Covid-19

Aus eigenem Erleben: Die Corona-Lage in Russland

Ich werde immer wieder gebeten, mal wieder etwas über die Corona-Lage in Russland zu schreiben, was ich hiermit tue.

Das letzte Mal habe ich Anfang Juli darüber geschrieben, wie ich die Corona-Lage in Russland wahrnehme. Dass ich danach nicht mehr darüber geschrieben habe, liegt daran, dass sich eigentlich nichts geändert hat. Covid-19 ist in Russland nicht das beherrschende Thema und Gespräche drehen sich nur selten um Corona und Impfungen. Dabei ist es egal, ob man mit Freunden zu Hause sitzt, bei Gassigehen mit anderen Hundebesitzern auf dem Hundeplatz plaudert, Smalltalk mit dem Taxifahrer hat und so weiter. Corona ist praktisch kein Thema.

Auch wenn die russische Regierung inzwischen auf teilweise drastische Weise die Zahl der Geimpften erhöhen möchte, indem sie Arbeitgeber dazu drängt, dass mindestens 60 Prozent der Belegschaft geimpft sein müssen, oder indem in Moskau de facto eine Impfpflicht für alle gilt, die eng mit Menschen arbeiten, spielt Corona in den russischen Medien kaum eine Rolle. Anders als in Deutschland ist Covid-19 nicht das beherrschende Thema der Nachrichten, selbst die aktuellen Zahlen werden fast nicht gemeldet und auf Nachrichtenseiten russischer Medien muss man Meldungen über die Pandemie regelrecht suchen.

Russland hat zwar zu Beginn von Corona, also im April 2020, einen Lockdown gehabt, danach aber nicht mehr. Während in Europa ab Anfang November 2020 alle möglichen Einschränkungen bis hin zu echten Ausgangssperren gegolten haben, ging das Leben in Russland seinen normalen Gang, wie ich beispielsweise im März 2021 berichtet habe.

Die im ÖPNV, Ämtern und Geschäften geltende Maskenpflicht nimmt kaum noch jemand ernst. In Behörden zum Beispiel gilt sie offiziell und in einer Behörde, in der ich war, wurde sie streng umgesetzt und sogar die Temperatur wurde am Eingang gemessen, in einer anderen hingegen hat niemand eine Maske getragen. Auch in Supermärkten, wo offiziell Maskenpflicht herrscht, wird sie nicht beachtet. Allenfalls an der Kasse wird man aufgefordert, die Maske aufzusetzen, weil die Kassiererin befürchtet, Ärger mit dem Chef zu bekommen, wenn auf den Aufnahmen der Überwachungskameras zu sehen ist, wie sie Kunden ohne Maske bedient. Im Alltag bemerkt man von der Pandemie in Russland fast nichts.

Hinzu kommt, dass zumindest in meinem Bekanntenkreis praktisch alle schon mal Covid-19 hatten. Bei den meisten verlief es ohne Symptome oder mit leichten Symptomen, nur eine Bekannte hatte eine leichte Lungenentzündung, die sie aber zu Hause auskuriert hat.

Ich hatte Corona offenbar schon zwei Mal. Im Sommer 2020 hatte ich einige Tage eine Störung des Geruchssinns, die wohl eine Infektion war. Da ich dem damals keine Beachtung geschenkt und keinen Test gemacht habe, ist das nur eine Vermutung. Diesen Sommer hatte ich tatsächlich Corona, allerdings habe ich es gar nicht bemerkt. Erst als eine gute Freundin, mit der ich mich öfters getroffen habe, mir sagte, dass sie gerade Covid-19 gehabt hat und mich fragte, wie es mir gehe, habe ich aus Neugier einen Antikörpertest gemacht, der eine kürzlich überstandene Coronainfektion bestätigt hat. Symptome hatte ich aber keine und ich hätte die Infektion ohne den Test gar nicht bemerkt.

Das allgemeine Erleben ist in Russland nach meinem Erleben, dass es Corona zwar gibt und viele haben auch von Fällen gehört, bei denen ältere Menschen daran gestorben sind, aber insgesamt empfinden die Russen, die ich kenne, Covid-19 nicht als Bedrohung.

Entsprechend lasch sind die Corona-Maßnahmen in der Praxis. Da ich im Alltag nichts von ihnen bemerke, habe ich für diesen Artikel nachgeschaut, welche Einschränkungen momentan in Petersburg, wo ich lebe, gelten. Demnach gilt eine nächtliche Sperrstunde für die Gastronomie, von der ich jedoch nichts bemerkt habe, denn zumindest die Bars und Klubs sind nachts geöffnet und kürzlich habe ich mit Freunden in einem Restaurant gegessen, das um Mitternacht geschlossen hat. Ob das wegen Corona war oder ob das deren normale Öffnungszeiten sind, habe ich nicht gefragt.

Ansonsten gelten verschiedene Beschränkungen, nach denen zum Beispiel Kinos nur zu 50 Prozent und Theater nur zu 75 Prozent gefüllt sein dürfen, für Konzerte gilt eine Obergrenze von 1.500 Besuchern. Außerdem sollen Arbeitgeber 30 Prozent ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiter über 65 Jahre ins Homeoffice schicken. Das ist so ziemlich alles, was es hier an Beschränkungen gibt.

Allerdings gilt in Petersburg eine Impfpflicht für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, des ÖPNV und des Gesundheitssystems. Was ich von einer Impfpflicht halte, habe ich oft und deutlich genug geschrieben, daher werde ich es hier nicht wiederholen. Am Ende dieses Artikels werde ich auf das Thema aber nochmal kurz eingehen.

Die Verschärfung der Gangart gerade beim Thema Impfungen wurde im Juni unter anderem mit dem schnellen Anstieg der Infiziertenzahlen und der hohen Belegung der Krankenhäuser begründet. Damals haben sich in Russland täglich etwa 20.000 Menschen mit Corona infiziert. Jetzt sind es etwa 18.000, aber die Lage erscheint sich entspannt zu haben, denn kurzzeitig eingeführte strenge Beschränkungen sind wieder aufgehoben worden.

Das verwundert auf den ersten Blick, weil sich an den landesweiten Zahlen eigentlich nichts geändert hat. Gleiches gilt für die Todesfälle, die im Juni bei etwa tausend am Tag gelegen haben und heute bei 700 bis 800.

Was sich verändert hat, ist die Verteilung. Im Juni entfielen 50 Prozent der Fälle auf Moskau, wo es daher strenge Einschränkungen gegeben hat, die damals auch im Westen Schlagzeilen gemacht haben. Jetzt entfallen auf Moskau nur noch etwa zehn Prozent der landesweiten Fälle, weshalb die Beschränkungen in Moskau auch wieder weitgehend aufgehoben wurden.

Da sich die Coronafälle nun gleichmäßiger auf das ganze Land verteilen, gibt es keine Hotspots mehr, wo harte Einschränkungen drohen. Daher merkt man im Alltag auch nichts davon, dass wir uns in einer Pandemie befinden, zumal die russischen Medien kaum darüber berichten.

Nun komme ich, wie versprochen, nochmal auf die Impfpflicht, die in Russland für einige Berufsgruppen eingeführt wurde. Dass ich eine Impfpflicht im Falle von Covid-19 für nicht begründet halte, habe ich oft genug geschrieben. Wer sich mit einer Impfung schützen will, der kann das tun, wer das Risiko eingehen will, ungeimpft zu bleiben, soll das ohne Nachteile befürchten zu müssen dürfen, das ist meine Meinung.

Auch Vorschläge (die es in Russland übrigens nicht gibt), Nicht-Geimpften zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Fall einer Covid-Infektion oder die Bezahlung einer Covid-Behandlung im Krankenhaus zu verweigern, halte ich für nicht berechtigt. Raucher müssen ihre Krebsbehandlung ja auch nicht selbst bezahlen und Sportler nach einem Sportunfall nicht um die Lohnfortzahlung fürchten, obwohl es sich auch bei diesen Beispielen um selbstverschuldete Kosten handelt.

Das einzig Positive, was ich an der russischen Impfpflicht finden kann, ist die Tatsache, dass das kein Konjunkturprogramm für die Pharmaindustrie ist. Im Gegensatz zum Westen, wo Konzerne mit Corona-Impfstoffen auf Kosten der Steuerzahler gerade das Geschäft ihres Lebens machen, verdienen in Russland keine Konzerne an den Impfungen, denn die Impfstoffe sind von staatlichen Instituten entwickelt worden und sie sind in Russland umsonst. Es verdient in Russland also niemand daran, im Gegenteil.

Hinzu kommt, dass Russland nicht auf die experimentelle mRNA-Technologie setzt. Wenn ich mich schon impfen lassen würde, dann mit einem Vektorimpfstoff, wie ihn die Russen (und auch AstraZeneca) entwickelt haben.

Das ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Ablehnung einer Impfpflicht gegen Covid-19.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

19 Antworten

  1. Zur Impfpflicht in Russland stand auf http://www.vineyardsaker.de aber auch, dass Putin letztens eine deutliche Ansage an die Regierungen einzelner Regionen, Städte etc. gemacht hat, dass er mit so etwas wie einer Impfpflicht nicht glücklich ist.
    Die wo regionale Impfpflichten anordnen sind hauptsächlich gegen Putin und auch eher dem Westen zugeneigt.

    Vielleicht hat ja jemand mit Russischkenntnissen eine Quelle.

    1. Hallo dethle, ein kurzer Lagebericht aus dem Süden Russlands.
      Als Unternehmer hat man hier NULL Probleme und keine Berührung mit dem Coronatheater.
      Im Internet kursiert eine Briefvorlage von einem RA. Hier wird in dem Schreiben darum gebeten SCHRIFTLICH und mit UNTRSCHRIFT der Gouverneure oder „Landesfürsten“ die verkündete Impfpflicht etc. zu bestätigen. Im Internet ist alles zu lesen aber schriftlich hat es wohl noch niemand bekommen. Ich habe von einem Fall gelesen, dass ein nicht geimpfter eine Strafe von 15.000 RUB zahlen sollte. Er har vorher an die zuständige Landesregierung geschrieben, ohne Antwort. Keiner hat ihm diese Verordnung mit der Unterschrift des Landesfürsten zeigen können. So hat er die Strafe auch nicht zahlen müssen.
      Daraus schliesse ich, dass diese Verordnung rechtlich nicht wasserdicht ist.
      Sind denn die deutschen Gesetze im Bundesanzeiger veröffentlicht? Würde mich wundern.

  2. Besten Dank für den Bericht.
    Auch wenn Sie zwei oder mehrmals in Berührung mit Covid-19 kamen, so hatten Sie wohl nur einmal. Die Antikörper halten sehr lange, wie aus mehreren Studien belegt.
    Da die Politiker im Westen am durchdrehen sind, musste ich mich auf Antikörper testen lassen. Ich selber hatte Covid-19 vor 7 Monaten mit normalen Krankheitssymptomen und meine Antikörper Werte sind immer noch sehr hoch.
    Die ganze Situation erinnert mich an das Buch „Wir“ von Evgenj Samjatin.

    1. es waren eher 2 Infektionen, denn es heisst, Zitat: “ einen Antikörpertest gemacht, der eine kürzlich überstandene Coronainfektion bestätigt hat. “
      Man kann an dem Verhältnis von IgM zu IgG abschätzen wie lange die Infektion zurückliegt.
      Mutmaßlich wurde bei H.Röper viel IgM gemessen, womit die Infektion keine 7 Monate her gewesen sein konnte.

      Hoch bleiben (nur) die IgG Werte.

  3. Nun ja, wie man es dreht, Rußland macht mit, gehört also dazu. Daß die Russen staatliche Vorgaben nicht so beflissen erfüllen, wie der deutsche Oberdepp, der Verstöße meldet und Leute denunziert, davon konnte ich mich in den 3 Jahren in Leningrad selber überzeugen. Schlimmstenfalls hilft Korruption.
    Daß sich die vorbildlichen preußischen Werte durch bescheuerte und überflüssige staatliche Gängelungen der letzten Jahrzehnte ins Gegenteil verzerren, liegt am System, aus dem ich mich wie in den letzten Jahren der DDR mental ausgeklinkt habe. Ich kenne keine Ministernamen und gehe seit langem nicht mehr zur Wahl. Die Nachrichten werden wie die Aktuelle Kamera oder die sowjetische Wremja ausgeschaltet, zumal die Sprecher alle ein Schiefmaul vom vielen Lügen haben.

  4. Lieber Herr Röper,
    was Sie wohl gehabt hätten, wenn Sie diesen Test gemacht hätten (Kochsche Postulat)?
    „Dr. Derek Knauss: «Als mein Laborteam und ich die 1500 angeblich positiven Covid-19-Proben den Koch’schen Postulaten unterzogen und sie unter ein Elektronenmikroskop legten, fanden wir kein SARS-CoV-2 Virus in allen 1500 Proben. Wir stellten fest, dass es sich bei allen Proben hauptsächlich um Influenza A und einige Influenza B handelte, aber keine Fälle von Covid. Wir haben nicht den schwachsinnigen PCR-Test verwendet.»
    Als die Forscher die restlichen Proben nach Stanford, Cornell und an einige Labore der Universität von Kalifornien schickten, kamen sie zu demselben Ergebnis: kein Covid. Sie fanden lediglich Influenza A und B.
    Dann ersuchten die Forscher die CDC um lebensfähige Proben von Covid. Die CDC sagte, sie könne sie nicht herausgeben, weil sie diese Proben nicht habe.
    Die Forscher kamen zu dem harten Schluss, dass Covid-19 erfunden ist. Die Grippe hiess nur «Covid», und die meisten der 225’000 Todesfälle (in den USA) waren auf Begleiterkrankungen wie Herzkrankheiten, Krebs, Diabetes, Lungenemphyseme usw. zurückzuführen. Die Vorerkrankten bekamen die Grippe, die ihr Immunsystem weiter schwächte, und sie starben.“

    1. Ich zitiere einen Kommentar der Independent Scientists, die ebensowenig wie ich an das Virenmärchen glauben, weil sie noch so denken, wie Immanuel Kant es andachte. Sie haben zu einem meiner über 100 Corona-Artikeln folgendes abgesondert:
      https://www.dz-g.ru/comment/446#comment-446

      Nun-mal ein Fakten-Check:
      Viren, kann es sie geben? Viren (lateinisch Gift) werden beschrieben als sich im Nanobereich befindlich. Es wird weiter behauptet, dass ein Virus ein Eiweißmolekül mitbringt und damit unsere Zellen befällt und sozusagen umprogrammiert. Aber ein Eiweißmolekül ist ein Makromolekül, also nicht einmal mikro und schon gar nicht nano. Wie passt also ein Eiweißmolekül, also ein Makro in ein Nano?

      Nun wird dieses Virus-Phantom beschrieben als ein Nichtlebewesen, weil es nicht über einen Stoffwechsel verfügen soll. Aber um ein Eiweißmolekül zu bilden, ist ein Stoffwechsel unbedingt erforderlich: also zwei biologische und physikalische Unmöglichkeiten.

      Aber wie kommen denn dann diese „Experten“ darauf, dass Viren existieren? Nehmen wir den Fall Christian Heinrich Maria Drosten, seines Zeichens „renommierter“, deutscher Professor. Dieser deutsche Experte hatte im Blut befindliche Genreste und Proteinreste als die von Viren behauptet, ja lediglich behauptet, denn gefunden hatte er keine Viren. Hierin liegt bereits der biologische wissenschaftliche Unsinn, denn Viren können keine Eiweiße bilden und auch nicht in sich tragen, weil Eiweiße zu groß sind und Gene passen ebenfalls nicht in diese Winzlinge.

      Was dieser so preisgekrönte Experte also tat, ist ungefähr so, als würde jemand im Sand eine Spur finden und sagen, dass diese Spur von einem außerirdischen Raumschiff stamme und er benenne gleich noch die genaue Zahl der Insassen des vermeintlichen Raumschiffs. Klingt das wissenschaftlich? Klingt das logisch? Warum glauben so viele Menschen an dieses Virus-Märchen? Mehr als ein Märchen ist es nicht, weil bisher nie ein Virus gefunden wurde.

      Genau so funktionieren auch diese sogenannten PCR-Tests. Es werden irgendwelche Fragmente gefunden, die dann einfach als Fragmente eines Viruses bezeichnet werden, ohne jemals auch nur ein Virus gefunden zu haben. Ist doch wirklich sehr wissenschaftlich, meinen Sie nicht auch?

      Was bewirken denn nun aber diese Impfungen gegen etwas, das lediglich eine Behauptung ist? Diese genmanipulierten Spike-Proteine in den Impfseren sollen die Virusproteine, die es nicht gibt, angreifen und unschädlich machen.

      Wenn aber keine Viren existieren, was greifen diese Spike-Proteine denn an? Darüber sollte sich nun ein jeder Mensch einmal ernste Gedanken machen und auch über den Fakt vieler Toter nachsinnen, die sich mit diesen Spike-Proteinen haben impfen lassen. Haben Sie nun verstanden?

      Independent Scientists
      https://independent-science.webnode.com

      1. Also, lieber Herr Emik-Wurst, ich bin Biologin und arbeite auch als solche. Ich bin ein geborener Zweifler (wichtig in meinem Beruf, finde ich), und finde praktisch alles in diesem Coronoazirkus zum VERzweifeln, vom Test bis zu den Massnahmen bis zu dieser Impfung.

        Aber zuerst mal ein paar biologische Grundlagen, um zu verstehen, was Sie anzweifeln:

        Es gibt Viren, und viele davon kann man unter dem Elektronenmikroskop sehen. Es sind auch zahlreiche Bilder publiziert. Viren sind in der Tat meistens klein; manche Arten koennen aber fast Bakteriengroesse erreichen – diese befallen aber keine Menschen. Viren enthalten wegen ihrer Kleinheit nur eine Minimalstausstattung von verschiedenen Proteinen; fuers Andocken an die Wirtszelle und fuer deren Uebernahme. Diese Virusproteine und das Erbmaterial, das fuer sie codiert, werden in die Wirtszelle eingeschleust und der Zellstoffwechsel uebernommen. Das Erbmaterial kann RNA oder DNA sein, beides als Einzel- oder Doppelstrang. Die Wirtszelle produziert nach der Uebernahme Virenbausteine, die sich dann selbst zusammenbauen. Die Zelle stirbt, Viren kommen frei und ueberfallen andere Zellen. Undsoweiter.

        Da Viren sich also alleine nicht vermehren koennen, sondern nur mit Uebernahme der Wirtszellmaschinerie „lebensfaehig“ sind, weiss man in der Biologie nicht so recht, wie man sie einordnen soll. Ein bisschen so wie Pilze, die weder ins Reich der Pflanzen noch ins Reich der Tiere passen. Das ist aber eine systematische Einordnungssache und, wenn man so will, Schubladendenken, nicht Zeifel and der Existenz.

        Um auf dieses spezielle Coronavirus zurueckzukommen, das beruehmt-beruechtigte Spikeprotein ist das Protein, mit dem der Virus an die Wirtszelle andockt. Es ist dieses Protein, gegen die (soweit ich weiss, bisher alle) Impfstoffe gerichtet sind. Einerseits wird messenger RNA direkt injiziert, aus der die Wirtszellen (= unsere Zellen im Oberarm) dann Spikeprotein machen, gegen das dann eine Immunantwort gerichtet wird und u.a. Antikoerper produziert werden. Bei anderen Impfstoffe werden gentechnisch manipulierte Adenoviren injiziert; diese an sich ungefaehrlichen Viren enthalten jetzt das Gen fuers Corona spike protein. Sobald sie (wie oben beschrieben) die Wirtsmaschinerie uebernommen haben, wird das Spikeprotein produziert, und eine Immunantwort dadurch induziert.

        Da das Spikeprotein an sich toxisch fuer Blutgefaesse und wer weiss was noch ist, und die Immunantwort auch noch nach ca. einem halben Jahr rapide abnimmt, habe ich grosse Zweifel am generellen Nutzen dieser Impfstoffe, speziell wenn es um Nebenwirkungen geht. Meine persoenliche Erfahrung: eine Grippeimpfung vor fuenf Jahren, eine Tetanusimpfung vor zwei Jahren und eine Polio-Auffrischung vor 30 Jahren, habe ich problemlos weggesteckt. Nach der ersten Impfung mit BionTech (ich bin dagegen, aber „no jab no lab“ …) hatte ich solche Schmerzen im Arm, dass ich fast eine Woche lang nicht auf der Seite schlafen konnte, und gestern dann Gleichgewichtsstoerungen und Periodenschmerzen obwohl ich schon 61 bin und seit sechs Jahren keine mehr hatte …. also ich habe Angst vor der zweiten Impfung.

        Mit freundlichen Gruessen.

      1. „Dann ersuchten die Forscher die CDC um lebensfähige Proben von Covid. Die CDC sagte, sie könne sie nicht herausgeben, weil sie diese Proben nicht habe.“
        Vielleicht kann Herr Röper ja mal rausfinden, ob die Russen „lebensfähige Proben“ von Covid haben?
        Dem Text (und vielen anderen Aussagen nach), sollte es da wohl schon einen markanten Unterschied geben!

  5. Man sollte auch mal die Beziehung Rußland und WHO in Betracht ziehen. Wer Mitglied ist, hat bestimmte Dinge zu erfüllen, wenn nicht, drohen Konsequenzen. Ich denke Rußland ist Mitglied der WHO. Ich bin aber kein Experte in diesen Dingen.

  6. „Gleiches gilt für die Todesfälle, die im Juni bei etwa tausend am Tag gelegen haben und heute bei 700 bis 800. “

    (Ergänzung: die Zahlen lagen bereits vor Juni bei 700 bis 800 pro Tag)

    Entspricht dies der von Ihnen im März oder Februar agekündeten Untersterblichkeit während den nächsten Monaten? Darauf wollten Sie doch eine Flasche Rum wetten.

  7. http://filarmoniya-ra.ru/

    Auch 3G gibt es in Rußland, ich dachte erst ich sehe nicht richtig. Hier etwa in der Philharmonie von Maikop. Der Präsident der Republik Adygeja scheint auch ein recht eifriger zu sein, obwohl er vor ein paar Jahren angeblich von Putin persönlich ausgesucht wurde.

    Ich bin ab Oktober einige Wochen dort und werde schauen, ob die Regel auch in der Praxis gilt. Wenn, dann nur für „Massenveranstaltungen“, wenn ich diesen „Ukas“ richtig verstanden habe. Also nicht Restaurant und m.W. auch nicht Kino. Dieses Theater ist staatlich, da wird es sicher auch kontrolliert.

  8. Wir sind jetzt bei 596.000 Pandemie-Übersterblichkeit in Russland, einer der höchsten der Welt!

    2021 starben 700 Ärzte an Corona in Russland. Was für ein Regierungsversagen!

    Russische Aeroflot hat sechs Piloten unbezahlt suspendiert, weil sie sich nicht impfen lassen wollten.

    https://www.themoscowtimes.com/2021/09/15/coronavirus-in-russia-the-latest-news-sept-15-a69117

    Probleme mit der Notfallzulassung von Sputnik V, nachdem bei einer WHO-Inspektion eines Werkes im Mai eine Reihe von Verstößen bei der Herstellung aufgedeckt worden war.

    Zusätzlich fehlen weiterhin Daten für EMA und WHO, so wird das nichts.

    themoscowtimes.com/2021/09/15/who-suspended-sputnik-v-approval-process-over-manufacturing-breaches-a75058

  9. Hier als Ergaenzung ein weiterer „Frontbericht“ aus St. Petersburg: Beim Einkaufen sind die Probleme die Videokameras an der Kasse. Es gibt die Bestimmung, dass man an der Kasse eine Maske tragen muss. Darauf besteht in der Regel (je nach Chef) auch das Verkaufspersonal, weil sie keinen Aerger haben wollen. Wo es keine Videokameras gibt, gibt es auch keine Masken. So gehe ich in der Konsequenz entweder in die Laeden, wo man selbst einscannen und bezahlen kann oder in die Nicht-Kamera-Laeden. Alle anderen, nach teilweise bloeden Disputen, werden boykottiert. Und so bin ich ein guter Kunde der Lieferdienste geworden in den letzten zwei Jahren, die ich vorher praktisch nie benutzte.
    Und wegen der Impfung: Ist hier natuerlich auch ein schoenes Business geworden. Diese Impfbescheinigungen kann man kaufen, die Preise sind aber enorm unterschiedlich – wird sind da mitten in der Preisfindung…

  10. Wie sieht es mit „CoviVac“ (КовиВак) aus? Angeblich soll das ein wirklich klassischer Kandidat sein, auch ohne künstlichen Vektor, also ganz ohne Gentherapie (siehe Wikipedia). Auch ohne schädliche Metalle, PEG, Nanopartikel?
    Kann man sich für diesen Kandidaten entscheiden, wenn man gezwungen wird? Ich gehe davon aus, dass es in Russland in solch einem Fall, wie hier, nichts bringt, dem Gegenüber zu erklären, dass eine Impfung nur einen selbst schützen soll, aber nicht den, der einen dazu zwingt, und wenn er noch so viel Nachrichten hört.

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