Deutsche Botschafterin in den USA: US-Truppen schützen nicht Deutschland, sondern US-Interessen

Offiziell sind die US-Truppen zum Schutz Deutschlands hier. Dass diese These der deutschen Transatlantiker unwahr ist und sie das auch wissen, kann jeder erfahren, der zuhört, was sie in Washington erzählen, worüber aber die deutschen „Qualitätsmedien“ nicht berichten.

Trump hat angekündigt, 9.500 Soldaten aus Deutschland abzuziehen und der Aufschrei von Politik und Medien ist groß. Man redet von einer Gefahr für Deutschland, denn die US-Soldaten sind ja angeblich zu unserem Schutz im Lande. Dass das nicht so ist, ist jedem klar, der sich fragt, welche Länder denn aktuell eigentlich planen, Deutschland zu überfallen. Aber die Transatlantiker vertreten ihre These mit dem Brustton der Überzeugung und man sollte meinen, dass sie zumindest selbst daran glauben. Das ist nicht so, wie die deutsche Botschafterin, Emily Haber, in Washington nun offen gesagt hat.

Haber hat an einer Videokonferenz des Council on Foreign Relations teilgenommen, dieser Think Tank ist bekanntlich in den USA sehr mächtig und hat großen Einfluss auf die US-Außenpolitik. Wörtlich schrieb Reuters dazu:

„Unsere Zusammenarbeit in militärischen und Sicherheitsfragen war immer sehr eng und wird es auch bleiben“, sagte Haber auf einer virtuellen Veranstaltung des Think Tanks Council on Foreign Relations. „US-Truppen … sind nicht dazu da, Deutschland zu verteidigen. Sie sind da, um die transatlantische Sicherheit zu verteidigen. … Sie sind auch da, um amerikanische Macht in Afrika, in Asien zu projizieren.“

Das muss man erst einmal sacken lassen, denn das sind Töne, die man in Deutschland nie hört. Und Frau Haber ist immerhin die deutsche Botschafterin, wenn sie in den USA etwas sagt, dann vertritt sie die deutsche Bundesregierung. Das waren also offizielle Worte der Bundesrepublik Deutschland, bzw. ihrer Regierung.

Frau Haber sagte ganz offen und wörtlich, dass die US-Truppen nicht in Deutschland sind, um Deutschlands Sicherheit zu gewährleisten oder Deutschland vor wem auch immer zu verteidigen. Sie sind aus anderen Gründen in Deutschland und die schauen wir uns einmal an.

Was ist die transatlantische Sicherheit?

Frau Haber sagt, die deutschen Soldaten verteidigen in Deutschland die „transatlantische Sicherheit„. Das ist eine gerne benutzte Worthülse, aber was bedeutet sie konkret? Gibt es im transatlantischen Raum irgendein Land, dass die Sicherheit der Region bedroht? Ich wüsste keines, denn die transatlantischen Länder gehören ohnehin alle zur Nato. „Transatlantische Sicherheit“ bedeutet im Klartext „die Dominanz der USA im transatlantischen Raum“.

Die US-Soldaten verteidigen in Deutschland also die US-Dominanz über die transatlantische Region, sprich über Europa. Das ist natürlich im Interesse der USA, keinne Frage. Aber ist es im Interesse Europas, von außen dominiert zu werden? Frau Haber zeigte also sehr offen, dass die US-Truppen in Deutschland den US-Interessen dienen und nicht den deutschen (Sicherheits-) Interessen. Und ihr Auftritt beim Council on Foreign Relations war nicht etwa eine Beschwerde über den geplanten Truppenabzug der USA, sondern Teil der Kampagne in den USA, den von Trump angekündigten Truppenabzug zu verhindern.

Im Klartext: Die deutsche Botschafterin in den USA kämpft dort dafür, dass US-Truppen, die nicht im deutsche Interesse in Deutschland sind, in Deutschland bleiben.

So, wie Frau Haber, verhalten sich Vertreter kolonisierter Länder, nicht Vertreter souveräner Staaten. So haben indische Vertreter in der Kolonialzeit in London agiert, weil sie von der Kolonisierung Indiens, bei der Indien ausgebeutet wurde, selbst persönlich profitiert haben. Die Briten haben das Land ausgebeutet, aber gleichzeitig regionale Herrscher „angefüttert“, damit diese aufgrund ihrer persönlichen Vorteile die britische Politik in Indien unterstützt haben.

Deutschland als Instrument des US-Weltmachtanspruchs

Damit aber nicht genug. Frau Haber sagte auch ganz offen, dass die US-Soldaten in Deutschland sind, um die US-Dominanz in Afrika und Asien zu „projizieren„, also zu sichern.

Zur Erinnerung: Die USA haben die Welt in regionale „US-Commands“ aufgeteilt. Und das US-Africa-Command“ (AFRICOM) ist nicht etwa in Afrika angesiedelt, nein, es sitzt in Stuttgart. Kein afrikanischer Staat wollte die US-Soldaten bei sich haben, weil sie nicht schon wieder von ausländischen Streitkräften besetzt und kolonisiert werden wollten. Da sind die Afrikaner ganz offensichtlich intelligenter, als die Deutschen und Europäer.

Ich finde es immer wieder spannend, dass man die wirklich interessanten Nachrichten in Washington auf Englisch lesen kann, aber eben nicht in Deutschland auf Deutsch. Über diese Aussage von Frau Haber hat Reuters berichtet und jede deutsche Nachrichtenredaktion liest Reuters, sie wissen es also alle. Nur Sie, verehrte Leser, sollen es nicht wissen. Oder haben Sie in den deutschen „Qualitätsmedien“ irgendetwas darüber gelesen?

Gleiches gilt für andere Meldungen der letzten Zeit. Haben Sie in Deutschland davon gehört, dass Russland aggressive Absichten hat? Klar, das lesen wir jeden Tag in den transatlantischen „Qualitätsmedien“. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Das ist gelogen.

Die Lügen der Transatlantiker

Und das wissen die Transatlantiker, die Ihnen dieses Märchen erzählen, auch ganz genau. Vor ziemlich genau einem Jahr hat der ebenfalls sehr einflussreiche und transatlantische US-Think Tank RAND Corporation eine Studie veröffentlicht, die zu dem Schluss gekommen ist, Russland habe keinerlei aggressive Absichten und noch nicht einmal die Absicht, militärisch zu den USA aufzuschließen. Und erst recht habe Russland nicht vor, mehr militärische Macht anzuhäufen, als die USA.

Und was ist das Fazit der Autoren der Studie? Freuen sie sich und empfehlen nun, alle Sanktionen abzuschaffen, die Ausgaben für die offensichtlich unnötige Rüstung zu reduzieren und das Geld endlich in Infrastruktur, Schulen und Gesundheitssystem zu investieren?

Nein, natürlich nicht. Sie beklagen sich stattdessen in der Studie, dass Russland trotz aller Provokationen und Nadelstiche der USA immer noch nicht aggressiv reagiert und geben eine Liste mit Vorschlägen heraus, wie man Russland mit weiteren Maßnahmen so sehr reizen kann, dass es endlich aggressiv reagiert. Wenn Sie mir nicht glauben, die Details und Quellen finden Sie hier.

Die Transatlantiker wissen also sehr genau, dass sie uns Lügen auftischen, sie wissen, dass die US-Truppen in Deutschland Besatzungstruppen sind, die keineswegs im deutschen Interesse in Deutschland sind. Sie wissen auch, dass sie die Menschen anlügen, wenn sie mit Hinweis auf die angeblich aggressive russische Politik fordern, wir sollten doch bitte endlich mehr für die Rüstung ausgeben, Stichwort Zwei-Prozent-Ziel der Nato.

Dieses Geld fließt an die US-Rüstungskonzerne, es geht bei all dem nur darum, mehr Geld aus Europa in die USA zu lenken, ganz so, wie es das britische Weltreich mit Indien und anderen Kolonien getan hat.

Es mag wehtun, aber Deutschland ist nichts anderes, als eine Kolonie der USA. Die deutsche Botschafterin in Washington hat es sehr offen gesagt.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

15 Gedanken zu „Deutsche Botschafterin in den USA: US-Truppen schützen nicht Deutschland, sondern US-Interessen“

  1. Es gibt keine vernünftigen oder guten Gründe für die US-Besatzung.
    Das man trotz dem seit Jahrzehnten so tut als wäre das diskutabel und als gäbe es auch nur ein einziges Argument FÜR diese Besatzung zeigt wie tief wir hier in Deutschland im US-Propaganda-Sumpf stecken.
    Genau so beweist es das unsere Volksvertreter vor allem die Interessen der US-Regierung vertreten und damit in meinen Augen Hochverrat begehen.

    1. Es gibt sehr viele vernünftige und gute Gründe für die US-Besatzung – nur keine, die uns Deutschen im 21. Jahrhundert noch einleuchten müssen!
      Wir haben den zweiten dreißigjährigen Krieg (1914-1945, mit teilweisen Unterbrechungen 1918-1939*) verloren, da hatten wir – seit sich 1943 Churchill und Roosevelt in Casablanca die ”unconditonal surrender“ festgelegt hatten – nichts mehr mitzureden: „Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat“ (JCS 1067). Andernfalls hätte man nur das Konvolut der nach 1932 erlassenen Ermächtigungsgesetze – waren offizieller Bestandteil der WRV – streichen müssen, die WRV war nach wie vor in Kraft!</li<
      Natürlich ist es aus militärischer Sicht klar, daß die USA damals an den jeweiligen Gegenküsten Stützpunkte brauchten, sonst hätte Stalin in den 50er Jahren schon Westeuropa überrannt! Es ist daher illusorisch, daß die USA Ramstein und Okinawa aufgeben werden. Allerdings ist die Liste der Stützpunke heute um einiges länger!
      Daß die nationalstolzen Polen – das ist jetzt keine Kritik, sondern eine nüchterne Feststellung v.a. vor dem Hintergrund, daß die meisten Deutschen jeden Nationalstolz aufgegeben haben! – nach der Vierten Polnischen Teilung sowohl Rußland als auch Deutschland mißtrauen und starken militärischen Schutz suchen (vgl. eine ähnliche Situation mit der brit./frz. Garantieerklärung 1939), halte ich für – im polnischen Sinn – logisch, unabhängig von den damaligen Ansichten und Optionen!
      Deutschland steckt nicht erst jetzt im US-Propaganda-Sumpf! Auf der einen Seite gab und gibt es bis heute höchstes Lob für Wehrmacht und SS, auf der anderen Seite wird Wehrmacht und SS heute undifferenziert der Beteiligung an Greueltaten verdächtigt. Mit meiner Kenntnis einiger Autobiographien kann ich der Einschätzung nicht widersprechen, daß ein erheblicher Teil der Deutschen (insbesondere der Offiziere!) am 1. September 1939 – auch aus der damals recht frischen Kenntnis des Weltkrieges (gemeint ist natürlich der Erste!) – der Auffassung war, der Krieg sei nicht zu gewinnen! Die Massenvernichtungen – nicht nur der Juden – hat man deshalb genauso vor den ‚einfachen‘ Deutschen geheim gehalten, weil man den Zusammenbruch der Heimatfront aufgrund von Massenempörung befürchtete, nicht zuletzt aus schlechten Erinnerungen von 1916ff.
      Dazu kommt, daß man schon vor 1945 die Umerziehung genau geplant hat: Zunächst wurden abservierte Politiker oder wenig Belastete genommen, aber auch, wie die unzähligen Umbesetzungen in den ersten Jahren nach Kriegsende beweisen, Funktionsträger des Dritten Reiches, die sich dann aufgrund der Erpressbarkeit auch blitzschnell abservieren ließen. Und das ging zu durch alle Parteien und alle Nachfolgestaaten! Man wollte ganz gezielt die nicht allzu sehr belasteten autoritären Verantwortungsträger dazu benutzen, die autoritären Deutschen i.S. der amerikanischen Vorstellungen umzuerziehen! Und das ist gelungen!
      In der Folge hat man dann Karrierenetzwerke für Politiker (z.B. die Atlantik-Brücke 1952, Übersicht) geschaffen, die Politiker mit den „richtigen“ Ansichten in Positionen „beförderte“. Oder – der Recherche des Spiegel sei Dank – mittels Skandalberichterstattung „verhinderte“. Diese Recherche beruhte u.a. darauf, daß der Spiegel seit Gründung alle deuschen Presserzeugnisse abonniert hatte und diese sorgfältig archivierte!
      Ein passendes aktuelles Beispiel ist Philipp Amthor: Nachdem er so dumm war, sich mit einem amerikanischen Unternehmen zu sehr einzulassen, ist er jetzt erpressbar, kann folglich seine politischen Ansichten nur in Übereinstimmung mit den amerikanischen vertreten. Denn eine Heckenschützen-Attacke ist angesichts fehlender Gegenkandidaten wenig wahrscheinlich. Eher Muttis Absicht, den allzu konservativen Unions-Sprößling klein zu halten.
      Wir sollten uns auch von der Illusion freimachen, daß es zur Westorientierung Alternativen gegeben hat. Schon Adenauer hat seinen Spielraum mit seiner Ablehnung der Stalin-Noten geschickt erweitert, in dem er eine Verschiebung der Abstimmung über die Pariser Verträge ins Spiel brachte! Und die drei in den siebziger Jahren aus Vielzahl der Neugründungen übrig gebliebenen Parteien haben sich – tw. „nach div. Häutungen” – alle nach Amerika orientiert haben, schließlich gab es auch dort verschiedene politische Strömungen und weniger Einheitsbrei, als man es heute gewohnt ist. Einen Teil dieser Ansichten kann man z.B. beim ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ron Paul regelmäßig lesen.
      Der Spiegel hat – unter der Leitung von Rudolf Augstein – als Lizenzpresse die alliierten Wünsche genauso berücksichtigt, wie es vor 1945 in der nach 1933 stark gelichteten deutschen Presselandschaft geschehen ist, ohne daß jedesmal bei Goebbels angerufen wurde. Konnten doch selbst Mitarbeiter der Propagandatruppen Lizenzen (Henri Nannen) ergattern oder konnten später in Leitungsfunktionen weiterarbeiten (Karl Korn (FAZ), Giselher Wirsing (Christ und Welt, später aufgegangen im Rheinischen Merkur, den es auch nicht mehr gibt).
      Zu dieser Umerziehung gehört auch der ÖR-RF – Fernsehen ist nach juristischer Beurteilung eine Teilform von Rundfunk: Dieser wurde geschaffen auf Anraten der Briten nach dem Vorbild des damaligen! BBC, weil man in einem zerstörten Deutschland im Privatfunk keine wirtschaftliche Chance einräumte. Die Objektivitätsdebatte reicht bis zur Gründung des ZDF zurück!

      Wir sehen, es gibt viele Argumente für diese Besatzung, aber wir können doch bei Wahlen Parteien in Funktionen bringen, die dies nicht wollen. Und dann wäre es abzuwarten, welche Daumenschrauben aus den angeblich noch verbliebenen Reservatrechten gegen eine solche Regierung eingesetzt werden!
      Sicher hat Humml (s.u.) Recht mit der Aussagen, daß uns mancher Amerikaner dankbar ist für die Chance, die Ihnen der Führer geboten hat. Ich möchte aber daran erinnern, daß die USA danach nur noch einmal ein Patt ( im Koreakrieg) erzielen konnten. Die sonstigen Klein-Konfikte und die zwei Irak-Kriege fallen nicht ins Gewicht, haben die Iraner mit der Botschaftsbesetzung den USA doch eine viel größere Schmach zugefügt!

      *) Da hinein gehören nicht nur die Auseinandersetzungen um die Abstimmungsgebiete, sondern auch der Ruhrkampf oder die Rückgliederung des Saarlandes 1935.

      1. Ich sage da nur eins. Unterschätzt die Amerikaner nicht. Wir sollten uns ab und zu an die „Totgesagten“ erinnern.

        Trump hat die Deutschen an ihren „fetten Eiern“, und die heißen (historisch einmaliger) „Leistungsbilanzüberschuß“ und „Exportweltmeisterschaft“. (2015 soll der Export in die U.S.A. erstmalig größer gewesen sein, als der in die EU)
        Und Trump hat die Mittel und überhaupt keine Skrupel, sie notfalls ein zu setzten.
        Die können dann z.B. so aussehen:
        „…
        Wenn die Preis- und Kostenänderungen nicht ausreichen oder politisch nicht durchgesetzt werden können, dann werden früher oder später die Grenzen dicht gemacht oder auf subtilere Weise dafür gesorgt, dass Überschussländer wie Deutschland weniger exportieren können.
        Qualitätsstandards zum Beispiel sind weltweit ein beliebtes Mittel, um Konkurrenz auszuschalten, ohne offen gegen die Grundsätze der Welthandelsorganisation zu verstoßen. Auch innerhalb der EU ist das möglich, worauf Hans-Werner Sinn am Beispiel der Festlegung der Grenzwerte beim CO2-Ausstoß von Autos hinweist (Wirtschaftswoche vom 27.5.2013).

        Über all das sollte sich ein Dauer-Nettoexportland allerdings nicht wundern. Wer nicht versteht, dass Freihandel von souveränen Staaten immer Handel unter Gleichen sein muss, immer ein Geben und ein Nehmen, der ist naiv und wird am Ende für seine Naivität bestraft.
        …“
        https://makroskop.eu/2015/09/reisen-nach-athen-und-dublin-europas-endgame-hat-begonnen/

  2. Diese ganze Diskussion darüber, dass uns die US-Besatzungstruppen „schützen“ geht seitens der Befürworter i.d.R. ins Irrationale. Mir konnte noch niemand erklären, vor wem uns die US-Besatzer „schützen“ sollen. Da werden irrige Feindbilder bemüht, wie natürlich Russland, aber auch der Iran. Warum z.B. der Iran mit 80 Mio. Einwohnern Deutschland oder andere NATO-Staaten bedrohen sollte, erschließt sich mir nicht. Bei Russland ist es ähnlich. In diesem Riesenland leben ca. 145 Mio. Einwohner und es gibt ähnlich wie bei uns das Problem der Landflucht. Warum sollten die Polen oder das Baltikum angreifen, mal unabhängig davon, ob diese Staaten nun in der NATO sind oder nicht. Sowohl im Baltikum als auch in Polen gibt es antirussische Ressentiments und zu holen gibt es dort auch nichts. Warum sollte sich Russland also einen derartigen Stress antun und dort einmarschieren.
    Das ist doch völlig irrational. Aber die US-Kopfwäsche und Propaganda hat sich bei etlichen so tief in die Schädelplatte eingebrannt, dass geht nicht so schnell raus und die die Gebetsmühle, aus der die antirussische Propaganda kommt, wird immer schneller gedreht.
    Tatsächlich sind die US-Besatzungstruppen hier ein völlig unkalkulierbares Sicherheitsrisiko. Die USA haben Deutschland erst versucht in ihre verbrecherischen, völkerrechtswidrigen Kriege samt „Krieg gegen den Terror“ hineinzuziehen, wodurch sich der islamistische Terror auch hier ausbreitete und mit ihrer seit dem Putsch in der Ukraine immer aggressiveren Politik und dem Schleifen von Abrüstungsverträgen auch zur Zielscheibe russischer Raketen gemacht. Und wenn man sich die Kommentare in den Revolverblättern FAZ oder WELT ansieht, die als Nachrichten auf dem Smartphone eingeblendet werden, dann fragt man sich, ob die Vertreter dieses „hochwertigen Journalismus“ nicht in der Klapsmühle besser aufgehoben sind. Aber leider werden wir diese Besatzer, die sich ja auch so verhalten, kurz- und mittelfristig nicht los, weil die US-Kollaborateure in Politik und Wirtschaft einfach zu großen Einfluss haben. Unabhängig davon muss natürlich auch bei jeder passenden Gelegenheit der Abzug der Besatzer gefordert werden!

  3. Mir fiel auf, dass die polnische Regierung sich seit Jahren den USA anbiedert, US-Truppen in Polen zu stationieren – und aus Deutschland abzuziehen. Ein langjähriger Berater US-amerikanischer Präsidenten war der Pole Zbigniew Brzezinski. Er starb 2017. Wer weiß, welchen Verlauf die Geschichte nehmen wird. Das katholische Polen und das katholische Frankreich waren schon mindestens einmal Verbündete der angloamerikanisch-jüdischen Allianz. Und wenn Deutschland so weitermacht, die Bevölkerung gegen nichteuropäische Invasoren auszutauschen (siehe Talmud und Kalergi-Plan), dann kann ich mir schon vorstellen, dass das marxistische Deutschland abgeschsäafft wird und z.B. Polen Mecklenburg-Vorpommern bekommt.

    1. „angloamerikanisch-jüdische Allianz“, „nichteuropäische Invasoren“, „Talmud“, „Kalergi-Plan“ und – das absolute „Hochlicht“ – „marxistisches Deutschland“.
      Da fehlen ja eigentlich nur noch „Die Protokolle der Weisen von Zion“ und die „jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung“ – vielleicht noch ein bißchen „Kabbalah“.

      Also wenn sich derartige „Experten“ unappetitlicher Einfärbung hier ausbreiten, sind wir weg.
      (Gut, die Aussicht mag allgemeine Erleichterung auslösen.)

      1. Damit werden Sie leben müssen. Mir gefallen viele Kommentare hier nicht, aber solange keine gesetzwidrigen Kommentare oder persönliche Beleidigungen gepostet werden, lösche ich nichts. Meinungsfreiheit bedeutet auch, die Meinungen zu ertragen, die man nicht mag oder sogar abstoßend findet. Und da Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt (also einander widersprechende Meinungen) das Hauptanliegen dieser Seite sind, lösche ich nur in sehr seltenen Ausnahmefällen Kommentare, obwohl es mich bei manch einem Kommentar durchaus schon in den Fingern gejuckt hat…

        1. Ja, da haben Sie natürlich recht.
          Ich muß in diesem Land mit um ein Vielfaches Unerträglicherem leben, und ich gestehe, damit hatte ich 1990 dann doch nicht gerechnet – obwohl – wir hätten es wissen müssen.

  4. „Trump hat angekündigt, 9.500 Soldaten aus Deutschland abzuziehen und der Aufschrei von Politik und Medien ist groß. Man redet von einer Gefahr für Deutschland, denn die US-Soldaten sind ja angeblich zu unserem Schutz im Lande.“

    Nun für die Sicherheit Deutschlands könnte das durchaus zu einer Gefahr werden, allerdings aus anderen Gründen und genau darum werden diese Gründe von den Transatlantischen Laberbacken nicht erwähnt.
    Sollten die 9500 Soldaten nämlich nach Polen verlegt werden, was wahrscheinlich der Fall sein wird, so ist das ja nichts anderes als eine weitere Provokation Russlands und sollte irgendwann die Situation eskalieren, hätten wir ein Sicherheitsproblem. Logischerweise steht und fällt Deutschland nicht wegen 9500 Gi’s, sondern durch seine Kadavertreue gegenüber dem Imperium und wenn es uns nicht gelingt uns von den US-Aggressionen zu distanzieren, sehe ich schwarz für Deutschland, wenn es irgendwann kracht. Dem Ami dürfte es egal sein.
    Vielleicht haben die ganzen Transatlantiker die Phantasie, dass sie rechtzeitig von den USA evakuiert werden. Vielleicht haben sie aber auch nur einen an der Waffel…

  5. Ich tippe auf … an der Waffel.

    Wer glaubt denn an die Zahlen? Warum nur 9500 warum nicht 20.000? Wie viele von dem Übel gibt es wirklich? Diverse Sondertruppen nicht vergessen. Inklusive aller Geheimdienste mit militärischen Befugnissen.

    Natürlich, auch ich gehe davon aus, dass das Zahlungsverhalten nicht der Grund ist sondern die Gasleitung.
    Offensichtlich verspricht sich Polen mehr Macht denn Machtversessen waren sie geschichtlich betrachtet schon immer, fragt mal die anderen Nachbarn.

    Es ist an der Zeit sich von Bündnissen zu verabschieden die dem Land nicht gut tun. Die NATO steht da an erster Stelle. Und weil die europäische Verteidigung sich nicht von NATO Strukturen löst bleibt nur die Neutralität.
    Selbst die EU widerspricht sich in außenpolitischen Sichtweisen und wird zur Gefahr für alle. Das sieht man schon an der „Entwicklungshilfe“ oder „Wirtschaftshilfe“.

    Für Russland ist das nähern von NATO Truppen nur ein weiterer Beweis für die Richtigkeit seiner Aussagen und damit erhöht sich im Gegenzug die Glaubwürdigkeit im Ausland nur noch mehr. Mit wen wird man Handel betreiben wollen, dem Lügner/Betrüger oder dem Ehrlichen?

  6. „„Die Nato ist keine Handelsorganisation und Sicherheit ist keine Ware. Die Nato gründet sich auf Solidarität und auf Vertrauen“, unterstrich Kramp-Karrenbauer – war gestern bei Sputnik zu lesen. Wenn ich solchen Müll lese, frage ich mich, wer einen solchen Schwachsinn zu Papier bringt! „sehr willkommen“ sollen die US-Besatzungstruppen auch noch sein. Dass sie nicht willkommen sind, kann man, so überhaupt noch zugelassen, selbst in den Kommentarspalten der „Qualitätsmedien“ lesen! Es ist völlig unverantwortlich, eine derart unqualifizierte Person wie Kramp-Karrenbauer zur Verteidigungsministerin zu machen. Der fehlt jeglicher historischer und vor allem auch aktueller politischer Sachverstand! Jeder RT oder anti-spiegel Leser steckt die bei einer Diskussionsrunde in den Sack und beweist der, dass sie keine Ahnung hat!

  7. Zusatz: Ich stelle mir auch schon seit längerem die Frage, ob in diesem „Verteidigungsministerium“ überhaupt noch Sachverstand vorhanden ist, der vor allem auch eine Stimme hat oder ob da nur noch Figuren wie Kramp-Karrenbauer und Flachzangen wie dieser ehemalige CDU-Generalsekretär P. Tauber herumlaufen. Wer wie Kramp-Karrenbauer öffentlich von „11.ooo toten ukrainischen Soldaten“ fabulierte, gibt doch in aller Öffentlichkeit zu Protokoll, dass er überhaupt nicht weiß, was im Donbass überhaupt los ist! Ich stelle mir vor, wie ein S. Schoigu mit dieser Person verhandeln muss. Das dürfte in etwa so ablaufen wie beim Interview W. Putin mit J. Schönenborn (WDR) https://www.youtube.com/watch?v=yrwfaZj479g welches unter dem Titel : Putin nimmt schlecht vorbereiteten WDR-Reporter auseinander.
    Das kann nicht funktionieren, weil Kramp-Karrenbauer sich für etwas Besseres, eben Vertreterin der westlichen „Wertegemeinschaft“ hält!

  8. Ich hätte eine Botschaft an die Frau Botschafterin Haber (obwohl ich gar nicht dazu befugt bin): Frau Haber, Ihre Huldigung und die damit einhergehende Politik ist nicht vom amerikanischen Volk legitimiert. Siehe die Rede von Donald Trump auf West Point am 13.6. „Each of you begins your career in the Army at a crucial moment in American history. We are restoring the fundamental principles, that the job of the American soldier is not to rebuild foreign nations, but defend and defend strongly our nation from foreign enemies. We are ending the era of endless wars. In its place is a renewed, clear-eyed focus on defending America’s vital interests. It is not the duty of US troops to solve ancient conflicts in faraway lands that many people have never even heard of. We are not the policemen of the world.“ Übers.: Jeder von Ihnen beginnt seine Karriere in der Armee in einem entscheidenden Moment der amerikanischen Geschichte. Wir stellen die Grundprinzipien wieder her, dass es nicht die Aufgabe des amerikanischen Soldaten ist, fremde Nationen wieder aufzubauen, sondern unsere Nation zu verteidigen und gegen ausländische Feinde stark zu verteidigen. Wir beenden die Ära der endlosen Kriege. An ihre Stelle ist ein erneuter, klarer Blick auf die Verteidigung der vitalen Interessen Amerikas getreten. Es ist nicht die Pflicht der US-Truppen, uralte Konflikte in fernen Ländern zu lösen, von denen viele Menschen noch nicht einmal gehört haben. Wir sind nicht die Polizisten der Welt. — Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    Es ist nicht wahr, dass man solche Töne, wie die Botschafterin äußert, in Deutschland nicht hört. Ich habe das gleiche vor nur einigen Tagen in einem Kommentar hier geschrieben, und ich habe darauf hingewiesen, dass Jürgen Trittin sich auch so geäußert hat – Nah Ost, Afrika, Asien – und das er deswegen den Truppenabzug ganz schrecklich findet. In dieser Frage muss man einsehen, dass – obwohl es vielleicht eine große Überraschung für manchen sein könnte –Trittin ganz klar und entschieden Das Deutsche Establishment vertritt: also, doch, die US Truppen – meinetwegen „Dominanz“ – dient *deutschen Interessen*, und ganz offen steht Trump diesen Interessen im Wege (mehr davon siehe unten).

    Nur sind die *deutsche Interessen* nicht in erster Linie auf eine Verteidigung gegen Angreifer, von wo aus auch immer, sagen wir einmal, „aus dem Osten“, gerichtet, sondern *deutsche Interessen* sind die Rohstoffe und Transportwege, eine fortgesetzte Chaosstiftung in den Gebieten, die die USA früher militärisch zu dem Zweck abdeckten, weil Das Deutsche Establishment gar nicht vor hat, mit stabilen Regierungen auf fairer Basis Handel zu betreiben, sondern kostenmindernd die Destabilisierungs-Aufgaben, die früher von den Amerikaner erledigt wurden, selbst in die Hand zu nehmen. Zusammen mit Frankreich, natürlich: kaum einer wird sich daran erinnern wie Trump nach einem G-7 Meeting, wo es u.a. um Terrorismusbekämpfung ging, kurz dem französischen Präsidenten auf einer Pressekonferenz sagte, „Na, ja, die meisten Terroristen sind so wie so in Paris, nicht wahr Immanuel?“ Wo sind die deutschen Gerichtsprozesse gegen deutsche ISIS-Mitglieder aus Syrien? In Zeiten der „RAF“, reichten Indizien aus über eine Mitgliedschaft in einer terroristische Organisation um Menschen hinter Gittern zu bringen. ISIS ist wohl ein besonderer Fall. Da muss man offenbar „einfühlsamer“ oder „humanitärer“ mit den von den USA gefangengenommenen Personen umzugehen. (Sarkasmus, ja.) Warum ist Deutschland nicht von der „Assad muss weg“ Politik abgerückt? Wie viele anderer solcher „Punkte“ möchten Leser hier auf dem Radarschirm platzieren, die den Hauptpunkt abrunden?

    Wie ich auch in dem früheren Kommentar schrieb (ich habe es nur nicht so geschrieben wie hier und jetzt), wenn wir die öffentlich bekannten, geplanten Neuanschaffungen für die Bundeswehr gegenüber irgendwelche denkbaren Verteidigungsaufgaben stellen, hat absolut nichts einen Sinn. Das heißt aber gar nicht, dass die geplanten Anschaffungen keinen Sinn haben. Dass keiner im deutschen Establishment offen sagen will warum etwas Sinn machen soll, ist nur ein Indiz dafür, dass das Establishment zumindest vorläufig und für jetzt die Frage der Legitimation dem Volk nicht vorlegen möchten. Nach Schaffung der vollendeten Tatsachen, würden sie es eventuell im Schnellverfahren, sagen wir einmal nach einem „Terrorangriff“ irgendwo in Afrika (False Flag), als dringende Veranlassung, durch das Parlament absegnen lassen. Das alleine müsste ausreichen um festzustellen, dass wir es hier mit dem transatlantischen Deep State zu tun haben.

    Mit anderen Worten, mit dem Abzug amerikanischer Kräften aus Deutschland, bekommt Deutschland kein Geschenk der Souveränität. Nicht so lang wie dieser Deep State sein Unwesen treibt und das Deutsche Establishment unter seiner Steuerung hat.

    Nochmals: die US Truppen waren immer in Deutschland wegen „deutscher Interessen“ weil deutsche Interessen sich perfekt mit den internationalen Finanz-Aasgeiern decken. Das gefällt sicherlich den normaldenkenden Mensch in Deutschland gar nicht, aber so ist es nun einmal. Das blah-blah um US Politik, das der Tatsache von Trump nicht Rechnung trägt, verbaut ein Verständnis für den ganzen Aufruhr gerade jetzt im deutschen Establishment. Trump spricht von einer „Wiederherstellung fundamentaler Prinzipien“, „restoration“, und das bringt das deutsche Establishment auf einen direkten Konfrontationskurs mit „den USA“. CFR ist nicht die USA. Die Frau Botschafterin hält nur eine Predigt für ihren eigenen Kult.

    (Randnotiz: die RAND Corporation ist ein Klüngel von „ewig Gestrigen“, inkompetenten Kriegsplanspielern, ungefähr auf dem Rang von einem John Bolton, dem die Chance gegeben wurde, allen zu zeigen, was für ein Idiot er ist. Alles was diese Stümper „planen“ ist garantiert schon in Russland auch durchgespielt worden, ohne schlaflose Nächte. Wie ein alter Freund von mir, russischer Gesandter zur NATO in der UdSSR-Zeit, mich einmal bei einem NATO Meeting fragte, „Wann werden die Amerikaner lernen, dass, wenn man Schach spielt, muss man mehr als einen Zug im Voraus denken?“ Das war „Happy Hour“ in Brüssel. Ich antwortete damals: „Nie“, worauf ein Haufen US Offiziere die Bar verließen. Sie wussten wohl, dass sie beleidigt worden waren, nur wussten sie nicht warum. Ich merke aber, dass es etwas dauert bis Leute ihren Respekt vor diesen RANDy Boys verlieren, man glaubt anscheinend, dass was immer sie „planen“, tatsächlich in Erfüllung geht, während, wie mein russischer Freund sagte, sie denken zwar daran einen Zug zu machen, aber das war es dann auch schon: wie sie den Zug machen sollen, mit welchen Mitteln, und ob der Zug sich als Bumerang erweisen wird, d.h., dass ihr Zug ihren eigenen Verlust herbeiführt, davon haben sie nie eine Ahnung gehabt.)

    Hinsichtlich der Konfrontation erschien heute bei german-foreign-policy ein durchaus interessanter Artikel: „Transatlantische Konflikte — Konflikte um US-Truppen in Deutschland und um Nord Stream 2: Bundeswehrprofessor plädiert für Überprüfung der transatlantischen Beziehungen“. (https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8308/) Ich überlege mir einen eigenen Artikel dazu zu schreiben.

    Ein Leckerbissen voraus: „In recht grundsätzlicher Weise hat sich nun Michael Staack zu den transatlantischen Differenzen geäußert. Staack, Professor für Internationale Politik an der Bundeswehr-Universität in Hamburg sowie Präsident des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit an der Bundeswehr-Führungsakademie, urteilt, „der springende Punkt“ in den derzeitigen transatlantischen Konflikten sei, dass nicht mehr – wie noch während der Präsidentschaften von George W. Bush und Barack Obama – deutsch-US-amerikanische „Interessengegensätze in einem breiteren Spektrum von Gemeinsamkeiten unter Kontrolle gehalten werden“ könnten, sondern dass „heute deutsche und amerikanische Interessen in allen wichtigen Fragen auseinandergehen“.“ Und Untertitel: „Beschwichtigen reicht nicht aus“.

    Ein brenzliger Vorwurf: die USA seien spionagemäßig in Deutschland aktiv auf eine Art und Weise die „“nicht vereinbar“ sei mit einen “ internationalem Recht“, zum anderen „mit den europäischen sicherheitspolitischen Interessen“.“

    Nun, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich hätte aber, meine Vorstellungskraft hin oder her, nichts darüber geschrieben ohne ein Verweis auf eine deutsche Dienststelle. Unter der Voraussetzung, dass wir, wie oben skizziert, die wahre Bedeutung von solchen Floskeln wie „deutsche“ oder gar „europäische sicherheitspolitische Interessen“, verstehen, kann es sein, das die US Aktivitäten mit den Interessen der Menschen in Deutschland vereinbar sind. Das ist ein heißes Eisen.

    Hier wird eine Eskalation betrieben bzw. von Trump offensichtlich forciert, und es wird interessant sein zu sehen, was das Deutsche Establishment sich einfallen lässt, sollte sie Beschwichtigung (Diplomatie-Sprache für Heuchelei) beenden. Der Professor plädiert dafür, das Bundeswehr Planungsstäbe (also, deutsche RAND) sich damit befassen, was so viel heißt, als das zur Zeit dem Establishment noch nichts eingefallen ist. Doch wenn die Bundeswehr und die Führungsakademie (für die „Generalstäbler“) planen, wären die Ergebnisse vermutlich besser, handfester, realitätsbezogener (allemal besser als McKinsey) als die Corona-Planung der Regierung. Es gebe dann „natürlich Kosten“, „und zwar nicht nur finanzielle, sondern vor allem politische“: „nämlich einen dauerhaften Konflikt mit den USA“, so der Artikel bei gfp. Doch da würde ich etwas Gutes sehen: Wie kann man seine eigenen Interessen definieren wenn man „Kosten“ scheut, d.h. wenn man beschwichtigt und heuchelt, und das dauerhaft? „Art of the Deal“ oder „Art of War“: da gibt es keinen so gravierenden Unterschied.

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