Mit welchen Mitteln YouTube nun Kritiker der westlichen Politik zum Schweigen bringen will
Nachdem die Internetkonzerne im letzten Jahr massiv begonnen haben, zu zensieren, was für Unmut unter den Usern gesorgt haben dürfte, hat YouTube sich nun eine neue Methode einfallen lassen, damit die Zensurmaßnahmen für die meisten User unsichtbar bleiben.
YouTube hat im letzten Jahr tausende kritischer Kanäle gelöscht, in Deutschland war davon unter anderem KenFM betroffen. Auch NuoViso, mit denen ich zusammenarbeite, wurde durch sogenannte Strikes verwarnt, ist aber (bisher) einer Sperrung entgangen. Man darf annehmen, dass die brutalen Zensurmaßnahmen auch zu unzufriedenen Reaktionen der YouTube-User geführt haben. Als die Zensurmaßnahmen nach der Amtseinführung von Joe Biden ein bisschen nachgelassen haben, haben viele gedacht (oder gehofft), die Zensurorgie wäre vorbei.
Aber das ist nicht so. Offensichtlich wollten die Internetkonzerne nur ein wenig Gras über die Sache wachsen lassen und haben sich nun etwas Neues ausgedacht. Die Sperrung von beliebten Kanälen kann zu Unmut führen, aber wenn die Kanäle noch da sind, jedoch keine Videos mehr veröffentlicht werden, dann führt das nicht zu Wut gegen YouTube.
Also tut YouTube genau das: Es täuscht den Usern vor, auf den Kanälen kämen keine neuen Videos mehr. Aber der Reihe nach.
YouTube dreht den Geldhahn zu
Vor einigen Tagen hat YouTube wieder zugeschlagen und um exakt 1.55 Uhr in der Nacht mehreren kritischen YouTube-Kanälen die Monetarisierung gesperrt. Für NuoViso bedeutet das, dass deren Hauptkanal keine Werbeeinnahmen mehr generieren kann und vor allem, dass tausende Abonnenten, die monatliche Spenden geleistet haben, buchstäblich weg sind. NuoViso muss aber ein Studio mieten, Technik kaufen und Gehälter bezahlen. Die wichtigste Einnahmequelle waren die Einnahmen von YouTube-Werbung und den Premium-Abonnenten auf dem YouTube-Hauptkanal. Das Geld fehlt nun.
Das ist aber nicht alles. In einigen Videos wird weiterhin Werbung gezeigt, das Geld kassiert YouTube nun allein.
Damit kann YouTube Internet-Fernsehsender schnell in den Bankrott treiben, ohne dass Abonnenten und Zuschauer es bemerken. Und wenn dann irgendwann keine Videos mehr kommen, dann haben die Zuschauer das Gefühl, der Kanal hätte seine Arbeit eingestellt. Dass YouTube die Kanäle in die Pleite getrieben hat, bekommt kaum jemand mit, was bedeutet, dass YouTube nicht mehr mit Beschwerden unzufriedener User konfrontiert isr.
Verdeckte Zensur
Noch hinterhältiger ist jedoch ein neuer Trick, den YouTube vor einer Woche bei unserer Tacheles-Sendung angewendet hat.
Nach der Sendung wollte ich nachschauen, wie viele Zuschauer unsere Sendung hatte und musste feststellen, dass die Sendung auf dem Kanal Stein-Zeit, dem NuoViso-Kanal mit den Sendungen von Robert Stein, nicht zu sehen war. Wer den Link zur Sendung nicht hatte, der konnte die Sendung nicht finden. Möglich, dass YouTube die Sendung nicht bei allen Usern versteckt hat, aber ich habe sie in der Video-Übersicht des Kanals Stein-Zeit nicht gefunden und habe, um das zu überprüfen, von verschiedenen Accounts nachgeschaut. Erst Stunden später wurde sie mir dort angezeigt.
YouTube wartet also nicht, bis ein Kanal mit vom westlichen Narrativ abweichenden Ansichten seine Arbeit einstellt, nachdem YouTube ihn finanziell abgewürgt hat, sondern versteckt die Sendungen schon ab und an zumindest zeitweise, damit die User das Gefühl haben, da käme kein Content mehr.
Das ist wieder der gleiche Trick: Die Zensur von YouTube wird getarnt. YouTube scheint Angst vor bösen Reaktionen der User, also der Kunden, zu haben. Also löscht YouTube populäre Kanäle nicht mehr, um keinen Unmut zu erzeugen, sondern versteckt ihre Videos stattdessen. Und es funktioniert. Die Tacheles-Sendungen haben immer ungefähr 50.000 Zuschauer gehabt, jetzt hat die aktuelle Sendung nach einer Woche nur etwas über 30.000 Klicks.
Ich schlage für dieses Vorgehen den Begriff „Zensur 2.0“ vor.
Hier nochmal der Link zur altuellen Tacheles-Sendung, falls auch Sie die Sendung in der Videoliste von Stein-Zeit nicht angezeigt bekommen.