Treffen zwischen Putin und Erdogan zum Syrienkonflikt – Was wurde vereinbart?

In Moskau ist das Treffen zwischen Putin und Erdogan nach sechs Stunden zu Ende gegangen. Das Ergebnis ist bestenfalls ein kleiner Erfolg und die getroffene Vereinbarung umgesetzt wird, steht in den Sternen.

Die gemeinsame Pressekonferenz nach dem Treffen war denkbar kurz und Fragen waren nicht zugelassen. Putin hat in seiner Erklärung auf sein gutes Verhältnis zu Erdogan hingewiesen, aber auch gesagt, dass man in vielen Punkten unterschiedlicher Meinung sei. Aber trotzdem habe man eine Einigung erzielt. Putin warf den Islamisten vor, seit dem Abkommen von Sotschi 2018 gegen die Vereinbarung verstoßen zu haben und syrisches Militär, zivile Ziele und die russische Luftwaffenbasis immer wieder mit Artillerie und Drohnen angegriffen zu haben. Das habe die aktuellen Kampfhandlungen ausgelöst. Putin sprach der Türkei sein Beileid für den Tod türkischer Soldaten aus.

Erdogan hingegen beschuldigte das „Regime“ von Assad, an der Eskalation schuld zu sein und betonte ebenfalls sein gutes Verhältnis zu Putin.

Danach haben die beiden Außenminister das getroffene Abkommen verlesen, das aus nur drei Punkten besteht. Darin wurde betont, dass die territoriale Einheit Syriens erhalten bleiben müsse (was vor allem Russland wichtig ist, denn die anwesenden türkischen Soldaten in Syrien verletzen die territoriale Einheit Syriens). Außerdem wurde ein Waffenstillstand ab heute um Mitternacht vereinbart.

Danach sollen Türken und Russen innerhalb von sieben Tagen Details eines Abzuges der schweren Waffen von der Front erarbeiten. Die Waffen sollen auf jeder Seite sechs Kilometer weit abgezogen werden. Anschließend sollen entlang der hart umkämpften Autobahn M4, die an der Front verläuft, russische und türkische Soldaten gemeinsame Patroullien durchführen.

Leider macht mich dieses Abkommen nicht optimistisch und das hat mehrere Gründe.

Der wichtigste ist, dass dies im Grunde die gleiche Einigung ist, wie sie im September 2018 in Sotschi getroffen wurde. Das Problem dabei ist, dass die Islamisten, die von der Türkei unterstützt werden, ihren Teil nie umgesetzt haben. Damals sollten die schweren Waffen 15 Kilometer weit zurückgezogen werden, was nie geschehen ist. Auch der Waffenstillstand bestand seitdem weitgehend nur auf dem Papier.

Es steht zu befürchten, dass die Umsetzung auch dieses Mal nicht wirklich funktioniert. Und sowohl die sehr kühle und geschäftsmäßige Atmosphäre bei der Pressekonferenz, als auch die Tatsache, dass für ein so nichtssagendes Abkommen sechs Stunden lang verhandelt werden musste, zeigen, dass die Positionen sehr weit auseinander liegen. Vermutlich hat nur die Angst vor einer weiteren Eskalation die beiden dazu gebracht, sich zumindest darauf zu einigen.

Hinzu kommt, dass das eigentliche Problem damit nicht gelöst wurde. Immer noch regiert in Idlib die Al-Qaida, beziehungsweise ihr syrischer Ableger. Und genau das will Putin beenden. Selbst wenn die heutige Verabredung hält, bedeutet sie doch nur, dass das Problem vertagt wurde. Gelöst ist es nicht.

Anmerkung: Ich habe zu den Ergebnissen des Treffens keine Links gesetzt, weil der Kreml die Informationen noch nicht online gestellt hat. Bisher ist nur auf dem YouTube-Kanal das Video des gemeinsamen Auftritts verfügbar. Sie finden das Video hier.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

10 Gedanken zu „Treffen zwischen Putin und Erdogan zum Syrienkonflikt – Was wurde vereinbart?“

  1. Während russische und türkische Soldaten gemeinsam patrouillieren, schießen sie wenigstens nicht aufeinander. Mit den letzten Terror-Söldnern in Idlib wird die syrische Armee auch alleine fertig, wenn sich die Großmächte heraushalten. Apropos, wo sind jetzt eigentlich die amerikanischen Soldaten?

    1. „Apropos, wo sind jetzt eigentlich die amerikanischen Soldaten?“

      Die „schützen“ syrische Öl-und Gasfelder vor dem Zugriff ihrer rechtmäßigen Eigentümer. ( blaue Symbole )

      https://syria.liveuamap.com/en/2020/5-march-deir-ezzor-a-helicopter-of-the-international-coalition

      Ach ja, und dann betätigen sie sich noch als „Grenzschützer“ um den freien Warenverkehr zwischen Irak/Syrien zu behindern.

      https://syria.liveuamap.com/en/2020/29-february-major-general-eric-thill-sojtfoir-commander-meets

      Und da wäre noch der Part „Vertragspartner“ zu sein bei dem nicht Autorisierte Verträge zu Lasten des syrischen Staates aushandeln.

      Gegen den IS kämpfen dazu bleibt da keine Zeit. Kämpfen ist nur nötig wenn iranische und syrische Kräfte den Schatzkammern zu nahe kommen.

  2. Guten Morgen und danke für die Plattform an Herrn Röper.
    Ein gutes Verhältnis ist kein einvernehmliches, ist klar.
    Klar ist auch, die Einhaltung des Sotchiabkommens ist nur ein erster Schritt.
    Die Handlungen Syrischer Seite, bedeuten nur das Land zu einigen und zu befrieden.
    Dieses wird von Landesfremden Gewalten auf Syrischem Staatsgebiet verhindert.
    Eine dieser Gewalten welche ursprünglich Terroristen vertreiben wollte, kämpft nun auf Seiten dieser, falls diese Darstellung so annehmbar ist. Alle Beteiligten wissen um die militärische Schwäche Syriens. Ein oberwichtiger Mohammedaner in der Regierung der Türkei, beschimpft den Syrischen Präsidenten recht übel und beschießt die syrische Armee auf ihrem Land. Die russische Partei, welcher große Fortschritte im Gesamtchaos gelungen waren, lassen sich nun auf Händeleien ein damit die angreifende Fremdmacht bestehend aus Türkei und benannten Terroristen nicht noch mehr übles anrichten.
    Das wirft zumindest die Frage auf, ob die Türkei für russische Waffen so viel bezahlt, das die Russen ihren Einsatz minimieren, denn dieses Geld hilft Russland enorm. Das wiederum eröffnet die Kausalkette der EU-milliarden.
    Weder Regierungen noch Journalisten haben Informationen preisgegeben wo ganz genau und nachweisbar die Steuergelder hingeleitet wurden. Das ist mir offenbar als Einziger sehr wichtig.
    Letztendlich wurden durch die EU-gelder die Mittel frei um Waffen zu kaufen.
    Denn hört man den gut informierten Berichten von grünbunten cdulern zu, dann bleibt nur diese Option, denn die Eroberermassen werden weder menschlich versorgt noch untergebracht und in den Milliarden sind die Sachleistungen nicht einmal enthalten, wer also das Denkverbot hierzulande bricht, kommt auf ganz klare Fragen.

    Die Einheit Syriens wird anerkannt, soll das ein Witz sein? Erhalten bleiben? Vor einiger Zeit war dieses Land weitgehend zersplittert, durch mohammedanische Leute mit anderer Meinung. Das haben die Russen weitgehend berichtigt wo alle Anderen absichtlich versagten. Und nun das.
    Das ist so weit unter Herrn Putins Klasse, da drängen sich eine Menge Fragen auf.
    Ein Beispiel: Haben die Maßregelugen gegen Russland so viel Armut erzeugt, daß Russland auf jeden Blutpfennig angewiesen ist? Dann hat die drecks-EU weitere Schuld auf sich genommen.
    Als Anmerkung sei hier erwähnt, diese Dinge lassen sich vorausberechnen und dann wird dem Letzten klar was für ein dreckiges Spiel die grünbuntlinkscdu-Regierung betreibt.
    Wenn dann die Rede von Herrn Maaßen vor der Werteunion anklingt, blutet mir das Herz. Er wäre mein CDU-Vorsitzender. Aber dann ist da wieder die Wirklichkeit.

    Aus 15km wurden 6, nun wer sich dazu bereit erklärt hat Gründe dafür. Gegenüber Sotschi klar und deutlich ein erzwungener Rückzug, denn wie Sinnvoll das ist spielt keine Rolle. Hauptsache einen Erfolg gegen Russland erzielen und zeigen.
    Kurzsichtig könnte man sagen, das Ganze war für nichts, es steht zu befürchten, Russland zieht sich zurück. Syrisches Öl wird bereits von den usa über die Türkei verscherbelt, wenn man den Berichten glaubt, der Rückzug würde wohl einige andere Länder mit ins Chaos stürzen, doch die Russen machen keine weiteren Verluste und die Wk-gefahr ist erstmal erledigt, ist doch toll oder?
    Guten Morgen Vietnam…

  3. Hm….kann es sein, dass man hier einfach nur „zu deutsch“ denkt?
    Was hat man denn erwartet? Dass Erdogan sich auf den Rücken wirft und alle Viere von sich streckt?
    Putin ist grundsätzlich so gestrickt, dass er NICHT demütigt und er lässt dem Gegenüber die Chance, sein Gesicht zu wahren und trotzdem „zu verlieren“….
    Ja, es ist Sotchi, was hier wieder aufgewärmt wurde – aber genau das ist doch der Erfolg – Erdogan hat sich NICHT an Sotchi gehalten und nun musste er sich genau dazu bekennen…..das ist doch eher ein Zeichen, dass Russland konsequent die Einhaltung von Sotchi fordert und nicht nachgibt.

  4. Für mich ist die Strategie und die damit verbundenen Ziele der Türkei nicht klar erkennbar.
    Es wurde erwähnt und kritisiert, dass Russland für Geld einiges in Kauf nimmt, aber: Ist es nicht eher so, dass die Türkei einiges tut, um Devisen zu bekommen und ist das Engagement in Syrien nicht eher ein großes Ablenkungsmanöver vor innenpolitischen Problemen? Die türkische Währung, die türkische Wirtschaft haben hart zu kämpfen und dann sind immer noch die Nato Freunde da, die mit Versprechungen und Geld kräftige Nadelstiche austeilen.
    Ich habe immer noch in Erinnerung, dass vor einigen Jahren türkische Regierungs- oder Botschaftsmitglieder als Geiseln von der IS genommen wurden und sie unverletzt freigelassen wurden. Welche Versprechen wurden dafür gegeben? Ölverkäufe und Geldfluß über die Türkei? Gegenseitiger Nichtangriffspakt? Und da diese Leute vermutlich auch von den USA unterstützt werden, ist wohl die Sorge von Erdogan berechtigt, dass man nach einem Fall Syriens auch gegen die Türkei vorgehen würde?
    Ich bin kein Historiker, ich habe als Archiv lediglich meinen Kopf, deshalb habe ich keine „Quellen“ anzubieten. Das wäre was für Schriftsteller oder Historiker.

  5. Vom Gefühl her sehe ich es wie Sie – relativ unbefriedigend das Ganze. Das Einzige was hier wirklich positiv (für den Moment) heraus sticht ist das Beenden der Kampfhandlungen zwischen der Türkei und den Syrern. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass die Kämpfe nicht weiter gehen werden, da das Wichtigste nicht erreicht wurde. Nämlich der Abzug aller radikalen, sowie der türkischen Truppen aus Syrien. Und ich habe auch das Gefühl, dass dies niemals passieren wird. Alleine schon wegen Erdogans politisch – ideologischer Ausrichtung im Hintergrund.
    Das bedeutet man steht eigentlich wieder genau dort, wo man nicht stehen wollte, weil es auch für die syrischen Flüchtlinge unter diesen Umständen keine Rückkehr in ihre Heimat geben kann.
    Ganz im Gegenteil scheint dieser unbefriedigende Zustand jetzt auch noch weiter einzementiert zu werden, da sich durch das Vorrücken der Türken nicht nur die Radikalen weiterhin tiefenentspannt in Idlip bewegen können, sondern es der syrischen Seite unter diesen Umständen nicht möglich sein kann weiter nach Idlip vorzurücken. Da helfen auch keine Beteuerungen den Terror zu bekämpfen, wenn ich nicht dorthin vorrücken kann wo die Terroristen stecken, bzw. Sie auch weiterhin mit allem Notwendigsten aus der Türkei versorgt werden.
    Also ich sehe hier keinen Erfolg den die Russen gelandet haben. Zumindest unter den momentan bekannten Vereinbarungen. Das ganze Geschwafel über den Tourismus, und den Höhepunkt der Freundschaft, während türkische Soldaten auf russische Flugzeuge schießen bestärkt eher noch die eigenartige Stimmung die von diesem Meeting ausgegangen ist. Hier muss noch etwas im Hintergrund laufen, dass entscheidend ist, und das sich bei derzeitigen Wissenstand nur auf die NATO beziehen kann.
    Ich deute auch diese gespenstische Ruhe aus den Reihen der VSA sowie der Nato (außer der Solidaritätsbekundung gegenüber der Türkei) nicht „nur“ positiv, sondern sehe dies auch als eine Art der „vielleicht klappts jetzt mit der Eskalation Mentalität“. Russland hat zwar zur Absicherung seiner Stützpunkte in Syrien einige Kriegsschiffe in die Region entsandt – jedoch hat das auch die VSA getan. Derzeit kreuzen 3 komplette Flugzeugträgergruppen (2 vorm persischen Golf sowie die Eisenhower Kampfgruppe im Mittelmeer bei Sizilien) Sogar eine 4 Trägergruppe mit der Iwojima war auf den Weg richtung Straße von Gibraltar, ist allerdings danach mitten im Atlantik aus dem Tracking System verschwunden. Und das ist eher kein normaler Vorgang, da alleine diese 3 bzw. 4 Kampfgruppen eine Kampfkraft hätten, die Alles was die russische Armee aufzubieten hätte bei weitem übertrifft. Russland hat derzeit 1 Flugzeugträger, und der ist noch immer im Dock. Abgesehen davon ist die Doktrin Russlands wie stets betont auf Verteidigung, und nicht auf Angriff ausgerichtet. Das weiß die NATO natürlich entgegen der landläufigen Propaganda des Aggressors Russland.

  6. Man muss weder über mögliche heimliche Absichten, Gründe oder sonst etwas spekulieren sondern was zählt ist was das Land zu recht fordert. Syrien war und ist ein unabhängiger Staat den man durch Unterwanderung zuerst destabilisierte (Bewaffnung von Terroristen, Wirtschaftssanktionen bis weit in den humanitären Bereich )und dann in einen Krieg zwang. Nicht mehr nicht weniger. In seiner Not bat Syrien um russische Hilfe, ein Mittel was viele andere Länder auch nutzen. Damit ist Russland zu einer Schutzmacht geworden. Die Legitimität iranischer Truppen kann ich nicht gut einstufen weil dazu zu wenig bekannt ist.
    Alle anderen Truppen sin Besatzungsmächte und verletzen die territoriale Integrität Syriens.
    Syrien und Russland haben streng genommen freie Wahl bei der Umsetzung. Mit dieser freien Wahl sind sie immer besonnen umgegangen was man von den Besatzern und deren politischen Helfern nicht behaupten kann.
    Davon zeugen die Sanktionen, die vorsätzliche Bewaffnung von Terrorgruppen, der Diebstahl syrischer Bodenschätze und Infrastruktur bis hin zur Besetzung fremder Landesteile, ja man war sich nicht einmal zu Schade das Leid der Menschen medial auszubeuten indem man Mörder als Rettungskräfte präsentierte. Das ist keine Behauptung von Putintrolle sondern mit Fakten gut belegt.

    https://www.youtube.com/watch?v=q3W0zBY_lqU

    Es wird vergessen, es gab freie Wahlen, es gab Reformen zur Modernisierung der Verfassung. Wer das vergisst stellt sich auf die Seite von Demokratie Feinden.
    Wer im Ausland irgendwelche angebliche Regierungen bastelt untergräbt vorsätzlich den demokratischen Willen des Volkes denn Das hatte Assad gewählt und eine Menge gesellschaftlicher Gruppen hatte sich aktiv an den Verfassungsänderungen beteiligt.

  7. Grundsätzlich muss man sich der Meinung des Autors T.Röper anschließen, bezogen auf die Aussage, dass dieser „Stillstand“ der Kampfhandlungen nicht lange anhalten wird. Und das ist auch gut so.

    Ohne Syrien geht in Syrien nichts mehr, aufgrund eben der Schutzmacht Russland + teilweise dem IRAN.

    Was der Präsident selbst, einen Tag vor dem Moskauer Treffen an Aussagen trifft, ist in einem Interview (übersetzt aus dem russischen ) nachzulesen. https://donbassstimme.wordpress.com/2020/03/06/die-boesen-sind-das-am-ende-doch-nicht-wir-selbst-2/
    (viel zu lesen, doch es ist ein sehr (sehr) ausführliches Interview)

    der wesentliche Punkt ist der, dass Putin Erdogan es nicht mehr zutraut, eine Trennung von Guten/Halbguten und ganz doll schlechten Terroristen vorzunehmen. Er sagt quasi auch schon, wann der Kampf wird weitergehen. Nämlich am 15. 03.2020. Erdogan verpflichtete sich zur kompletten Übergabe der M4 zu diesem Zeitpunkt. Schafft er Nie, weil er es gar nicht schaffen will können.

    Putin setzt eigenes Personal auf der M4 ein ( gemeinsame „Streifen“…. Heisst, die Wahrscheinlichkeit, dass die gemeinsamen Aktivitäten auf der M4 durch die ganz Böööesen Kopfabschneider gestört werden, ist sehr hoch. Im Ergebnis gäbe es einen Grund für Erdogan, sich der Russischen Koalition gegen die ganz Bösen dann anzuschließen, ohne dass Erdogan das Gesicht verliert…

    Moskau

    Putin hat ihm „keinen Stich “ machen lassen. Die Sotschi-Frontlinie ist hin. Aleppo und Damaskus sind über die M5 verbunden.

    Über die sogenannten Beobachtungspunkte der Türken im nun von Syrien beherrschtem Territorium wurde erst gar nicht gesprochen. Heute schon gibt es Meldungen aus Syrischer Regierungsseite, dass sich die Türken beginnen, klammheimlich zu verziehen.

    Was wird geschehen?

    Aus militärischer Sicht ist es unbedingt erforderlich, dass die Syrer den Luftraum auch beherrschen. Dies absolut alleine. Dies wird sicher wohl Ende des Monats so sein.

    Weil Präsident Bashshar Al-Assad dieses Idleb aus dem wichtigsten Grunde braucht, um den Kräften, die heute schon sich enorm im Osten gegen die Amerikanische Besatzung auflehnen. Diese Kräfte brauchen erst mal die moralische Unterstützung, bevor es losgeht, den Weltbeherrscher aus Syrien mit Waffengewalt zu verjagen. Bis dahin steht die absolute Lufthoheit der Syrer ( und IRANER) in Syrien, ohne das Russland auch keinen einzigen Klick mehr selbst zu machen, auf den Radarschirmen… Kein einziger mehr….

    Konkret: Diese letzte Hochburg der Halsabschneider hat im militärischen Sinne nur noch den strategischen Sinn zur absoluten Vollendung im Sinne der absoluten Territoriale Integrität Syriens .

    Und natürlich leitet gerade eben der militärische Sinn zum Erreichen der Ziele der Koalition , in der Russland ohne Zweifel den absoluten Ton angibt, jegliches Handeln, auch eines solchen Staatsmannes wie Bashshar Al-Assad ….

    Fazit: Cool bleiben. In Syrien entscheidet sich mehr als nur ein militärisches Novum…

    Und die Europäer: ( zwanzig dieser 🙂 🙂 …reichen nicht aus um es auszudrücken. Einfach nur Narren… oder Affen, welche sich auf die Bäume jagen ließen und nun nicht mehr den Mut haben um runterzukommen…

    So meinte es der Präsident der Syrer, gefragt in der 12. Frage des russischen Journalisten. (So gesagt hat er es natürlich nicht ….)

    Im Ergebnis, sind Erdogans afrikanische- und Sonstige Flüchtlinge , Assads Trumpfkarten geworden…(gegenüber den Baumaffen)

    Idleb… für mich quasi schon erledigt, auch wenns verdammt viele Särge wird hinterlassen. 2020 wird noch interessant in Faktor: Wie sieht die tatsächliche Strategie der Syrer gegen die Amerikaner aus… Werden sie erst mal die Ölquellen in Brand schießen ? (lassen) …? Oder wie machen sie es?

    Die Hals- oder Kopfabschneider … Ende 2020 werden sich nur noch die Historiker und/oder eben die West-Europäischen “ Ermittler“ zum Einfangen der Brut, sich mit denen beschäftigen. In Syrien ist das Problem dann erledigt.

  8. Worauf es in meinen Augen ankäme, wäre endlich der Schwenk in ein ganz anderes beherztes weltpolitisches Auftreten einsichtiger Gesellschaften !

    Denn im Grunde war und ist doch jedes so oder so detaillierte Nachdenken über Geschichte und Möglichkeiten-Konstellationen im Mächte-Schach etwa um Syrien und den gesamten Vorderen und Mittleren Orient ohne jede Heilkraft für die vielseits angerichteten Dilemmata . . . !

    Es gilt, die zentralen Maßstäbe der UN-Charta wieder neu und überarbeitet zu beleben und a u s z u s t e i g e n aus Fehl-Konstruktionen und -Maximen, die seit Jahrzehnten weltweit milionenfaches Unglück zeitigen ! ! !

    vgl. diese Ansätze : https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/03/05/raus-aus-dem-paranoiden-maechte-schach/
    Um nichts als gute Nachbarschaften hätte es zu gehen, nicht um Rollen in so und so -polaren Hakeleien mit Tödlichkeits-Effekten!

Schreibe einen Kommentar