Neuigkeiten im Fall Epstein: Ein entlarvender Vergleich der Berichterstattung in Russland und Deutschland

Wenn der Spiegel über den Fall Epstein berichtet, dann kann man sicher sein, dass der Spiegel mindestens das wichtigste verschweigt, oft aber sogar die Leser bewusst auf eine falsche Fährte führt. So auch bei den aktuellen Ereignissen, bei denen der Spiegel ausgesprochen selektiv berichtet hat, was vor allem ein Vergleich mit der russischen Berichterstattung aufzeigt.

Ich habe immer wieder gezeigt, wie sehr der Spiegel im Fall Epstein Informationen manipuliert (Beispiele finden Sie hier und hier). Im Kern lenkt der Spiegel davon ab, dass Epstein nicht „nur“ selbst minderjährige Mädchen missbraucht hat, sondern sie in erster Linie an seine Freunde aus der High Society vermittelt hat. Vor allem den Namen Bill Clinton meidet der Spiegel wie der Teufel das Weihwasser, dabei war Clinton ein enger Freund von Epstein und ist laut den Logbüchern des „Lolita Express“ 26 Mal mit Epstein in dem verrufenen Flugzeug geflogen (teilweise in Begleitung minderjähriger Mädchen) und auch mehrmals Gast auf Epsteins Privatinsel gewesen. Den Tod von Epstein bezeichnet der Spiegel konsequent als „Selbstmord“ und verschweigt seinen Lesern genauso konsequent alle merkwürdigen Umstände dieses „Selbstmordes“.

Wie der Spiegel berichtet

Am Freitag hat der Spiegel über frei gegebene Gerichtsunterlagen berichtet und ist seiner Linie treu geblieben. Die Freigabe der Unterlagen war angekündigt worden und fand gegen den Widerstand von Ghislaine Maxwell, Epsteins Komplizin, die derzeit in Haft sitzt, statt. Für den Spiegel war die größte Sensation, dass Maxwell und Epstein noch Kontakt miteinander hatten, nachdem dieser offiziell abgebrochen gewesen sein soll. Das ist sicher interessant und kann zu einer Verurteilung von Maxwell wegen Meineides führen, aber es ist nicht das interessanteste, was aus den Unterlagen hervorgeht.

Der Spiegel weiß das auch ganz genau, denn er hat den Artikel eines US-Portals erwähnt:

„Die US-amerikanische Online-Plattform „Law and Crime“ hat am Donnerstag mehr als 600 Seiten Gerichtsunterlagen aus dem Zivilprozess Virginia Giuffre (vormals Roberts) gegen Maxwell veröffentlicht. Unter ihnen ist auch eine E-Mail-Korrespondenz zwischen Maxwell und Epstein aus dem Jahr 2015.“

Was im Originalartikel zu lesen war

Der Spiegel hat den Artikel von „Law and Crime“ also gelesen, sonst hätte er ja nicht darüber berichten können. Nur über den Inhalt lässt der Spiegel seine Leser im Dunkeln. Ich zitiere aus dem Artikel und zeige auch das Foto, dass „Law and Crime“ als Bestätigung beigefügt hat:

„Elektronische Suchen in den Dokumenten nach den Worten „Trump“ und „Clinton“ liefern keine Ergebnisse. Die Namen der beiden Präsidenten erscheinen jedoch in den Dokumenten; die Namen sind nur nicht leicht zu finden. Der Mar-A-Lago Club wird Dutzende Male erwähnt, ebenso wie der britische Prinz Andrew und der ehemalige Harvard Law School Professor Alan Dershowitz. In einem Teil sagte die Epstein-Anklägerin Virginia Roberts Giuffre, Epstein selbst sei derjenige, der das berühmte Foto von ihr mit Prinz Andrew gemacht habe. Epstein benutzte Giuffres eigene Kodak-Kamera, sagte sie.
Hier erwähnt Giuffre Clinton und andere berühmte Persönlichkeiten in Epsteins Flugzeug. Der hier beigefügte Ausschnitt ist von Seite 145 des kombinierten Dokuments unten:“

Hier wird Giuffre nach den Namen derer gefragt, die sie selbst in dem berüchtigten Flugzeug gesehen hat und sie erwähnt Bill Clinton und Al Gore. Und im nächsten Dokument erzählt sie von Orgien auf der Insel und davon, dass Clinton auf der Insel war. Und sie erzählt, dass bei der Gelegenheit außerdem noch zwei junge Mädchen aus New York waren und dass Orgien stattgefunden haben.

Der Spiegel findet das aber nicht interessant genug, um es seinen Lesern zu erzählen.

Die veröffentlichten Unterlagen kann jeder einsehen, „Law and Crime“ hat sie online gestellt. Es sind über 600 Seiten und ich lade jeden ein, diese Dokumente zu prüfen. Der Link zum Download ist hier.

Anstatt auf die Vorwürfe, Epstein habe die Mädchen zur Prostitution an Clinton, Gore und viele andere einflussreiche Persönlichkeiten weitergegeben, steht im Spiegel dazu nur folgender Satz:

„Der einschlägig vorbestrafte amerikanische Geschäftsmann Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben.“

Das ist für den Spiegel schon erstaunlich viel Information, denn normalerweise spart er das Thema Prostitution im Zusammenhang mit Epstein sorgsam aus. Aber auch dieses Mal hat der Spiegel die Frage, wer denn die Kunden von Epstein gewesen sein könnten, nicht gestellt. Das nenne ich mal kritischen Journalismus!

Ein Selbstmord nach dem anderen

Auch bei dem versuchten Mord an der US-Richterin Esther Salas hat der Spiegel möglichst alles weggelassen, was den Leser beunruhigen könnte. Was das mit Epstein zu tun hat?

Ganz einfach: Salas ist die Richterin, die in Sachen Epstein und Deutsche Bank ermittelt. Vor zehn Tagen hat ein als Paketbote verkleideter Mann an ihrer Tür geklingelt und ihren Sohn erschossen und ihren Mann angeschossen. Sie blieb nur durch Zufall unverletzt. Seit dem 2. Weltkrieg sind in den USA nur vier Bundesrichter ermordet worden, der Fall ist also hochbrisant.

Der Täter wurde kurz nach der Tat gefunden, allerdings hatte er sich zu dem Zeitpunkt freundlicherweise bereits das Leben genommen und konnte nicht mehr befragt werden. Noch ein merkwürdiger Selbstmord im Zusammenhang mit dem Fall Epstein, der beim Spiegel aber keinerlei Fragen provoziert hat. Ein weiteres Beispiel für ausgesprochen kritischen Journalismus beim Spiegel.

Wie in Russland berichtet wird

Wie völlig anders doch das russische Fernsehen im Vergleich dazu berichtet. In der Sendung „Internationaler Überblick“ hat das russische Fernsehen am Freitag ebenfalls das Thema Epstein behandelt. Leider wurde das Transkript nicht veröffentlicht, weshalb der Aufwand einer kompletten Übersetzung zu groß ist. Daher fasse ich selbst zusammen, was das russische Fernsehen darüber berichtet hat. Die Sendung finden Sie hier, das Thema Epstein beginnt bei Minute 42 und dauert bis zum Ende der Sendung.

Die russischen Zuschauer erfahren die merkwürdigen Umstände von Epsteins Tod und der Moderator erzählt, dass der „Selbstmord“ für viele eine gute Nachricht gewesen sein dürfte. Dann sagt er – nicht ohne Ironie – zum angeblichen „Selbstmord“:

„Der Selbstmord fand in einem Bundesgefängnis statt. Und zwar in einem super gut bewachten mit Überwachungskameras überall, die aufpassen sollten, dass Epstein auch ja nichts anstellt. Dann passierte aber alles so passend, dass die Kameras aus irgendeinem Grund im richtigen Moment ausgeschaltet und die Wächter mit einer Pause beschäftigt waren.“

Daruf folgt dann ein sachlicher Videobeitrag, der Epsteins Werdegang erklärt. Der Beitrag endet mit Epsteins Deal, der ihm bei dem ersten Verfahren vor knapp 15 Jahren eine sehr milde Strafe beschert hat. Der Moderator sagt danach:

„Der Staatsanwalt, der mit Epstein den vorteilhaften Deal geschlossen hat, musste zurücktreten, als bekannt wurde, dass es sich dabei nicht nur um Epsteins Hobby gehandelt hat, sondern dass es sein Geschäftsmodell war. So hat er sich seinen Partnern gegenüber erkenntlich gezeigt, zu denen – so schreiben Zeitungen – auch Top-Manager der Deutschen Bank gehört haben. Und an diesem Fall arbeitete die Bundesrichterin Esther Salas. Sie überlebte wie durch ein Wunder, als ein radikaler Anti-Feminist namens Roy Hollander an ihre Tür klopfte.“

Dann folgt eine Beitrag über den Mordversuch an der Bundesrichterin, die die Verbindungen zwischen Epstein und der Deutschen Bank untersuchte. Danach sagt der Moderator:

„Interessant, warum hat er verucht, sie zu erschießen? Welche Motive hatte er? Das wird ja auch nicht erzählt. Er hat sich auch umgebracht. Wer könnte etwas über über die Verbindungen von Bill Clinton und Epstein erzählen? Das könnte eine gewisse Ghislaine Maxwell tun, die zur Fahndung ausgeschrieben war und sich – anscheinend aus Angst um ihr Leben – der Polizei ergeben hat.“

Es folgt ein Beitrag über Ghislaine Maxwell und ihren Werdegang inklusive ihrer Kontakte und der Verbindung mit Epstein. Dann sagt der Moderator:

„Jetzt sitzt Miss Maxwell in dem gleichen Bundesgefängnis, in dem ihr geliebter Freund Epstein Selbstmord begangen hat. Sie verstehen, was wir meinen.
Der Geschichte, die die Sahnehaube des anglo-amerikanischen Establishments, die Elite der Eliten, betrifft, könnte einen Sturm auslösen, wenn bekannt wird, wer alles auf die „Freundeninsel“ – wie die Presse sie nennt – geflogen ist, auf der laut Presse auch Bill Clinton zu Besuch war, und mit wem Epstein Geschäfte gemacht hat. Die Familie Clinton – also jetzt vor allem Hillary, die so gerne Präsidentin werden wollte – will den Status Quo der Eliten erhalten, den Donald Trump erschüttert hat. Die Morde rund um das Geschehen der politischen Elite sind normales Beiwerk.
Wir erinnern daran, dass der WikiLeaks-Informant Seth Rich vor einigen Jahren in Washington auf offener Straße erschossen wurde. Er war Mitarbeiter der Demokratischen Partei und hat die Emails weitergegeben, die die Betrügereien bewiesen haben, mit denen die damalige Parteiführung Clinton gegen Sanders unterstützt hat, was absolut illegal war.
Seth Rich ging morgens nach Hause, er wurde von zwei Leuten angegriffen, es gibt davon ein Video. Sie haben ihn erschossen und weder sein Geld, noch sein Handy, noch seine Uhr geklaut. Das war – das verstehen wir natürlich – ein ganz normaler Fall von Straßenkriminalität.
Wir sind sicher, dass der Fall Epstein damit noch nicht abgeschlossen ist und dass wir im US-Wahlkampf noch einige hässliche Enthüllungen erleben werden.“

Warum nur werden all diese Fragen in den deutschen „Qualitätsmedien“ nicht gestellt? Wer hat den Namen Seth Rich mal in den deutschen „Qualitätsmedien“ gefunden?

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

10 Gedanken zu „Neuigkeiten im Fall Epstein: Ein entlarvender Vergleich der Berichterstattung in Russland und Deutschland“

  1. „Elektronische Suchen in den Dokumenten nach den Worten „Trump“ und „Clinton“ liefern keine Ergebnisse.“
    Kein Wunder, dass der Spiegel kein Glück mit der Suche hatte. Bei den Dokumenten handelt es sich ja auch um Scans der Originale und nicht um Textfiles. Mit etwas gutem Willen hätte sich der Spiegel um eine durchsuchbare Textversion bemühen können. Entweder mit OCR-Software oder bspw. hier herunter laden: https://voat.co/v/QRV/3952001

    1. Auch obiges Link mag eine vollständige Zusammenstellung der Dokumente erhalten, aber durchsuchbar sind deswegen noch lange nicht. Das liegt schlicht an der Arbeitsweise, wie diese PDF erstellt wurden.
      Exkurs zu ODF: PDF wurde geschaffen, am Computer erstellte Dokumente überall gleich gut darstellbar zu machen und setzte dazu auf der Druckersprache Adobe Postscript auf. Damit das funktioniert, müssen Bilder und Grafiken darstellbar sein. Das herkömmliche Verfahren zur Umwandlung von Scans in Postscript besteht nun darin, den Scan als ganzseitiges Bild in ein von PDF akzeptierte Format umzuwandeln. Text ist darin meist keine Zeile, es sei denn, man läßt den Text durch ein Zeichenerkennungs(OCR)-Programm laufen und hinterlegt ihn zusätzlich zu dem Bild im PDF, damit im Zweifel Fehler anhand des Originalbildes ermittelt werden können.
      Auch hier ist man so (zumindest tw.) so vorgegangen, wie ich anhand von Stichproben feststellen mußte und das hat nachvollziehbare Gründe: Querformat-Seiten (i.d.R. Tabellen) müssen beim Scan als solche gekennzeichnet werden, weil sonst die OCR zu viele Fehler macht (PDF kann problemlos unterschiedliche Seitenformate in einem Dok. verarbeiten). Auch Computer-generierte Tabellenvorlagen, die dann handschriftlich ausgefüllt werden, können kaum mit einem OCR-erstellten Text hinterlegt werden, sofern man nicht sehr teure SW benutzt, die Handschriften mit geringer Fehlerquote verarbeiten kann.
      Folglich werden wir nicht darum herum kommen, diese Dokumente mit ‚Manpower‘ zu analysieren, wäre doch eigentlich ein klassische Community-Aufgabe!

      1. Die Community hat die Aufgabe anscheinend bereits erledigt. Unter dem Link in meinem obigen Kommentar findet man neben den .PDF Files auch Links zu .RTF Files, die also bereits konvertiert wurden. Bischen danach suchen muss man in dem Forum allerdings schon. Ich spar mir die Mühe grad mal….. ist eine Aufgabe für die Community hier 🙂

  2. Ich hab da nicht ganz verstanden, warum die Dokumente 31.0, 66.0, 82.0 und 136.0 fehlen ??
    Die scheinen ja überall nicht vorhanden zu sein ,sollten aber angeblich die Interessantesten sein, weil über Prinz Andrew usw. …und als einzelne Downloads sind sie geschwärzt…Waren die sowieso geschwärzt und wurden deswegen da rausgenommen oder wie …?

  3. Ich kann es nicht finden, und wenn ich es finden könnte, könnte ich es hier nicht einbetten: eine Karikatur aus den USA, eine Leiche liegt auf dem Tisch in einer Gerichtsmedizin-Halle, der Doktor hält eine Mappe in der Hand wo er die Befunde einträgt, Assistentin steht neben ihm. Er sagt, „Na, ja, 2 Schüsse aus nächster Nähe im Hinterkopf. Wer ist denn nun unser Kandidat?“ Die Assistenten sagt, „Ein Freund von Hillary Clinton“. „Aha!“, sagt der Doktor. „In der Regel schreibe ich in solchen Fällen „Suizid“, aber diesmal war es wohl Covid.“

    Erstens möchte ich sagen, dass ich von der russischen TV Berichterstattung völlig überrascht bin, schockiert sogar. Dazu etwas mehr in Kürze.

    Dieser „Krimi“ entfaltet sich noch. Ich habe den Eindruck, dass die BRD Staatsmedien und der Spiegel versuchen in einem sinkenden U-Boot eine Fliegengitter-Tür gegen die Flut einzubauen. Hier einige Hinweise für die Sherlock Holmes Fans in der Community hier.

    Am 21.7. veröffentlichte Whitney Webb einen längeren Artikel über das versuchte Attentat auf die Richterin Esther Salas (ihr Sohn starb, ihr Mann wurde schwer verletzt): http://unlimitedhangout.com/2020/07/reports/alleged-salas-family-assailant-previously-worked-for-us-israeli-intelligence-linked-firm/ Alleged Salas Family Assailant Previously Worked for US/Israeli Intelligence-Linked Firm. Wie sie einführend im zweiten Absatz beschreibt, ist Richterin Salas auch in der Sammelklage der Investoren der Deutschen Bank involviert, die gegen die Bank klagen weil die DB die fortgeführte Verwicklung mit Epstein nie gemeldet hat, womit der Wert der Bank beeinträchtigt wurde, und das kostet den Investoren Geld.

    Dann beschreibt sie die Hintergründe des vermeintlichen Täters, Den Hollander, und seine Arbeit für die Firma Kroll Associates in Moskau. Kroll beschreibt sie als eine „private CIA“, sehr detailliert und ausführlich, quasi ein „Nachunternehmer“ für die eigentliche CIA, da sie Dinge drehen konnte, die die offizielle CIA nicht konnte:. Von dort aus beschreibt sie weiter „Kroll Associates and the Epstein Network,“ und vieles mehr. Und, nicht zu vergessen, Hollander wurde schnell aufgefunden, tot, mit einer „selbst beigebrachten“ Schussverletzung am Kopf. –Sehr lesenswert. Sucht man nach Whitney Webb im Netzt, findet man eine beeindruckende Karriere.

    Das ist alles Recherchearbeit, jeder wird damit machen und denken was er will oder kann. Bei mir löste sich ein Gedanke in der Gedächtnis-Kiste: vorsichtig ausgedrückt, der Mord an dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen (30. November 1989), ist nie aufgeklärt worden. Daraufhin hatten Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber und Ekkehard Sieker das Buch, *Das RAF Phantom*, geschrieben. Das Argument war, nein, eine 3. Generation der RAF gab es nicht, „RAF“ war nur eine „Schein-Name“ für geheimdienstliche Machenschaften. Wirtschaftlich und finanziell macht das heute noch Sinn weil, nach dem Mord an Herrhausen, fing die Deutsche Bank an den Weg der „Finanzialisierung“ des Geschäftsmodells zu gehen: Finanz-Derivate, Verschiebung der „heißen Geschäfte“ nach London, Schrott-Geschäfte aller Art. Und das alles war natürlich für die „Heuschreckenplage“ in der deutschen Wirtschaft nur konsequent. Herrhausens Politik war das nicht mehr, die er als „Deutsche Bank = Anti-Schulden Bank“ kennzeichnete. USA Bankenkreise hatten aber genau auf Finanz-Kapitalismus-mit-Korruptions-Sahnehäubchen gedrängt.

    Nun, wir wussten oder hätten vermuten können, schon bevor Epstein starb, dass der „Fall Epstein“ und der „Fall Maxwell“ auch ein „Fall-FBI“ und ein „Fall-DOJ“ (Department of Justice, Oberstaatsanwaltschaft) waren und sind. Der Fisch fängt immer an vom Kopf her zu stinken, und weder Epstein noch Maxwell sind „Köpfe“. Der Arbeitsminister von Trump, Acosta, trat zurück, und er war der verantwortliche Staatsanwalt im früheren „Fall-Epstein“ in Florida, in dem Epstein zwar ein Mini-Geständnis ablegte und eine sehr schonende Gefängnisstrafe bekam, weil, wie Acosta dem Team-Trump in der Übergangszeit anfangs Trumps Präsidentschaft aussagte, man habe ihn wissen lassen, dass „Der Fall über deine Besoldungs-Gruppe liegt… hat mit Intelligence zu tun“. – Damals war James Comey FBI Direktor.

    Für Beweise, dass das FBI und DOJ Epstein schützten siehe https://twitter.com/Techno_Fog/status/1289039217553821697. Und die Rolle von Bill Clinton ist merkwürdigerweise in den USA von CNN, MSNBC, New York Times, Washington Post nicht berichtet worden, siehe https://www.breitbart.com/tech/2020/08/02/leftist-media-ignores-court-docs-alleging-bill-clinton-visited-epstein-island/.

    Ist es ein „Fall Epstein“ oder ein „Fall-Korruption der US Justiz“? – Deswegen schockiert mich die russische Berichterstattung. Scheinbar hemmungslos springt sie mit beiden Füßen in den Sumpf. Will einer das „Einmischung“ nennen?

    Der zweiter Absatz den sie hier mit Balken hervorheben, ist meines Erachtens richtig, nur in den USA hat – soweit ich weiß – niemand den Zusammenhang so direkt gezogen zwischen Epsteins „Geschäftsmodell“ und den „Persönlichkeiten“ seiner Kunden, u.a.die Deutsche Bank Leute.

    Der dritter Absatz ist auch ein Hammer: Versuchter Mord an der Richterin, der vermeintliche Killer (nicht genannt) bringt sich um, Maxwell „ergibt sich“, aus Angst um ihr Leben: niemand in den USA sieht die Zusammenhänge so, niemand sagt, dass die Maxwell sich ergeben hat, sie wurde doch verhaftet, oder? – Ist das wirklich so, oder ist die russische Berichterstattung eher richtig?

    Der nächster Absatz, ein schwerer Vorschlaghammer: „Die Familie Clinton – also jetzt vor allem Hillary, die so gerne Präsidentin werden wollte – will den Status Quo der Eliten erhalten, den Donald Trump erschüttert hat. Die Morde rund um das Geschehen der politischen Elite sind normales Beiwerk.“ – Es geht also um den Erhalt des „Status quos“! Goldrichtig! Und Status quo ist Sumpf bis zum Ersticken. Die Quelle aller Fake News gegen Trump, die Quelle überhaupt von TDS, die Quelle der ausufernden Korruption der Justiz.

    Dann noch der Zusammenhang von Seth Rich: Hier geht es um die ganz große Korruption. Das Rich die Clinton Emails „weitergegeben hat“, zersprengt die ganze Fiktion von Russiagate. Rechtlich ist aber noch nicht erwiesen, dass Rich die Emails weitergab, es kriecht nur von nicht-offizieller Seite in die heiligen Hallen der Justiz ein, dass ein „Russen-Hacking“, und das heißt auch, dass ein „Assange-Russen-Agent“ auch pure Fiktion sind. Siehe das letzte von Bill Binney, ehemalige NSA technischer Direktor: https://youtu.be/N34ihiafe28 Roger Stone and William „Bill“ Binney Speak Out: “To Keep the Republic, Defend the Presidency” und https://www.zerohedge.com/political/cia-fabricated-russiagate-evidence-says-former-nsa-tech-chief CIA Fabricated Russiagate „Evidence“, Says Former NSA Tech Chief. Russen-Hacking, Guccifer 2.0, alles CIA inszenierte Fiktion.

    Es ist trotzdem auch wichtig zu sehen, dass die offiziellen Ermittlungen gegen die Schöpfer von “Russiagate” (Durham Ermittlung usw.) nicht davon abhängen, das bewiesen werden kann, das Seth Rich und nicht die Russen die Emails von Clinton an Wikileaks/Assange weiterleitete. Dieser Aspekt ist ein Teil der Gesamtkorruption, und nicht den bestimmten „Fall“. Will man den Staus quo erschüttern („Drain the swamp“), und das muss man wenn man überhaupt noch eine USA haben möchte, dann muss der Gesamtkomplex gesehen werden.

    Herr Röper fragt: „Warum nur werden all diese Fragen in den deutschen „Qualitätsmedien“ nicht gestellt? Wer hat den Namen Seth Rich mal in den deutschen „Qualitätsmedien“ gefunden?“

    Wie jungfräulich…, herrlich!

    Russisches TV weiter zu Rich: „Das war – das verstehen wir natürlich – ein ganz normaler Fall von Straßenkriminalität.“ – Ja, klar, und weil es so ist, hätte das FBI damit rein gar nichts zu suchen gehabt. Seit wann sollen die Schlapphüter sich für örtliche Straßenkriminalität interessieren? Nur, vor einiger Zeit startete „Judicial Watch“ in den USA einen FOIA (Freedom of Information Act) Antrag an das FBI, Unterlagen, Korrespondenz, Notizen und was immer zum „Fall-Rich“ freizugeben. Anfänglich sagte das FBI, „Nöö, haben wir nix darüber.“ Dann aber tauchten doch Korrespondenzen innerhalb des FBIs auf, die meisten Textteile, wie üblich, ausgeschwärzt, aber doch, das FBI hatte damit zu tun. Da stockt die Geschichte.

    Aber nicht ganz, weil, während der „Fall-Maxwell“ weiter rollt, es immer noch den Laptop von Anthony Weiner gibt (siehe https://www.redstate.com/stu-in-sd/2020/03/29/about-that-anthony-weiner-laptop%E2%80%A6/, About That Anthony Weiner Laptop…

    Hier gibt es zwei Aspekte: 1. Die Sammlung von Pornographie und Kinderpornographie auf dem Laptop (Weiner sitzt gerade eine 21-monatige Gefängnisstrafe wegen Sexual-Delikten ab, wegen einer Lappalie, wie schon vorher Epstein) und 2. eine Sammlung von über 600.000 Clinton Emails aus der Zeit als sie Außenministerin war. Dass Clinton nicht angeklagt wurde wegen ihres„privaten Server“ im Keller, wo offizielle und hoch-geheime Regierungs-Unterlagen gelagert wurden, geht auf FBI Direktor Comey zurück, aber die Sex-Sammlung ist auch von hochbrisanter und aktueller Bedeutung weil die Anwältin von General Lt. Michael Flynn, Sidney Powell, mit den ermittelnden Polizisten in New York über den Laptop gesprochen hat, und sie sagt, dass die Polizisten krank geworden sind nach der Sichtung. 9 von 12 ursprünglich damit beauftragten Polizeibeamten sind „geselbstmordet“.

    Die jungfräuliche Antwort auf die jungfräuliche Frage wäre, dass die deutschen Medien einfach an einem Seil mit den US Medien hängen (CNN, NYT, Washington Post usw.). Es gibt aber auch eine nicht jungfräuliche Antwort, die eventuell die BRD-Medien gar nicht kennen. Das ist nicht ihr Job, „need to know“… alles klar.

  4. Der Blickwinkel auf die Berichterstattung ist nicht wichtig, wichtig ist, welche Zusammenhänge verdeckt werden.
    Warum ist es wichtig das immer bestimmte Personen genannt werden, die Anderen aber nicht?
    Clintons Vorlieben für Minderjährige ist Sache der Staatsanwaltschaft. Warum Clinton überhaupt im Zirkel auftauchte ist wichtig. Das könnte mit einem Flugplatz zu tun haben der für die CIA Aktivitäten wichtig war.
    Warum interessierte es niemanden welche Vorlieben an arabischen Höfen bestanden haben könnten wo die Mädchen noch jünger waren?
    Khashoggi so der Name eines Waffenhändlers früherer
    Zeiten und dann gibt es Khashoggi das Mordopfer. Der Erste sich gut in England mit den mächtigen Verstand. Und rein zufällig ist das Prinzchen in der Ebstein-Falle.

    Fiers war eine der in Iran-Contra involvierten Schlüsselfiguren und wurde später von George H.W. Bush mit Unterstützung des damaligen Justizministers Bill Barr begnadigt. Barr – derzeit als Justizminister in der Trump-Administration tätig und an der Spitze der Befehlskette des US-Justizministeriums (DOJ) für die Untersuchung von Epsteins Tod im Gefängnis – hat sich geweigert, von der Untersuchung von Epsteins Netzwerk und dessen kürzlichem Tod wegen Befangenheit zurückzutreten.

    und so weiter. Aber schön das Alle auf die Lüstlinge schauen das verdunkelt den Blick.

    Teil 1 der Epstein Saga:
    https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-epstein-saga-teil-1/

    Teil 2 der Epstein Saga:

    https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-epstein-saga-teil-2/

    Teil 3 der Epstein Saga:

    https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-epstein-saga-teil-3/

    Teil 4 der Epstein Saga:

    https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-epstein-saga-teil-4/

    Teil 5 der Epstein Saga:

    https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-epstein-saga-teil-5/

    Es lohnt sich, es schadet nicht und es gibt immer das Recht Fragen zu Stellen.
    Ob das was USA/GB mit ihrem Gefangenen so veranstalten etwas deckt wovon man weis das er im Besitz von Informationen ist/zeitweise.
    Was auch für den Asyl Berechtigten in Russland zutrifft.

    Dann verstehen wir vllt auch warum der Bundestag so zielgenau gegen BDS schoss das von der UN eine Stellungnahme von Deutschland zur Meinungsfreiheit und Versammlungsrecht gefordert wurde.

    https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw20-de-bds-642892

    http://bds-kampagne.de/2020/01/30/der-anti-bds-beschluss-des-deutschen-bundestags-antwort-der-bundesregierung-auf-entsprechende-anfrage-von-un-sonderberichterstattern/

    https://www.sueddeutsche.de/politik/bds-bewegung-un-kritik-an-bundestag-1.4657978

    Ja , manche Äußerungen sind inhaltlich hart an der Grenze aber die Pauschalität mit der gegen BDS agiert wird ist schon merkwürdig wenn man die Einzeltäter nach unzähligen Gesetzen verurteilen könnte.

    Wenn das Gesetz zur Herkunft sagt „Made in Israel“ darf nur aus Israel kommen dann gehören bestimmte Produkte eben nicht zu dem Herkunftssiegel.

    Und es tauchen immer wieder die gleichen Namen auf.

    https://www.eurotrib.com/story/2018/12/28/23822/480

    „Wind Power & Israel’s Occupation of the Golan Heights
    The Israeli NGO Who Profits has released a new report entitled, “Greenwashing the Golan: The Israeli Wind Energy Industry in the Occupied Syrian Golan.” The report details Israeli commercial wind farms currently under development in the Golan and their role in exploiting Syrian land, strengthening illegal settlements and normalizing the Israeli occupation. The report also exposes the involvement of private international and Israeli corporations, including the involvement of the U.S.-based multinational General Electric and the Israeli publicly traded companies Enlight Renewable Energy, Minrav Group and Energix Renewable Energies.“

    „Windkraft & Israels Besetzung der Golanhöhen Die israelische NGO Who Profits hat einen neuen Bericht mit dem Titel „Greenwashing the Golan: Die israelische Windenergiebranche im besetzten syrischen Golan“ veröffentlicht. Der Bericht beschreibt die derzeit im Golan in Entwicklung befindlichen kommerziellen israelischen Windparks und ihre Rolle bei der Ausbeutung syrischen Landes, der Stärkung illegaler Siedlungen und der Normalisierung der israelischen Besatzung. Der Bericht enthüllt auch die Beteiligung privater internationaler und israelischer Unternehmen, einschließlich der Beteiligung des in den USA ansässigen multinationalen Unternehmens General Electric und der börsennotierten israelischen Unternehmen Enlight Renewable Energy, Minrav Group und Energix Renewable Energies.

    https://fmep.org/blog/resourcetag/jerusalem/

    https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-dershowitz-s-ludicrous-pitiful-conspiratorial-and-dangerous-defense-of-netanyahu-1.6984632

    „Sir Jimmy Savile gehörte zum inneren Kreis des britischen Königshauses und verging sich nachweislich über Jahrzehnte an mehreren Hundert Kindern, doch niemand hielt ihn auf, nicht die Polizei, nicht die BBC, sein Arbeitgeber oder andere Institutionen, darunter mehrere Krankenhäuser, in denen Savile sich nach Gusto seine Opfer aussuchte. Im Gegenteil, er wurde im Jahr 1990 aufgrund seines Einsatzes für „wohltätige“ Organisationen mit einem päpstlichen Orden ausgezeichnet und obendrauf noch zum Ritter ernannt. “

    „Nach ihrer Kündigung liess Liz nicht locker und ging ihrem Berufsauftrag gewissenhaft nach; wahrscheinlich ohne zu ahnen gegen wen sie sich tatsächlich gestellt hatte, denn kurz darauf verstarb sie an einem Herzinfarkt.“

    https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2010/Deutsches-Investment-Raubbau-im-Palaestinensergebiet-,panoramazement101.html

    Wie auch hier, zwischen Anspruch und Wirklichkeit oder Wahrheit und Lüge klaffen Lücken die es zu schießen gilt.

    Schon merkwürdig , wenn man bedenkt wer sich alles mal in seinem Umfeld aufhielt, von ihm Geld wollte und sich nur vor Frau Maxwell sondern vor der Schwarm – Intelligenz fürchten muss.

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