Medien: Der Putsch in Niger könnte zu Regimewechsel in Ghana und Senegal führen

In der Meldung des Magazins Foreign Policy heißt es unter Berufung auf Quellen in der US-Regierung und auf Experten, der Putsch in Niger spiegele Misserfolge in der Außenpolitik Washingtons auf dem afrikanischen Vektor wider

Der Putsch in Niger könnte Zentren der Instabilität schaffen und zu Militärputschen in anderen westafrikanischen Ländern – Senegal und Ghana – führen. Das berichtet die Zeitschrift Foreign Policy unter Berufung auf Quellen in der US-Regierung und Experten.

„Wenn der Staatsstreich (oder, nach der offiziellen Version der US-Regierung, die „Krise“) in Niger nicht rückgängig gemacht wird oder eine diplomatische Mission nicht organisiert wird, könnte das das Risiko eines Militärputsches in anderen stabilen Demokratien in der Region, wie Senegal und Ghana, erhöhen“, heißt es in der Meldung.

Es wird festgestellt, dass die USA die Kontrolle über die Situation in der Sahelzone verloren haben und dass der Putsch in Niger das Misserfolge in der Außenpolitik Washingtons auf dem afrikanischen Vektor widerspiegelt. Der Autor betont, dass die USA die Krise in Niger nie als „Putsch“ anerkannt haben, was es ihnen erlaubt, die Beziehungen zu diesem Land fortzusetzen.

Die Drohnenbasis des US-Militärs, deren Kosten auf 110 Millionen Dollar geschätzt werden, ist immer noch in Niger in Betrieb, und das Abkommen zwischen den USA und Niger über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 442,6 Millionen Dollar durch die Agentur Millennium Challenge Corp. bleibt in Kraft, erinnert die Zeitschrift. Darüber hinaus sind rund 1.000 US-Soldaten in Niger stationiert.

Zuvor war die stellvertretende US-Außenministerin für afrikanische Angelegenheiten Mary (Molly) Catherine Phee nach Westafrika gereist und hatte Nigeria, Ghana und den Tschad besucht sowie den Vorsitzenden der Kommission der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Länder, Omar Alier Toure, getroffen.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

2 Antworten

  1. Wieviele von den rund 1000 US-Soldaten gehören zur Kampftruppe , vielleicht 200 ?
    Der Rest ist Bedienpersonal in der Militärbude .
    Für die USA geht es in Niger nur um die teure Militärbude , dafür konnte man schon mal die Füße diplomatisch still halten .
    Frankreich hatte die Arschkarte was die Interessen in Niger anging und Die waren doof genug diese Karte auszuspielen , scheinbar will Keiner für Frankreich dort in den Krieg ziehen , diplomatisch dumm gelaufen .
    Das erhöht die Chancen für die dort lebende Bevölkerung , das die Nummer unblutig enden könnte .
    Für Macron gibt es dort wohl nichts mehr zu gewinnen , ob Er in Zukunft überhaupt noch was gewinnen wird ist eh fraglich .

  2. In Ghana kam nach dem Sturz Nkrumahs eine eine Kamarilla von Hausnegern ans Ruder (so werden dort die Marionetten der Neokolonialisten genannt) und wurde durch einen Putsch von J. J. Rawlings gestürzt. Der war angetreten, die Ideale der Revolution wiederherzustellen, wurde später regulär gewählt, und hat bis heute hohes Ansehen. Weit über Ghana hinaus. Schon denkbar, daß die Ghanesen so langsam einen Neuen von der Sorte wünschen könnten.

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