75 Jahre nach Kriegsende – Wie die Geschichte für die Tagespolitik missbraucht wird

Am 8. Mai hat der Westen das 75. Jubiläum des Kriegsendes begangen, in Russland wird das am 9. Mai getan, weil es in Moskau schon der 9. Mai, als der Waffenstillstand in der Nacht in Kraft trat. Was in Russland einer der wichtigsten – wenn nicht der wichtigste – Feiertag des Jahres ist, erscheint im Westen eher als Pflichtübung und wird politisch missbraucht.

Das Gedenken an die Opfer des Krieges spielte am 8. Mai im Westen nur eine Nebenrolle in den Berichten und Artikeln zum 75. Jahrestag des Kriegsendes. Dafür gibt es längst andere Tage. Dem Holocaust wird im Januar, am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gedacht. Der eigenen Opfer in dem Krieg gedenken die Westalliierten am D-Day, dem Tag der Invasion in der Normandie. Die Japaner gedenken am Jahrestag von Hiroshima. Die Deutschen gedenken ihrer Opfer – ob Soldaten an den Fronten oder unschuldige Zivilisten bei Bombenkrieg und den Vertreibungen 1945 – gar nicht.

Russland (oder besser gesagt die Sowjetunion) hat im Zweiten Weltkrieg mehr Opfer zu beklagen gehabt, als jedes andere Land der Welt. Jedes zweite Opfer des Krieges war ein Sowjetbürger. Die Sowjetunion hatte mit – je nach Zählweise – 25 bis 27 Millionen Opfern vier Mal mehr Opfer zu beklagen, als Deutschland. Für Russland und viele der Nachfolgestaaten der Sowjetunion ist das bis heute eine Art nationales Trauma. In Russland kann auch heute noch jedes Schulkind erzählen, wie seine Vorfahren den Krieg mitgemach, an welchen Fronten sie gekämpft haben und wo sie gestorben sind. Der 9. Mai ist für Russland der zentrale nationale Feiertag.

Die beiden anderen Nationalfeiertage in Russland interessieren hingegen keinen Menschen. Jelzin hat den 11. Juni als „Unabhängigkeitstag“ eingeführt. Das zeigt auf, wie sehr Jelzin von den USA beeinflusst war, frei nach dem Motto „Wenn die einen Unabhängigkeitstag haben, brauche ich auch einen“

Ich kenne niemanden in Russland, der mit den Tag etwas anfangen konnte. 2002 wurde er dann in „Tag Russlands“ umbenannt. Und um den Tag der Oktoberrevolution, an den sich die Menschen in der Sowjetunion so gewöhnt hatten, nicht abzuschaffen, wird an dem Tag nun offiziell an die Befreiung Moskaus von der polnischen Besatzung im 17. Jahrhundert erinnert. Beide Feiertage werden von den Russen als freie Tage gerne „mitgenommen“, aber was eigentlich genau gefeiert wird, weiß kaum jemand so genau.

Anders ist es mit dem 9. Mai und dem Zweiten Weltkrieg, der bis heute für die Russen „lebendig“ ist. An diesem Tag werden die – immer weniger werdenden – Veteranen geehrt und es wird der vielen Opfer gedacht, die es in jeder sowjetischen Familie in dem Krieg gegeben hat. Besonders beeindruckend ist an dem Tag der Marsch des „unsterblichen Regiments“, bei dem die Menschen zu zig-tausenden mit Fotos ihrer Vorfahren durch die Städte ziehen. Ich habe das einige Male gesehen und es ist bedrückend, wenn man auf der zentralen Straße in Petersburg (sie ist in beide Richtungen vierspurig, also sehr breit) die Massen mit den Bildern an sich vorbeiziehen sieht. Das dauert Stunden und vermittelt ein wesentlich eindrücklicheres Bild von dem Umfang des Krieges und der unglaublichen Zahl der Opfer, als es jedes Buch und jede Doku tun kann.

Faszinierend ist dabei die Atmosphäre, denn es ist kein Groll gegen die Deutschen dabei, sondern eine Mischung aus Gedenken, Stolz über den Sieg und Ehrerbietung für all jene, die den Sieg durch Einsatz ihres Lebens errungen haben. Es ist eine schwer zu beschreibende, aber sehr positive Stimmung.

So erlebe ich diesen Tag Jahr für Jahr in Russland (außer in diesem Jahr, denn wegen Corona sind alle Massenveranstaltungen abgesagt). Aber wenn ich das mit dem vergleiche, wie die deutschen Medien zu dem Anlass über Russland berichten, bin ich immer wieder verwundert. Auch die Aussagen deutscher Politiker finde ich befremdlich, ja sogar verlogen. Das zeigte sich – um nur ein Beispiel zu nennen – an einem Artikel im Spiegel, an dem Außenminister Maas mitgearbeitet hat. Dort konnte man, nach der ausführlichen Einleitung über die deutsche Schuld, unter anderem lesen:

„Diese Erfahrung zeigt: Es lassen sich Lehren ziehen aus der Geschichte – zumal aus ihren Katastrophen. Dass von deutschem Boden nie wieder Krieg oder Menschheitsverbrechen ausgehen dürfen, ist heute unverrückbarer Kern deutscher Außenpolitik.“

Das schreibt einer, der selbst für die deutsche Teilnahme an Kriegen in und gegen Länder gestimmt hat, die Deutschland gar nicht angegriffen haben. Es geht bereits seit über 20 Jahren wieder viel Krieg „von deutschem Boden aus„. Deutsche Flugzeuge haben Jugoslawien bombardiert, fliegen in Syrien umher, um den Krieg gegen Assad zu unterstützen, sie stehen in Afghanistan und vielen anderen Ländern der Welt im Kampf. Und all diese Länder haben eines gemeinsam: Keines hat Deutschland angegriffen und keiner dieser Einsätze ist durch ein Mandat des UNO-Sicherheitsrates gedeckt. All dieses Einsätze sind völkerrechtswidrige Angriffskriege. Das kann man auch in verschiedenen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages nachlesen.

Weiter schreibt Maas:

„Unser Eintreten für ein starkes und geeintes Europa, für die Menschenrechte als universelle Ausprägung menschlicher Würde, für regelgebundene, internationale Kooperation, die Absage an deutsche Sonderwege – all‘ dies speist sich aus dem Wissen um die beispiellosen Verbrechen Deutschlands im 20. Jahrhundert, die im Holocaust ihren monströsesten Ausdruck gefunden haben.“

Absage an deutsche Sonderwege„? Das Gegenteil ist der Fall. Die deutsche Energiewende ist ein deutscher Sonderweg, der von den EU-Nachbarn mit Sorge beobachtet wird, denn der massive Ausbau von Wind und Sonnenergie – so gut er gemeint sein mag – gefährdet die Stabilität der europäischen Stromnetze. Und was war mit Merkels „Einladung“ an die Flüchtlinge? Auch ein deutscher Sonderweg, der in der EU riesige Probleme geschaffen und zu einer Spaltung des „geeinten Europas“ geführt hat, für das die deutsche Politik laut Mass angeblich steht.

Der böse Spruch „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ gilt für die deutsche Politik immer noch. Wenn das „deutsche Wesen“ eine Energiewende oder eine Einladung an Flüchtlinge gut findet, erwarten die Politiker in Berlin, dass ganz Europa diese Dinge auch gut finden muss. Tut es aber nicht.

Auch die deutschen Medienberichte darüber, wie der Tag in Russland begangen wird, sind haarsträubend. Im Spiegel erschien so ein Machwerk unter der Überschrift „Russland und das Kriegsende – Wladimir Putin missbraucht das Gedenken an den Sieg„. Es ist erstaunlich vollgestopft mit Unwahrheiten, ich will nur ein paar leicht überprüfbare Beispiele nennen. In dem Artikel wird ausgeführt, wie der böse Putin den Gedenktag angeblich missbraucht und verändert hat, um ihn für seine „Propaganda“ zu missbrauchen. Nachdem der Leser das ausführlich erfahren hat, kann man folgende Sätze lesen:

„Der 9. Mai dagegen ist in allen Köpfen präsent. Jeder, der Gefallene unter seinen Verwandten weiß, kann sich mit ihm identifizieren. Wladimir Putin hat das in seinem Sinne genutzt. Die meisten Russen stießen sich nicht daran, dass Putin peu à peu die unter Boris Jelzin verbannten Militärparaden wieder einführte, sie bemerkten nicht, dass der zu Sowjetzeiten übliche Antikriegsduktus des Feiertags verschwand. Dabei war das kein Zufall. Dahinter steckte ein Fingerzeig, erst recht seit der Annexion der Krim. Er soll besagen: „Wir können das wiederholen.““

Sind die Paraden auf dem Roten Platz in Moskau unter Jelzin abgeschafft worden und hat Putin sie erst wieder eingeführt? Nein, lediglich in den Jahren nach dem Zerfall der Sowjetunion gab es einige Jahre keine Paraden. Jelzin selbst hat sie aber 1995 zum 50. Jahrestag wieder eingeführt. Aber der Spiegel-Leser soll ja Putin als brutal und militaristisch ansehen, also muss der Spiegel eben ein wenig lügen. Wir kennen das ja schon. Und natürlich darf die Krim in keinem Artikel über Russland fehlen. So baut der Autor geschickt die Brücke, nach der der Leser sich an dem Satz „Wir können das wiederholen“ nicht stört.

Dass dieser Satz von niemandem in der russischen Regierung gesagt wurde, sondern dass der Autor sich das ausgedacht hat, geschenkt. Aber selbst wenn: Was genau können die Russen wiederholen? Sie haben sich gegen einen Angriff auf ihr Land verteidigt und ja, das kann Russland tatsächlich wiederholen. Aber so wie der Spiegel-Autor Christian Neef den Artikel aufgebaut hat, klingt sogar die Aussage „Wir können uns wieder gegen Angriffe verteidigen“ böse. Der Angegriffene wird so beim Leser zum Übeltäter, ohne dass es explizit gesagt werden muss. Hut ab, das nenne ich – aus propagandistischer Sicht – einen wirklich geschickt aufgebauten Artikel. Nur ist Propaganda eben keine gute Berichterstattung.

Das zeigt sich auch beim nächsten Beispiel:

„Der Anteil anderer sowjetischer Republiken am Sieg – vor allem der Ukraine – wird kleingeredet. Russland, so die Botschaft, hätte es auch allein geschafft.“

Das ist wieder einmal offen gelogen. In Russland wird der Anteil der Sowjetrepubliken im Gegenteil bei jeder Gelegenheit erwähnt und anerkannt. Die Telefonate Putins mit den Präsidenten dieser Länder, bei denen sie sich gegenseitig zu dem Feiertag gratuliert haben, waren ein ausführliches Thema in den russischen Medien. Der Sieg wird in Russland ausdrücklich als Sieg der Sowjetunion inklusive all ihrer Teilrepubliken gesehen. In den russischen Medien wird im Gegenteil mit Unglauben festgestellt, dass die Ukraine selbst sich dem Gedenken entzieht, wo es doch gerade dort so viele Opfer gegeben hat. Aber die Ukraine stellt sich heute als Opfer der Sowjetunion dar und bei dieser Legendenbildung stört der gemeinsame Sieg gegen Nazi-Deutschland. Hinzu kommt, dass der heute wichtigste Nationalheld der „neuen“ Ukraine seit dem Maidan Stefan Bandera ist, der zusammen mit der SS Massenmorde begangen und sich nach dem Krieg der Verantwortung entzogen hat, indem er bis zu seinem Tod unbehelligt in München gelebt hat.

Und das ist keineswegs russische Propganada, auch Israel sieht es so. Seine Verehrung in Kiew ist ein ständiges politisches Problem in den Beziehungen zu Polen, wo man den ukrainischen Nationalhelden Bandera ebenfalls als Massenmörder an der polnischen Bevölkerung ansieht.

Aber auch hier ist dem Spiegel seine anti-russische Propaganda wichtiger, als leicht überprüfbare Fakten und eine differenzierte Berichterstattung.


Hier noch ein paar Eindrücke davon, wie das Volksfest am 9. Mai in St.Petersburg normalerweise aussieht.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

9 Gedanken zu „75 Jahre nach Kriegsende – Wie die Geschichte für die Tagespolitik missbraucht wird“

  1. Traurig, aber wahr, dass sich unsere Regierung nicht entblödet die Nation, die den größten Blutzoll im 2. Weltkrieg gezahlt hat, den wohlweislich wir angefangen haben, wegen jedem Mist den die USA ins Feld führen, sanktioniert, dabei unserer Wirtschaft schadet, oder ohne jeden Beleg Diplomaten ausweist, weil das US-Amerikanische Zäpfchen, auch UK genannt dämliche Behauptungen aufstellt…
    Das sind „unsere Werte“, für die wir stehen!
    Ganz ehrlich? Meine sind es nicht! Ich bin Patriot, allerdings einer der kritischen Sorte. Ich sehe was in unserem Land schief läuft und kann gar nicht so viel essen, wie ich ko…. könnte, wenn ich diese ganzen Vollidioten labern höre, namentlich Merkel, Mass, Seehofer, Karrenbauer, von der Leyen, Söder, Heil, Lindner…meine Güte, da reichen ja die Zeichen nicht, oder vorher kapitulieren meine Finger wegen Arthrose. Letztendlich sei nur noch unsere „tolle Presse“ erwähnt, die genauso Schei… sind, blasen sie doch ins gleiche Horn. Würde unsere sogenannte 4. Gewalt ihrem Auftrag gerecht, würde vielleicht der ein oder andere Politiker erst mal denken, bevor er etwas sagt.
    Da das natürlich nicht stattfinden wird, war mal wieder alles vergebens, aber manchmal tut es gut, es sich einfach von der Seele zu reden/schreiben. Man ist auch nur Mensch…;-)

  2. Beim Aufgang der Sonne
    und bei ihrem Untergang
    erinnern wir uns an sie;

    Beim Wehen des Windes
    und in der Kälte des Winters
    erinnern wir uns an sie;

    Beim Öffnen der Knospen
    und in der Wärme des Sommers
    erinnern wir uns an sie;

    Beim Rauschen der Blätter
    und in der Schönheit des Herbstes
    erinnern wir uns an sie;

    Zu Beginn des Jahres
    und wenn es zu Ende geht,
    erinnern wir uns an sie;

    Wenn wir müde sind
    und Kraft brauchen,
    erinnern wir uns an sie;

    Wenn wir verloren sind
    und krank in unserem Herzen
    erinnern wir uns an sie;

    Wenn wir Freude erleben,
    die wir so gern teilen würden
    erinnern wir uns an sie;

    So lange wir leben,
    werden sie auch leben,
    denn sie sind nun ein Teil von uns,
    wenn wir uns an sie erinnern.

  3. Wann immer ich eine Gedenkstätte besuche, mag ich die Stille.
    Denn erst in der Stille, kann man kann sich in die Gegebenheiten hinein versetze, erhört die Schreie und sieht die Menschen die dort gelitten haben oder ermordet wurden.
    Die Stille ist dann manchmal ganz schön laut!

    Und ich besuche eine Gedenkstätte nicht an einem Tag, sondern an mehreren Tagen hintereinander (Ravensbrück z.B. an 8). Denn erst dann versteht man, was da wirklich vor sich ging.

    Diese Stille in den Mahn- und Gedenkstätten wird immer nur dann unterbrochen, wenn Reisegruppen eintreffen und dann auch noch in 5-6 Bussen gleichzeitig. Mmeist Jugendliche aus den nordischen Ländern, die per Gesetz verpflichtet wurden, diese Orte besuchen zu müssen.
    Und ich kann diese aber auch verstehen, denn um auch ihrer Pflicht nachzukommen, werden dann gleich mal 4 bis 5 solcher Mahn- und Gedenkstätten innerhalb einer Woche besucht.

    In Ravensbrück gibt es das Wachhaus, es war der eingang zum Lager, den jeder gehen musste, der dort inhaftiert war.
    Dort liegt ein Buch mit allen Namen der Opfer die bekannt sind.
    Auch hängen Bilder der Opfer an den Wänden.
    Liest man dieses Buch in der Stille und schaut auf die Opfer, dann ist man (bin ich) ergriffen und hört der Stille und den Opfern zu.
    Die Stille und jeder Name der Opfer, hat dann sehr viel zu sagen!

    Putin hat auch Angehörige im Kriege verloren und vielleicht macht er es zur Norm.
    Vormittags den Opfern in Stille, Dankbarkeit und Demut gedenken,
    am Nachmittag den Sieg mit Festen und Paraden feiern!

  4. Am 9.Mai 2015 stand ich auch am Newski und habe mir den Zug des unsterblichen Regiments angesehen. Es war ein beklemmendes Gefühl als Angehöriger des Tätervolkes, obwohl ich der Nachkriegsgeneration angehöre, dort zu stehen. Dieser nicht enden wollende Zug, die zahllosen Bilder der im Krieg Umgekommenen hat mich sehr beeindruckt. 2015, ein Jahr nach der „völkerrechtswidrigen Annexion der Krim“ und der russischen Aggression in der Ukraine“ hatte sich die deutsche Lügenpresse schon eingeschossen auf den alten neuen Feind: Russland! Im Staatssender Deutschlandfunk brachten sie einen wie üblich abfälligen Kommentar und meinten, statt Paraden sollte man in Russland der Opfer gedenken! Ich schrieb daraufhin ein Brief an den Intendanten, ob man jetzt schon so weit sei, dass man den Russen Ratschläge geben müsse, wie die dieses Sieges zu gedenken haben. Eine Antwort bekam ich von diesem arroganten, selbstgefälligen Intendanten natürlich nicht!
    Ich erinnere mich auch noch, dass wir nicht einmal auf den Schlossplatz kamen, um die Parade zu sehen, weil die halbe Stadt dorthin wollte! Im Gedränge bekamen wir am Rande Richtung Admiralität noch einen Platz, angesichts der begeisterten Menschenmenge war aber nur mit hochgehaltenem Smartphone etwas auf Video zu bannen! Wir erlebten auch die „berüchtigten Sondereinheiten Omon“, wie sie professionell jemandem mit Schwächeanfall Hilfe leisteten und irgendwann die Kinder vom Dach ihres LKW scheuchten, damit die nicht herunterfielen. Die waren da hoch geklettert, um besser sehen zu können! Die Begeisterung der Menge war jedenfalls unglaublich! Zum Glück hatten wir in den Vortagen den Proben für die Parade auf dem Schlossplatz zusehen können! Die Bilder, die Thomas hier reingestellt hat, erinnern mich sofort wieder an 2015!

  5. Ich kann die Lügerei des Spiegel nur bestätigen. Weil ich z.B. 2015 die Parade in St. Petersburg erlebt habe, kann ich sagen, dort marschierte eine Gruppe mit der Fahne 1. Ukrainische Front. Und ich gehe davon aus, das ist überall so. Was dieses verlogene Pack macht, was sich Journalisten nennt, ist einfach unertäglich! Sie schüren Unfrieden und Konflikte!

  6. „…bis zu seinem Tod unbehelligt in München gelebt hat. “
    Unbehelligt kann man nicht ganz sagen, immerhin wurde er 1959 vom KGB ermordet. Warum er in Deutschland nicht verurteilt wurde ist allerdings wirklich fraglich.

    In dem Zusammenhang fällt mir auch der Mord an Zelimkhan Khangoshvilis in Berlin wieder ein. Warum wird dabei nie die Frage gestellt, wie ein Terrorist frei in Deutschland leben konnte und Asyl erhielt, anstatt verurteilt zu werden.
    Interessant auch, wie sich Medien über die Ermordung eines Terroristen im eigenen Land empören, aber nie negativ über die Beteiligung Deutschlands an Drohnenmorden im Nahen-Osten berichten.

    1. @Muale
      „Warum er in Deutschland nicht verurteilt wurde ist allerdings wirklich fraglich.“

      Wenn Du Dich mit dem NS beschäftigen würdest, wüßtet Du es! (ist nicht negativ gemeint!).
      Schon Adenauer war nicht „koscher“ und sein Kabinett mehr als braun.

      Anfang der 50-iger waren fast alle Kriegsverbrecher begnadigt, warum wohl?
      Einige Euthanasie-Massenmörder gingen dann nach dem Krieg wo hin?
      Zu Hilfsverbänden für Behinderte und machten dort Karriere!
      Viele gingen in die SPD dann ab den 1950-igern.
      Daher gab es bis in die 1980-iger Schulbücher im Westen, wo die Euthanasie als nichts Schlechtes dargestellt wurde.

      Fast alle Beamten blieben auf ihren Posten, in Ost und West.
      Im Osten änderte sich dies mit Gründung der DDR und ab da übernahm die Stasi ab 1950 die Verfolgung der Naziverbrecher, dies auch sehr erfolgreich, ab und an kam auch ein Systemfeind dann mit dem Titel „Nazi“ zum Henker.
      Ist ja wie heute, jeder ist Nazi, der nicht für dieses System ist…

  7. Nicht nur der Spiegel verbreitet zu diesem Thema Lügen und Desinformation, auch der Staats- und Lügensender ARD ist wieder dabei, wenn es darum geht, die Geschichte zu fälschen! In den Tagesthemen vom 08.05.2020 lässt man einen „Historiker“ Michael Wild zu Wort kommen, der behauptet, „die Befreiung in Ostdeutschland und Osteuropa habe es erst 1989/90“ gegeben. https://youtu.be/1lc9DPN4m38
    Was maßt der Kerl sich da überhaupt an? Wieso soll ich mir (und Millionen andere) vorschreiben lassen, dass wir erst 1989/90 „befreit“ wurden? Auf die Idee, dass wir den 08.05.1945 sehr wohl als Tag der Befreiung empfanden, kommt der Kerl offensichtlich nicht und behauptet, das wäre erst 1989/90 gewesen, wobei wir dort eine Scheindemokratie und neue Besatzer, nämlich die USA und die NATO bekommen haben!
    Aber auf diese Art und Weise wird in diesem Staat Geschichte umgeschrieben oder besser gesagt, gefälscht!

  8. Ich habe die Übertragung aus Moskau aus dem letzten Jahr gesehen. Auf RT. Ein wunderschöner, friedlicher Tag, sehr viele Menschen auf den Beinen. Putin und das offizielle Russland hegen ja aktiv überhaupt keinen Groll gegen Deutschland. Umso schändlicher ist immer wieder die Kommentierung und Verzerrung, die aus Deutschland kommt. Da kann man sich als Deutscher nur schämen.

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