Meinungsmache

Wie leicht manipulierbar – und daher wertlos – Onlineumfragen sind

Die "Qualitätsmedien" bauen in ihre Artikel gerne Onlineumfragen ein, deren Aufgabe es eigentlich ist, das von ihnen gewollte Narrativ zu bestätigen. Hier werde ich an einem Beispiel zeigen, wie leicht manipulierbar diese Umfragen sind.

Umfragen sind generell ein heikles Thema, denn schon durch die Fragestellung und ihre Formulierung kann man die Befragten bei ihrer Antwort in die gewollte Richtung drängen. Außerdem kann man das Ergebnis auch durch die zur Auswahl gestellten Antworten in die gewollte Richtung beeinflussen.

Und das kann auch nach hinten losgehen, über ein solches Beispiel will ich hier berichten.

Die Medienkampagne gegen Alina Lipp

Gegen Alina Lipp, eine Deutsche mit russischem Vater, die direkt aus Donezk von den Ereignissen im Donbass berichtet, läuft derzeit eine koordinierte Medienkampagne. Den „Qualitätsmedien“ gefällt es nicht, dass ihrem Telegram-Kanal schon über 180.000 Menschen folgen, denn sie stellt aus erster Hand die Lügen des Westens bloß. Das gefällt auch der deutschen Regierung nicht, denn gegen Alina wurde deswegen ein Strafverfahren eröffnet. Von der Regierungsmeinung abweichende Ansichten zu vertreten, ist in Deutschland inzwischen strafbar.

Dass gegen Alina Lipp eine koordinierte Medienkampagne läuft, werde ich in den nächsten Tagen aufzeigen, denn Datenanalysen belegen, dass Mainstream-Medien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Veröffentlichungen auf einander abstimmen, und dass das von einer Stelle koordiniert wird, die das für sich nutzt und tausende Euro dafür ausgibt, dass bei Google-Suchergebnissen zuerst negative Artikel über Alina gezeigt werden. Die Google-Algorithmen werden dabei mit einer Mischung aus koordinierten Veröffentlichung in den Medien und Geld für Werbung in die gewollte Richtung beeinflusst. Darüber werde ich in den nächsten Tagen detailliert berichten.

Die Umfrage

Einer der Artikel, die im Zuge dieser koordinierten Kampagne gegen Alina veröffentlicht wurden, ist am 5. Juli auf dem Schweizer Portal „20 Minuten“ erschienen und trug die Überschrift „PUTINS SPRACHROHR – Alina Lipp ist nicht die neutrale Journalistin, für die sie sich ausgibt

Es lohnt nicht, auf diesen – oder all die anderen, im Zuge der Medienkampagne veröffentlichten – Artikel einzugehen, denn sie alle haben eines gemeinsam: Sie enthalten keinerlei neue Informationen, sondern wiederholen in immer neuen Formulierungen nur das, was von Beginn an über Alina behauptet wurde: Sie ist angeblich eine vom Kreml gesteuerte Propagandistin. Neue Informationen, oder auch nur neue Einzelheiten, gibt es nie, es wird nur immer wieder das gleiche wiederholt.

In den Artikeln der Medienkampagne werden übrigens meistens auch die paar Fehler ausgebreitet, die Alina unterlaufen sind. Alina hat aktuell (ich habe sie extra gefragt) 7.494 Posts auf ihrem Telegram-Kanal veröffentlicht. Dabei sind ihr – wo Menschen arbeiten, da passieren Fehler – auch ein paar Falschmeldungen „durchgerutscht“, die man allerdings an einer Hand abzählen kann. Auf diese wenigen Beispiele stürzen sich die Medien (als ob denen noch nie Fehler passiert wären), verschweigen ihren Lesern aber, dass Alina (im Gegensatz zu den „Qualitätsmedien“) ihre Fehler sofort richtigstellt, wenn sie sie feststellt, und sich dafür bei ihren Followern entschuldigt. Übrigens finde ich es sehr bewundernswert, wenn jemandem bei ca. 7.500 Posts nur eine Handvoll Fehler unterlaufen sind, das ist eine Fehlerquote im Promillebereich.

Der Artikel von „20 Minuten“, um den es hier gehen soll, ist aus einem anderen Grund interessant, denn am Ende des Artikels kann man an einer Umfrage teilnehmen. Dort wird gefragt „Ist dir Alina Lipp ein Begriff?“ und als Antworten stehen zur Verfügung: Erstens: „Ja, aber ich wusste nichts von ihrer Kreml-Nähe.“ Zweitens: „Ja, ich hielt sie für glaubhaft.“ Drittens: „Ja, ich teile ihre Ansichten.“ Viertens: „Ich kannte ihre Falschbehauptungen, aber nicht ihren Namen.“ Fünftens: „Nein, ich habe noch nie von ihr gehört.“

Drei von vier vorgegebenen Antworten für all jene, die von Alina gehört haben, intendieren, dass sie „Kreml-Nähe“ hat, dass sie unglaubwürdig ist und dass sie „Falschbehauptungen“ verbreitet. Das wird als gegeben vorausgesetzt.

Man müsste, wenn die Umfrage Aussagekraft hätte, davon ausgehen, dass mindestens 80 Prozent gesagt hätten, dass sie noch nie von Alina gehört haben. Aber laut der Umfrage geben nur 25 Prozent der Teilnehmer an, noch nie von Alina gehört zu haben. Wie kann das sein?

Noch interessanter – und für die Verfasser des Artikels und der Umfrage ein Schlag ins Gesicht – ist die Tatsache, dass 65 Prozent der Teilnehmer angeben, Alinas Ansichten zu teilen. Das freut mich natürlich, aber ist es repräsentativ und glaubwürdig, dass 65 Prozent der Leser der transatlantischen Mainstream-Medien die Meinung von Alina Lipp teilen?

Ein kleiner Spaß

Natürlich ist das leider nicht glaubwürdig. In Wahrheit hat Alina sich einen Spaß daraus gemacht, die Kollegen von „20 Minuten“ ein wenig vorzuführen. Alina hat den Artikel in ihrem Telegram-Kanal geteilt und ihre 180.000 Follower aufgefordert, an der Abstimmung teilzunehmen.

Während ich diese Zeilen schreibe, haben 27.821 an der Abstimmung teilgenommen, von denen 25 Prozent (also etwa 7.000) noch nie von Alina gehört haben. 65 Prozent, also etwa 18.000 Teilnehmer, teilen Alinas Meinung. Ob das alles Stammleser von „20 Minuten“ sind, oder ob der Großteil davon Follower von Alinas Telegram-Kanal sind, darf sich nun jeder selbst überlegen.

Das Beispiel zeigt eindrücklich, wie leicht manipulierbar – und damit wertlos – solche Onlineumfragen sind. Nur selten dürfte es – wie in diesem Falle – gelingen, sie so zu beeinflussen, dass sie nicht das gewünschte Ergebnis erbringen.

Diese Umfrage hätte, wenn Alina sich den Spaß nicht erlaubt hätte, aller Wahrscheinlichkeit erbracht, dass die meisten Leser von „20 Minuten“ noch nie von Alina gehört haben. Und von den Lesern von „20 Minuten“, die schon von Alina gehört haben, dürften die meisten ihren Namen aus anderen Schmutzartikeln der „Qualitätsmedien“ über Alina kennen. Es ist daher anzunehmen, dass „20 Minuten“ mit der Umfrage zeigen wollte, dass die Mehrheit der Leser Alina für eine unglaubwürdige und Kreml-nahe Person halten, die Falschbehauptungen verbreitet.

Und die Moral von Geschicht? Glaub Onlineumfragen nicht…

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

55 Antworten

  1. „dass Mainstream-Medien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Veröffentlichungen auf einander abstimmen.“ Na klar, alle deutschsprachigen Medien werden gleichgeschaltet, man hat von 1989 gelernt, aber die Teilvereinigung war ja auch Teil des Programms. Da hat man Massen in Bewegung gesetzt, später kamen die Grenzöffnung von Polen dazu, 2 Millionen sind mittlerweile umgesiedelt. Da werden 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstere DDRlinge kamen als Flüchtlinge ohne alles und mußten Kredite aufnehmen. 2. Sorgten sie für das Personal in der Erwachsenenbildung (ich mußte das Referendariat machen), später war es mit der Rücksicht auf die Arbeitnehmer vorbei, da sind bis heute prekäre Arbeitsverhältnisse und geringe Bezahlung die Regel.
    Seit der Maskerade fühlt man sich als Affe. Wenn der Bus mit den Passagieren vorbeifährt denke ich „Planet der Affen“.
    Es werden keine Rücksichten mehr genommen, das System regiert durch. Alle ziehen an einem Strang, Politik, Justiz, Medien, die ausführenden Ämter, Polizei, und das europaweit. Nicht die Proletarier aller Länder haben sich vereint, sondern die Geldsäcke. Die ziehen ihre Betrügereien global durch.

    1. Die Schweizer Staatsmedien versuchen sogar, mit dieser Tatsache die Bevölkerung zu erpressen. „Ja, wir übernehmen Berichte der deutschen Medien, das ist billiger als eigene Reporter zu schicken, und wir bekommen ja nicht genug Gebühren, um uns das leisten zu können“ — Kommt ja nur von den Sendern, die weltweit das meiste Geld pro potentiellem Zuseher einstecken.
      Es kommt demnächst eine Initiative, die Gebühren zu senken — aber natürlich machen die Staatsmedien dann daraus „Jetzt müssen wir eben noch mehr deutsche Propaganda senden, weil wir keine eigenen Reporter mehr haben“.

    2. @Grete

      “ Nicht die Proletarier aller Länder haben sich vereint, sondern die Geldsäcke. Die ziehen ihre Betrügereien global durch…“ Klasse Satz!

      Die Erklärung wird wohl sein, das die Proletarier in diesem Unrechts-System genug damit zu tun haben sich ihren kärglichen Lebensunterhalt mit „Minijobs“ und anderen prekären Arbeitsverhältnissen irgendwie mehr schlecht als recht zusammen zu kratzen. Die sind oft über 12 Std./Tag auf Achse. Da bleibt keine Energie und Zeit mehr sich gegen das Drecks-System zu vernetzen. Und ohne das intensive Vernetzen untereinander geht kein Widerstand!

    3. „Nicht die Proletarier aller Länder haben sich vereint, sondern die Geldsäcke.“

      Ja liebe @Grete es ist zum Verrücktwerden! Aber sollten wir deswegen die Flinte ins Korn werfen?

      Außerdem: so ganz nackt und bloß stehen wir Kämpfer für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden (unter diesem Label würde ich Menschen wie Thomas Röper, Dirk Pohlmann, Matthias Bröckers, Albrecht Müller, Robert Stein und und und… Alina Lipp wie auch deren User und Follower
      mal zusammenfassen) auch wieder nicht da. Ich würde in Deutschland so wohl die Menschen dazu zählen, die „die Linke“, als auch diejenigen, die die Basispartei, aber auch die AfD wählen. In Frankreich gilt analoges für die Wähler von Marine Le Pen als auch für die Wähler von Mèlenchon.
      In Brüssel soll es im Juni eine Demo gegen die Sanktionspolitik gegen Russland mit 80.000 Teilnehmern gegeben haben. Also da ist ein Poten-tial, das nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden kann.

      Aber Sie haben Recht – der Vernetzungsgrad ist noch viel zu gering, was schade ist, wenn man an die bald kommende Teuerungswelle und vielleicht sogar Wirtschafts- u. Arbeitslosigkeitskrise denkt, die bei anderem Vernetzungsgrad das Zeug hätte, Regierungen zu stürzen und den Krieg rasch zu beenden, verbunden mit der Chance für Russland seine Ziele in der Ukraine viel schneller und resourcenschonender zu erreichen.

      Jedoch weiß ich auch nicht, wie man so etwas macht, eine Vernetzung voranzutreiben. Es muss eine organisatorische Kärrnerarbeit sein und einiges Geld wird man auch brauchen.

          1. Die werden vlt ein Proxy-Programm mitlaufen haben, insofern kann ein anderer Browser auch ne andere IP „generieren“ (wenn das ein nicht transparenter Proxy ist).

            Für Firefox gibts z.B. so ein Addon, das dich laufend mit anderen Proxys verbindet.

        1. Warum unterschiedliche Browser? Cookie löschen und Seite erneut öffnen. Ich hatte schon am Donnerstag abgestimmt (nachdem Daniel Stricker uns vom Artikel erzählt hat), und gerade vorhin noch zweimal.

  2. Diese Umfrage ist sogar doppelt schlecht, weil sie keine vernünftige Antwort anbietet — alles „Suggestivantworten“.

    „Ja, aber ich wusste nichts von ihrer Kreml-Nähe“ — könnte ich auswählen, weil ich nach wie vor nichts von einer Kreml-Nähe bei ihr sehe. Nur relativ objektive Berichterstattung – und die Wahrheit liegt nuneinmal näher an der russischen Seite als an der NATO-Propaganda…
    Aber das ist offensichtlich nicht, was der Autor der Umfrage damit gemeint hat.

    „Ja, ich hielt sie für glaubhaft.“ — könnte ich auch auswählen. Ich hielt sie für glaubhaft — und halte sie immer noch für glaubhaft. Aber auch das ist offensichtlich nicht, was der Autor der Umfrage damit gemeint hat.

    „Ja, ich teile ihre Ansichten.“ — könnte ich auch auswählen, kommt meiner Position wohl am nächsten — aber welche Ansichten? Fakten sind keine Ansichten.

    „Ich kannte ihre Falschbehauptungen, aber nicht ihren Namen.“ — Welche Falschbehauptungen?

    „Nein, ich habe noch nie von ihr gehört.“ — Wahrscheinlich die richtige Auswahl für die meisten 20min-Leser, aber das würde von dem Ersteller der Umfrage selbstverständlich uminterpretiert als „Die russische Propaganda ist so schlecht, dass niemand sie liest. Der heilige Selenskyj gewinnt!“

    1. Schon seit Merkel ständig in sogg. „FORSA-Umfragen“ ständig mit 70% Beliebtheit „ermittelt“ wurde, weiss man eigentlich, das diese Umfragen komplett getürkt sind. Weil eigentlich niemand mit Merkel zufrieden war 😀 (über 70% waren lt. anderen Umfragen mit ihrer Politik unzufrieden). So das Volker Pispers damals in seinen satirischen Vorträgen mal gefragt hat: „Bringen die 70% bei denen Merkel so beliebt sein soll, die gar nicht mit ihrer Politik in Verbindung?

      Die Manipulation alleine durch Suggestivfragen und vorgegebene Antworten war da auch gar nicht nötig, weil FORSA diese Umfragen regelmäßig in CDU-Hochburgen und sogar der CDU-Parteizentrale gemacht wurden.

      1. Eine Umfrage, die Merkel gut aussehen lässt, ist bei der politischen Lage heute leicht zu fabrizieren:

        Welchen Politiker halten Sie für am wenigsten schlecht: Merkel, Lauterbach, Biden oder Baerbock?

        1. Die (etwas) kleinere Katastrophe war Merkel, weil sie wenigstens noch die energie-politischen Notwendigkeiten gesehen hat und NS2 gegen den Widerstand der USA durch geboxt hat und dabei sogar andeutungsweise „Rückgrat“ gezeigt hat.

          Alleine das zeigt, wie wichtig diese Pipelines waren und sind, wenn selbst eine stramme Trans-Atlantikerin wie Merkel sich gegen die USA (wenigstens in diesem Punkt) stellt.

          1. Mich würde es bei Merkels US-Treue nicht wundern, wenn das Theater um NS2 nur Show war: „Ich tue so, als wenn ich die Pipeline gegen Euren Willen durchsetze, liebe amerikanische Herren – und dann verbieten wir sie doch unter irgendeinem Vorwand. (Steht der Plan für den Krieg in der Ukraine noch wie besprochen?) So sorgen wir dafür, dass die Russen schön viel Geld verbraten … bevor sich dann doch das Ganze als Reinfall für sie erweist!“

            1. Kann natürlich genauso sein, nur die Auswahl, die ich hatte war reichlich einseitig. Im Grunde sind die alle auf einer Linie (so etwa was stinkt schlimmer Hunde oder Katzenkacke 😀 )

              1. Das war ja auch der Sinn der Frage — zeigen, wie leicht man eine Umfrage bauen kann, in der Merkel (nebenbei auch bei mir — obwohl ich finde, Merkel sollte den Rest ihres Lebens in Guantanamo Bay verbringen) gut dastehen würde.

  3. ALLE Umfragen laufen exakt nach dem Muster: Kurzer (schon suggestiver) Sachverhalt erzählt, dann 3-4 Antworten vorgegeben & selbst wenn man erklärt, dass keine Antwort davon zutrifft, heißt es, eine müsse man nehmen, dann sollte es die „nächstliegende“ sein.

    So jedenfalls telefonische Umfragen von „seriösen Instituten“.
    Aus welchem Grund auch immer stand ich in deren Telefonliste & habe das über mehrere Jahre mitgemacht bis es so unerträglich wurde, dass ich mir jede weitere Kontaktaufnahme verbat…..

  4. 1942, eine Gemeinde in Bayern, alle Gemeinderatsmitglieder stramm dabei:

    – ein unzufriedenes Gemeinde-Mitglied (Querdenker?): der halbe Gemeinderat besteht aus Idioten.
    Er wird gerichtlich zum Widerruf verdonnert!
    – das unzufriedene Gemeinde-Mitglied widerruft: der halbe Gemeinderat besteht -nicht- aus Idioten.
    Ach, wäre es nur immer so einfach!

    1. Ich würde das noch etwas anders widerrufen:
      Ich habe letzte Woche behauptet, der halbe Gemeinderat bestehe aus Idioten. Das tut mir leid, da habe ich mich geirrt. Ich wollte natürlich sagen, der GANZE Gemeinderat besteht aus Idioten.

  5. Solche Umfragen haben weniger den Sinn, die Leser zu informieren, als den Propagandisten eine Rückkopplung zu geben, ob sie ihr Ziel auch erreicht haben.

    In der DDR war die Stasi für diesen Job zuständig, im freien Westen sind es die Meinungsumfrager.

    1. Ich glaube, es geht vor allem darum, die Herdentiere zu beeinflussen…
      „Wenn 95% der Abstimmend*innen sagen, dass Putin schlimmer ist als Hitler, Stalin, Bush und der Teufel zusammen, muss ich doch fast falsch liegen, wenn ich ihn gut finde“ oder auch die Variante „Wenn 95% sagen, es wäre eine gute Idee, Atombomben auf Russland zu werfen, halte ich lieber den Mund mit meinen pazifistischen Ideen, will ja nicht 95% gegen mich aufbringen“.

  6. Solche Umfragen sind doch wie die Sprüche in Chinesischen Glückskeksen. Meist klick ich gar nichts an, manchmal irgendwas, völlig unabhängig vom Inhalt. So ’n Zeug nimmt doch hoffentlich keiner ernst 😉

  7. Für was sind Meinungsumfragen denn überhaupt wichtig? Der Befragte hat doch gar keine Möglichkeit in der Sache irgendetwas zu entscheiden. Aber wenn er nichts zu entscheiden hat, weshalb wird er dann befragt?
    Meinungsumfragen dienen u.a. dazu, auf die Meinungsbildung selbst Einfluss zu nehmen.
    Es ist im Übrigen am Ende völlig egal wie das Abstimmungsergebnis lautet.
    Die Begriffe „Keml-Nähe“ und „Falschbehauptungen“ werden aber danach fast automatisch mit dem Namen Alina-Lipp assoziiert. Und es ist, selbst für diejenigen die völlig anderer Ansicht sind, recht schwer diese Assoziation wieder aus dem Kopf zu bekommen.

    1. Meinungsfragen sind für die Fragenden wichtig: Das hat Elisabeth Noelle-Neumann dem Adenauer schon gleich nach dem Krieg erklärt, als sie nach mehreren Jahren aus den USA zurück gekommen war. Dort hatte man gerade „entdeckt“, wie herrlich sich der Pöbel, der ja immer gern auf der Seite der Mehrheit steht und sich „normal“ fühlt, mit „Meinungsumfragen“ beeinflussen lässt. Das hat Adenauer überzeugt, ENNs „freies“ Meinungsforschungsinstitut in Allensbach mit Aufträgen der Bundesregierung zu versorgen.

  8. Naja, ALLES was digital ist kann geändert, manipuliert und gefälscht werden. Das ist die Hauptaufgabe viele Geheimdienstabteilungen.
    Spätestens seit Snowden dürften digitale Beweise eigentlich vor keinem Gericht mehr standhalten, denn seit dem wissen wir das diese aktiv gefälscht und manipuliert werden um Narrative zu stützen oder Feinden zu schaden.
    Wenn die wollen legen sie dir Kinderpornos oder sonst was auf deine Festplatte. Deine Unschuld kannst du unmöglich beweisen.
    Darum sind digitale Wahlen und Wahlcomputer auch ein Hohn.
    Es ist die primäre Funktion von Computern Daten zu manipulieren, sonst wären sie keine Computer.

  9. Das sind immerhin Fachkräfte der Geisteswissenschaften die sich so eine Sch…. ausdenken. § Klick Lösung. Einstellen, Abrufen, Auswertung kommt immer das raus was man braucht.

    Die andere Sinn entlehrte Formel 90% der …. würden.

    1. Leider sind die „20 Minuten“ durchaus wichtig — diese Zeitung liegt in praktisch allen Zügen in der Schweiz (SBB, S-Bahn in den meisten Städten, …) aus, und wird deshalb sehr viel von Pendlern gelesen.
      Damit kann man viele Leute propagandisieren.

    2. oder auch:

      PUTINS SPRACHROHR – 20 Minuten ist nicht die neutrale Zeitung, für die sie sich ausgibt!
      „Ist dir die Zeitung ’20 Minuten‘ ein Begriff?“
      a) „Ja, aber ich wusste nichts von ihrer Kreml-Nähe“
      b) „Ja, ich hielt sie für glaubhaft.“
      c) „Ja, ich teile ihre Ansichten.“
      d) „Ich kannte ihre Falschbehauptungen, aber nicht ihren Namen.“
      e) „Nein, ich habe noch nie von ihr gehört.“

      PS: Wie kann man dieses Revolverblatt als „Qualitätsmedium“ bezeichnen? Ein Oxymoron, wie „eckiger Kreis, kalte Hitze“.

  10. Ein Meinungswechsel findet immer nur bei wenigen Wählern statt, da kann die Gegenseite noch so stark von ihren Argumenten überzeugt sein. Erdrutsche gab es bei Wahlen eigentlich nie.
    Die Sündenböcke kenne auch ich erst aus den Kampagnen.
    Für viele wird eine Sache erst interessant, wenn sie auf dem Index steht. Wir haben eine Affinität entweder pro Regierung oder contra Regierung, deshalb findet gar keine grundsätzliche Beeinflussung in die eine oder andere Richtung statt. Im Grunde suchen wir stets das auf, was unserer Meinung entspricht.
    Grob gesagt, wir lesen nur Bücher, die wir selbst geschrieben haben könnten.

  11. OT -BREAKING: Kaja Kallas hat ihren Rücktritt als Ministerpräsidentin von Estland angekündigt. (Kurz nachdem sie russische Diplomaten ausgewiesen hatte, brach ihre Koalitionsregierung zusammen) – Reuters.

  12. PUTINS SPRACHROHR:
    Alina Lipp ist nicht die neutrale Journalistin, für die sie sich ausgibt

    … «Sie werden mich verurteilen, weil ich die Wahrheit gesagt habe.» Denn nach deutschem Recht «dürfen nur einseitige Informationen zugunsten der Behörden weitergegeben werden. Alles, was dem widerspricht, wird von der parteiischen Justiz bestraft.» Eine Lüge.
    Folgt ein weiteres Strafverfahren? …
    Auch dass sie der Kreml-Sichtweise, der Westen betreibe Zensur, folgt, scheint für sie kein Gegensatz zu ihrer Darstellung als «unabhängige» Journalistin zu sein.
    Viele Hinweise für Kreml-Nähe
    Wie eng die Deutsch-Russin mit Russland ist, zeigt ebenfalls der Blick in ihren Telegram-Kanal: Immer wieder postet sie dort Fotos von Begegnungen – etwa von der mit der Leiterin der Abteilung für Information und Presse und Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, im September 2021 (siehe Bildstrecke). Auch ein Treffen mit dem als kremltreuen Verbreiter von Desinformation geltenden Thomas Röper ist dokumentiert. Im Beschrieb bezeichnet Lipp ihn als «Lieblingskollegen».

    Publiziert5. Juli 2022, 20:53
    https://www.20min.ch/story/alina-lipp-ist-nicht-die-neutrale-journalistin-als-die-sie-sich-ausgibt-705220864922

    Sogar in Indien wird über Lipp berichtet, in der Schweiz, in Rußland und England. Die prominenteste deutsche Journalistin. Nach Claas Relotius allerdings, dessen Name („Relotiuspresse“, „Relotiusse“, „relotieren“) in die deutsche Sprache eingegangen ist.

      1. Anscheinend sollte sich die Presse keinesfalls mit einer Pressesprecherin einer Regierung treffen. Den Text habe ich nicht weiter kommentiert, da er so abstrus ist, daß es für sich selber spricht.

        Aber „20 Minuten“ ist aus der Schweiz. Zur Essenz des Schweizertums gehört eigentlich die Neutralität. So, wie dort nun EU- und NATO-Propaganda georgelt wird, ist die Schweiz nicht mehr die Schweiz.

  13. Deutscher Journalistin drohen drei Jahre Gefängnis wegen Berichterstattung aus der Ostukraine

    Der deutschen Journalistin Alina Lipp drohen wegen ihrer Berichterstattung aus der ostukrainischen Region Donbass drei Jahre Gefängnis in ihrem Heimatland.

    Die Vorwürfe gegen sie beziehen sich auf die Berichterstattung ihres Telegram-Kanals Neues aus Rußland, auf dem sie Informationen mit ihren 175.000 Abonnenten auf Deutsch und Russisch teilt.

    In einem Interview mit der Website Readonka World erklärte sie, daß gegen sie ein Strafverfahren von der deutschen Bundesregierung eingeleitet wurde, nachdem sie ein Schreiben der Staatsanwaltschaft erhalten hatte.

    Sie wird von den deutschen Behörden beschuldigt, den russischen Einmarsch in der Ukraine zu unterstützen, und ihr drohen gemäß Artikel 140 des Grundgesetzes drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe.

    „In dem Brief steht, daß ich zum Beispiel in meinem Telegram-Kanal sage, daß die Bevölkerung des Donbass die Tatsache unterstützt, daß Rußland eine Sonderoperation gestartet hat.

    „Ich habe auch gesagt, daß die Ukrainer seit mehreren Jahren Zivilisten im Donbass töten, und daß dies ein Völkermord ist.

    „Und es stellt sich heraus, daß es für Deutschland ein Verbrechen ist, so daß sie 1.600 Euro von meinem Bankkonto abhoben und mir nicht einmal davon erzählten“, sagte Frau Lipp.

    Die deutschen Behörden hätten auch das Konto ihres Vaters ohne Vorwarnung geschlossen, behauptete sie.

    Frau Lipp ist eine ehemalige Grünen-Politikerin, die sich seit sechs Monaten in der ostukrainischen Region Donbass aufhält.

    Sie sagt, sie filme nur, was sie sehe, und verbreite keine „falschen Informationen“.

    Trotz der gegen sie erhobenen Vorwürfe plant sie, weiterhin aus Donezk zu berichten, das nach ihren Angaben täglich von den ukrainischen Streitkräften beschossen wird.

    Die Berichterstattung in der Ukraine unterliegt strengen Beschränkungen, und wer von der Kiewer Linie abweicht, setzt seine Sicherheit ernsthaft aufs Spiel.

    Die kanadische Journalistin Eva Bartlett, die ebenfalls aus der Donbass-Region berichtet hat, steht nach eigenen Angaben auf einer Todesliste der Regierung.

    Im Jahr 2014 wurde der italienische Fotojournalist Andrea Rocchelli von ukrainischen Soldaten im Osten des Landes erschossen.

    Sein Foto wurde später in den Büros des Myrotvorets-Zentrums mit der Aufschrift „liquidiert“ gefunden.

    German journalist faces three years prison over reporting from eastern Ukraine
    https://morningstaronline.co.uk/article/w/german-journalist-faces-three-years-prison-over-reporting-donbass-region

    (Übersetzung. Enthält in den Details einige Fehler, besonders bei den juristischen Begriffen.)

  14. „… ihr drohen gemäß Artikel 140 des Grundgesetzes drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe.“

    @John Magufuli : Bitte, was dies mit o.g. Artikel des Grundgesetzes zu tu? Das erschließt sich mir leider nicht. Könnten Sie dies ev. etwas weiter ausfüheren. Danke.

    1. Siehe den letzten Satz: Text enthält Fehler, besonders bei den juristischen Begriffen. Die britischen Rechtsbegriffe sind deutlich anders, da kann so was passieren. Meine juristische Einschätzung zu den Fällen „Rinteln“ und „Lipp“ anbei. Unter dem Link bei den Kommentaren ist noch mehr Material dazu.

      https://www.anti-spiegel.ru/2022/der-boese-buchstabe-was-bedeutet-eigentlich-das-z/

      a) Rußland beruft sich bei der Operation Z auf die UN-Charta: Kollektive Selbstverteidigung, da man mit den Volksrepubliken Beistandsverträge hat, geplanter Angriff der Ukraine auch auf die Krim, Ankündigung Zelenskijs über den Bau von Massenvernichtungswaffen (Atombomben), Bedrohung durch Biowaffen.

      b) Die BRD und weitere Länder sehen eine Verletzung der UN-Charta

      c) Die meisten Länder, darunter viele bedeutende, gehören zu einer der folgenden Kategorien: Auf der Seite Rußlands; neutral, da sie die Sache als zweifelhaft oder derzeit ungeklärt ansehen; nehmen nicht an den Sanktionen teil.

      Ist die Staatsanwaltschaft befugt, die Sicht b) als verbindlich festzulegen und die Äußerung der Sicht a) strafrechtlich zu verfolgen, wo das Tatmerkmal der „offenkundige Verletzung der Charta der Vereinten Nationen“ – auch unter Berücksichtigung der Länder nach c) – international äußerst umstritten ist? Sind Innenministerien befugt, eine Verfolgung anzuordnen? Nein. Das Tatmerkmal „offenkundig“ fehlt, da die Gegenmeinung alles andere als randständig ist und damit ausreichend legitimiert (im Sinne der deutschen Strafgesetze, besonders §140).

      §13 VStGB gilt nach §1 nur, wenn die Tat gegen die BRD gerichtet ist. Darunter ist eine Tat nach §13 mit allen Tatmerkmalen des §13 zu verstehen, die gegen die BRD gerichtet ist, und keinesfalls eine Tat gegen ein anderes Land, die irgendwie irgendwelche Interessen der BRD berührt.

      § 140 StGB
      Belohnung und Billigung von Straftaten
      Wer eine der in § 138 Absatz 1 Nummer 2 bis 4 und 5 letzte Alternative … genannten rechtswidrigen Taten (…)
      2. in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) billigt,
      wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
      § 138 StGB
      Nichtanzeige geplanter Straftaten (…)
      5. … eines Verbrechens der Aggression (§ 13 des Völkerstrafgesetzbuches)
      § 13 VStHB
      Verbrechen der Aggression
      (1) Wer einen Angriffskrieg führt oder eine sonstige Angriffshandlung begeht, die ihrer Art, ihrer Schwere und ihrem Umfang nach eine offenkundige Verletzung der Charta der Vereinten Nationen darstellt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. (…)
      § 1 VStGB
      Anwendungsbereich
      (..) Für Taten nach § 13, die im Ausland begangen wurden, gilt dieses Gesetz unabhängig vom Recht des Tatorts, wenn der Täter Deutscher ist oder die Tat sich gegen die Bundesrepublik Deutschland richtet.
      *****
      § 344 StGB
      Verfolgung Unschuldiger
      (1) 1Wer als Amtsträger, der zur Mitwirkung an einem Strafverfahren … berufen ist, absichtlich oder wissentlich einen Unschuldigen oder jemanden, der sonst nach dem Gesetz nicht strafrechtlich verfolgt werden darf, strafrechtlich verfolgt oder auf eine solche Verfolgung hinwirkt, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. (…)

      1. #John….., ist klar. Dort steht IMMER BRD (Bundesrepublik VON Deutschland) nie ‚Deutschland‘. Warum wohl?!
        Alina Lipp hat nicht gegen DEUTSCHES Recht verstossen, sondern gegen BRD- Recht.
        Niemand, der ‚Deutschland‘ sagt, statt BRD/ BRvonD, hat unseren Status begriffen- Michel.

  15. – Press TV, Iran, Übersetzung

    Deutsche Journalistin sieht wegen ihrer Berichterstattung über ukrainische Verbrechen im Donbass Verhaftung entgegen

    Gegen eine unabhängige deutsche Journalistin wird in ihrem Heimatland ein Strafverfahren eingeleitet, weil sie über Verbrechen der ukrainischen Streitkräfte an der Zivilbevölkerung in der östlichen Donbass-Region des kriegsgebeutelten Landes berichtet hat.

    In einem Exklusivinterview mit Johnny Miller, Korrespondent von Press TV, enthüllte Alina Lipp, daß sie von der deutschen Regierung strafrechtlich verfolgt wird und einen Brief von den Justizbehörden in ihrem Heimatland erhalten hat, in dem ihr eine dreijährige Haftstrafe angedroht wird.

    „Ich habe gesagt, daß die Ukraine schon seit acht Jahren Zivilisten beschießt, und ich habe auch gesagt, daß dies ein Völkermord ist und daß die Menschen hier und im Donbass die Spezialoperation Rußlands unterstützen“, so Lipp gegenüber Press TV.

    „Es stellt sich heraus, daß es sich um eine kriminelle Handlung für Deutsche handelt, so daß sie 1.600 Euro von meinem Bankkonto abgezogen haben und mich nicht einmal darüber informiert haben“, fügte sie hinzu.

    Sie bezeichnete die reflexartige Reaktion der deutschen Behörden auf ihre faire und objektive Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine als „unglaublich“ und schimpfte über die falschen Behauptungen des europäischen Landes über Meinungs- und Medienfreiheit.

    „Sie wollen mich einfach für drei Jahre ins Gefängnis stecken. Das ist unfaßbar. Sie haben diesen Fall eröffnet, weil ich meine Meinung sage und teile, also gibt es in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr.“

    In seinem Bericht über das Verfahren sagte Miller, daß Lipp „nicht die Möglichkeit hatte, sich vor Gericht zu verteidigen“ und fügte hinzu, daß „entweder die deutschen Gerichte versuchen, ehrliche Journalisten zu verfolgen, oder daß sie, offen gesagt, nicht einmal die grundlegendsten Kenntnisse der internationalen Politik haben.“

    Er interviewte auch eine unabhängige spanisch-russische Journalistin, Lui Sivaya, die sagte, auch sie sei wegen ihrer Berichterstattung über das Leid der Menschen in der Region Donbass durch die ukrainischen Streitkräfte „schikaniert“ und „verfolgt“ worden.

    „Zuerst habe ich viele Haßkommentare erhalten. Ich wurde auch belästigt. Verschiedene Leute verfolgten mich. Sie veröffentlichten meine Telefonnummer, meine privaten Daten und die Adresse, an der ich mich aufhielt“, so Sivaya gegenüber Press TV.

    Sivaya und Alina sind nicht die einzigen unabhängigen Journalisten, die von Haft bedroht sind, weil sie objektiv von der Frontlinie des Krieges berichten, der nun schon den fünften Monat andauert.

    Alina ist eine ehemalige Politikerin der Grünen Partei, die sich seit sechs Monaten in der unruhigen ukrainischen Region Donbass aufhält.

    Sie wurde von einigen Social-Media-Plattformen ausgeschlossen und auch ihr Paypal-Konto wurde gesperrt.

    Anti-Kriegs-Websites, consortium news und MintPress, die die Versuche der NATO, den Krieg in der Ukraine zu schüren, kritisiert haben, wurden ebenfalls von ihrem Paypal-Konto ausgeschlossen, um ihre Finanzierung zu unterbinden.

    „Während Mainstream-Medien nicht einmal Reporter in diesen Teil der Ukraine schicken, setzen einige westliche Reporter ihr Leben und ihren Ruf aufs Spiel, um wichtige Themen aufzudecken.“ sagte Miller in seinem Bericht und fügte hinzu, daß „sie dafür riskieren, verleumdet oder ins Gefängnis gesteckt zu werden, nur weil sie ihre Arbeit machen.“

    In den letzten Monaten sind mehrere Berichte über den Beschuß von Zivilisten durch die ukrainischen Streitkräfte im Osten der Ukraine aufgetaucht.

    Rußland hatte Ende Februar eine Militäroperation in der Ukraine eingeleitet, nachdem Kiew die Minsker Vereinbarungen nicht umgesetzt und Moskau die abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk anerkannt hatte.

    Damals erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, eines der Ziele der von ihm so genannten „besonderen Militäroperation“ sei die „Entnazifizierung“ der Ukraine.

    https://www.presstv.ir/Detail/2022/07/04/685009/German-journalist-faces-years-of-detention-over-reporting-Ukrainian-atrocities

  16. doch hat die suggestive Berichterstattung in Hauptstrommedien auch sein Gutes, wenn z.B. über Frau Alina Lipp berichtet wird.

    Der Name wird deutlich bekannter! Und es werden dann einige Leute mal selbst recherchieren, was die so treibt. Und davon bleiben widerum auch paar hängen, die ihr Tun gut finden. Viel mehr, als ohne diese MSM-Berichte. Gesetz der großen Zahl!

  17. Was ich auffällig finde am Artikel von 20min, ist, dass in der Bildstrecke die genaue Internetadresse von Alinas Kanal gezeigt wird, und somit das Publikum regelrecht eingeladen wird, dort vorbeizuschauen. Normalerweise werden in den MSM nur Webadressen von der Seite der Gutmenschen angegeben, diejenigen der Gegenseite muss man mühsam selber suchen.

  18. Auch wenn Frau Lipp wirklich eine Propagandistin von Putin wäre, hätte Deutschland noch lange nicht das Recht ein Strafverfahren gegen sie einzuleiten. Deutschland und der Westen nehmen doch laufend für sich selbst in Anspruch, für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu sein. Unsere Tonangeber tun doch so, als ob der Deutschland die Krone der Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Demokratie wäre und allen anderen Staaten außerhalb des Westens eben nicht. Zur Freiheit gehörte dann auch, dass jemand Propaganda für Putin macht. Schließlich wird auch Propaganda für die Gates-Spritze gemacht, die für viele tödlich ist oder sie lebenslang zur Krankheit verdammt. Oder beim Thema zu bleiben. Wir machen doch Propaganda für die Neofaschisten in der Ukraine. Das sind doch für Deutschlands Tonangeber alles richtig liebe Kerle, obwohl sich gerade Deutschland „nie wieder“ angeblich auf seine Fahne geschrieben hat. Dieses Land ist so etwas von fertig, dass man es gar nicht mehr benennen kann.

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