Humor mit ernstem Hintergrund: Telefonstreich mit dem Leite der Ermittlungen gegen Trump

In den deutschen Medien wird Adam Schiff, der Leiter des Geheimdienstausschusses im US-Kongress, als neutraler Ermittler dargestellt, der den „Ukraine-Skandal“ aufgedeckt hat. Das mit der Neutralität entspricht nicht der Wahrheit.

Es ist eigentlich eine alte Geschichte, aber sie ist nun wieder aktuell. Außerdem soll man ja auch bei einem ernsten Thema mal lachen dürfen.

Wir erinnern uns: Vor über zwei Jahren haben wir in der Presse Gerüchte lesen können, dass Trump durch Putin erpressbar sei. Trump habe bei einer Reise nach Moskau 2013 Prostituierte auf sein Hotelzimmer eingeladen. Es wäre das Zimmer gewesen, in dem auch Obama übernachtet habe und Trump habe sich dort mit Prostituierten amüsiert. Davon hätte der russische Geheimdienst Fotos und mit denen würde Putin Trump erpressen.

Eine hübsche Räuberpristole, die sich später als Unsinn herausgestellt hat, weil die Quelle der sogenannte Steele-Bericht war, der sich später als konstruiert und von den Demokraten bezahlt erwiesen hat. Daher hören wir davon auch schon länger nichts mehr in den Medien: Nachdem die Sache in sich zusammen gebrochen war, haben die Medien es nicht etwa richtig gestellt, sie haben einfach nur aufgehört, darüber zu berichten.

Aber das Thema war damals groß in den Schlagzeilen und die russischen Pranker, die sich einen Spaß daraus machen, weltweit führende Politiker mit Telefonstreichen reinzulegen, haben sich 2017 auch aus dieser Sache einen Spaß gemacht.

Der Mann, der in den USA damals die Ermittlungen über die angeblichen Trump-Nacktfotos leitete, war der Demokrat Adam Schiff. Der gleiche Adam Schiff, der uns jetzt von den Medien als Leiter des Geheimdienstausschusses und als neutraler Ermittler präsentiert wird, war schon immer auf der Jagd auf Trump.

Gerade erst habe ich seine sehr fragwürdige Rolle in dem aktuellen „Ukraine-Skandal“ beleuchtet. Wie sich herausgestellt hat, hatte Adam Schiff mit dem Whistleblower schon Kontakt, bevor der seinen Bericht geschrieben hat. Darum geht es jetzt aber nicht, sollten Sie die Details nicht kennen, lege ich Ihnen ans Herz, sie hier nachzulesen.

2017 haben die russischen Pranker auch Adam Schiff angerufen und ihm Informationen über die Nacktfotos von Trump angeboten. Dabei haben sie sich als hohe Beamte aus der Ukraine ausgegeben. Sie haben sich wie immer einen Riesenspass daraus gemacht und als angeblich beteiligte Personen russische Promis genannt. Das Sternchen Xenja Sobtschak war demnach eine KGB-Agenten, eine Ikone aus dem russischen Trash-TV (vergleichbar mit RTL2), Olga Busova, war demnach diejenige, die Trump die Prostituierten zugeführt haben soll und der bekannte russische Sänger Arkadi Ukupnik hat als angeblicher Verbindungsmann damit zu tun.

Die Russen haben sich herzlich über den Streich amüsiert, Adam Schiff ist aber auf die Sache angesprungen und wollte weitere Informationen. Englisch-sprachige Medien haben daran jetzt wieder erinnert, die deutschen „Qualitätsmedien“ verschweigen es ihren Lesern aber.

Genug der Worte, wer Englisch oder Russisch kann, darf sich nun knapp zehn Minuten mit den Aufnahmen des Telefonstreichs amüsieren.

Hier das erste hochgeladene Video, das russische Untertitel hat und mit dramatischer Musik aus Detektivfilmen unterlegt wurde. Es ist von April 2017, als der „Skandal“ um den nackten Trump die Medien beherrscht hat.

Prank with congressman Adam Schiff: Собчак и Бузова получили компромат на Трампа!

Und hier eine später hochgeladene Version ohne Musik und Untertitel, dafür ist das Gespräch auf Englisch besser zu verstehen.

Russian comedians prank phone call US representative Adam Schiff FULL HD

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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