samstag stolz über seine Zwischenbilanz: Genau 10 Millionen Tonnen Lebensmittel wurden aus ukrainischen Häfen abtransportiert.

Wie Moskau allerdings wiederholt betont hat, ging der größte Teil davon nicht an die ärmsten Länder, sondern im Gegenteil an die reichsten. Vor allem aber nutzte die Ukraine den vereinbarten humanitären Korridor, um einen Drohnenangriff auf Schiffe in Sewastopol durchzuführen. Dieser Angriff brachte das internationale Abkommen an den Rand des Zusammenbruchs. Der russische Präsident Wladimir Putin erläuterte die Gründe und Umstände im Detail, als er Fragen von Journalisten beantwortete:

„Diese Drohnen – sowohl Unterwasser- als auch Flugdrohnen – kamen teilweise aus dem Korridor, über den Getreide aus der Ukraine exportiert wird. Auf diese Weise haben sie eine Bedrohung sowohl für unsere Schiffe geschaffen, die die Sicherheit des Getreideexports gewährleisten sollen, als auch für die zivilen Schiffe. Aber wir haben uns verpflichtet, ihre Sicherheit zu gewährleisten. Und wenn die Ukraine diese Schiffe angreift, dann sind wir für die, die sich darüber auslassen, was Russland gerade tut, ohne ein Wort über die Ursachen zu sagen, genauso schuld. Dabei wurde das durch die Bedrohung des humanitären Korridors verursacht.“

Nach dem Vorfall setzte Russland seine Beteiligung an dem Abkommen aus. Die UNO erklärte, sie sei bereit, die mögliche Nutzung des Getreideabkommens für militärische Zwecke zu untersuchen.

Russland beanstandete auch eine weitere schwerwiegende Verletzung des Abkommens. Außenminister Lawrow sagte:

„Wir sehen immer noch kein Ergebnis in Bezug auf den zweiten Teil des Pakets, das seinerzeit von UN-Generalsekretär António Guterres vorgeschlagen wurde und die Beseitigung aller Hindernisse für den Export von russischen Düngemitteln und Getreide vorsieht. Es müssen bald ernsthafte Maßnahmen ergriffen werden, vor allem wenn es um die fraglichen Mengen an Düngemitteln und Getreide geht, die auf russischer Seite unvergleichlich höher sind als die entsprechenden ukrainischen Mengen.“

Generalsekretär Guterres schien das Signal verstanden zu haben, und das UN-Hauptquartier machte deutlich: Das ukrainische Getreide reicht nicht aus, um die weltweite Ernährungssicherheit zu verbessern, russische Lieferungen werden benötigt, aber sie stehen unter westlichen Sanktionen. Guterres sagte:

„Die Welt braucht eine konzertierte Aktion, um die Krise auf dem globalen Düngemittelmarkt schnell zu bewältigen und das russische Exportpotenzial, das dafür nötig ist, voll auszuschöpfen. Die hohen Düngemittelpreise wirken sich bereits auf Landwirte in aller Welt aus. Wir können nicht zulassen, dass die globalen Probleme der Verfügbarkeit von Düngemitteln zu einer weltweiten Nahrungsmittelknappheit führen.“

Die Türkei hat das Gleiche erklärt. Das Land, das an dem Getreideabkommen beteiligt ist, hat ebenfalls aktive Diplomatie betrieben, um Moskau dazu zu bewegen, dem Abkommen wieder beizutreten. Die Verteidigungs- und Außenminister Russlands und der Türkei haben mehrmals telefoniert, gefolgt von einem Gespräch zwischen den Präsidenten.

Wladimir Putin verkündete die Entscheidung am selben Tag auf einer Sitzung des Sicherheitsrates. Wie sich herausstellte, war es Ankara, das von Kiew Garantien erhalten hat, wie Putin mitteilte:

„Wir haben von der ukrainischen Seite Zusicherungen und Garantien verlangt, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt, dass die humanitären Korridore nicht für militärische Zwecke genutzt werden. Unsere türkischen Partner haben bei der Klärung dieser Situation als Vermittler fungiert und von türkischer Seite wurde über das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Ukraine zugesichert hat, dass diese humanitären Korridore nicht für militärische Zwecke genutzt werden. In diesem Zusammenhang habe ich dem Verteidigungsministerium die Anweisung gegeben, sich wieder in vollem Umfang an diesen Arbeiten zu beteiligen.“

Russland behält sich jedoch das Recht vor, das Abkommen insgesamt zu kündigen, falls es zu einer weiteren Verletzung von Garantien und wichtigen Bedingungen kommt.

Die derzeitige Vereinbarung wurde im Juli für 120 Tage, die in weniger als zwei Wochen, am 18. November, auslaufen, mit einer Verlängerungsoption unterzeichnet.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums waren britische Militärspezialisten an der Vorbereitung des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf Sewastopol beteiligt. Die britische Botschafterin in der Russischen Föderation, Deborah Bronnert, wurde in das russische Außenministerium einbestellt. Sie wurde am Eingang von Demonstranten empfangen und im Ministerium selbst wurde ihr eine offizielle entschiedene Protestnote gegen das Vorgehen Londons, das gut dokumentiert ist, übergeben. Insbesondere ist Moskau bekannt, dass bereits am 20. September das Ausbildungsprogramm für ukrainische Marinetaucher und Kampfschwimmer durch britische Ausbilder erweitert wurde. Die Arbeiten wurden in einem separaten Zentrum südlich der Basis ukrainischer Spezialeinheiten in Otschakow in der Region Mykolajew durchgeführt und umfassten auch die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in der Bedienung unbemannter Unterwasserfahrzeuge, die Schiffe angreifen sollen.

Nach dem Angriff auf Sewastopol bombardierte das russische Militär das Ausbildungszentrum der ukrainischen Spezialkräfte in der Nähe von Otschakow, wobei auch ein Kommunikationszentrum zerstört wurde. Und das ist nur ein Bruchteil der getroffenen Ziele.

„Nach dem Terroranschlag auf der Krim-Brücke sagten Sie, dass Russland im Falle einer Wiederholung solcher Anschläge angemessen reagieren würde. Sind die heutigen massiven Angriffe auf ukrainisches Gebiet eine Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in Sewastopol?“, wurde Putin von Journalisten gefragt.

„Zum Teil ist das so. Aber das ist nicht alles, was wir hätten tun können“, sagte der russische Präsident.

Die britische Spur, so das russische Verteidigungsministerium, sei auch bei dem internationalen Terroranschlag – der Sprengung der Nord Streams in der Ostsee – deutlich zu erkennen. Eine wahre Informationsbombe schlug ein, als die britische Premierministerin Liz Truss in der Presse verdächtigt wurde, unmittelbar nach der Sprengung der Gaspipelines eine Nachricht an US-Außenminister Anthony Blinken geschickt zu haben, in der es hieß: „Es ist vollbracht.“ Diese sensationelle Vermutung wurde von dem deutsch-finnischen IT-Unternehmer Kim Dotcom geäußert:

„Woher wussten die Russen, dass Großbritannien die Nord-Stream-Pipelines zusammen mit den USA gesprengt hatte? Weil Liz Truss ihr iPhone benutzt hat, um dem amerikanischen Politiker Anthony Blinken eine Nachricht zu schicken.“

Eine Bestätigung dafür gibt es nicht, aber die Nachricht wurde von vielen Medien, auch in Großbritannien, aufgegriffen. Der Verdacht hat sich auch durch Berichte erhärtet, dass Truss‘ privates Mobiltelefon gehackt wurde. Und es ist erst recht verdächtig, dass Deutschland, Dänemark und Schweden Einzelheiten über die Umstände des Notfalls sogar voreinander geheim halten. Offensichtlich hat die Untersuchung zu jemandem geführt, zu dem sie nicht hätte führen dürfen. Putin kommentierte das wie folgt:

„Die Europäer haben, wie so oft, wie fast immer, den Mund gehalten, haben geschwiegen, als ob alles in Ordnung wäre, obwohl das ihre Interessen im Kern untergräbt. Irgendwer war so dreist, zu denken, dass Russland selbst sie in die Luft gejagt hat. Es ist schwer vorstellbar, dass sich jemand so einen Schwachsinn ausdenkt, aber es passiert trotzdem, die denken sich allen möglichen Blödsinn aus.“

Wladimir Putin hat bereits erklärt, dass die Terroranschläge auf die Gaspipelines das Werk der Angelsachsen sind, und wie Untersuchungen des Zentrums für die Analyse der europäischen Politik zeigen, denkt die Welt genauso. Eine halbe Million Tweets zum Thema der Sabotage wurden analysiert und es zeigte sich, dass nur 10 Prozent glauben, dass Russland seine eigenen Gaspipelines zerstört hat. 63 Prozent der Autoren machen die USA für die Sabotage verantwortlich. Aber in der Welt der großen Politik traut sich kaum jemand, das laut auszusprechen, wie der serbische Präsident Vucic sagte:

„Es gibt keinen Politiker auf der Welt, der nicht weiß, wer die Sabotage in der Ostsee veranstaltet hat, aber alle schweigen, um die Interessen ihrer Länder nicht zu gefährden. Diese Heuchelei herrscht überall.“

Dabei gibt es immer mehr Fakten: Technisch gesehen könnten nur sehr wenige Länder einen Unterwasser-Angriff von solcher Komplexität und Stärke organisieren. Der Betreiber von Nord Stream, der schließlich zum Unglücksort gelassen wurde, teilte die ersten Daten der Inspektion mit:

„Es gibt technogene Krater von 3 bis 5 Metern Tiefe in einem Abstand von etwa 248 Metern zueinander. Der Rohrabschnitt zwischen den Kratern ist vollständig zerstört und es gibt einen Streuradius mit Rohrfragmenten von mindestens 250 Metern.“

Angesichts des mangelnden politischen Willens der Europäer stellt sich die Frage der Reparatur derzeit nicht ernsthaft. Russland bereitet jedoch ein alternatives Energieprojekt zur Schaffung eines Gashubs in der Türkei vor. Die Energieministerien der beiden Länder erörtern bereits die technischen Parameter des Projekts. Putin sagte dazu:

„Mit der Türkei ist es in diesem Sinne einfacher für uns zu arbeiten, weil Präsident Erdogan ein Mann ist, der sein Wort hält. Wenn wir uns mit ihm in einer Sache einigen – es mag schwierig sein, eine Einigung zu finden – aber wenn wir eine Einigung haben, versuchen wir, sie umzusetzen. Das ist das erste. Zweitens ist es für uns einfacher, das Schwarze Meer zu kontrollieren. Das ist also ein durchaus realistisches Projekt und wir können es recht schnell umsetzen. Und es wird genug Interessenten geben, die bereit sind, Verträge zu unterschreiben, daran besteht kein Zweifel. Wir werden sehen, was in diesem Winter und im nächsten Winter passiert. Aber ich bin sicher, dass die Verträge unterzeichnet werden, daran besteht kein Zweifel.“

Dazu gehören Verträge, die europäische Länder zu Transitländern für Gaslieferungen in andere Teile der Welt machen könnten. Der Präsident ist sich sicher, dass es immer Abnehmer für russisches Gas geben wird.

Ende der Übersetzung


Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

23 Antworten

  1. @„Es gibt keinen Politiker auf der Welt, der nicht weiß, wer die Sabotage in der Ostsee veranstaltet hat, aber alle schweigen, um die Interessen ihrer Länder nicht zu gefährden. Diese Heuchelei herrscht überall.“

    Im Westen zitieren den serbischen Präsidenten bisher nur unabhängige Medien wie TKP – dort ist auch vom harten Winter die Rede. Gibt es noch weitere Medien?

    https://www.xing.com/communities/posts/serbiens-praesident-vucic-ueber-den-zustand-europas-1024991869

    „… Vučićs Behauptungen sind ein klares Beispiel für den derzeitigen Zustand in Europa, das zu einer Kolonie des angelsächsischen Reiches geworden ist. Die unabhängigen Staaten haben nicht das Recht, ihre Souveränität zu verteidigen und ihre unabhängige Politik zu betreiben, um die Interessen ihrer Länder zu schützen, sondern müssen dem von den Verbündeten USA und Großbritannien auferlegten Narrativ folgen. Vučić erklärte, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs sehr wohl über die terroristische Politik ihrer amerikanischen Schutzherren Bescheid wüssten, aber die Wahrheit nicht aussprechen könnten …“

    1. @Hannibal: Die EU ist nicht einfach eine Kolonie, denn selbst für eine Kolonie kann ihr Besitzer Konstruktives leisten. Die EU ist zu einem Ausbeutungsgebiet und einer Kolonie niedersten Ranges geworden. Dank Figuren wie Baerbock. Diese Person ist wie besoffen, wenn sie sich in der Nähe der Mächtigen aufhalten und schleimen darf. Für eine Handvoll Dollar verkauft sie ihr eigenes Land.

    2. Wohl eher nicht dürfen.-Und offensichtlich ist GB doch enger mit der EU verbunden,als man denkt.-Denn die EU wollte für Nordstream 2 einen Zwischenhändler,der natürlich ein großes Stück vom Kuchen haben wollte,sprich Preistreiberei !-Die Firma Suminex mit Sitz in Hamburg.-Einfach mal „Tante Googl“ danach fragen und nach dessen Ceo Sergei Kischilew.-Diesen Hinweis gab ein Kommentator in diesem Artikel: https://pressefreiheit.rtde.live/kurzclips/video/153517-vucic-jeder-politiker-auf-welt/

  2. Von Seiten unserer Regierung und ihrer Medien scheint Funkstille zu herrschen. Die wissen nicht, was die Russen alles an Beweisen haben, auch über ihre eigene Involvierung, und sagen lieber gar nichts dazu. Als „kriegerischer Anschlag“ werden die Sprengungen neuerdings nicht mehr gewertet, was zeigt, daß die Russen als Täter für die Propaganda perdü sind.

    Funkstille hier auch über Scholz‘ Besuch bei Xi und Li. Scholz bekam den Rat zu „strategischer Autonomie“, den Rat, Baerbock in Schach zu halten und Lob für Wohlverhalten, das er noch gar nicht gezeitigt hat, das aber geeignet wäre, bisherige Missetaten vergessen zu machen.

    In der Außenwelt gibt es Spekulationen, Scholz könnte zusammen mit seinen Wirtschaftsführern, die er in China dabei hatte, einen Kurswechsel versuchen, aber ganz vorsichtig, angesichts der bizarren Machtverhältnisse hier.

    Erdogan ist schneller, der arrangiert sich längst mit den Siegern:

    „Europa irrt sich in Bezug auf Putin – Recep Tayyip Erdogan
    ‚Würden Sie als Staatsoberhaupt einen Angriff auf Sie tolerieren? Ich, wenn überhaupt, nicht. Und Putin auch nicht‘, erklärte der türkische Präsident … Diese Aussage bezieht sich auf die Tatsache, daß die westlichen Länder den russischen Präsidenten wegen seiner Operation in der Ukraine verurteilen, die Putin für das Überleben Rußlands für notwendig hält.“

    3 Nov 2022 par Modeste Dossou
    L’Europe a tort à l’égard de Poutine – Recep Tayyip Erdogan
    https://actucameroun.com/2022/11/03/leurope-a-tort-a-legard-de-poutine-recep-tayyip-erdogan/

  3. „…Eine halbe Million Tweets zum Thema der Sabotage wurden analysiert und es zeigte sich, dass nur 10 Prozent glauben, dass Russland seine eigenen Gaspipelines zerstört hat. …“

    Spiegel-Leser z.B. 😀

  4. Der serbische Präsident Vucic sagte:

    „Es gibt keinen Politiker auf der Welt, der nicht weiß, wer die Sabotage in der Ostsee veranstaltet hat, aber alle schweigen, um die Interessen ihrer Länder nicht zu gefährden. Diese Heuchelei herrscht überall.““

    Da habe ich doch glatt schnell gegoogelt, wie der gute Mann aussieht. Normalerweise interessiert es mich einen feuchten Dreck, wie Politikfiguren heißen, geschweige denn aussehen, aber wenn jemand so eine krasse Ansage macht, will ich doch ein Gesicht dazu sehen. Sieht nett aus wie ein freundlicher Kerl, der gern lacht, und das Witzigste an seiner Aussage ist: Er sagt es auch nicht!

    Der Eindruck, dass alle relevanten Politiker (also ohne Parlamentsfüllmasse) wissen, wer’s war, hat sich mir schon wenige Tagen nach dem Anschlag aufgedrängt. Ich kann nicht recht sagen, warum, es war so ein Gefühl, auf das ich aber mittlerweile höre.

    Betreten ist das passende Wort. Die Bundesregierung hat betreten gewirkt – nicht schuldig, sondern vielmehr peinlich berührt, weil sie auf der Bühne so tun müssen, als ob sie die deutsche Regierung wären, und der Anschlag ein Angriff auf Deutschland war. Ich glaube nicht, dass die hierzulande agierenden Marionetten beteiligt waren oder auch nur Vorwissen hatten (wozu auch? Es wird doch niemand eingeweiht, der zur Durchführung nicht unbedingt gebraucht wird). Aber sie haben es schnell danach gewusst.

    Es hat ja jedes Land seinen Geheimdienst – sogar die BRD – und jeder Geheimdienst hat Kontakte zu anderen Geheimdiensten sowie Doppelagenten, Überläufer, Verräter und was weiß ich für dubiose Connections zueinander. In den Kreisen spricht sich das schnell rum und dann werden auch Regierungsmitglieder informiert.

    Übrigens trifft die Aussage Herrn Vučić meiner festen Überzeugung nach auch auf 9/11 zu. Da wissen sie auch alle, was abgelaufen ist. Und keiner redet. Auch die Politiker der islamischen Länder und nicht einmal jetzt in dieser feindseligen Stimmungslage die russische Regierung. Tja, ich habe zwar keine Insider-Infos, mich aber sehr intensiv damit befasst und glaube es auch zu wissen. Ich rede auch nur gegenüber handverlesenen Menschen.

    Es ist schon auffallend. Dieses merkwürdige weltweite Zusammenhalten von Politikern, die uns als spinnefeind gegeneinander präsentiert werden, erinnert – zumindest mich – nicht erst seit Corona an das Verhalten innerhalb einer Mafia.

    Ob die Story mit Liz Truss stimmt? Ich weiß es nicht, mir kommt es ein bisschen wie kindischer Scheiß für die Öffentlichkeit vor, aber es können natürlich tatsächlich britische Militärs an der Durchführung beteiligt gewesen sein. Klimaspinner sind wohl als Verdächtige raus, die hätten die Leitungen zwar auch kaputtbekommen, aber nicht mit so einem Overkill an Sprengstoff.

  5. Natürlich wird kein Politiker in der EU die Tatsache aussprechen, dass es die USA und die Britten waren. Dies wäre dann ein Terrorakt durch einen Staat und somit eine Kriegshandlung. Diese Wahrheit auszusprechen würde bedeuten, dass der EU der Krieg durch die eigenen Verbündeten erklärt wurde. Dies würde bedeuten, dass alle Länder der EU mit sofortiger Wirkung aus der NATO austreten. Dass alle Handelsbeziehungen mit den USA und Großbritannien abgebrochen werden. Es würde bedeuten, dass die Politiker zugeben müssen, dass sie falsch gelegen haben und nicht Russland der Feind ist sondern die USA.
    Alleine die Tatsache, dass Politiker einen Fehler eingestehen müssen ist undenkbar. Wir merken es bei den Grünen, die jetzt schon einen Schuldigen suchen für die Schäden, die deren Politik anrichtet. Anstatt eine andere Richtung einzuschlagen um das schlimmste zu verhindern, werden jetzt Sündenböcke gesucht.
    Uns wurde durch die USA der Krieg erklärt und wir leugnen es.

    1. „Natürlich wird kein Politiker in der EU die Tatsache aussprechen, dass es die USA und die Britten waren.“

      Ja, was die Politiker der EU- und NATO-Staaten angeht, ist es – wie Sie beschrieben haben – recht einleuchtend, warum sie die Klappe halten. Mich erinnert das an Merkels Reaktion, als bekannt wurde, dass die NSA ihr Handy abgehört hat. Das Problem war nicht die Tatsache, dass die NSA das tut, davon ist sie wahrscheinlich sowieso ausgegangen, sondern dass es bekannt wurde. Sie konnte nicht sagen „Mir doch egal“, sondern hat irgendwas abgesondert, man täte das eigentlich unter Freunden nicht, um es dann möglichst rasch unter den Teppich zu kehren, weil sonnenklar war, dass die Bundesregierung nicht darauf reagieren, sondern es weiterhin hinnehmen wird.

      Natürlich war das ein sehr viel harmloserer Fall, man stelle sich nur mal vor, der Bundeskanzler würde über die Nordstream-Sprengung halbherzig sagen: „Das gehört sich eigentlich unter Freunden nicht, aber Schwamm drüber“. Es bliebe ihm zwar gar nichts anderes übrig, es wäre nur megapeinlich. Darauf legt er garantiert keinen Wert :mrgreen:

    2. Haben sich eigentlich die Versicherungen (Munich Re gehört auch dazu) schon dazu geäußert?

      Ist überhaupt schon mal einer unserer Qualtätsjournalisten auf die Idee gekommen, sie nach ihrer Einschätzung zu fragen?

  6. Das Regierungsviertel in Berlin ist der allerletzte Ort auf Planet Erde, der so einen neuen „Gasvertrag mit Putin“ unterschreiben würde! Die hohen Tiere dort sind der Meinung, sie werden auch im Winter nicht erfrieren, denn sie tragen alle Pelz. Den haben sie sich dann von den Millionen Toten aus der ganzen Republik zusammengetragen, so über die Jahre jedenfalls.

    Tja, ohne Revolution blüht das Berliner Pelz-Geschäft mit dem (Kälte-) Tod der eigenen Bevölkerung! Das wirst auch Du nicht widerlegen können, Grüner Trollo X!

  7. „Russland bereitet jedoch ein alternatives Energieprojekt zur Schaffung eines Gashubs in der Türkei vor. “

    Hm, MEGAL liefert doch, über Druschba und Sojous. Diese Pipeline ist älter als ich.
    Für Deutschland macht das überhaupt keinen Sinn, denn nicht im Süden, sondern im Norden kommt kein russisches Gas an.

    Turkstream liefert über Österreich.

    Ist ja schön, dass man die Türkei in die Infrastruktur mit einbindet, aber rein technisch profitiert in D hiervon der Süden, solange JAMAL und Nordstream platt sind.

  8. Schade, da war ja praktisch nichts neues von dem was man schon wusste! – Und die von Russland versprochenen Beweise wurden leider immer noch nicht präsentiert! – So hätte man sich diesen Artikel eigentlich sparen können! – Oder braucht der Autor diesen plumpen Aktionismus um seine Leser bei der Stange zu halten? – Merken Die so etwas nicht?

  9. Wer mit ungedienten Stöckelschuh-Verteidigungsministerinnen (Kramp-Karrenbauer, vd Leyen, Lambrecht) und Lackschuh-Panzerkletterer und Turbinenbetrachter (Olaf der Vergessliche) meint, Verteidigungs- und Staatspolitik betreiben zu können, wer unkommentiert, unwidersprochen und widerstandslos die eigene kritische Infrastruktur von Schein-„Freunden“ in die Luft blasen lässt, wer die fällige Aufklärung sogar mit einem angeblichen „Staatswohl“ begräbt, der verkauft seine Seele, verrät sein ureigenstes Staatswohl, beerdigt seine Wettbewerbsfähigkeit, verliert jeglichen Respekt, geriert sich als williger Handlanger ausländischer Interessen, und macht sich als nützlicher Idiot und Kanonenfutter durch die eigenen Pseudo-„Freunde“ für alle Tage erpressbar.

    So etwas hätte es unter einem Kanzler Brand oder Schmidt oder Kohl oder Schröder oder .. nicht gegeben.

    1. Entschuldigen Sie.
      Der dicke Kohl sah sich meiner Meinung nach als der neue Bismark. Leider hatte er außer ein wenig Ähnlichkeit nichts zu bieten. Kohl hats restlos verkackt.
      Neben Merkel und Scholz war er der größte Versager der je auf den Kanzlerthron gefu….. hat. Wie er in den Medien verkauft wurde ist ein anderes Thema. Und Schröder war in der SPD-Arbeiter-Verrätertradition seit 1914. Mehr gibts von meiner Seite dazu nicht zu sagen.
      Im nachhinein kann einem vieles klarer werden, oder auch nicht.

  10. Ich sehe auch die USA als 100% verantwortlich und die Briten höchstwahrscheinlich als die ausführende Kraft sowohl bei der Sprengung der Gaspipelines als auch bei den versuchten Anschlägen im Schwarzen Meer. Wo bleiben die versprochenen Beweise, die Russland vorlegen wollte.
    Ich möchte mich hier der Argumentation von @Nuada anschließen.
    9/11 und all die Staaten die in der Folge verwüstet wurden gehen zu 100% auf das Konto der USA.
    Corona und alle Folgen für Leib, Leben, Wirtschaft und die Gesellschaften weltweit geht 100% auf das Konto der USA. Dieser Scheiß Ukraine Krieg mit all seinen Toten, der nur geführt wird um Russen gegen Westeuropäer auszuspielen damit die USA nicht pleite geht und auf kosten Westeuropas reindustrialisiert wird um weiter den Weltherrscher spielen zu können, das geht 100% auf die USA.

    Wieso traut sich noch nicht einmal Russland hier mal das Maul auf zu machen?

    1. Rußland schweigt weil die dort herrschende Klasse vermutlich klüger ist als das, was bsp D zu bieten hat.
      Es könnte sein, daß das russische Regime auf eine Selbsterkenntnis hofft, da sie zum Teil annehmen, daß das deutsche Regime nur ein unglücklicher Ausrutscher sein könnte.
      Daß dem nicht so ist beweisen mM die Wahlen in Niedersachsen.
      Also denn, es macht keinen Sinn bornierten Idioten etwas zu erklären.
      Herr Lawrow hat ja schon erklärt, daß ein Gespräch mit einer Blägbock oder Truss nicht möglich ist, da sie ja weder zuhören, bzw sowieso nichts begreifen.

  11. Dabei ward Ihr Euch doch so sicher, dass die USA die Pipelines zerstört hat.
    Und jetzt doch eher die Britten?
    Was ist denn da mit der ganzen Beweiskette, dass die USA dahinter gesteckt hat?

    Naja, egal, Hauptsache der Feind war’s!

    Ich würde ja mal darüber nachdenken, dass wenn’s erst ganz sicher die Amis gewesen sein sollen, und nun doch nicht, was da an der ersten Berichterstattung nicht gepasst hat und ob das gleiche Phänomen nicht auch in anderen Artikeln auftauchen könnte.
    Ist aber nur so ein Gedanke…

    1. „Was ist denn da mit der ganzen Beweiskette, dass die USA dahinter gesteckt hat?“
      Die USA hat schon beim Bau der Pipeline per Senatsbeschluss Sanktionen verhängt und der US Präsident hat die Zerstörung der Pipeline öffentlich angekündigt.

    2. @Klaus
      „Naja, egal, Hauptsache der Feind war’s!“
      Stimmt!
      Cuba ‘sonic attacks’ changed people’s brains, study suggests
      edition.cnn.com/2019/07/23/health/cuba-sonic-attacks-brain-mri-study/index.html
      Die Auswirkungen kann man heute noch bei den Amis und Fritten erkennen.

Schreibe einen Kommentar