Kohleausstieg – Klimaschutz oder Milliardengeschenk an die Energiekonzerne?

Es wird behauptet, die „Klimahysterie“ (Achtung: Unwort des Jahres 2019) sei nichts anderes, als ein Milliardengeschenk für die Industrie, vor allem für die Energiekonzerne selbst. Eine Verschwörungstheorie? Die nackten Zahlen geben die Antwort.

Die Bundesregierung hat den Kohleausstieg bis 2038 beschlossen und auch wenn nicht alle Details bekannt sind, reichen die bekannten Fakten völlig aus, um zu verstehen, was der Kohleausstieg tatsächlich bedeutet.

So bekommen die Betreiber der Kohlekraftwerke 4,35 Milliarden Euro geschenkt. Der Spiegel hat es beim Namen genannt, jedoch ohne zu erklären, was es bedeutet:

„Durch den geplanten Ausstieg aus der Kohle-Stromgewinnung werden Konzerne wie RWE, EnBW, Uniper und der tschechische Versorger EPH mit seinen ostdeutschen Gesellschaften Leag und Mibrag ihre Anlagen früher schließen müssen und daher weniger daran verdienen können als geplant. Das soll nun von staatlicher Seite ausgeglichen werden.“

Das ist ein Geschenk für die Konzerne. Alle ihre Kraftwerke sind lange genug am Netz, um Gewinne gemacht zu haben. Es geht also nicht darum, den Konzernen Entschädigungen zu zahlen, weil sie ihre Investitionen nicht mehr hereinbekommen und hohe Verluste machen. Eine solche Entschädigung wäre ja noch verständlich.

Nein, es geht darum, dass die Konzerne weniger Gewinn machen, als sie wollten.

Und dann sagen die Konzerne, wie viel Gewinn ihnen angeblich verloren geht und der Bund bezahlt das. Der Bund übernimmt also eine Gewinngarantie für die Konzerne.

Ein Vergleich: Stellen wir uns vor, der Bund möchte die kleine Bäckerei um die Ecke zwingen, ihren Laden zu schließen. Und der Bäcker könnte sagen: „Ich denke, dass in Zukunft noch viel mehr Leute bei mir Brötchen kaufen, als bisher. Also berechne ich meinen Gewinnausfall der nächsten Jahre auf diesen Zahlen.“ Und der Bund würde das dann anstandslos bezahlen.

An diesem Beispiel merkt man, wie absurd das Ganze ist.

Erstens würde der Staat nie einem kleinen Bäcker irgendwas erstatten. Oder haben Sie davon gehört, dass der Bund den Bäckern nun irgendwas erstattet, weil er sie zwingt, für jedes Brötchen einen Kassenbon zu drucken? Auf den Kosten bleiben die Bäcker sitzen, obwohl das auch ihren für die Zukunft geplanten Gewinn schmälert.

Zweitens ist das absurd, weil niemand weiß, welchen Gewinn eine Firma nächstes Jahr macht. Und erst recht weiß niemand, welchen Gewinn sie in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren machen würde. Aber die Energiekonzerne haben dazu Zahlen vorgelegt und der Bund wird ihnen nun die gewünschten Summen auszahlen.

Dabei könnte es zum Beispiel sein, dass Kohle in zehn Jahren viel teurer ist, als heute und dass daher die Gewinne viel niedriger wären, als nun berechnet. Der Staat nimmt den Energiekonzernen im Zuge des Kohleausstiegs das unternehmerische Risiko ab. Und in Deutschland protestiert niemand dagegen, weil dieser Unsinn hinter dem schönen Wort „Kohleausstieg“ vertsteckt wird. Aber bezahlen dürfen es die Steuerzahler und Verbraucher in Deutschland.

Um das absurd zu finden, muss man kein „Linker“ sein, im Gegenteil. Eigentlich müssten bei so etwas alle Wirtschaftsliberalen, alle Globalisierungsverfechter und wie sie sonst noch heißen, aufschreien. Sie sind es doch, die den Markt und das unternehmerische Risiko über alles stellen. Was wir hier aber als „Kohleausstieg“ verkleidet präsentiert bekommen, ist Planwirtschaft alter Schule.

Auch die Höhe der Entschädigung spricht Bände:

„Dabei wird ab 2020 eine gewisse Menge an Steinkohle-Leistung festgelegt, die vom Netz gehen soll. Dann fordert der Bund die Betreiber auf, Entschädigungsforderungen für die Abschaltung einzureichen. Dabei wird 2020 die Höchstsumme von 165.000 Euro pro Megawatt vorgegeben. 2021 und 2022 beträgt die Summe 155.000 Euro, die anschließend von Jahr zu Jahr um rund 25 Prozent gesenkt wird. 2026 sind es noch 49.000 Euro. Wer die geringsten Kompensationen verlangt, erhält den Zuschlag zur Abschaltung. Nach 2026 wird gar keine Entschädigung mehr gezahlt und die Anlagen nach Alter zwangsweise außer Betrieb gesetzt.“

Ich weiß, dass Megawatt und Megawattstunde unterschiedliche Dinge sind, aber trotzdem lohnt es sich, wenn man einmal den Preis einer Megawattstunde Strom an der Strombörse anschaut. Ein Megawatt wurde dort Ende 2019 für knapp 37 Euro gehandelt, die Entschädigung für eine Megawattstunde beträgt aber zu Anfang bis zu 165.000 Euro.

Schon jetzt ist der Strompreis in Deutschland der höchste in Europa. Wenn Sie jedoch ihre Stromrechnung bezahlen, dann sind nur knapp 25 Prozent der Summe auch tatsächlich die Stromkosten. Über 75 Prozent sind verschiedenste Abgaben.

Von Lindaholm für Strom-Report – http://strom-report.de/strompreis/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56470016

Dieser Anteil wird steigen, wenn das Klimapaket in Kraft tritt und wie die Entschädigungen für die Energiekonzerne bezahlt werden, weiß ich nicht. Vielleicht fließen auch sie in den Strompreis ein. Wenn nicht, dann bezahlen Sie es eben über ihre Steuern, bezahlen müssen Sie es in jedem Fall.

Aber diese vier Milliarden sind nur Kleingeld. Also zumindest, wenn es um Entschädigungen für Konzerne geht. Die Einführung der Grundrente würde ca. fünf Milliarden kosten, das allerdings gilt als teuer und kaum finanzierbar, wenn man den Politclowns in der Regierung glauben will.

Zehnmal so viel soll aber in den Kohleausstieg fließen, wie wir im Spiegel lesen können:

„Im Zuge des Kohleausstiegs sind den betroffenen Regionen für den Strukturwandel über die Jahre zudem 40 Milliarden Euro zugesagt.“

„Strukturwandel“ ist ein schönes Wort. Es bedeutet aber nichts anderes, als dass alle möglichen Konzerne nun in den betroffenen Regionen Subventionen bekommen, wenn sie dort investieren. Auch das ist also nichts anderes, als ein Riesengeschenk, das im Gießkannenprinzip an Konzerne ausgeschüttet wird, die sowieso irgendwo investieren wollen.

Es ist ja nicht so, dass der Kfz-Betrieb oder der Bäcker um die Ecke in den Genuss dieser Gelder kommen.

Aber auch das ist noch Kleingeld. Der Spiegel hat über Super-Uschis Programm für die EU berichtet, dass von der Leyen als Kommissionschefin angekündigt hat:

„So sollen 485 Milliarden Euro aus dem EU-Budget bis zum Jahr 2030 kommen, der Großteil davon vom künftigen Mehrjahresrahmenhaushalt, der von 2021 bis 2027 gelten wird. Das entspreche dem Ziel, dass etwa ein Viertel der künftigen Ausgaben im weitesten Sinne dem Klimaschutz zugutekommen sollten, heißt es.“

Wir können ja mal raten, wer wohl in den Genuss dieser halben Billion Euro kommen wird. Und wir können auch raten, wie viele Berater Super-Uschi wohl anheuern muss, damit sie das Geld auch verteilen kann.

Apropos Super-Uschi: Nachdem sie vor den Ermittlungen wegen Untreue und anderer Straftaten in ihrer Zeit als Verteidigungsministerin nach Brüssel geflohen ist, hat sie sich dort eine Abstellkammer neben ihrem Büro für 72.000 Euro zur Dienstwohnung umbauen lassen, kassiert aber weiterhin neben ihren 28.000 Euro Gehalt auch über 4.000 Euro steuerfreie Mietbeihilfe netto pro Monat, obwohl sie gar keine Wohnung mietet.

Es wäre schön, wenn den Friday-Hüpfern und ihren Fans mal jemand erklären würde, wofür sie in Wahrheit hüpfen: Für Milliardengeschenke an die Industrie, die sie dann, wenn sie irgendwann mal zu arbeiten anfangen, auch noch selbst bezahlen werden.


Bis Ende Januar können Sie mein neues Buch vorbestellen und bekommen dann ein von mir Hand signiertes Exemplar zugeschickt. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2019 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

20 Gedanken zu „Kohleausstieg – Klimaschutz oder Milliardengeschenk an die Energiekonzerne?“

  1. Obiges Geldmache läuft auch bei den AKWs so, der Steuerzahler zahlt, weil die Betreiber vorzeitig vom Netz gehen sollen. Nur das bereitgestellte Geld für Rückbau und Endlagerung reicht bei weitem nicht, künftige Generationen werden wohl mitfinanzieren müssen. 40 Jahre Saus und Braus. Bei der Kole steht die Renaturalisierung der Mondlandschaft dann auch noch an.
    Vom Klimawandel wissen wir seit 30 Jahren. Wir hatten also mehr als genug Zeit uns damit auseinanderzusetzen und die nötigen Schritte einzuleiten. Viele Firmen und Private haben alles gegeben und auf noch mehr verzichtet. Die ganze Hysterie machen eigentlich die, die sachlich und kompetent grosse Kasse machen wollen. Und ganz sicher nicht die Hüpfer. Warum sollen Schüler die Probleme der Weltklasse Politik lösen? Warum werden sie immerzu beleidigt und gescholten?
    Im weiteren ist es doch genau diese Politik die die Preise im internationalen Handel, bei Kleider, Kakao, Gold usw. bestimmt und so die einfachen Länder bis zum geht nicht mehr ausbeutet. Auch dagegen wird gehüpft.

    1. @apied
      „Warum werden sie immerzu beleidigt und gescholten?“

      Werden die Schüler dies? Ich sehe nur, dass es von Seiten der Massenmedien, Politik, Wirtschaft und der dahinterstehenden Eliten erwünschte Proteste sind. Deshalb werden die Proteste von obigen Gruppen seit Beginn praktisch ausschließlich positiv begleitet und gefördert. Deshalb finden diese Proteste überhaupt eine derartig breite Öffentlichkeit in den Medien, deshalb wird das Thema überhaupt in Dauerschleife in den Medien behandelt, deshalb wird seitens der Politik überhaupt reagiert, deshalb reagiert nun auch die Wirtschaft wie der Artikel darlegt oder auch die Reaktion von Siemens zeigt.

      Wären es wirklich unerwünschte Proteste, dann würden obige Gruppen überhaupt nicht auf die Proteste reagieren, sie verschweigen, ihnen keine große Öffentlichkeit geben oder gleich die Proteste und die Schüler (vom Wording) diffamieren. So geschieht es beispielsweise mit den Protesten der Bauern(„Wutbauern“) oder mit den Protesten der Franzosen(„Nazis“, „Randale“ oder „Antisemiten“). Die Schüler werden als „Aktivisten“ bezeichnet – genauso wie die Protestler gegen den Kohleabbau. Über andere Proteste in diesem Land wird gleich gar nicht berichtet oder sie werden in der Öffentlichkeit sofort im negativen Kontext gestellt oder man schickt sogar gleich entsprechende „Schlägertrupps“(Antifa) vorbei, die die Protestler einschüchtern.

      Also werden diese Schüler bzw. jungen Leute nur benutzt. Das ist nicht neu. Das habe ich selbst als unerfahrener junger Mensch erfahren müssen. Die Erkenntnis tat später weh, als die ersten Bomben auf Serbien fielen, die Versprechen nicht eingehalten worden sind, dass man sozialer sei und etwas für die Umwelt tue. Heute wie damals sind auch wieder die Grünen vorne dabei.

      Gehüpft wird ausschließlich für einen Umbau des politischen/wirtschaftlichen Systems in Deutschland, der erwünscht ist und der ausgerechnet die jungen Menschen, die nun hüpfen selbst am härtesten wirtschaftlich treffen wird. Denn diese neue Politik mit dem Abbau der Industrien, die eine Wertschöpfung für dieses Land schafft – (bei gleichzeitiger massiver Zuwanderung von Geringqualifizierten) – wird zwangsläufig wirtschaftlich und sozial zu massiven Verwerfungen führen. Wie hoch dann der Umweltstandard sein wird, kann man sich dann denken, wenn man sich Länder anschaut, die jetzt schon am Boden liegen. Denn hohe Umweltstandards muss man sich leisten können. Von Seiten der jungen Leute und auch von deren älteren Unterstützern sehe ich schon etwas größenwahnsinniges. Nämlich dass am deutschen Wesen wieder mal die Welt genesen soll. Selbst mögen sie ihre Proteste anders sehen. Besonders reflektiert wirken mir auch die Älteren nicht von denen man es schon erwarten könnte.
      Das es genug zu kritisieren gibt, da sind wir uns sicher einig. Doch darum geht es letztlich gar nicht, wie ich oben hoffentlich etwas verständlich darlegen konnte.

      1. Grüess die Olga
        Und was wird es die nächsten Generationen kosten falls die Wissenschaft recht hat? Können die sich eine aus den Fugen geratene Umwelt leisten. Was wird das kosten? Darum geht es.

        Wäre es so schlimm kein oder weniger Palmöl Soja Tropenholz und Papier zu importieren, den globalen Handel etwas zurück zu fahren, müssen Lebensmittel nur um des Bauch und Geldes Willen um den halben Erdball gefahren werden und Autos Lastwagen goss sein um von A nach B zu fahren. Ihr erinnert mich an Süchtige!

        Deutschland könnte zB. weniger Waffen in alle Welt verkaufen, dann währen die Pariser Klimaziele schon fast erfüllt. Deutschland muss bestimmt nicht die Welt retten, sondern nur die eingegangenen Klimaziele erfüllen. Über was habt Ihr seid Kyoto nachgedacht?

  2. „Es wäre schön, wenn den Friday-Hüpfern und ihren Fans mal jemand erklären würde, wofür sie in Wahrheit hüpfen“

    Mache ich seit über einem halben Jahr unablässig. Schon alleine aus rein egoistischen Gründen, weil ich keine Lust dazu habe, hunderte von Euro im Jahr an Millionäre zu „spenden“. Aber das Ergebnis ist erschreckend: Es geht fast allen Deutschen ins Ohr hinein. Ein paar cm tief und dann anscheinend in eine Hohlkammer, wo es hin-und herreflektiert wird, bis nichts mehr übrig ist. Am Schluß kommt dann maximal der Satz „Ist doch gut für die Umwelt“.
    Und ab da wirds mir ehrlichgesagt unheimlich…

  3. „Über Stiftung
    Greta Thunberg will „Fridays for Future“ als Marke schützen lassen
    „Fridays for Future“ soll zur Marke werden. Über eine Stiftung will Greta Thunberg sich den Begriff schützen lassen. Ein ähnlicher Versuch in Deutschland war gescheitert.“

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/greta-thunberg-will-fridays-for-future-als-marke-schuetzen-lassen-a-87dad01d-8f3f-4b9e-8988-04ffd9750bcd

    oder „für ein tolles Bild mach ich Alles“

    https://www.fr.de/meinung/fridays-for-future-klimaaktivistin-vanessa-nakate-wurde-bild-geschnitten-13508162.html?cmp=defrss

  4. Das Beste kommt noch. Da wir bis heute und auch morgen und übermorgen kein Konzept haben um den Ausfall der Kraftwerke zu kompensieren wird es zu einem Black Out in Deutschland kommen. Durch die Vernetzung des Europäischen Stromnetzes werden dann auch unsere Nachbarländer davon betroffen sein.
    Als Konsequenz daraus werden unsere Nachbarn Deutschland vom Stromnetz abklemmen.
    Wir können uns dann auf einige Wochen wenn nicht sogar Monate darauf einstellen, dass wir keinen oder nur zeitweise Strom haben.
    Dann werden die Kohlekraftwerke und auch die Atomkraftwerke wieder angeschaltet. Damit die Kraftwerke wieder in Betrieb genommen werden können werden die nächsten Milliarden Fließen.
    Das ist von den Stromkonzernen fest eingeplant. Kein Kraftwerk wird abgerissen nachdem es abgeschaltet wurde.
    Deutschland ist das wirtschaftlich stärkste Land in der EU. Durch den Black Out wird hier die Produktion vollkommen einbrechen. Der Euro wird dann in den Sturzflug gehen.
    Das wird die Zeit sein, in der sich viele andere Länder in der EU dazu entschließen aus dem Euro auszutreten.
    Wir werden die Größte wirtschaftliche Kriese seit dem 2. Weltkrieg erleben.
    Anarchie wird vorherrschen.
    Dann werden wir unseren FFF Hüpfern sagen können, dass sie ihre Zukunft selbst zerstört haben.
    Ich kenne noch die Erzählungen meiner Oma, dass die Menschen aus der Stadt gekommen sind und bei den Bauern für ein paar Kartoffel gebettelt haben. Genau das gleiche steht uns bevor.

    1. „Als Konsequenz daraus werden unsere Nachbarn Deutschland vom Stromnetz abklemmen.“
      Ich glaube nicht das das mal eben möglich ist. Wenn überhaupt dann wäre das nur langfristig machbar.

      Womit ich in so einer Situation rechne sind vor allem hohe Forderungen nach Strafzahlungen und Entschädigungen. Und Deutschland würde natürlich zahlen. (wohl auch zu Recht)

  5. Zum Begriff „Klimaschutz“
    Ich mag dieses Wort nicht.
    Das Klima muss nicht geschützt werden. Das Klima war schon immer da und wird auch da sein solange die Erde existiert.
    Wovon wir reden ist ein menschenfreundliches Klima und das wollen wir gerne erhalten.
    Es geht also viel mehr um Menschenschutz, Klimabeeinflussung und um unser Überleben, nicht das des Klimas.
    Wenn schon die Begriffe mit denen wir „arbeiten“ praktisch falsch bzw. irreführend sind dann wird es auch schwer sachlich und zielführend darüber zu debattieren oder auch Lösungen und Antworten zu finden.
    Es gibt keinen Klimaschutz, keiner braucht Klimaschutz und wenn einer Schutz braucht dann der Mensch und das vor allem vor sich selbst.

    1. Auf dem Mond zu stehen und die Erde zu sehen ist ein fantastisches Erlebnis. Mich hat beeindruckt wie schön die Erde ist. Aber auch wie klein. Wie eine winzige Insel in einem schwarzen Meer. Nie zuvor ist mir so bewusst geworden, wie wichtig es ist diese Erde zu bewahren, nicht vor fremden Angreifern, sondern vor uns selbst uns Menschen. (Gedanken eines Astronauten)

    2. Völlig richtig. „Klimaschutz“ soll aber suggerieren, dass der Mensch das Klima macht. Die US-amerikaner faseln daher vom anthropogenen „global warming“, weil der Mensch zu viel CO2 freisetzt. Die große Industrie wie die Chemie, die Metallurgie, Landwirtschaft etc. soll der Übeltäter sein. Wie ist es dann aber zu erklären, dass es Klimawandel schon lange vor der industriellen Revolution gab. Erinnert sei an die letzte große Eiszeit und da war weit und breit vom Menschen kaum etwas zu sehen.

  6. Mit Geld ans RWE verschenken hat die aktuelle Regierung ja schon reichlich Erfahrung. Schon beim Atomaustieg waren sie sehr generös und um den Atommüll können sich jetzt die Steuerzahler die nächsten Milliönchen Jahre kümmern.
    Das Gute ist, dass Geld was man den Verbrecherrn vom RWE reinschiebt kann die AK47 nicht mehr für ihr projekt „Deutsche müssen wieder andere massakrieren statt nur am Rand zu stehen“ verwenden. Für soziales gibt es eh nichts.

  7. In Deutschland wird gezielt die Schlüsselindustrie vernichtet.
    Ist euch eigentlich schon aufgefallen, dass wir nur auf das batteriegetriebene Auto setzten? Auf eine Technologie, die bei der Produktion der Autos mehr Umweltschäden verursacht, als es ein Diesel über seine Gesamtlebenszeit überhaupt verursachen kann? BMW hat schon vor Jahren die ersten Wasserstoffautos entwickelt, diese Fahrzeuge fast schon zur Serienreife gebracht. Wasserstoff hat viele entscheidende Vorteile:
    1. Es ist leicht herzustellen.
    2. Es kann weiterhin besteuert werden wie Mineralöl.
    3. Das Problem der Flüchtigkeit ist anscheinend gelöst. (LOHC)
    4. Und damit auch der sicheren Lagerung.
    5. Überschüssiger Strom aus wind und Sonne kann dann verwendet werden.
    6. Mit Aufwindkraftwerken können wir in den Wüsten billig Strom für die Herstellung gewinnen.
    7. Das Tankstellennetz auf Wasserstoff umzustellen ist eine kleine Investition.
    Wasserstoff wird das neue Öl. Jedes Land kann es herstellen und die Industrienationen können dann fehlende Mengen kostengünstig aus Ländern mit Wüsten beziehen. Selbst Flugzeuge können mit Wasserstoffantrieb entwickelt werden. Batteriebetrieben wird das nie funktionieren.
    Die Ökofaschisten beerdigen in ihrem Wahn den CO2 Ausstieg. Eins ist sicher, wenn Deutschland wirtschaftlich zugrunde geht, weil der Kohle und Atomausstieg nicht gestemmt werden kann, dann haben wir den anderen Ländern der Welt gezeigt wie es nicht geht. Diese werden dann lieber weiterhin auf Kohle und Atom setzten. Nur wenn wir zeigen, dass wir in der Lage sind zumindest kostenneutral ohne CO2 Ausstoß Energie zu produzieren wird die Welt nachziehen. Und nur so kann dann (Wenn der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist ) das Klima gerettet werden.

  8. Die Lehrerin meiner Tochter hat der Klasse gesagt, dass sie alle entschuldigen würde, wenn diese an den FFF Demos teilnehmen würden. Ein Selfie mit dem Handy würde als Beweis genügen. Meine Tochter hält nichts von FFF und der Greta, aber sie ist auf die Idee gekommen, dass sie da hingeht, ein Selfie schießt und dann sich einen schönen Tag macht ?. Auf diese Idee kommen sicherlich auch tausend andere Schüler.
    Zurzeit haben die das Thema Greta Thunberg und den Kids wird jede Menge Blödsinn über diese Mädel beigebracht. Ich hatte mir schon überlegt mit ihr ein Referat auszuarbeiten und damit den Greta Hyp zu untergraben. Ihre Lehrerin ist aber richtig Besch…. . Mit einem Referat, das beweist, dass Greta Wasser predigt und selbst Wein säuft wird meine Tochter sicherlich eine schlechte Note bekommen. En Umdenken werde ich bei der Lehrerin sicherlich nicht erreichen. In der Schule ist es schon wie in der freien Presse. Beweise, die gegen den Mainstream laufen und veröffentlicht werden, die werden bestraft. Viele Lehrer sind an Borniertheit kaum zu übertreffen, die lassen keine andere Meinung als ihre eigene zu, selbst wenn der Beweis angetreten wird, dass sie falsch liegen.

  9. Wo warst Du, als im Gymnasium Physik unterrichtet wurde?
    „Ein Megawatt wurde dort Ende 2019 für knapp 37 Euro gehandelt, die Entschädigung für eine Megawattstunde beträgt aber zu Anfang bis zu 165.000 Euro. “
    Hier sind die Einheiten Watt und Wattstunde vertauscht worden.
    Im Absatz darüber steht ja ganz klar, dass an der Börse Megawattstunden gehandelt werden, also Energiemengen. So wie man eine Tonne Öl handeln kann, also eine Flüssigkeitsmenge. Die Entschädigungen hingegen werden für Megawatt geleistet, steht im Artikel in dem weiter darüber liegenden Absatz auch richtig drin. Dabei geht es um die Leistungsfähigkeit des Kraftwerkes. – > https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk#Baugröße Diese Baugröße wird in GW angegeben also Gigawatt, einem Vielfachen von Megawatt. Das relativ kleine Heizkraftwerk Mitte in Braunschweig kann mittels Kohle eine elektrische Leistung von 78 Megawatt erzeugen und eine thermische Leistung von 330 Megawatt. Ein weiterer Kraftwerksblock ist mit Gas betrieben und leistet 77 MW elektrische und 69 MW thermische Leistung. Wenn man den Kohle-Block abschaltet, verringert sich die elektrische Maximal-Leistung also um 78 Megawatt und die würden dafür einmalig 78 * 165.000 € bekommen, also 12 Mille für den Block.

  10. „Ein Megawatt wurde dort Ende 2019 für knapp 37 Euro gehandelt, die Entschädigung für eine Megawattstunde beträgt aber zu Anfang bis zu 165.000 Euro.“
    Falsch!
    Es muss richtig heissen:
    Eine Megawattstunde wurde dort Ende 2019 für knapp 37 Euro gehandelt, die Entschädigung für ein Megawatt beträgt aber zu Anfang bis zu 165.000 Euro.

    Dann kann man leicht ausrechnen: 1 Jahr hat 365*24=8.760 Stunden
    8760* 37=324.120 Euro entgangener Erlös pro Megawatt und Jahr.

    Wenn man so einfache Rechnungen nicht durchführen kann und den Unterschied zwischen Leistung [MW] und Arbeit [MWh] nicht so richtig kennt, sollte man es besser bei allgemeinen Rants belassen und auf konkrete Zahlen verzichten.

Schreibe einen Kommentar