Ukraine

Geplanter Terroranschlag inklusive Intrige gegen Georgien: Die Ereignisse des 5. Februar

Hier übersetze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in und um die Ukraine des 5. Februar, wie sie in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde.

Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht fast jeden Abend eine Zusammenfassung der Ereignisse des Tages in und um die Ukraine. Ich versuche, möglichst jede Zusammenfassung zu übersetzen, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich das jeden Tag leisten kann, zumal die Zusammenfassung mal am frühen Abend, mal spät in der Nacht erscheint.

Hier übersetze ich die Zusammenfassung des 5. Februar.

Beginn der Übersetzung:

Sprengstoff für Woronesch und abgelaufene Raketen für Kiew: Die Lage rund um die Ukraine

Wie der georgische Staatssicherheitsdienst mitteilte, haben georgische Geheimdienste eine Ladung mit Sprengstoff beschlagnahmt, die von Odessa über Rumänien, Bulgarien und die Türkei nach Woronesch unterwegs und für Terroranschläge bestimmt war.

Die NATO-Länder, die der Ukraine helfen, werden nicht ihre gesamte Munition ausliefern, da die Verteidigungspläne der Allianz vorsehen, dass sie über Munitionsvorräte verfügen. Gleichzeitig beabsichtigt Kanada, der Ukraine Raketen aus den 1970er Jahren zu übergeben, die verschrottet werden sollen. Die Regierung in Kiew erklärte, das würde sie nicht stören.

Die TASS hat die Ereignisse rund um die Ukraine zusammengestellt.

Verlauf der Operation

Das russische Militär hat in den vergangenen 24 Stunden 12 Angriffe der ukrainischen Streitkräfte in vier Abschnitten abgewehrt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Der Gegner hat in allen sechs Abschnitten mehr als 885 Kämpfer verloren.

Die russische Luftabwehr hat im Laufe des Tages 58 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die russische Luftwaffe und die Artillerie trafen ein Flugzeugmunitionsdepot sowie ukrainisches Personal und militärische Ausrüstung in 107 Gebieten.

Verlängerung des Kriegsrechts

Der ukrainische Präsident Wladimir Selensky hat der Werchowna Rada eine Gesetzesvorlage zur Verlängerung des Kriegsrechts und der allgemeinen Mobilmachung im Land um 90 Tage vorgelegt. Wie auf der Website des ukrainischen Parlaments zu lesen ist, wurden die Initiativen am Montag eingebracht, dem Präsidium der Rada zur Prüfung vorgelegt und anschließend an den Ausschuss für nationale Sicherheit, Verteidigung und Geheimdienst weitergeleitet.

Das Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung gelten in der Ukraine bis zum 14. Februar, zuletzt wurden sie am 9. November 2023 um drei Monate verlängert. Dabei hat die ständige Verlängerung des Kriegsrechts dazu geführt, dass die für Ende Oktober letzten Jahres angesetzten Parlamentswahlen in der Ukraine nicht stattfinden können. Nach der ukrainischen Verfassung können während des Kriegsrechts keine Wahlen abgehalten werden. Die erneute Verlängerung macht es rechtlich auch unmöglich, im Frühjahr Präsidentschaftswahlen abzuhalten.

Transit von Sprengstoff

Wie der georgische Staatssicherheitsdienst mitteilte, haben georgische Geheimdienste eine Ladung mit Sprengstoff beschlagnahmt, die von Odessa über Rumänien, Bulgarien und die Türkei nach Woronesch unterwegs war und wahrscheinlich für Terroranschläge bestimmt war. Die Ladung wurde am 19. Januar von Odessa aus in einem Auto, das einem ukrainischen Staatsbürger gehört, im Transit durch diese Länder geschickt. Der Sprengstoff sollte von Georgien über den Kontrollpunkt Daryali nach Russland transportiert werden.

Später änderten die Organisatoren ihren Plan und beschlossen, einen Teil des Sprengstoffs nach Russland zu schicken und einen anderen in Tiflis zu lassen. Dem georgischen Dienst zufolge sollte „durch die Nutzung des georgischen Hoheitsgebiets und die Beteiligung georgischer Staatsbürger an diesem Prozess der Eindruck erweckt werden, dass Tiflis sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung von terroristischen Handlungen, die in Georgien oder im Ausland begangen werden, verantwortlich gemacht werden kann“.

Die Behörde gab an, dass sieben georgische, drei ukrainische und zwei armenische Staatsbürger an dem Sprengstoffschmuggel beteiligt waren. Der Organisator war der aus Batumi stammende Andrej Scharaschidse, ukrainischer Staatsbürger und Kandidat der Partei „Diener des Volkes“ für das Amt des Abgeordneten im Regionalrat der Region Odessa im Jahr 2020.

Veraltete Munition

Die Länder, die der Ukraine helfen, werden nicht ihre gesamte Munition ausliefern, weil ihre Bestände für die Verteidigungspläne der NATO vorgesehen sind, sagte der estnische NATO-Beauftragte für Munition, Jüri Luik. Er wies auch darauf hin, dass die Mitgliedstaaten des Bündnisses Munition aus Drittländern kaufen, deren Hersteller nicht zulassen, dass ihre Granaten nach Kiew geliefert werden. Die EU-Länder werden diese Munition verwenden, um den Mangel in ihren Arsenalen auszugleichen, während die in Europa produzierte Munition an die Ukraine geliefert wird.

Auch westliche Länder geben bereitwillig längst abgelaufene Munition an die Ukraine ab. So erwägt das kanadische Verteidigungsministerium derzeit, die Luft-Boden-Raketen des Typs CRV7, die in den frühen 1970er Jahren entwickelt wurden und eigentlich verschrottet werden sollten, an Kiew zu übergeben. Das kanadische Verteidigungsministerium hat 83.300 dieser Raketen in seiner Bilanz, von denen einige keine Sprengköpfe haben.

Die Überschreitung der Lagerzeit und dass die kanadischen CRV7-Raketen unvollständig komplettiert sind, macht der ukrainischen Regierung keine Sorgen, sagte der Leiter der Hauptnachrichtendirektion des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Kirill Budanow. Er erklärte, dass die Ukraine „eine Menge Ausrüstung, einschließlich Munition, benötigt“ und dass die kanadischen Raketen sowohl von Hubschraubern als auch von Bodenabschussgeräten aus gestartet werden können.

Probleme beim Nachschub

Die unterschiedlichen Positionen zwischen Brüssel und Berlin in der Frage der Aufstockung des Militärhilfefonds für die Ukraine könnten zu Verzögerungen bei den Militärlieferungen der EU an Kiew führen, berichtete die britische Zeitung Financial Times unter Berufung auf Quellen. Insbesondere die Bundesrepublik Deutschland und mehrere andere Länder befürworten eine Abkehr vom Erstattungsmodell „erst zahlen, dann erstattet bekommen“. Insbesondere Berlin weist darauf hin, dass die Bundesrepublik Deutschland die Ukraine bereits auf der Grundlage bilateraler Abkommen mit Waffen beliefert, was bei der Berechnung der künftigen Beiträge zum Fonds berücksichtigt werden sollte. Diese Idee stößt bei kleineren EU-Ländern wie den baltischen Republiken nicht auf Gegenliebe, die darauf hinweisen, dass das zu einer erheblichen Verringerung des Volumens des Fonds führen würde.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

6 Antworten

  1. Was man den Russen seitens der Regelbasierten an „Tatsachen“ zur Weiterverbreitung vor die Nase setzt, bezogen auf Waffenlieferungen aus allerlei Staaten, beginnt nun wirklich so was wie „Grimms Märchen“ zu klingen.

    Man sollte so einiges wirklich nicht mehr ganz ernst nehmen, auch wenns von russischer Seite gemeldet wird.

    1. Weil sie gehört hatte, dass man in Kasachstan so tolle Selfies machen kann, hatte sich Frau Baerbock dorthin selbst-eingeladen und vorsichtshalber den zuständigen Unter-Staatssekretär bestochen, ihrem ‚Nieder-Kommen‘ freudig zu zustimmen. Seitdem haben sich dort alle Politiker ‚beruflich umorientiert‘; Besagter Unter-Staatssekretär ist untergetaucht und setzt als letzte Hoffnung auf seinen Asylantrag…

    2. „ Dunkel war’s, der Mond schien helle,
      schneebedeckt die grüne Flur,
      als ein Wagen blitzesschnelle,
      langsam um die Ecke fuhr.

      Drinnen saßen stehend Leute,
      schweigend ins Gespräch vertieft,
      als ein totgeschoss’ner Hase
      auf der Sandbank Schlittschuh lief.“…
      Doppeldenk ist der westliche Wert, so geht Putin.

  2. Warum lernt Georgien nicht endlich etwas daraus und macht die Grenzen für NATO-Kriegsverbrecher dicht?
    Wenn genug Länder die NAziTO als Terrororganisation anerkennen würden und alle NATO-Terroristen konsequent festnehmen würden, würden sich manche Länder vielleicht 2 mal überlegen, ob sie wirklich in diesem Verein mitmachen wollen.

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