Terrorangriff auf Donezk

Wie Russland und die UNO auf den Beschuss von Donezk reagieren

Am Sonntag hat die ukrainische Armee bei einem Terrorangriff mit Artillerie auf einen belebten Markt geschossen. Es gab 25 Tote und genauso viele Verletzte. Der Angriff war so barbarisch, dass sogar der UNO-Generalsekretär ihn verurteilt hat.

Am Sonntagmorgen hat die ukrainische Armee mit Artillerie einen belebten Markt in Donezk beschossen. Dabei wurde aus dem Westen gelieferte Artillerie des Kalibers 155-Millimeter eingesetzt. 25 Menschen wurden getötet, etwa genauso viele teilweise schwer verletzt. Die Krankenhäuser berichten abgerissenen Gliedmaßen bei einigen Verletzten.

Die Reaktion der UNO

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich beim Ukraine-Konflikt bisher nicht mit Ruhm bekleckert, da er und seine Sprecher Antworten auf Fragen zu ukrainischen Kriegsverbrechen meist ausgewichen sind. Das verwundert nicht, schließlich war Guterres sieben Jahre lange Ministerpräsident des NATO-Landes Portugal. Von ihm oder seinem Büro hört man daher nur dann Kritik an der Linie der US-Politik, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt.

Daher ist es bemerkenswert, dass sein Büro nun eine Mitteilung verbreiten ließ, in der es unter anderem heißt:

„Der Generalsekretär verurteilt alle Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur, einschließlich des heutigen Beschusses von Donezk, auf das Schärfste“

Die russische Reaktion

Auch das russische Außenministerium hat sich dazu geäußert. Es will den Kiewer Terrorangriff gegen die Zivilbevölkerung vor den UN-Sicherheitsrat bringen. Außerdem hat Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, eine offizielle Erklärung veröffentlicht, die ich komplett übersetzt habe. Beachten Sie dabei die Formulierungen, die zeigen, wie die russische Regierung inzwischen über den Westen nicht nur denkt, sondern es auch in offiziellen Erklärungen sagt.

Vor 2022 wäre es beispielsweise undenkbar gewesen, dass das russische Außenministerium die EU-Staaten in offiziellen Erklärungen als „Satelliten“ der USA bezeichnet. Die russische Regierung hatte bis zuletzt gehofft, dass sich in der EU der „gesunde Menschenverstand“ durchsetzt, wie es Präsident Putin immer formuliert hat. Daher hat das offizielle Russland bis zuletzt jede harte Formulierung gegen die EU-Staaten vermieden und seine Kritik an der westlichen Politik immer an die USA gerichtet.

Dass Russland die EU-Staaten in offiziellen Erklärungen nur noch als „Satelliten“ der USA bezeichnet, zeigt auch, dass Russland die EU nicht als eigenständige politische Kraft der internationalen Politik ansieht. Das dürften viele Länder der Welt genauso sehen, denn wie die EU zu einem Befehlsempfänger der USA geworden ist, die der US-Politik auch dann noch folgt, wenn sie für die EU schädlich ist, sorgt auf der ganzen Welt für Stirnrunzeln.

Kommen wir nun zur russischen Erklärung, die man genau lesen sollte, weil die russischen Diplomaten ihre Worte sehr genau abwägen.

Beginn der Übersetzung:

Das neonazistische Regime in Kiew, das von den USA und ihren Satelliten unterstützt wird, hat erneut einen barbarischen Terrorakt gegen die russische Zivilbevölkerung begangen.

Am Morgen des 21. Januar haben bewaffnete Formationen der Banderisten mit mehreren Raketenwerfern gezielt einen Markt und Geschäfte im Tekstilschchik-Viertel des Donezker Stadtteils Kirowski beschossen. Insgesamt wurden sechs Artillerieangriffe auf Orte durchgeführt, an denen Menschenansammlungen waren. Es gibt eine große Zahl von Opfern. Nach den eingegangenen Informationen wurden mindestens 25 Menschen getötet und 20 verletzt.

Das russische Ermittlungskomitee hat umgehend eine Untersuchung dieses Verbrechens eingeleitet. Alle Beteiligten und Verantwortlichen für diesen und andere Terrorangriffe auf unser Land werden unweigerlich bestraft werden.

Es wurde festgestellt, dass der Beschuss von Awdejewka aus erfolgte, das immer noch unter der Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte steht, und zwar mit vom Westen gelieferten Waffen. All dies bestätigt einmal mehr die direkte Verwicklung des Westens in den Konflikt und macht ihn mitschuldig an den verbrecherischen Handlungen des Selensky-Regimes, das einmal mehr Unmenschlichkeit und Hass gegenüber unschuldigen Menschen an den Tag gelegt hat. Die Kiewer Führung bezeichnet sie als „Subjekte“ und ist bereit, sie gnadenlos zu töten.

Die russische Seite verurteilt diesen heimtückischen Angriff gegen die Zivilbevölkerung kategorisch. Der ungezügelte Wunsch des Westens, Russland durch seine ukrainische Marionetten, die er rücksichtslos und grenzenlos zu unterstützen bereit ist, eine „strategische Niederlage“ zuzufügen, treibt das Kiewer Regime zu immer rücksichtsloseren Schritten, einschließlich Terrorakten, massiven Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und Kriegsverbrechen. Russland appelliert an alle verantwortlichen Regierungen und die zuständigen internationalen Strukturen, diesen brutalen Terrorangriff scharf zu verurteilen. Ihr Schweigen bedeutet eine stillschweigende Billigung der Tötung von Zivilisten und ermutigt die ukrainischen Neonazis zu noch blutigeren Gräueltaten.

Die Terrorangriffe des Kiewer Regimes sind ein klarer Beweis für seinen mangelnden politischen Willen zum Frieden und zur Beilegung des Konflikts mit diplomatischen Mitteln.

Die Notwendigkeit, alle Ziele der Militäroperation zu erreichen, ist offensichtlich. Vom Gebiet der Ukraine dürfen keine Sicherheitsbedrohungen und Terrorakte ausgehen.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

28 Antworten

  1. Was für ein widerliches und ehrenloses Gesindel, das solch Angriffe auf Zivilisten verübt.
    Und das ganze unterstützt mit unseren Steuergeldern durch das gewissenlose Ampelregime.
    Was für eine Schande! 😔

    1. OH. Ja, auch unterstützt durch das Ampelregime + CDU/CSU LINKE und deren Wähler.

      Aber auch seit 10 Jahren unterstützt durch ARD & ZDF durch die Verbreitung von Lügen, Halbwahrheiten und Unterdrückung der Wahrheit durch Weglassen.

  2. Die Notwendigkeit, alle Ziele der Militäroperation zu erreichen, ist offensichtlich. Vom Gebiet der Ukraine dürfen keine Sicherheitsbedrohungen und Terrorakte ausgehen.

    Es riecht nach Gaza…

    O.K. zweifellos stecken die Ukrainer dahinter. Aber irgendwie ist es immer das Gleiche. Ob in Israel wegen ein paar Toten mehr, oder in Russland, wegen eher wenigen Toten. Und in Deutschland ist es die „zweite Wannseekonferenz“, welche die Hammel gegen die „Staatsfeinde“ auf die Plätze treibt.

    Alles eine Frage der Vermarktung.

    Andererseits, da hat die Ukraine angeblich schon so wenig Munition und verbrät die dann militärisch sinnlos für solche Showeffekte. Da frage ich mich schon, was das soll. Wenn es die Russen motivieren sollte, hat der Plan zumindest schon mal gegriffen.

    Die russische Antwort motiviert dann im Gegenzug vielleicht die NATO. Ich denke dann an mein Geschichtsbuch und die Kapitel vor den Weltkriegen und danach: „Scheiße“.

    1. Es scheint für die Russische Armee ein riskantes Unternehmen zu sein, dieses Awdejewka-Terrornest endlich mal auszuheben. Offenbar kann man dort nicht mit dem „ganz großen Besteck“ eingreifen – zu viel Zivilbevölkerung?

      1. schon fast bisschen peinlich, nach fast 2 Jahren immer noch so rumzudümpeln.

        Andererseits wird der Raum um Awdejewka langsam enger. Denke, es ist das russische Ziel nördlich und südlich noch etwas weiter vorzustoßen und dann westlich dicht zu machen. Wäre Awdejewka eingekesselt.

    2. »Andererseits, da hat die Ukraine angeblich schon so wenig Munition und verbrät die dann militärisch sinnlos für solche Showeffekte.«
      Toller Showeffekt – 25 Tote und 20 Verletzte :–(.

  3. Was ich wirklich nicht verstehe, ist, wieso Russland bei solch offensichtlichen Zentren des Terrors nicht maximal zerstörerisch vorgeht. Die sind doch schon so lange an Awdejewka dran und ich weiß um die sehr gute Befestigung. Aber sie haben doch die entsprechenden Waffen (ich meine nicht Atom)!

    1. Vorigen Freitag hat man dort zum ersten mal 500 KG Thermobarische Bomben eingesetzt,welche im Umkreis von 300 Metern alles leben töten,egal ob verbunkert .
      Ich glaube schon das Putin mit dem Einsatz solch zerstörerischer Waffen Zahnschmerzen hat.
      Anders als so,kommen die aber nicht vorwärts weil alles dort Verbunkert ist,da kann man nicht dagegen anrennen.
      Diese Bomben sind bis 1500 KG vorhanden und sind die stärksten . Danach folgen nur noch taktische Nuklearwaffen.
      Also,es tut sich schon etwas.

        1. Naja, wenn man nicht mehr an Donezk herankommt, dann sucht man sich Gebiete lnks des Dnepr oder im Gebiet Kurskoder Belgorod. Sicherlich wird es Zeit, dass der beschuss von Donezk aufhört, Adejewka sieht ja gar nicht so schlecht aus und Perwomaiskoje droht dasselbe Schicksal, prinzipiell wird die Front aber trotzdem relativ statisch bleiben, bis die Ukraine wirklich nix mehr an Reserven hat. Sind wir wieder bei Adejewka, man sprach von 20 000 Soldaten in der Garnision, da ist dann wieder ein mächtiger Happen weg

          1. Danke auch Ihnen 👍. Mir geht es ja nur um das dicht besiedelte Donezk und dass die schon so viel durchgemacht haben. Dass das die Front generell nicht groß ändert und die Ukros wirklich erst „alle“ sein müssen, ist klar. Mir tun die bloß so leid – auch die armen Soldaten.

  4. Barbarei ist wirklich ein Exportschlager des Unwert-Westens.
    Ich muss zugeben, dass es psychisch wirklich sehr anstrengend ist, weiterhin in Doitshland
    zu leben.
    Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung hat sehr erfolgreich den Kochwaschgang durchlaufen.
    Wie bei empfindlichen Textilien aus Wolle, ist das Hirn völlig eingegangen.
    Kotzt mich an hier festzusitzen.

  5. „… von den USA und ihren Satelliten ….“

    Im Laufe der Jahrzehnte gab es in meinem Leben doch Augenblicke wo man mir deutlich sagte was Sache ist. Auch wenn das im Moment unangenehm war, so ist man später, vieleicht Jahre später froh, dass jemand da war, der Anteil genommen hat. Und nicht einfach alles geschehen liess, was in Folge zu weit Schlimmeren hätte führen können. So ist die Meinung „Satellitenstaaten“ zwar eine Frechheit, eine schallende Ohrfeige, aber vieleicht ganz gut. Ob das wirklich so ist kann ich als kleiner Geist natürlich nur bedingt bestätigen, aber vieles deutet wirklich darauf hin! Ich denke diese Formulierung kommt nicht aus dem bösen, sondern aus dem Wissen, wie leicht wir Menschen uns versteigen und wie wir uns gegenseitig mit ebensolchen Wahrheiten helfen. Gerade wenn wir Nachbaren sind. Eigentlich ist es Liebe, Anteilnahme, damit nicht noch schlimmeres geschieht.
    Und an der „neonazistische Regime“, wenn es wahr ist, könnte das Ukrainische Volk aufwachen.

  6. Das Gemetzel muss endlich aufhören, bevor die ganze Sache sich ausweitet.
    Der Westen hat deutlich im deutschen Bundestag die Ukraine aufgegeben. Die der Ukraine auch von Frau Strack – Zimmermann nun verweigerten Taurus- Raketen werden für andere Zwecke benötigt.
    Im Baltikum, speziell um Kaliningrad braut sich mächtig was zusammen. Nicht nur die Planungen zur Sperrung des Finnischen Meerbusen für Russland, sondern auch die offenbar direkte Stationierung von Nato – Truppen am, auf und beim Suwalki – Korridor, natürlich mit stramm deutscher Beteiligung, sind doch wohl eindeutige Hinweise.

    Und wenn Bjelorussland nun in seinen Militärdoktrin erklärt, dass ein Angriff auf …dann auch ein Angriff auf Bjelorussland gleichkommt, dann wird wohl die Richtung klar.
    Und der kriegsertüchtigende deutsche Verteidigungsminister, der wohl demnächst Bundeskanzler wird, lechszt nach einem Krieg mit Russland.
    Und Russland selbst hat ja wohl nun auch vor, die Streitkräfte entlang der finnischen Grenze neu zu ordnen.

    Es sollte mich nicht überraschen, wenn im Zusammenhang mit dem großangelegten NATO – Manöver all die herbeigekarrten Truppenteile einfach vor Ort bleiben. Selbst die jetzige polnische Regierung stimmt der Stationierung deutscher Soldaten nun in Polen zu.
    Es läuft wohl darauf hinaus, dass wenn Russland Odessa einnimmt, Russland der wasserseitige Zugang zu Kaliningrad gesperrt wird. Soll wohl dann Droh- und Verhandlungsmasse sein.

    1. 90 000 NATO Soldaten … es ist eigentlich ein Witz.
      Allerdings sind da kaum amekrikanische Bodentruppen bei und mit durch andere Russland schwächen haben die Amerikaner ja so ihre Erfahrungen ……

  7. In der Ukraine gibt es nur astreine Demokraten,die mit Heimtücke und Kriegsgeilheit nichts zu tun haben,so wie in Deutschland,denn Namdeta lebt auch in Deutschland weiter.
    Selenskyi muss liquidiert werden,so schnell wie möglich,bei Biden regelt das die Biologie.
    Danach Hates und Soros Sohn,dann kommen wir dem Nazitum bestmöglich in die Quere.

  8. Ich kann das Wort UNO echt nicht mehr ab !
    Dieser Drecksladen ist seit Gründung nur auf Lug und Betrug aufgebaut .
    Die Bude dem Erdboden gleich gemacht und an der Stelle was Sinnvolles gebaut .
    Die UNO hat jedes Existensrecht verloren bei dem Blut was an Deren Händen klebt !

  9. So langsam wird’s Satire.
    Da beschwert sich der Angreifer über den Angegriffenen … und das ausgerechnet bei der UNO !
    Ist an Komik kaum zu überbieten.

    Primärer Grund / Vorwand in die Ukraine einzumarschieren war doch:
    Schutz der Bevölkerung in der Ostukraine, oder ?
    Was bitte hat Russlands „grossartige“ Armee eigentlich die ganze Zeit über gemacht … ausser hinter Minenfeldern in Löchern zu hocken ?!
    Die Front ist da wo sie immer war … ein paar hunderttausend Menschen (auf beiden Seiten) sind tot und jede menge Erde ist verbrannt … und Donezk wird beschossen …
    Also: Im Osten nichts Neues.

  10. Für den deutschen Zuschauer schießen leider die Russen auf Donezk. So zumindest zahllose Überschriften. Nur im Kleingedruckten wird dann erwähnt, daß es sich nicht um die Stadt, sondern um militärische Ziele in der Oblast Donezk handelt.

  11. Die übliche subtile Manipulation eben. Und wie unfassbar hohl die Zielgruppe inzwischen ist und ein Verhalten wie NPCs (Non Player Characters in Computerspielen) an den Tag liegt sah man erst letztens wieder, bei Fragen an Demoteilnehmer („gegen rechts“ Demos).

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