Nato-Provokation

Nato-Kriegspropaganda: Angeblicher russischer Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze

Deutsche Medien überschlagen sich seit über einer Woche mit Meldungen, russische Truppen würden an der Grenze zur Ukraine aufmarschieren. Erstens ist das unwahr, wie die präsentierten Satellitenbilder beweisen, und zweitens wird der Aufmarsch von Nato-Truppen in der Ukraine verschwiegen.

Alles begann am 11. November mit einer Meldung von Politico, Russland sammle Truppen an der ukrainischen Grenze. Diese Bilder werden seitdem von den westlichen Medien als Beleg für die anegbliche russische Truppenkonzentration an der ukrainischen Grenze gezeigt. Das Problem dabei ist, dass Politico selbst schreibt, dass die Bilder die russische Stadt Jelna zeigen, die in der Nähe von Smolensk liegt. Das jedoch liegt nicht an der ukrainischen Grenze, sondern viel weiter nördlich nahe der weißrussischen Grenze. Von einem russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze kann also gar keine Rede sein.

Die von den USA inszenierte Medienkampagne

Die angeblich so neutralen westliche „Qualitätsmedien“ veröffentlichen Meldungen oft im Auftrag ihrer Regierung. Das ist nicht meine böse Verschwörungstheorie, das hat Bloomberg einst unfreiwillig aufgezeigt, als es russischen Prankstern gelungen ist, amerikanische Regierungsvertreter reinzulegen, die dann dafür gesorgt haben, dass Bloomberg einen Artikel veröffentlichte, der das gewollte Narrativ bestätigt hat. Als die Russen den Scherz öffentlich gemacht haben, hat Bloomberg den Artikel, den das US-Außenministerium frei erfunden und den Bloomberg freundlicherweise veröffentlicht hat, schnell umgeschrieben, die Details finden Sie hier.

Auch in diesem Falle scheint es so zu sein, dass Politico den angeblichen russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze im Auftrag der US-Regierung gemeldet hat, denn die meldet seitdem praktisch täglich angebliche russische Truppenbewegungen dort. Politico sollte diese Medienkampagne offensichtlich einleiten.

Der Witz an diesen angeblichen russischen Truppenbewegungen ist, dass sogar die Ukraine das tagelang abgestritten und gemeldet hat, es gäbe keine solchen russischen Truppenbewegungen an ihrer Grenze. Kiew brauchte fast eine Woche, bis es sich den US-Meldungen angeschlossen und ebenfalls russische gemeldet hat.

US-Truppen sind in der Ukraine

Dafür, dass die Medienkampagne von den US-Regierung inszeniert wurde, spricht auch, dass der US-Senator Mike Turner ebenfalls am 11. November, dem Tag der Politico-Meldung, bei Fox dafür getrommelt hat, die USA müssten die Ukraine vor einem angeblich bevorstehenden russischen Angriff beschützen und notfalls verteidigen. Dabei verplapperte er sich allerdings, und gab zu, dass die Lage genau umgekehrt ist: Er sagte, es seien bereits US-Soldaten in der Ukraine stationiert. Darüber hinaus meldete die amerikanische Botschaft in Kiew am 14. November, die USA hätten gerade 80 Tonnen Munition in die geliefert.

Großbritannien ist den USA sofort beigesprungen und hat ebenfalls am 14. November mitgeteilt, es stünden 600 Soldaten der Special Air Service (SAS) bereit, um im Falle eines russischen Angriffs in die Ukraine verlegt zu werden und der ukrainischen Armee zu helfen. Der ukrainische Botschafter in Berlin hat am 16. November gefordert, die EU solle sich auf einen Krieg mit Russland vorbereiten.

Obwohl die EU (angeblich) gar kein Militärbündnis ist, hat die Forderung des ukrainischen Botschafters offenbar Erfolg gehabt, denn auch die EU will Truppen in die Ukraine schicken. Schweden hat am 17. November ins Spiel gebracht, Soldaten aus EU-Ländern zu einer „Trainingsmission“ in die Ukraine zu entsenden. Die EU-Verteidigungsminister haben diese Pläne auch sofort auf einem Treffen besprochen und scheinen sie gut finden, denn über Widerstand gegen die schwedischen Pläne wurde nirgends berichtet.

Auch die Nato ist nicht untätig. Am 15. November hat Nato-Generalsekretär Stoltenberg eine „bedeutende und ungewöhnliche“ russische Truppenpräsenz an der Grenze zur Ukraine gemeldet. Einen Tag später zitierte der Spiegel Stoltenberg folgendermaßen:

„Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Moskau am Montag auf, »alle weiteren Provokationen oder aggressiven Handlungen« zu unterlassen. »Die Nato steht an der Seite der Ukraine«, so Stoltenberg.“

Wozu das alles?

Man fragt sich, warum die USA, die Nato und die EU es plötzlich so eilig haben, Truppen in die Ukraine zu schicken, beziehungsweise das schon getan haben. Das scheint einen sehr ernsten Hintergrund zu haben, wenn man sich die aktuellen Entwicklungen im Donbass anschaut. Dort eskaliert die derzeit Lage und wer sich für Details aus erster Hand interessiert, dem empfehle ich Telegram Kanal von Alina Lipp, einer deutschen Bekannten von mir, die russische Wurzeln hat und derzeit in Donezk ist, den Link zu ihrem Kanal finden Sie hier.

Die ukrainische Armee hat den Beschuss im Donbass in den letzten Wochen wieder deutlich verstärkt und dabei sogar zum ersten Mal eine türkische Kampfdrohne vom Typ Bayraktar eingesetzt, was sowohl gegen das Minsker Abkommen, als auch gegen das offiziell geltende Waffenstillstandsabkommen verstößt. Kritik aus dem Westen ist jedoch ausgeblieben. Kiew scheint mal wieder mit dem Gedanken zu spielen, die Frage des Donbass mit Gewalt zu lösen und wird dabei von seinen westlichen Schutzherren nicht zurückgepfiffen, was die radikal-nationalistischen Falken in der Ukraine als Signal verstehen dürften, sie hätten dafür die Unterstützung des Westens und der Nato.

Dazu passt auch das um den 10. November abgehaltene außerplanmäßige Nato-Flottenmanöver, das Kriegsschiffe der im Mittelmeer stationierten 6. US-Flotte zusammen mit Kriegsschiffen aus Rumänien, der Ukraine und Georgien vor der Küste der Krim abgehalten haben. Offensichtlich will man Kiew Signale der Unterstützung senden, während Kiew die Lage im Donbass eskaliert.

Ein massiver Angriff Kiews auf den Donbass wäre für Russland eine rote Linie und Russland hat bei der letzten Krise, als Kiew im April die Lage dort eskaliert hat, sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass Moskau in dem Falle militärisch eingreifen würde. Der stellvertretende Leiter der russischen Präsidialverwaltung sagte damals:

„Der Beginn von Feindseligkeiten ist der Anfang vom Ende der Ukraine. Das ist ein Schuss auf sich selbst, nicht ins Knie, sondern höher“

Nach diesen deutlichen Warnungen und einem spontanen russischen Großmanöver an der Grenze zur Ukraine als Reaktion auf die Provokationen aus Kiew, wurde das ukrainische Militär wohl vom Westen zurückgepfiffen und die Lage beruhigte sich wieder ein wenig, bis Kiew Ende Oktober erneut begann, die Lage zu eskalieren. In den USA scheint man nun die Idee zu haben, dass die Anwesenheit von Nato-Truppen Russland im Falle eines Kiewer Angriffs auf den Donbass davor abschrecken könnte, dem Donbass militärisch zu Hilfe zu kommen. Immerhin bestünde dann die Gefahr, dass Russland bei den Kämpfen Nato-Soldaten tötet.

Dieses Spiel mit dem Feuer ist deshalb so gefährlich, weil ich kaum glaube, dass Russland das daran hindern würde, dem Donbass gegen eine Kiewer Großoffensive zu Hilfe zu kommen. Die Ukraine ist kein Nato-Mitglied und wenn die Nato in einer so gefährlichen Situation Soldaten in die Ukraine schickt, dürfte man sich in Moskau denken: „Selbst schuld“

Der Grund ist leicht verständlich: Die Ukraine liegt an der russischen Grenze und die Vorgänge dort betreffen Russland ganz direkt, das gilt auch für einen zu erwartenden Flüchtlingsstrom aus dem Donbass im Falle eines heißen Krieges. Die USA würden sich bei einer Militäraktion in ihrem Hinterhof, sagen wir gegen Venezuela, kaum von der Anwesenheit einiger russischer Soldaten in dem Land abschrecken lassen. Das gilt auch für Russland, das eine Offensive gegen den Donbass als rote Linie ansieht und sich von einigen Nato-Soldaten in der Ukraine kaum von einem Eingreifen abhalten lassen würde.

Die Kriegspropaganda der deutschen Medien

Was die deutschen Medien derzeit machen, kann man nur als „Kriegspropaganda“ bezeichnen. Sie beschwören mal wieder die angebliche russische Gefahr und plappern brav alles nach, was die US-Regierung und die Nato über den angeblichen russischen Truppenaufmarsch behaupten. Dass dabei die Rede von Truppenbewegungen nahe Smolensk ist, also hunderte Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, erfährt der deutsche Medienkonsument nicht, er wird von den Medien also bewusst getäuscht, was per Definition Kriegspropaganda ist.

Auf der anderen Seite verschweigen die deutschen Medien alle Provokationen des Westens. Der deutsche Medienkonsument weiß nichts von der Verschärfung der Lage im Donbass, er wurde nicht über das provokative Flottenmanöver vor der Krim informiert. Und davon, dass schon US-Soldaten in der Ukraine stehen und dass Großbritannien schon eine Eingreiftruppe für die Ukraine bereithält, weiß der deutsche Medienkonsument auch nicht.

Die deutschen „Qualitätsmedien“ versuchen so, die deutsche Öffentlichkeit kriegsbereit zu machen, denn wenn es tatsächlich zu einer Kiewer Offensive gegen den Donbass kommen und Russland militärisch eingreifen sollte, dann können die von ihren Medien desinformierten Deutschen gar nicht anders, als Russland die Schuld zu geben. Das ist definitiv Kriegspropaganda.

Eine kleine Provokation der Nato würde schon ausreichen und es könnte zu einem Krieg kommen. Das ist nicht übertrieben, ich erinnere nur an die Provokation im Juni, als ein britisches Kriegsschiff die russischen Gewässer verletzt hat und die russische Marine sogar Warnschüsse auf das Nato-Schiff abgegeben hat. Die Provokation war geplant, denn die Briten hatten sogar Medienvertreter an Bord, die im Falle eines scharfen Beschusses durch die russische Marine sicher die gewollten Bilder und Berichte geliefert hätten, um eine Kriegsstimmung gegen Russland zu erzeugen.

Und dass Nato-Generalsekretär Stoltenberg laut über die Stationierung von US-Atomwaffen in Osteuropa nachdenkt, war den deutschen Medien auch keine Schlagzeilen wert, schließlich könnte der deutsche Medienkonsument ja auf die Idee kommen, dass die Russen sich nicht ganz grundlos von der Nato bedroht fühlen. Sollte Russland hingegen zum Beispiel wieder Atomwaffen auf Kuba stationieren, dürfte das Geschrei der westlichen Medien geradezu hysterisch ausfallen.

Wieder mal das Moskauer Spiegel-Büro

Ein besonders anschauliches Beispiel für Kriegspropaganda hat Christian Esch, der Chef des Moskauer Spiegel-Büros abgeliefert. Der Mann lebt in einer sehr eigenen Welt und fällt immer wieder dadurch auf, dass er Rassismus verharmlost. Beispiele dafür finden Sie hier und hier.

Auch zu der aktuellen Lage durfte Christian Esch sich nun äußern und der Spiegel hat einen Artikel mit der Überschrift „Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine – »Dies sind keine Routineübungen«“ von Esch veröffentlicht. In dem Artikel verliert Esch kein Wort über all die Provokationen der Nato und der USA, obwohl er in Moskau arbeitet, russisch spricht und natürlich neben den üblichen Nachrichtenagenturen (die über all das berichtet haben) auch die russischen Medien beobachtet. Er weiß also von all dem, auch wenn deutsche Medien nicht darüber berichten.

Esch zitiert stattdessen den US-Außenminister und er tut das so, als wäre er dessen Pressesprecher. Damit der Spiegel-Leser das Gefühl hat, neutrale Experten würden der US-Regierung beipflichten, schreibt Esch danach:

„»Dies sind keine Routineübungen«, twitterte der Militärexperte Michael Kofman. Es sei »schwer, sich eine unschuldige Erklärung für das Beobachtete auszudenken«.“

Wenn Christian Esch von „Experten“ spricht…

Ein „Militärexperte“, denkt sich der Spiegel-Leser, das muss ja ein ganz neutraler Fachmann und nicht etwa ein Vertreter der US-Regierung sein, sonst würde der Spiegel das ja kenntlich machen, schließlich ist der Spiegel ja ein kritisches und korrekt arbeitendes Nachrichtenmagazin. Das denken Spiegel-Leser jedenfalls.

Die Wahrheit sieht leider anders aus: Der Militärexperte Kofman wird nämlich von der US-Regierung bezahlt. Er ist Leiter der Russland-Abteilung des Center for Naval Analyses (CNA), über das sogar die deutsche Wikipedia schreibt:

„Das Center for Naval Analyses (CNA Corporation; CNA, deutsch: „Zentrum für Marineanalysen“), auch als das Naval Research Center bekannt, ist ein von der US-amerikanischen Regierung gefördertes Forschungs- und Entwicklungszentrum der US Navy und des US Marine Corps.“

Außerdem ist Kofman auch noch in leitender Funktion im „Transatlantischen Sicherheitsprogramm“ des Center for a New American Security (CNAS), dessen wichtigste Geldgeber das Pentagon und die US-Rüstungsindustrie sind. Geleitet wurde das CNAS unter anderem von Victoria Fuck-the-EU Nuland und wer sich den Vorstand des CNAS anschaut, der findet dort viele erklärte Falken der US-Politik und pensionierte Generäle und Admiräle.

Christian Esch teilt seinen Lesern aber nicht mit, wen er da als „Militärexperten“ zitiert, und dass dieser Experte von Think Tanks bezahlt wird, die wiederum vom Pentagon finanziert werden. Das braucht der Spiegel-Leser nicht zu wissen.

Das hat System bei Herrn Esch, wie wir erst kürzlich erleben durften, als er im Zuge der Energiekrise einen angeblichen Energieexperten zitiert hat, der erklärt hat:

„Gazprom sagt, im Winter werdet ihr frieren“

Dass dieser „Energieexperte“ sich eine „Energieagentur“ gegründet hat, um sich als „Energieexperte“ bezeichnen zu können, und dass diese Energieagentur praktisch keinen Umsatz macht, sondern der „Energieexperte“ davon lebt, in westlichen Medien anti-russische Stimmung zu machen, hat Esch seinen Lesern auch nicht erzählt. Ich habe darüber ausführlich berichtet, den Artikel finden Sie hier.

Wenn Christian Esch einen Artikel schreibt, dann weiß ich sofort, dass ich wieder Arbeit habe. Der Mann ist ein anti-russischer Propagandist derart erster Güte, dass der deutsche Minister Dr. G., der mit dem Klumpfuß, wirklich stolz auf ihn gewesen wäre, zumal Esch ja auch immer wieder Rassismus verharmlost. Herr Esch scheint traditionsbewusst zu sein, nur dass er sich leider an die schlechtesten deutschen Traditionen hält.


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

13 Antworten

  1. Was Russland auf seinem Territorium anstellt – geht diesen wertlosen westen mal so gleich gar nix an… – ist schließlich ein souveräner Staat und keine yankee-Provinz… (auch wenn diese sich das sooooo gerne wünschen…) – Punkt – Ende – Aus.

    Aber es wird provoziert und gezündelt ohne Unterlass – auf daß Russland einen Fehler begehen werde, damit der lang-lang ersehnte Krieg endlich losgehen kann – Irrtum – da könnt ihr lange warten…

  2. „… und sich von einigen Nato-Soldaten in der Ukraine kaum von einem Eingreifen abhalten lassen würde.“

    Die 600 Briten werden das sicher ändern, schließlich hat Russland laut Wikipedia nur 1.014.000 aktive Soldaten und 2 Millionen Reservisten. Die 46,5 Millionen wehrfähige Bevölkerung spielt da kaum noch eine Rolle. Die Briten werden das Ding schon schaukeln. 😛

    1. Sehn Sie, das russische Verteidigungsministerium hat offenbar „halb offiziell“ durchsickern lassen, was geschehen könnte:

      _____://sev.tv/news/56515.html?utm_source=yxnews&utm_medium=desktop

      „СМИ: Минобороны готово уничтожить ВСУ за 50 минут
      2021.11.18 18:44:09

      В случае нападения Украины на Россию Черноморский флот РФ проведет полную нейтрализацию вооруженных сил противника. Это займет от 50 минут до 10 часов. Удары будут нанесены силами флота и авиации.
      …“

      geDeepLt:

      „Medien: Verteidigungsministerium bereit, AFU [Ukrainische reguläre Armee] in 50 Minuten zu vernichten
      2021.11.18 18:44:09

      Im Falle eines Angriffs der Ukraine auf Russland wird die russische Schwarzmeerflotte eine vollständige Neutralisierung der gegnerischen Streitkräfte durchführen. Sie dauert zwischen 50 Minuten und 10 Stunden. Die Angriffe werden von der Marine und den Luftstreitkräften durchgeführt.
      …“

      Das ist nur eine Quelle, die Nachricht ist in verschiedenen russischen Medien überall im Wesentlichen gleichlautend.

      50 min bis 10 Stunden!

      Nun kann ich nicht sagen, ob das zeitlich paßt, aber vielleicht wollte die Ukraine ziemlich genau deshalb – wegen dieser „Nachricht“ – an ihrer Grenze nicht vorhandene „russische Truppenkonzentrationen“ zunächst auch nicht sehen…bis sie dann „beraten“ wurde…

      Das ganze dürfte in Verbindung mit der Veröffentlichung der Diplomatischen Korrespondenz zum Donbaß-Problem eine Art konzertierte Aktion sein – und da sollte man sich schon Sorgen machen…nicht primär um Rußland.

      Und weil ich meinte, den oben erwähnten Namen Kofman bei Martjanow jüngst gelesen zu haben, suchte ich dort … und jetzt habe ich ein Problem, nämlich das des Menschen eigene Mitteilungsbedürfnis, also auch das meinige, irgendwie einzuhegen.
      (Ich hätte ja nicht übel Lust, hier einiges hinein zu DeepLn, gehe aber davon aus, das ich für die zu erwartende Kenntnis des Englischen nicht der Maßstab bin.)

      1.
      Zunächst mal etwas aus dem Jahre 2018:

      _____://smoothiex12.blogspot.com/2018/11/why-west-is-lost-in-cold-war.html

      „Why The West Is Lost (In The Cold War).“
      – Warum der Westen verloren ist (im Kalten Krieg). –

      2.
      Dann haben wir etwas zum BIP von 2019

      _____://smoothiex12.blogspot.com/2019/12/on-gdp-yet-again.html

      „On The GDP, Yet Again.“
      – Zum BIP, wieder einmal. –

      Und nebenbei, das „BIP“ war mir immer suspekt, wenn man bedenkt, daß da bei den westlichen Industriestaaten nur 20-30% sog. Realwirtschaft enthalten sind, und der übrige „Dienstleistungssektor“ das ganze Spektrum von so etwas wie „Helene Fischer“ bis „BlackRock“ erfaßt, darin enthalten z.B. auch Anwälte und Steuerberater sowie diese Unzahl von Firmen, die im deutschen Sprachraum so gern „Consult“ oder „Consulting“ in der Firmenbezeichnung führen… und natürlich die Medien, die Unterhaltungsindustrie, in ihrer geradezu unendlichen „Vielfalt“ (nicht unbedingt inhaltlich) – aber auch – das sollten wir nicht vergessen – der Staat mit seinen öffentlichen Dienstleistungen (Polizei, Justiz, Verwaltung, e.t.c..

      3.
      Und zum Schluß das Jüngste von Okt. 2021:

      _____://smoothiex12.blogspot.com/2021/10/becoming-estonians.html

      „Becoming Estonians.“
      – „Esten werden.“ –

        1. Gerade seit ewigen Zeiten wieder mal Phönix gesehen – nur ein paar Minuten, danach die Eigenwerbung:

          Zuerst „USA“, (Amerika-Saga und so) – alles in allem diese typische kritische Verherrlichung „Bleibt Schwerpunkt bei Phönix“.

          Unmittelbar darauf folgend – „Russland“… und das muß man gesehen haben!! Das kannst du nicht beschreiben!

  3. Politico ist Springerpresse und das auch erst nachdem KKR sich bei Springer breit eingekauft hat.
    Politico ist für 2 Bereiche zuständig. die dreckig schmierige Wäsche von Weißen Haus und Kongress. Der andere Bereich ist sozusagen „Insiderinformationshandel“ aus den Hinterzimmern der Politik.
    Also eine Art „Qualitätsbildzeitung“.
    Über den europäischen Ableger kann man hier lesen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Politico_(Europa)

    Dieses europäische Blatt erblickte im selben Jahr das Licht der Medienwelt in dem auch die Propaganda Maschine und fake news Verbreiter „integrity initiative“ geboren wurde.

    Das Blatt ist also tief gesunken wenn es schon fake news verbreiten muss.

    Woraus wird die Behauptung des Truppenaufmarsches denn überhaupt gespeist?

    Von hier?

    https://russia.liveuamap.com/en/2021/8-november-sentinel1-sarimagery-of-the-garrison-belonging

    „Sentinel-1 SAR-Aufnahmen der Garnison, die zu Elementen der 3rd MRD/20th CAA in Boguchar bei 1504z heute 8. November gehört. Aufgrund der geringeren Dichte in den Fuhrparks ist es wahrscheinlich, dass einige der hier stationierten Einheiten die Garnison seit dem 2. November verlassen haben.“

    Jetzt mal ehrlich, was glauben die NATO Schranzen mit ihrem Lametta macht Russland wenn Polen und die Ukraine Panzer in Richtung Russland und dem Verbündeten bringt? Das nennt man – Grenzsicherung –
    Und das darf Russland tun.

  4. Mir etwas unverständlich, wieso der Autor das wohl wichtigste Ereignis in Sachen BÜrgerkrieg in der Ukraine / Minsk2 und den Stil der neuen Herangehensweise des russischen Aussenministeriums völlig (bisher) nicht beachtete. (Vielleicht sogar aufgrund der Anspannung übersah)

    Eigentlich undenkbar, dass Lawrow (wahrscheinlich in Abstimmung mit Putin ) Diplomatische Dokumente veröffentlicht. Und hier tut er es nicht in Auszügen, sondern Komplett. Insbesonders zu beachten für die Deutschen, Seite 10 und 11 (von 28 ) indem der deutsche Aussenkasper tatsächlich offen und frei sagt, dass Deutschland den DIREKTEN Dialog zwischen Kiew und Donezk/Lugansk NICHT fördern wird.

    https://www.mid.ru/documents/10180/4944950/%D0%B4%D0%B8%D0%BF%D0%BB%D0%BE%D0%BC%D0%B0%D1%82%D0%B8%D1%87%D0%B5%D1%81%D0%BA%D0%B0%D1%8F+%D0%BF%D0%B5%D1%80%D0%B5%D0%BF%D0%B8%D1%81%D0%BA%D0%B0.pdf/795480b9-c3da-4498-88c8-f0a723c62c6f?fbclid=IwAR2ow2vcasSj4NdFh0UMpz_qXNY8GEDywlw35LjZRcTsNrulNWuadhEMxZQ

    Für die Russen ist „Schluss mit Lustig“ Zwar viel zu spät, doch eben noch nicht zu spät.

    .

  5. „Und dass Nato-Generalsekretär Stoltenberg laut über die Stationierung von US-Atomwaffen in Osteuropa nachdenkt, war den deutschen Medien auch keine Schlagzeilen wert, schließlich könnte der deutsche Medienkonsument ja auf die Idee kommen, dass die Russen sich nicht ganz grundlos von der Nato bedroht fühlen.“

    Also unser lokales Käseblatt, die Goslarsche Zeitung, welche mit der Funke-Mediengruppe verbandelt ist (übernimmt von dort Artikel zu nationaler und internationaler Politik und Kultur), brachte gestern einen Artikel zu Stoltenberg-Äußerungen anläßlich seines kürzlich stattgefundenen Berlin-Besuches (19.11.21). Demnach ist Stoltenberg offensichtlich schon besser über den Stand der Ampelverhandlungen informiert, als Politiker, Medien und Wahlvolk in Deutschland. Denn er warnte die potentielle Ampelregierung, vor allem SPD und Grüne, aus „der nuklearen Teilhabe Deutschlands auszusteigen – also der Lagerung von US-Atomwaffen in der Eifel, die im Ernstfall von deutschen Kampf-flugzeugen abgeworfen würden. Diese nukleare Teilhabe sei ‚unsere ulti-mative Sicherheitsgarantie‘ und für Deutschland und Europa der Platz am Tisch, an dem Entscheidungen fielen, sagte Stoltenberg. Wenn Deutschland davon abrücke, könnten andere NATO-Staaten dem folgen. DIE ATOMBOMBEN WÜRDEN DANN ABER WOHL NACH OSTEUROPA VERLAGERT.“ (Großschreibung wurde von mir vorgenommen)

    1. Genau so sieht es aus. Allein die Tatsache, das die ukrainischen Antonow Werke sich als Frachtunternehmen für die NATO bezeichnen, die Mio Munitionslieferung, sowie die Kooperation/Training der Ukraine/Türkei in Sachen bewaffneter Drohnen und ihr Einsatz zeigen klar auf, das die NATO ganz offen ein Nichtmitglied nicht nur Waffen liefert sondern die nach eigener Aussage von Korruption zerfressende Gesellschaft hochrüstet. Das Schweigen der EU zu diesen Vorgängen sowie die unverhohlene Einmischung in die aktuelle Regierungsbildung bei uns machen jedem deutlich wie moralisch verkommen diese Gebilde inzwischen sind.

      Wie aber lief es mit dem Vertrag des Verbots und der Nichtverbreitung von Atomwaffen? Hat Deutschland diesen Vertrag unterzeichnet? Wenn ich mich nicht irre hat Deutschland nicht mehr? unterschrieben. Die alte Regierung sorgte mit der Nicht Unterzeichnung dafür, das die neue Regierung überhaupt diese Option des “ raus mit euren Atomwaffen“ hat. Weg bei uns und rein in unmittelbarer Grenznähe zu Russland. Ein atomares Kuckucksei sozusagen.

  6. Dass der Allerwertesten-Westen Russland vernichten möchte, ist klar,aber….
    Wie wollen die Verbrecher ihre Bevölkerung kriegsbereit machen, wenn sie diese durch die Massenpimpung töten oder krank machen?
    Eine Ertüchtigung zum Angriff sehe ich dadurch nicht, es sei denn, man mag gleich ohne Vorgeplänkel in’s computergesteuerte Endgame eintreten.
    Dazu ist es aber unerheblich,wer wen wohin bewegt, oder wer wieviel wovon,an wen liefert.
    Merke, der Mann mit dem Koffer steht gleich nebenan.
    USA,NATO,EU, führen doch einen Zweifrontenkrieg, wer im Plandemie-gestressten Westen könnte denn noch zusätzlich einen konventionellen Krieg kämpfen?
    Zudem, wer kann ausreichend Booster an die Front schaffen?
    Dürfen Ungepimpte überhaupt, das Elter 1(2)land vorwärtsverteidigen?

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