Ukraine

Selensky baut Diktatur in der Ukraine aus und der Spiegel bestätigt Berichte des Anti-Spiegel

Eigentlich ist es keine große Meldung, dass Selensky wieder einen Gegner kalt gestellt hat. Aber wenn der Spiegel mal wieder in einem Nebensatz bestätigt, was Anti-Spiegel-Leser seit einem halben Jahr wissen, wird es interessant.

Ich berichte seit Monaten, dass der (bisher) von den westlichen Medien gefeierte ukrainische Präsident Selensky in der Ukraine de facto eine Diktatur aufbaut. Die parlamentarische Opposition wird mit dem Geheimdienst bekämpft und immer neue Gesetze, die in diesem Jahr erlassen wurden, festigen den Aufbau der Diktatur, der im Grunde praktisch abgeschlossen ist.

In „Qualitätsmedien“ wie dem Spiegel klang das immer ganz anders und Christian Esch, der Chef des Moskauer Spiegel-Büros, hat sogar das neue ukrainische Rassengesetz verteidigt, das die Bürger der Ukraine nach rassischen (oder wie man heute sagt „ethnischen“) Kriterien in drei Kategorien mit unterschiedlichen Rechten einteilt.

Das Bild der Ukraine in deutschen Medien

Die aktuelle Meldung ist für deutsche Leser eigentlich uninteressant, oder wissen Sie, wie der Präsident des ukrainischen Parlaments heißt? Den hat Selensky nun kalt gestellt und aus irgendeinem Grund war dem Spiegel das eine Meldung wert. Das ist seltsam, weil der Spiegel und andere deutsche „Qualitätsmedien“ ansonsten kaum aus der Ukraine und erst recht nicht über die ukrainische Innenpolitik berichten.

Die deutschen Medien schaffen für ihre Leser ein Bild über die Ukraine, das mit der Wahrheit nicht viel zu tun hat. Die Ukraine, so denkt der durchschnittliche Konsument der „Qualitätsmedien“, ist armes Land, das nur deshalb arm ist, weil das böse Russland es seit dem Maidan und der sogenannten „Annexion“ der Krim bedroht und mit Krieg überzieht. Von den nationalfaschistischen Tönen, die die ukrainische Regierung seit dem Maidan von sich gibt und von den neuen Gesetzen, die denen der Nazis von 1935 in kaum noch etwas nachstehen, erfährt der durchschnittliche Deutsche nichts.

Deutsche Medienkonsumenten erfahren auch nicht, dass die OSZE Kiew – und nicht etwa die bösen „pro-russischen“ Rebellen – beschuldigt, für 3/4 der zivilen Opfer des Krieges im Donbass verantwortlich zu sein. Und natürlich erfahren deutsche Leser auch nichts davon, dass der Hohe Kommissar der UNO für Menschenrechte jedes Jahr zwei Berichte veröffentlicht, in denen jedes Mal die Lage der Menschenrechte in der von Kiew kontrollierten Ukraine weit heftiger kritisiert wird, als die Lage im Donbass oder gar auf der Krim. Und dass Kiew (und nicht etwa Russland) das Minsker Abkommen seit seiner Unterzeichnung vor sechs Jahren nicht nur in allen Punkten bricht, sondern nun sogar ganz offen verkündet, man habe gar nicht vor, das Abkommen umzusetzen, das muss in Deutschland ja auch niemand wissen. Die Liste ließe sich fortsetzen.

All das würde nicht in das Bild passen, dass deutsche Leser von der Ukraine seit dem Maidan haben sollen, denn sonst müssten sich die Politiker in Deutschland und der EU wahrscheinlich allzu lästige Fragen danach anhören, warum die EU und Deutschland ein solches Regime politisch und finanziell unterstützen.

Der Ausbau der ukrainischen Diktatur

Da die deutschen Medien diese Dinge seit Jahren verschweigen, ist es umso überraschender, dass nun plötzlich vereinzelt darüber berichtet wird. Natürlich wird nicht deutlich berichtet und die Konsumenten der deutschen „Qualitätsmedien“ bekommen keine Zusammenhänge aufgezeigt, aber alleine die Tatsache, dass nun in Nebensätzen Dinge zu finden sind, die früher undenkbar waren, lässt aufhorchen.

Am 23. September habe ich mich schon in einem Artikel darüber gewundert, dass der Spiegel zum ersten Mal angedeutet hat, dass der bisher als Demokrat dargestellte ukrainische Präsident Selensky ein Oligarchengesetz erlassen hat, über das man im Spiegel lesen konnte:

„Kritiker von Staatschef Selenskyj befürchten, dass er es einsetzen könnte, um seine eigene Macht zu sichern“

Das sagen nicht nur Kritiker, das ist objektiv so, denn in dem Gesetz sind keine objektiven Kriterien festgelegt, wer als Oligarch eingestuft wird. Darüber können Selensky und seine Leute nach Lust und Laune selbst entscheiden. Da das Gesetz Menschen, die Selensky nun willkürlich als Oligarchen einstufen kann, verbietet, politische Kräfte zu unterstützen, kann Selensky das Gesetz nutzen, um seine politischen Gegnern von der Finanzierung abzuschneiden.

Und da man bereits gesehen hat, wie Selensky den Oppositionsführer und auch die letzten kritischen Medien an allen Gesetzen vorbei ausgeschaltet hat, gibt es keine Zweifel daran, dass Selensky das Gesetz entsprechend einsetzen wird. Dazu kommen wir gleich noch.

Dreht sich der mediale Wind?

Selensky hat es sich in der Ukraine mit allen politischen Kräften verdorben, was aber wichtiger ist, er hat den US-Präsidenten Joe Biden persönlich verärgert.

Indem Selensky es sich mit den Oligarchen im Land verscherzt hat, hat er sich selbst vom Geld abgeschnitten. In seiner Verzweiflung hat er dann im April 2021 versucht, Zugriff auf die Gelder des staatlichen ukrainischen Gasversorgers Naftogas zu bekommen. Dazu musste er dessen Chef feuern, der jedoch unter dem persönlichen Schutz von US-Präsident Biden steht. Damit hat Selensky es sich wiederum endgültig mit US-Präsident Biden verscherzt.

Diese verrückt klingende Geschichte ist tatsächlich wahr. Als Selensky Ende April die Kündigung des Naftogas-Chefs verkündete, antwortete der US-Außenminister mit der Ankündigung, umgehend nach Kiew reisen zu müssen. Dort hat er dann klargestellt, wer der Herr im Hause Kiew ist. Die Details dieser verrückten (aber wahren) Geschichte finden Sie hier.

In diesem Zusammenhang muss man auch sehen, dass CNN ausgerechnet unmittelbar nach dem von Selenskys lange ersehnten und mehrmals vom Weißen Haus verschobenen Besuch bei Biden eine für Selensky peinliche Enthüllung gebracht hat. Es ging um eine verpfuschte Geheimdienstoperation, von der Selensky immer behauptet hat, damit habe die Ukraine nichts zu tun. CNN hat Selensky mal eben nebenbei der Lüge überführt und in der Ukraine war die politische Aufregung danach groß.

Daher ist es durchaus möglich, dass die USA (und damit der Westen insgesamt) den Daumen über Selensky gesenkt haben und die westlichen Medien nun beginnen, ihn in ein schlechtes Licht zu setzen.

Das würde, wenn es stimmt, erklären, warum nun auch in Medien wie dem Spiegel plötzlich in Nebensätzen bestätigt wird, was ich schon seit langem berichte und was man früher in deutschen „Qualitätsmedien“ nicht erfahren konnte.

Das aktuelle Beispiel

Nun ist im Spiegel ein weiterer Artikel erschienen, der in diese Richtung deutet. Selensky hat den ukrainischen Parlamentspräsidenten absetzen lassen, weil dieser Selensky und dessen Ausbau der Diktatur kritisiert hat.

Seit Februar berichte ich darüber, dass Selensky zunächst die letzten regierungskritischen Fernsehsender geschlossen und hunderte Internetseiten gesperrt hat, und dann sogar den Oppositionsführer im Parlament mit ungesetzlichen Maßnahmen kalt gestellt hat. Trotzdem verschweigen die deutschen „Qualitätsmedien“, dass der eigentlich sympathische Präsident, der ursprünglich Komiker war, sich nun zum knallharten Diktator aufschwingt.

Dazu hat Selensky nicht etwa die Gesetze des Landes genutzt, sondern einfach per Dekret Sanktionen gegen kritische Medien und den Oppositionsführer verhängt. Gesetze oder Gerichtsurteile braucht der ukrainische Präsident nicht mehr, um politische Gegner auszuschalten, wovon aber in Deutschland niemand erfahren hat.

Nun hat der Spiegel über die Absetzung von Parlamentspräsident Rasumkow berichtet und in dem Spiegel-Artikel findet sich auch folgende Sätze:

„Als Parlamentspräsident hatte Rasumkow dabei Sanktionen des Sicherheitsrates gegen oppositionelle Medien und ukrainische Staatsbürger ohne Gerichtsurteil kritisiert. Selenskyj hatte drei russlandfreundliche Fernsehsender schließen und mehrere Nachrichtenseiten blockieren lassen.“

Der durchschnittliche Spiegel-Leser dürfte die Brisanz der Sätze kaum bemerken, denn es geht ja gegen „russlandfreundliche Fernsehsender“ und die sind bekanntlich böse, also kann es nicht verwerflich sein, die zu schließen. Aber entscheidend ist, dass der Spiegel überhaupt mal erwähnt, dass „dabei Sanktionen (…) gegen oppositionelle Medien und ukrainische Staatsbürger ohne Gerichtsurteil“ angewendet wurden. Der Spiegel bestätigt, was ich seit Februar berichte, nämlich dass Selensky seine Kritiker an allen Gesetzen des Landes vorbei per Dekret ausschaltet. Und das ist per Definition ein Kriterium einer Diktatur ohne Rechtsstaat.

Das sagt der Spiegel natürlich nicht. Da der Spiegel das nur in zwei unscheinbare Sätzen erwähnt, die in dem recht langen Artikel untergehen, dürften 95 Prozent der Spiegel-Leser das übersehen. Und da sich derzeit wahrscheinlich ohnehin nicht viele in Deutschland für die ukrainische Innenpolitik interessieren, dürfte der Artikel nicht allzu viele Leser erreicht haben, die meisten werden nur die Überschrift gesehen haben, ohne den Artikel zu lesen. Denn, so dürften die meisten Spiegel-Leser denken, was interessiert mich der Parlamentspräsident der Ukraine?

Dass in der Ukraine, die nach dem Maidan schon nationalfaschistisch geworden ist, nun ganz offen eine Diktatur errichtet wurde, haben Spiegel-Leser gar nicht erfahren.

Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

26 Antworten

  1. Dazu passend:

    _____://www.fondsk.ru/news/2021/10/07/na-ukraine-obsuzhdaetsja-vvedenie-pasportov-negrazhdan-po-primeru-latvii-i-estonii-54628.html

    На Украине обсуждается введение паспортов «неграждан» по примеру Латвии и Эстонии
    07.10.2021

    GeDeepLt:

    „Die Ukraine diskutiert die Einführung von Pässen für „Nicht-Staatsbürger“ nach dem Vorbild von Lettland und Estland

    Nur Nicht-Menschen können das Entstehen von „Nicht-Bürgern“ vorbereiten

    Ein einflussreicher Vertreter der Partei „Europäische Solidarität“ und Abgeordneter des Stadtrats von Odessa, Andrej Wagapow, forderte im Fernsehsender Dumskaja (der einem engen Vertrauten von Petro Poroschenko, Oleksij Honcharenko, gehört) die Einführung von „Nicht-Bürger“-Pässen für diejenigen Einwohner der Ukraine, die eine freundliche Einstellung zu Russland haben.

    Als Antwort auf die „patriotische“ Bemerkung des Moderators der Fernsehsendung, dass „all diejenigen, die Russland immer noch unterstützen, nämlich die Hälfte Bessarabiens und die Hälfte der Industrieregionen, aus dem Land gebracht werden sollten“, erklärte Vagapov: „Es besteht keine Notwendigkeit, irgendjemanden aus dem Land zu bringen, wir müssen nur einen Pass für Nichtbürger der Ukraine einführen, wie es in Ländern wie Lettland, Litauen und Estland gemacht wird“ (der ukrainische Nationalist irrte sich in Bezug auf Litauen: Als die UdSSR zusammenbrach, erhielten alle Einwohner dieser Republik die Staatsbürgerschaft, unabhängig von ihrer Nationalität).

    Die These von der Nicht-Staatsbürgerschaft, die im Fernsehen zu hören war, wurde ganz bewusst in den Raum gestellt. Sie wurde von den führenden ukrainischen Medien aufgegriffen, unter anderem von der Nachrichtenagentur UNIAN, die Wladimir Zelenski und Igor Kolomojski nahe steht.

    Die Institution der „Nicht-Staatsbürgerschaft“, die Bürger der ehemaligen Sowjetunion diskriminiert, wurde in den 1990er Jahren in Lettland und Estland eingeführt. Denjenigen, die bei der Volkszählung ihre Nationalität als „russisch“ angegeben hatten, wurde die Staatsbürgerschaft dieser „neuen unabhängigen Staaten“ entzogen. So wurde in Lettland in den 1990er Jahren von 2,6 Millionen Einwohnern etwa 700 Tausend das Recht vorenthalten, an Wahlen teilzunehmen, politischen Parteien beizutreten, als Beamte, Notare, Anwälte und sogar Apotheker zu arbeiten. Die Behörden dieser neuen Demokratien machten die Russen zu Bürgern zweiter Klasse, zu „zwielichtigen Leuten“. Auf dem Gebiet der baltischen Republiken wurde eine moderne Entsprechung der südafrikanischen Apartheid geschaffen. Die internationale Öffentlichkeit hat das alles geschluckt.

    Nach dem Staatsstreich von 2014 kursierte in der Ukraine die Idee, die Institution der „Nicht-Staatsbürgerschaft“ einzuführen. Zunächst wurde sie von rechten Randgruppen und Vertretern von Soros-NROs gefördert. Im Jahr 2018 äußerte der damalige Innenminister Arsen Awakow jedoch ähnliche Gedanken über die Bevölkerung des Donbass und schlug vor, den Bewohnern des Donbass das Wahlrecht zu entziehen und ihnen neue Pässe auszustellen, ohne die Staatsangehörigkeit der „Unzuverlässigen“ zu bestätigen. Das Poroschenko-Regime hat sich nicht getraut, diese Maßnahme zu ergreifen. Poroschenkos Nachfolger Zelensky hingegen hat einen gründlicheren Ansatz gewählt (wer hätte das von einem populären Komiker gedacht?).

    Im Jahr 2020 kündigte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba an, dass das offizielle Kiew erwäge, die doppelte Staatsbürger-schaft für Einwohner der Ukraine zu legalisieren, mit Ausnahme derjenigen, die Pässe der Russischen Föderation besitzen. Anfang 2021 legten Abgeordnete der Partei Sluzhba Naroda dem ukrainischen Parlament ein Gesetzespaket vor, das die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft für Inhaber westlicher Pässe und den gleichzeitigen Verlust von Rechten für ukrainische Bürger vorsieht, die gleichzeitig russische Staatsbürger sind. Zelenskyy schlug vor, ukrainische Staatsbürger mit bis zu fünf Jahren Haft zu bestrafen, wenn sie ihre russischen Pässe verheimlichen.

    Nun scheint es den ukrainischen Behörden nicht mehr zu genügen, die Rechte von Inhabern russischer Pässe allein zu vereiteln. Vor dem Hintergrund einer drohenden Preiskatastrophe, die in naher Zukunft den Lebensstandard der Mehrheit der Bevölkerung in die Armut treiben könnte, wird es schwierig sein, den Zusammenbruch des bestehenden Regimes zu vermeiden. Aus diesem Grund haben sich die Teams von Poroschenko und Zelensky offenbar zusammengetan, um die Idee der Einführung von Pässen für „Nicht-Bürger“ im Informationsraum zu testen. Wenn ein solches Gesetz verabschiedet wird, werden Millionen von Menschen aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen, es sei denn, sie erklären sich bereit, auf den Status „Russisch“ zu verzichten. Ohne das Recht zu wählen, gewählt zu werden und sich an gesellschaftlich wichtigen Aktivitäten zu beteiligen, werden Russen und russischsprachige Einwohner der Ukraine zum Abbild spartanischer Ilots oder der Bewohner von Bantustans (Gebiete, die in Südafrika bis 1994 als Reservate genutzt wurden). Sie werden nur zwei Möglichkeiten haben: entweder sich sozial zu degradieren und ein entrechtetes Dasein zu führen oder die Ukraine zu verlassen. Aber werden sie irgendwo erwartet?

    Während all dies in den sozialen Netzwerken diskutiert wird. „Nur Nicht-Menschen können von Nicht-Bürgern träumen“, schreibt Alevtina Nosikhina aus Odessa. „Vielleicht lassen sie sie auch einen sechszackigen Stern auf ihre Kleidung nähen?“ – fragt Lubov Anderson auf Facebook. „Echter Nazismus!“ – erklärt die Bloggerin Victoria Metreveli. Ja, das ist genau das, was der sowjetische Filmemacher Mikhail Romm einmal als gewöhnlichen Faschismus bezeichnet hat.

    „Nicht-Staatsbürger-Pass? Ja, sie könnten sogar einen Kreml-Stern auf die Kleidung von russischsprachigen Menschen kleben, die sich für die Rechte der Russen einsetzen. Morgen wird die Werchowna Rada ein Dekret verabschieden und mit dessen Umsetzung beginnen. Ein weiteres Problem ist, dass die Sterne auf etwa 25 Millionen Bürger genäht werden müssen, aber das ist eine andere Sache“, zitierte die Wochenzeitung Polityekspert Konstantin Dolgov, den Ko-Vorsitzenden der soziopolitischen Bewegung Volksfront von Noworossija.

    Bereitet sich der selbsternannte Staat also darauf vor, ein weiteres Zeichen eines faschistischen Staates zu erwerben? Ist die Welt damit einverstanden?“

  2. Was ich so gespenstisch finde ist, daß auch die größten Hoffnungsträger sich innerhalb kürzester Zeit zum Saulus wandeln und so funktionieren wie es „die da oben“ wollen, ob wir sie nun Amerikaner, Globalisten oder auch Satanisten nennen wollen. Was ist das für ein geheimnisvoller Mechanismus und WER bedient ihn? Er funktioniert überall da, wo die Amerikaner schonmal „Boots on the Ground“ hatten und nur da wo nicht (also in per definition „Schurkenstaaten“) nicht so zuverlässig.

    Die Präsidenten- und Parlamentswahl ist gut zwei Jahre her, und ich war voller Hoffnung, denn diese war eine gnadenlose Abrechnung mit den alten Oligarchen um Poroschenko, Timoschenko und wie sie alle heißen. Ein Komiker, der Politiker veräppelt, der muß doch wenigstens für frischen Wind und Veränderung sorgen. Zweitstärkste Kraft war ja damals eine explizit russlandfreundliche mit (ohne Krim, Donbass UND den 3 Millionen ausgeschlossenen in Rußland lebenden Ukrainern) beachtlichen 13% der Stimmen.

    Pustekuchen, binnen Jahresfrist übertraf Selensky seinen Vorgänger, was Zündelei und den Ausverkauf der Ukraine betrifft. Sogar dermaßen übereifrig und ungeschickt, daß es wohl jetzt zu auffällig wird und er daher bald durch eine neue Marionette ersetzt wird.

    1. Hätten Sie eventuell auch eine Quelle, wo man diese Videos sehen kann?
      Auf einer Tuberkulose-Station – ist übrigens eine hochansteckende Erkrankung! – sind die „Täter“ dann wohl gerne besonders risikofreudig weil die sich da besonders gut TBC einfangen könnten….?
      Überwachungskameras werden von den Häftlingen betreut?
      In dt. Gefängnissen werden Untersuchungshäftlinge schon mal abgefackelt….gab es da auch von Hr. Seibert solch klare Aussagen wie von Hr. Peskow?

      Nicht, dass in Gefängnissen die Insassen wie in Abu Ghraib behandelt werden ( Bilder dürfen Sie selber suchen) & man sich empört, dass in allen US-Gefängnissen gefoltert worden wäre…..?

      Ansonsten hörte ich gerade einen Bericht – natürlich ohne Beweise – dass Anti-Anti-Spiegel in dt. Kindergärten 3-jährige brutal vergewaltigt & das in dt. Kitas System hat – also praktisch Folter-Förderbänder sein sollen….

      I

      1. Hätten Sie eventuell auch eine Quelle, wo man diese Videos sehen kann?

        Egal wie seriös oder unseriös diese Organisation ist, diese Interneteite ist eine gute Ausgangsposition zu diesem Thema. https://gulagu-net.ru

        Ich kann ihnen noch einen kleine Tipp geben. Wenn sie russische Medien durchsuchen wollen, so formulieren sie ihre Suche in Deutsch auf Deppl und lassen sich die Antwort auf Russisch anzeigen. Diese kyrillischen Worte kopieren sie dann in die Suchmaschine Yandex. Die dann angezeigten russischen Internetseiten lassen sich mit Safari ganz leicht ins Deutsche übersetzen.

        1. So, so, eine „unseriöse“ Quelle is also ein guter Ausgangspunkt. Na, ja, abgesehen davon, daß man heute bekanntermaßen alles mögliche „filmen“ kann, haben wir da das nette kleine Phänomen „Stille Post“, das im Grunde ein systemisches des „Netzes“ ist.
          Aber manchmal hilft auch einfach „Nachdenken“ … und ein bißchen rechnen.

          z.B.: Beim Spiegel waren es „hunderte“ – das war NTV offenbar zu lasch – dort daher „Tausende“, und dann wedelt da einer mit einer Festplatte herum, und man faselt von 40 Gb.
          Nu weiß ich nich, wie die Erfahrungen so sind – nach meinen okkupiert eine Filmchen von ca. 1,5 – 2 Stunden bei ansprechender, aber sicher nicht weltbewegender visueller und akustischer Qualität so etwa 300 – 400 Mb. So und nun setzten wir uns mal auf die Feinheiten des Zahlensystems und nehme das Dezimale – die Genauigkeit reicht da völlig aus …

          Und danach stellen wir uns einfach die Frage: Wie wahrscheinlich ist das denn?

          Ich meine Exzesse im russischen Knast kann man nicht ausschließen, und keiner will wirklich wissen, was da in solchen Einrichtungen weltweit abgeht – das ist auch ein systemisches Phänomen dieser Institution.
          Aber bei diesen suggerierten Dimensionen ist da mit irgend jemandem offensichtlich der „Untermensch“ durchgegangen … da habe ich jüngst erst bei diesem Martjanow ein schöne Schöpfung gelesen: Die „Solschenizierung“ der Russischen / Sowjetischen Geschichte – das trifft es recht gut, man braucht bloß das Signal „Gulag“ auszugeben, und schon denken alle „Archipel“ (und die Meisten, die es gelesen haben, haben den Kern wahrscheinlich noch nicht einmal verstanden) – danach kann man so ziemlich alles verkünden – es wird geglaubt – Weil „der Untermensch“… mit ä bissel „Stalin“, „Bolschewismus“ und „Kommunismus“ – da verbietet sich jeder Zweifel.

          Das Traurige: Wohl auch ein Teil der Russen ist von diesem Gift zerfressen, die sind nur zu gern bereit, das Elend der Grobatschow-Ära und vor allem der 90er auch noch den „Bolschewisten“ anzuhängen, und was der Autokrat dazu von sich gibt, is zwar in gewisser Hinsicht verständlich aber auf lange Sicht wenig hilfreich, und kann die Russen noch teuer zu sehen kommen …

            1. Ganz weit weg vom Thema. Hier geht es um die Ukraine nicht um Russland.
              Auch wenn Anti Anti es immer wieder versucht das vorgegebene Thema zu ändern sollten wir nicht darauf anspringen.

              Am Verhalten der Ukraine gibt es genug zu bemängeln.

        2. Ich werde dazu erst mal nichts schreiben, denn Gulag.net wird aus Frankreich betrieben und von westlichen Staaten und NGOs bezahlt. Was soll man da erwarten und was soll ich dazu schreiben?
          Ich müsste dann berichten, dass in Russland bereits Beamte suspendiert wurden, dass der Fall untersucht wird, dass die Organisation vom Westen bezahlt wird, im Westen ihren Sitz hat und mit Videos, deren Echtheit selbst Gulag.net nicht garantieren oder auch nur belegen kann, Stimmung gemacht wird und so weiter.
          Und natürlich würde ich erwähnen, dass das in Guantanamo seit 20 Jahren läuft, ohne dass jemand suspendiert wurde. Oder dass Onischenko im deutschen Gefängnis fast ermordet wurde, ohne dass es auch nur eine Untersuchung gegeben hätte und dass noch nicht einmal bekannt ist, welche Medikamente er bekommen hat, die beinahe zu seinem Tod geführt hätten.
          Ich habe im Moment zu viel um die Ohren für so einen Artikel und warte ab, was die Untersuchungen ergeben.

          1. Danke für Ihre Stellungsnahme, Herr Röper! Schaden diskreditieren Sie die Quelle und lenken ab (Waterboarding etc.), das wäre nicht nötig. Gut berichten die russischen Staatsmedien darüber

    2. @ Anti Anti

      Dr. Röper, wie sie ihn nennen, ist eben nicht auf „Bild Niveau“.
      Es wurde in Russland bereits auf die Videos reagiert. Die Täter wurden umgehend entlassen. Rechtliche Aufarbeitung folgt. ( Echtheit des Materials, Schweigen das Vollzugspersonal, Täter usw)
      Viele der Sensationshascher vergessen gern die Opferseite.
      Diesen Menschen wurde Unrecht angetan. Nur weil sie Häftlinge sind sind diese Menschen keine freie Medien Verfügungsmasse. Schon einmal daran gedacht? Wo bleiben denn die Rechte der Opfer? Diese Menschen haben ganz sicher große Probleme wenn die Bildzeitungen der Welt sich an ihrer Peinigung eine goldene Nase verdienen.
      Und weil Aufarbeitung Zeit braucht um sich einen echten Überblick zu verschaffen hat Herr Röper noch nichts geschrieben.Interessierte Leser wissen diese Zurückhaltung zu schätzen.

    3. Russland hat schon diverse Leute deswegen verhaftet. Kann man zB auf RT lesen. Warum sollte Röper das hier nochmal widerholen? Warum sollte Röper sich sagen lassen worüber er auf SEINEM Blog schreiben soll? Welche Fragen wären hier noch zu klären? Der Fall wird aufgearbeitet. Böse Leute gibts auch in Russland, das wird auch Röper so bestätigen. Und?

      1. Dr. Röper, auch bekannt als Putin-Blogger, stellt das russische Leben einseitig positiv dar. Das sieht man an diesem Beispiel sehr gut, kein Wort von ihm. Da jetzt die Berichte auch in Russland darüber stark verbreitet werden, wird auch Röper davon berichten müssen.

        1. @er/sie/es – Anti-Anti,
          Hr. Röper muss grundsätzlich GAR NICHTS! ER übt lediglich den Job des Journalisten selbst nach dt. Pressekodex sauber & seriös aus! Was daran ein „Putin-Blogger“ sein soll, erschließt sich schlicht nicht – außer in ihrer Phantasie, die sie offensichtlich aus altdeutscher Tradition mit dem Schreckgespenst, dass der „Iwan schon in der Tür steht“, füttern.
          Was Sie & Konsorten verbreiten sind ja keine Berichte – bitte mal die Definition von ‚Berichten‘ studieren!- sondern es sind Hetzartikel in altbekannter Manier!
          Was Gefängnis-Insassen passieren kann – konnte man seit Jahrzehnten weltweit lesen, hören, sehen!
          Mal davon abgesehen, dass es – außer in Russland – immer nur bedauerliche Einzelfälle privater Personen sein sollten – nur bei Putin sollen es „Folter-Förderbänder‘ sein – haben Sie noch nicht bemerkt?!
          Wieso sind Sie eigentlich der Meinung, dass Hr. Röper ihrem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom nachkommen sollte?
          Recherchieren Sie doch z.B. in DE, weshalb hier Gefangene „abgefackelt“ werden konnten & ob es hier nicht auch Folter gibt……wenn Sie damit fertig sind, dürfen Sie als altdeutscher Bürger gerne wieder anfangen außerhalb ihres Lebensbereiches nach Bösem zu suchen!

    1. OK, das ist wohl das Thema Kanalkommentare, die der Videouploader zurückhalten lassen kann, um sie selber freizuschalten. Es gibt da ja ein paar Einstellungen per-Video.
      Ätzend. Wüsste ich das vorher, würde ich gar nicht erst kommentieren.

  3. Von den selben Menschen von den man immer einen Aufschrei hört, wenn es um Ungerechtigkeiten in Russland geht, was ja an sich in Ordnung ist. Von diesen selben Leuten bekommt man allerdings, wenn die gleiche Frage in Richtung Westen gestellt wird, nur das zu Antwort was man so und so in den Mainstreammedien oder ihren verdeckten, so genannten freien Medien, lesen kann. Ganz abgesehen davon das es nicht zum Thema passt, also gut gebrüllt „Löwe“!

  4. Passt nur indirekt hierher, bitte mir die Einflechtung nachzusehen, als da ich es (leider nur französischsprachig – im Zweifelsfall vielleicht bei deepl.com graben) gerade fand,

    dass Walter Steinmeier diese Tage bei der Einweihung eines Denkmals zum Massaker von Babi Yar, dem Wortlaut gemäß, ungeniert und geradeaus, die damalige Bandera-Truppe in der Ukraine nun weißgewaschen hat – sie seien auf der Seite der Opfer des damaligen Massakers gewesen.

    Die Berichtende von donbass-insider.com weist daraufhin, dass diese Truppe als Nazi-Verbündete zu dem Zeitpunkt genau ebenso nachdrücklich aktive Täter waren, wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt die deutschen Nazis ihnen fallweise wiederum in den Rücken fielen. Dass Steinmeier die Rolle der Nazi-Verbündeten der Ukraine vertuscht, dúrfte daran liegen, wird vermerkt, dass die passenden Leute aus der ukrainischen Diplomatie bei der Rede mitgeschrieben hätten.

    https://reseauinternational.net/ukraine-frank-walter-steinmeier-reecrit-lhistoire-du-massacre-de-babi-yar-et-fait-passer-les-bourreaux-pour-des-victimes (auch auf der Originalseite sah ich keine englischsprachige Version)

    1. Die Originalrede gibt es hier und auch in mehreren Sprachen:
      https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/10/211006-Ukraine-Babyn-Jar.html

      @Dass Steinmeier die Rolle der Nazi-Verbündeten der Ukraine vertuscht, dürfte daran liegen, wird vermerkt, dass die passenden Leute aus der ukrainischen Diplomatie bei der Rede mitgeschrieben hätten.

      Also wenn ich den folgenden Passus richtig verstehe, waren es deutsche Mitarbeiter (!) der deutschen Botschaft (!) die bei der Rede mitgeschrieben haben. Inwiefern die die landesüblichen Unterschiede für die Bezeichnung der Befreiungsarmee bzw. der Kollaborateure kennen, kann ich nicht beurteilen. Ich finde es aber schon bezeichnend, das Steinmeier die ukrainischen Nazis nicht erwähnt.

      „Soweit ich verstanden habe, haben die Mitarbeiter der Botschaft in Kiew an der Abfassung der Rede des deutschen Präsidenten mitgewirkt. Nur aus ihnen konnten Informationen hervorgehen, die Mörder und Plünderer als „unschuldige Opfer des Nationalsozialismus“ darstellen.“

      Einen recht ausführlichen Artikel zum Thema Babyn Jar gibt es bei Wikipedia. Man beachte die zahlreichen Anhänge und Anmerkungen.

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