Enttarnte US-Geheimarmee

Neue Details über die US-Geheimarmee des Pentagon

Am 17. Mai hat Newsweek über die Existenz einer geheimen US-Armee des Pentagon mit über 60.000 Soldaten berichtet. Die westlichen "Qualitätsmedien" haben die Meldung bis heute nicht aufgegriffen, in Russland sind die Medien neugieriger.

Der Anti-Spiegel hat am 18. Mai über die Recherchen des US-Magazins Newsweek berichtet, das die Existenz einer streng geheimen US-Geheimarmee aufgedeckt hat. Dem Bericht von Newsweek wurde nicht widersprochen, man darf ihn also für authentisch halten. Stattdessen wird das Thema in westlichen Themen totgeschwiegen, dabei ist es ein Verstoß gegen ungezählte Gesetze, wenn sich das Pentagon eine Geheimarmee aufbaut, die keinerlei demokratischer Kontrolle der US-Parlamente unterliegt, ja von deren Existenz die US-Parlamente nicht einmal wissen.

Ich habe die Meldung über den Newsweek-Artikel bei der russischen Nachrichtenagentur TASS gefunden und den Artikel von Newsweek nur überflogen, um zu überprüfen, ob die TASS korrekt berichtet hat. Da ich zu dem Zeitpunkt mit einer anderen Recherche beschäftigt war, habe ich mich darauf beschränkt die TASS-Meldung zu übersetzen. Meinen Artikel finden Sie hier, den Artikel von Newsweek finden Sie hier.

Ich empfehle jedem, den Newsweek-Artikel zu lesen, denn die von mir übersetzte Zusammenfassung der TASS war zwar korrekt, aber die Meldung der TASS war nur oberflächlich. Der Newsweek-Artikel ist haarsträubend.

Das russische Fernsehen hat das Thema am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ aufgenommen und ebenfalls korrekt über den Newsweek-Artikel berichtet. Und die Russen haben dazu eine ganze Reihe kritischer Fragen gestellt. Natürlich habe ich den Beitrag russischen Fernsehens übersetzt.

Bevor wir zu der Übersetzung kommen, muss ich noch etwas anmerken. In der Sendung wird die Frage gestellt, warum in den USA in den letzten Jahren so viele „Regimekritiker“, wie sie in dem Beitrag genannt werden, ermordet wurden oder unter so seltsamen Umständen Selbstmord begangen haben. Diese in der Sendung genannten Fälle waren mir gar nicht bekannt und ich habe über jeden einzelnen recherchiert. Ergebnis: Alles, was in dem russischen Beitrag gesagt wird, entspricht der Wahrheit und ist in US-Quellen zu finden. Das russische Fernsehen nennt übrigens explizit auch zwei „Kritiker der offiziellen Geschichte von 9/11“ beim Namen, die unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sind. Auch diese Geschichten sind so passiert, wie das russische Fernsehen berichtet.

Es liegt also alles offen zu Tage: Ungeklärte Todesfälle von Kritikern der US-Regierung, eine von niemandem kontrollierte US-Geheimarmee mit Fähigkeiten, die an Science Fiction erinnern und durchaus mögliche Zusammenhänge zwischen beidem. Aber weder die Medien in der USA und erst recht nicht die deutschen „Qualitätsmedien“ haben das Thema aufgegriffen und auch nur über die Existenz der US-Geheimarmee berichtet. Dass man von deutschen „Qualitätsmedien“ keine kritischen Fragen erwarten darf, ist bekannt, aber wie dreist sie wichtige Meldungen komplett verschweigen, verwundert mich immer wieder.

Wieder einmal frage ich mich, warum ich russische Medien brauche, wenn ich erfahren möchte, was im Westen vor sich geht.

Kommen wir nun zu dem Beitrag des russischen Fernsehens über die US-Geheimarmee.

Beginn der Übersetzung:

Einzelheiten über die US-Geheimarmee

In der neuesten Ausgabe des US-Magazins Newsweek wurde eine sensationelle Recherche über eine US-Geheimarmee veröffentlicht. Es handelt sich um eine parallele bewaffnete Formation von 60.000 Kämpfern, die nirgendwo aufgeführt ist. Ihre Finanzierung wird nicht geprüft. Ihre Aufgaben sind nicht öffentlich. Die Verluste dieser Geheimarmee werden nirgendwo aufgezeichnet. Der Kongress hat nie eine Anhörung über die Geheimarmee abgehalten. Und die Männer und Frauen, die darin Dienst tun, arbeiten unter falschen Identitäten, fahren mit Führerscheinen nicht existierender Menschen in Autos mit gefälschten Nummernschildern. Zur Tarnung werden virtuelle falsche Social-Media-Profile mit falschen Freunden, falsche Kredithistorien bei Banken, falschen Steuerunterlagen und falschen Krankengeschichten bei Kliniken erstellt.

Natürlich ist das Budget dieser geheimen US-Armee streng geheim, aber in zwei Jahren akribischer Recherchen, Hunderten von Interviews, dem Zusammentragen von Leaks und „undichten Stellen“ wurden einige Zahlen präsentiert. Allein 130 private Unternehmen sowie Dutzende von wenig bekannten und geheimen Regierungsstellen arbeiten getarnt für die geheime die US-Armee. Die Höhe ihrer Geheimverträge schätzt Newsweek auf 900 Millionen Dollar pro Jahr. Das ist nur für Programme zur sogenannten „Verringerung der Sichtbarkeit“ der US-Geheimarmee. Es ist klar, dass der wichtigste Teil dieser Arbeit zur Erschaffung paralleler Leben im Cyberspace erledigt wird. Aber auch die guten altmodischen Methoden, die darauf abzielen, Menschen im wirklichen Leben unkenntlich zu machen, wie zum Beispiel bei der Passkontrolle an der Grenze, bleiben entscheidend. Und so beschreibt Newsweek die Fähigkeiten einer kleinen Firma in North Carolina: „Diese unscheinbare Firma kann jedes Objekt oder jede Person verwandeln, wie es in Hollywood getan wird. Das unscheinbare Unternehmen hat ein „Silikongesichtsgerät“, das das Aussehen eines Menschen perfekt verändern kann. Experten dieser Firma können einen Menschen altern lassen, das Geschlecht verändern und „das Körpergewicht erhöhen“, wie es in einem Geheimvertrag heißt. Sie sind auch in der Lage, Fingerabdrücke mit einem Silikonhandschuh zu verändern, der so gut über die echte Hand passt, dass er unsichtbar ist. Er enthält veränderte Fingerabdrücke und sogar Fett, das in echter Haut vorhanden ist. Auf die Frage, wie effektiv ein solches Gerät ist, sagte eine von der Firma geschulte Quelle lachend: „Wenn ich Ihnen das sage, muss ich Sie umbringen.“

Ja, das alles ist so. Doch da sich das Leben und der Kampf immer mehr in die virtuelle Realität des Internets verlagert haben, kämpft die US-Geheimarmee auch immer mehr dort.

„Da ist eine Kampftruppe von Cyberkriegern und Nachrichtensammlern, die online unter falschen Identitäten operieren. Sie verwenden Techniken der ‚absichtlichen Verschleierung des wahren Autors‘ oder der ‚falschen Zuschreibung‘, wobei die Schuld für die eine oder andere ihrer Handlungen absichtlich einer anderen Person zugeschoben wird, und sie beteiligen sich an Kampagnen zur Manipulation und Beeinflussung sozialer Medien“, stellt Newsweek fest.

Das Ziel ist es, „absichtlich einer anderen Person die Schuld für eine Handlung zu geben“ und dabei „soziale Medien zu manipulieren und zu beeinflussen.“ Kombiniert man all dies mit den undurchsichtigen Fällen der „Vergiftung“ der Skripals und den absurden Anschuldigungen, Russland habe tschechische Waffenlager gesprengt, wird klar, wie solche Fälle fabriziert werden und wie die öffentliche Meinung gegen Russland geformt wird, um nachfolgende Sanktionen, die Ausweisung von Diplomaten und die Rechtfertigung jeglicher russlandfeindlicher Schritte zu rechtfertigen, bis hin zur Idee der brüderlichen Teilung unserer Arktis und sogar Russlands selbst.

In jedem Fall beweist die Untersuchung von William Arkin in Newsweek, dass die Vereinigten Staaten bewusst und entschieden von den Kanons der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit abweichen, sowohl in internationalen Angelegenheiten als auch zu Hause. Und um niemandem etwas zu erklären, wurde ein geheimes Herrschaftsinstrument geschaffen, dessen Methoden alles umfassen und keine Grenzen haben: von der Täuschung der Öffentlichkeit über vorsätzliche Sabotage bis hin zum Mord ohne Prozess. Und für sie gelten keine internationalen Konventionen und Vereinbarungen, ebenso wenig wie die US-Gesetze im Inneren. Die Geheimarmee der USA operiert mit dem Recht zu töten im Inland. In diesem Fall sind die Ermittler hilflos. Die Möglichkeiten des US-Geheimdienstes, die Ermittler auf eine falsche Fährte zu schicken, sind grenzenlos.

Die Kolumnistin Victoria Nikiforova von RIA-Novosti zitiert eine Liste der Journalisten, politischen Aktivisten und unerwünschten Wissenschaftler, die in den USA auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind: „Letzten Sommer wurde der politische Aktivist Bernell Tramell, ein schwarzer Trump-Anhänger, in Milwaukee erschossen. Die Mörder wurden nie gefunden. Einen Monat später tötete ein Mitglied der Antifa einen Trump-Anhänger bei einer Kundgebung in Portland. Ein weiterer Trump-Anhänger, Christopher Stanton Georgia, beging aus unbekannten Gründen Selbstmord. Anfang Juni letzten Jahres erhängte sich die 39-jährige Journalistin Jas Waters. Eine Woche später wurde der Chef-Militäranalyst der CIA, Anthony Schinella, 52, erschossen aufgefunden. Im Jahr 2018 beging der weltberühmte Physiker, Stanford-Professor, Innovator und Multimillionär Shoucheng Zhang in den USA plötzlich Selbstmord. Eineinhalb Jahre später wurde der renommierte Virologe Bing Liu in Pittsburgh erschossen. Mitten in der Pandemie arbeitete er an vorderster Front der Wissenschaft und untersuchte den Mechanismus des Coronavirus. Sein Mörder verschwand und beging offenbar Selbstmord. Der Öffentlichkeit wird schnell erzählt, dass Bing Liu von einem eifersüchtigen Liebhaber getötet wurde. Überzeugend, kein Zweifel. So sind sie, die Chinesen.“

Die Liste ist nicht vollständig: „Einer der wichtigsten Kritiker der offiziellen Geschichte von 9/11, der Journalist Michael Rupert, beging 2014 Selbstmord. Zwei Jahre später brachte sich ein anderer Regimekritiker, der Journalist Victor Thorn, auf dieselbe mysteriöse Weise um“, stellt Nikiforova fest. (Anm. d. Übers.: Auch Thorn war ein Kritiker der offiziellen 9/11-Geschichte und der Clintons. Überhaupt lohnt es sich für jeden Interessierten, ein bisschen in den Biografien der genannten Personen zu forschen, ich fand das sehr interessant)

Interessanterweise hat die scheinbar sensationelle Untersuchung in Newsweek kein großes Interesse innerhalb der USA oder ein Echo in der ausländischen Presse hervorgerufen. Und warum, glauben Sie, ist das so? Ich habe eine Erklärung: Jeder ist an die Doppelzüngigkeit des amerikanischen Systems gewöhnt, zu Hause und im Ausland. Und es ist schwer, noch von etwas überrascht zu werden. Das ist das erste und wichtigste. Zweitens sind Manipulationen in den Medien und sozialen Netzwerken in den USA so üblich, dass es für die Geheimarmee normale Routine ist, das eine vorzuführen, um es lesbar und diskutierbar zu machen, und das andere zu verbergen, um ein Thema zu unterdrücken. Sich selbst versteckt die Geheimarmee.

Ein weiteres Beispiel aus der gleichen Reihe ist Afghanistan, wo der US-Militäreinsatz 20 Jahre lang dauerte. Niemand spricht über die Tatsache, dass die Amerikaner, die Afghanistan verlassen, buchstäblich Ruinen zurücklassen. Wir haben schon oft darüber gesprochen und werden noch öfters auf dieses Thema zurückkommen. Aber Amerika schweigt dazu.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

6 Antworten

  1. Es ist schon schlimm genug, dass in den USA, dem Reich des Bösen, die eigenen Dissidenten „geselbstmordet“ werden. Aber dass sie das gleiche auch in Europa, Asien und Afrika tun, zeugt davon, welche Gefahr die USA für die Welt darstellen. Besonders in Europa toben sich die US-Geheimdienste aus; es gilt de facto US-Recht in der Europäischen Union. Julian Assange wird immer noch wie ein Schwerverbrecher in Isolationshaft gehalten und sogar gefoltert, erst kürzlich wurde Craig Murray verhaftet, Chelsea Manning wird weiterhin schikaniert. Nur Edward Snowden konnte sich rechtzeitig nach Russland retten.

    1. Schöne Parallelen zu dem angeblichen Anthraxattentäter vom 11 September Bruce Edwards Ivins, der auch plötzlich das Zeitliche segnete – freiwillig selbstverständlich.

      Interessant dazu ist der Beitrag von Paul Schreyer: Pandemie-Planspiele – Vorbereitung einer neuen Ära?
      Link: https://www.youtube.com/watch?v=SSnJhHOU_28

      Da erwähnt Schreyer unter anderem die Merkwürdigkeiten um den Anthraxanschlag und zieht Parallelen zu der Gegenwart.

      1. Ich danke Ihnen für den Hinweis!
        Paul Schreyer ist einer der besten (Investigativ-)Journalisten, die wir derzeit in Deutschland haben. Möge er uns noch lange erhalten bleiben und von ernstzunehmenden Schmierkampagnen verschont bleiben (Wikipedia dürften jedem von uns klar sein – ist eine Hetz- und Desinformationsplattform).
        Der Tiefe Staat, der im wesentlichen durch Big Tech, Big Pharma und der Rüstungsindustrie konstituiert ist, hat unzählige Menschen auf dem Gewissen

  2. Das Ziel ist es, „absichtlich einer anderen Person die Schuld für eine Handlung zu geben“ und dabei „soziale Medien zu manipulieren und zu beeinflussen.“

    Das erinnert mich aber ziemlich an Anis Amri und den merkwürdigen Aussagen von Amri gegenüber Bekannten wo er schrieb, dass man ihm etwas anhängen möchte was er nicht getan hat und er Hilfe braucht.

    Für diese Art der False Flag gibt es unter Geheimdienstkreisen einen besonderen Begriff den ich mal vor einigen Jahrzehnten gehört habe. Fällt mir aktuell nicht ein. Heute macht man das mithilfe des Internets und sozialen Medien. Damals und vor allem im Kalten Krieg hat man das mithilfe der klassischen Medien gemacht. Oft benutzen die Geheimdienste die Daten von Menschen, die eine schwierige Vergangenheit haben oder in einer psychischen Notlage waren oder sind um deren Glaubwürdigkeit bei der Verteidigung infrage zu stellen.
    Wer glaubt denn schon einem Menschen, der z.B. ein Flüchtling ist? Oder einem Menschen, der wegen Suchterkrankungen in Behandlung war oder ist und diese der Polizei erzählen, dass man von anderen “Fremden“ regelrecht gelenkt wurde etwas zu machen oder irgendwo hinzugehen, das dann als Indiz für eine Beteiligung wie z.B. Anschlag gelten könnte?
    Das ist ja so als ob Sarah Connor den ungläubigen Polizisten erzählte, dass eine Maschine aus der Zukunft einen umbringen wollte.

    Auch möchte ich an den Fall erinnern als Mossadagenten mit unter anderem gefälschten deutschen Pässen (zu existierenden Einwohnern in Deutschland) Auftragsmorde im arabischen Raum durchführten.

  3. Da kann einem Angst und Bange werden…

    Ein weiterer Grund nicht jeder auch noch so seriösen „Quelle“ gedankenlos hinterher zu rennen – man muss sich tatsächlich wohl wieder auf sein Bauchgefühl und seiner Intuition zu hören lernen.

    Beobachten und lernen!

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