Washington Post: Die meisten Mittel für die Ukraine verbleiben in den USA

Der Zeitung zufolge wird das Geld zur Entwicklung neuer Waffen oder zum Ersatz von Waffen verwendet, die nach Kiew geschickt wurden

Der größte Teil der von der Regierung von US-Präsident Joe Biden für Kiew bereitgestellten Mittel verbleibt in den USA. Wie die Washington Post berichtet, werden sie dazu verwendet, neue Waffen zu entwickeln oder die Waffen zu ersetzen, die in die Ukraine geliefert wurden.

Der Zeitung zufolge ist das „das bestgehütete Geheimnis von Washingtons Militärhilfe für Kiew“. Unter Berufung auf eine Studie stellt die Zeitung fest, dass „von den 68 Milliarden Dollar an militärischer und verwandter Hilfe, die vom Kongress genehmigt wurden“, seit dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine fast 90 Prozent im Land geblieben sind.

Die Zeitung betont, dass die Hilfe für Kiew „das Pentagon nicht nur dazu zwingt, die Waffenproduktion rasch hochzufahren, sondern auch das US-Militär zu modernisieren“. Dem pensionierten US-Armeegeneral John Ferrari zufolge erhalten die USA durch die Lieferung veralteter Waffen an Kiew die Möglichkeit, ihr eigenes Waffenarsenal aufzurüsten. „Durch die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die Ukraine erhält die Armee im Gegenzug modernere Waffen“, zitierte ihn die Washington Post.

Die Regierung in Washington hat im Oktober auf dem Capitol Hill zusätzliche umfangreiche Haushaltsmittel für das am 1. Oktober 2024 beginnende US-Haushaltsjahr beantragt, vor allem um der Ukraine und Israel zu helfen und China und Russland in der asiatisch-pazifischen Region zu bekämpfen. Insgesamt möchte die von Präsident Joe Biden geleitete US-Exekutive rund 106 Milliarden Dollar für diese Zwecke erhalten.

Das Schicksal des Antrags und der alternativen Gesetzentwürfe bleibt fraglich. Mehrere Republikaner sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat des Kongresses haben sich in letzter Zeit öffentlich gegen eine weitere finanzielle Unterstützung Kiews ausgesprochen.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

3 Antworten

  1. Komisch, daß das als „bestgehütetes Geheimnis“ angesehen wird! Was glauben die WAPOlinge denn, wohin das Geld sonst gehen soll? Washington kauf Waffen in den USA und schickt sie in die Ukraine!

    Es wundert mich eher, daß da nur 90% in den Staaten bleiben…

  2. na das nennt man ein Geschäft denn die Ukraine muss das Material ja auch bezahlen das ist ja nicht gratis und auch die Finanzmittel die die USA schicken sind ja Darlehen. Die Waffen sind Lend & Lease, sind die Waffen vernichtet müssen die komplett bezahlt werden, sind sie beschädigt müssen sie repariert und eine Leasinggebühr bezahlt werden. Die Experten sagen zwar dass das nicht angewandt wird, aber Russland hat meine ich bis 2010 an die USA alles bezahlt was die USA im WK II an Russland geliefert haben
    Ich sage abgerechnet wird am Schluß, mal abwarten

  3. Die EU sieht es wohl ähnlich:

    „EU-Chefdiplomat Borrell: Europa soll nicht Arsenale wieder auffüllen, sondern Ukraine mit Waffen versorgen

    Die Rüstungsunternehmen der Europäischen Union sollen ihre Produktion auf die Bedürfnisse des ukrainischen Militärs ausrichten – diese Meinung brachte der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, auf der jüngsten Sitzung der Europäischen Verteidigungsagentur zum Ausdruck. Er richtete sich an die Vertreter der Unternehmen mit den Worten:
    „Ihre Kunden – zahlreiche Länder, die von der europäischen Industrie Waffen beschaffen –, haben nicht vor, sie einzusetzen: Vielmehr wollen sie nur ihre Vorräte aufstocken. Möglicherweise wäre es richtig, diese Waffen in die Ukraine zu schicken – Waffen, die dort jetzt sofort eingesetzt werden würden.“
    Die EU-Staaten selbst rief Borrell dazu auf, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen – diese Ausgaben seien in den letzten Jahren ungenügend gewesen, so der EU-Chefdiplomat.”

    Quelle: RT-Liveticker zum Ukraine-Krieg vom 30.11.2023

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