9/11

In Russland wird berichtet, der Afghanistankrieg sei schon vor 9/11 geplant und vorbereitet worden

In russischen staatlichen Medien ist ein Experte zu Wort gekommen, der sagt, dass die USA den Krieg gegen Afghanistan bereits vor 9/11 geplant und vorbereitet haben müssen und dass die Taliban den USA eine gemeinsame Untersuchung von 9/11 inklusive der Auslieferung Bin Ladens angeboten haben.

Da ich zum Jubiläum von 9/11 immer wieder gefragt wurde, ob in Russland über die offenen Fragen der Terroranschläge vom 11. September 2001 berichtet wird, und ich dazu auch einige Berichte übersetzt habe, will ich einen weiteren Artikel übersetzen, der auf der Seite des russischen Fernsehens veröffentlicht worden ist. Anschließend zeige ich auch eine weitere aktuelle Meldung, die das bestätigt, was der russische Experte im Interview gesagt hat.

Beginn der Übersetzung:

FBI-Bericht enthüllt, dass Afghanistan nichts mit dem Anschlag vom 11. September zu tun hatte

Aus Teilen eines vom FBI veröffentlichten Berichts über die Drahtzieher der Anschläge vom 11. September geht hervor, dass afghanische Staatsangehörige nichts mit den Ereignissen zu tun hatten. Während die Spur nach Saudi-Arabien führt, haben die Taliban im Gegenteil versucht, mit der US-Regierung zusammenzuarbeiten und eine gemeinsame Kommission zur Untersuchung des Terroranschlags einzurichten; Vertreter der Bewegung haben über die pakistanische Botschaft ihr Beileid bekundet. Dies erklärte der Politikwissenschaftler Semyon Bagdasarov in der Sendung „Full Contact“ des Radiosenders Vesti FM.

„Der Terroranschlag vom 11. September ruft eine fantastische Überraschung hervor. Am 7. Oktober sind die Amerikaner bereits mit voller Kraft in Afghanistan im Einsatz. Dabei ist es für niemanden ein Geheimnis, dass sie – um mit der Nordallianz in Kontakt zu kommen, in der viele Mudschaheddin gegen uns gekämpft hatten, mit denen der US-Nachrichtendienst in Kontakt stand – alle ihre pensionierten Spezialisten aus CIA, DIA und so weiter aktiviert haben, um den Kontakt herstellen. Aber das kostet Zeit! Sogar die einfache Planung von allem, was sie dort gemacht haben. Luftangriffe, Einsatz von Spezialkräften, die sich mit der Luftwaffe und den Einheiten der Nordallianz abstimmen. Das braucht Zeit. Aber nein. Nach drei Wochen haben sie bereits mit der Arbeit begonnen“, so Bagdasarov.

Die Taliban waren bereit, „bin Laden zu übergeben und eine gemeinsame Kommission einzusetzen“, aber die westliche Presse schrieb das genaue Gegenteil, weil die Amerikaner die Unterstützung der Welt brauchten.

„Dies sieht nach einer geplanten Provokation durch die amerikanischen Geheimdienste aus, gefolgt von dem Einmarsch von Truppen in Afghanistan“, betonte Bagdasarov.

Die Amerikaner gingen davon aus, dass niemand den Taliban helfen würde, sondern im Gegenteil, dass alle, die es können, die USA unterstützen würden und unter diesen Bedingungen würden sie „die Taliban ohne Probleme zerschlagen“.

Bagdasarov sagte, dass die Taliban damals versucht haben, die russische Führung „über bestimmte Kanäle“ zu kontaktieren und um Hilfe zu bitten, aber „aus offensichtlichen Gründen“ wurden sie abgewiesen. Die Amerikaner haben nicht geahnt, „dass diese kleine Gruppierung sie zermürben, sie dazu zwingen würde, riesige Mengen an Geld und Menschenleben zu opfern, und dass sie gezwungen sein würden, sich von dort zurückzuziehen. Das ist es, was in Afghanistan passiert ist“, resümierte der Politikwissenschaftler.

Ende der Übersetzung

Semyon Bagdasarov ist nicht irgendwer. Er ist Experte für den Nahen Osten und Zentralasien, Spezialist für Terrorismusbekämpfung, Historiker, Politikwissenschaftler, Oberst der Reserve und Leiter des von ihm gegründeten Thinktanks „Zentrum für Nahost- und Zentralasienstudien“. Außerdem war er Duma-Abgeordneter, allerdings nicht für die Regierungspartei Einiges Russland, sondern für eine Oppositionspartei. Er hat für seine Arbeit eine lange Reihe von Orden und Auszeichnungen bekommen.

Seine Aussagen werden durch eine Erklärung bestätigt, die ein Taliban-Sprecher zum Jahrestag von 9/11 im afghanischen Fernsehen abgegeben hat, über die im Westen aber nicht berichtet wurde, weshalb ich sie aus der russischen Nachrichtenagentur TASS zitiere:

„Ich möchte daran erinnern, dass wir den Vorfall verurteilt haben. (Abdul Salam) Zaif war damals Botschafter (in Pakistan) und ich war sein Assistent. Wir haben eine Pressekonferenz einberufen und den Vorfall verurteilt. Wir haben uns bereit erklärt, bei der Ermittlung der wahren Schuldigen mitzuwirken.“
„Wir haben darum gebeten, dieses Problem im Dialog zu lösen und nicht in Afghanistan einzumarschieren. Und das Ergebnis dieser Invasion sehen Sie vor sich“, sagte Shaheen. „Aber sie haben nicht auf uns gehört, sind in Afghanistan eingefallen und haben es mit Hilfe hochentwickelter Waffen besetzt. Mehr als 150.000 Soldaten von ihnen und ihren Verbündeten waren damals hier. Aber das Ergebnis war das, wovor wir schon vor 20 Jahren gewarnt haben. <…>. Mit der Unterstützung des Volkes haben wir unsere Freiheit gewonnen“, fügte er hinzu.
Shaheen betonte auch, dass die Taliban, die damals in Afghanistan an der Macht waren, von diesen Terroranschlägen der Al-Qaida in den USA „vollkommen überrascht“ wurden und nicht im Voraus davon wussten.“

Aus irgendeinem Grund haben die westlichen Medien damals aber nicht über die Angebote der Taliban berichtet, die Terroranschläge gemeinsam zu untersuchen. Wenn das keine Ergebnisse gebracht hätte, hätte der Westen Afghanistan ja immer noch angreifen und Bin Laden suchen können, den man im übrigen nach der offiziellen Version ohnehin erst viele Jahre später erwischt hat. Und übrigens nicht in Afghanistan, sondern in Pakistan.

Anscheinend war irgendwem damals daran gelegen, schnellstmöglich Krieg gegen Afghanistan zu führen, was die Version von Bagdasarov bestätigen würde.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

13 Antworten

  1. Gab es da nicht mal Berichte über ein gescheitertes Pipeline-Projekt der USA, mit dem Öl oder Gas aus der Kaspischen Region (Turkmenistan) über Afghanistan und Pakistan zum Indischen Ozean transportiert werden sollte, womit Russland, Iran, Türkei etc. umgangen worden wären?

    Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, sind die Verhandlungen mit den Taliban dazu im Frühjahr 2001 gescheitert. Und schon da gab es unverhohlene Kriegsandrohungen, die mit dem „Anlaß“ 9/11 auch prompt in die Tat umgesetzt wurden.

    1. Wohl die TAPI-Gaspipeline

      https://russtrat.ru/comments/15-sentyabrya-2021-0010-6082

      Zitat: Trotz der bedingungslosen Bedeutung der politischen Agenda, die in Moskau diskutiert wurde, ist die wirtschaftliche Komponente nicht weniger aktuell. Wir sprechen über den geplanten Bau der TAPI-Gaspipeline, die von den Gasfeldern Turkmenistans durch das Territorium Afghanistans, Pakistans und Indiens zu den Seeterminals führen soll. Auch die Wirtschaft der gesamten Region soll durch die Umsetzung des chinesischen Projekts der Neuen Seidenstraße beeinträchtigt werden.
      .

      1. Japp! Die muß es sein! Ineressant aucvh, was da bei Wiki steht. Da muß wohl dringend mal der „Korreteur“ drüber?

        „Der Vertrag über die Pipeline, über die bereits mit dem gestürzten Taliban-Regime verhandelt worden war, wurde am 27. Dezember 2002 von den Staatschefs Turkmenistans, Afghanistans and Pakistans unterzeichnet. Der Vertragsabschluss wurde durch die US-Invasion in Afghanistan im Jahr zuvor ermöglicht. „

    2. Du meinst vermutlich das Treffen am 1. Juli 2001 in Berlin mit Teilnehmern aus USA, RU, Pakistan – die Taliban waren zwar in vorhergehenden Treffen dabei, aber diesmal nicht mehr: offensichtlich erschien ihnen dort nichts mehr verhandlugswürdig. Auf dem Berliner Treffen sollen die Worte gefallen sein, die Taliban hätten die Wahl zwischen einem „Teppich aus Gold“ (= Einnahmen aus den Durchleitungsgebühren für die Pipeline vom Kaspischen Meer an den Indischen Ozean) oder eine „Bombenteppich“, den man unter dem Vorwand, Bin Laden für die Anschläge auf die Botschaften in Afrika und die USS Cole, über Afghanistan spätestens (!) Mitte Oktober abwerfen werde.

    1. 9/11 war der Startschuss, der Klasse von Warren Buffet, für ihren Krieg, gegen uns Menschen, den sie laut Buffet, gerade gewinnen würden. Ihrer zweiten Angriffs-Welle Corona, waren wir Hilf und Schutzlos ausgeliefert. Wenn sogar Präsident Putin, in ihren Kampfformationen mit Kämpft.

  2. Wie hat es uns Willy Wimmer schon gelehrt?! Einen Krieg beginnt man nicht ohne vorher die Fluchtrouten zu planen.
    Da komme ich dann zum Bestanderhaltungsmigrationspapier der UN aus dem Jahr 2000. Zufall, daß dies bereits in 2000 erschien?! Ich glaube nicht mehr an Zufälle, da in der Politik nichts zufällig geschieht. Ebenso wie ein solcher Einsatz in Afghanistan mehrere Wochen an Vorbereitung bedarf (ich hörte mal was von ca. 30 – 35 Wochen), entsteht ein solches Papier auch nicht aus dem Nichts…
    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/migranten-als-bevoelkerungsersatz-fuer-europaeer-bereits-seit-2000-offiziell-in-planung-a2276366.html
    Darin enthaltener Link zum Papier: https://www.un.org/en/development/desa/population/publications/pdf/ageing/replacement-press-ger.pdf

    9/11 als Grund zur Flutung Europas mit Migranten?!
    Richard Coudenhove-Calergi träumte ja bereits von einer hellbraunen Rasse in Europa mit einem IQ um die 80…
    Zu dumm zu durchblicken was geschieht, doch klug genug die Maschinen zu bedienen…
    Und Merkel bekam ja auch schon den Coudenhove-Calergi-Preis…

  3. Um einen solchen Krieg, wie gegen die Afganen zu führen, braucht das US Imperium, mindestens 1 Jahr Organisation. Man siehe wie lange sie für ein anderes Völker Recht Verbrechen, gegen die Menschen im Irak benötigt haben.

  4. Auszug aus
    Der elfte Jahrestag des 9/11 http://antikrieg.com/aktuell/2012_09_11_derelfte.htm

    «… laut der offiziellen Darstellung haben eine Handvoll Araber, nicht nur CIA, FBI und NSA, sondern alle 16 Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika, einschließlich der Nationalen Sicherheitsbehörde, die jeden auf dem Planeten ausspioniert, alle Geheimdienste der NATO-Alliierten und den israelischen Mossad ausgetrickst. Nicht nur alle Geheimdienste, am Morgen der Attacke versagte auch der gesamte Apparat der Flughafensicherheit, die Luftwaffe ….
    … wie es zu einem derart unwahrscheinlichen völligen Versagen kommen konnte führte nicht dazu, dass seitens des Präsidenten, des Kongresses, Generalstabschefs und den Medien eine Untersuchung gefordert wurde ….
    (stattdessen Rache!).
    … Normalerweise sind Terroristen stolz auf ihren Erfolg und machen ihre Verantwortung publik. Oft konkurrieren einige Terroristengruppen um die Anerkennung für eine erfolgreiche Operation. Aber Osama bin Laden sagte im letzten Video – das von unabhängigen Experten für echt gehalten wird – dass er keine Verantwortung für 9/11 trage, dass er nichts gegen das amerikanische Volk habe und dass er nur gegen die kolonialistische Politik der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und deren Kontrolle über muslimische Regierungen sei.»

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