Polizeigewalt in den USA – Was wäre in den Medien los, wenn das in Russland oder China passiert wäre?

Die Rassenunruhen in den USA sind auch im russischen Fernsehen ein Thema. Um aufzuzeigen, wie darüber in Russland berichtet wird, habe ich den Beitrag aus der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ vom Sonntag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Im amerikanischen Minneapolis ist Krieg auf den Straßen. Eine Polizeistation wurde niedergebrannt und die Polizisten mussten mit dem Hubschrauber vom Dach des belagerten Gebäudes gerettet werden. Es sind Rassenunruhen. Rassistisch in dem Sinne, dass das Motiv ein brutaler Mord war, aufgenommen mit Kameras von Mobiltelefonen.

Das Opfer ist ein junger schwarzer Mann namens George Floyd. Er arbeitete als Wachmann, war als Unterstützer von Gewaltlosigkeit bekannt, machte sich aber schuldig, weil sein 20-Dollarschein sich in einem Laden als falsch herausstellte. Davon gibt es viele in Amerika. George Floyd wurde festgenommen. Er widersetzte sich nicht. Trotzdem wurden ihm Handschellen angelegt.

Dann drückte ein Polizist namens Derek Chauvin George zu Boden und drückte ihm das Knie an den Hals.

Derek Chauvin
44 Jahre
Veteran der Polizei Minneapolis, 19 Jahre Diensterfahrung
Gegen ihn gab es 18 Beschwerden
Er war an drei Vorfällen mit Einsatz von Schusswaffen beteiligt
2008 hat er einen Menschen getötet

Drei Minuten lang flehte George, das Knie wegzunehmen, sagte, er könne nicht atmen, bat darum, ihn nicht zu töten, aber Polizeiveteran Derek Chauvin presste das Knie noch härter auf den Hals. Gleichzeitig streamten Passanten das Video ins Internet.

Wahrscheinlich hat der Polizist George den Hals gebrochen oder das Opfer einfach erstickt. Wie auch immer, George gab Ruhe. Aber Derek Chauvin drückte noch weitere vier Minuten das Knie auf den Hals, bis ein Krankenwagen eintraf. Mit der Mitteilung, dem Häftling gehe es gut, übergab die Polizisten ihn den Sanitätern. Er wurde im Krankenwagen künstlich beatmet, aber ohne Erfolg. Im Krankenhaus wurde sein Tod festgestellt.

Stellen Sie sich vor, was los wäre, wenn so etwas in Russland passiert wäre.Man hätte bereits neue Sanktionen gegen uns verhängt, Amerika hätte bereits eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates zur Menschenrechtslage in Russland einberufen, und die Europäische Union würde auch wieder irgend etwas Unerfreuliches tun. Aber da es in Amerika passiert ist, wo eine solche Haltung gegenüber Schwarzen die akzeptierte Praxis ist, zuckt niemand auf der Welt auch nur zusammen.

Wenn in Russland hunderttausend Menschen am Coronavirus gestorben wären, wie es jetzt in Amerika der Fall ist, würde die westlichen Presse keine anderen Schlagzeilen mehr kennen. Jetzt bedauern sie nur, dass so wenige Russen Opfer der Epidemie wurden.

In Amerika kann es sich Präsidentschaftskandidat Biden mit seinem glasigen Blick leisten, den auf Band genommenen Skandal darüber abzuschütteln, dass er Petro Poroschenko eine Milliarde für die Entlassung des für Biden unbequemen Generalstaatsanwaltes gegeben hat. Und in Amerika nennt Trump den Gouverneur von Minnesota einen „Schwächling“, weil er die Nationalgarde nicht hart genug gegen die Proteste einsetzt. Hinzu kommen 30 Millionen neue Arbeitslose und ein Meer von Obdachlosen, die das heutige Leben in den Vereinigten Staaten vervollständigen. Ist das normal? Und dieses Amerika versucht immer, den ganzen Planeten zu belehren, wie man leben soll? Auf welcher Grundlage?

Und noch ein Detail. Es war einmal Omar Jimenez, ein amerikanischer Fernsehjournalist. Ein hochgelobter CNN-Reporter. Er berichtete vom Notre-Dame-Brand in Paris, berichtete über die Schießerei mit vielen Opfern in Las Vegas, berichtete während der Hurrikane in Texas und Florida, manche seiner Berichte waren für den Emmy Award nominiert. Insgesamt hat er etwa tausend Berichte für CNN gemacht. Und jetzt hatte er den Auftrag, über die Unruhen in Minneapolis zu berichten. Aber die Polizei hat ihn festgenommen, was live übertragen wurde. Trotz seiner Erklärungen wurde Omar Jimenez in Handschellen gelegt. Die gesamte Filmcrew wurde festgenommen.

Eine Frage: Wenn Omar Jimenez weiß wäre, wäre das dann auch passieren? Die Frage ist rhetorisch. Das alles geschieht in Übereinstimmung mit der in Amerika vorherrschenden Kultur.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

6 Gedanken zu „Polizeigewalt in den USA – Was wäre in den Medien los, wenn das in Russland oder China passiert wäre?“

  1. Für mich riecht das immer mehr nach False Flag. Ich würde jede Wette halten, wenn man die Finanzen dieses mörderischen Polizisten überprüfen würde, würde man einen ganz frischen Reichtum feststellen, vielleicht hat aber auch nur jemand seine Spielschulden etc beglichen, irgendsoein Typ von einer ganz besonders offenen Gesellschaft.

    Offensichtlich geht es darum, einen Bürgerkrieg bzw. Rassenkrieg auszulösen. Es gab ja auch schon Berichte, daß eine Reihe von auswärtigen „Demonstranten“ aka Randalierern festgenommen wurden, die Rädelsführer und Haupt-Gewaltäter kommen überwiegend von auswärts, die lokalen Randalierer sind nur Mitläufer und Plünderer.

    Anscheinend gibt es vor Ort nicht genug gewaltbereite Antifanten, wie schade für Soros. Der Janich hat aber auch schon gesagt, daß man mit Antifa-Gewalt in den USA beim Wähler nicht punkten kann, die Leute werden Trump wählen, wenn er weiterhin einerseits Law and Order durchsetzt und andererseits die Aufhebung des ganzen C-Schmus von den Governeuren (die dafür zuständig sind) verlangt. Trump wird sich kurz vor der Wahl hinstellen und verlauten lassen, daß er schon immer für die sofortige Aufhebung war, aber die besch***en Gouverneure, vor allem die demokratischen, die Bevölkerung unötig haben leiden lassen.

    1. Das ist wieder typisch für diese „Großdeutschen Liberalen“ oder „Libertären“.
      Wenn hierzulande das „Deutsche Mädel“ durch den „unzivilisierten Neger“ oder „Moslem“ geschändet und gemeuchelt wird, ist der „Volksaufstand“ wünschenswert.
      Da ist diese scheinbar schwachsinnige, in Wirklichkeit erzliberale Politik, die solches hervorbringt, natürlich „links“; die Frau Kanzlerin eine „Linke“, weil „DDR“ und so, und die ganze Bande, die da verteilt über das Parteienspektrum hinweg u.a. die Ostfront reanimiert hat, besteht natürlich aus lauter „Sozis“ oder, noch schlimmer, gar aus „Kommunisten“ – weil – ein Teil der „Grünen“ bezeichnete sich einst, während ihrer längst vergangenen, autonomen Selbstfindungsphase, ja selbst einmal so.
      Und diese EU ist deshalb selbstverständlich ein „sozialistisches“, also „linkes“ Projekt.

      Daher ist auch der „Volksaufstand“, wenn in den USA dem „zivilisierte Neger“ gleiches widerfährt, und das noch durch die Staatsmacht, eine Verschwörung irgend einer dubiosen links – grünen Antifa, die selbstverständlich von einem ausgewiesen „linken“ Börsenspekulanten und Milliardär gesponsert wird. Börsenspekulationen und Finanzmanipulationen sind auch erwiesenermaßen ein traditionell „linkes“ Geschäft … oder war es ein „jüdisches“, da war doch mal was … „jüdisch-bolschewistischer Untermensch“… paßt doch wieder.

      Und es ist diesen „Liberalen“, alles ausgewiesene Verfassungsexperten, unumstrittene Kenner von „Sozialismus“, „Kommunismus“ und ähnlichen „linken“ Plagen, mit denen uns der Allmächtige so zu schlagen beliebt, unmöglich zu vermitteln, daß nicht alles so ist, wie es aussieht, und – im krassen Gegensatz zu den landläufigen Erfahrungen mit dieser freiheitlich- demokratischen Marktwirtschaft – nicht immer das drin ist, was dran steht.

      Und solche Leute wollen dann „die Eliten stürzen“.
      Wenn die damit loslegen, werden wir uns auf eine leicht erhöhte Stelle auf dieser Erde zurückziehen, und uns in Ansehung unseres Endes zum letzten Male köstlich amüsieren (oder uns vor Angst in die Hosen scheißen – mal sehen).

      1. Je mehr man recherchiert, desto fragwürdiger wird die ganze Kiste, angeblich trugen die Sanitäter, die das schwarze Opfer wegbrachten, schußsichere Westen. Noch ein paar andere Ungereimtheiten deuten auf 100% Crisis Acting hin, alles nur ein Schauspiel. Gut möglich, daß die ganze Angelegenheit komplett gestaged war, also noch nicht mal jemand gestorben ist. Hat schon jemand mal nach der Leiche gesehen? Trotzdem gibt es jetzt einen halben Volksaufstand.

        Es gab noch dieses Video von dem komplett scharz gekleideten Typen mit Regenschirm, der demonstrativ ein Fenster einschlägt, während andere friedlich demonstrieren wollen. Angeblich soll das auch ein Polizist oder Söldner sein.

        Wir werden auch da von vorne bis hinten komplett veräppelt.

  2. Wird noch richtig spannend diese Ausschreitungen in den USA.

    Trump erwägt nun sogar die ANTIFA als das einzuordnen was sie auch ist, eine Terrororganisation.
    Und dann will ich mal die ganzen Roten und Grünen Schmeisfliegen hier in Deutschland sehen, was die dann tun. Denn ihr SA Truppe als Terrororganisation auch einzustufen, wird die ganze Nazi-Rot-Grün Bande sich nicht getrauen.

    -„Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt“, sagte Trump

    – US-Justizminister Bill Barr sagte in einer Fernsehansprache, dass die Gewalt vielerorts „von anarchistischen und linksextremistischen Gruppen geplant, organisiert und angetrieben“ werde.

    Die Gewalt nach dem Tod Floyds sei geplant und gehe auf das Konto von „anarchistischen Linksextremisten“, sagte Barr am Samstag.

    -Um sich gegen die umherreisenden Randalierergruppen zu wehren, die den Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd ausnutzen, um Chaos zu verbreiten, haben viele US-Gouverneure ihre Nationalgarden aktiviert

  3. Man könnte jetzt einfach sagen, tja nun wisst ihr wie es ist wenn aus Protest bürgerkriegsähnliche Zustände werden aber das wäre zu kurz gedacht denn es geht um viel mehr.

    1. Polizeigewalt
    2. Rechtfertigung durch lügen
    3. Rassismus
    4. Freisprüche oder zumindest widerwillige Disziplinarstrafen

    aber es geht jetzt auch um
    eine Militarisierung die zu Tage tritt
    Inlandseinsatz des Militärs
    Drangsalierung der Medienvertreter bis hin zu Verhaftungen
    und zumindest gestern las ich noch etwas von “ wir haben nicht vor die Mobilnetze abzuschalten“

    Manchmal reicht ein Funke und man erkennt eine Gesellschaft nicht wieder.

    Der eigentliche Auslöser ist kaum noch präsent in den Medien sondern nur noch die Gewalt und Zerstörungswut. Das ist sehr Schade denn es gäbe sicher genug Punkte mit denen man sich ernsthaft befassen sollte wie Rassismus, wie Strafvereitelung im Amt aber auch der Einsatz des Militärs und die Verschiebung des Kräfteverhältnisses.
    Aber endlich haben die Leute begriffen das Technik nicht immer Seegen bringt,weshalb man AT &T ja anging.

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