Beispiel Gleichberechtigung: Warum man kein Wort glauben darf, wenn die Medien über Studien berichten

Der Spiegel hat uns heute mit einem Artikel über die „Geschlechtergerechtigkeit weltweit“ beglückt und beruft sich auf eine neue Studie. Wie immer schaue ich mir dann die Studie und die Organisatoren an. Und schon wird es sehr interessant.

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich finde es selbstverständlich, dass Frauen und Männer gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Pflichten haben. Ich finde aber auch, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, sehe darin aber nur Vorteile. Frauen gleichen die Schwächen der Männer aus und umgekehrt. Daher finde ich das „Gegeneinander der Geschlechter“ in den Debatten im Westen befremdlich, um es ganz höflich auszudrücken.

Ich lebe schon lange in Russland und in Russland gibt es keinen Feminismus, keine Frauenquoten und keinen Geschlechterkampf. Trotzdem (oder wie ich meine, deshalb) sind Frauen in Russland viel häufiger in Führungspositionen vertreten, als in Deutschland. Ich habe zu dem Thema vor einiger Zeit einen ausführlichen Artikel geschrieben, die Hintergründe beleuchtet und alles mit Quellen belegt. In Russland besetzen Frauen ca. 40 Prozent der Führungspositionen und Russland steht damit auf Platz 5 in Europa, Deutschland steht mit ca. 30 Prozent hingegen auf Platz 20.

Aber das hört man im Westen nicht gerne und daher weiß auch kaum jemand etwas davon. Auch der heutige Spiegel-Artikel führt Russland bei dem Thema als regelrechtes Entwicklungsland und daher wurde ich skeptisch.

Mit Umfragen, Studie und Statistiken kenne ich mich ganz gut aus und daher weiß ich, wie wichtig es ist, eine solche Studie selbst zu lesen und die zu Grunde liegende Methodik zu verstehen.

Man kann mit Studien und Statistiken durch die Auswahl der Kriterien alles mögliche beweisen, weshalb Winston Churchill (wenn ich mich richtig erinnere) gesagt hat: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe“

Man muss also zuerst nachschauen, wer eine Studie, Umfrage oder Statistik in Auftrag gegeben oder erstellt hat, um zu sehen, ob da nicht schon vorher das Ergebnis klar war, dass am Ende nur noch bestätigt werden soll. Und da fängt es an: Die Organisationen, die hinter dieser Studie stehen, sind fast alles Frauenverbände. Das meine ich nicht negativ oder abwertend, aber es ist klar, dass sie von Spenden leben und es für sie wichtig ist, aufzuzeigen, dass alles ganz schlimm ist in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Wenn das Problem gelöst oder nur noch minimal wäre, dann würde niemand mehr spenden. Sie haben also ein Interesse und sind keine neutrale Organisation, die eine neutrale Studie erstellt.

Es ist also keine neutrale Studie und das sieht man auch sofort, wenn man in die Studie hineinblickt. Die Bewertungskriterien wurden so ausgewählt, dass die westlichen Ländern ganz gut dastehen und der Rest der Welt schlechter. Ergo: Armes Land bedeutet Nachteile für die Frauen. So steht es sogar beim Spiegel in der Überschrift. Nur hat die Armut eines Landes kaum etwas mit Chancengleichheit der Geschlechter zu tun, auch Männer haben es in armen Ländern schwerer, als in reichen Ländern. Aber wie wir gleich sehen werden, sind die Kriterien der Studie so gewählt, dass die Chancen von Männern und Frauen bei diesen Kriterien nicht verglichen werden und damit gar nicht in die Studie einfließen. Wie soll dann aber ein Vergleich zwischen den Geschlechtern möglich sein?

Ich werde nun eine Auswahl dieser Kriterien aufzeigen und wir werden sehen, dass sie keinerlei Aussagekraft zur Geschlechtergerechtigkeit haben. Wir können nicht alle Kriterien durchgehen, denn es sind ca. 50 und damit zu viele, um sie alle hier zu behandeln. Einige Kriterien in der Studie sind ja auch anwendbar, zum Beispiel die Frage, wer prozentual wie viele Steuern zahlt, also Männer oder Frauen. Diese Zahl lässt einen Rückschluss darauf zu, wie die Einkommen in einem Land verteilt sind. Das über die Steuern erheben zu wollen, ist zwar denkbar ungenau, aber immerhin nicht am Thema vorbei.

Dass die Studie trotzdem am Ende ein falsches Bild liefert, liegt an den Kriterien, die keinerlei Aussagekraft beim Thema Geschlechtergerechtigkeit haben und so die ganze Studie unbrauchbar machen.

Ein Punkt, der gefragt wird, ist zum Beispiel, wie sicher sich Frauen über 15 Jahren fühlen, wenn sie alleine in der Stadt unterwegs sind.

Ich war mal im Iran und dort gibt es in Sachen Frauenrecht sicher mehr als genug zu kritisieren, aber das Land ist ausgesprochen sicher und ich habe auch nachts Frauen alleine in der Stadt gesehen. Mehr noch: Ich habe dort viele junge Rucksacktouristinnen aus Europa kennengelernt, die das Land per Anhalter bereist haben. Die Perser sind ein Volk, in dessen Kultur Höflichkeit ganz groß geschrieben wird und das merkt man auf Schritt und Tritt in dem Land. Sicherheit von Frauen in der Stadt ist kaum ein Kriterium, um die Gleichberechtigung zu beurteilen.

Oder eine andere Frage: Es wird in der Studie nach dem Anteil der Frauen gefragt, die genug Geld haben, um alleine zu wohnen.

Was soll das für eine Aussagekraft haben, wenn man nicht auch vergleicht, wie der Anteil der Männer ist? In einem armen Land werden diese Zahlen zwangsläufig gering sein, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Eine Aussage zur Geschlechtergerechtigkeit kann man aber erst treffen, wenn man das vergleicht. Die Studie tut das nicht, sie will ja ein möglichst schlimmes Bild über die Lage der Frauen zeichnen, um weiterhin Spenden für die Organisatoren zu generieren.

Ein weiterer Punkt ohne jede Aussagekraft über die Geschlechtergerechtigkeit, der aber in die Studie eingeflossen ist, ist die Frage der Verteilung des Reichtums in einem Land. Das ist ein sehr wichtiges Thema, aber was hat das mit der Geschlechtergerechtigkeit zu tun, wenn dabei nicht einmal nach den Geschlechtern gefragt wird?

Außerdem wurde gefragt, wie viel Prozent der Frauen im letzten Jahr in einem Land eine digitale Bezahlung getätigt oder Zugang zum Internet haben. Das waren zwei getrennte Fragen, die natürlich auch beide in die Wertung einfließen. Aber: Wenn ein Land in Sachen Digitalisierung noch in der Steinzeit ist, welche Aussagekraft hat das dann, wenn man nicht auch nach dem Anteil der Männer fragt?

Am schönsten war für mich die Frage, wie hoch der Anteil der Frauen ist, die mit dem Zustand der Straßen in ihrer Gegend zufrieden sind.

Wieder wurde nicht nach den Männern gefragt, eine Vergleichbarkeit zwischen den Geschlechtern ist also gar nicht möglich. In Russland zum Beispiel ist die Antwort auf die Frage klar: Die Russen sind mit dem Zustand ihrer Straßen nie zufrieden (oft auch zu Recht) und der schlechte Zustand der Straßen ist sogar schon in eine russische Lebensweisheit eingegangen. In Russland sagt man gerne, wenn jemand etwas Dummes sagt: „Russland hat zwei Probleme: Seine Dummköpfe und seine Straßen!“

Nur was sagt das jetzt über die Geschlechtergerechtigkeit aus?

Und so geht es in der Studie weiter. Ein weiterer Punkt ist der generelle Zugang zu Elektrizität in einem Land, was sicher wichtig ist, aber nichts über die Geschlechtergerechtigkeit aussagt. Oder die Frage, wie viel Prozent der Frauen zufrieden sind mit der Atemluft, auch hier wird zum Vergleich nicht nach dem Anteil der Männer gefragt.

Besonders wichtig scheint zu sein, bloß nicht zu früh zu heiraten. Es gibt sogar die Frage, wie viele Frauen zwischen 20 und 24 Jahren verheiratet sind. Wenn eine Frau oder ein Paar jung heiratet, scheint es nach Meinung der Autoren der Studie um ihre Gleichheit geschehen zu sein.

Das soll an Beispielen reichen, die Liste ließe sich aber noch lange fortsetzen. Wir sehen, dass diese Studie keinerlei Aussagekraft zum Thema Geschlechtergerechtigkeit machen kann, bestenfalls kann sie über die wirtschaftliche und technische Entwicklung der Länder eine gewisse Aussage treffen, wobei dann andere Kriterien der Studie nicht wirklich passen.

Aber wer beim Spiegel liest schon eine Studie? Ich hoffe jedenfalls, dass Caroline Wiemann, die diesen Artikel geschrieben hat, die Studie nicht gelesen hat, sondern nur die zugehörige Presseerklärung der Autoren. Hätte sie die Studie gelesen und verstanden, hätte sie die Studie in der Luft zerreißen müssen, anstatt sie als Beleg für irgendetwas anderes, als die Voreingenommenheit der Autoren zu verwenden.

Aber stattdessen berichtet der Spiegel in drastischen Worten über die Nachteile der Frauen in der Welt.

Nicht falsch verstehen: Es gibt Ungerechtigkeit gegen Frauen, in vielen Ländern haben sie enorme Nachteile und werden sogar massiv unterdrückt. Und das muss geändert werden. Nur ist diese Studie nicht hilfreich bei der Frage, wie die Lage der Frauen in der Welt ist.

Die Studie soll stattdessen aufzeigen, wie toll wir im Westen leben, denn natürlich ist gemäß dieser Studie im Westen alles bestens, wie die Landkarte zeigt.

Wie blödsinnig die Studie tatsächlich ist zeigt, dass Saudi-Arabien bei der Geschlechtergerechtigkeit auf Platz 92 von 129 Ländern steht. Damit steht es zum Beispiel noch vor Indien. Indien macht zwar oft wegen Übergriffen gegen Frauen Schlagzeilen, aber Frauen dürfen dort studieren, arbeiten und in Indien war sogar schon eine Frau Premierministerin. Aber in Indien scheint es in vielen Regionen eben ein Problem mit Elektrizität, guter Luft, sauberem Wasser und ähnlichem zu geben, was in Saudi-Arabien alles hervorragend funktioniert. Und so hat es Saudi-Arabien laut der Studie beim Thema Geschlechtergerechtigkeit fast noch ins Mittelfeld geschafft.

Das war doch mal ein schönes Stück „Qualitätsjournalismus“ zum Wochenende!

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

23 Gedanken zu „Beispiel Gleichberechtigung: Warum man kein Wort glauben darf, wenn die Medien über Studien berichten“

  1. Hallo Listiger,

    Du warst es doch, der Eva die Frucht vom Baum der Erkenntnis gab.
    Die Wirkung hat nachgelassen oder ist bei manchen vollkommen verflogen.

    Ist es Dir möglich die Frucht noch einmal zu besorgen und gewissen heutigen Evas zu geben?
    Du weißt doch, dass wir keinen Zugriff mehr auf die Frucht haben, deshalb meine Bitte über diesen Weg.

    Bitte nicht verwechseln, Frauen benötigen die Frucht nicht. Bei denen wirkt die erste Frucht noch.
    Ach was, Du weißt sicher, wer sie benötigt und wer nicht.

    Liebe Grüße von
    den Männern des Planeten Erde.

  2. Wenn im Westen alles bestens ist, dann könnten die vertrockneten Feministen die deutschen Männer ja endlich in Ruhe lassen. Tun sie aber nicht. Hier wird weiter Krieg gegen Männer geführt, und das Frauen-sind-Opfer-Narrativ verbreitet; gerade vom Spiegel und deren Oberfeministen Stokowski … „Ich bin versucht, den Islam anzunehmen, um den Feminismus loszuwerden“ (Hadmut Danisch).

    1. Der Islam ist auch männerfeindlich! Genitalverstümmelung (Zirkumzision), Zwangsverheiratung von teilweise genetisch verwandten Minderjährigen und Erwachsenen und die Hinrichtung für Ehebruch betreffen auch Männer.

      1. Das Verstümmeln, also Kindesmisshandlung, haben sie sich von den Juden abgeschaut.
        Die Frauenfeindlichkeit von den Christen.

        Im Grunde genommen haben sie sich in den Religionen das Schlechte abgeschaut und überall noch einen draufgesetzt.

        Wenn man männlichen Säuglingen die Vorhaut entfernt, dann ist das eine Straftat (Verbrechen), die durch die Religionsfreiheit abgesichert ist.
        So wie das koscheres Schlachten der Juden und Halal der Moslems.

        Das Entfernen der Vorhaut ist eine Kritik an Gott. Denn sie vergreifen sich direkt an seiner Schöpfung. Merken sie das nicht, die Auserwählten.

        Wir wollen auch die Mädchen nicht vergessen, die grausam leiden müssen, wenn deren Klitoris einfach auf und weggeschnitten wird. Brutal, bestialisch. Menschlichkeit eben. Grausam bis zum gehtnichtmehr. Wie grausam das ist, kann man sich nicht vorstellen. Und das alles, weil Männer ohne Selbstwertgefühl tun und machen können, was sie wollen.
        Jedes Kind müsste, wenn es erwachsen wurde, seine Eltern vor Gericht zerren. Aber was tun sie? Das Gleiche, was man ihnen angetan hat.

        Im Namen der Religion ist alles erlaubt. Das ist alles einfach nur krank.

  3. Schon die Fragestellung ist teilweise so schlicht (um es höflich zu umschreiben), dass ich den Text nicht bis zum Ende gelesen habe! Ich stelle mir die Macher der Studie bildlich vor und dann ist mein Urteil gefallen! Oberflächlich? Würde ich nicht sagen, denn die Frage nach der digitalen Bezahlung zeugt von der in diesen Kreisen üblichen Selbstgefälligkeit und Arroganz. Was soll damit ausgesagt werden? Ich weiß es nicht! Zum Frauentag diesen Jahres wollte ein deutsches Generalkonsulat (ich spare mir Details) in Russland die russischen Frauen mit einer Veranstaltung zum Feminismus erfreuen! Das ist die Qualität des deutschen diplomatischen Dienstes!

    1. Ja, das war in meiner Heimat St. Petersburg. Der Erfolg war denkbar bescheiden, das Konsulat war meines Wissens dabei ziemlich unter sich. Am Frauentag lassen sich in Russland die Frauen von ihren Männern beschenken und verwöhnen. Da haben sie erst recht keine Lust auf Geschlechterkampf. Unter Männern gibt es den Scherz, dass Männer an dem Tag besser nicht in der Stadt sein sollten, weil der Tag für Männer recht anstrengend sein kann. Aber: Das ist natürlich nur ein Scherz, Männer tun es gerne, es ist eine schöne Tradition und auch alle Firmen beschenken am Tag davor ihre Mitarbeiterinnen mit Kleinigkeiten. In vielen Firmen kommen die Frauen morgens zur Arbeit und auf ihren Arbeitsplätzen sind Blumen, Pralinen oder kleine Geschenke.

  4. Ziel – Auftraggeber – Bezahlung – Durchführung- Ergebnis – Ziel

    Schon im ersten Satz findet man das Ziel der Studie
    „Die Welt ist weit entfernt von Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern“
    Denn genau das sollte die Studie nachweisen. Damit am Ende das Ergebnis auch stimmt hat man ja diese Frauenrechtsgruppen beauftragt.

    Also was ist EM 2030? Über die Suche gelangt man auf diese Seite

    https://www.equalmeasures2030.org/team/alison-holder/

    Equal Measures 2030 ist eine unabhängige, von der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor geführte Partnerschaft, die Daten und Erkenntnisse mit Befürwortung und Maßnahmen verbindet und dabei hilft, Fortschritte auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter zu erzielen.

    https://ec.europa.eu/jrc/en/publication/jrc-statistical-audit-equal-measures-2030-sdg-gender-index

    „Science Areas:
    Energy and transport Environment and climate change Health and consumer protection Information Society
    Publisher:
    Publications Office of the European Union“

    Das erklärt das merkwürdige Ergebnis. Da man sich bei der Bewertung allein die Gruppe der Frauen nimmt aber regionale, kulturelle und religiöse Unterschiede völlig aus den Augen verliert ist die Aussagekraft gleich Null.

    z.B. könnte man ganz Afrika mit Strassen zupflastern, das ändert aber nichts an den langen und schweren Wegen die von Frauen fürs Wasser holen zurückgelegt werden müssen. Warum das nur Frauen machen wird nicht untersucht.
    Eine eigene Unterkunft zu haben ändert nicht viel im realen Lebensumfeld denn sie schützt weder vor Gewalt an sich sondern macht Frauen in bestimmten Konstellationen zu religiösen Opfern weil die Kultur das so hergibt.

    Auf der anderen Seite sind all diese Dinge seit Jahrzehnten bekannt aber bis auf Leuchtturmprojekte wurde an diesen Problemen nichts geändert.

    Unter dem Deckmantel „Frauenrechte“ wird viel geredet, mehr geplant aber das Gegenteil umgesetzt.
    Besonders deutlich wird das unter dem Thema „sexuelle Selbstbestimmung“ wo angeblich alle die sexuelle Gewalt anprangern und dem Opfer dann dann vom Gesetzgeber übers Strafrecht dann seelische Gewalt auferlegt wird. Straftat der Abtreibung nach Vergewaltigung z.B.

    Arme Frauen haben keinen Stellenwert auch bei den NGOs nicht sonst würden nicht hunderte NGOs nur Daten sammeln, darüber wie diese Frauen ihr Elend managen. Denn das Heer derer die nur Daten sammeln ist weit größer als die der wahren Helfer.
    Wie sagte Merkel? “ Daten sind das neue Kapital“

    Wie viele Studien sollen noch angefertigt und bezahlt werden aber nichts bringen?

    1. Die Verlogenheit setzt noch einen drauf, wenn man sich Deutschland anschaut.
      Die die Unterdrückung der Frau durch den Islam wird gefördert, in dem man das Zeichen der Ketten nicht verbieten will. Wie es in anderen Ländern teilweise geschehen ist.

      Gerichte im Ruhrpott urteilen nach dem Recht der Scharia.

      Warum kümmern sich die Freiheitskämpfer der so arg unterdrückten Frauen denn nicht um diese Probleme?
      Weil sie den Islam als Endziel haben?
      Wenn ich mir gewisse dieser Frauen, die freibestimmt aufwuchsen, anschaue, wie sie dem Islam zu Füßen kriechen, dann ist das wohl wirklich das Ziel. Sind sie eingelullt durch den Mainstream oder einfach nur dämlich? Bei den Grünen ist es wohl letzteres, aber die der anderen Parteien? AfD ausgenommen.

      Ein Mann ist zweimal soviel Wert wie eine Frau.

      Es steht alles im Koran. Frau müsste diesen nur einmal lesen und schreiend davor wegzulaufen. Oder wollen Frauen gar nicht gleichberechtigt sein?

      Ich verstehe die Welt mittlerweile wirklich nicht mal mehr im Ansatz.

      1. Gläubige Musliminnen werden im Rahmen ihrer Sozialisation einem intensiven Indoktrinationsprozess unterzogen und können ebenso wenig wie in die Sklaverei hineingeborene Menschen das Bedürfnis nach dem Ihnen völlig unbekannten Abstraktum Freiheit entwickeln.

        1. Das trifft zum 100% dort zu, wo sie unter sich sind, da sie nichts anderes kennen und auch keine Möglichkeit haben auszubrechen. Und doch gibt es sie, die revolutionären Frauen dort. Sie werden nur nicht unterstützt und kämpfen ihren Kampf einsam, der dann ziemlich schnell durch ihre Ermodung beendet wird/werden kann. Wo sind denn da die Feministen? Wo gibt es darüber einen Aufschrei der freien Frauen? Dazu haben sie nichts zu sagen. Ist eben so…

          Aber es gilt nicht für die Frauen, die hier geboren und aufgewachsen sind.
          Sie sind ja nicht abgeschirmt, sondern erleben hautnah die andere Welt.
          Und trotzdem sind sie dann „islamischer“ als in Arabien, sag ich jetzt mal.
          So nach dem Motto, jetzt erst recht. Sie schneiden sich ins eigene Fleisch.
          Statt sich von den alten unterdrückenden Werten zu befreien, unterstützen sie diese noch extra. Ja, sie gehen noch voran. Verteidigen ihre Unterdrückung, schlimmer als die Männer.

          Die wenigen Frauen, die ausbrechen wollen, werden in Deutschland mittlerweile allein gelassen. Somit kommt es immer wieder zu den sogenannten Ehrenmorden. Die, wenn überhaupt mit lächerlichen Strafen belegt werden. Die Scharia ist an deutsche Gerichten angekommen. Zumindest im Ruhrgebiet, was eh schon kein christliches mehr Deutschland ist.

  5. Kurze Frage …

    … gibt es im ‚Blinden-Spiegel‘ eigentlich nicht den, eigentlich doch recht großen, angeblich von einem Italiener entdeckten Kontinent Amerika? Oder gibt es dort keine ‚Geschlechter‘? Hat man diesen Flecken Erde etwa unter der „Atlantikbrücke“ versteckt, ganz hinten am Brückenpfeiler bei den Clochards, wie dem Trumpeltier? Immerhin wären sie ja dort unter sicherer Obhut, der vor allem die nicht ganz so käsigen „White-Supremacists“.
    Aber Vielleicht hat die „Autorin“ sich nur nicht getraut, das auch darzustellen, weil möglicherweise dann die Zuwendungen von Pentagon und Wallstreet gekürzt, und damit die Porsche-Dichte im Parkhaus des „Spieglein, Spieglein an der Wand“ ausgedünnt würde …

  6. Zitat: „Es gibt Ungerechtigkeit gegen Frauen, in vielen Ländern haben sie enorme Nachteile und werden sogar massiv unterdrückt. Und das muss geändert werden.“

    Das muss geändert werden? Es sollte wohl eher heißen, dass es sich ändern muss. Alles Natürliche unterliegt der Entwicklung, Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Aber einen wichtigen Aspekt haben Sie angesprochen, nämlich dass Gleichberechtigung auch Gleichverpflichtung beinhaltet. Und da liegt der Hase doch schon im Pfeffer. Wie soll ich mir das bspw. bei einem Überfall vorstellen? Die Frau stellt sich dem Angreifer entgegen, während ich mich in Sicherheit bringe und Hilfe hole? Schlepp du die beiden Kisten Bier, ich nehme die Handtasche. Bei der Gleichverpflichtung ist auch für Emanzen Schluss mit Lustig.

    „Tatsächlich hat sich die Bedeutung des Wortes Emanzipation umgekehrt. Aus der Entlassung des Sklaven oder Sohnes in die Eigenständigkeit ist die Selbstbefreiung geworden, aus einem Gnadenakt wurde so ein Rechtsbruch. Denn jede Entpflichtung verletzt das Recht eines anderen – die der emanzipierten Frau das der Familie. Der Verrat an der eigenen substantiellen Bestimmung aber ist nur um den Preis eben jener festgestellten Selbstzerstörung zu haben.“
    (Gernot Kröslin)

    „Emanzipation ist der Versuch, auch häßliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren.“
    (Charles Bukowski)

    Man schaue sich nur die führenden „Frauen“ der aufkommenden Frauenbewegung in D an:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenbewegung#/media/Datei:F%C3%BChrerinnen_der_Frauenbewegung_in_Deutschland_1894.jpg

    Zitat: “ Die Perser sind ein Volk, in dessen Kultur Höflichkeit ganz groß geschrieben wird und das merkt man auf Schritt und Tritt in dem Land.“

    Diese Aussage kann ich nur bestätigen. Ich war 1980, kurz nach der Revolution, das erste Mal beruflich im Iran. Nachdem ich mich Hotel eingerichtet hatte, wollte ich Teheran erkunden, wovon mir der Kollege abriet, weil es lebensgefährlich für Ausländer wäre, unbegleitet rauszugehen. Hab mich eine Stunde daran gehalten, dann war es mir egal und ich bin raus auf die Straße. Lange Rede, kurzer Sinn, es hat keine zwei Stunden gedauert, da saß ich schon im Haus völlig fremder Menschen auf dem Teppich und bekam die köstlichsten Speisen vorgesetzt. Nie hatte ich auch nur den geringsten Ärger, egal ob Tag oder Nacht. Das einzige Problem war, dass mir ein kleiner Junge keine Zigaretten verkaufen wollte, weil ich sofort seinen Preis akzeptiert habe, ohne zu handeln, wie ich später erfuhr. Und sollte von euch mal jemand im Iran zum Essen eingeladen werden, esst nie euren Teller leer, wenn ihr satt seid, die füllen so lange nach, bis ein Rest drauf bleibt. 😉

    1. „Das muss geändert werden? Es sollte wohl eher heißen, dass es sich ändern muss. Alles Natürliche unterliegt der Entwicklung, Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. “

      Genau darum geht es, eine Veränderung aus dem Inneren einer Gesellschaft. Nur solche Veränderungen werden auch dauerhaft sein.

      Wie beim Beispiel „Wasser holen“ werden Realitäten ausgeblendet. Keine ausreichende Wasserversorgung, verfestigte Aufgabenteilung bedingt durch die Lebensweisen suggeriert uns das Bild einer schwer arbeitenden Frau was ja stimmt aber das Leben der Frau wird durch ein Handy zum mobilen bezahlen und einer Straße nicht einfacher.
      Das Leben wird für sie einfacher wenn anfangs ein Brunnen im Dorf gebaut wird. Oder eine Wasserleitung zentral verlegt wird.
      An der historisch bedingten Aufgabenteilung ändert das nichts. Wenn die Männer jagen gehen kümmert sich die Frau um Heim, Kinder und Herd. Man lebt von der Hand in den Mund.

      Würde man die Urbanisierung aber gezielt fördern könnten Männer mangels Jagderlaubnis/Gelegenheit Häuser oder Straßen bauen, Brunnen anlegen, Ackerbau oder Viehzucht betreiben. Den Frauen bliebe durch das „moderne Leben“ vllt Zeit eigene Ideen zu verwirklichen. Und damit gehen eben auch gesellschaftliche Veränderungen einher.

      Tauschhandel, Wissensaustausch zur Sicherung der eigenen Lebensgrundlage.
      Oder bedeutet Zugang zur Strassen Nutzung eher erleichterte Wanderbewegung? Slum Bildung eingepreist. Denn so läuft es ja oft auf dem Afrikanischen Kontinent ab. Die Völker sollen sich ja nicht wirklich eigenständig entwickeln sonst würden sie ja merken das sie nur ausgeplündert werden.

      Statte mal gedanklich jede Frau auf dem Globus von heute auf morgen mit Rechten aus wie man sie bei uns kennt. Was glaubst wer da auf die Barrikaden ginge? Erst die Männer die ihre Welt bedroht sieht und das schön mit Rückendeckung der Religionen und dann die unterdrückten Frauen.
      Man hat einfach elementare Entwicklungen wie modernes Frauenbild, Modernisierung von Religion und Gesellschaft vergessen. Deshalb braucht alles seine Zeit.

      Und als Frau sage ich dir noch etwas. Gib einer Frau Macht, sie weis sie ebenso zu missbrauchen wie ein Mann. Frauen sind nicht per se die besseren Menschen.

      1. Das sehe ich genauso. Der Frust der Männer über die Lebensumstände gerade in den Ländern, die schamlos geplündert werden, wird am körperlich schwächeren Geschlecht ausgelassen. Da kann sich nicht wirklich etwas entwickeln. Im Übrigen sollte man besser von Gleichwertigkeit sprechen statt Gleichberechtigung. Mann und Frau haben ihre eigenen Rechte und Pflichten, zusammen bilden sie ein Ganzes, ausgestattet mit allen Rechten und Pflichten.

          1. Meiner Erfahrung nach ist der gesellschaftliche Status muslimischer Frauen nicht unbedingt geringer, er ist nur anders. Bspw. bekommen muslimische Frauen für ihre häusliche Arbeit ein Gehalt, über das sie ganz allein verfügen können. Wenn man die eingeschränkte Freiheit als Schutz vor Ehrverletzungen betrachtet, der wahrscheinlich in diesen Ländern nötig war und immer noch ist, dann sieht das Ganze auch schon anders aus. Ich denke, wenn man nicht dauernd auf dem Islam herumtreten würde und dadurch Extremen wie bspw. den Muslimbrüdern in die Hände zu spielen, hätte er sich schon längst weiter entwickelt. Ein Beispiel:

            https://www.youtube.com/watch?v=zCzAgkBQrJI

    2. Die Mehrheit der Frauen sah bis in die 1950er Jahre wegen der Nichtexistenz von modernen Kosmetika aus Sicht des heutigen ästhetischen Empfindens und Verständnisses, um es zurückhaltend und vorsichtig auszudrücken nicht gut aus.

      1. *Lachen muss

        Bemerkenswert ist für mich eher die Tatsache das sich die westliche Welt anmaßt irgend ein Maßstab zu definieren nach der eine Frau irgend etwas ist. Die Rolle der Frau ist stark abhängig vom gesellschaftlichen Konsens und nicht von einer westlichen Definition.
        Sowohl das christliche, jüdische als auch islamische Bild der Frau fällt durch Unterordnung bzw. strenger Reglementierung auf. Also sollten eher Anstrengungen im Sinne einer Modernisierung des Glaubens Ziel der Unterstützung sein. Dann kommt alles andere auch hinterher.
        Mit Unterstützung meine ich natürlich keine westlichen Glaubenskriege oder Demokratie Drohnen.
        Im christlichen Glauben hat man das bereit schon einmal grundsätzlich vollzogen und das war rückblickend das Beste was Christen tun konnten. Das Evangelische machte sozusagen den Weg in die Moderne frei. Irrungen und Wirrungen die es auf dem Weg gab gehören auch zur Weiterentwicklung.
        Eine Gesellschaft zu modernisieren bedeutet oft „Kampf um Machterhaltung“ und diesen Kampf kann man nicht vom Ende aus beginnen denn sowas endet nur im Blutvergießen.

        Vor einiger Zeit habe ich einmal einen Link gesetzt wo sich junge Jura Studentinnen darüber ärgerten das der Westen glaub sich über islamische Glaubensregeln hinwegsetzen zu müssen. Diese Studentinnen hatten durchaus sehr westliche Vorstellungen vom Leben und doch wollen sie sich eben religionskonform Kleiden. Warum auch nicht?
        Regt sich ja auch keiner über weiße Spitzentücher auf Frauenköpfen in Europa auf, was man oft noch in stark religiös geprägten Ländern sieht.
        Für mich als Ungläubige wirkt beides fremd aber solange ich noch das Gesicht sehe hab ich kein Problem damit. Leben und Leben lassen.

Schreibe einen Kommentar