Geopolitik

Was am zweiten Tag des WEF-Treffens in Davos besprochen wurde

Das Weltwirtschaftsforum wird seinem Namen nicht mehr gerecht, denn auch am zweiten Tag des Treffens ging es kaum die Weltwirtschaft, sondern um Geopolitik und die transatlantische Agenda, also die Interessen der USA.

Ich habe vor einigen Tagen dargelegt, dass Teilnehmerliste des WEF-Treffens in Davos deutlich zeigt, dass es beim WEF nicht um Fragen der (Welt-)Wirtschaft geht, sondern um den Ost-West-Konflikt. Das bestätigt sich bei den Veranstaltungen des aktuellen WEF-Treffens, denn es ging kaum um Fragen der Wirtschaft, wie die Zusammenfassung des ersten Tages des Treffens gezeigt hat. Ich übersetze hier die Zusammenfassung des ersten Tages des Forums, wie ihn die russische Nachrichtenagentur TASS zusammengefasst hat. Und auch am zweiten Tag wurde das Treffen von den gleichen Themen beherrscht.

Am ersten Tag trat die Frau des ukrainischen Präsidenten auf dem Treffen auf, am zweiten Tag trat Selensky selbst – wie üblich im braunen T-Shirt und per Video – auf dem WEF auf. Außerdem war eine Rede von Avril Haynes, der Direktorin der US-Geheimdienste, sehr aufschlussreich. Darauf gehe ich nach der Übersetzung der Zusammenfassung des zweiten Tages des WEF-Treffens noch genauer ein.

Beginn der Übersetzung:

Die Welt ist in Ost und West geteilt, Europa ist der Ukraine ein wenig müde: Der zweite Tag in Davos

Die Weltwirtschaft befindet sich am Rande einer massiven Krise und die Spannungen zwischen den USA und China haben die Welt in Ost und West gespalten. Außerdem hat die Menschheit aus der Pandemie keine Lehren gezogen und der Konflikt in der Ukraine ist noch lange nicht vorbei. Mit diesen pessimistischen Thesen ist UN-Generalsekretär António Guterres auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos aufgetreten.

Der ukrainische Präsident Wladimir Selensky hat die westlichen Partner in seiner Rede um neue Waffenlieferungen gebeten. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und die Direktorin des US-Geheimdienstes Avril Haynes gaben ihrerseits zu, dass sie Kiew nicht nur aus Sympathie für die Ukraine, sondern auch aus eigenem Interesse unterstützen.

Das Forum in Davos, das am Montag eröffnet wurde und bis zum 20. Januar dauert, steht unter dem Motto „Zusammenarbeit in einer fragmentierten Welt“. Wie im letzten Jahr wurden Vertreter Russlands aufgrund der Ereignisse in der Ukraine nicht zu dem Forum eingeladen.

Die TASS hat die wichtigsten Aussagen des Forums zusammengestellt.

„Der perfekte Sturm“

UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die derzeitige Situation in der Welt als die schlimmste in seinem Leben. Den 1949 geborenen Generalsekretär haben der Klimawandel und die geopolitische Spaltung zu dieser Aussage gebracht. Seiner Meinung nach ist die Situation heute „schlimmer als während des Kalten Krieges“, weil „es jetzt weniger Mechanismen gibt, die sicherstellen, dass Konflikte nicht außer Kontrolle geraten“.

Die Weltwirtschaft steht laut Guterres am Rande einer Krise. „Unsere Welt steht an mehreren Fronten vor einem ‚perfekten Sturm'“, erklärte er. Zu diesen Bereichen zählte er „Unterbrechungen der Lieferketten und die Energiekrise, steigende Preise, steigende Zinsen und Inflation“. In der Wirtschaft, so Guterres, seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie immer noch „spürbar“, während die Welt, so Guterres, „ihre Lektion in Sachen Gesundheit nicht gelernt“ habe und auf ähnliche Probleme in der Zukunft noch „völlig unvorbereitet“ sei.

Die Spaltung in Ost und West

Der UN-Generalsekretär stellte fest, dass „die Welt jetzt weit davon entfernt ist, geeint zu sein“. Die Rede ist von einer „Spaltung in Ost und West“. Der Grund dafür sind die Spannungen zwischen den USA und China, die in vielen Fragen unterschiedlicher Meinung sind, „vor allem in der Frage des Schutzes der Menschenrechte und der regionalen Sicherheit“.

Mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine sagte Guterres, dieser sei „noch sehr weit vom Frieden entfernt“. Der UN-Generalsekretär sagte, er sehe „keine Chance, ernsthafte Verhandlungen zu führen oder dabei zu vermitteln“, obwohl sein Büro zuvor behauptet hatte, Guterres sei bereit, die Rolle eines Vermittlers bei der Lösung des Konflikts in der Ukraine zu übernehmen.

Er betonte jedoch, dass die UNO weiterhin in bestimmten Fragen mit den Konfliktparteien zusammenarbeitet, zum Beispiel bei der Ausfuhr von Nahrungs- und Düngemitteln, der Hilfe für die Zivilbevölkerung, dem Austausch von Gefangenen und der Sicherheit von Atomanlagen.

„Der Westen ist ein wenig müde“

Das Thema des Konflikts in der Ukraine stand für viele der hochrangigen Teilnehmer des Forums weiterhin im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. So wiederholte Bundeskanzler Olaf Scholz seine Worte, Kiew so weit wie nötig zu helfen. Auf die Frage nach einer möglichen Lieferung deutscher Leopard-2-Panzer an die Ukraine betonte er jedoch, dass „dieser Krieg nicht zu einem Krieg zwischen Russland und der NATO werden darf“.

Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki, der auf einer Pressekonferenz auf dem WEF über die Vorbereitung von Panzern für Kiew und die führende Rolle Warschaus beim bevorstehenden Wiederaufbau der Ukraine sprach, stellte in einem Interview mit dem polnischen Fernsehen fest, dass der Westen der Situation in der Ukraine überdrüssig geworden ist. Ihm zufolge „sieht man heute sehr deutlich <…>, dass Russland geduldig <…> und der Westen ein bisschen müde ist.“

Waffen und Garantien für Kiew

Während die ukrainische First Lady eine spezielle Ansprache an die Forumsteilnehmer gehalten hat, war es am Mittwoch Wladimir Selensky selbst, der sich per Videolink zu den WEF-Teilnehmern gesellte.

Er zählte noch einmal die Forderungen Kiews an die westlichen Partner auf: Die ukrainische Regierung erwartet von ihnen die Lieferung von Panzern und Raketenabwehrsystemen. „Wir brauchen auch finanzielle Unterstützung“, fügte er hinzu und verwies auf die Schwierigkeiten, mit denen die Ukraine aufgrund der Schäden an ihrer Energieinfrastruktur zu kämpfen hat.

Darüber hinaus sprach Selensky erneut die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine an und forderte eine Beschleunigung der Erweiterung des Nordatlantischen Bündnisses: „Wir sind auf dem Weg zur NATO, denn die NATO ist die beste Sicherheitsgarantie für uns, für unser Land“.

Die Interessen des Westens

Die Länder des Westens unterstützen das Kiewer Regime „nicht nur um der Ukraine selbst willen“. „Wir tun das in unserem eigenen Interesse“, sagte die Direktorin der US-Geheimdienstes Avril Haynes. Sie sagte, der Konflikt in der Ukraine habe Auswirkungen auf die USA, wenn es darum gehe, über die Stärke von Bündnissen nachzudenken: „Er hat Auswirkungen auf uns, wenn es darum geht, wie wir in Zukunft Krisen in einer Situation lösen werden, in der es Akteure gibt, die die Rechtsstaatlichkeit, die [UN-]Charta und die von uns geschaffene Ordnung verletzen.“ „Ich denke, es besteht kein Zweifel daran, dass es in unser aller Interesse ist, die Ukraine so gut wie möglich zu unterstützen“, sagte Haynes.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg pflichtete ihr bei und erklärte, es sei von entscheidender Bedeutung, dass [der russische Präsident Wladimir] „Putin in der Ukraine nicht gewinnt, denn das wäre ein Signal an alle autoritären Regime, dass sie mit Gewalt und unter Verletzung des Völkerrechts erreichen können, was sie wollen. Das würde uns angreifbar machen“, betonte er.

Ende der Übersetzung

„Die von uns geschaffene Ordnung“

Ich habe in der Einleitung zu diesem Artikel geschrieben, dass die Rede von Avril Haynes, der Direktorin der US-Geheimdienste, sehr aufschlussreich war. Darauf will ich nun kurz eingehen. Sie sagte gemäß dieser Übersetzung, dass der Konflikt in der Ukraine

„Auswirkungen auf uns (hat) wenn es darum geht, wie wir in Zukunft Krisen in einer Situation lösen werden, in der es Akteure gibt, die die Rechtsstaatlichkeit, die [UN-]Charta und die von uns geschaffene Ordnung verletzen.“

Diese Aussage ist bemerkenswert, denn sie sagt offen, dass es bei dem Konflikt um die „von uns geschaffene Ordnung“ geht. Die von wem geschaffene Ordnung meint sie? Sie meint offensichtlich die vom Westen geschaffene regelbasierte Weltordnung, bei der es darum geht, dass der Westen (also die USA) die Regeln aufstellen und sie bei Bedarf auch einseitig wieder ändert. Was die „regelbasierte Weltordnung“ ist, habe ich schon erklärt, Details finden Sie hier. Und eine aktuelle Bestätigung dafür, dass meine Interpretation korrekt ist, finden Sie hier.

Dass es Haynes nicht um die UN-Charta geht, ist offensichtlich, denn der Westen verstößt selbst ständig gegen das auf der UNO-Charta basierende Völkerrecht, indem er einseitige Wirtschaftssanktionen verhängt (was laut UNO-Charta nur der UN-Sicherheitsrat tun darf), wenn er völkerrechtswidrige Kriege führt (zum Beispiel im Irak und anderen Ländern) oder wenn er anderen Ländern vorschreiben will, welche Werte, Regierungsformen und so weiter andere Länder haben sollen, was gegen einen zentralen Punkt in der UN-Charta verstößt, denn darin ist klar geregelt, dass Staaten sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen dürfen.

Übrigens ist Haynes selbst auch keine sehr glaubwürdige Vertreterin, wenn es um „Werte“ geht, denn sie war eine der führenden Personen, die seinerzeit die juristischen Rechtfertigungen für US-Präsident Bush formuliert hat, mit denen die Folter der CIA (CIA-Foltergefängnisse in anderen Ländern, Waterboarding, etc.) gerechtfertigt wurde. Dass eine solche Dame von US-Präsident Biden zur Direktorin der US-Geheimdienste gemacht wurde, lässt auch tief blicken.


In meinem neuen Buch „„Putins Plan – Mit Europa und den USA endet die Welt nicht – Wie das westliche System gerade selbst zerstört ““ gehe ich der der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme - den wir gerade erleben - wirklich geht. Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wurden die Bürger im Westen gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

41 Antworten

  1. @„In der Wirtschaft, so Guterres, seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie immer noch „spürbar“, während die Welt, so Guterres, „ihre Lektion in Sachen Gesundheit nicht gelernt“ habe und auf ähnliche Probleme in der Zukunft noch „völlig unvorbereitet“ sei.“

    Vermutlich wirbt er für den WHO-Plandemievertrag, der jener WHO erlauben würde, im Plandemie-Fall die Kontrolle über ganze Länder zu übernehmen und Maßnahmen bis hin zur Zensur zu verkünden? Was sagt eigentlich Russland zum Plandemievertrag? Möchte sich Putin der WHO-Herrschaft unterordnen?

    1. „… Was sagt eigentlich Russland zum Plandemievertrag? Möchte sich Putin der WHO-Herrschaft unterordnen?“
      Soweit mir bekannt, will Putin die Mitgliedschaft Russlands im Europarat kündigen. Der nächste Schritt wird wohl sein, dass Russland seine Mitgliedschaft in der WHO kündigt und aus der WHO rausgeht.
      Dagegen hält ja die Mitgliedschaft in der WHO und in den anderen Betrüger-Organisationen für deutsche Politiker, wie auch für den „linken“ Politiker Andrej Hunko für geradezu wichtig. So naiv kann doch niemand sein, die WHO für wichtig zu halten. Damit ist auch gesagt, dass selbst Hunko Interessen mit dem Billy-the-Killer-Gates offensichtlich zu teilen vermag. Die Linke ist somit raus bei mir bei den nächsten Pseudo-Wahlen.

  2. Ich möchte widersprechen: Nicht der Konflikt und seine Beendigung waren das Thema, es war vielmehr eine erneute Geberkonferenz, um den Krieg weiterzuführen und auch noch auszuweiten. Auch bei Guterres kann ich nichts Anderslautendes entdecken. Wohl dem, der nicht dabei war. Die Wirtschaftsleute (Waffenhersteller ausgenommen) sitzen ohnehin in irgendwelchen Konferenzräumen und werden sich das Gesülze von Scholz, Selensky und seiner „First Lady“ nicht antun. Das muss man mal realisieren: der Heuchler aus Kiew nimmt auch noch seine Frau mit in Hotels, die mehrere Jahresgehälter eines Ukrainers kosten.
    Gab’s danach auch noch nen Einkaufsbummel?
    Hilfe, mir wird wieder schlecht …

  3. Des Westens ………..
    Gibt es noch den kalten Krieg ?
    Es gibt genau so wenig den Westen wie alle Deutschen Nazis sind und alle Moslems Randalierer. Hierzu ein herrausragendes Kurzvideo: https://www.youtube.com/watch?v=Y0YYJlumG4s

    Sollten wir nicht mit der Spalterei mal aufhören. Spalte und Herrsche ist seit hunderten Jahren die Methode der Reichen welche aus dem Hintergrund regieren.

    Leider versteht das die Masse nicht, da sie von sogenannnten Experten im Fernsehen ununterbrochen mit Lügen berieselt werden. Googelt einfach mal nach Stiftung Wissenschaft und Politik und hört euch an was eine Claudia Major so von sich gibt (z.B. bei Lanz)

    1. @heziegel

      „….Es gibt genau so wenig den Westen wie alle Deutschen Nazis sind ….“

      Wenn schon dann alle Angelsachsen. Dieses ganze Gedankengebäude (Eugenik, Rasselehre in Verbindung mit extremem Nationalismus) stammt aus den USA und Großbritannien.

      Sie haben es auch hunderte von Jahren vor den Deutschen praktiziert (Ausrottung der Inkas, Mayas, der Nordamerikanischen Indianer usw). Die ganzen Urvölker in der Welt wurden von Spaniern (Konquistadoren) und Angelsachsen ausgerottet.

      Wobei man sieht, das Christen-Pack (Konquistadoren, Inquisitoren) ist im engen Verbund immer mitgelaufen so wie heute die Kirche sowohl evangelisch wie auch die katholische auch wieder. Von wegen Frieden auf Erden und den Menschen Wohlgefallen! – alles Lüge!

      1. Cecil Rhodes, Confession of Faith, 1877

        It often strikes a man to inquire what is the chief good in life …

        I contend that we are the finest race in the world and that the more of the world we inhabit the better it is for the human race. Just fancy those parts that are at present inhabited by the most despicable specimens of human beings what an alteration there would be if they were brought under Anglo-Saxon influence, look again at the extra employment a new country added to our dominions gives. …

        Why should we not form a secret society with but one object the furtherance of the British Empire and the bringing of the whole uncivilised world under British rule for the recovery of the United States for the making the Anglo-Saxon race but one Empire. …

        In every Colonial legislature the Society should attempt to have its members prepared at all times to vote or speak and advocate the closer union of England and the colonies, to crush all disloyalty and every movement for the severance of our Empire. The Society should inspire and even own portions of the press for the press rules the mind of the people. …

        ➡️ Tacheles! 😃

  4. Ja. TOLLES offenes Eingeständnis, dass man in ca.50 Staaten zwar die [UN-]Charta kennt, jedoch die die von der USA geschaffene Regelbsaierte Ordnung die Handlungsgrundlage darstellt.

    Man hat es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur in Moskau vernommen und in St.Petersburg ins Deutsche übersetzt, sondern in allen Staaten.

    Schaun wir mal, wie sichtbar sich das Fähnchen in der UN bei Folgeabstimmungen wird drehen. Und was noch interessant wird werden, wo sich die UN wird ihren neuen Sitz wird verlegen. Ich tippe da auf Neu-Delhi.

    Doch jegliches weitere Denken wird an der Handlungsweise der Russen liegen, wie sie die 50 Staaten militärisch in der Ukraine „gegen die Wand wird fahren lassen“, ohne das man A-Bömbchen muss nutzen…

    1. Da russischen Vertretern bei der UNO von den USA die nötigen Visa verweigert wurden, und die USA damit ihre Verpflichtungen für den UNO-Sitz grob verletzt haben, hat Lawrow eine Initiative zur Verlegung des UNO-Sitzes begonnen. Das neue Land wurde offen gelassen, aber auch mir ist sofort Indien eingefallen als in jeder Hinsicht idealer Kandidat.

      Indien soll auch einen Ständigen Sitz im Sicherheitsrat bekommen. Alle sind dafür, sogar Biden, blockiert wird es nur durch Deutschland. Deutschland hat nichts gegen Indien, aber nur zusammen mit einem eigenen „Paket“: So viele neue Ständige Sitze, daß auch einer für Deutschland und einer für die EU dabei abfällt, und Streichung des Vetorechts. Das hätten Rußland, China und Trumps USA „mißbraucht“, um den Sicherheitsrat zu „blockieren“.

      Lawrow meint, Europa hätte bereits drei Ständige Sitze und weitere kämen keinesfalls in Frage. Afrika ist als Land mit 1.4 Milliarden Einwohnern genauso bedeutend wie Indien und China (so wird es dort gesehen), es besteht aber aus 55 Staaten. Afrika ist neues BRICS-Mitglied und entwickelt passende Repräsentationsmechanismen, dann kommt der UNO-Sitz.

      Idee ist, den Frankreichs zu übernehmen, ähnlich wie Beijing vor 50 Jahren den von Taipeh übernommen hat. Frankreich hatte bei Gründung der UNO den Sitz gemeinsam mit seinen afrikanischen Kolonien, und die sind heute der bedeutendere Teil.

      Marine le Pen will auch einen Sitz für Afrika und hält Senegal für geeignet. Damit stellt sie sich an die Spitze des Teils der französischen Eliten, die den extremen Rassismus der Außenpolitik Macrons als gescheitert ansehen. Aber natürlich soll Afrika einen eigenen und nicht den französischen Sitz bekommen.

      Rußland schlägt weiter Indonesien und Brasilien vor, wenn ASEAN und Lateinamerika sie als ihre Repräsentanten wünschen. Also Vergrößerung des Kreises der Vetomächte durch wirklich bedeutende Länder und Repräsentanten von Erdteilen. Indien könnte dann eigentlich den britischen Sitz bekommen, es ist definitiv der größere Teil des bei UNO-Gründung eingetretenen Empires.

      1. @John: Die Verlegung der Uno ist dringend nötig und bei mir schon seit 10 Jahren eine Herzensangelegenheit. Wahrscheinlich wäre Indien die optimale Lösung, vielleicht auch Südafrika als Zeichen für diesen Kontinent. Früher hätte ich Schweden bevorzugt, aber die haben sich selbst hinausmanöveriert.

        Im Prinzip ist jedes Land einschließlich Andorra eine bessere Lösung als New York.

      2. Geographisch würden sich für den neuen Standort der UNO ja auch die Türkei und der Iran anbieten. Und natürlich die Emirate oder Katar. Indien ist aber natürlich ein allgemein akzeptablerer Kandidat.

        „Afrika … UNO Sitz … Idee ist, den Frankreichs zu übernehmen“ – Mit der équipe tricolore hat die Übernahme ja schon geklappt. Bin gespannt, ob im Rahmen dieses UNO SR Geschachers irgendein Junktim mit dem Status als sogenannte Atommacht versucht wird.

        1. Mit Atommacht hat das nichts zu tun. Afrika, Indonesien und Brasilien sollen keine werden müssen, und Israel, Pakistan und Nordkorea sind nicht als künftige Ständige Mitglieder vorgesehen.

          Indien als neuer UNO-Sitz würde alle praktischen und politischen Kriterien erfüllen und hätte ein überwältigendes Interesse anderer Mächte auf seiner Seite, während der Westen sich mit seinem Widerstand zurückhalten müßte. Also von allen Ländern wohl die besten Aussichten, es zu werden.

    2. Der seltsame Vorschlag zur Abschaffung der Atomwaffen, den Obama 2009 der Welt unterbreitete, enthielt auch die Vereinbarung von Regeln und Sanktionen gegen Verstöße. Dabei ging es den USA um die Kontrolle über Kernbrennstoffe.

      https://t.me/Atombombe/55

      Man sieht eine interessante Parallele zur Lüge vom menschengemachten Klimawandel. In beiden Fällen gehe vom Menschen eine gewaltige Gefahr aus, einmal die Entwicklung sogenannter Atomwaffen, einandermal der Ausstoß von CO2. In beiden Fällen müsse dies Problem verbindlich geregelt werden. In beiden Fällen wird dadurch die Erzeugung von Energie sabotiert und mit Bürokratie und Finanzparasitismus beaufschlagt.

  5. „….NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg pflichtete ihr bei und erklärte, es sei von entscheidender Bedeutung, dass [der russische Präsident Wladimir] „Putin in der Ukraine nicht gewinnt, denn das wäre ein Signal an alle autoritären Regime, dass sie mit Gewalt und unter Verletzung des Völkerrechts erreichen können, was sie wollen. Das würde uns angreifbar machen“, betonte er. ….“

    Nur das es genau umgekehrt ist, wenn die USA ihren Stellvertreterkrieg in der Ukraine gewinnen würde, wäre das ein Signal an die autoritären Regime des Westens, das sie weitermachen können mit der Verletzung des Völkerrechtes nach Belieben und eigenem Gutdünken.

    Stoltenberg spricht allen Ernstes vom Völkerrecht. Ein internationales Rechtssystem, das die NATO nie bereit war einzuhalten, wie ihre zahlreichen offen völkerrechtswidrigen Einmärsche z.B. in Lybien, im Irak, in Yugoslawien und Syrien (von den vielen früheren völkerrechtswidrigen Aktionen wie Vietnam oder Korea ganz zu schweigen).

    Vielleicht sollte Stoltenberg irgendwann mal einer stecken, das das Völkerrecht nicht nur für Russland erfunden wurde. Russland hat das Völkerrecht in der Ukraine eindeutig nicht gebrochen. Ein Land hat auch ein Selbstverteidigungsrecht gegen einen Angriffskrieg gegen seine Bevölkerung in einer benachbarten Provinz.

    1. Warum blos fällt mir hier spontan die Orwellsche Fabel „Farm der Tiere“ ein ?

      Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind.
      Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund.
      Kein Tier soll Kleider tragen.
      Kein Tier soll in einem Bett schlafen.
      Kein Tier soll Alkohol trinken.
      Kein Tier soll ein anderes Tier töten.
      Alle Tiere sind gleich.

      Doch eines Tages laufen die Schweine plötzlich alle auf zwei Beinen und tragen Kleidung, was den Sieben Geboten des Animalismus zu widersprechen scheint. Aber auf der Scheune steht plötzlich nur mehr ein einziges Gebot:

      „Alle Tiere sind gleich,
      aber manche sind gleicher.“

      Kurz darauf trifft eine Abordnung der umliegenden menschlichen Farmer ein, und stolz präsentieren die Schweine, wie prächtig die Farm der Tiere doch laufe und wie gut die Tiere doch leben. Die Menschen, allen voran Mr. Pilkington, sind tief beeindruckt. Bei einem abendlichen Festessen sprechen sich Menschen und Schweine für eine gute Zusammenarbeit aus und lassen sich gegenseitig hochleben. Doch als bei einem freundschaftlichen Kartenspiel sowohl Napoleon als auch Mr. Pilkington gleichzeitig ein Pik-Ass ausspielen, kommt es zum Streit zwischen den beiden Parteien. Die anderen Tiere, welche die befremdliche Situation durch ein Fenster von draußen betrachten, können nicht mehr unterscheiden, wer Mensch und wer Schwein ist.

      1. @Evamaria

        Ich interpretiere es so: Egal ob Mensch oder Tier, jeder sieht im Anderen ein Stück von sich selbst. was etwas mit dem Resonanz-Gesetz zu tun hat. Leider ist auch diese Weisheit Orwells im Westen verloren gegangen.

        Gehen wir mal von der völlig absurden Annahme aus, das Stoltenberg irgendwann einmal ein weiser und kluger Mann werden würde, dann müsste er erkennen, das wenn er sich ständig über Russlands vermeintliche Völkerrechtsbrüche beklagt, gemäß der Orwellschen Einsicht, er sich im Grunde über die eigenen NATO-Völkerrechtsbrüche beklagt (die ja zweifellos real und keine Verschwörungstheorie sind).

        1. Doch, schon, jede westliche Küche – je nach dem Krieg-Ausgang wird die Große Transformation beschleunigt global fortgesetzt oder auch fällt das korrupte westliche Oligarchen-System, welches den letzten Cent aus der Tasche ziehen möchte. So habe ich einige Artikel der letzten Wochen verstanden – wie auch den festen Text unter dem Artikel, wo vom Wohlstand-Verzicht im Westen die Rede ist.

          Das ist die alltägliche Perspektive, die die meisten Leute bewegen dürfte – etwas weniger, ob ganz oben Popanz X nach Regelwerk 1 herrscht oder Popanz Y nach Regelwerk 99.

          1. Das „Oligarchensystem“ (Neokolonialismus) hat immer schon auf Bereicherung auf Kosten Anderer beruht. Vor 30 Jahren hat das noch gut funktioniert, seit 20 Jahren funktioniert es immer schlechter. Nun ist es in einer schweren Krise.

            Früher hat es seine Angestellten im weiteren Sinne, die gehobene Mittelschicht, sehr gut bezahlt. Das geht nun nicht mehr. Der „Wohlstands-Verzicht“ wegen „Klima“ etc. ist nur die „moralische“ Verpackung einer Systemkrise.

            Eine Niederlage in der Ukraine wird die Möglichkeiten des Neokolonialismus, sich anderswo zu bereichern, weltweit drastisch beschneiden. Also hier zu einem „Wohlstandsverzicht“ von ganz ungeahnten Ausmaßen führen.

            1. @“Der „Wohlstands-Verzicht“ wegen „Klima“ etc. ist nur die „moralische“ Verpackung einer Systemkrise.“

              Es sind ganz konkrete Geschäftsmodelle, die nur durch künstlich geschürte Klimapanik funktionieren – das habe ich bereits oft erklärt. Etwa künstliches Essen – ein UncutNews-Artikel berichtete mal, dass Konzerne damit 4,5 Billionen JÄHRLICH zusätzlich kassieren wollen – das Erbsen/Hausgrillen-Zeug ist erst mal teurer als richtiges Fleisch. Kein Problem – es wird künstliche Hysterie um das Furzen der Kühe geschürt, welches angeblich den Klima-Weltuntergang bringen soll. Die Neuseeland-Arden (die, die gerade zurücktritt) wollte bereits eine Zusatzsteuer auf Methan vom Furzen der Nutztiere einführen – mit genügend Fantasieabgaben will man echtes Fleisch so teuer machen, dass kein Normalmensch mehr es sich leisten kann. Dann würden die meisten Leute gezwungen, Hausgrillen-Essen von den WEF-Konzernen zu kaufen.

              4,5 Billionen jährlich weltweit, das sind über 500 EUR pro Erdbewohner – 40-50 EUR pro Monat und Nase dafür, dass man übles Zeug statt richtigem Essen verspeisen muss.

              1. Sie könnten doch Geschäfte ohne Ende machen, wenn sie liefern würden, was die Leute bräuchten. Es mangelt überall, oft am Nötigsten. Aber sie können nicht liefern, jedenfalls nicht zu Preisen, zu denen ihre Waren auch verkäuflich wären.

                Früher haben sie Waren und Rohstoffe in Asien und Afrika für fast nichts bekommen und hier mit üppigem Gewinn, aber immer noch relativ günstig verkauft. Heute wollen Lieferanten aber immer öfter richtig Geld sehen, und wenn nicht, verkaufen sie nach China, Rußland, ASEAN.

                Denken Sie an den Kakaokrieg der EU. Derzeit hat sich die EU mit Gewaltmethoden irgendwie durchgesetzt, am Ende wird sie sicher verlieren. Siehe auch die weiteren Kommentare darunter.
                https://www.anti-spiegel.ru/2022/das-zipfelmaennchen-und-ein-politisch-unkorrektes-frohes-fest/#comment-131954

                Lösungsstrategie: Bei der Energie schlagen sie Unmengen kunstvoll getarnter Abgaben auf, mehr Umsatz mit weniger Ware. Und sie verkaufen Brot, das zur Hälfte aus Sägemehl besteht, zum zehnfachen Preis. Nun ja, das war das frühere Verfahren, heute ist die verfälschte minderwertige Ware moderner.

                Statt „kapitale Systemkrise, Sondersteuern zur Bankenrettung, Mangel“ sagen sie „Klimarettung“ und verkaufen ihre mindere, aber teure Ware mit etwas Gretapokus.

                Als Folge des Kriegs der Systeme ist bei Niederlage des westlichen Blocks mit einem weltweiten Zusammenbruch des neokolonialistischen Modells zu rechnen. Das bedeutet „Wohlstands-Verzicht“ heute unvorstellbaren Ausmaßes, Importe von Waren und Rohstoffen werden sehr viel teurer als heute, alle wollen ehrlich bezahlt werden.

    2. @AKTAKUL:
      >> Ein internationales Rechtssystem, das die NATO nie bereit war einzuhalten, wie ihre zahlreichen offen völkerrechtswidrigen Einmärsche z.B. in Lybien, im Irak, in Yugoslawien und Syrien (von den vielen früheren völkerrechtswidrigen Aktionen wie Vietnam oder Korea ganz zu schweigen). <<

      Genau dieses Gegenargument zu "Russlands sogenanntem oder eben nicht anerkannten Völkerrechtsbruch" habe ich heute im INFO-Radio gehört! Ich war sehr erstaunt, dass einige NATO- bzw. US-Kriege dagegengehalten wurden, welche eben NICHT vor einem Tribunal oder Gericht bewertet wurden!

  6. @„stellte in einem Interview mit dem polnischen Fernsehen fest, dass der Westen der Situation in der Ukraine überdrüssig geworden ist. Ihm zufolge „sieht man heute sehr deutlich , dass Russland geduldig und der Westen ein bisschen müde ist.““

    Nur der Westen? Ein polnisches Medium zitierte eine Umfrage in der Slowakei vom September 2022, laut der über die Hälfte der Befragten sich einen Sieg Russlands wünscht – nur 20% der Ukraine:

    https://dorzeczy.pl/swiat/345592/sondaz-ilu-slowakow-woli-by-rosja-wygrala-wojne-z-ukraina.html

    Leider finde ich keine Umfrage für Polen – scheint politisch nicht koscher zu sein.

  7. Erstaunlich, dass TE zum großen Teil Tacheles redet – leider stoppt einen Schritt vor der logischen Konsequenz des Gesagten:

    „… Habecks in Davos formuliertes Ziel eines europäischen Bundesstaates heißt im Klartext Brüsseler Diktatur, denn die EU-Bürokratie entbehrt jeder demokratischen Legitimation. Der deutsche Bürger würde immer mehr zum immer weniger demokratische Rechte besitzenden Zahlsklaven werden …“

    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/habeck-europaeischer-bundesstaat-einheitliche-fiskalpolitik/

    „… die politischen Eliten Deutschlands möchten, was sie bereits mit der Pandemie-Politik beschleunigt haben, die sogenannte Klimakrise dazu nutzen, um vollständig unter Aushöhlung der Demokratie die Gesellschaft zu verändern. Was wir bekommen würden, wäre eine Oligarchie, die sich als Gemeinwohldiktatur camouflieren und wirtschaftlich als ökologistische Kommandowirtschaft unter Patronage der Finanzwirtschaft realisieren würde. …“

    Wenn es nicht längst so weit ist. Die nicht ausgesprochene Konsequenz wäre wohl – zum anderen Verein wechseln. Die „EU“ halte ich für unrettbar korrupt.

    1. Noch ein schönes Zitat aus dem TE-Artikel:

      „… Die sogenannte Klima-Krise, ausgeschmückt mit reichlich Apokalyptik, ist die wirkungsvollste Begründung für die große Transformation, die sich für Hedgefonds und Investmentbanken zur profitablen Megablase entwickelt. Kein Wunder, dass Robert Habeck keine Behauptung zu peinlich ist …“

      Warum finde ich so treffende Formulierungen in all den TASS-Verlautbarungen nicht? Die wirken meist angestaubt wie Zitate von Marx und Lenin, wovon ich im Ostblock reichlich lesen musste. Wenn es aktueller wäre, würde vielleicht mehr Leute im Westen ansprechen?

  8. Thomas Röper erhält jetzt auch in ‚Deutschen Äthern’ (ARD-Studio Washington, Julia Kastein) nötige Erwähnung. Wenn der Deutschlandfunk einem völlig neuen Trend folgt, (vor dem christlichen Morgengebet den blog Anti-Spiegel Erwähnung zu geben) … werd‘ ich ganz narrisch (ja,ja,ja,- den kenn’ ich ich ich ich les’ does auch!) Röper sollte sich sputen, mit Peskow sprechen, um endlich das aufzuholen, was ihm die ARD bereits als Adelsprädikat verleiht! Er gilt ARD & Deutschlandfunk als Kreml-nahe Quelle. – Auffindbar in der Audiothek des DLF 19.01.23 o5.48 Uhr Titel: Nur Propaganda – USA ‚leasen‘ kein Kriegsgerät an die Ukraine. Bei o.45 min heißt es im Beitrag (Zitat): „und genau das wird von ‚Kreml-nahen Quellen!!!!!‘ im Internet, wie bspw. dem sogenannten A N T I _Spiegel-Blog (Anm.: obszöne Ekel-Bekundung in der höheren Stimmlage der Autorin Kastein) AUCH SEIT MONATEN behauptet!“ – Wer die kläglichen (minus) 3min30 Julia Kasteins übersteht, fragt sich ernstlich: „So what: nicht geleast, aber geschenkt – heißt unter Freunden: direkte Kriegsteilnahme … da bin ich mir auch sehr einig – mit dieser ‚kreml-nahen Quelle fernen Lokals Sankt Peterburg‘! Fazit – nix versäumt, Julia Kasteins Beitrag war mal wieder ein berüchtigter ‚faktenfinder‘. Aber Anti-Spiegel in höhere Diplomatie von ARD eingeführt.

    1. Herr Röper scheint mir einfach ein Bremer in St. Petersburg zu sein, der wünscht, daß seine alte und seine neue Heimat sich wieder vertragen. Eine Donbass-nahe Quelle ja, dort hat er seine Kontakte. In Petersburg und Moskau auch, aber da gehört der Kreml wohl nicht dazu.

      Staatsnahe Medien wie TASS übersetzen kann Deepl auch, dadurch wird es nicht zu einer „Kreml-nahen Quelle“. Nun ja, Röper macht es besser als Deepl, mit Auswahl interessanter Texte und Feinschliff, aber das könnten ARD und DLF auch selber. Aber das tun sie nicht und orakeln nun im „Anti-Spiegel“ herum, was „der Kreml“ ihnen damit sagen will. Das ist journalistisch armselig.

      Der Kreml, also die Staatsspitze, hat eigene Seiten, wie Medvedev auf Telegram. Die teils sehr harschen und ungehaltenen Äußerungen über Deutschland sind weniger auf der Linie des Bremers in Petersburg. Der Kreml ist deutlich Kreml-näher als der „Anti-Spiegel“.

      Der zweite Aspekt ist, daß ARD und DLF hier lesen können, wie ein Teil des eigenen Volkes, den sie nicht verstehen, den sie verachten und bekämpfen, denkt.

      Der dritte ist, daß sich Leute, die Deutschland kennen und von außen beobachten, nur noch wundern, was hier los ist. Ein Deutsch-Araber, Tariq Marzbaan, hat eine Artikelserie im Libanon geschrieben. Das Bild, das Marzbaan von Deutschland zeichnet, unterscheidet sich kaum von dem Röpers.

      Als Besonderheit allerdings vergleicht Marzbaan das heutige Deutschland immer wieder mit den Taliban, und die Vergleiche fallen nicht unbedingt zu unserem Vorteil aus.

      Quo Vadis Deutschland? (Part II – The Media)
      https://english.almayadeen.net/articles/analysis/quo-vadis-deutschland-part-ii-the-media

      „The German public were already being primed by the media for their war against Russia years ago (particularly after the return of the Crimea to the Russian Federation) with the ceaseless demonization of President Vladimir Putin.“

      1. …“Goebbels muss in der Hölle vor Lachen sterben.“… …Passt hervorragend !!.. …irgendwie, habe ich das Gefühl, die „3 Westzonen“ müssen entnazifiziert werden und natürlich, WEST – Berlin !!..😎😈

        1. Quo Vadis Deutschland? (Teil I – Politik und Wirtschaft)

          Dies ist der erste Teil einer Serie, die sich mit den verschiedenen Faktoren befaßt, die die aktuelle Lage in Deutschland beeinflussen.

          Wie wir alle wissen, wird Afghanistan von den Taliban regiert, und über sie ist schon fast alles gesagt, gezeigt und geschrieben worden. Da gibt es nichts mehr, worüber man sich den Kopf zerbrechen könnte oder wo man sich fragt, ob man lachen oder weinen soll.

          Deutschland wird nicht von den Taliban regiert. Aber die Umstände dort sind so, daß man sich nur den Kopf darüber zerbrechen und weinen oder lachen kann. Ja, Deutschland… das bis zur Covid-Saga als europäischer Exportweltmeister galt, die stärkste Wirtschaft in Europa hatte und sich an der Spitze der EU sah, steht nun am Rande eines wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Abgrunds.

          Die Lage in Deutschland (wie auch im Rest der EU) ist chaotisch und verworren. Die Veränderungen und Ereignisse überschlagen sich. Kein Tag vergeht ohne eine neue, oft unangenehme Überraschung. Ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst der Furcht. Eine allumfassende, diffuse Angst. Eine Angst vor allem und jedem… sogar davor, über diese Angst zu sprechen. Auf der einen Seite wird sie von Politik und Medien geschürt, auf der anderen Seite werden ihre Ursachen von großen Teilen der Bevölkerung verdrängt, unterdrückt und verdrängt oder auf Sündenböcke geschoben. (Mehr dazu folgt.)

          Nach Ansicht einiger kritischer Wirtschafts- und Finanzexperten, Journalisten und engagierter Bürger, die sich täglich mit den Geschehnissen in und um Deutschland beschäftigen und ihre Erkenntnisse und Befürchtungen vor allem in alternativen Medien veröffentlichen, droht Deutschland die Deindustrialisierung und die Herabstufung zu einem „Dritte-Welt-Land“. … was die Regierung dazu veranlasst, mit einer beispiellos scharfen Rhetorik und in einigen Fällen auch mit harten Maßnahmen gegen ihre Kritiker vorzugehen.

          Aus der Sicht der Regierung und der Mainstream-Medien sind alle diese Umstände „Putin“ anzulasten …

          Tariq Marzbaan – Source: Al Mayadeen English – 22 Sep 2022
          Quo Vadis Deutschland? (Part I – Politics and Economy)
          https://english.almayadeen.net/articles/analysis/quo-vadis-deutschland-part-i-politics-and-economy

          Teil 3 und 4 sind nach Anklicken des Namens des Autoren zu finden.

          1. …das brd – Gebilde, ist schon jetzt international nicht mehr relevant.. …weder politisch, noch wirtschaftlich, noch im inneren Staatsaufbau.. …wirtschaftlich werden die Reste auch abgewickelt werden, meine Meinung…
            …so ähnlich, sieht es auch „Eric Gujer der Chefredakteur der «Neuen Zürcher Zeitung» !!!… ….dass muss man sich vorstellen ein Transatlantiker, hängt das „v-brd – Schild“ immer niedriger !!.. …und was Thorsten J. Pattberg, erst im Saker – Blog schreibt, über die total niedergehende brd !!.. ..das sind aber nicht die Einzigen, auch Beschreibungen „Deutscher Techniker (sind in China)“ im Vergleich von China mit der brd… ….sagte doch seit 100 Jahren, „Auftragsferiger genau beobachte“ ist eine „Skala“ für die brd – Industrie (Chemie wieder extra !!)…😎😈

  9. „sieht man heute sehr deutlich , dass Russland geduldig und der Westen ein bisschen müde ist.“
    Ja man hatte eine schnelle Entscheidung vor Augen. Maximal 2 Monate und Russland gibt unter den Sanktionen nach, das war aber nix.
    Die Zahlen sprechen für sich: Die EU-Politiker können Ihre Politik nicht mehr lange halten, schön wenn jetzt das Geld von Soros und Co fließt, nur wenn man in paar Monaten nicht mehr an der Macht ist, hilft das nur zum Teil, denn dann gibts gar nichts mehr. Interessant wäre da zu erfahren, ob es da einen Plan B schon gibt. Vielleicht sollte man mal schauen, wer von der AFD oder Linkspartei in Davos ist. Gates dürfte es egal sein, wer unter ihn in Berlin dient: Ob März, Scholz, Baerbock oder Rammelow ist doch ihn egal.
    Ja und die Propagandafront bröckelt auch. Hart aber fair soll schon einen neuen Moderator haben und Anna Will soll Gerüchten zu Folge auch nicht mehr wollen und 2023 gehen…. Das Lügengebäude scheint schon Risse zu haben, aber haltWars Melnik oder irgendein anderer Kasper: Die EU-Bevölkerung steht fest hinter derUkraine. Komisch ich dachte immer Sachsen wäre auch ein Teil der EU.

    1. @“aber haltWars Melnik oder irgendein anderer Kasper: Die EU-Bevölkerung steht fest hinter derUkraine.“

      Etwas weiter oben verlinkte ich die Ergebnisse einer Umfrage in der Slowakei, die überraschenderweise „Rzeczpospolita“ aus Polen brachte – über die Hälfte wünscht den Sieg Russlands, nur 20% den Ukros, der Rest ist unentschieden. Brisant, da slowakische Regierung Waffen wie bekloppt liefert (den Banderas, nicht den Russen) – sogar Kampfjets brachten die bereits ins Gespräch.

      Ehrliche Umfragen für die anderen Länder wird man wohl nicht finden. Gut möglich, dass die meisten Leute wie die Slowaken träumen, dass Russland endlich dem „Land 404“ endgültig das Licht ausknippst und der Spuk hat ein Ende.

      Absatz, der Hoffnung auf schnelles Ende macht (weiter im Artikel liest man die Bezeichnung „Land 404“):

      https://uncutnews.ch/ein-erneuter-blick-auf-die-russischen-ziele-in-der-ukraine/

      „… Im Moment scheint sich Russland darauf zu konzentrieren, die (vergleichsweise) besser ausgebildeten Einheiten der gemischten NATO-Ukronazi-Kräfte in der Ostukraine zu zerstören. Die russische Strategie ist sehr einfach: Russland kann NATO-Soldaten und -Hardware schneller vernichten als die NATO Verstärkung bereitstellen kann. Natürlich ist dies nur eine vorübergehende Situation, und es gibt entlang der gesamten Frontlinie drei Gruppierungen russischer Streitkräfte (Norden, Osten, Süden), die jederzeit eingreifen und Russland etwas geben können, was es seit Beginn der SMO nicht mehr hatte: eine vollständige Offensive mit kombinierten Waffen und eine zahlenmäßige Überlegenheit gegenüber der anderen Seite. …“

      Es gibt durchaus Überlegungen, dass Deutschland die letzten Ressourcen dafür ausgeben sollte, Produktion der Waffen und vor allem Munition aufzubauen – die man dann dem „Land 404“ schenken müsste. Dafür gäbe es Zeit, wenn es noch 2 oder 15 Jahre dauern sollte.

      1. RT bringt zahlreiche Theorien, wer hinter dem Hubschrauber-Absturz stehen könnte – zum Beispiel mit dem Streit um die Aufteilung der Gelder aus dem Weiterverkauf gelieferter Waffen als Hintergrund:

        https://test.rtde.tech/meinung/160359-fuehrt-hubschrauberabsturz-zum-grossen-finale/

        „… Es geht also innerhalb der ukrainischen Kleptokratie darum, wer den Zugriff auf den möglicherweise letzten Nachschub erhält. Und das erbarmungslose Massaker, das die ukrainische Militärführung an den eigenen Leuten anrichtet, durchgehend seit Herbstbeginn, nur an wechselnden Orten, baut doch langsam eine gewisse Spannung in der ukrainischen Gesellschaft auf. … Nachdem dem kollektiven Westen der letzte Rest von Vernunft abhandengekommen zu sein scheint, wäre ein völliger Zerfall der ukrainischen Führung fast die einzige Hoffnung, das Land vor einem Kampf gegen Russland bis zum letzten Ukrainer zu bewahren. …“

        Möglicherweise LETZTER Nachschub, das klingt auch tröstlich…

  10. ….“Seiner Meinung nach ist die Situation heute „schlimmer als während des Kalten Krieges“, weil „es jetzt weniger Mechanismen gibt, die sicherstellen, dass Konflikte nicht außer Kontrolle geraten“.“… …hier muss ich dieser Marionette der Angelsachsen zustimmen !!..
    …es ist zu hoffen, dass im Zuge der „Russischen Sonderoperation in der Ukraine“, welche neulich durch die Ernennung des Russischen Generalstabchef Waleri Gerassimow, ihren Charakter änderte, anschliessend ein „Reinigendes Gewitter“ kommt ??..😎😈

  11. Die Zusammensezung des Forums dieses Jahr ist schon interessant.
    Es sind, abgesehen von den deutschen Pappnasen kaum Politiker da, selbst Soros musste wegen „Terminüberschneidungen“ absagen und überlässt Kissinger das Feld.
    Dafür tummeln sich dort ein Haufen Industrievertreter, die völlig verunsichert sind und einen Kompass erwarten, wie es denn nun für sie weiter gehen soll. Dies würde auch erklären, warum Fink nun dieses Jahr wieder vorbeischaut. Da aber außer Sankltionsgeschwafel keine echte Perspektive gegeben werden kann, dürfte 2023 als das Jahr eingehen, in dem die Bedeutung von Davos kippte. Mal schauen…

    In diesem Zusammenhang halte ich auch den gestern analysierten Zeitartikel für relatuiv bedeutssam. Hr. Röper hat sich ja auf die Manipulationstechniken konzentriert, aus meiner Sicht ist dabei die Aussage des Artikels ein wenig untergegangen. Für mich liest sich der Artikel ein wenig anders:
    In der Einleitung wird darauf hingewiesen, dass die Laptopgeschichte schon eine Weile her ist, dass es aber schwerwiegenden Gründe gab, dass die Zeit das Thema nicht aufgenommen hat. Die bösen Russen etc pp. Aber natürlich hat die „Zeit“ das Thema im Auge behalten und jetzt scheint, nach der Lektüre des Artikels, der Zeitpunkt gekommen zu sein, an dem man sich doch ernsthafter mit den Vorwürfen beschäftigen sollte. Und natürlich wird die Zeit dies jetzt auch tun …. Ich hab jetzt nicht die Zeit, das genauer zu erklären, vielleicht kann der eine oder andere das nachvollziehen, wenn er nur den Originalartikel liest. Mir werden da zu viele Einzelheiten auch als vermutliche Fakten aufgeführt, als das es nochmals eine Berichtwerstattung a´la …. alles nur Gespinne… geben wird. Die Zeit auch in der „Zeit“ wird zeigen, wie es mit der medialen Bearbeitung der geschichte weiter gehen wird.
    Das Ergebnis für die Zeit scheint mir erst mal nach allen Seiten offen.

  12. Zum Glück hat RT eine bessere Feder als TASS (vermutlich daher im Westen gesperrt):

    https://test.rtde.tech/meinung/160315-weltwirtschaftsforum-wandert-auf-muellhaufen-geschichte/

    „… Top-Politiker sind in diesem Jahr dem Weltwirtschaftsforum in Davos fern geblieben. Vom deutschen Bundeskanzler – vorausgesetzt, man zählt ihn zu Top-Politikern – einmal abgesehen. Die Geschäftswelt muss sich nun woanders um die Abstimmung mit der Weltpolitik bemühen, nach Davos reist man allenfalls der Escort-Dienste wegen …“

    So schön bissig, das kommt besser als offizielle Trockenheit an…

    „… In der Folge sollten die wichtigsten Entscheidungsbereiche auf die supranationale Ebene verlagert werden, was die Abschaffung der nationalen Souveränität der teilnehmenden Staaten bedeuten würde. Der Hauptnutznießer des neuen Systems wäre das transnationale, globale Kapital, das über ein riesiges Konglomerat von Strukturen – von der WTO bis zur WHO, von der EU bis zur Transpazifischen Partnerschaft (TPP) – den Planeten und die lokalen Regierungen beherrschen würde. …“

    Bei den weiteren Details habe ich gemischte Gefühle – die Transhumanismus-Theorien halte ich für etwas zu gewagt. Massives Abkassieren dürfte noch am ehesten belegbar sein – die Geschäftsmodelle rund um WEF-Projekte sind gut bekannt. Tröstliches Fazit:

    „… In der unipolaren Welt war es für das transnationale Kapital in der Tat einfacher, den angestrebten Status der Weltmacht für sich zu beanspruchen: Mit manchen nationalen Eliten konnte man verhandeln, andere konnte man überreden, wieder andere konnte man kaufen. Doch nun, da das System zerfällt, wird gleichzeitig die Realität enthüllt, die zeigt, wer tatsächlich über das Schicksal einzelner Länder und des gesamten Planeten bestimmt …“

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