USA vs. Russland

1:0 für Russland? USA wollen Bau von Nord Stream 2 nicht mehr aufhalten

US-Präsident Biden hat vor Reportern offiziell verkündet, dass die USA sich nicht mehr mit Sanktionen gegen die Fertigstellung der Pipeline stemmen wollen. Ist das ein Sieg für Russland, oder will Biden die Europäer nicht verärgern?

Vor Journalisten hat Joe Biden gesagt:

„Ich war von Anfang an gegen Nord Stream 2, aber es war schon fast fertig, als ich mein Amt antrat. Jetzt Sanktionen zu verhängen, halte ich für kontraproduktiv in Bezug auf unsere europäischen Beziehungen“

Das klingt gut und ist Balsam vor allem für deutsche Transatlantiker, die nun verkünden können, dass unter der Biden-Administration wieder alles gut wird im Verhältnis zu den USA. Aber ist das der wahre Grund?

Die Vorgeschichte

Die USA waren immer gegen alle Pipelines aus Russland nach Europa. Das war schon im Kalten Krieg so, als die USA die ersten Pipelines verhindern wollten. Übrigens ist darunter auch die Pipeline durch die Ukraine, die die westliche Politik heute so heftig verteidigt, aber das nur am Rande.

Dass die USA sich gegen Nord Stream 2 stellen würden, war also zu erwarten. Wenn Biden sich nun darauf beruft, er könne nichts mehr machen, weil die Pipeline fast fertig ist und es zu spät sei, dann macht er Trump dafür verantwortlich, die Pipeline nicht rechtzeitig gestoppt zu haben. Aber das hätte der wohl kaum tun können, so wie es keiner früheren US-Regierung gelungen ist, die anderen Pipelines zu stoppen, und es sind schon vier Stück: Die durch Weißrussland, die ukrainische Pipeline, Nord Stream 1 und Turk Stream, die erst kürzlich fertig geworden ist.

Die einzige Pipeline, die die USA stoppen konnten, war South Stream, die durch das Schwarze Meer nach Bulgarien führen sollte. Aber die wurde durch Turk Stream ersetzt. Das russische Gas kommt trotzdem nach Europa, nur verdient jetzt die Türkei hunderte Millionen jährlich am Gastransit und nicht Bulgarien.

Warum die USA den Widerstand jetzt aufgeben

Nord Stream 2 war nicht zu verhindern, was letztlich nur Merkel zu verdanken ist, die sich – im Gegensatz zu den Bulgaren – nicht hat einschüchtern lassen und sich bei dem Projekt gegen alle Widerstände aus Washington gestellt hat. Es ist das einzige Beispiel, bei dem Merkel den USA gegenüber ungehorsam war.

Die letzte Chance, die Pipeline zu verhindern, wäre es gewesen einen neuen Bundeskanzler einzusetzen, bevor die Pipeline fertig wird. Aber Merkel klebte an ihrem Stuhl und die Pipeline wird in jedem Fall rechtzeitig vor der Bundestagswahl fertig, sodass ein neuer Kanzler (oder Kanzlerin Baerbock, mein Beileid allen Deutschen), nichts mehr tun kann. Und wenn erst einmal Gas durch Pipeline fließt, wird wohl auch ein neuer Kanzler den Gashahn nicht mehr abdrehen.

Die USA hatten also mit weiteren Sanktionen nichts zu gewinnen, aber sie hatten einiges zu verlieren.

Das Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin

Joe Biden wollte plötzlich ein Gipfeltreffen mit Putin, der es aber nach den Provokationen der gerade ins Amt gekommenen Biden-Administration nicht eilig hatte. Russland hat vor einem Treffen gefordert, dass den freundlichen Worte der USA, die verkünden, „berechenbare Beziehungen“ mit Russland zu wollen, auch Taten folgen. Ich habe darüber berichtet, die Details finden Sie hier.

Nach dem Treffen zwischen den Außenministern Lawrow und Blinken vor einer Woche war bereits klar, dass die USA keine weiteren Sanktionen wegen Nord Stream 2 verhängen würden, was ganz offensichtlich das Signal war, nach dem Putin dem von den USA gewünschten Gipfeltreffen zugestimmt hat.

Die USA mussten Russland irgendetwas geben, wenn sie ihr Gipfeltreffen haben wollten und das „billigste“ war, auf weitere Sanktionen gegen Nord Stream 2 zu verzichten, wo die USA ohnehin nichts mehr zu gewinnen hatten. Hinzu kommt, dass man der dummen Öffentlichkeit den Verzicht auf weitere Sanktionen als Zeichen dafür verkaufen kann, dass die USA die Europäer wieder ernster und Rücksicht auf sie nehmen.

Wie geht´s weiter?

Man muss davon ausgehen, dass die USA versuchen werden, die Nutzung von Nord Stream 2 an Bedingungen zu knüpfen. Sie können zum Beispiel versuchen, die EU und vor allem Deutschland davon zu überzeugen, den Betrieb von Nord Stream 2 an Bedingungen zu knüpfen oder Russland damit zu drohen, die Pipeline abzuschalten, wenn Russland dies oder jenes tut oder nicht tut. Solche Dinge sind ja bereits im Gespräch.

Aber sehr viel Erfolg wird das wohl nicht haben. Wenn das günstige russische Gas erst einmal durch die Pipeline fließt, würde es einen ziemlich heftigen Protest der Wirtschaft geben, wenn man sie zwingen wollte, ohne Not auf das teurere US-Frackinggas umzusteigen.

Daher wird es wohl wieder so werden, wie bei all den anderen früheren Pipelines: Das Theater dürfte vergessen sein, wenn das Gas erst einmal fließt.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

47 Antworten

  1. Ich traue den Yankees nicht einen Schritt über den Weg. Die haben irgendeinen dreisten Plan in Petto. So billig werden die uns mit Nord Stream 2 nicht davonkommen lassen. Und wenn es „nur“ darauf hinausläuft, den Import deutscher Waren in die USA noch höher zu besteuern oder mehr Soldaten in Deutschland zu stationieren.

      1. Danke! Bis dato nahm ich an, dass der Handel zwischen den USA und Russland minimal wäre. Aber wer weiß, vielleicht trocknen die Ölfelder in Texas langsam aus und den Amis bleibt nichts anderes übrig 😉

            1. Ey schrieb, dass dieser Blog versucht, gegen das bla bla zu halten. Ich würde sagen, bei Wahrnehmung von empörenden Dingen einfach noch mal lesen… Und am besten auch das selbst Geschriebene noch mal durchlesen, bevor’s abgeschickt wird.

                1. Ich habe lediglich versucht, mit einem Rat Explosionen von Ihrer Seite einzudämmen. 😉

              1. @stephan.geue Ich werde immer Fragen stellen, und dass Sie so getroffen darauf reagieren ist mir unverständlich. Mir gefällt der Blog von Thomas Röper ausgesprochen gut, und wenn jemand mit „Blabla“ daherkommt wundert mich das halt.
                Ein einfaches: „Sie haben das falsch verstanden“ hätte vollkommen ausgereicht. Was jetzt die Attacken wegen der Rückfrage sollen ist mir nach wie vor unbegreiflich. Aber egal, ich habe wirklich andere Sorgen als mich zu streiten.

          1. Die NATO ist halt auch „nur“ eine Partei in dem ganzen Spiel. Klar sind die wichtig, aber wenns nach denen ginge hätte man Nordstream 2 nie angefangen.
            Von daher eine wenig überzeugende Argumentation, obwohl ich es ähnlich pessimistisch sehe. Die Geschichte hat doch gezeigt das sich meistens die Saboteure und Kriegstreiber durchsetzen, wenn auch nur unter dem Radar.

      2. Interessant wäre mal, in welcher Währung dieser Ölhandel abgewickelt wird. Die USA zahlen ja normalerweise mit Frischgedrucktem, die Russen dagegen versuchen, ihre Dollarbestände aus eben diesem Grund zu begrenzen oder gar abzubauen.

  2. Es wäre auch nicht verwunderlich, wenn in Bälde auf ganz tragische Weise „zufällig“ ein NATO-Uboot die Pipleline rammt. Dann müssen wir doch das Fracking-Gas einkaufen. Die Grün*innen werden sich freuen, sind sie doch die Experten für die Schädigung unserer Umwelt.

      1. Dann nimmt man eben einen Virus der die Systeme lahm legt, oder der gleich eine Explosion herbeiführt, gabs doch alles schon.
        Zu glauben das wäre alles kein Ding sobald das Gas mal fließt halte ich für naiv und unbegründet.

    1. Es wäre auch nicht verwunderlich, wenn in Bälde auf ganz tragische Weise „zufällig“ ein NATO-Uboot die Pipleline rammt.
      Oder ein Schleppnetz eines polnischen Fischerbootes .
      Das Szenario des Lukaschenko Attentats ist ja Gott sei Dank ausgefallen , gleichzeitig liefen die US Kriegsschiffe nicht ins Schwarze Meer ein , Israel sagte sein bis dahin größtes Militärmanöver ab und das Kriegsgeschrei aus Kiew verstummte. Spätesten bis ende Juni haben die NATO Militärs noch Zeit aktiv zu werden, dann wird es eng bis zur Unpassierbarkeit russischer Strassen.

  3. Gestern gelesen, laut Gasprom wird diese Leitung auch die letzte Leitung in Richtung Europa sein. Ob sie dann noch von den Europäern genutzt wird oder nicht wird Russland spätestens ab 2025 so oder so egal sein. Man ist nämlich derzeit schon dabei eine Verbindung von dem Sajusgasfeld im Norden Russlands, aus dem zur Zeit Europa beliefert wird, in den Südosten Russlands, zu dem Gasfeld aus dem China beliefert wird zu bauen, um China endlich die Gasmengen zu liefern die es auch haben möchte. Da die gesamte Erschließung dieses Gasfeldes noch ein paar Jahre mehr in Anspruch nehmen wird. Weiter will man auch, ich sage mal so, dass Jamalgasfeld im fernen Osten anschließen. Man baut also eine Art Ringleitung um in Zukunft flexibler auf alle Eventualitäten reagieren zu können. Damit sind es in Zukunft die europäischen Völker die die Suppe auslöffeln werden. Mir geht nur langsam das Mitleid verloren denn: “ Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied! „

    1. Wir werden unter der*in grünen Kanzler*in Annalena Baerdolf ordentlich frieren, wenn die uns die Gasleitung zudrehen. Dafür können wird dann mit unseren Elektroautos durch die Gegend tuckern. Da werden die Sklavenkinder aus der Dritten Welt fleißig „Kobold“ abbauen müssen, damit wir unsere Smartphones und Teslas en masse produzieren können. Annalena wird’s freuen.
      Gott bewahre uns vor einer Grün*innen Bundesregierung 🙁

    2. SO einfach ist es nicht. Die Chinesen versuchen seit langem ständig, den Gaspreis immer weiter runterzuverhandeln, jeder, der schon mal solche Geschäfts“partner“ hatte, weiß wie nervig das sein kann, nur Stress, keine Zuverlässigkeit. Rußland wird auch in Zukunft weiter nach Europa verkaufen wollen, denn Europa hat immer einen fairen Preis gezahlt. Es gibt ja auch eine starke DeepState-Fraktion, die weiter billiges Gas aus Rußland beziehen will, zumindest billig im Vergleich zu Flüßiggas, gäbe es die nicht, wäre Nordstream2 schon lange vom Tisch.

      1. Seltsam, Russland scheint ziemlich zufriden mit dem Partner China zu sein, sie bauen die Zusammenarbeit ja stetig aus, während wir in der EU zugucken und immer unbedeutender werden.
        Wo kann man das mit den schlimmen Nachverhandlungen denn nachlesen? Ich hab davon nämlich noch nichts gehört.

    3. Ja und außerdem baut man irgendwo im Norden, ich glaube bei Murmansk oder weiter im Osten ein riesiges Flüssiggasterminal/ Verflüssigungsanlage, mit der sie immer noch günstiger nach Europa liefern können, als die Amerikaner.

    4. Der Chef der Gazprom hat schon vor Jahren, als South-Stream beerdigt wurde, gesagt, dass Nord-Stream 2 und Turk-Stream die letzten Pipelines seien, die Gazprom nach Europa bauen würde. Wenn die Europäer dann noch mehr Gas haben wollten, müssen sie gefälligst eine Pipeline bis an die russische Grenze bauen. Dieses Theater mache die Gazprom nicht mehr mit.

  4. Nu ja, Bulgarien hätten sie da wohl einfach ins Pflaster gebügelt, das ist im Falle der Bundesrepublik dann doch nicht so einfach, zumal, wenn man Maria’s Interview mit Fasbender aufmerksam verfolgt hat, es für die Leitung hier offenbar eine recht starke Lobby gibt, die allerdings, wahrscheinlich wegen der herrschenden Pogromstimmung, es vorzieht, im Hintergrund zu bleiben.
    D.h., Fr Doktor dürfte ihre Standhaftigkeit nicht ohne jedwede Stütze vor sich her getragen haben – gut vielleicht spielten da Restbestände der einstigen Physikerin auch eine Rolle.

    Im Übrigen, vor einigen Jahren, hörte man von einem bulgarischen Präsidenten noch, er wolle im Schwarzen Meer eigentlich nur Segeljachten und Ausflugsdampfer sehen – die ereilte offenbar das gleiche Schicksal wie „South Stream“ (oder man hat sie motorisiert, gepanzert und bewaffnet).

    1. Die deutsche Wirtschaft würde ganz allgemein davon profitieren, wenn die Sanktionen weg wären und wir frei mit Russland handeln können.
      Aber es wird wohl so sein, dass gerade die Firmen aus der Energieversorgung mächtig genug sind, die Interessen für Nord Stream 2 durchzusetzen, ohne dass sich die Qualitätspresse auf sie stürzt.

      1. Und ganz nebenbei wäre eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit so ziemlich das mächtigste Werkzeug zum Frieden und zur Stabilität das es gibt.
        Und genau das ist ja der Grund warum es diese nicht geben soll…

  5. Ich halte diese Analyse für viel zu optimistisch. Die USA führen auf allen Ebenen unterhalb der militärischen Krieg gegen Russland – wirtschaftlich, propagandistisch und durch versuchte Subversion bis hin zum Regimewechsel. Warum sollten sie plötzlich den wirtschaftlichen Druck verringern? North Stream 2 verhilft Russland zukünftig zu zusätzlichen sicheren Einnahmen, die es ihm erleichtert, die Folgen des US-Wirtschaftskrieges zu verarbeiten. Das galt es bisher um jeden Preis zu verhindern…

    Meiner Einschätzung nach setzt Washington darauf, mittels einer oliv-grünen Regierung in Berlin direkt durchregieren zu können, noch direkter, als das mit Merkel möglich war. Unsere Oliv-Grünen sind in meinen Augen nichts anderes als die deutsche Filiale der US-Neocons, bereit, für den Fortbestand des US-Imperiums jeden Preis zu zahlen. Und so wird die neue Pipeline zum Spielball im Propaganda- und Wirtschaftkrieg gegen Russland werden: Den Russen werden Stöckchen hingehalten, über die sie zu springen haben. Tun sie das nicht, wird der Gashahn gesperrt. Ohnehin dürften die Gasgeschäfte mit Russland zukünftig schwierig werden, sollten die oliv-grünen Russlandhasser ihre Vorstellungen umsetzen können, z.B. den Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-Zahlungssystem.

    Wie ja hier schon von einem anderen Kommentator angesprochen, bereitet Russland sich bereits jetzt auf die völlige Abtrennung vom europäischen Gasmarkt vor. Und das ist auch gut so, für Russland. Für die Nato-Europäer dagegen möchte beheizter Wohnraum im Winter dann trotzt Klimawandel (der in Mitteleuropa nicht zwangsläufig zu einer dauerhaften Erwärmung führen muss, eine Abschwächung des Golfstroms könnte das genaue Gegenteil bewirken) zu einem nur noch von den Bessergestellten bezahlbarer Luxus werden. Aber die oliv-grüne Klientel zählt ja zu diesen…

  6. Holzauge sei wachsam – denn die yankee’s haben immer noch diverse Schweinereien in petto – und mit solchen „Aussagen“ wollen die nur einlullen… – die Geschichte ist voll von solchen „fake-Versprechen“… 😉

  7. Es gibt doch auf EU-Ebene schon so eine komische Regelung, daß irgendwas um die 50% der einen Pipeline, Opal, für nichtrussisches Gas reserviert werden soll oder so ähnlich. Zumindest stand das schon vor Jahresfrist im Raum, was ist daraus geworden? Das werden sie dann eben auch bei Nordstream2 versuchen. Wahrscheinlich kann das ganz einfach durch einen Reseller umgangen werden, aber dann zockt halt noch jemand mit ab.

  8. «…. Es ist das einzige Beispiel, bei dem Merkel den USA gegenüber ungehorsam war».

    Echt jetzt? Also ich mag die Frau Merkel trotzdem. Die Schreihälse die nach ihr kommen (wahrscheinlich) nicht.

    1. Weil sie so schöne Ohrringe trägt oder was?
      Warum hat eigentlich KEINER der nicht kritisch über diese Frau spricht je ein Argument? Weil alles was sich nach ihr angekündigt hat noch schlimmer ist? Das könnte ich wenigstens noch nachvollziehen.

  9. „Daher wird es wohl wieder so werden, wie bei all den anderen früheren Pipelines: Das Theater dürfte vergessen sein, wenn das Gas erst einmal fließt.“

    Ach, so wie damals alles „vergessen“ war, als man eine Pipeline mit einem Computervirus in die Luft gejagt hatte?

    Die neue, olivgrüne Regierung die ja höchstwahrscheinlich hier übernehmen wird hat doch bereits angekündigt Nordstream 2 zu beenden, darum braucht die USA nichts mehr zu tun, man hat längst gewonnen.

    Und die ach so mächtige Wirtschaft hat sich ja auch nicht groß beklagt über CO2-Steuern, Energiesteuern, Umweltauflagen, Energiechaos, DSGVO, geduldete US-Spionage, Testpflicht und Corona-Kult und den ganzen anderen Quatsch der uns den Wohlstand kostet, da wird man auch noch höhere Energiepreise schlucken und an die Kunden weiter geben.
    Ich wüsste nicht das die Wirtschaft in diesem Land mal ein Machtwort gesprochen hätte, kann sie ja auch nicht, sie wird ja immer kleiner und unbedeutender.

    1. Nee, die ist zu exportabhängig und zudem stark auf die US-Finazwirtschaft fixiert.
      Und vieles was oben beklagt wird, hat ihren Ursprung in dieser EU, die wollen wir zwar, weil wir dort mehr oder weniger das sagen haben, aber diese EU entwickelt inzwischen eine ganz eigene Agenda, die doch sehr im Sinne von über staatliche Grenzen hinweg operierenden Unternehmungen ist.
      Das Problem ist halt, daß niemand wirklich versteht oder wahr haben will, daß wenn man solche Strukturen schafft, dieselben sich mehr und mehr verselbständigen und dabei eine Richtung herauskommen kann, die uns weniger gefällt, die wir aber möglicherweise gar nicht mehr aufhalten können.
      Und zur Zeit sehe ich doch einen stärker werdenden Machtkampf zwischen EU und den Nationalstaaten, das hat sich wahrscheinlich keiner so vorgestellt.

    2. „Ich wüsste nicht das die Wirtschaft in diesem Land mal ein Machtwort gesprochen hätte, …“

      Doch, hat sie. Im April kam auf einigen Kanälen, dass die „Wirtschaftselite“ das Baerbock zum Wunschkandidaten erkoren hat. Die suchen einen Grund, ihre Produktionen auszulagern ohne sich schuldig fühlen zu müssen.

      Wir werden gebaerbockt! (hab ich irgendwo geklaut)

  10. Noch ein persönliches Wort an Thomas, als Reaktion auf: „Kanzlerin Baerbock, mein Beileid allen Deutschen“
    Lebe mittlerweile selbst in der Schweiz (als Deutscher) , aber schau mal in das Wahlprogramm der Grünen unter Kapitel 2 In die Zukunft wirtschaften, Unterpunkt: Wir haushalten solide, weitsichtig und gerecht, Unterpunkt: Konsequent gegen Steuerhinterziehung und -vermeidung vorgehen, und dann den Absatz:
    Zusätzlich zur bestehenden Steuerpflicht nach dem Wohnsitz wird eine Steuerpflicht auch nach der Nationalität eingeführt, um rein steuerlich motivierte Wohnsitzwechsel zu verhindern.
    Hoffe du hast bald die russische Staatsbürgerschaft 😉

    1. Die Schweiz hat übrigens einen interessanten Schlußstrich gezogen:

      „Nach sieben Jahren Verhandlungen ließ die Schweiz einen geplanten Rahmenvertrag mit der EU über die bilateralen Beziehungen platzen. Offenbar gab es keine Einigung über entscheidende Punkte. Das Scheitern der Gespräche dürfte weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen haben.“

      _____://de.rt.com/europa/118107-abbruch-verhandlungen-handelsabkommen-zwischen-eu/

      Das wird dieses machthungrige EU-Establishment nicht durchgehen lassen, daß diese Schweizer Alpentölpel sich deren imperialen Ambitionen nicht unterwerfen wollen und das noch quasi vor der Haustür.
      Das wird hart für die Schweizer, die sollten sich bei ihren Volksabstimmungen genau überlegen, was sie da tun. „Autoritarismus“ kann man ihnen zwar nicht anhängen, aber für die Attitüde „antisemitisch“ reicht es allemal, angesichts einer hierzulande nachdrücklich betriebenen inhaltlichen Ausdehnung dieses Begriffes.

  11. Hallo Herr Röper,
    können Sie heraus finden, wie lange noch welche Gaslieferverträge mit der Gazprom laufen, und wie das mit möglichen Verlängerungsoptionen aussieht? Ich kann hier beim besten Willen nichts Vernünftiges finden. Oder soll das etwa geheim sein?
    Wäre doch lustig, wenn Russland eine Vertragsverlängerung von politischem Wohlverhalten abhängig machen würde.
    Ich täte das ( aber ich bin ja auch böse ).

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