Der Irak fordert, dass die US-geführte Koalition das Land verlässt

Der irakische Premierminister Mohammed al-Sudani sagte, es sei notwendig, eine Frist für den Abzug der Truppen zu setzen

Der Irak ist an einem Abzug der internationalen Koalition unter Führung der USA aus dem Land interessiert, aber der Termin für das Ende ihrer Präsenz wurde noch nicht festgelegt. Gleichzeitig möchte die irakische Regierung die bilateralen Beziehungen zu den Ländern der Koalition weiterentwickeln, erklärte der irakische Premierminister Mohammed al-Sudani gegenüber Reuters.

„Es ist notwendig, diese Beziehungen so umzugestalten, dass sie nicht zu einem Ziel oder einer Ausrede werden, um die Stabilität des Irak und der gesamten Region von innen oder außen zu gefährden“, sagte er mit Blick auf den möglichen Abzug der internationalen Koalition aus dem Land. Er betonte, dass die Diskussion über dieses Thema „unter den Bedingungen des gegenseitigen Verständnisses und des Dialogs“ stattfinden sollte.

„Einigen wir uns auf den Zeitpunkt des Abzugs der Koalition, der bald zu kommen scheint, damit sie nicht lange hier bleibt und die Angriffe gegen sie nicht aufhören“, sagte al-Sudani. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass nur ein Ende des palästinensisch-israelischen Konflikts die Gefahr einer Eskalation in der Region verringern könne. „Andernfalls wird sich der Konflikt in dieser sensiblen Region, in der die meisten Energieträger der Welt konzentriert sind, noch weiter ausweiten“, fügte er hinzu.

Al-Sudani fügte hinzu, dass der Irak bereit sei, bilaterale Sicherheitsbeziehungen mit den Ländern der Koalition, einschließlich der USA, aufzubauen. Diese Beziehungen könnten die Ausbildung der irakischen Streitkräfte, Konsultationen und Waffenkäufe umfassen.

Politico hatte zuvor unter Berufung auf ein Telegramm des US-Außenministeriums berichtet, dass die irakische Regierung gegenüber US-Beamten inoffiziell erklärt habe, dass sie trotz gegenteiliger öffentlicher Erklärungen über eine Verlängerung der Präsenz der US-geführten internationalen Koalitionstruppen im Land diskutieren wolle.

Über den Truppenabzug

Am 5. Januar erklärte der irakische Premierminister Mohammed al-Sudani, dass die Ausreden für die Präsenz der internationalen Koalitionstruppen im Irak abgelaufen seien und Bagdad beabsichtige, konkrete Schritte zu unternehmen, um den Aufenthalt des ausländischen Militärs im Lande zu beenden. Das geschah, nachdem Abu Taqwa, Kommandeur der schiitischen Hisbollah-Bewegung al-Nujaba, einen Tag zuvor bei einem US-Drohnenangriff in der irakischen Hauptstadt getötet und mindestens sechs weitere Personen verletzt worden waren.

Am 26. Dezember meldete das Zentralkommando des US-Militärs Angriffe auf Einrichtungen der schiitischen Gruppe Kataib Hisbollah auf irakischem Gebiet als Reaktion auf Angriffe auf Koalitionstruppen in Irak und Syrien. Die irakische Regierung bezeichnete die US-Militärschläge auf Ziele in der Republik daraufhin als feindlichen Akt, der die Souveränität des Landes verletze.

Das Pentagon erklärte am 8. Januar, dass die USA nicht beabsichtigen, ihre Truppen, die etwa 2.500 Soldaten umfassen, aus dem Irak abzuziehen. Laut Pentagon-Sprecher Air Force General Patrick Ryder sind ihm keine Anträge der irakischen Regierung bekannt, die US-Truppen abzuziehen. Er fügte hinzu, dass sich die US-Streitkräfte auf Einladung der irakischen Regierung im Irak aufhielten.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

33 Antworten

    1. Das ist nicht wirklich gewollt, denn wenn die Amis abziehen, gibt es im Iraq ein Hauen und Stechen.
      Die Marionettenregierung in Bagdad spielt innenpolitisch motivierte Spielchen. Wenn die Amis weg
      wären, wäre die iraqische Regierung auch weg.

    1. Das war nach dem Mord an Soleimani.
      Die Chancen dürften inzwischen gestiegen sein; es tut sich so einiges im Nahen und Mittleren Osten und die USA verlieren dank ihrer Beziehung zu Israel zusehends an Einfluß.

  1. „Politico hatte zuvor unter Berufung auf ein Telegramm des US-Außenministeriums berichtet, dass die irakische Regierung gegenüber US-Beamten inoffiziell erklärt habe, dass sie trotz gegenteiliger öffentlicher Erklärungen über eine Verlängerung der Präsenz der US-geführten internationalen Koalitionstruppen im Land diskutieren wolle.“

    Jaja, Springers Politico sagt das? Jede Bahnhofsnutte ist glaubwürdiger.

  2. Besatzer aus USrael loswerden? Ein Ding nahe der Unmöglichkeit. Aber man kann in Vietnam nachfragen: wenn genügend davon in kleinen Stücken außer Landes gebracht werden mussten, dann geht der Rest auch…

        1. Am besten gefällt mir der Rauswurf auf nigrische Art. Auf der einen Seite die höchste Kunst der Diplomatie, auf der anderen Seite die Blockade der französischen Botschaft und Militärstützpunkte durch die Genossen von M62 mit Hilfe der nigrischen Armee.

          „Hinzu kommt die Angst, von den nigrischen Demonstranten überrannt zu werden, die alle Zugänge zum französischen Lager blockieren. Das Problem ist die Menge. Sie wird hauptsächlich von der Bewegung M62 manipuliert, die die antifranzösische Stimmung anheizt. Es sind dieselben Demonstranten, die den Bäcker gestoppt haben … Die Filterung wird nicht von den nigrischen Streitkräften, sondern von den Demonstranten durchgeführt, erklärt ein Franzose“

          „Der Stützpunkt lebte bis zu dieser Woche von den Vorräten in den Tiefkühltruhen. Jetzt gibt es kein Brot mehr, das Toilettenpapier ist rationiert“

          „Die Situation auf den beiden vorgeschobenen Stützpunkten (Ouallam und Ayorou) wird jedoch unhaltbar: keine Versorgung mit Wasser, Nahrungsmitteln und Treibstoff. Bald gibt es keinen Strom mehr für sie. Und es ist unmöglich, sie zu versorgen.“

          « Tout ça ne tient qu’à un fil » : au Niger, la grogne gagne les troupes françaises
          Par maliweb – 20 Sep 2023 – Source: Ouest France
          https://www.maliweb.net/international/tout-ca-ne-tient-qua-un-fil-au-niger-la-grogne-gagne-les-troupes-francaises-3036775.html

          Macron konnte nichts tun, da war die Abschirmung durch die wichtigste Waffengattung, die afrikanische Diplomatie. Es gab kein Land, über das die Franzosen an Niger herangekommen wären.

          „Wenn man die ECOWAS beiseite schiebt, werden andere Leute reagieren, die sich unserer Kontrolle entziehen. Ich bin derjenige, der diese Seiten zurückhält.“
          „Seit heute Morgen werde ich mit Anrufen überschwemmt, in denen nach der Bereitschaft der Länder zur Bereitstellung ihrer militärischen Kräfte und Beiträge gefragt wird. Ich habe ihnen jedoch gesagt, sie sollen warten. Ich treffe mich mit den Ulamas und werde mich wieder bei Ihnen melden.“
          — Bola Tinubu, Präsident Nigerias

          Niger Coup: I’m holding back ECOWAS, others from military invasion – Tinubu
          [https://www.premiumtimesng.com/news/top-news/617628-niger-coup-im-holding-back-ecowas-others-from-military-invasion-tinubu.html]

          Die Ulamas waren islamische Rechtsgelehrte aus Nordnigeria, die die „Intervention“ ablehnten und im Auftrag Tinubus mit Niger vermittelten. Die „anderen Leute“ mit den „Anrufen“ waren in der EU.

          Höchste Staatskunst, ohne einen Schuß. Solche Leistungen werden leider zu wenig beachtet.

    1. Bin gerade darüber gestolpert, wie das US-Drecksgesindel die irakische Landwirtschaft kaputt gemacht hat: die zentrale Saatgutbank in Abu Ghraib (die den Bauern kostenlos Saatgut ausgab) wurde 2003 zerstört (dafür wurde ein Foltergefängnis installiert) und dann gab es die 100 Gebote des gottgleichen Protektoratsverwalters Paul Bremer, darunter die Festschreibung des US-Monopols:
      „Coalition Provisional Authority Order 81: Patent, Industrial Design, Undisclosed Information, Integrated Circuits and Plant Variety Law (26 April 2004) – According to Order 81, paragraph 66 – [B], issued by L. Paul Bremer [CFR], the people in Iraq are now prohibited from saving newly designed seeds (not the traditional ones) and may only plant seeds for their food from licensed, authorized U.S. distributors“
      Ein durch uns durch widerliches Land. Der Bremer-Widerling hat auch den gerne wiedergekäuten Satz vom christlich-jüdisch geprägten Europa losgelassen: „It is a fact of history that Europe is based on Judeo-Christian values.“

      1. “The United States has spent EIGHT TRILLION DOLLARS fighting and policing in the Middle East. Thousands of our Great Soldiers have died or been badly wounded. Millions of people have died on the other side. GOING INTO THE MIDDLE EAST IS THE WORST DECISION EVER MADE IN THE HISTORY OF OUR COUNTRY! We went to war under a false & now disproven premise, WEAPONS OF MASS DESTRUCTION. There were NONE!”
        — Donald Trump, Twitter, 9. Okt. 2019
        https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1181905659568283648

        Die USA sind ein Ableger Westeuropas und haben sich nicht besser aufgeführt. Israel auch.

        „Wir sind Teil der europäischen Kultur. Europa endet in Israel. Östlich von Israel gibt es kein Europa.“
        — Bibi Netanyahu, Juli 2017, Treffen mit den V4 in Budapest

        Das hat der tatsächlich gesagt, es kam durch eine Mikrophonpanne heraus. Und man sieht es in Gaza. Wie widerlich die USA sich aufgeführt haben, ist dort bekannt, es wird offen eingestanden, und mehr als das: Es soll korrigiert werden. Es gibt starke Kräfte in den USA, die für einen völligen Bruch mit „Europe“ stehen und multipolar werden wollen. New American Revolution.

      2. Die christlich-jüdische Welt führt gerade wieder Kriege, es ist eine Fortsetzung der Bekehrungspolitik seit Jahrtausenden. Zu Anfang bescherte man der Menschheit die eigene Religion, später den zivilisatorischen Fortschritt, heute geht es um die „westlichen Werte“. Die Opferzahlen kann niemand mehr zählen.

  3. Deutschland fordert, dass die US-Besatzungstruppen das Land verlassen
    9. November 2049 22:11 Uhr
    Der deutsche Bundeskanzler Mehmet Bratwurstoglu sagte, es sei notwendig, eine Frist für den Abzug der Truppen zu setzen.

      1. @Steppenwolf – Genau deswegen habe ich es ja auch so geschrieben.

        @Паровоз – Das zumindest will die Ami Führung. Was die Deutschen wollen, müßte erst mal ermittelt werden. Seit einigen Generationen schon sagen ihnen andere, was sie doch gern wollen sollen.

        1. Man muß ihnen doch nur zuhören. Sie feixen, daß der Doppelwumms dem Putin die Gasleitung kaputtgemacht hat, wollen den Putin gestürzt haben, und gegen Rußland mehr Wumms, als der Doppelwumms liefert. Dazu so viele „Interventionen“ und „Diktatorenstürze“, daß unsere Bundesregierung sehr gemäßigt und pragmatisch erscheint.

          Was die sagen, was ich wollen soll, ich will aber nicht.

          1. In Ihrer Enttäuschung verwechseln Sie Ursache und Wirkung.

            Die Deutschen plappern nach, was ihnen der demokratischen Propaganda Apparat vorsetzt. Dieser ist an jüdisch-angelsächsischen Interessen orientiert. Schon in der Schule wird den Deutschen das Denken abgewöhnt. Viele werden nicht wieder frei ihr Leben lang. Sie lernen nie selber denken sondern verharren im betreuten Denken.

            So funktioniert nun leider mal Demokratie. Sie beruht auf der Dummheit und der Feigheit der Massen. Der Corona Betrug hat diese Qualitäten eindrucksvoll gezeigt. Es ist in der Masse eine Frage der Erziehung. Ein anderes Volk wäre möglich, ist aber leider nicht vorhanden.

            1. @Lumi
              Du verengst deinen Verstand auf nationales Denken.
              Es gibt aber noch mehr als irgendwelchen Fähnchen hinterherzulaufen.
              Wenn es 2049 hier noch Bratwurst gibt, dann sehe ich das positiv. 😉

            2. „In Ihrer Enttäuschung verwechseln Sie Ursache und Wirkung.

              Die Deutschen plappern nach, was ihnen der demokratischen Propaganda Apparat vorsetzt. ….
              So funktioniert nun leider mal Demokratie…..Ein anderes Volk wäre möglich, ist aber leider nicht vorhanden….“

              puh….. unsere Dampflock verwechselt da ganz sicher nichts….. aber ihre Gedankengänge sind da schon äußerst merkwürdig & machen sicher viel Chaos…..

              Wenn man das so liest, wäre es besser, die Deutschen machen genau so weiter wie bisher denn einer Abschaffung der Deutschen steht nichts im Weg…..so sie nicht selber denken wollen, nicht souverän die eigene Meinung bilden & für sich selber sprechen wollen….. dazu mutig sein ect….

              Wozu sollen die DE sich überhaupt brauchen wollen? Welch eine Verschwendung von echtem Leben…..

    1. @ Lumi

      2049 werden hier die Kinder sagen, wenn sie etwas sehen, was modern ist und funktioniert: „Boach, wie bei den Negern in Afrika!“ Die Amis werden Ihnen dann längst was gehustet haben von wegen US-Truppen für die Weltgeltungsambitionen des „geopolitischen Europa“.

      — BR24, Dominic Possoch, Liana Fix, 04.12.2023:

      „die Bedrohung, die von Donald Trump für Europa ausgeht“

      „Szenario Trump: ‚düster für die Ukraine und Europa‘

      Fix: Dass am Ende alles gar nicht so schlimm kommen wird, selbst wenn Trump wiedergewählt wird, dieser Hoffnung sollte man nicht anhängen. Wenn Trump wiedergewählt wird, dann wird er zurückkommen mit der festen Absicht, alles durchzusetzen, von dem er sich in der ersten Amtszeit hat abbringen lassen, inklusive ein möglicher Nato-Austritt der USA, inklusive ein Auslaufen der Hilfen für die Ukraine.

      Er wird auch an denen, die ihn kritisiert haben, Rache nehmen, so dunkel muss man das Bild tatsächlich zeichnen. … Es gibt einige Kandidatinnen und Kandidaten, die fast noch schlimmer als Donald Trump … Im Szenario Trump sieht es nicht nur für die Ukraine sehr düster aus, sondern auch für Europa, weil dann auch Europas Sicherheit auf dem Spiel steht.“

      https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/krieg-in-der-ukraine-russland-bedrohung-europas-gefahr-ist-real,Tx5szoJ

      1. Nahezu jeder Kandidat ist für Europa gefährlicher als Trump. Man kann dem orange man beinahe eine nostalgische Nähe zu Europa unterstellen: aus der Pfalz abstammend wie er gerne erzählt, die First Lady aus Slowenien (perfekt Deutsch parlierend..). Da sind solche Exemplare wie diese fürchterliche ehemalige UNO Botschafterin oder die Latino-Richtung durchaus als potentiell schädlicher einzustufen, mache ich mir Hoffnung…

  4. Nicht „fordern“! … Rausschmeißen!
    Wenn nötig, mit Hilfe!

    Mal in China anfragen!
    Die müssen ihre Soldaten eh unter Gefechtsbedingungen trainieren, wenn sie Taiwan aufräumen wollen!
    Ein paar hunderttausend chinesische Soldaten wären sicher hilfreich.

  5. Hat nicht das irakische Parlament schon vor längerer Zeit beschlossen, dass die ausländischen Besatzungstruppen abziehen sollen? Aber so ist es eben mit der Wertegemeinschaft, wenn es um die eigenen Interessen geht, werden demokratische Rechte und die Souveränität anderer missachtet. Man möchte natürlich auch die Kontrolle über die Ölquellen des Irak weiter ausüben. Die Werte um die es im Westen geht, sind Einfluss, Geld und die Plünderung der Reichtümer der Welt. Genau darum geht es auch beim Stellvertreterkrieg gegen Russland. Der Traum vom US – Flottenstützpunkt auf der Krim ist noch präsent.

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