Borrell: Globaler Süden sieht Ukraine nur als Problem des Westens, einschließlich der EU und der USA

Der EU-Chefdiplomat forderte die EU-Botschafter in aller Welt auf, sich intensiv um eine „an die lokalen Partner angepasste“ Gegenpropaganda zu bemühen

Die meisten Länder des Globalen Südens sehen in der Ukraine kein globales Problem, sondern nur einen regionalen europäischen Konflikt, den die EU und die USA selbst lösen sollten, sagte der EU-Chefdiplomat Josep Borrell in einer Grundsatzrede auf einer Konferenz von EU-Botschaftern.

„Die meisten Länder des Globalen Südens sehen die Ukraine nicht als ein globales Problem, sondern als einen regionalen Konflikt, der nur Europa und die USA betrifft. Löst ihn, und zwar schnell, denn wir tragen die Verluste. Und sie nutzen den Konflikt im Nahen Osten, um das zu betonen, was sie als Widersprüche in unseren Positionen oder sogar als Spaltungen unter den Europäern ansehen“, sagte Borrell. Er forderte die EU-Botschafter in aller Welt auf, sich intensiv um eine „an die lokalen Partner angepasste“ Gegenpropaganda zu bemühen.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

2 Antworten

  1. Nathan Rivera 11/08/2022
    Josep Borrell: „Los europeos debemos estar dispuestos a pagar un precio por apoyar a Ucrania y mantener la unidad”

    El Pais: Bei Kriegsbeginn nahmen Sie das Erwachen des geopolitischen Europas vorweg. Welche Veränderungen zeichnen sich in Europa bei der Sicht auf einen fast sechsmonatigen Krieg bereits ab?

    Borrell. Ich bin sehr zufrieden. […]

    El Pais: Im Gegensatz zur Ukraine hat sich die EU im Gaza-Konflikt viel weniger stark engagiert.

    Borrell: Die Lösung der Situation der Menschen, die in dem Freiluftgefängnis Gaza gefangen sind, liegt nicht in den Händen der EU. Es ist eine skandalöse Situation, eine Schande, aber es liegt nicht in unserer Hand, sie zu lösen. Die internationale Gemeinschaft sollte eine Lösung für die gedrängten Menschen finden, die ohne Strom und fast ohne Trinkwasser sind.

    Uns wird oft vorgeworfen, dass wir mit zweierlei Maß messen. Aber die internationale Politik ist größtenteils die Verwaltung von doppelten Standarts. Wir begegnen nicht allen Problemen mit den gleichen Kriterien.

    https://elpais.com/internacional/2022-08-11/josep-borrell-los-europeos-debemos-estar-dispuestos-a-pagar-un-precio-por-apoyar-a-ucrania-y-mantener-la-unidad.html

  2. — Bamada, Bamako, Mali, 13/10/2022:

    BORRELL IST UNZUFRIEDEN MIT DER NATO-VATERSCHAFT IM UKRAINE-KONFLIKT.

    Der Chefdiplomat der EU, Josep Borrell, hat uns wieder einmal mit einem seiner Ausflüge — von großer Diplomatie beglückt.

    Bei seiner Rede vor der Carlos de Amberes-Stiftung in Madrid räumte Borrell die falschen Versprechungen der NATO gegenüber Rußland ein, verstand aber nicht, inwiefern dies Konsequenzen haben sollte. Und vor allem soll dies nichts mit dem Krieg in der Ukraine zu tun haben. Gar keinen, Punkt. Denn die Taten der Herren werden nicht diskutiert – wo wären wir sonst?

    Im Gegensatz zur Europäischen Union betrachtet Rußland die NATO offensichtlich nicht als Stimme seines Herren und macht sie folgerichtig für den Konflikt in der Ukraine verantwortlich.

    Die bündnisorientierten Medien haben es sich zur Gewohnheit gemacht, Borrells Äußerungen strikt auszusortieren, weshalb diese hauptsächlich nur von den russischsprachigen Medien aufgegriffen wurde. Und das aus gutem Grund.

    „Ich bin nicht zufrieden mit den Ausreden oder Argumenten, nach denen viele Menschen, darunter auch meine Freunde, die Aggression damit rechtfertigen, daß die NATO ihre Versprechen nicht eingehalten hat. Das ist möglich. Das ist die Geschichte. Nichts davon rechtfertigt das, was geschieht“.
    […]
    Borrell ist mit der Urheberschaft der NATO im Ukraine-Konflikt nicht zufrieden. Borrell will den Konflikt nicht in eine Entwicklung einordnen, er muß ihn aus dem Kontext, in dem er sich bewegt, herausschneiden, um ihn für sich selbst darzustellen. Denn nur so kann Rußland für den Konflikt verantwortlich gemacht werden.
    […]
    „Wir müssen Rußland von der internationalen Gemeinschaft isolieren, wir müssen die Ukraine unterstützen“.

    Dies ist die gesamte „politische Vision“ des Leiters der europäischen Diplomatie.
    […]
    BORRELL N’EST PAS SATISFAIT PAR LA PATERNITÉ DE L’OTAN DANS LE CONFLIT UKRAINIEN
    http://bamada.net/borrell-nest-pas-satisfait-par-la-paternite-de-lotan-dans-le-conflit-ukrainien

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