Tacheles #27 ist online

Natürlich ging es auch bei Röper und Stein nicht ohne das COVID19-Virus, dass die Medien beherrscht. Röper hatte dazu aktuelle Zahlen parat, die aufzeigen, dass das Virus gar nicht so gefährlich ist, dass aber die wirtschaftlichen Folgen unabsehbar sind und das wahre Problem vielleicht erst noch kommt.

Außerdem ging es um den Themenkomplex Syrien/Türkei/Flüchtlinge, denn Erdogan beherrscht mit seiner «Einer-gegen-alle-Politik» und ihren Folgen auch die Schlagzeilen. Und natürlich hatte Röper auch einige Themen ausgegraben, über die man in den «Qualitätsmedien» kein Wort gehört hat. Und dafür ist Tacheles ja da: Aufzeigen, was man in Deutschland nicht zeigen will.

Happy Quarantine - Tacheles #27

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

5 Gedanken zu „Tacheles #27 ist online“

  1. Mal ernsthaft, was soll das Wohrt “Migrant”?
    Das sind Flüchtlinge, Menschen, die fliehen. Vielleicht bin ich zu alt, aber Migrant ist jemand, der freiwillig in ein anderes Land übersiedelt. Flüchtlinge sind nicht freiwillig. Die tun das, weil sie es als letzte Option sehen.

    1. Keine Ahnung in welchem Zusammenhang das Wort Migrant gefallen ist, hab das Video nicht gesehen. Jedenfalls sind alle Die, die aus der Türkei nach D oder sonstwohin wollen, Migranten. Aus der Türkei muss man nicht mehr fliehen.

      1. Ergänzend: Man kann übrigens auch als Flüchtling aus Syrien, der in der Türkei gelandet ist, auch aus der Türkei flüchten wollen, weil die Umstände entsprechend elendig sind.
        Ich persönlich weiß z.B. Null über die Zustände unter denen die Syrienflüchtlinge in der Türkei leben. Das hat mir noch kein Journalist und auch nicht Herr Röper über den Umweg des russischen Fernsehens nahebringen können. Daher ist ein Urteil über diese Menschen, wonach sie ggf. Migranten sind, die das freiwillig tun, reine Spekulation. Es ist für mich auch durchaus ein Wiederspruch darin zu sehen wie der türkische Staat in Syrien Krieg führt und welche Gruppen er unterstützt und wie das mit den Interessen der Flüchtlinge überein kommen soll. Faktisch wäre das komplette Staatsgebiet Syriens wohl längst zurück in der Hand der syrischen Regierung, wenn die Türkei nicht dagegen aggieren würde. Wie kann man da also annehmen, dass die Flüchtlinge, die syrische Staatsbürger sind, von der Türkei besonders nett behandelt werden?

        1. “Man kann übrigens auch als Flüchtling aus Syrien, der in der Türkei gelandet ist, auch aus der Türkei flüchten wollen, weil die Umstände entsprechend elendig sind.”

          Sicher kann man das. Aber warum nach Europa? Syrien ist mittlerweile zum größten Teil befreit und das Leben normalisiert sich, soweit es unter den verbrecherischen Sanktionen möglich ist. Warum geht so ein syrischer “Flüchtling” nicht zurück in sein Land, spuckt in die Hände und beteiligt sich am Wiederaufbau? Doch wohl nur, weil er sich freiwillig entschieden hat, in einem anderen Land seiner Wahl zu leben, nach Ihrer Definition also ein Migrant.

          “Von Flüchtlingen berichtet fast kein Medium mehr. Das ist eine ziemlich üble Umdeutung der Umstände.”

          Wohl deshalb, weil sich die Umstände geändert haben. Wer in der Türkei ist, ist in Sicherheit und dass die “Umstände entsprechend elendig sind” ist reine Spekulation. Ganz sicher sind die Umstände nicht so bequem wie in D, aber um sein Leben muss man dort sicher nicht fürchten, bei 4 Millionen syrischen Flüchtlingen wäre das sicher schon lange ruchbar geworden. Davon mal abgesehen, kann ich voll und ganz verstehen, dass man in die westlichen Wohlstandsländer gehen will, die das ganze Elend verschuldet haben.

  2. Ne sorry, so einfach mache ich es mir dann doch nicht.
    Primär sind die Menschen, die hier als Migranten bezeichnet werden, Flüchtlige aus den Kriegsgebieten in Syrien. Das ist ihr primäres Merkmal. Die machen das nicht aus Spass am Heimatwechsel. In wiefern da nun Zwang durch die Regierung der Türkei ausgeübt wird oder auch nicht, ist für mich zweitrangig. Sie sind der Definition nach keine Migranten, sondern Flüchtlinge, denn sie sind geflohen und nicht freiwillig aufgebrochen.
    Das Wort “Migrant” scheint mir da eher eine Art gemeinsamer Nenner der Medien zu sein, denn ich höre das mittlerweile überall.Von Flüchtlingen berichtet fast kein Medium mehr. Das ist eine ziemlich üble Umdeutung der Umstände.

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