Energiekrise

Jetzt wird’s absurd: Die USA verkünden, dass nur Russland der EU in der Gaskrise helfen kann

Die USA, die Europa immer vor der Abhängigkeit von russischem Gas warnen und ihre eigenes Flüssiggas nach Europa verkaufen wollten, haben der EU nun geraten, mehr Gas in Russland zu bestellen, weil die USA der EU nicht mit Gaslieferungen helfen können.

Was wie Realsatire klingt, ist wirklich wahr. Nachdem die USA jahrelang vor der angeblichen Abhängigkeit von russischem Gas gewarnt haben, in die Europa sich angeblich begibt, und der EU als Lösung des „Problems“ ihr Flüssiggas aufgedrängt haben, sagen sie nun das Gegenteil: Im US-Außenministerium wurde verkündet, die EU solle sich mit der Bitte um mehr Gas an Russland wenden, da nur Russland der EU in diesem Winter helfen kann. Die USA könnten leider nichts tun.

Das russische Fernsehen hat über die neuesten Entwicklungen in der Energiekrise berichtet und dabei auch über die Lage in Moldawien gesprochen, wo die anti-russische Politik der neuen pro-westlichen Regierung dazu geführt hat, dass die Heizungen trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt noch nicht eingeschaltet wurden. Über die Gründe der Gaskrise in Moldawien habe ich gerade erst berichtet, den Artikel finden Sie hier.

Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens aus den Abendnachrichten vom 26. Oktober übersetzt und werde nach der Übersetzung noch einmal die Gründe für die Energiekrise in Europa zusammenfassen.

Beginn der Übersetzung:

Nur Russland kann die EU vor der Kälte retten: Das US-Außenministerium hilft Europa mit Ratschlägen

Das US-Außenministerium hat Europa überraschend offen erklärt, dass nur Russland die EU vor der Kälte retten kann. In den USA selbst gibt es inzwischen Probleme an den Flüssiggas-Terminals. Die europäischen Energieminister kamen nach diesem Ratschlag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Und konnten sich auf nichts einigen. Oder einfach gesagt: Gewonnen hat die Version, dass die heutigen hohen Gaspreise ein Zufall sind. Die hohen Preise müsse man durchhalten. Aber womit heizen? Das fragt zum Beispiel Moldawien. Eine Reportage von Alexander Christenko.

In Chisinau herrschen nachts fast null Grad, aber in 70 Prozent der Wohnungen ist die Heizung noch immer nicht eingeschaltet. Um sich warm zu halten, verbringen einige Menschen die Nacht sogar in ihren Autos. Die Zentralregierung hat sich bisher nichts anderes einfallen lassen, als die Ewige Flamme auszuschalten. Diesmal an der Gedenkstätte in der Stadt Cahul. In der moldawischen Hauptstadt wurde die Flamme nach der Empörung der Bürger wieder entzündet.

„Oben sind sie auf die Idee gekommen, die Ewige Flamme abzuschalten, als wäre das die wichtigste Entscheidung in Sachen Wirtschaft“, so Ion Ceban, Bürgermeister von Chisinau. „Eine in meinen Augen beschämende Entscheidung.“

Eine weitere Entscheidung, die viele Menschen entmutigt hat, ist der Kauf von einer Million Kubikmeter Gas aus Polen. Beim derzeitigen Verbrauch reicht das in Moldawien für 7 Stunden. Die Regierung spricht von einem Testkauf, aber wenn man bedenkt, dass Polen selbst Gas importiert, wird der Republik Moldawien der Preis für dieses weiterverkaufte Gas wahrscheinlich nicht gefallen. Und jetzt fungiert die moldawische Premierministerin Natalia Gavrilita, die versprochen hatte, den Preis offen zu nennen, als Geheimniskrämerin.

„Wir sprechen also von einer Million Kubikmeter aus Polen?“, wurde sie im Interview gefragt.

„Ja“, bestätigt die Premierministerin.

„Zu welchem Preis?“

„Den Preis können wir nicht nennen. Er gilt als Geschäftsgeheimnis. Es handelt sich um einen Marktpreis von etwa 1.000 Dollar pro 1.000 Kubikmeter“, so Gavrilica weiter. „Den genauen Preis kann ich Ihnen nicht nennen, das ist auch eine Bedingung des Vertrages.“

Im Oktober erhält die Republik Moldawien russisches Gas zu einem Preis von 790 Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Moskau war bereit, einen Rabatt von 25 Prozent auf den Marktpreis zu gewähren, allerdings unter der Bedingung, dass die alten Schulden in Höhe von 709 Millionen Dollar zurückgezahlt werden. Die Schulden sind real, im Gegensatz zu den 700 Millionen Kubikmetern ukrainischen Gases: Am Vortag schrieb Kiew, dass die moldawische Energocom einen entsprechenden Vertrag mit der ukrainischen Naftogaz unterzeichnet habe.

„Das ist eine Lüge, das ist nicht wahr. Genau so sollte es auch wahrgenommen werden“, antwortet Natalia Gavrilitsa auf die Presseberichte.

In der Zwischenzeit wissen die Schulen im ganzen Land nicht, wie sie ihre Klassenzimmer heizen sollen. Die Stromnetze sind alt und halten der Belastung nicht stand. Die privaten Haushalte tun ihr Bestes, um klarzukommen.

Wegen der hohen Gaspreise heizen die Dorfbewohner ihre Häuser weiterhin auf altmodische Weise – mit Brennholz, Reisig und Maishülsen.

Es ist nicht bekannt, inwieweit Ursula von der Leyen, die Chefin der Europäischen Kommission, in die Details eingeweiht ist, aber bei einem Gespräch mit der moldawischen Präsidentin Maia Sandu versprach sie, zu helfen.

„Wir hatten ein gutes Telefongespräch mit Maia Sandu. Wir stehen in ständigem Kontakt, um Moldawien bei der Lösung des Gasversorgungsproblems zu helfen. Die EU unterstützt Moldawien. Unsere Experten sind jetzt vor Ort, um die Situation zu klären“, schrieb Ursula von der Leyen auf Twitter.

Allerdings können die Experten der Europäischen Kommission sich bisher nicht einmal selbst helfen. In Luxemburg herrschte vor dem außerordentlichen Treffen der EU-Energieminister allgemeine Nervosität und die Teilnehmer suchten nach einer Lösung, die die unerschwinglichen Energiepreise senken und alle zufrieden stellen würde. Einige schlagen vor, zu langfristigen Verträgen zurückzukehren, andere schlagen vor, die Dinge so zu belassen, wie sie sind. Frankreich fordert eine Überarbeitung der Strommarktstruktur, Spanien und Griechenland eine gemeinsame Plattform für den Einkauf von Erdgas.

„Unser Vorschlag lautet: Optionsverträge für Käufe könnten zentral von der Europäischen Union abgeschlossen werden, so dass sie vom Pipelinesystem der Mitgliedsstaaten verwaltet werden“, schlägt die spanische Energieministerin Sara Agyesen vor.

Aber es gibt auch die Meinung der Europäischen Kommission. Und dort wirft der gemeinsame Kauf und die gemeinsame Speicherung von Gas eigene Fragen auf.

„Wer wird für die Kosten des Kaufs und der Lagerung von Gas aufkommen? Wie wird das Gas aus den verschiedenen Regionen innerhalb der EU transportiert werden?“, fragt Kadri Simson, EU-Energiekommissarin, „Wir prüfen das derzeit als eine Idee, um unter anderem unser Gassystem nachhaltiger zu gestalten.“

Auch hier kein Wort über die einfachste Lösung: den Start von Nord Stream 2. In Übersee hielt das US-Außenministerium kurz vor dem EU-Ministertreffen extra eine Pressekonferenz ab, in der es über die neue russische Pipeline sprach und den Europäern die klare Botschaft übermittelte, dass es keinen Grund zur Eile bei der Zertifizierung von Nord Stream 2 gibt. Im Gespräch wurde der März als Termin genannt und es wurden weitere Forderungen an Russland gestellt.

„Ich habe keinen Zweifel, und das wurde von der Internationale Energieagentur IEA bestätigt, dass der einzige Lieferant, der in diesem Winter ernsthaft auf die europäische Energiesicherheit einwirken kann, Russland ist“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums. „Die Russen können das Angebot erhöhen. Sie sollten das tun, und zwar schnell und über die bestehenden Pipelines.“

Auf die Frage, wie die USA Europa helfen werde, sagte der Berater des Außenministeriums, die US-Regierung habe keine Möglichkeit, auf ihre privaten Flüssiggas-Lieferanten Einfluss zu nehmen. Außerdem gab es heute eine größere Panne an zwei Terminals, die fast ein Viertel der gesamten Flüssiggas-Produktion der USA vorläufig außer Betrieb setzen könnte. Und obwohl dieses Gas meist an Europa vorbei nach Asien und Lateinamerika fließt, könnten die negativen Nachrichten auch auf dem europäischen Spotmarkt eine weitere Panikwelle auslösen.

Ende der Übersetzung

Die wahren Gründe für die Energiekrise in Europa

Über die Gründe für die Energiekrise in Europa habe ich oft berichtet, daher fasse ich sie hier der Vollständigkeit halber nur noch einmal kurz zusammen.

Erstens: Der letzte Winter war kalt, weshalb viel Gas verbraucht wurde. Pipelines und Tanker reichen nicht aus, um im Winter genug Gas nach Europa zu bringen, weshalb die Gasspeicher normalerweise im Sommer aufgefüllt werden. Das ist in diesem Jahr ausgeblieben und während die Gasspeicher normalerweise zu Beginn der Heizsaison zu fast 100 Prozent gefüllt sind, sind es in diesem Jahr nur 75 Prozent.

Zweitens: Die Energiewende hat zu einem zu großen Anteil von Windenergie am Strommix geführt. Da der letzte Sommer aber außergewöhnlich windstill war, fehlte die Windkraft und es wurde unter anderem Gas zur Stromerzeugung genutzt, das eigentlich in die Speicher hätte geleitet werden müssen.

Drittens: Der Wunsch vieler europäischer Politiker, russisches Gas durch vor allem amerikanisches Flüssiggas zu ersetzen, hat dazu geführt, dass in Europa nun Gas fehlt. Der Grund: In Asien sind die Gaspreise noch höher als in Europa und die fest eingeplanten amerikanischen Tanker fahren nach Asien, anstatt nach Europa.

Viertens: Die Reform des Gasmarktes der letzten EU-Kommission hat den Handel mit Gas an den Börsen freigegeben. Dadurch wurde Gas zu einem Spekulationsobjekt. Während Gazprom sein Gas gemäß langfristigen Verträgen für 230 bis 300 Dollar nach Europa liefert, ist es für die Importeure ein gutes Geschäft, das Gas an der Börse für 1.000 Euro weiterzuverkaufen und diese Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren hundert Prozent in die eigene Tasche zu stecken.

Warum Gazprom trotzdem langfristige Verträge möchte? Die Antwort ist einfach, denn das war auch in Europa so, als in Europa noch Gasfelder erschlossen wurden. Der Produzent von Gas muss Milliardeninvestitionen planen und das geht nur, wenn er weiß, wie viel Gas er langfristig zu welchem Preis verkaufen kann. Daher möchte ein Gasproduzent langfristige Verträge, auch wenn der Preis zeitweise möglicherweise viel niedriger ist als der, den er an der Börse erzielen könnte.

Auch für den Kunden ist es von Vorteil, wenn er die Gaspreise und die Gasmengen im Voraus planen kann, denn was passiert, wenn man sich auf kurzfristige Verträge einlässt, erleben wir gerade in Europa. Dass die EU-Kommission sich trotzdem für kurzfristige Verträge und Börsenhandel von Gas einsetzt, ist entweder Inkompetenz, oder der Wunsch europäischen Konzernen die lukrative Börsenspekulation mit Gas auf Kosten der Verbraucher zu ermöglichen, oder die politische Abhängigkeit von den USA, die auf kurzfristige Verträge setzen, weil ihrer schnelllebigen Frackingindustrie schnelle Gewinne wichtiger sind als langfristige Planungssicherheit.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

43 Antworten

  1. Man „versteht“ das nur, wenn man weiß, dass man es mit einem sterbenden System zu tun hat: der alte Kapitalismus ist tot und versucht sich in einem letzten Aufbäumen an einem RESET durch die Kapitalisten selbst, die durchaus wissen, dass dazu eine umfassende Zerstörung notwendig ist, um auf den Trümmern, so hoffen sie, doch mindestens im alten Herrschaftsbereich eine Globale Missionsregierung errichten zu können. Immerhin „haben“ sie noch die Nato, und mehr als Militär und eine digitale Gelddruckmaschine, implementiert durch biotech-Pharma in jeden, ist nicht nötig, um die neuen Sklaven zu verwalten.

    Schreiben Sie Ihr Buch und gehen Sie der Historie auf den Grund – dann würden Sie verstehen. Vielleicht. Bei Ihnen und Putin habe ich manchmal den Eindruck, dass Sie es sich eben nicht vorstellen können, dass man das eigene Gebiet und die „eigenen“ Menschen mutwillig zerstört um Platz zu schaffen für eine neue transhumane Welt derer, die sich auserwählt haben. Europa spricht von „Missionsorientierung“ – und das ist es auch, gefährlich und nicht berechenbar für rationales Denken.

    1. Wie oft der Kapitalismus schon totgesagt wurde! Ich würde sagen, er funktioniert vielmehr bestens, jedenfalls im Sinne der Kapitaleigentümer; das zeigen Einkommens- und Vermögensschere. Die Welt hat jetzt einen Viertelbillionär.

      1. Wenn Sie es schaffen, dass einer vergleichsweise überschaubaren Gruppe von Kapitalisten alles gehört und sie die technologischen Möglichkeiten zur Überwachung ausrollt, ist es effizienter, nach einem inszenierten Crash den Feudalismus mit Leibeigenschaft zu realisieren.

        Nostalgiker könnten das als Kapitalismus bezeichnen, aber faktisch ist es das nicht mehr. Es gibt keine Schere, sondern Zuteilung durch jene Verteilstellen, die Sie für Regierung halten.

        1. Ich denke sehr ähnlich.
          Der Punkt beim Kapitalismus ist, dass es eine grosse Gruppe an Menschen gibt, die es schaffen können. Mittelstand, Ärmere, Arme, Wohlhabende, Reiche. Jedenfalls ist das in unserer Realität so.

          Was aber von unseren heutigen Top-Kapitalisten angestrebt wird, ist ein zwei-Klassen System. Die Herren und die Sklaven. Die Herren sind nur wenige hundert Familien. Die Sklaven sind wir alle. Und in dieser Gruppe soll es keine grossen Unterschiede geben. Klaus Schwab sagt es doch ganz offen.

          Ich denke, das ist der Punkt, den man sehen muss, um diese Leute zu verstehen. Jetzt wird es langsam möglich, mit Hilfe der Technik die Bevölkerung zu kontrollieren. Das ist billig und wirksam. Und das wird gerade jetzt zur Transformation in diesen Feudalismus 2.0 genutzt. Die wollen einfach allmächtiger Adel sein.

          Dazu gehört auch die Kontrolle über Innovation. Es soll nichts entstehen können, dass allein durch neue technische Möglichkeiten das gewünschte Machtgleichgewicht ins Wanken bringen könnte. Innovation braucht Bewegung- Bewegung braucht Energie- deshalb auch der CO2- Kult. Neben einem Schuldkult als (weiteren) Kontrollmechanismus dient er auch der Unterdrückung von Innovation.

    2. „Man „versteht“ das nur, wenn man weiß, dass man es mit einem sterbenden System zu tun hat: …“

      In diesem Zuammenhang sei das dreibändige Werk „System der politischen Ökonomie“ vom großartigen Gustav Ruhland empfohlen. Mitte der 80er bin ich in einem Antiquariat darüber gestolpert und habe es eigentlich nur aus einem Gefühl heraus gekauft, obwohl es ziemlich teuer war. Dabei ist der Erkenntnisgewinn daraus nicht mit Gold aufzuwiegen.

      „Zusammenfassung der charakteristischen Symptome bei Erkrankung des Volkskörpers am Kapitalismus.

      a) Herrschender Zug der Zeit: möglichst viel Geld verdienen, gleichgültig wie und wo. Die Berücksichtigung der landwirtschaftlichen und agrarischen Verhältnisse tritt mehr und mehr zurück. Die Interessen von Handel und Industrie, Banken und Börsen werden massgebend. Fast alles wird zur beliebig verkäuflichen Ware im Strudel des vom Geld allein beherrschten Marktes.

      b) Allgemein zunehmende Verschuldung. Wucherfreiheit, Zunahme des Rentnertumes. Vernichtung des selbständigen Mittelstandes. Ausbreitung des Proletariats.

      c) Bei wachsendem Reichtum rasche Zunahme des Luxus. Latifundienbildung auf dem Lande. Verschwinden des Bauernstandes. Abströmen der Bevölkerung vom Lande nach der Stadt und dem Auslande.

      d) Die Menschen werden immer habgieriger, immer rücksichts- und skrupelloser im Erwerb, allgemeine Verschlechterung der Moral und der Bürgertugenden. Korruption. Wahlbestechungen. Fortgesetzte Fälschungen der öffentlichen Meinung im Erwerbsinteresse.

      e) Mit der wachsenden Abhängigkeit der Brotversorgung des Volkes von der ausländischen Zufuhr mehrt sich die Zahl der Notjahre und verschärfen sich die Preisschwankungen.

      f) Der Staat dient nicht mehr in erster Linie der Gerechtigkeit, sondern vielmehr den Erwerbszwecken der Reichen. Die Kriege werden eine Form des wirtschaftlichen Erwerbs der Reichen.

      g) Um die wachsende Zahl der Proletarier mit der herrschenden Politik im Interesse des Reichtums zu versöhnen, beginnt ihre Versorgung aus der Staatskasse bei Einführung zwangsberufsgenossenschaftlicher Organisationen. Die Anforderungen an die Staatskasse wachsen rasch.

      h) Die staatliche Politik des Reichtums führt zu kapitalistischen Handelsverträgen, zur kapitalistischen Kolonialpolitik, zur Weltpolitik. Bedenkliche Zunahme der Kriegsjahre.

      i) Wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung. Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus, Eheflucht. Abnahme der Bevölkerung. Menschenmangel. Bürgerkriege. Die Auflösung steht bevor.
      (Gustav Ruhland, System der politischen Ökonomie, 1903 – 1908)

      Hier kann man es als PDF herunterladen (großen Dank dafür an Ulrich Grey, der sich die Arbeit gemacht hat):

      //www.vergessene-buecher.de/impressum.html#anfang

  2. Ja wer hat denn das mit der Abhängigkeit vom russischen Gas nur eine Sekunde lang geglaubt? Das war was für Idioten oder politisch Gemütskranke! Auch hier ist der Blick auf deutsche „Interessenvertreter“ der wirklich blamable. Baerbock hat doch noch vor wenigen Tagen versucht, NS2 zu blockieren. Es sind Personen im eigenen Lande, die die Interessen der Steuerzahler und Verbraucher verraten – oder völlig unfähig sind und sich ihren Job erschlichen haben. Sie können es sich aussuchen. Wer die US-Amerikaner immer noch als die Retter des Abendlandes sieht, muss lange und tief geschlafen haben.

    1. Nun, man sieht ja, dass wir vom russischen Gas abhängig sind. Warum auch nicht? Wir sind ja in gewisser Weise auch u. a. vom Lebensmittelhändler abhängig und niemand regt sich darüber auf. 😅

      1. Und wenn wir nicht von der RF abhängig sind, dann sind wir halt von jemand anderem abhängig, und diese Abhängigkeit hat sich ja nun auch nicht als besonders erquicklich herausgestellt…
        Und ich hab’s schon mal geschrieben: Die Russen haben ein vitales Interesse daran, ihr Gas unter die Leute zu bringen und das nicht mehr nur, weil sie damit Geld verdienen oder – für anders Verrückte – schon gar nicht, um etwa unsere Energiepolitik zu unterlaufen …

        1. „Und ich hab’s schon mal geschrieben: Die Russen haben ein vitales Interesse daran, ihr Gas unter die Leute zu bringen …“

          Nicht nur das, sie haben überhaupt kein feindliches Interesse. Wozu auch? Um Rohstoffe zu erbeuten oder ihr Territorium zu erweitern? 😅 Tatsächlich habe ich die russische Mentalität als absolut friedliebend kennen und schätzen gelernt. Aber wehrhaft sind sie und gerechtigkeitsliebend, das muss man bewundernd anerkennen. Meiner eigenen Mentalität nach ein Brudervolk.

        2. Als „nicht besonders erquicklich“ hat sich nur die Abkehr der EU von langfristigen Handelsverträgen mit Russland herausgestellt.
          Erst als die Zocker von der Börse übernehmen konnten ist unser Gaspreis so explodiert und die Versorung unsicher geworden.
          Russland hat dagegen IMMER zuverlässig geliefert, selbst im kalten Krieg. Und wer das nicht weiß oder anerkennt, der ist, mir fällt kein milderer Ausdruck ein, WELTFREMD.

    2. Volle Zustimmung.
      Aber in diesem Fall sind nicht mal die Amerikaner so doof wie die Bärbock. Also wenn die Amis UNS empfehlen vom Klassenfeind Gas zu kaufen und die Bärbock ist dagegen, sollte sie eigentlich die Stunde geschlagen hören…

  3. Wenn eine EU sich selber im Weg steht, kann sie auch wenig bewirken. Um eine Lösung herbeizuführen, müsste die EU über ihren eigenen Schatten springen. Doch dazu fehlt es den Verantwortlichen an Mut, Entschlossenheit und Willen. Sie sind dermaßen in ihrer antirussischen Haltung festgefahren, dass sie lieber alles den Bach herunterrasseln lassen, als dass sie die Lösung suchen. Und die USA geht ihren WEg. Nun, eigentlich müsste man als EU dann sagen: Ihr könnt Euren Weg gehen, gerne, doch dann schmeioßen wir Eure Konzerne aus unserem Markt, solange die dort keinerlei Steuern zahlen, nehmen Eure Waren nicht mehr an und dann könnt Ihr sehen, wohin Eurer Weg geht. Und wenn Ihr dann imer noch stur bleibt, nun ja, dann macht die NATO alleine, wir steigen aus. Aber den Mut hat keiner in der EU. Die schlottern mit den Knien, wenn die USA auch nur leise androhen, dass sie ein Militär haben, das jederzeit einsetzbar ist.

    1. Das hat nicht nur was mit Mut zu tun, sondern auch damit, dass der selbsternannte Exportweltmeister natürlich auch in die USA exportiert bzw. dort Unternehmensanteile hält oder Tochterfirmen hat. Wer zögert, den USA den Stuhl vor die Tür zu stellen, hat nicht nur Schiss vor Sabotageakten ungekannten Ausmaßes – hat schon jemals eine Kolonie einfach via Deklaration ihre Eigenständigkeit erlangt? -, sondern auch vor der Tatsache, dass dann ziemlich viele Abschreibungen notwendig werden und bisherige Käufer abhanden kommen.

  4. Schon beim Lesen der Überschrift kam mir das große Lachen…..

    Doch drängt sich mir sofort die nächste Frage auf…: WAS machen diese ganzen „eu-ischen sklaven“ nun, nachdem ihnen ihr „herr-chen“ das Propagandaspielzeug und den fiktiven Kriegsgrund weggenommen hat…?!?

  5. Europa, was für ein Chaos-Haufen. Unsere Portemonnaies ernten (im negativen Sinn) die Früchte der Mischung aus Dummheit, Bürokratie, Russlandhass, rektal orientierter Vasallentreue, Wokeness, usw. usw. und was noch alles in der EU so herumkreucht.

    Wie soll mit diesem Haufen die benötigte Planungssicherheit erreicht werden, die Russland zurecht fordert?

    Was für ein seltsamer Witz ist die EU?

  6. Nun das werden die Abgespritzten GMOs, hier vom Wahrheits Ministerium, nicht hören, Sie werden hören, das Russland uns Erpresst und wenn sie sich diesen Winter, den Arsch ab-frieren, wird ihr HaSS auf Russland, planmäßig gesteigert.
    So das endlich auch das deutsch Personal Kriegswillig wird. Ihre passende Kriegs Regierung haben sie ja schon gewählt worden

  7. Wenn sich bei sogar die USA schon berufen fühlen ihren Senf dazu zu geben dann muss die Kreise ja echt übel sein.
    Das man keine Hilfe erwarten kann ist klar, aber die würden das ja nicht sagen wenn sie keine Gefahr für die EU sehen würden.
    Oder es geht ihnen nur um ihre Militärstützpunte und Vertretungen, die müssen ja auch irgendwie heizen.

  8. Die korrekte Antwort auf diese Zumutung durch die US-Regierung wäre, an zu fangen, unsere Verträge und Abmachungen mit den USA zurück zu schrauben.

    Um es mit G.W. Bush zu formulieren: Wer nicht unser Freund ist, ist unser Feind. Die USA sind offenbar keine Freunde.

    Die beste Reaktion von Brüssel und Berlin wäre, die Beziehungen zu den USA herunter- und die zu Russland herauf zu fahren.

      1. Erster Schritt. Aus den Staaten, in denen die Todesstrafe existiert oder vollstreckt wird, die Botschafter abziehen. Je nach dem gibt es dann erste und zweite Klasse Partner.
        Mal schauen was dann im System gute-Leute-Menschen-Staaten passiert.
        Kommt eine ganz neue NWO bei raus. New axis of evil.

  9. Ich sehe keinen Grund für Rußland, den Westen anzugreifen. Es gibt aber im Westen Knallköpfe, die mit gegenteiligen Gedanken zu spielen scheinen.
    Aber, sowohl der Mühlhiasl, wie auch Alois Irlmaier sahen die Roten kommen. Dazu gibt es aber noch eine weitere Vorschau von einer portugiesischen Ordensschwester, Lucia dos Santos, die sagte, Rußland wird den Westen überfallen.
    Es gibt ein Gebet, das 1960 geoffenbart wurde. Der hier wichtige Satz lautet: Laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall [der Moral], Unheil und Krieg.
    In Deutschland wurden seit 1976 an die 8 Millionen Kinder abgetrieben.
    Ach ja, Amerika wird den Vormarsch stoppen.

    Es steht jedem frei, dies als Schmarrn abzutun, oder darüber nachzudenken.

    1. „darüber nachzudenken.“

      Habe ich gemacht. Hab ich gemacht. 0, in Worten Null.
      Ihre Lucia hatte mit zehn ne` Erscheinung. Gut. Good old Franzl hat
      Ihr nachgeflüsstert das Sie wohl ne Gute war.
      Lattengustl kann sich nicht mehr äußern.
      Olle Schmidt hat zu solchen Vorfällen mal gesagt und sich dabei eine angesteckt:
      Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen. Recht hatta.

  10. Zu dem Gaskauf wird hier berichtet

    „Das von der Regierung in Chisinau von der polnischen Firma PGNiG gekaufte Gas wird uns große Probleme bereiten. Dies ist die Meinung des Wirtschaftswissenschaftlers Veaceslav Ionita.

    „Dieser Kauf wird für uns nur Probleme schaffen. Wie können Sie mit den Russen einen niedrigeren Preis aushandeln, wenn Sie mehr von den Polen kaufen? Seltsame Strategie“, schrieb Ionita in einem Kommentar auf Facebook.

    Das polnische Unternehmen PGNiG hat die von Energocom durchgeführte Ausschreibung für den Kauf von Erdgas gewonnen. Die Regierung berichtet, dass 7 Angebote eingegangen sind. Es wird ein Testkauf von 1 Million Kubikmeter Gas getätigt. Die Regierung gibt den Preis nicht bekannt, aber die Presse berichtet, dass er 1.200 Dollar pro tausend Kubikmeter betragen würde.“

    http://moldova24.info/2021/10/negociatori-de-la-dumnezeu-cumperi-scump-de-la-polonezi-dar-ceri-ieftin-de-la-rusi/

    Das jetzt alle wegen der Preise jammern gleich einem Witz. Wer hatte denn die tolle Idee zum Spotmarkt? 50 % fest und die anderen 50 % sollten am Markt frei handelbar sein. Was das brachte sehen wir heute.
    Anstatt man nun die Reißleine zieht und den Gierlappen auf die Finger klopft unterstützt man sie auch noch mit Steuergeldern. Nur mal zur kurzen Erinnerung, das Gas aus Aserbaidschan ruht z.B. in den Förderhänden von BP. Da hat die EU fein mit den Aserbaidschanern geklüngelt baute unter Umgehung Armeniens Leitungen um dann ausgerechnet der Türkei den Gashebel in die Hand zu geben.
    Aber klar NS2 gefährdet die Sicherheit und den Zusammenhalt in Europa. Komisch, es sind europäische Kriegsschiffe die zur Sicherheit von Zypern und Griechenland vor den Küsten rumschippern müssen um EU Länder vor dem NATO Land Türkei zu schützen.

    Und nun will diese EU nachdem sie bei Corona total versagte, sich aber rotzfrech schon wieder Zugriffsrechte im Gesundheitsbereich krallte die Gasbeschaffung auch noch einverleiben. Das diese Idee von bestimmten EU Ländern natürlich begrüßt wird war zu erwarten. Wer den Mist bezahlen muss ist auch klar.
    Scheinbar ist das Ruhekissen EU dafür gedacht die staatliche Fürsorgepflicht schleifen zu lassen.
    Leistungsloses Einkommen inklusive.
    Deutschland soll die Leitung mit einer Genehmigung versehen und dann kann das Gas fließen. Über den Preis wird man sich schon einig. Das Geld was für den Transit eingespart wird braucht die Regierung nicht für Heizkostenzuschüsse ausgeben. Wer Gas will soll bei Gazprom kaufen aber das kommt dann über die Ukraine und Polen.
    Das Trauerspiel kann sich ja keiner mehr mit ansehen. Die, die am lautesten gegen russisches Gas und NS2 wetterten warten eben geduldig auf den Flüssiggas Kahn das wenn schlecht läuft wohl auch russisch sein könnte weil Jamal beides anbietet. Vielleicht kann ja die EU mal Frankreich fragen ob Total liefern kann. Die haben ja einen 20 % Anteil.

    Und noch etwas fällt immer wieder auf, die größten Russen Hasser sind die die sich schamlos am sogenannten Volkseigentum persönlich bereichert haben. Mit Putins Wahl war das dann vorbei.

    https://www.rferl.org/a/us-officials-confirm-moldova-s-plahotniuc-in-u-s-despite-visa-ban-will-seek-his-deportation/30498014.html

    Richard Grenell, der damalige amtierende Direktor des nationalen Geheimdienstes, schrieb eine Reihe von Artikeln zur Verteidigung von Plahotniuc die 2016 in US-Zeitungen veröffentlicht wurden.

    So klein kann die Welt sein wenn es um Korruption geht. Also frei übersetzt als die Sandu 2015 politisch auftauchte schrieb Richard Grenell Lobeshymnen auf einen korrupten Politiker. Als Russland 2019 schwere Vorwürfe gegen den Politiker erhob war dies Wahleinmischung. Man tat nichts um diesem Mann das Handwerk zu legen, ganz im Gegenteil, man negierte russische Fahndungen weil sie angeblich nur politisch sind. Man negierte moldawische Fahndungen aus dem gleichen Grund..

    Năstase, Plahotniuc, Victor und Viorel Țopa alles arme Verfolgte….

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/wahlen-in-moldau-wie-oligarchen-den-mafia-staat-beherrschen-a-1253915.html

    http://moldova24.info/2016/06/kiv-fra-2-de/#

    http://moldova24.info/2016/07/bombe-die-deutsche-staatsanwaltschaft-beginnt-eine-ermittlung-gegen-victor-und-viorel-topa-die-sponsoren-der-da-plattform-sie-pruefen-auch-den-bem-betrug-doc/

    Da kann ein Fernsehsender angeblich wegen Repressalien nur mit Geld aus dem Ausland überleben (USA 6 Andere) dabei fließen Mio über die Konten. Die USA lassen über deren EX Botschafter in Deutschland Loblieder singen damit der Chrysanthemen Revolution nicht das Licht ausgeht. Und als man 2016 in Deutschland die Staatsanwaltschaft losschickt wird eine NGO eifrig und hilft bei der versuchten Flucht. Sie versuchen das Auslieferrisiko zu vermindern. Ein mögliches Ziel ist London, aber auch USA, wo die NGO Frontiera Solutions schon eine Lösung für sie sucht, um politischen Asyl zu bekommen.

    Dieses Zusammenspiel zeigt einmal mehr das es nie um das Land ging und schon gar nicht um die Menschen. Moldawien ist nur das Spiegelbild der Ukraine. Die EU fuhr ihre Krallen aus und zum Dank frieren nun die Menschen. Die beiden Gauner machen über ihre Ehefrauen weiter merkwürdige Geschäfte in Deutschland. Das Geld muss ja arbeiten.

  11. Frage:     Wer ist schuld am hohen Gas-Preis ?
    Antwort:   Investitionen müssen sich rechnen !
    Zukunft:   Mittelfristig wird es in Europa so lange kein billiges Gas mehr auf dem Niveau von $200/250 geben wie sichergestellt ist, dass sich die Investitionen in die Gasinfrastruktur von Gasförderung bis zum Verbrauch rechnen.  

    Selbst googlen:Krise auf dem Energiemarkt: Deutsche Gazprom-Speicher ungewöhnlich leer | tagesschau.de 

     (Passende Foto mit russischem übersetztem Artikel)  https://www.facebook.com/frankingo.gottschlich.1/posts/930593644551922 

    Rechnen für denjenigen- hier im Wesentlichen Russland- kann sich der gesamte Export von Gas nur, wenn nach den Regeln auch der Vertrieb funktioniert, wie der langfristige Finanzierungsplan aufgebaut ist. 

    Wenn nun, wie geschehen, nach erfolgter Komplett-Investition die Europäische Kommission ihre sogenannte Richtlinienkompetenz anwendet und auf Geheiß der NATO ihren Wirtschaftskrieg zur Eindämmung Russlands einsetzte, indem sie die gesamten Finanzierungspläne der Russen „zunichte machte“ ( Um den Weg den Amerikaner frei zu machen, die Marktanteile in Europa den Russen – bis zur völligen Übernahme- abzujagen, dann gibt es zwei Wege für den Besitzer der Investition- Hier Pipelines- . Er gibt seine Investition auf um nicht gutes Geld schlechtem hinterherzuwerfen, oder er passt sich der geänderten Marktsituation an, sofern das zumindest theoretisch möglich ist. Und da nun Gas „nicht vom Himmel fällt“ war es möglich. Also, haben die Russen diese Möglichkeit auch genutzt. 

    Wenn die Markt – Richtlinienkompetenz vorschreibt, dass ein Rohr nur halb gefüllt sein darf, dann muss ich als „Marktteilnehmer“ eben alles tun, damit ich mit der Hälfte zumindest den doppelten Umsatz machen kann, um den Kapitaldienst auch leisten zu können. 

    Und genau das hat der Investor dann gemacht. Er hat die Richtlinienkompetenz zur Idioten-Richtlinie degradiert. 

    Wenn man mehr als 30 % der Kapazität der Gasspeicher in DE-Niederlande und Österreich besitzt (über die eigenen Importeure Tochtergesellschaften) kann man natürlich die eingelagerte Kapazität so nutzen, wie die Richtlinienkompetenz das vorschreibt. Eben mal hoppeldihopp zum 5 -fachen Normalpreis, den ich bekomme an der Börse verhökern. 

    Nun das Fazit: 

    Die komplette Richtlinienkompetenz in Brüssel, sollte  sich mal in ihre Heimat-Klapsen begeben und sich wirklich auf ihre Geisteszustände untersuchen lassen Sollten  ihre geballte „VerschwörungsRichtlinienkometenz-Gehirne“ so lange gegen die klapsen-Gummiwände knallen, bis sie ganz einfach verstehen, dass in Russland kein Gorbatschow und vor allem kein Jelzin mehr sitzt, sondern ein Präsident, der diese Richtlinienidiotenköpfe noch im Schlaf, komplett in die Tasche steckt. 

    Mann, Mann… was sind das alles für Idioten… 

    Wie sagt Miller , der „Chef“ von Gazprom, nachdem er gesprochen hatte:

    Lass uns das tun… !

    Letzte Frage: Wer hat wohl den gesamten Reserve-Winterbedarf an Gas, der nun in den russischen Gasspeichern lagert, die bis zum 08.November randvoll gefüllt sein werden…

    Na, denn fragt mal die Gummizellen… 

    .

  12. Übrigens kam in den ZDF-Spätnachrichten (heute Journal up-date nach Markus Lanz vom 27.10.) als eine der ersten Nachrichten, daß Präsident Putin Gazprom angewiesen habe, seine (Gazproms) Gasspeicher in der EU schnellstens zu füllen.
    Ich glaube, das geht auch ohne NSt2. Jedenfalls bisher hat das geklappt, den größten Gasspeicher in Niedersachsen gelegen. Gazprombeteiligung 25%. Füllstand zur Zeit angeblich 2/3.
    Wahrscheinlich werden heizen und produzieren wichtiger sein, als EU-Regularien bezüglich der Trennung von Transport und Vertrieb.
    schaun wir mal!

  13. Ich lese Ihre Artikel und bin beeindruckt von der Sachlogik. Hätte ich mich nicht mit dem Peak beschäftigt, würde mich das überzeugen. Vielleicht ist es so, aber, ich habe drauf hingewiesen, aus einer anderen Perspektive findet man in den Maßnahmen und Engpässen auch einen Sinn.

    Mir ist natürlich bewußt, daß die OPEC-Staaten die US-Frackingindustrie mit einer Ölschwemme gegen die Wand fahren lassen wollten. Zumindest vordergründig. Ob das der wirkliche Grund war, bleibt dahin gestellt. Der deflationäre Preisdruck könnte genauso eine Rolle gespielt haben und der hat die ganze westliche Welt infiziert seit dem berüchtigten Einbruch der japanischen Börse. Nun haben sich die Vorzeichen verkehrt, die Alarmstimmung wegen einer unkontrollierbaren Inflation steigt an. Denn Öl- und Gas sind die Schrittmacher.

    Mir ist aber auch bewußt, daß die Schieferbohnung nur zwei Jahre Förderung zuläßt, dann muß das nächste Bohrloch ran. Die Schieferbohrung ist eigentlich mehr eine Reisewirtschaft. Zudem basieren die gewaltigen Felder vor allem auf Vermutungen.
    Eine Schiefergas-Bohrung ist enorm günstig im Gegensatz zur herkömmlichen Fördergung. Die Exploration kostet 3-4 Millionen Dollar im Gegensatz zur konventionellen Methode, die mindestens 200-500 Millionen Dollar frißt ohne Aussicht auf Gewähr. Die hohen Preise fürs Schiefergas- und öl scheinen mir nicht ganz gerechtfertig.

    Präsident Putin könnte mit dem Ölfördermaximum den Westen übrigens elegant gegen die Wand fahren lassen – ohne Panzer und Hyperschallraketen? Ganz friedlich eindampfen. Das ist nur so’n abschließender Gedanke ..

      1. Versuchen Sie es noch mal mit einem vollständigen Satz.

        Die Leuten laufen immer irgendwelchen Geschichten hinterher, die sie nicht verstehen. Deshalb sind wir da, wo wir sind und nicht da, wo wir sein könnten.

  14. Stell sich mal jemand vor, Nord Stream 2 wäre nicht gebaut worden. Oder noch schlimmer, wir hätten Nort Stream 1 sogar abgeschaltet und uns nur auf amerikanisches Frakinggas verlassen? Wo soll die Energie sonst herkommen? Nun haben die Amerikaner – wieder einmal – gezeigt, was Verträge mit ihnen Wert sind. Nämlich nicht das Papier auf denen sie geschrieben wurden. Wann begreifen unsere achso „klugen“ Politiker endlich, dass Idiologie ein schlechter Berater ist.

    Nein, so kann es nicht weiter gehen. Die Spielchen werden wir nicht mehr lange durchhalten. Wer nur Schwachsin redet ohne das es irgendeinen Bezug zur Realität hat, ist für die Führung eines so großen Landen wie Deutschland nicht geeignet. Die Menschen und Unternehmen müssen sich darauf verlassen, dass Energiesicherheit an oberster Stelle steht. Diese Energiesicherheit zu gefährden, nur um Spielchen zu spielen, ist unverantwortlich. Russland steht zu seinen Verträgen – und dies schon jahzehnte lang. Während die USA viele Vertragpartner hintergeht und das regelmäßig!

  15. „In Übersee hielt das US-Außenministerium kurz vor dem EU-Ministertreffen extra eine Pressekonferenz ab, in der es über die neue russische Pipeline sprach und den Europäern die klare Botschaft übermittelte, dass es keinen Grund zur Eile bei der Zertifizierung von Nord Stream 2 gibt.“

    Was zum Teufel geht die vertragsbrüchige USA die Energieversorgung Europas an?

  16. Es gibt ein ganz einfaches aber sehr wirkungsvolles Problem welches irgendwie selten zur Sprache kommt.
    Hat sich mal jemand von euch angesehen wie groß die immer erwähnten Leitungen sind? Gerade die Leitungen ab russischer Grenze bestehen oft noch aus Ostblock Zeiten und da war Kohle noch dick im Geschäft.
    In der Zwischenzeit wurden Betriebe oder Wohnungen zusätzlich ans Netz angeschlossen und das nicht nur in Deutschland.
    Da man Russland nicht erst seit gestern aus dem Markt verdrängen will fielen erforderliche aber notwendige Anpassungen Weg.
    So eine Leitung hatte ca. 30 Jahre Lebenserwartung als sie gebaut wurden.
    Die „Druschba“ wurde Ende der 70er Jahre gebaut und was wurde in der Zeit modernisiert/instand gesetzt? Dann gab es noch einmal Mitte der 80er weitere Leitungen deren Bau bis 1993 hinein ging. Und danach?
    Durch die Beitritte in die EU und deren willkürlichen Regelwerken wurden aus ehemaligen russischen oder anderen staatlichen Leitungen plötzlich x private Leitungseigentümer. Musste ja alles getrennt werden. Der Eine hielt seine Leitungen in Ordnung der Andere kassierte nur die Kohle. Dann wurden neue moderne Leitungen geplant und später politisch verworfen. Rechtssicherheit ade.
    Dieses Spiel hat man mit der „Reform“ des Gasmarktes dann das Sahnehäubchen aufgesetzt nur um sich der langfristigen Verträge zu entledigen.
    Als Deutschland diesem ganzen Hickhack ein Ende setzen wollte und sich von Atom und Kohle verabschiedete kreischten die am lautesten die die kleinsten Leitungen hatten.
    Man baute auf Kosten der EU die Flüssiggas Infrastruktur bei der der Umweltschutz von der EU immer nur dann eine Rolle spiele wenn man aufmuckte. Niemanden fiel auf, dass zu jeder Flüssiggas Anlandung riesige Schweröl Lager gebaut wurden. Klar die Gastanker schippern noch immer zu ca. 90 % mit Schweröl über die Meere. Macht nichts, zum dreckigen Frackinggas dann eben noch der dreckige Transport. Damit es nicht so auffällt nennen wir es einfach wohlklingend „Freedom Gas“.
    Und nun bibbert man und der Russe soll schuldig gesprochen werden.

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