Unerwartetes Telefonat

Biden hat um ein Gespräch mit Putin gebeten und ein persönliches Treffen vorgeschlagen

Am 13. April fand ein Telefonat zwischen US-Präsident Biden und dem russischen Präsidenten Putin statt, um das die amerikanische Seite gebeten hat.

Nachdem Joe Biden Putin als „Killer“ bezeichnet hat, hat Putin angeboten, eine online übertragene Diskussion zu führen. Das hat Biden abgelehnt, weil er leider keine Zeit habe. Da ist es überraschend, dass Biden nun um ein Telefonat mit Putin gebeten hat. Über das Telefonat hat der Kreml in in einer Pressemeldung berichtet. Ich will darüber hier nicht spekulieren, sondern übersetze die Pressemeldung des Kreml.

Beginn der Übersetzung:

Auf Initiative der amerikanischen Seite führte der russische Präsident Wladimir Putin ein Telefongespräch mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Joseph Biden.

Der aktuelle Stand der amerikanisch-russischen Beziehungen und einige relevante Aspekte der internationalen Agenda wurden ausführlich erörtert. Joseph Biden bestätigte die frühere Einladung an den russischen Präsidenten zur Teilnahme am Klimagipfel, der vom 22. bis 23. April als Videokonferenz stattfinden wird.

Beide Seiten sind bereit, den Dialog über die wichtigsten Bereiche der globalen Sicherheit fortzusetzen, was nicht nur im Interesse Russlands und der Vereinigten Staaten, sondern der gesamten Weltgemeinschaft wäre. Darüber hinaus bekundete Joseph Biden sein Interesse an einer Normalisierung der Situation auf bilateraler Ebene und einer stabilen und berechenbaren Zusammenarbeit in so akuten Fragen wie strategischer Stabilität und Rüstungskontrolle, dem iranischen Atomprogramm, der Lage in Afghanistan und dem globalen Klimawandel.

In diesem Zusammenhang schlug der Präsident der Vereinigten Staaten vor, die Möglichkeit eines persönlichen Gipfeltreffen in absehbarer Zeit in Betracht zu ziehen.

In einem Meinungsaustausch über die inner-ukrainische Krise skizzierte Wladimir Putin Ansätze für eine politische Lösung auf der Grundlage des Minsker Abkommens.

Es wurde vereinbart, die zuständigen Stellen anzuweisen, an den während des Telefongesprächs aufgeworfenen Fragen zu arbeiten.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

14 Antworten

  1. Für mich nichts anderes, als die Fortsetzung des Mottos der RAND-Studie von 2019 („von vorteilhafter Position konkurrieren“) mit anderen Mitteln.
    Erst hat man dem Feind die eigene (militärische) Stärke in der Ukraine und im Schwarzen Meer demonstriert (Kriegsschiffe, Flugzeuge, Drohnen, Artillerie usw.), dann spricht man nochmal mit ihm, ob er nicht doch lieber die Flinte ins Korn werfen möchte, bevor ein großer Krieg überhaupt angefangen hat. Leider noch überhaupt kein Signal für irgendeine Ent-
    spannung. Nach wie vor ist höchste Wachsamkeit geboten, auch im Pro-
    pagandakrieg.

  2. Hoffentlich bleibt Putin weiterhin entschlossen und lässt sich nicht einseifen.
    Man kann spekulieren, ob die Amis den Aufriss mit dem Krieg nur aus innenpolitischen Gründen machen und gar nicht angreifen wollen, oder ob sie die Russen nur in Sicherheit wiegen.

    Sollte mir egal sein, ist ja nicht mein Land. Aber irgendwie ist mir ein starker Osten momentan lieber als ein starker Westen. Denn hierzulande können wir sicher sein, dass wir von eine üblen Mafia regiert werden. Da ist ein mächtiges Konkurrenzsystem mit weniger üblen Verbrechern an der Spitze doch eine gute Sache, oder?

    1. Das dürfte schwierig werden selbst wenn man die Untoten in westlichen Regierungen berücksichtigt.

      Mal kurz um den Globus geschaut, Rückzug aus einem wenig glorreichen Krieg in Afghanistan, selbiges im Irak, Syrien und die ehemal ruhmreichen Helden kehren in ein Land heim wo es an allen Ecken brennt.
      Die Nationalgarde ist im Dauereinsatz, die Polizei hantiert mit blanken Nerven und ein Ende ist nicht in Sicht.

      „Und der Westen predigt andere über „Demokratie“, „Menschenrechte“, „Beobachten Sie die Situation genau“, „Wir sind besorgt über die wachsende Wut unter den Menschen gegen die Regierung“ und ähnliche Scheiße. Bringen Sie Ihr Haus in Ordnung und predigen Sie dann andere.“

      https://twitter.com/Bare2Flare/status/1381809268165255169

  3. Irgendwie macht mir das ganze aber Sorgen. Solche Spielchen kennt man doch aus den letzten 2000 Jahren Geschichte, dass Imperien dem Feind Wein einschenken wollen und Zusicherungen versprechen aber tatsächlich ganz andere Absichten haben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Imperien bei ihren Untergängen am Ende fast immer kriegerische Handlungen unternahmen.

    Aber gut, sollte es irgendwie zu einem Atomkrieg kommen, bedeutet das Selbstmord. Wenigstens haben wir seit 89′ einigermaßen friedlich leben können. Und jetzt regnet es in Europa wieder Diktatur. Ich frage mich ständig wie Europa in 5 Jahren aussehen wird…

    1. Ich bin kann es mir auch vorstellen, da der Herr Biden geopfert wird , wäre es ein 6er im Lotto, wenn dafür der russische Präsident mit geopfert wird. Immerhin hat Amerika sofort einen Ersatz aber Russland …

  4. Es ist der Versuch, einen Keil zwischen Russland und China zu treiben, mehr steckt nicht dahinter. Putin weiß, dass er der Biden-Bande nicht trauen kann und wird sich bestimmt bei der Charade amüsieren.

  5. Fragen wie strategischer Stabilität und Rüstungskontrolle, dem iranischen Atomprogramm, der Lage in Afghanistan und dem globalen Klimawandel.

    Nix Neues. Der alte Kram, der schon einen Bart hat.

  6. In meiner Sicht hat die gesamte US-Nation eine schwere narzistische Störung. Zumindest die Führungsriege und zwar an beiden Seiten der Marionettenfäden. Es lohnt sich nur zu sprechen, wenn man ernsthaft an Gesprächen interessiert ist.Was die Amis hier machen ist aber nmE nur die übliche Verarsche. Man sollte es den Typen zumindest sehr schwer machen oder direkt Forderungen stellen, die vor dem Gespräch zu erfüllen sind. Wozu sollte man mit absolut uneinsichtigen Lügnern, Betrügern, Massenördern und Phsychopathen reden? Da fehlt eigentlich noch eine härtere Linie Russlands. Sonst denken die Amis, man muss denen nur ein Leckerlie geben und die sind wieder unterwürfig.

    1. Deshalb hat Herr Putin ja eine Live-Sitzung vorgeschlagen, damit nichts zensiert und manipuliert werden kann. Der feige Biden hat den Vorschlag natürlich ausgeschlagen. Deshalb will Biden jetzt eine vertrauliches Gespräch mit Putin. Damit Biden von seinen Therapeuten davor schön darauf vorbereitet werden kann…

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