Berichterstattung der „Qualitätsmedien“ über die Corona-Demo in Berlin: Finden Sie den Fehler?

Wer noch Zweifel daran hat, dass die deutschen „Qualitätsmedien“ manipulativ und tendenziös berichten, dem sollte man diesen Artikel vorlegen. Er ist kurz und knapp, zeigt aber deutlich auf, wie die deutschen Medien manipulieren und ihre Leser beeinflussen wollen.

Es gibt Demonstrationen, die den deutschen „Qualitätsmedien“ gefallen und da gehen gaaaanz viele Menschen hin. Zum Beispiel letzten Sommer in Moskau, da waren es laut den deutschen Medien 50.000 Menschen, die gegen Putin demonstriert haben. Das fanden die „Qualitätsmedien“ klasse. So sahen die Bilder aus, die sie als Bestätigung der Teilnehmerzahl gezeigt haben:

Auch den Maidan fanden die deutschen „Qualitätsmedien“ ganz toll und da sind nach ihren Angaben auch schon mal 100.000 Menschen zusammengekommen. Solche Bilder wurden den deutschen Lesern als Bestätigung gezeigt:

Heute aber wurde in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung demonstriert und das finden die „Qualitätsmedien“ ganz doof. Daher sind da auch nur recht wenige hingegangen, sagen die „Qualitätsmedien“. Es waren angeblich nur 17.000 Teilnehmer. Und das sah so aus:

Merken Sie was?

Entweder stimmen die Zahlenangaben für Moskau und den Maidan nicht und da waren weniger Menschen bei den Protesten auf der Straße, als die „Qualitätsmedien“ in ihrer Euphorie gemeldet haben. Oder die Zahlen für Berlin stimmen nicht und dort waren viel mehr Menschen auf der Straße, als die „Qualitätsmedien“ melden. Egal, welche Variante nun der Wahrheit entspricht, diese Bilder zeigen, dass die deutschen „Qualitätsmedien“ ihre Leser manipulieren und bei Demos, die ihnen gefallen hohe Zahlen melden, und bei Demos, die ihnen nicht gefallen, niedrige Zahlen melden.

Der gewünschte Effekt ist klar: Die Leser sollen sich instinktiv der „Mehrheit“ anschließen, sich aber von einer „irregeleiteten“ Minderheit emotional distanzieren.

Für diese Art der Berichterstattung gibt es einen Fachbegriff, er lautet „Propaganda“.


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen Buches lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2019 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

12 Gedanken zu „Berichterstattung der „Qualitätsmedien“ über die Corona-Demo in Berlin: Finden Sie den Fehler?“

  1. Ich halte die Zahl von 17T genauso für untertrieben. Das liegt zum einen daran, daß die Polizei immer niedrig schätzt und die Veranstalter immer hoch, weil letztere natürlich erfolgsgetrieben sind.
    Die 1,3 Mio. auf Telegram scheitern jedoch schon an der Logistik. Wieviele Busse müssen die chartern und wieviele Züge nach Berlin komplett belegen. MarkMobil berichtet (wie auch die MSM) von 20T, lassen wir es 25T sein.
    Folglich bleibt der gewünschte Effekt, „sich aber von einer „irregeleiteten“ Minderheit emotional distanzieren“, zumindet z.T. bestehen, während bei der nächsten Umwelt-Demo dann die übertriebenen Zahlen vom Veranstalter übernommen werden.

    1. Der 17. Juni ist 3,5 km lang und etwa 80m breit. Am Nachmittag, bei laufender Veranstaltung, war er auf fast ganzer Länge locker gefüllt, in den 800m um die Bühne herum dicht gefüllt. Dort waren die Menschen auch im angrenzenden Park. Zwischendrin gab es vielleicht insg. 500m abgesperrten Bereich. Die Trucks (z.b. mit dem Titel „ Ärzte für freie Impfentscheidung“) nahmen auch Platz weg. Locker gefüllt – 1 Person auf 3-4 qm. Dicht gefüllt, 2 Personen auf 1 qm. Also irgendwas um die 160000 Leute. Höchstens. 1.3 Mio ist sicher Wunschdenken der Veranstalter. 17000 ist ganz sicher deutlich untertrieben. Am Anfang und am Ende der Strasse wurde es deutlich weniger. Ich denke, um die 80000 können es schon gewesen sein.

    2. Ins Berliner Olympiastadion passen 72000 Menschen rein.

      Die hättest Du auf der Straße des 17. Juni nicht mal gesehen. Die Straße ist trotz Rückbaus immer noch ein richtig breites Ding und lang ist sie außerdem.
      Und die Menschen gestern standen nicht nur westlich des Brandenburger Tores, sondern auch östlich.
      Die Menschen kamen privat nach Berlin. Die wurden nicht durch die Gegend gekarrt, wie die organisierten Teilnehmer der BLM oder Antifa oder Antirassisten.

      In Berlin hat man gestern keinen Parkplatz bekommen. Die Stadt war dicht.

      1. Stimmt, ich habe mich auch von den Bildern täuschen lassen: Es gibt das lange, fast eineinhalbstündige Video von der Brücke in der Friedrichstraße und zwei unabhängige Quellen aus der Leitung der zur Demo abgeordneten Polizeieinheiten (u. a. nach Luftbildern): Es waren um die 800.000 Demonstranten. Die Tiergartenphotos, mit den auch Telepolis (mit der erstaunlichen Zahl von 1634 Leserkommentaren! Dort auch ein Hinweis, daß in den Tiergarten deutliche über eine Million Menschen passen soll) die geringe Zahl zu beweisen sucht, entstanden nach einer Anweisung von PPin Barbara Slowik, wie man hier einer halben Stunde nachhören kann.
        Wann merken unsere Regierungs-Angsthasen eigentlich, daß man im Internetzeitalter fast nix mehr längere Zeit geheim halten kann?

  2. Für mich unerheblich wie viele Menschen dort waren, ebenso ob die Pozilei recht hat, oder die Veranstalter. Was mich stört ist die Berichterstattung an sich. Verschwörungstheoretiker, linke Spinner, Impfgegner, Coronaleugner, Neonazis usw. usf.
    Es gibt den Journalistischen Grundsatz sich nicht mit einer Sache gemein zu machen, was natürlich bedeutet, neutral über etwas zu berichten. Das nennt sich dann Journalismus und Nachrichten.
    Davon sind wir mittlerweile Meilenweit entfernt, sowohl bei der ARD, als auch beim ZDF und den Reichweiten starken Onlinemedien.
    Eine Demokratie lebt auch von Pluralität in den Meinungen. Wenn ich aber keine anderen Meinungen gelten lasse, außer dem offiziellen Narrativ, sämtliche Andersdenkende Verächtlich mache, sie diffamiere, oder der Lächerlichkeit Preis gebe, dann hat das mit Demokratie nichts mehr zu tun.
    Leute wie Wodarg, oder Bhakdi sind ja keine Bachputzer, oder sonstige Flachpfeifen, sondern haben eine Fundierte Ausbildung und wissen von was sie reden.
    Was diese zu der Thematik beigesteuert haben, wurde schlicht und ergreifend lächerlich gemacht, genauso wie alle die sonst eine andere Meinung zu dem Thema haben.
    Anscheinend scheint die Abkehr von Demokratischen Grundsätzen die allerwenigsten in Deutschland zu stören, was vielleicht auch der Angstmacherei die wegen Corona gemacht wird, geschuldet ist.
    Jederzeit bereit einen Maskenlosen fast eine in die Backen zu hauen, gestern gesehen im Supermarkt, obwohl der gute Mann ein ärztliches Attest an einem Anhänger um den Hals hatte, sich aber ansonsten einen Scheiß um den Körperlichen Abstand zu kümmern, wenn man etwas aus dem Regal nimmt, denn man hat ja schließlich eine Maske auf, DASS Allheilmittel des 21 Jahrhunderts, soweit sind wir mittlerweile in unserem Land.

  3. Also diese Fotos alleine sind mir nicht Beweis genug, trotz dem gehe ich davon aus das es so ist wie im Artikel beschrieben.
    Es müssten schon Fotos des kompletten Geländes, von oben, mit allen Teilnehmern drauf sein.

  4. Erstaunlich auch, dass ca 14:30 auf Spiegel-Online die Mitteilung kam, dass die Demo aufgelöst worden se. Tatsächlich aber wurde sie es erst ca 16:30. Leider kein Screenshot vorhanden. Und ich selbst habe diese App zum Glück nicht.
    Da kommen Erinnerungen zum BBC-Bericht über den Einsturz von Gebäude 7 vor dem intakten Gebäude…

  5. 1,3 Millionen?
    Die Loveparade ging von Brandenburger Tor bis Ernst-Reuter-Platz!

    20.000?
    Die Demo gegen die Bundesregierung ging nur von Siegessäule bis kurz vor das Brandenburger Tor.

    Es wird am Ende irgendwas in der Mitte sein und somit ist auch verständlich, warum man heute nichts mehr in den öR hört oder sieht davon!

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