EU vs. Weißrussland

Migranten und Transit von Waren: Lukaschenko kündigt Reaktion auf EU-Sanktionen an

Die EU hat gerade neue Sanktionen gegen Weißrussland erlassen. Dass Weißrussland darauf reagieren würde, war allen klar, trotzdem macht der Westen Weißrussland deswegen Vorwürfe. Dabei war es der Westen, der den Streit mit Weißrussland angefangen hat.

Der Westen hat im August keine Wahlbeobachter zur Präsidentschaftswahl in Weißrussland geschickt, danach aber – ohne irgendwelche Belege vorzulegen – von Wahlfälschung gesprochen. Dann hat der Westen die radikale Opposition bei dem Versuch unterstützt, Lukaschenko durch Straßenproteste zu stürzen. Nachdem das gescheitert ist, hat der Westen einen Putschversuch organisiert, der – gemäß Plan – zu einem Blutbad führen sollte und in dessen Verlauf Lukaschenko und seine Söhne erschossen werden sollten. Nachdem der Putsch vereitelt worden ist, hat der Westen die Verhaftung des Oppositionellen Protasewitsch, der übrigens inzwischen aus der Haft in einen Hausarrest entlassen worden ist, als Vorwand für neue Sanktionen genutzt.

Wir haben es also eindeutig mit einer vom Westen provozierten und noch dazu völkerrechtswidrigen Krise zu tun, denn das Völkerrecht verbietet die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten. Und ob einem Lukaschenko gefällt oder nicht, aber die Präsidentschaftswahl in Weißrussland war nun einmal eine innere Angelegenheit Weißrusslands, aus der sich andere Staaten herauszuhalten haben. Das gilt auch für die Staaten des Westens, egal wie moralisch überlegen sie sich fühlen mögen.

Natürlich ist die EU Weißrussland wirtschaftlich haushoch überlegen und einen Wirtschaftskrieg, nichts anderes sind Sanktionen und Gegensanktionen nun einmal, kann Weißrussland gegen die EU kaum gewinnen, auch wenn es von Russland unterstützt wird. Trotzdem hat Weißrussland Möglichkeiten, der EU ein wenig weh zu tun und genau darüber hat Präsident Lukaschenko am Dienstag mit einer Sitzung über Gegenmaßnahmen gegen die westlichen Sanktionen gesprochen. Wir werden uns nun anschauen, was Lukaschenko dabei gesagt hat und welche möglichen Reaktionen in Minsk ins Auge gefasst werden und dann schauen wir uns an, wie der Spiegel darüber berichtet hat.

Weißrussland stoppt an den Grenzen keine Migranten mehr

Schon im Juni hat Lukaschenko angekündigt, dass er keine Migranten mehr an der weißrussischen Grenze zur EU aufhalten werde. Der Spiegel war damals entsetzt und bezeichnete Migranten plötzlich als „Waffe“. Wenn ein Abgeordneter der AfD im Bundestag solche Formulierungen benutzt hätte, hätte der Spiegel von Rassismus, Ausländerhass und vielleicht sogar Antisemitismus gesprochen, aber wenn Lukaschenko Migranten in die EU durchlässt, dann gelten im Spiegel offensichtlich andere Regeln und die Spiegel-Redaktion benutzt ein Vokabular, das sich nicht einmal AfD-Abgeordnete in den Mund zu nehmen trauen.

Dabei sind die Zahlen, um die es geht, geradezu lächerlich, denn zu dem Zeitpunkt war die Rede von 387 Migranten, die im ersten Halbjahr 2021 von Weißrussland nach Litauen gekommen sind. Litauen ist ein kleines Land, also setzen wir die Zahl mal ins Verhältnis. Deutschland hat grob gesagt 35 Mal so viele Einwohner, wie Litauen. Das wäre also so, als wenn ca. 13.500 Migranten in einem Halbjahr nach Deutschland kämen. Ob das für den Spiegel auch ein Grund wäre, vor der Gefahr durch Migranten zu warnen und von Migranten als „Waffe“ und „hybrider Attacke“ zu sprechen?

Die Frage lässt sich beantworten, denn Statista meldet für Januar bis Mai 2021 schon 67.646 Asylanträge in Deutschland. Wenn es normalerweise um Flüchtlinge geht, dann findet der Spiegel, dass fast 68.000 in fünf Monaten nicht allzu viele sind. So funktioniert Mathematik in der Spiegel-Redaktion: Wenn eine kleine Anzahl Migranten aus Weißrussland kommt, sind das ganz viele und sie sind brandgefährlich, ja sogar eine „Waffe“. Aber wenn eine viel größere Anzahl von sonst woher kommt, dann sind das ganz wenige und wer da besorgt ist, der ist ein Rechter!

Lukaschenko sagte zu dem Thema am Dienstag:

„Wenn jemand denkt, dass wir die Grenzen zu Polen, Litauen, Lettland und der Ukraine schließen und uns in einen Abladeplatz für Flüchtlinge aus Afghanistan, Iran, Irak, Libyen, Syrien, Tunesien verwandeln werden, dann irrt er sich gewaltig. Wir werden niemanden aufhalten: Sie kommen nicht zu uns, sie kommen ins aufgeklärte, warme, gemütliche Europa“

Weißrussland könnte die Grenzen für den Transit deutscher Waren schließen

Weißrussland ist kein allzu großer Markt und ein weißrussischer Boykott europäischer Waren würde in Europa kaum jemanden interessieren. Aber Weißrussland ist ein wichtiges Transitland für Waren aus Europa nach China, die mit dem Zug transportiert werden. Nicht nur, dass die Infrastruktur in dem Land sehr gut ist, durch die Zollunion mit Russland und anderen Staaten der Eurasischen Wirtschaftsunion entfallen lästige Zollgrenzen, die beim Transport Zeit kosten.

Weißrussland denkt darüber nach, den Transit von Waren aus Deutschland durch sein Staatsgebiet zu untersagen. Dann müssten die Waren ausweichen, was Zeit kosten würde. Im Süden kann man über die Ukraine ausweichen, deren Infrastruktur schlechter ist und die eine komplizierte Zollgrenze mit Russland hat. Andere Ausweichrouten sind kaum denkbar, es sei denn man will den Transportweg komplett verändern.

Lukaschenko sagte dazu:

„Und wenn sie die Situation mit neuen Sanktionsrunden gegen Weißrussland anheizen, müssen sie uns über den Nordpol und das Mittelmeer umgehen. Bis jetzt, inmitten der Pandemie, verhalten wir uns immer noch human in Bezug auf den Transit, den Verkehr von Lastwagen, Autos und so weiter“

Diese Drohung hat er explizit gegen Deutschland ausgesprochen, denn nach den letzten Erkenntnissen war es Deutschland in Person von Bundeskanzlerin Merkel persönlich, das den Putschversuch und weitere Terroranschläge in Weißrussland unterstützt und gefördert hat.

Litauen erkennt die weißrussische Opposition diplomatisch an

Am Montag hat Litauen die weißrussische Opposition unter Tichanowskaja als offizielle Vertretung des „demokratischen Weißrussland“ anerkannt. Der litauische Außenminister sagte:

„Die weißrussische demokratische Vertretung wurde offiziell akkreditiert. Die demokratische Vertretung wird so lange in Litauen bleiben und arbeiten können, bis der Wille des weißrussischen Volkes in seinem Staat gerecht und endgültig umgesetzt ist.“

Darauf hat Weißrussland reagiert, indem es praktisch sein gesamtes Personal aus seinen diplomatischen Vertretungen in Litauen abgezogen hat. Das weißrussische Außenministerium berief den Geschäftsträger der litauischen Botschaft in Minsk ein und erklärte dazu:

„Der litauische Diplomat wurde insbesondere auf die kategorische Unannehmbarkeit der Äußerungen des litauischen Außenministeriums über die Ausstattung einiger kurzlebiger Strukturen wie dem Büro der sogenannten Weißrussischen Demokratischen Vertretung in Vilnius mit einem offiziellen diplomatischen Status hin. In diesem Zusammenhang wurde der Geschäftsträger ad interim über die Entscheidung Weißrusslands informiert, die litauische diplomatische Vertretung in unserem Land auf ein Minimum zu reduzieren, bis es die gestrigen und andere unfreundliche Initiativen, die eine Konfrontation in den Beziehungen zu Weißrussland schüren, zurücknimmt“

Propaganda nach Lehrbuch im Spiegel

Der Spiegel-Artikel über Lukaschenkos Reaktion ist Propaganda in Reinformat, was man schon an den Formulierungen klar erkennen kann. Der weißrussische Präsident Lukaschenko wird in dem nicht allzu langen Artikel einmal als „autoritärer Staatschef“ und viermal als „Machthaber“ bezeichnet. Die Benutzung solcher Begriffe ist ein Merkmal von Propaganda nach Lehrbuch, denn der Spiegel will seinen Lesern hier unterbewusst eintrichtern, was sie über Lukaschenko denken sollen. Mit Berichterstattung hat das nichts zu tun.

Übrigens ist das auch ein Verstoß gegen journalistische Standards, denn solche wertenden Bezeichnungen sind eigentlich nur in Kommentaren und Meinungsartikeln erlaubt, nicht aber in Nachrichten-Artikeln. Aber das nur nebenbei.

Auch mit der Wahrheit nimmt der Spiegel es nicht allzu genau, wie schon die Überschrift „Belarussischer Machthaber – Lukaschenko droht Deutschland mit Durchlassen von Migranten“ zeigt. Wie kann Lukaschenko bitte Deutschland mit Migranten drohen? Haben Weißrussland und Deutschland seit neuestem eine gemeinsame Grenze? Oder wie soll das gehen? Darauf gibt der Spiegel in seinem Artikel übrigens keine Antwort, die Überschrift entbehrt jeder Wahrheit, hat nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun, sondern hat nur den Sinn, den deutschen Leser weiter gegen Lukaschenko aufzubringen.

Ansonsten ist der Artikel nicht allzu interessant, er ist tatsächlich ziemlich primitive Propaganda, wie die Formulierungen im ganzen Artikel zeigen. Darauf will ich nicht näher eingehen, ich will stattdessen zeigen, wie der Spiegel – neben den suggestiven Formulierungen – seine Leser zu beeinflussen und in die Irre zu führen versucht. So kann man in dem Artikel zum Beispiel über die Folgen des wirtschaftlichen Drucks der westlichen Sanktionen lesen:

„Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Lukaschenko immer wieder Unterstützung zugesichert. Wirtschaftlich hängt Belarus seit Längerem am Tropf Russlands und hat Milliardenschulden.“

Das klingt schlimm, gerade so, als sei Weißrussland hoch verschuldet und stünde vor der Pleite. Das ist Unsinn, das Gegenteil ist der Fall. Die weißrussische Staatsverschuldung beträgt aktuell etwa 37 Prozent den BIP, das ist ein Wert, über den sich jedes Land des Westens ein Bein abfreuen würde. Zum Vergleich: Die deutsche Schuldenquote ist fast doppelt so hoch und hat gerade die Marke von 70 Prozent des BIP geknackt und angesichts der ungehemmten Ausgabenpolitik der Bundesregierung mit einer Rekordverschuldung nach der anderen, dürfte die deutsche Schuldenquote in den nächsten Jahren weiter explodieren.

Danach widerholt der Spiegel über mehrere Absätze erneut, dass Weißrussland Migranten „als Waffe einsetze, um die EU unter Druck zu setzen.“ Im Spiegel ist nun die Rede von 1.300 Flüchtlingen, die in diesem Jahr die Grenze von Weißrussland in die EU überschritten haben. 1.300 Flüchtlinge pro Monat wären in Griechenland, wo es über 3.000 pro Monat sind, ein Grund zum Feiern, aber wenn 1.300 in sechs Monaten aus Weißrussland die Grenze zur EU überschritten haben, ist das laut Spiegel „Druck auf die EU.“

Man lernt eben nie aus…

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

17 Antworten

  1. Finde in dem Zusammenhang die angeblich von Lukaschenko getätigte Aussage lustig.

    „Genau so muss man mit den Deutschen umgehen. Sollen sie doch über Finnland ihre Waren nach Russland und China liefern. Oder über die Ukraine – da gibt es gute Wege – fahren und dort ihre Waren abliefern.“

    Und er liegt richtig. Mit Deutschland muss man ebenso umgehen. Deren Exporte erschweren oder verhindern. Das hätte damals Griechenland machen sollen, aber Griechenland hing da bereits am deutschen Tropf (Importe aus Deutschland und Schulden bei deutschen Banken).

    1. Die Griechen hätten damals ihre eigene Währung einführen müssen, z.B. als Steuergutschein auf Euro lautend oder als Schuldschein auf Euro. Das wollten sie aber ums Verrecken nicht, vor allem die Rentner. Es hätte sicher auch noch andere Möglichkeiten gegeben, z.B. eine sachwertbasierte Währung, gedeckt durch Hanfprodukte aller Art und andere Lebensmittel, die man dann aber auch real in entsprechenden Massen anbauen hätte müssen, aber da höre ich schon die Schnappatmung der älteren Mitbürger.

      Es gab doch damals diese Volksabstimmung „Oxi“, aber den meisten Griechen war damals wohl nicht klar, daß das Oxi zwingend auf einen GEuro (als Steuergutschein, originales Konzept war reines Fiat Money) oder eine Neodrachme hinausgelaufen wäre. Als die EZB die Versorgung der Geldautomaten mit Euros gestoppt hatte, war ganz schnell Schluß. Dabei wäre das der optimale Zeitpunkt gewesen, eine lokale Währung einzuführen, mit 1:1 Kurs z.B. beim Steuern- und Abgabenzahlen, ansonsten aber freier Wechselkurs. So eine Währung hätte einen interessanten Doppelcharakter gehabt, wer noch Steuern zu zahlen gehabt hätte, hätte diese Währung gerne genommen, andererseits hätte sie im Aussenhandel ein ganzes Stück abgewertet, so daß inländische Produkte, z.B. Lebensmittel wieder konkurrenzfähiger (gegen die industrielle Agrarproduktion im Norden) geworden wären.

      Insofern war diese Volksabstimmung eine reine Wohlfühlaktion, schöner Abstimmen für schöneres Wohnen, totale Veräppelung des griechischen Volkes, das leider auch nicht verstanden hatte, was wirklich ablief oder für eine Handvoll Euro korrupt bleiben wollte. Die echte Volksabstimmung fand am Geldautomaten statt. Es gab so eine kleine Abspaltung von der Syriza-Partei, die wollte genau das Richtige, kam aber bei der nächsten Wahl nicht mal über eine 3%-Hürde.

      1. Mausfeld würde sagen, man hat Syriza benutzt, um die drakonischen Massnahmen gegen das Griechische Volk umzusetzen. So wie Hartz4 von den Sozialdemokraten hierzulande umgesetzt wurde.

        Die Grundidee ist, dass Demokratie von den Eliten gewährt wird, wenn die Kosten für Unterdrückung durch Gewalt zu hoch werden. Beängstigendes Weltbild, dass ich lange für linke Blumenkind- Generation- Spinnerei gehalten habe.

        Hat sich für mich jetzt aber mit Corona bestätigt.
        Die Demokratie wurde mit einem Klick weltweit abgeschaltet, gleich nachdem die Chinesen vorgeführt haben, dass elektronische Überwachung+ Digitales Geld+ ‚Sozial‘-Punkte System billiger und effektiver sind als Fassadendemokratie.
        Hier was über die Sozialpunkte. Sehe viel von dem Typen und traue ihm. Er ist ein weiterer vertriebener Expat, der dort mit Chinesischer Frau lebte und weiterhin leben wollte. Ein Freund von China und Gegner der CCP.
        https://www.youtube.com/watch?v=PVkWokLqPOg

        1. Ich finde das immer wieder lustig:
          Da hatte wir früher erklärtermaßen eine „Diktatur des Proletariat“.
          Nun kann man sicher genüßlich darüber streiten kann, ob oder inwiefern das „Proletariat“ da „diktierte“, im „Westen“ jedenfalls hat es demgegenüber fleißig „(mit-)demokratisiert“.
          Allerdings war es ja so, daß wir diese „Diktatur“ mittels eines „Demokratischen Zentralismus“ organisierten.
          Das ist insofern von Bedeutung, als daß „Diktatur des Proletariats“ bei Marx eigentlich so eine Art Terminus technicus für „Herrschaft“, nämlich des „Proletariats“, war, demgegenüber er die „bürgerlichen Demokratie“ als „Diktatur der Bourgeoisie“ verstanden wissen wollte.
          Nun ist uns ja nicht nur das „Proletariat“ irgendwie abhanden gekommen, nein auch die „Bourgeoisie“ hat sich wohl im Pulverdampf der Geschichte verflüchtigt – jedoch, oh Wunder, plötzlich stand da Phönix, etwas „völlig Neues“ – nämlich „Eliten“.
          (Eine ähnliche Reinkarnation des „Proletariats“, freilich standesgemäß weniger spektakulär, steht allerdings noch aus….)

          Dem allgemeinen Meinungstrend außerhalb des Hauptstromes folgend, kommt man nicht umhin, die Idee, eine „Demokratie“ als „Diktatur“ zu verstehen, für gar nicht so abwegig zu halten.
          Das fällt nur dann nicht auf, wenn die Sache halbwegs rund läuft, es daher wenig „zu diktieren“ gibt, man vergleichsweise viel herum „demokratisieren“ kann.
          Jedoch je mehr die Radlager ausschlagen, um so unleidlicher werden die Fahrgäste, zunächst der 3. oder 4. Klasse (die bekommen das auch als erste zu spüren), aber früher oder später wird es auch die Luxusklasse zuviel – und der Kutscher, zunehmend überfordert mit seiner „von Gott gegebenen“ Profession, nämlich die Karre in der Spur zu halten, verliert mehr und mehr die Contenance … Keine Frage, wen er da anschnauzt, und bei wem er um Nachsicht bittet… (Die Schnapsidee, die „Wartung“ des „Gefährt’s“ der Luxusklasse zu überlassen, ist dann nur noch das berüchtigte Tüpfelchen auf dem „i“.)

          1. Sie sind also Ossi? Ich dachte Sie wären ein polnischstämmiger Zuwanderer oder ein Abkömmling polnischstämmiger Zuwanderer.

            Wenn Sie tatsächlich ein Ethnodeutscher aus der ehemaligen DDR sind, dann wundert es mich doch sehr, warum Sie immer wieder nachweislich falsche Behauptungen in Ihren Kommentaren aufstellen, wie etwa, dass die unmittelbaren Täter bzw. Hauptschuldigen an der von allen drei Siegermächten auf der Konferenz von Potsdam im Rahmen einer politisch-territorialen Neuordnung Europas beschlossenen Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches angeblich ausnahmslos ethnisch russische – als ob es keine Rotarmisten, NKWD-Beamte oder keine Mitglieder der sowjetischen Staats- und Parteibürokratie nicht-russischer Volkszugehörigkeit gegeben hätte – Sowjets und nicht etwa wie tatsächlich der Fall war, (ethnische) Polen – darunter auch etliche Nicht- und Antikommunisten – waren.

            1. ???
              Nicht daß das, was er hier babelt verständlich wäre, aber wir wüßten nicht, daß wir uns zu dem rudimentär erkennbaren Thema hier geäußert hätten…
              Und uns ist auch nicht so recht klar, was man denn unter einem „Ethnodeutschen“ zu verstehen habe …

  2. Der Spiegel ist ein meisterhaft beim unterschlagen von wichtigen Informationen. Propaganda durch weglassen.
    Heute beispielsweise beim Artikel zur Wirtschaftskrise im Libanon.
    Selbstverständlich kein Wort über die US und EU-Finanzsanktionen gegen den Libanon, das hauptursächlich für den Zusammenbruch der Wirtschaft war und als Bestrafung für Syrien, Iran und die Hisbollah gelten kann.

    Diese Tatsache schafft der Spiegel komplett zu ignorieren.

  3. Lukaschenko droht Deutschland mit Migranten?
    Das kann er gar nicht, siehe hier

    https://twitter.com/ManfredWeber/status/1411251624211791876

    Na wenn die EU entscheidet dann kann der Lukaschenko lange drohen.

    Aber von welchen Zahlen reden wir?
    2019 = 46 Migranten
    2020 = 81 Migranten
    2021 = 931 Migranten
    Ja, Lukaschenko wird scheinbar förmlich geflutet mit Migranten. Und weil die Flüchtlinge eh in die EU wollen rennen sie nach Litauen. Man muss nur laut genug brüllen.

    https://belarus.liveuamap.com/en/2021/5-july-lithuania-detains-another-134-migrants-coming-from

    Vllt. wendet sich Litauen an den großen Führer übern Teich, denn was jetzt ankommt sind die Hinterlassenschaften der USA, Helfer aus Irak und Afghanistan denen man versprach zu Helfen, man prüfe ein Asyl….

    Da Weißrussland sich Richtung Russland wendet und dort eh der Absatzmarkt ist kann Weißrussland jetzt seine Grenzen besser schützen. Kein hin und her her gerenne mehr. Und das zukünftige kleinbäuerliche grüne Deutschland wird seinen Platz auf der Hinterbank schon noch finden.

  4. Es ist schon ein komischer Diktator, der seine eigene Bevölkerung in „Pandemiezeiten“ NICHT zwingt, Maske zu tragen, sich überall unaufgefordert registrieren zu lassen, keinen psychischen Zwang zur Impfung auszuüben. Das scheint neuerdings das Kriterium einer Demokratie zu sein, was man Diktatoren immer unterstellt: Zwang auszuüben.

    Das nennt man im Übrigen Orwell’schen Neusprech. Nun ja, Weißrussland ist sicher nicht die lupenreine Demokratie, und Wahlfälschung in gewissem Maße wird es auch gegeben haben. Das hätte der Westen ja gerne feststellen können, hätte er die OECD zur Wahlüberwachung nach Weißrussland geschickt. Wohl wissentlich, dass man nicht gar so viel davon werde finden können, hat man es tunlichst unterlassen. Was die nachträgliche Verunglimpfung udn Unterstellung nicht einschließt. Aber – vergessen wir nicht, Wahlfälschung ist im Westen schon fast traditionell. USA, Abstimmung in Schottland, selbst so einige Bundestagswahlen sind nicht ganz ohne ausgekommen. Das ist nun aber schlimm genug, so dass man wohl verstärkt auf die Verfehlungen anderer weist. Auch das ist allzu bekannt. Der Taschendieb, der auf einen anderen Dieb zeigt und „Haltet den Dieb“ ruft, macht auch nichts anderes, als von seinen eigenen Verfehlugnen abzulenken.
    Und unsere Medien sind mit vorne dabei. Wenn man die löiest, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass im Westen alles gut, und anderswo alles ganz schlecht ist. Außer, ein Trump ist an der Regierung, dann ist in einem westlichen Staat plötzlich auch alles ganz schlecht. Was wäre wohl, wenn ein Gauweiler Bundeskanzler wäre? Sicher wäre dann in Deutschland alles über Nacht ganz schlecvht. Egal, ob er das Gleiche wie die CDU macht, oder was ganz anderes, es wäre dann schlehct. Und der Spiegel wäre sicher vorne mit dabei, ihn zu kritisieren. Wetten?

  5. Schade, ich dachte es komme jetzt zu irgendwelchen Enthüllungen und Beweisen von seinem Geheimdienst.

    «……. hat Lukaschenko mitgeteilt, dass sein Geheimdienst eine weitere Anti-Terror-Operation abgeschlossen habe und gesagt, dass die Erkenntnisse zu Vorwürfen gegen Bundeskanzlerin Merkel persönlich geführt haben….».

    1. Frau Dr. Merkel ist noch im Amt. Sie genießt auf Grund ihres Amtes Immunität. Nach der Wahl könnte es anders aussehen, zumindest international.
      Deshalb werden wohl Länderchefs lieber ermordet, das erlöst die Wartenden.

      Ach ja,

      „Der haitianische Präsident Jovenel Moïse ist nach Regierungsangaben ermordet worden. “

      Sein Blut ist noch nicht trocken.

      1. Oje, so habe ich das eigentlich nicht gemeint.
        Der Merkel halte ich die Stange. Ich hoffte einfach darauf, dass mal Beweise vorgelegt werden die der Westen nicht unter den Tisch wischen kann. Egal von welchem denunzierte Land, ob von Syrien, Weissrussland, Russland, Peru oder Venezuela mit seinem Quaido´. Oha, jetzt habe ich gerade Venezuela eingegeben um Quaido´ richtig zu schreiben und da wird dieser als Präsident und Maduro als ehemaliger Präsident genannt. Lukaschenko hat ja die Flugdaten und das Interview mit Protasewitsch ins Netz gestellt, aber alles wird ignoriert. Ich hoffe halt noch immer auf irgendetwas das uns mal so richtig doof (das ist nicht böse gemeint) dastehen lässt.

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