Trump, Biden und die Ukraine – Wie ungeniert der Spiegel seine Leser belügt

Der Spiegel überschlägt sich regelrecht mit Berichten über den neuen „Skandal“ über Trump und die Ukraine. Und so dreist, wie in diesem Fall lügt der Spiegel selten, denn er verschweigt seinen Lesern konsequent die Wahrheit.

Seit Freitag können wir täglich im Spiegel Artikel lesen, die behaupten, Trump hätte die Ukraine unter Druck gesetzt, damit sie belastendes Material über Joe Biden, den derzeit aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, liefert. Dabei macht der Spiegel den Eindruck, es gäbe in der Ukraine nichts gegen Biden.

In Wahrheit ist es genau anders herum. Nach dem Maidan-Putsch hat der damalige Vizepräsident Joe Biden seinem Sohn einen mit 50.000 Dollar monatlich dotierten Nebenjob im Aufsichtsrat eines ukrainischen Gaskonzerns besorgt. Der damalige Generalstaatsanwalt der Ukraine hatte in der Folge Ermittlungen wegen Korruption gegen Bidens Sohn und den Gaskonzern aufgenommen. Das gefiel Papa Biden nicht und als er in Kiew war, forderte er von der damaligen Regierung, also von Präsident Poroschenko und Premierminister Jazenjuk, dass sie den Generalstaatsanwalt entlassen sollten, damit die Ermittlungen eingestellt werden. Als diese sich weigerten, drohte er damit, dass er dafür sorgen werde, dass die anstehende Hilfszahlung der USA in Höhe von einer Milliarde Dollar nicht ausgezahlt wird, solange der Generalstaatsanwalt nicht ausgetauscht wird. Er wurde daraufhin umgehend gefeuert und die Ermittlungen wurden eingestellt.

Das ist nicht etwa eine Verschwörungstheorie, russische Propaganda oder eine Rufmordkampagne von Trump gegen Joe Biden, nein, Biden hat die Geschichte selbst ganz stolz bei einem öffentlichen Auftritt erzählt und nannte den Generalstaatsanwalt einen „Hurensohn“ (Son of a bitch).

Joe Biden Admits to Getting Ukrainian Prosecutor who Investigated Son Fired

Dass diese Geschichte wieder hochkochen könnte, war zu erwarten, nachdem Biden ins Rennen um die Präsidentschaft eingestiegen ist, weshalb ich schon im Mai darüber geschrieben habe. Und seit Freitag ist das Thema nun in den Medien, wobei diese Vorgeschichte in Deutschland konsequent verschwiegen wird.

Die Demokraten behaupten nun, dass Trump in einem Telefonat Druck auf den neuen ukrainischen Präsidenten Selensky ausgeübt habe, damit der belastendes Material über Biden liefert. Trump bestreitet das und auch der neue ukrainische Außenminister, der nach eigenen Angaben den Inhalt des Gespräches kennt, bestreitet, dass es in irgendeiner Form Druck von Trump gegeben habe:

„“Ich weiß, worum es in dem Telefonat ging, und ich denke, es hat keinen Druck gegeben“, sagte Prystaiko. Die Unterhaltung sei lang und freundlich gewesen. Es seien viele Themen angesprochen worden, die teils ernsthafte Antworten erforderten.“

Trotzdem hält sich dieser „Skandal“ nun schon seit Tagen in den Schlagzeilen, allein bei Spiegel-Online gab es teilweise mehrere Artikel pro Tag über das Thema, die jedoch alle Bidens Drohungen gegen die damalige ukrainische Regierung verschweigen. Die Demokraten reden schon wieder von einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump und fordern die Veröffentlichung der Telefonmitschrift. So eine Veröffentlichung ist jedoch ganz und gar unüblich, weil solche Gespräche zwischen Staatschefs vertraulich sind. In der Politik geht es auch um Vertrauen und wenn zwei Politiker nicht offen und vertraulich miteinander sprechen können, können sie keine Lösungen für Probleme finden. Kein Staatschef könnte mehr offen mit einem anderen reden, wenn er Angst haben müsste, dass seine Worte einen Monat später in der Zeitung stehen.

Trotzdem prüft Trump nach eigenen Angaben eine Veröffentlichung des Gesprächs, oder zumindest den entsprechenden Teil davon. Trump bezeichnete das Gespräch mehrmals als hervorragend und sagte auch, dass es unter anderem um Korruption in der Ukraine gegangen sei. Die Korruption ist in dem Land ein großes Problem und nach dem Maidan noch einmal gestiegen. Alle westlichen Regierungen fordern von der ukrainischen Regierung, die Korruption im Land endlich zu bekämpfen, daher ist es kaum verwunderlich, wenn Trump das Thema ebenfalls angesprochen hat. Trump drohte in dem Zusammenhang auch eine Einstellung von finanzieller Hilfe an, wenn er befürchten müsse, dass das Geld in dunklen Kanälen verschwindet und er forderte – wie üblich – auch gleich die EU auf, der Ukraine stärker zu helfen. Seiner Meinung nach sollte in erster Linie die EU finanziell unterstützen und nicht die USA. Allerdings geschieht das ohnehin, die EU hat der Ukraine in den letzten Jahren weit mehr Geld überwiesen, als die USA.

Aber zurück zum angeblichen Skandal. Trumps Anwalt Giuliani hat die Bidens auf Twitter sogar beschuldigt, nicht nur Milliarden aus der Ukraine bekommen zu haben, sondern auch von China.

Im Falle der Ukraine drehen sich die Vorwürfe um Gelder des Gaskonzerns, die außer Landes geschafft und gewaschen wurden. Was hinter den Andeutungen über China steckt, ist bisher nicht klar. Aber Fakt bleibt: Biden hat seine Macht als US-Vizepräsident eingesetzt, um seinem Sohn zuerst einen guten Job zu besorgen und ihm dann auch noch die Staatsanwaltschaft vom Hals zu schaffen. Biden indes behauptet nun einfach, dass Trump ihn mit ukrainischer Hilfe aus dem Rennen um die Präsidentschaft werfen will, weil Biden die Wahl gewinnen würde.

Das ist eine gewagte These, Trump wäre sicher froh gewesen, wenn Biden zuerst als Präsidentschaftskandidat nominiert worden wäre, um diese Munition danach monatelang gegen ihn einzusetzen. Ich vermute, Biden hätte keine Chance auf einen Wahlsieg gehabt. Trump dürfte also recht unglücklich sein, dass das Thema schon zu einem so frühen Zeitpunkt hochkocht.

Aber der Spiegel verschweigt seinen Lesern diese Hintergründe. Wie das geht, wollen wir und nun an den Artikeln der letzten zwei Tage anschauen.

Am Montag erschien ein Artikel des USA-Korrespondenten des Spiegel unter der Überschrift „Trump und der Whistleblower – Warum die Ukraine-Affäre so brisant ist„. In dem langen Artikel stehen nicht viele brauchbare Informationen, aber es wird durch geschickte Formulierungen der Eindruck erweckt, es gäbe einen neuen Trump-Skandal. Zu der Vorgeschichte von Joe Biden und seinem Sohn in der Ukraine erfährt der Leser lediglich:

„So kann sich die Sache auch für Joe Biden noch als durchaus unangenehm erweisen. Zwar gibt es keine Hinweise auf ein Fehlerverhalten von ihm oder seinem Sohn im Zusammenhang mit dessen Geschäftsbeziehungen zur Ukraine.“

Keine Hinweise auf Fehlverhalten? Biden selbst hat sich öffentlich gerühmt, den Generalstaatsanwalt gefeuert zu haben und vor einigen Jahren waren die Korruptionsermittlungen gegen Bidens Sohn ein Thema in allen US-Medien. Das war wohl auch einer der wichtigsten Gründe, weshalb Joe Biden von Kiew ein Ende der Ermittlungen gefordert hat.

Aber der USA-Korrespondent des Spiegel verschweigt seinen Lesern all das und so klingt der Absatz über die entrüstete Reaktion von Biden für den desinformierten Spiegel-Leser sogar glaubwürdig:

„Kein Wunder, dass Biden auf die ganze Sache zornig reagiert: „Donald Trump hat versucht, einen ausländischen Politiker dazu zu bringen, eine falsche Schmierenkampagne gegen mich und meine Familie zu starten“, schimpft er. „Er versucht gezielt, die amerikanischen Bürger zu täuschen, um vier weitere Jahre im Amt zu gewinnen.““

Am Dienstag legte der Spiegel unter der Überschrift „Ukraine-Affäre – Trump soll vor heiklem Telefonat Zahlungen an Kiew gestoppt haben“ noch einmal nach. Auch dieser Artikel erweckt mit all seinen geschickten Formulierungen wieder den Eindruck, Trump habe etwas verbrochen und Biden sei das arme und unschuldige Opfer. Aber wer genau liest, stellt fest, dass es gar nicht so eindeutig ist:

„Die jüngsten Enthüllungen dürften den Verdacht nähren, dass Trump vom Kongress abgesegnete Hilfsgelder missbrauchen wollte, um einem potenziellen politischen Gegner zu schaden. Allerdings zitiert die „Washington Post“ ihre Quelle so, dass es keine direkte Verbindung zwischen den Hilfsgeldern und der angeblich versuchten Einflussnahme auf Selenskyj gegeben habe: „Da ging es nicht um Gegenleistungen.““

Das hatte sich in vorherigen Artikeln des Spiegel noch ganz anders angehört. Aber damit es trotzdem so klingt, als habe Trump Druck auf Selensky ausgübt, folgt danach im Spiegel das:

„Der Artikel zitiert aber auch den demokratischen Senator Chris Murphy, laut dem es keine Rolle spielt, ob Trump explizit mit dem Einfrieren von Hilfsgeldern gedroht habe: „Es ist immer eine Drohung impliziert, wenn ein US-Präsident etwas von einem anderen Staat wünscht. Dieser Staat weiß, dass es Konsequenzen haben wird, wenn er sich weigert.““

Also kann doch noch irgendwie eine Drohung von Trump konstruiert werden, egal wie sehr man sie an den Haaren herbeizieht, denn in der Politik geht es ja nur darum, was sich Staaten von einander „wünschen„. Das ist das Herzstück der Politik. Aber anscheinend hat Trump tatsächlich keinen Druck ausgeübt und nun wird es schon mal vorsichtshalber so formuliert, dass schon das Ansprechen eines Themas als Druck verstanden werden soll.

Der Spiegel erweckt den Eindruck, dass Trump ein Problem habe, dabei hat Biden das Problem, was der Spiegel seinen Lesern verschweigt. Das klingt im Spiegel so:

„Der US-Präsident müht sich seit Tagen, die Vorwürfe abzuschütteln und den Fokus auf ein mögliches Fehlverhalten von Biden zu richten. Er wirft Biden unter anderem vor, als Vizepräsident die Entlassung eines ukrainischen Korruptionsermittlers betrieben zu haben, um seinen Sohn zu schützen.“

Es ist für den Spiegel also ein Vorwurf von Trump, dass Biden „als Vizepräsident die Entlassung eines ukrainischen Korruptionsermittlers betrieben zu haben, um seinen Sohn zu schützen„. Dabei habe ich oben das Video verlinkt, in dem Biden selbst ganz stolz erzählt, wie er den „ukrainischen Korruptionsermittler„, den „Hurensohn“, gefeuert hat. Aber der Spiegel stellt es als einen wirren und unbelegten Vorwurf von Trump dar. Im Spiegel steht daher:

„Wie so häufig in der Vergangenheit blieb Trump jegliche Form von Beleg oder auch nur Indiz schuldig und beließ es bei der reinen Behauptung. Bisher gibt es keinerlei offizielle Erkenntnisse darüber, dass es sich bei den Aussagen des US-Präsidenten um mehr handeln könnte als eine verbale Nebelkerze, um von der Affäre um die eigene Person abzulenken.“

Auch hier lügt der Spiegel ganz bewusst. Der Spiegel verfolgt jeden Tweet von Trump, da dürfte ihm dieser hier kaum entgangen sein. Wenn der Spiegel also behauptet, dass Trump „jegliche Form von Beleg oder auch nur Indiz schuldig“ geblieben ist, dann ist das eine dreiste Lüge.

Aber wenn der Spiegel in Fahrt ist, kennt er keine Grenzen. Und so erschien unter der Überschrift „Todesstrafen-Analogie – Trump erhebt wüste Anschuldigung gegen Biden – ohne jeden Beleg“ an Dienstag noch ein Artikel, der folgendermaßen begann:

„Angriff ist die beste Verteidigung: Nach diesem Motto scheint Donald Trump in der Affäre um ein umstrittenes Ukraine-Telefonat zu operieren. Dabei ging der US-Präsident nun sogar für seine Verhältnisse weit – und attackierte den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn heftig.
Trump wies am Montag erneut alle Vorwürfe von sich, wonach er über den Hebel der ukrainischen Regierung versucht haben soll, Bidens Sohn – und damit auch seinem möglichen Herausforderer Biden – zu schaden.
Stattdessen erhob Trump schwere Anschuldigungen gegen die beiden: „Joe Biden und sein Sohn sind korrupt“, sagte Trump am Rande politischer Gespräche bei den Vereinten Nationen in New York. Die in seinen Augen lügnerischen Medien wollten darüber aber nicht berichten, weil die beiden Demokraten seien.“

Da hat Trump doch ganz objektiv recht. Oder hat der Spiegel etwa von Bidens Vorgeschichte in der Ukraine berichtet? Nein, er verschweigt es seinen Lesern hartnäckig. Aber der Spiegel formuliert es so, als sei Trump in der Defensive und müsste sich gegen berechtigte Anschuldigungen wehren. Dabei ist es genau umgekehrt. Und weil die Demokraten das auch wissen, ist es eben tatsächlich genau anders herum: Die Demokraten gehen nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ vor, um von Joe Bidens Handlungen abzulenken. Und Medien, wie der Spiegel, spielen das Spiel mit, anstatt ihre Leser wahrheitsgemäß und vollständig zu informieren.

Und noch ein Artikel erschien am Dienstagabend im Spiegel, der sogar unfreiwillig komisch war, weil er die Lügen des Spiegel so offen zeigte. Dort konnte man unter der Überschrift „Trumps Uno-Auftritt – Kiew im Kopf“ über Journalistenfragen an Trump bei seinem Auftritt bei der UNO lesen:

„Ob er den neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – der an diesem Tag auch in New York ist – wirklich genötigt habe, seinen Rivalen Joe Biden zu diskreditieren? Ob er dazu fast 400 Millionen Dollar US-Militärhilfe als Druckmittel eingesetzt habe? Trump dementiert empört, erregt und hochroten Kopfes, zeichnet sich mit bekanntem Hype als Opfer einer Verschwörung, einer „Hexenjagd“ wie bei der Russlandaffäre“

Wer die Bilder von der UNO gesehen hat, der weiß, dass der Spiegel Trumps Reaktionen unwahr schildert. Aber abgesehen davon: Unrecht hat Trump auch hier nicht. Heute wissen wir, dass die angebliche „Russlandaffäre“ tatsächlich eine unberechtigte „Hexenjagd“ war, um Trumps Wortwahl zu benutzen. Schließlich hat der Mueller-Bericht nichts aber auch gar nichts zu Tage gefördert, obwohl Mueller mit einem zweistelligen Millionenbudget über zwei Jahre lang gesucht hat.

Nur der Vollständigkeit sei darauf hingewiesen, dass auch in diesem Spiegel-Artikel jede Hintergrundinformation fehlt, wie man es von dem ehemaligen Nachrichtenmagazin ja auch nicht anders erwarten kann.

Der Spiegel hat aus der „Relotius-Affäre“ nichts gelernt und macht auch weiterhin die Art von „Qualitätsjournalismus“, für die Relotius vor einigen Jahren als „Journalist des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Nachtrag: Am Abend hat Trump angekündigt, am Mittwoch das komplette Gespräch mit Selensky zu veröffentlichen. Dann wissen wir mehr.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

17 Gedanken zu „Trump, Biden und die Ukraine – Wie ungeniert der Spiegel seine Leser belügt“

  1. Man stelle sich vor, die Linken hätten ihre Medienmacht nicht. Die ganze Globalisierung würde mit einem Schlag zusammenbrechen. Historiker wissen, dass die Medienmacht in Deutschland vor 100 Jahren schon mal so linkslastig verteilt war. Wiederholt sich die Geschichte?

    An Trumps Stelle hätte ich die Veröffentlichung des Gespräches an Bedingungen geknüpft. Andererseits; selbst wenn Biden der Lüge überführt würde, wird die linke Presse weiter gegen Trump schießen. Biden behauptet, er wäre Präsident geworden, wenn Trump ihn nicht verleumdet hätte … wenn Trump Präsident wird, kann Biden meinetwegen erzählen was er will.

    1. Ich hab echt lange überlegt ob ich auf deine verschwurbelte links- rechts Wahrnehmung antworten soll. Irgendwann überwog einfach das Bier.

      Ich frag‘ mich, hast du überhaupt eine Ahnung? Du bemängelst, nicht zu Unrecht – wie ich finde – die mediale Berichterstattung zum Thema Gleichberechtigung. Dazu gibt es auch unglaublich viele Artikel, die beschreiben, dass das im Durchschnitt nicht so richtig passen will. Viele Frauen besetzen Jobs, die deutlich niedriger entlohnt werden als andere – männlichere – Berufe.

      Das ist leider eine kleine Wahrheit, und könnte man den Umstand einer gleichberechtigten Bezahlung einführen, dann hätten wir tatsächlich etwas mehr Gerechtigkeit in dieser Gesellschaft.

      In der Sitzordnung des deutschen Bundestages steht folgendes:
      „Nach dem Sturz von Napoleon Bonaparte(1769–1821) im Jahre 1814 bildete sich in der französischen Deputiertenkammer die klassische Unterscheidung in „links“ und „rechts“, indem der Adel den Ehrenplatz zur Rechten des Präsidenten beanspruchte, während der dritte Stand zu seiner Linken saß. Aus dieser –anfänglich nur protokollarisch bedingten –Sitzordnung heraus entstand die Bezeichnung politischer Parteien.“
      https://www.bundestag.de/resource/blob/294074/3fe82636202cf9b1a6f8fd45f2b232a3/Kapitel_07_02_Sitzordnung_im_Plenum-pdf-data.pdf

      Das Kapital will diese Unterscheidung unbedingt ausmerzen – dass ist ein seit Jahrzehnten gepflegtes Bildungsprogramm. Den Grund dafür kannst du vielleicht erahnen? Nein?

      Gut, ich verrate ihn dir. Es gibt neben dem System, in dem wir leben, noch andere Systeme. Diese Gesellschaftssysteme fördern gesellschaftliche Gleichberechtigung und religiöse Koexistenz; und sind im Kontext von 1789 linke Systeme.

      Feudale, rechte, Staaten, die du so vehement als Links verunglimpfst, wollen 1789 aus dem Gedächtnis der Bevölkerung streichen. Deshalb erfährt das Rechts eine neue Zuordnung, Rechts ist Anti-System. Das System selber wird als Gegenpool (links-grün-versifft) dargestellt. Was es natürlich nicht ist. Unsere Regierung ist, nach Mussolini, so fest mit dem Kapital verzahnt, dass sich jeder Vergleich mit Links erübrigt.

      Was zu Beweisen wäre? Nenn mir ein Gesetz in den letzten 20 Jahren welches der Bevölkerung zu gute gekommen ist?

      1. „nach Mussolini“
        der der Gründer der „The National Fascist Party (Italian: Partito Nazionale Fascista, PNF)“

        „Mussolini selbst definierte Faschismus als „Verschmelzung von Großkapital und Staat“ der folglich auch „Corporatismus“ genannt werden könne.“

        Merkel wechselte 2011 die Doktrin von einer sozialen Marktwirtschaft zu einer marktkonformen Demokratie.

        Willkommen im „linken“ Deutschland.

  2. Herr Röper, sie haben – wie schon so oft – recht. Hier wurde ein Strohmann aufgebaut (Druck von Trump auf Selensky) Um von dem wahren Skandal (tiefste Verstrickung der Familie Biden in die ukrainische Gaswirtschaft) abzulenken.
    Ich denke auch nicht, dass die Spiegel Redakteure das nicht wissen. Mir ist seit dem Erscheinen von Hunter Biden bei Burisma ziemlich klar wie der Hase läuft. Ich bin nur eine einfache Steuerfachangestelle ohne jegliche journalistische Vorbildung. Es steht für mich zweifelsfrei fest, dass der Spiegel nicht unparteiisch berichten will oder kann.
    Die Frage die ich mir stelle, können nicht wir (und damit meine ich Ihren Blog aber auch andere unabhängie Medien in D) es nicht bewerkstelligen nur einmal diese Fehlinformationen so richtig zu skandalisieren und damit auch endlich mal den Mainstream Medien die Möglichkeit geben auf unsere Thesen einzusteigen? OK. Vielleicht bin ich zu naiv; … aber irgendwo und irgendann muss es beginnen.

    1. In dem Zusammenhang der Frage, welche sich Lissbeth sich selbst stellt :

      Zitat:(..) Die Frage die ich mir stelle, können nicht wir (und damit meine ich Ihren Blog aber auch andere unabhängie Medien in D) es nicht bewerkstelligen nur einmal diese Fehlinformationen so richtig zu skandalisieren und damit auch endlich mal den Mainstream Medien die Möglichkeit geben auf unsere Thesen einzusteigen?(..)

      sehe ich niemanden, der derzeit sichtbaren Kommentatoren , den man auch mit Frau/Herr_____? ansprechen könnte.

      Hat man Angst sich auf ANTI-SPIEGEL mit vollem Namen zu bewegen?

      @ Lissbeth (Herr oder Frau ? )
      Ist das eine ins Kommentarfeld verrutschte Persönliche Nachricht an Herrn Röber PN ?

      Doch, – nun sage ich mal Frau Lissbeth, vielleicht merkt man schon, wenn man selbst nicht einmal den Mut aufbringt öffentlich das zu sagen, was gesagt werden muss, wie nun mal Herr Röper, wie soll denn dann ein starker „Gegenpool“ gegen den Konzern-Qualitätsjournalismus auch nur theoretisch aufgebaut werden können.

      Ps,
      Bitte nicht als persönlicher Angriff an Sie betrachten. Doch vielleicht denkt man einfach mal darüber nach….

      1. Rennst Du auf der Straße mit einem Namensschild herum?
        Nein?
        Sagst Du jedem, mit dem Du mal ein Gespräch hast, wie Dein Name lautet?
        Nein?
        Warum denn nicht?

        Das nennt man Privatsphäre.

        Es soll durchaus noch Menschen geben, die das zu schätzen wissen.

        Es ändert an der Aussagen von Lissbeth kein bisschen. Problematisch wird es erst, wenn Beleidigungen, Drohungen gegen eine andere Person ausgesprochen werden. Aber sonst nicht.
        Vor allem heute, wo die Mächtigen gläserne Menschen wollen. Bist Du ein Mächtiger? Sicher nicht, also spiele ihr Spiel nicht mit. Du kannst nur verlieren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Vor allem die, die sagen, dass das auf sie nicht zutrifft…

        Wir haben keine Meinungsfreiheit mehr.

        1. Natürlich verstehe (Gerade ich :-)) es sehr wohl, wenn man seine Meinung nicht allzuoffen kundtut…. Doch es ging nun mal in meinen Überlegungen nicht um die, welche sich selbst schützen wollen. Mein Denken startete in dem Augenblick, dass eben „Lissbeth“

          (..) Die Frage die ich mir stelle, können nicht wir (und damit meine ich Ihren Blog aber auch andere unabhängie Medien in D) ..(..)

          .. das WIR in den Raum stellt … als Hr.Röber und andere ….

          Dann sollte man nun mal wissen, WER IST WIR , sofern man sich selbst – oder ANDERE sich eben an SIR/IHN wenden will ..

      2. Klar doch, die andere Seite paktiert mit der vermummten faschistischen Antifa, vor der mich niemand schützt, wenn sie mich aufs Korn nimmt, weil ich kein Politiker bin; die Polizei untersteht nicht dem Volk sondern einer linksgrünen Regierung, und so erhalten kritische Kommentatoren regelmäßig Drohbesuche von Beamten, die ihren Lohn von links kriegen; Gender-Gesetze sind so gestrickt, dass die lächerlichste Falschbehauptung einer linksgrünen Tusse mich in den Knast bringt, die braucht nur meinen Namen und es so einrichten, dass sie einmal mit mir im Fahrstuhl fährt; die Medien gehören ausschließlich den Linken und die können ungestraft auf jeden Patrioten einschlagen … und Sie stellen sich hin und verlangen von jedem Kommentatoren mit offenem Visier also mit Klarnamen zu agieren, damit die Faschisten von der Antifa sich eine schöne Liste erstellen können, die die dann nur noch abarbeiten brauchen.

  3. Jetzt wissen wir auch, wieso Spiegel & Co sich so in die Sache versteifen: Die US-„Demokraten“ wollen nun offenbar doch ein Amtsenthebungsverfahren starten. Mit der „Whistleblow-Affäre“ als Aufhänger! Und da Spiegel & Co im großen Medienzirkus der Anti-Trumpisten mitspielen, müssen sie sich hier entsprechend einbringen – statt neutral darüber zu berichten, daß das Verfahren aufgrund der republikanischen Senatsmehrheit keine Chance hat und letztlich nur eine neue Schlammschlacht zur Unterstützung des favorisierten Präsidentschaftskandidaten Biden ist. Der damit wohl auch durch die Vorwahlen gepeitscht werden soll, da dies ja ein Biden-Thema ist und keines, mit dem andere Kandidaten (Sanders etwa) punkten könnten.

  4. Ich bin echt fassungslos, was hier mal wieder für eine Jauchengrube geöffnet wurde.

    Ich halte von den USA mittlerweile (seit 11.9.2001) gar nichts mehr und es ist mir auch relativ Wurscht, wer bei denen Präsident ist, denn es spielt im Grunde genommen keine Rolle. Einer ist da schlimmer als der andere. Republikaner? Demokraten? Pest und Cholera wären wohl die wirklichen Namen.
    Demokratie in den USA? Was für ein mieser Witz. 2 Parteien sind keine Demokratie. Und wenn man sich die Vergangenheit der USA anschaut, haben beide Parteien nur Not und Elend auf die Welt losgelassen. Deutschland kann da wirklich ein Lied von singen.

    Aber vor Trump muss ich echt den Hut ziehen. Was hat der Mann für Nerven.
    Es wird ja nur auf ihn eingeprügelt. Wirklich alles, was er macht, ist in den linken Medien falsch.
    Ich erinnere mich, dass er einer Sportlerin per Twitter zum Sieg gratulierte, und prompt regten sich die Medien in Deutschland darüber auf, dass die Gratulation nicht euphorisch genug war…
    Unglaublich…

    Und auch hier wird mal wieder der falsche Mensch an den Pranger gestellt. Und dann wird auch noch so primitiv gelogen. Naja, bei den Idioten, die mittlerweile durch Deutschland ziehen, genügt das Niveau.

  5. Ich habe einige Stunden heute mit all den Raketen, False Flags, Drohnenangriffen usw. verbracht… nein, nicht im Nahenosten sondern in Washington, und jetzt kommt die volle Aufzeichnung des Telefongesprächs Trump-Zelensky (https://t.co/zwXS1dwWLI) wo Zelensky Trump sagt, er habe für die Präsidentschaft und für den Gewinn im Parlament gekämpft um „den Sumpf trocken zu legen“ in der Ukraine. Der Rest des Gesprächs entwickelt sich als eine gemeinsame Anstrengung „drain the swamp“, und, wie Trump auch schon gesagt hatte, absolut kein Hauch von „Druck.“
    Und m.M.n. hilft das sehr konkret um den weiteren Kontext zu sehen. – Wäre Zelensky zu Hause in Kiew nicht bereit den Sturm aus Washington standzuhalten, wären die Situation für ihn sehr gefährlich. Ob es „verschwörungstheoretisch“ klingt oder auch nicht, Zelensky müsste schon im Voraus gewusst haben was geschehen würde und er hatte Zeit sich vorzubereiten. Und Trumps Anwalt, Guiliani, sagt offen, „die (die Demokraten) sind in eine Falle gegangen“. Denkt man nur 1 + 1 logisch, um in eine Falle hinzutappen, muss die Falle vorher gelegt werden. Guiliani hat sogar in der Zeit als die Nachrichten sich mit der eventuellen Abschiebung von Julian Assange in die USA beschäftigten, gesagt, dass der Assange sehr viel über die Ukraine würde aussagen können. Die Demokraten bzw. die Deep State Geheimdienste hatten also sehr viel Zeit sich darauf einzustellen. Trump sagt in dem Gespräch sehr viel über geheimdienstliche Angelegenheiten.
    Einige kurze Punkte:
    Die DE-Nachrichten – gerade belauscht – sind voll mit „Amtsenthebung“ Quatsch. Genau auf SPIEGEL-Linie. Das ist nicht schlimm, das ist schön. Lass die alle auf die Schnauze fallen. Die sogenannte „Nachricht“ ist, dass die Nancy Pelosi eine „offizielle Amtsenthebungsermittlung“ ausgerufen hat. – False Flag: das kann sie gar nicht. Interessant wäre es gewesen wenn die Nancy gesagt hätte, die stellt einen Antrag zur Abstimmung über solch eine Ermittlung von den gesamten House of Representatives, und das muss sie tun bevor Jerry Nadlers Justizausschuss überhaupt sich dem Fall beschäftigt. Das hat sie aber nicht getan. Warum nicht? – Tja, die Nancy laviert: sie kann über die Abstimmung selbst bei „Zentrums“- Demokraten nicht sicher sein, und sie weiß, dass in den „Purpur“-Staaten, gepalten zwischen Rot (Republikaner) und Blau (Demokrat), sehr viele Wähler die Schnauze voll haben von den Dem-Aktivisten um Cortez und Amtsenthebung. Und noch pur politisch gesehen, muss eine Amtsenthebung vom Senate bewilligt werden, würde aber dort an der Republikaner-Mehrheit scheitern. Und rechtlich gesehen, selbst wenn Trump „Druck“ auf die Ukraine ausgeübt hätte, ist das kein Verbrechen. Und erinnern wir uns: es gibt nicht nur die Video-Aufzeichnung von Bidens Prahlerei über seine Erpressung in Kiew, die Clinton hatte den Skandal Ende 2015 gegen Biden benutzt um ihn als Kandidat der Demokraten zu sabotieren.
    Nein, die Wirklichkeit liegt in der weitere Abwicklung von Russiagate: schön, das die Demokrat-Verrückten in die Falle gegangen sind, weil der Obama hätte selbst gegen Biden ermitteln müssen, und das FBI ist schon wieder in den dreckigen Machenschaften der Dem-Ukrainer verwickeln, … und jetzt wollen selbst die Demokraten „ermitteln“. Jawohl, machen wir!
    Mit ihr Lavieren meint die Pelosi, sie kann zurück wenn der jetzige Sturm vorbei ist. Fehleinschätzung, zurück kann sie nicht. Amtsenthebung ist das Thema für die Wahl 2020. Der Sumpf wird weiter trocken gelegt.

  6. https://www.spiegel.de/media/media-44930.pdf

    Und zu den Äußerungen Bidens beim AC habe ich diese Information gefunden.

    „The position of general prosecutor, who is appointed by the president, enjoys outsized importance in Ukraine and is often used to exert pressure on rivals and cut deals for political and commercial gains. The Maidan revolution was supposed to bring an end to this type of horse-trading, but Shokin served as a reminder that little had changed. He reinforced that perception by hindering an investigation into two high-ranking state prosecutors arrested on corruption charges and after Economy Minister Aivaras Abromavicius cited him by name before quitting in protest over the delayed reforms.

    Dismayed by Poroshenko’s backtracking, the White House withheld $1 billion in loan guarantees until Shokin was fired. Biden delivered that message directly to Poroshenko over the phone.

    “‘Petro, you’re not getting your billion dollars,’” Biden recalled telling the president in an interview with the Atlantic. “‘It’s OK, you can keep the [prosecutor] general. Just understand—we’re not paying if you do.’”

    Poroshenko eventually sacked Shokin. But the Ukrainian leader’s reputation in Washington — and in Ukraine — soured as a result, and his approval ratings have hovered close to a dismal 10 percent ever since.

    “It’s hard to root out corruption in your system if the equivalent of the attorney general is not only corrupt but has a bunch of corrupt cronies in other positions and is actively thwarting investigations of oligarchs and government officials,” the senior U.S. administration official said. “Removing Shokin was a necessary — if not wholly sufficient — factor in continuing Ukraine on the reform path.”“

    „Die Position des Generalstaatsanwalts, der vom Präsidenten ernannt wird, hat in der Ukraine eine übergroße Bedeutung und wird oft genutzt, um Druck auf Rivalen auszuüben und Geschäfte für politische und wirtschaftliche Gewinne abzuschneiden. Die Maidan-Revolution sollte diese Art des Pferdehandels beenden, aber Shokin erinnerte daran, dass sich wenig geändert hatte. Er untermauerte diese Auffassung, indem er eine Untersuchung von zwei hochrangigen Staatsanwälten verhinderte, die wegen Korruption festgenommen worden waren, und nachdem Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius ihn namentlich genannt hatte, bevor er aus Protest gegen die verspäteten Reformen aufhörte. Bestürzt über Poroshenkos Rückschritt, behielt das Weiße Haus bis zu Shokins Entlassung Darlehensgarantien in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar ein. Biden übermittelte diese Nachricht direkt an Poroshenko über das Telefon. „Petro, Sie bekommen Ihre Milliarden nicht“, erinnerte sich Biden in einem Interview mit dem Atlantik an das Gespräch mit dem Präsidenten. „‚Es ist in Ordnung, Sie können den Generalstaatsanwalt behalten. Verstehe einfach – wir zahlen nicht, wenn du das tust. „Poroshenko entließ schließlich Shokin. Aber der Ruf des ukrainischen Führers in Washington – und in der Ukraine – hat sich dadurch verschlechtert, und seine Zustimmungswerte liegen seitdem bei fast 10 Prozent. „Es ist schwierig, Korruption in Ihrem System auszurotten, wenn das Äquivalent des Generalstaatsanwalts nicht nur korrupt ist, sondern auch eine Reihe korrupter Kumpane in anderen Positionen hat und die Ermittlungen gegen Oligarchen und Regierungsbeamte aktiv vereitelt“, sagte der hochrangige Beamte der US-Regierung. „Die Entfernung von Shokin war ein notwendiger, wenn nicht sogar ausreichender Faktor, um die Ukraine auf dem Weg der Reform fortzusetzen.““(Maschinelle Übersetzung)

    „“Petro, Sie bekommen Ihre Milliarden nicht“, erinnerte sich Biden in einem Interview mit dem Atlantik an das Gespräch mit dem Präsidenten. „‚Es ist in Ordnung, Sie können den Generalstaatsanwalt behalten. Verstehe einfach – wir zahlen nicht, wenn du das tust. „Poroshenko entließ schließlich Shokin. „

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