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Zwietracht säen: Stellen sich russische Geschäftsleute gegen den Kurs des Kreml?

Der Westen möchte mit den Sanktionen erreichen, dass sich in Russland Widerstand gegen die Regierung entwickelt. Dabei setzt man besonders auf die russische Geschäftswelt.

Die westlichen Sanktionen sollen unter anderem die russische Geschäftswelt, die sogenannten „Oligarchen“, treffen, damit sich in den höchsten russischen Kreisen Widerstand gegen die russische Regierung entwickelt. Man hofft, die russische Regierung unter Druck setzen zu können, oder sogar einen Regimechange in Russland herbeiführen zu können. Die russischen „Oligarchen“ lockt man dabei natürlich damit, dass in dem Fall die Sanktionen gegen sie gelockert oder aufgehoben werden.

Einer der russischen Milliardäre, die sanktioniert wurden und auf die man im Westen offenbar setzt, ist Oleg Deripaska. Ihm gehört unter anderem der Aluminium-Konzern Rusal, dessen Chef nun eine Pressemeldung zu den Vorwürfen des Westens in der Stadt Butscha veröffentlicht hat.

Was der Spiegel meldet

Der Spiegel freut sich über die Pressemeldung und hat seinem Artikel darüber die Überschrift „Russischer Konzern auf Distanz zum Kreml – Rusal verlangt Aufklärung der Taten von Butscha“ gegeben. In der Einleitung zu dem Artikel heißt es:

„Die russische Regierung weist jede Verantwortung für die Morde in Butscha von sich. Der Aluminiumkonzern Rusal und sein Großaktionär Oleg Deripaska wollen der Devise »alles abstreiten« aber nicht mehr folgen.“

In seinem Artikel suggeriert der Spiegel zwei Narrative. Erstens: Es ist unbestritten, dass Russland für die Toten in Butscha verantwortlich ist. Zweitens: Rusal und Deripaska würden der russischen Linie widersprechen. Das impliziert für den Leser, dass die Unterstützung für den Kurs des Kreml in Russlands mächtigen Kreisen bröckelt und dass die westliche Version der Ereignisse von Butscha auch in Russland von der Öffentlichkeit geteilt wird.

Nur ist das auch so, wie der Spiegel behauptet? Ich weiß natürlich nicht, was die russischen Eliten hinter verschlossenen Türen diskutieren, aber wir können uns anschauen, ob sich die Pressemeldung, so wie der Spiegel behauptet, tatsächlich gegen die Linie des Kreml ausspricht. Dazu schauen wir uns zunächst an, was der Spiegel geschrieben hat, danach veröffentliche ich die Pressemeldung im Wortlaut.

Was ist eine „unabhängige Untersuchung“?

Russland sieht die Vorgänge in Butscha als Inszenierung Kiews an, wofür es auch viele Belege gibt, während es kaum objektive Belege gibt, die Kiews Behauptungen stützen. Details dazu finde Sie hierhier und hier.

China zum Beispiel fordert eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse in Butscha und lehnt Vorverurteilungen ab. Auch Russland fordert eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle von Butscha. Eine unabhängige Untersuchung gibt es nämlich nicht, weil Kiew nur westliche Journalisten und Vertreter westlicher Staaten dorthin lässt. Von einer unabhängigen Untersuchung kann also keine Rede sein, wenn nur eine Kriegspartei und deren Unterstützer „untersuchen“ dürfen, die Russland ohnehin bereits vorverurteilt und mit neuen Sanktionen bestraft haben.

Davon wissen Spiegel-Leser aber nichts, denn die kennen nur die Vorwürfe gegen Russland, aber keine der Fakten, die der Version Kiews widersprechen. Daher muss folgende Formulierung aus dem Spiegel-Artikel für Spiegel-Leser wie Kritik an der russischen Regierung klingen:

„Der russische Aluminiumkonzern Rusal hat als erstes russisches Großunternehmen eine »objektive und unabhängige Aufklärung des Verbrechens« in der ukrainischen Stadt Butscha nahe Kiew gefordert. Mit seiner Pressemitteilung weicht der Konzern von der Sprachregelung des Kremls ab, der die Tötung der Zivilisten in Butscha als »Fake« bezeichnet hat.“

Rusal weicht, anders als vom Spiegel behauptet, nicht von der „Sprachregelung des Kremls“ ab, wie der Spiegel behauptet, Rusal fordert im Gegenteil nur das, was Russland selbst auch fordert. Das Problem liegt darin, dass der Spiegel unter einer unabhängigen Untersuchung etwas anderes versteht, als man in Russland darunter versteht. Für den Spiegel ist es eine unabhängige Untersuchung, wenn „Experten“ aus dem Westen nach Butscha reisen und die russische Seite nicht einmal einbezogen wird. Für Russland ist es eine unabhängige Untersuchung, wenn unabhängige Experten unter Einbeziehung beider Konfliktparteien den Vorfall untersuchen.

Für eine friedliche Lösung

Außerdem schreibt der Spiegel:

„In der Presseerklärung macht Rusal zwar keine direkten Schuldzuweisungen, spricht aber von einem schockierenden Verbrechen und fordert »eine harte Bestrafung für die Täter«. Zugleich spricht sich der Aluminiumgigant für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts aus.“

Das ist geschickt formuliert, denn mit der Formulierung, Rusal mache „zwar keine direkten Schuldzuweisungen“ unterstellt der Spiegel, es gebe zumindest indirekte Schuldzuweisungen in der Presseerklärung. Die gibt es aber nicht, wie wir noch sehen werden. Und „eine harte Bestrafung für die Täter“ und eine „friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts“ fordert auch Russland.

Dass Russland eine harte Bestrafung der Täter fordert, ist verständlich, denn aus russischer Sicht sind die Täter Mitglieder der ukrainischen Nationalisten-Bataillone. Das mit der friedlichen Lösung klingt für den unbedarften Spiegel-Leser hingegen wie offene Kritik, denn laut Spiegel führt Russland einen „Angriffskrieg“, was mit dem Wunsch nach einer friedlichen Lösung kaum vereinbar ist.

Spiegel-Leser haben in den Monaten vor Beginn der russischen Operation jedoch nichts von der Vorgeschichte erfahren. Da die Ukraine mit der Stationierung von Atomwaffen drohte und weil in der Ukraine an Biowaffen geforscht wurde, hatte Russland aus seiner Sicht keine andere Wahl, als beides militärisch zu beenden. Verhandlungen über diese und andere Themen hatten die USA und die NATO ja zuvor abgelehnt.

Was Spiegel-Leser alles nicht erfahren

Rusal weist in seiner Presseerklärung darauf hin, dass es „wegen des andauernden Informationskriegs“ schwer werden dürfte, eine unabhängige Untersuchung zu erreichen. Das ist keine Äußerung gegen die Linie des Kreml, sondern deutliche Kritik an der Vorverurteilung, die im Westen und seinen Medien stattfindet. Aber das müssen Spiegel-Leser ja nicht wissen, also lässt der Spiegel dieses Zitat aus der Presseerklärung einfach weg.

Gleiches gilt für die Tatsache, dass Rusal in der Presseerklärung von einem „brüdermordenden Konflikt“ spricht. Das ist eine wichtige Formulierung, denn sie stützt die These der russischen Regierung und von Putin selbst, dass Russen und Ukrainer Brudervölker sind. Genau das bestreitet Kiew und genau das bestreiten westliche Medien. Aber Rusal ist hier exakt auf der Linie des Kreml, der den USA vorwirft, den brüdermordenden Konflikt angezettelt zu haben, der bereits seit 2014 im Donbass tobt.

Aber auch das erfahren Spiegel-Leser nicht.

Die Presseerklärung im Wortlaut

Nun zeige ich die Pressemeldung von Rusal im Wortlaut, damit Sie überprüfen können, ob Sie meiner Interpretation zustimmen:

„RUSAL ist ein multinationales Unternehmen. Unsere Mitarbeiter arbeiten auf 5 Kontinenten in 20 Ländern, darunter auch in der Ukraine.
Da wir daran interessiert sind, den Konflikt in diesem europäischen Land so schnell wie möglich zu beenden, verfolgen wir die Ereignisse dort sehr genau, in der Hoffnung, dass dieser Schrecken und diese Tragödie endlich ein Ende haben werden.
Die Berichte aus der ukrainischen Stadt Butscha haben uns schockiert. Wir sind der Meinung, dass dieses Verbrechen gründlich untersucht werden sollte. Wir unterstützen eine objektive und unparteiische Untersuchung dieses Verbrechens und fordern eine harte Bestrafung der Täter. Auch wenn dies im Kontext des andauernden Informationskriegs schwierig erscheinen mag.
Trotz der Brutalität der aktuellen Ereignisse in der Ukraine selbst machen solche Vorfälle diese schreckliche Tragödie umso traumatischer. Wir alle wünschen uns ein baldiges Ende dieses brüdermordenden Konflikts, der Leben, Familien und ganze Städte vernichtet.
Und wir wollen, dass diejenigen, die für solche Verbrechen verantwortlich sind, angemessen bestraft werden.
Wir fordern eine baldige friedliche Beilegung dieses Konflikts, um unschätzbare Menschenleben zu retten und zur Normalität zurückzukehren.“

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

25 Antworten

  1. …zum Verständnis – wie das westlich-manipulative seine Völker verscheißert – braucht man nur ab und an ein paar Einträge von Früher und Heute bei „wikipedia“ vergleichen… – vor allem, wenn es Kreaturen des nun politischen Kasperle-Theater, diverser umstrittener Organisationen u.ä. betrifft…

    Von der Zweckpropaganda gegen „Unliebsame“ ganz zu schweigen…

    Wenn ich schon „spiegel“ lese oder höre – muß ich permanent aufpassen – daß ich davor nicht zu gut gegessen habe… – sonst wär’s schade ums gute Futter beim Rückwärtsfrühstückchen… 🤮😋

    1. Daß bei Wikipedia ein gnadenloser Kampf um die Deutungshoheit herrscht, wird von den meisten garnicht wahrgenommen.

      Ich will Wikipedia nicht schlechtreden, in der Naturwissenschaft ist sie oft besser als angebliche Fachliteratur, aber sobald Politik ins Spiel kommt, gibt es gnadenlose Admin-Kriege. Bei politischen Themen ist Wiki leider nicht mehr brauchbar.

        1. Wiki ist, alles was auch irgendwie mit Geopolitik zu tun hat, nicht mehr zu gebrauchen.
          siehe YT Kanal Wikihausen und die zwei Dokus von Markus Fiedler „Zensur“ und „die dunkle Seite der Wikipedia“
          Wie jetzt gerade zu beobachten ist, das auf allen Wikis der „Asov-Artikel“ langsam schöngeschrieben wird.
          Das konnte man auch gut an dem „Kahane-Artikel“ sehen wie aus einer Stasi-Agentin eine Bürgerrechtlerin gemacht wurde.

  2. Die übersetzte russische Pressemeldung klingt zivilisiert. Wo Rusal steht und was die Unternehmensspitze von Rusal denkt, kann man daraus nicht schließen. Keinesfalls klingt das in irgendeiner Weise kriegsbegeistert. Hier in D hören wir leider kaum oder keine Stimmen, die an die Vernunft appellieren., ausschließlich von einigen älteren Mitgliedern der Partei die LINKE und der alten Friedensbewegung. Und ein BASF- Manager hat davor gewarnt, dass die Sanktionen die Produktionsketten in D schwer stören werden, weil alles mit allem verknüpft sei. Dass, wenn ein Vorprodukt fehlt, das Band mit dem Endprodukt auch still steht. Grüße nach St Petersburg, und dass dieser unsägliche Krieg bald endet! (Egal was Putin verbietet, es ist ein Krieg!)

  3. Wladimir Schirinowski, sein Gott habe ihn selig, ist von uns gegangen.
    Nicht im Leben hätte ich gedacht, den Mann einmal meines Nachrufes für würdig zu halten. Er kam uns doch immer wie eine Art Politrowdy daher, wobei das auch den Filtern hiesiger liberaler Ordnungskräfte geschuldet gewesen sein dürfte.

    RT Deutsch hat dem Mann ein Denkmal gesetzt, indem es eine Reihe seiner Aphorismen veröffentlichte – er war doch ein kluger Mann.
    Das allein wäre nun nicht unbedingt des Aufhebens wert – jedoch es sticht da ein Brillant hervor, der es würdig ist, verewigt zu werden:

    „Diktatur ist Verstopfung, Demokratie ist Durchfall – Sie haben die Wahl.“

    Das nennt man wohl „Das Elend auf den Punkt bringen“ – zudem all das alberne, kontradiktorische Geschwätz, dieses kindische bipolare, Gelaber, welches den politischen Diskurs beherrscht, die Gazetten füllt, er so kurz und herzlos in den Boden stampfte …

  4. Ich hoffe sehr, dass die russischen Oligarchen nun zu ihrem Land, zu ihrer Regierung stehen, denn es sollte doch einem jeden russischen Geschäftsmann klar sein, dass ein Abbruch oder auch nur eine Störung des jetzt eingeschlagenen russischen Wirtschafts- und Währungskurses aus den eigenen Reihen ganz massive Folgen nicht nur für Russland hätte. Das könnte das Jahrhundert Russlands werden, mit sehr guten Geschäftsmöglichkeiten für Russen auf der ganzen Welt. Klar, dass der Westen, dem das Wasser bis zum Hals steht, nun in seiner nur allzu bekannten Weise putschen und “gegensteuern“ will. Und wir werden sicherlich noch eine Menge Bullshit von diesen kremlkritischen Oligarchen in England und USA hören, aber jeder, der diese Leute für glaubhaft erachtet, sollte mal fragen, wie die ihre Millionen gemacht haben und warum sie denn so “kritisch“ sind.

    Aber auf der anderen Seite bin ich mir ziemlich sicher, dass die russische Regierung bei der Planung ihrer Antworten auf die westlichen Sanktionen, die ja nicht “überraschend“ kamen, sondern eben planbar waren, die wirklich mächtigen russischen Unternehmer mit eingebunden haben. Denn im Gegensatz zum Westen, werden die Russen alle Eventualitäten, Reaktionen im In- und Ausland durchgespielt und anhand der Ergebnisse ihre Strategie festgelegt haben. Und ich denke, dass ein jeder Unternehmer, der erkennen kann, dass die eigene Regierung planvoll und strategisch vorgeht in einer Situation, in der gehandelt werden muss, ein Zuwarten tödlich für Russland gewesen wäre, mit kurzfristigen Einschnitten leben kann, wenn sich mittel- und langfristig neue, gute Perspektiven für ihn eröffnen, so dass er diese Bemühungen in dieser Situation auch nicht sabotieren wird. Und man kann an der Hysterie der westlichen Medien doch auch nur zu gut erkennen, welche Seite hier weiß, was sie tut und welche eben nur noch verzweifelt hoffen kann, dass das Blatt noch zu drehen ist.

    1. Schwacher Erinnerung nach gab es vor wenigen Jahren ein großzügiges Angebot der russischen Regierung an die „Oligarchen“ im Ausland verstärkt in der altem Heimat zu investieren – verbunden mit deutlichen steuerlichen Vorteilen. Das Angebot fand wohl wenig Resonanz und die betreffenden Leute dürften sich jetzt wehmütig daran erinnern.

    2. „Denn im Gegensatz zum Westen, werden die Russen alle Eventualitäten, Reaktionen im In- und Ausland durchgespielt und anhand der Ergebnisse ihre Strategie festgelegt haben.“

      Ich empfehle einige gute Bücher zum 1. oder 2. Weltkrieg zu lesen, da kriegt man interessante Einblicke, wie sowas geplant wird. 🙂

      1. Und ich empfehle, sich zu vergegenwärtigen, dass im Sinne der Ideologie der Strategen des 1. und 2. Weltkrieges wir nun vor dem 3. Weltkrieg stehen. Das ist doch der Grund, dass wir nun in dieser Sche….. hocken und keiner es wahrhaben will.

      2. Die Regeln haben sich seitdem geändert, besonders durch die Atombombe. Die jetzige Garnitur von Kriegen, seit „Kosovo“ und „9/11“, wird teils hybrid geführt. Man nutzt „NGOs“ und Terrorbanden wie UÇK, al Qaida, IS, „Rechter Sektor“, PKK zur Destabilisierung, und als Bodentruppen.

        „Die Ukraine … wird nie wieder dieselbe sein. … ist die Kampagne eine amerikanische Kreation, eine raffinierte und brillant konzipierte Übung in westlichem Branding und Massenmarketing, die in vier Ländern in vier Jahren dazu benutzt wurde …

        Finanziert und organisiert von der US-Regierung, die US-Beratungsunternehmen, Meinungsforscher, Diplomaten, die beiden großen amerikanischen Parteien und US-Nichtregierungsorganisationen einsetzte, wurde die Kampagne erstmals in Europa im Jahr 2000 in Belgrad eingesetzt …

        Das National Democratic Institute der Demokratischen Partei, das International Republican Institute der Republikanischen Partei, das US-Außenministerium und USAid sind die wichtigsten Agenturen, die an diesen Basiskampagnen beteiligt sind, ebenso wie die NGO Freedom House und das Open Society Institute des Milliardärs George Soros.“

        US campaign behind the turmoil in Kiev
        https://www.theguardian.com/world/2004/nov/26/ukraine.usa

        Rußland wurde offen als Ziel benannt, die Hauptbeute, die man im Sinne hatte. Die Staatlichkeit der Ukraine wurde 20 Jahre lang durch hybride Kriegsführung zerstört. Die Gegenstrategie zum Neuen Ostfeldzug stammt von Gerassimov und nicht aus Geschichtsbüchern über den Großen Vaterländischen Krieg.

  5. Was wir erleben ist ein Propagandafeuerwerk im Westen. Die Menschen in der USA und Europa sind fest davon überzeugt, dass das was in den Medien berichtet wird der reinen Wahrheit entspricht. Bei Diskussionen halte ich mich bedeckt und verweise nur darauf, dass wir es von beiden Seiten mit Propaganda zu tun haben. Auch Herr Röper kann nur subjektiv berichten, aber es sind weit bessere Informationen, als die, die wir aus der MS Presse bekommen. Gerade auch weil sie authentisch sind. Er ist vor Ort und kennt die Einstellung der Russischen Bevölkerung zumindest aus seinem Bekanntenkreis. Zudem kennt er Geopolitische Zusammenhänge. Das ist viel mehr als alles, was wir hier in den MS Medien berichtet bekommen. (MS ist überings die Abkürzung für Mist 😉).
    Das ist jetzt aber auch nur die Berichterstattung im Westen. Die Geheimdienste der einzelnen Länder werden ihre Regierung sehr wohl darüber aufklären, was wirklich geschehen ist. Soll versucht werden mit der westlichen „freien“ Berichterstattung diese Länder zu beeinflussen? Die geschilderten Verbrechen werden immer schlimmer und es wird immer mehr Hass geschürt im Westen. Deutschland kommt mir vor wie in einem Boxkampf, wo sich Deutschland und Russland gegenüber stehen. Deutschland schlägt sich die ganze zeit selbst angefeuert durch das Volk, dass von den Aufpeitschern der Presse immer härtere Schläge fordert. Der russische Boxer kann nur erstaunt gucken und schüttelt den Kopf.
    Ich stelle mir auch hier die Frage, wem nutzt es? Was kann der USA daran gelegen sein, dass sich die EU selbst vernichtet. Und genau darauf wird es hinauslaufen. Mit der Entwertung des Euro wird auch die USA geschädigt, da dies auch den Dollar schwer schaden würde. Die Kosten für den Stellvertreter Krieg in der Ukraine ist für Russland bei weitem nicht so hoch wie es die Kosten für die EU und auch der USA sein werden.

    1. Wenn man mal einen etwas neutraleren Standpunkt hören möchte, ist Indien ganz interessant. Bei Arnab Goswami war neulich ein Selenskyj Interview, ich dachte ich seh nicht recht. Ich glaub der arbeitet mehr als Röper – oder hat einen Doppelgänger. Also Selenskyj, nicht Goswami.

    2. „Die Geheimdienste […] werden ihre Regierung sehr wohl darüber aufklären, was wirklich geschehen ist.“
      Da bin ich mir nicht so sicher. Ich glaube Markus Wolf deute später an, daß die Parteiführung am Schluß trotz guter Spionage aus ihrem eigenen Quark nicht mehr rauskam. Oder gucken Sie sich die momentane Bundesregierung an; glauben Sie ernsthaft, daß da detaillierte Berichte studiert und diskutiert werden??

  6. Deutsche Expertise bei der messerscharfen Aufklärung der ruchlosen russischen Untaten ist unbedingt anzuraten.

    Vielleicht hat der Menzel Zeit?
    (Kriminaldirektor Michael Menzel. Vernichter des Tatortes „Wohnmobil“ in Eisenach Stregda am 4. November 2011. Harkte Beweismittel durcheinander. Verhinderte die Feststellung des Todeszeitpunktes von Mundlos und Böhnhardt. Ließ das Wohnmobil abschleppen und anschließend unbewacht in einer Halle stehen. Absolut fähig, der Mann.)

    Oder wie wäre es mit Mehlis?
    (Detlev Mehlis, sogenannter UN-Sonderermittler. War unterwegs, um den Mord an Rafiq Hariri der Regierung Assad ans Bein zu binden. Hier kann man direkt mal den Spiegel zitieren: „Zentraler Zeuge in Mehlis-Report ist verurteilter Betrüger.“

    Weiter zur Person Mehlis und seinem Umfeld bei Meyssan: „Er ist ja bekanntermaßen mit deutschen und amerikanischen Geheimdiensten verbunden. 1986 mit dem Anschlag auf die Berliner Diskothek La Belle beauftragt, hatte er nicht gezögert, die israelischen und US-Einmischungen zu vertuschen, um fälschlicherweise Libyen zu beschuldigen und die Bombardierung des Palasts von Muammar Gaddafi durch die US Air Force zu gerecht fertigen. In den frühen 2000er Jahren wurde Herr Mehlis als Forscher durch das Washington Institute for Near East Policy (den Think-Tank der pro-israelische Lobby AIPAC) sowie von der Rand Corporation (der Denkfabrik des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes) großzügig bezahlt. (…) Kommissar Gerhard Lehmann assistierte Mehlis. Dieser Offizier war auch ein bekannter Agent des deutschen und US-amerikanischen Geheimdienstes. Er wurde von einem Zeugen ausdrücklich erkannt, an dem in Europa von der Bush-Administration organisierten Entführungs-, Gefangenschafts- und Folter-Programm teilgenommen zu haben.“ )

    Also: Keine falsche Bescheidenheit. Wir haben das Personal. Qualität Made in Germany.
    Oleg Deripaska, treffen Sie Ihre Wahl!

    1. Man wähnt sich in guten Kriesen:

      „Die Lügen der Transatlantiker
      Und das wissen die Transatlantiker, die Ihnen dieses Märchen erzählen, auch ganz genau. Vor ziemlich genau einem Jahr hat der ebenfalls sehr einflussreiche und transatlantische US-Think Tank RAND Corporation eine Studie veröffentlicht, die zu dem Schluss gekommen ist, Russland habe keinerlei aggressive Absichten und noch nicht einmal die Absicht, militärisch zu den USA aufzuschließen. Und erst recht habe Russland nicht vor, mehr militärische Macht anzuhäufen, als die USA.
      Und was ist das Fazit der Autoren der Studie? Freuen sie sich und empfehlen nun, alle Sanktionen abzuschaffen, die Ausgaben für die offensichtlich unnötige Rüstung zu reduzieren und das Geld endlich in Infrastruktur, Schulen und Gesundheitssystem zu investieren?
      Nein, natürlich nicht. Sie beklagen sich stattdessen in der Studie, dass Russland trotz aller Provokationen und Nadelstiche der USA immer noch nicht aggressiv reagiert und geben eine Liste mit Vorschlägen heraus, wie man Russland mit weiteren Maßnahmen so sehr reizen kann, dass es endlich aggressiv reagiert. Wenn Sie mir nicht glauben, die Details und Quellen finden Sie hier.
      Die Transatlantiker wissen also sehr genau, dass sie uns Lügen auftischen, sie wissen, dass die US-Truppen in Deutschland Besatzungstruppen sind, die keineswegs im deutschen Interesse in Deutschland sind. Sie wissen auch, dass sie die Menschen anlügen, wenn sie mit Hinweis auf die angeblich aggressive russische Politik fordern, wir sollten doch bitte endlich mehr für die Rüstung ausgeben, Stichwort Zwei-Prozent-Ziel der Nato.
      Dieses Geld fließt an die US-Rüstungskonzerne, es geht bei all dem nur darum, mehr Geld aus Europa in die USA zu lenken, ganz so, wie es das britische Weltreich mit Indien und anderen Kolonien getan hat.
      Es mag wehtun, aber Deutschland ist nichts anderes, als eine Kolonie der USA. Die deutsche Botschafterin in Washington hat es sehr offen gesagt.“

  7. …aber, aber Herr Röper, der Endsieg ist doch nahe, Russland steht kurz vor der Kapitulation, die russischen Verbände sind nahezu aufgerieben und bestehen sowieso nur aus ahnungslosen Wehrpflichtigen, die nicht einmal wissen, wo sie sind und glauben, auf einer Übung zu sein.
    Selbstverständlich steht der Umsturz im Kremel kurz bevor und wenn wir jetzt wo der Sommer kommt, noch ein bißchen Gas sparen, haben wir Russland doch endgültig besiegt!

    Sie immer mit Ihrer Negativpropaganda, also wirklich – bitte weiter so!

    1. https://fktdeutsch.wordpress.com/2022/04/08/ukraine-im-krieg-2/

      der gute alte Pyakin(in meinen Augen ein brillanter Denker mit sehr tief gehenden Hintergrundinformationen versorgt, für mein Gschmäkle zu viel für einen einzigen Denker) lässt leider Ihren Zynisch-sarkastischen Kommentar nicht als undenkbar erscheinen..siehe die Rolle der „Friedensverhandler“..
      ich sehe diesen brillanten Denker als verärgerten postsowjetischen Träumer vergangener Epochen, u.a fällt mir seine demonstrativ „zufällig“ platzierte Teetasse mit CCCP Logo in Interviews auf, auch kotzt er sich regelmäßig über die neuen Farben der „Verräter“ in der RF-Flagge aus..
      JEDOCH seine Berichte haben es in sich!!

      PS: ist noch niemandem ausser mir diese ungewöhnliche Bezeichnung -IN in den Namen sowj./russ. Staatsmänner aufgefallen???? Alles nur Zufall dass diese ungewöhnlichen Namen gerade dann auftauchen wenn es wichtige Umwälzungen gab/gibt?
      LENIN, eigentlich Uljanow
      STALIN,
      JELZIN,
      PUTIN (Welche Rolle darfst du spielen lieber Vladimirowitsch?)
      an statt der weiteren „Zungenbrechernamen“(zum besseren Wahrnehmen?)
      Keine Lust hier die Epochen aufzuarbeiten, jedoch alles begann mit diesem von Ausland eingeschleppten Ulajanow, der sich mit Trotzki (orig.Leo Bronstein,ein Schlächter vorm Herrn) in London traf, der dann mit viel Gold ausgestattet und nem Geleitbrief vom Kaiser in einem Waggon Richtung Russland aufmachte um dort den BESTEN STAAT DER WELT AUFZUBAUEN..

      HM.. Zufall? Kabbalistischer Zeremon um dem Gehörnten zu gefallen? K.A. liebe Schwarmintelligenz, jedoch war die „Revolution“ der Arbeiter und Bauern NIEMALS ein Selbstläufer, so wie man es uns verkaufen möchte, genau wie dieser „Wir sind das Volk“-Schwachsinn der ebenfalls nicht auf dem Couchpotatoes-Misthaufen gewachsen war. Und dem Putin, gestehe ich auch nicht nur „Heimatliebe“ zu..
      Jedoch, kann dies alles nur als spekulativ betrachtet, da keiner von uns „Normalsterblichen“ jemals einen wahren Einblick in das GANZ gr0ße Spiel bekommen wird.

  8. Der Bürgermeister von Butscha hat seine Aussagen (gute Laune und kein Wort von einem Massaker) nach drei Tagen dementiert. Also ich glaube nicht an eine Untersuchung die den Namen verdient. Russland hat keine Chance. Es wäre eine schlaffe Geopolitik, wenn Wahrheit so leicht zu erhalten wäre.

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