Ukraine-Update: Ausbau der Diktatur und Vorbereitung eines großen Krieges im Donbass

Da meine letzte Zusammenfassung über die Lage in der Ukraine schon wieder zwei Wochen her ist, ist es höchste Zeit, auf die Entwicklungen im März einzugehen. Auch wenn das Land in den westlichen Medien derzeit keine Rolle spielt, finden dort dramatische Entwicklungen statt.

Von dem, was derzeit in der Ukraine stattfindet, werden deutschen „Qualitätsmedien“ nicht berichten. Es ist aber davon auszugehen, dass sie demnächst – spätestens im Mai – über neue heftige Kämpfe im Donbass berichten werden, ohne die derzeit stattfindenden Entwicklungen zu erwähnen, die dazu geführt erst geführt haben. Und da die Leser der „Qualitätsmedien“ von all dem nichts wissen, wird es umso leichter, Russland die Schuld an den neuen Kämpfen zu geben. Daher fasse ich die Entwicklungen der letzten zwei Wochen hier zusammen.

In meiner letzten Zusammenfassung habe ich darüber berichtet, wie der ukrainische Präsident Selensky nach der Amtseinführung von US-Präsident Biden im Eiltempo die Diktatur in der Ukraine ausbaut. Er hat die letzten regierungskritischen Fernsehsender verboten, hunderte kritische Internetseiten gesperrt und sogar den Oppositionsführer im Parlament enteignet.

Selensky nutzt für sein Vorgehen keine Gesetze. Alles, was er derzeit tut, ist in der Ukraine ungesetzlich. All seine Maßnahmen begründet er mit „Sanktionen“, die der Sicherheitsrat der Ukraine fordert. Sanktionen sind aber in keinem Gesetz vorgesehen, nach dem Gesetz müssten Gerichte die Entscheidungen treffen, die Selensky nun in Form von Dekreten verkündet und umsetzen lässt. Daher ist es nicht übertrieben, von einer Diktatur zu sprechen, wenn der Präsident der Ukraine sich nicht einmal mehr die Mühe macht, sich auch nur zum Schein auf geltendes Recht zu berufen. Aus dem Grund wurden auch zuerst die letzten regierungskritischen Medien geschlossen, damit darüber in dem Land niemand mehr berichten kann.

Der Ausbau der Diktatur in der Ukraine

Nachdem die letzten regierungskritischen Fernsehsender geschlossen waren, haben Journalisten der verbotenen Sender noch einmal den Versuch unternommen, einen neuen unabhängigen Fernsehsender zu gründen. Er wurde bereits nach weniger als einer Stunde Sendebetrieb abgeschaltet, nachdem der Chef des ukrainischen Sicherheitsrates dem Sender ebenfalls Sanktionen angedroht hatte. Selensky fügte dem hinzu, dass er dafür kämpfe, dass diese Sender auch im Internet „lebenslang blockiert“ werden.

Um das zu erreichen, hat die ukrainische Regierung sich mehrmals an YouTube gewandt, damit deren Programm auch dort gesperrt wird. Erstaunlicherweise hat YouTube sich dagegen erst einmal gesträubt. Daher hat Kiew mitgeteilt, man setze darauf, dass auch die USA sich den Kiewer „Sanktionen“ anschließen, um YouTube über diesen Weg dazu zu zwingen, die Accounts der Sender zu blockieren.

Geradezu wie Realsatire wirkt vor den Hintergrund die Aussage Selenskys, in Kiew solle ein internationales Zentrum für den Kampf gegen Desinformation geschaffen werden. Diese Zentrum solle nicht nur gegen „ausländische Propaganda“ vorgehen, sondern auch gegen die innenpolitischen Gegner. Selensky sagte weiter:

„Sie (die innenpolitischen Gegner) sind bereit, bei ihrem Kampf um Popularität die Sicherheit, das Leben und die Gesundheit der Ukrainer zu gefährden. Der Informationskrieg bedeutet nicht nur Lügen, es geht um Angst, Panik und Aggression, die sich mit jedem Like und jedem Repost vermehren. Das ist schädlicher Spam, der künstlich von sogenannten Meinungsführern erstellt wird.“

Was das in der Praxis bedeutet, hat der Oppositionsführer im Parlament, Viktor Medwendschuk, bereits bei seiner Enteignung aufgrund der „Sanktionen“ Selenskys am eigenen Leib erfahren. Aber er wird weiter unter Druck gesetzt. Der ukrainische Geheimdienst hat ihn zum Verhör geladen und wirft ihm Hochverrat vor.

Jetzt trifft es übrigens auch den ukrainischen Oligarchen Kolomoisky. Kolomoisky war es, der mit seinen Fernsehsendern den Wahlsieg von Selensky erst möglich gemacht hat. Aber da Kolomoisky ein Rivale von Joe Bidens altem Kumpel Poroschenko ist, hat die neue US-Regierung jetzt gegen Kolomoisky Sanktionen verhängt, die Selensky begrüßt hat.

Selensky begibt sich damit endgültig in die volle Abhängigkeit der USA, denn er hat keine eigene Hausmacht. Seine Partei und seine Popularität hatte er Kolomoisky und dessen Geld zu verdanken. Im Regierungsapparat (auch im Sicherheitsrat, der nun im Land „Sanktionen“ verhängt) sitzen aber noch die Getreuen von Poroschenko. Das bedeutet, dass die Ukraine zwar gerade zu einer Diktatur ausgebaut wird, dass Selensky aber nicht der mächtige Diktator ist, sondern nur eine Marionette in den Händen von Poroschenko und Joe Biden: Offiziell schmiegt sich Selensky an die USA, im Land treffen aber schon wieder die Leute von Poroschenko die Entscheidungen, die Selensky dann in Form von Präsidialdekreten umsetzt. Und Poroschenko ist seinerseits wiederum von Joe Biden abhängig, mit dem er früher schon sehr gute Geschäfte gemacht hat.

Kriegsvorbereitungen im Osten

Der Beschuss im Donbass nimmt wieder zu. Ende Februar wurde sogar ein Chemiewerk im Donbass von der ukrainischen Armee mit Granatwerfern beschossen. Allerdings waren die Schäden gering.

Aber die Verschärfung der Lage passt ins Bild, denn aus Kiew hört man inzwischen ganz offen, dass die Ukraine sich nicht mehr an das Minsker Abkommen gebunden fühlt. In Kiew wurde bereits verkündet, man habe zusammen mit Deutschland und Frankreich einen neuen Friedensplan ausgearbeitet. Vom Minsker Abkommen wird schon nicht mehr gesprochen. Gleichzeitig droht man in Kiew, sollte Moskau dem Plan nicht zustimmen, müsse Kiew sich verteidigen, also im Donbass eine militärische Lösung suchen.

Über diesen neue Friedensplan ist nichts bekannt, außer dass in Kiew alle über ihn reden. Es gibt keine Reaktionen aus Deutschland und Frankreich, die laut Kiew an dem Plan mitgearbeitet haben. Und in Moskau wird mitgeteilt, man habe die Meldungen aus Kiew zwar gehört, aber einen Plan habe Kiew bisher nicht geschickt.

Kiew will den großen Krieg

Während Offizielle in Kiew von dem ominösen Friedensplan reden, den bisher niemand gesehen hat, spricht Leonid Krawtschuk, der Vertreter der Ukraine bei den Verhandlungen im Normandie-Format bestehend aus Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland, bereits von einem großen Krieg. Er erklärte, dass ein großer Konflikt möglich sei, „wenn Moskau seinen Appetit nicht zügelt“ und fügte hinzu:

„Ich bin davon überzeugt, dass sich die USA an dieser Frage beteiligen sollten, da der Konflikt im Donbass nicht nur eine ukrainische und europäische Frage ist, sondern eine Frage eines möglichen groß angelegten Konflikts.“

Die ukrainische Seite spricht damit offen davon, dass sie den seit letztem Sommer einigermaßen funktionierenden Waffenstillstand brechen will. Mehr noch: Die Ukraine möchte den Konflikt zu einem bewaffneten Konflikt zwischen den USA und Russland machen.

Aber auch das reicht Kiew nicht aus, man möchte den Donbass zum Ausgangspunkt eines Krieges der Nato gegen Russland machen. Olga Stefanischina, Vize-Premierministerin der Ukraine, hat gefordert, die Ukraine müsse Positionen im Nato-Stab bekommen. In einer Pressemeldung der ukrainischen Regierung über entsprechende Gespräche mit der Nato heißt es weiter:

„Die Seiten haben die strategischen Vektoren der Integration der Ukraine in die NATO im militärischen Bereich erörtert, insbesondere im Rahmen des Enhanced Opportunities Partnership (EOP). Olga Stefanischina betonte, dass die Ukraine alles in ihrer Macht Stehende tut, um ihren Status im EOP maximal zu nutzen: Kürzlich hat der Präsident der Ukraine dem NATO-Generalsekretär in einem Brief einen entsprechenden Fahrplan vorgestellt.“

Während die Ukraine Scharfmacherei betreibt und die USA und die Nato in ihren Bürgerkrieg hineinziehen möchte, bricht sie auf der anderen Seite weiterhin konsequent auch die letzten Gesprächsfäden nach Moskau ab. In Kiew wurde gerade mal wieder gefordert, „jegliche Interaktion“ mit Russland zu beenden, dazu gehört auch der Abbruch der diplomatischen Beziehungen.

Der merkwürdige ukrainische Nationalismus

Die Politik in Kiew wird seit dem Maidan von radikalen Nationalisten bestimmt, Poroschenko war einer ihrer Wortführer. Wer nach dem Amtsantritt von Selensky auf eine Änderung des Kurses gehofft hat, ist inzwischen desillusioniert. Selenskys Töne unterscheiden sich in nichts mehr von denen Poroschenkos. Dass in der Ukraine Regierungstruppen unter Hakenkreuzfahnen und mit SS-Symbolen an ihren Uniformen kämpfen, ist nur den Konsumenten der Mainstream-Medien unbekannt. Die Mainstream-Medien reden stattdessen immer noch von einer „Demokratie“, die der Maidan dem Land gebracht hätte.

Dass der Nationalismus in der Ukraine politisch genutzt wird, um die radikalisierten Massen zu lenken, ist offensichtlich. Allerdings ist das ein teilweise sehr seltsamer Nationalismus, denn während Poroschenko, Selensky und die Nationalisten stolz von der „unabhängigen Ukraine“ fabulieren, ist das Land längst zu einer Kolonie der USA verkommen, in der ohne ein Okay aus Washington gar nichts mehr geht.

Das treibt teilweise geradezu skurrile Blüten. Während ein neues Sprachengesetz die Sprachen der nationalen Minderheiten im Land (Russisch, Ungarisch, Polnisch und Rumänisch) verbietet, schlägt der ukrainische Sicherheitsrat gleichzeitig vor, Englisch zur zweiten Amtssprache in der Ukraine zu machen.

Man kann die Menschen in dem Land, das nach dem Maidan zum Armenhaus Europas verkommen ist und von kriegslüsternen Politikern geführt wird, die bereit sind, ihr Land und seine Söhne für die Interessen der USA im wahrsten Sinne des Wortes zu opfern, nur noch bedauern.

Und die Menschen im Westen erfahren in ihren „Qualitätsmedien“ von all dem nichts. Für sie wird die in den nächsten Monaten anstehende Verschärfung des Konfliktes völlig überraschend kommen.


Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahres 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 670 Seiten genau beschreibe. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

21 Antworten

  1. Das klingt überhaupt nicht gut. Und bisher hat Herr Röper mit vielen seiner Analysen „erschreckend“ richtig gelegen. Insofern können wir diesmal nur hoffen, dass er „endlich einmal“ so richig daneben liegt.

  2. Was ich mich oft frage ist, ob der ukrainische Durchschnittsbürger schon radikalisiert ist oder entgegen der großen Politik noch die traditionelle Verbundenheit mit Russland fühlt…

    Wer von Euch kennt Ukrainer und kann etwas dazu sagen?

    1. Ich kannte einen auf der Arbeit und der entsprach leider total dem Klischee. Redete nur dummes Zeug, pro Nato, pro EU, schob nen riesen Hass auf Russland. So ein richtiger Tschernobyl eben.

    2. Der ukrainische Durchschnittsbürger, der keinen Dreizack auf der Stirn tätowiert hat und kein verstrahlter aus Tschernobyl Zone ist, hält vorsichtig die Klappe. Sonst gibt es Prügel, ob real, medial oder wie auch immer.
      Staatsorgane bieten keinen Schutz von Nazis und Willkür der neuen (ferngesteuerten) Machthaber.
      Wenn sogar die Oligarchen, mit ihrer Macht und Kohle, sowie Besitzer von Fernsehkanälen sanktioniert werden und um ihre Existenz, Freiheit und ggf. Leben bangen, was bleibt dann den einfachen Bürgern?
      Man soll lieber in Deckung bleiben und Schnauze halten.
      So überlebt man in der heutigen Ukraine.
      Ob man dies allerdings als freies und würdiges Leben (nach der Revolution der Würde) bezeichnen kann.

      1. Nun gut ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen nach 30 Jahren Stillstand bzw. gesellschaftlichem Rückschritt auch einfach resigniert haben. Ist ja auch bei uns nicht viel anders.

    3. Gibt es „DEN UKRAINER “ – vielleicht sogar: Gab es je „DEN UKRAINER“ ?

      Seit damals, 2013- also vor 8 Jahren – noch vor dem „Maidan der Würde“ und noch halbwegs berufsbedingt( Evakuierung von Menschen bestimmter Religionsgemeinschaft) beschäftigt mich die Ukraine – die sogenannten Ukrainer – auch privat sehr – .Mit Beginn dessen, was 2013 prognostiziert wurde von denen, welche schon eben 2013 Menschen evakuieren ließ- Maidan 2014- und des darauffolgenden Krieges großen BÜRGER-Krieges sind die Ereignisse , die Gedanken der betroffenen Menschen beidseitig der Frontlinie, beidseitig der verschiedenen Schulterklappen-(Soldaten) ein tägliches Ereignis.
      Und heute auch wieder Teil- beruflich, beschäftige ich mich wieder mit den Menschen, welche es sich nicht mehr aussuchen können, in ihrer Heimat zu bleiben, weil sie nichts mehr haben, was man verkaufen könnte. Die einfach nach Polen gehen MÜSSEN, damit die Kinder zu Hause was zum Essen haben… ( Neben der Herstellung von „Corona-Schutzanzügen usw- vermitteln wir seit gut 1.5 Jahren auch für polnische Betriebe entsprechende geeignete Arbeitskräfte) Sprich, mir sind die Sorgen von Menschen, welche in der „Ukraine“ leben leider bestens bekannt. Jeden Morgen hat man in den verschiedenen Mail-Briefkästen manchmal hunderte Seiten an Lebensläufen liegen, (bearbeitet von mittlerweile 5 Mitarbeiterinnen in Polen) hat aus verschiedenen Facebook-Sperren noch 5 emails, die seltsamerweise nirgendwo in der Öffentlichkeit auftauchen auch noch zu bearbeiten…
      Und da wir eben auch sehr- sehr viele Menschen über eine sehr erfolgreiche Personalvermittlungs-Firma nach Russland vermitteln, weiß man so ungefähr was man so denkt….. als sogenannter Ukrainer.

      Sprich, im allgemeinen ist es so wie in Deutschland der 30er Jahre…und den Jahren ab 2014 bis jetzt in Deutschland – . Alle wissen was abgeht… und keiner will es wissen… Jeder sucht nun mal es so zu handhaben, wie es für sich ganz persönlich am besten ist.

      Zurück zur Frage wieder mit der Gegenfrage:
      Gibt es überhaupt die traditionelle Verbundenheit mit Russland in der Ukraine …?

      Antwort. NEIN und Antwort JA und Antwort JAIN

      Gesamtantwort:

      Die Frage ist so wie gestellt, NICHT zu beantworten.

      1. Natürlich gibt es DEN UKRAINER nicht, aber eine Diskussion über Verallgemeinerung und Allaussagen wollte ich nicht anfangen. Man kann durchaus gelegentlich Pauschalisieren aber es kann natürlich durchaus sein, dass eine nachgefragte Pauschalität gar nicht beobachtbar ist.

        Pauschalaussage dazu, was Deutsche im Allgemeinen glauben – das nehme ich mir mal ohne Not heraus 😀
        a) Deutsche glauben im Wesentlichen daran, dass irgendwie in vielen Kriegen wohl die Amerikaner dabei sein, vielleicht nicht für Demokratie, vielleicht auch eher für den Profit.
        b) Deutsche glauben daran, dass die Regierungschefs, die einen Regime Change erlitten oder erleiden sollen, im wesentlichen das Böse verkörpern. Deutsche glauben, dass Putin hinter vielem steckt, er mit Vorliebe die Bösen unterstützt, da er selbst das Böse verkörpert. Vielleicht nicht so extrem, wie die Medien darstellen, „aber es muss doch etwas dran sein, es schreiben schließlich alle!“.
        c) Russlands Aussenpolitik ist expansiv und aggressiv. Gut, dass es die NATO gibt.
        d) Alles, was man an Russland/Putin nicht sofort erkennt oder wo man einen guten Eindruck gewinnt, da wird das Gegenteil hinterstecken. Es muss ein geschickter KGB-Trick sein. KGB-Superkräfte.

        Allgemein gesagt: Deutsche glauben der zeitgenössischen Propaganda. Dies ist kein Vorwurf, denn sie kennen nichts anderes UND werden allumfassend von allen Seiten mit den gleichen Analysen geflutet.

        Wie Thomas immer wieder aufzeigt – mitunter sehr subtil.

        Heute im Morgenmagazin, der deutsche Journalist fragte in einem Impfzentrum einen Bürger: „Haben Sie nicht Angst vor dem Impfstoff? (Sputnik)“ – Unsere derzeit legalen Impfstoffe gelten als Heilsbringer, die Frage hätte sicher gelautet: „Und, sind Sie jetzt erleichtert?“

        Unsere Journalisten sind einfach ekelhafteste, widerwärtigste Spalter, damit jede Story Feuer bekommt.
        Beispiel: Erst hieß es „Eltern in der Krise – Kinder zuhause – DAS GEHT DOCH NICHT!!!!“ – jetzt „Eltern, fühlt Ihr Euch nicht schlecht dabei, was die Politik entschied? MAN SETZT EURE KINDER TODESGEFAHREN AUS!!!!“

        DAS ist spalterisch und möchte Politik/Bürger gegeneinander in Stellung bringen. Diese widerwärtige Baggage sagt aus, dass RT spalterisch tätig sei und arbeitet daran, dass sie als entarvter Propagandist gesperrt werden. Ja, RT ist gelegentlich spalterisch aktiv. RT liefert aber auch Mitschnitte, die nirgendwo sonst gezeigt werden.

        1. Nachtrag: Das war in Moskau. Man hat also einfach unser Narrativ „gefährlicher Ivan-Impfstoff“ über diese Frage eingebunden. Wiederholung ist das A und O.

          „Heute im Morgenmagazin, der deutsche Journalist fragte in einem Impfzentrum einen Bürger: „Haben Sie nicht Angst vor dem Impfstoff? (Sputnik)“ – Unsere derzeit legalen Impfstoffe gelten als Heilsbringer, die Frage hätte sicher gelautet: „Und, sind Sie jetzt erleichtert?““

        2. Auch hier kann man erst mal nur mit der Gegenfrage antworten:

          Gibt es eine DEUTSCHE Meinung über Russland?

          Ist es nicht nachvollziehbar, dass „Die Sachsen“sicher in der Masse diese Frage sicher bedeutend anders beantworten als der Rheinland-Pfälzer in Ramstein oder anderen Gegenden, die fast abhängig davon sind, dass die „Befreier“ auch weiterhin befreien…

          Auch in Impffrage denke ich , dass die Menschen, welche heute altersmäßig der Rente zusteuern im Osten der Republik in der Masse die Qualität russischer Impfstoffe bedeuitend anders bewerten, als eben der Hamburger. Der „Ossi“ der vor 30-40-Jahren geimpft wurde, kann eben heute noch Fragen beantworten, weil er ganz einfach noch lebt…

  3. Sei wachsam

    https://www.youtube.com/watch?v=frVD3Juc5cU

    Ja, was denken die Ukrainer?
    Vielleicht schauen wir einmal rein, was sie bewegt und was Andere dazu sagen.

    https://twitter.com/EuropeanPravda/status/1371795807096160257

    „Sicher. Nur eine solche Aktion wird Reaktionen hervorrufen. Für mich persönlich ist das Dummheit und Gedankenlosigkeit.“

    „Mörder von Tausenden unschuldiger Leben, ein Nationalheld. Herzliche Glückwünsche.“

    „Wenn Sie die Geschichte Polens kennen, gibt es mehr als einen umstrittenen Helden. Fragen. Und stacheln Sie keine Feindschaft zwischen den polnischen und ukrainischen Völkern an, zur Freude unseres gemeinsamen Feindes – der Moskauer.“

    „In Anbetracht dessen, was Sie schreiben, verbreiten Sie anti-ukrainische Fälschungen. Der Internationale Gerichtshof hat die von Ihnen genannten Personen und UPAs nicht als Kriminelle und kriminelle Organisationen anerkannt.“

    „Was in Israel zu beschuldigen ist, gibt es unter Shukhevych nichts zu beschuldigen. Das ist ein Brauch. Der israelische Botschafter in der Ukraine ist ein Clown auf Bestellung.“

    „Was für eine Nation sind Helden, Mörder von Frauen und Kindern. Bete weiterhin deinen Hitler an. Sie haben es nicht verdient, einen eigenen Staat zu haben!“

    Dabei geht es hier „nur“ um ein Fußball Stadion.

    Interessant ist aber zusätzlich etwas Anderes.

    https://www.eurointegration.com.ua/rus/articles/2021/02/27/7120314/

    „Aber um diese Absichten zu verwirklichen und die Veränderungen nachhaltig zu gestalten, brauchen wir Ihre Hilfe. Das Geld, das wir sammeln können, wird von der Renaissance Foundation verdoppelt und für den Kauf von Ausrüstung, die Aufrüstung des Standorts und die Bezahlung verwendet.“

    „The International Renaissance Foundation (IRF) (Ukrainian: Міжнародний фонд „Відродження“) is a Ukrainian NGO founded by George Soros [1]“

    https://en.wikipedia.org/wiki/International_Renaissance_Foundation

    Unten auf der Seite steht

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  4. Der Artikel lässt meinen Paniklevel steigen.
    Vllt ist das jetzt wirklich das Endgame und nicht in den nächsten 5 Jahren werden die Weichen für die Menschheit gestellt, sondern in den nächsten 5 Monaten. Vllt sind es nicht nur die letzten Zuckungen eines sterbenden Imperiums, sondern dessen endgültiger Griff nach der Welt.

    Schauen wir uns die Etappen des Putsches an. Der Putsch geht imo vom US-Deep-State aus.

    1.) Corona- Lüge zur Transformation des Westens in ein faschistisches Regime. Hier sind wir in einem Jahr schon weit gekommen. Die Demokratie ist eigentlich tot. Alle haben Angst vor ihren Regierungen (ausser vllt die Holländer) und fügen sich.

    2.) Putsch der US- Regierung. Das war ein voller Erfolg. Jeder weiss, dass die Wahlen ein Putsch waren, aber keiner handelt dagegen. Die Marionette ist installiert.

    3.) Die einzigen Mächte gegen das Imperium im Tiefschlaf. Russen und Chinesen gucken zu, was da passiert und begreifen nicht, dass sie die nächsten sind.

    Und wie geht es jetzt weiter? Die Ukraine wird als Front gegen Russland ausgebaut. Wenn man fertig ist, wird man angreifen. Zuerst den Donbass, dann die Russen. Oder man wird an der Grenze Mittelstreckenraketen installieren und immermal eine ‚fehlstarten‘ lassen, um eine militärische Reaktion als Grund für den Krieg zu erzwingen. Vllt macht man damit auch einfach einen Parkplatz aus Moskau.

    Die Chinesen werden im Wartezustand gehalten, bis man mit den Russen fertig ist. Dann gehts gegen die Schlitzaugen. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass die Rassisten aus Amiland den Chinesen irgendeine Art von Respekt entgegenbringen?
    Wahrscheinlich werden die Amis, wenn sie mit den Russen fertig sind, als erstes den Iran angreifen, um die Chinesen vom Öl abzuschneiden.

    Ich glaube, das liesse sich nur noch aufhalten, wenn die Russen und die Chinesen noch Indien oder mind noch Pakistan und den Iran mit ins Boot holen könnten. Man müsste wirklich zusammenstehen und zb zusammen in die Ukraine einmarschieren, sie spalten und eine Sicherheitszone installieren.

    Denn die Westmächte stehen zusammen. Und wie unmassgeblich die Meinung der westlichen Bevölkerungen ist, sehen wir ja gerade.

    Ich hoffe nur, ich irre mich und das sind nur die letzten Zuckungen eines sterbenden Imperiums.

    1. „…Bis man mit den Russen fertig ist…“ Das sehe ich noch nicht.
      Ein Krieg bedeutet, daß Europa weitestgehend verstrahlt wird. Dazu weite Teile Westrusslands. Was dann noch so alles passiert, möchte ich mir nicht vorstellen. Letztlich könnte es das Ende unseres Planeten bedeuten. Es wird niemand mit dem anderen „fertig“ sein. Wir alle haben dann fertig!

        1. Ganz ehrlich… Ich denke, die Amis reiben sich die Hände, falls die Russen eine Atomrakete nach Berlin, Brüssel oder sonstwo hin nach Europa schicken würden.

          Wunderbar. Jetzt kann man richtig Krieg machen und niemand kann mehr dagegen sein. Strategisch hat man einen potenziellen Gegner geschwächt (Europa) und kann einen beliebig einstellbaren Krieg über eine lange Zeit gegen Russland führen (einstellbar irgendwo zwischen Stellvertreterkrieg und heisser Krieg, so wie man es innpolitisch und monetär gerade braucht).

          Diese Leute profitieren von Krieg und Zerstörung und auch von Wiederaufbau. Das ist Teile und Herrsche in Perfektion. Nebenbei wird Europa noch viel abhängiger von den USA werden.

          Deshalb werden die Russen das niemals tun. Sie werden sich verteidigen, wie sie es immer schon taten und am Ende (wieder) verlieren. Sie haben nicht die Resourcen des Westens. Einziger Ausweg ist ein starkes Bündnis gegen das Imperium, in das schliesslich auch Europa eingebunden wird. Und da sehe ich Probleme.

    2. Ich hoffe nicht, dass die Ukraine derart hochgeht, dass wir mit reingezogen werden. Passieren wird aber definitiv etwas, rechtzeitig vor den russischen Wahlen. Wir haben dann eine grüne Regierung, die Abenteuern gegen Russland sicher positiv (es wird heißen „mit Bauchschmerzen“) gegenübersteht. Aber längst nicht so schnell wie die Amerikaner von denen ich den Eindruck habe dass sie bereit sind, Europa zu opfern, denn jedes (wirtschaftliche) Ende bietet die Chance zu einem Neuanfang – Goldgräberstimmung. Bei denen ist die seit Jahrzehnten Medien- und Politikgemachte Russland-Phobie einfach enorm, dass ich denen das zutraue.

      1. Man muss mal drüben gewesen sein, um zu verstehen, wie die Amis ticken.
        Die sehen andere Menschen nicht als gleichwertig an. Wenn man dort lebt, ist Rasse und Kultur ziemlich egal, aber Menschen aus anderen Ländern sind Menschen zweiter Klasse. Das merkt man einfach, wenn man mit den Leuten dort interagiert. Es ist also keine Elitenmeinung.

        Ich denke dabei immer an Filme wie Ben Hur. Dort ist man etwas Besseres, wenn man Römischer Bürger ist. Genauso denken die Amis.
        Schon deshalb haben die gar keine Probleme, Europa zu opfern. Es leben dort schliesslich keine richtigen Menschen.

      2. „Ich hoffe nicht, dass die Ukraine derart hochgeht, dass wir mit reingezogen werden“

        In Anbetracht der allgemeinen Lage und der schlechten bis horriblen Aussichten in unserem Teil der Welt (grüne Regierung) würde das zumindest irgendeine Form von gezwungener Veränderung herbeiführen. Mittlerweile denkt man sich doch angesichts der fortschreitenden Dystopie hier : lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    3. Übertreiben Sie nicht.

      Die Amis schaffen es aktuell nicht mal, Südamerika zu kontrollieren. Und, noch lächerlicher, sie haben bisher noch nicht einmal NS 2 stoppen können. Den Ölkrieg letztes Jahr haben sie verloren. Ihre armenische Puppe Paschinjan wird bald abgewählt, nachdem sie alles gemacht hat, was Putin sie machen lassen wollte, nämlich den Karabach-Konflikt so beendigen wie Russland sich das erträumt hat, mit Karabach selbst als russischen Stützpunkt und zwei zentralen Verkehrsrouten unter russischer Kontrolle.

      Und diese Loser sollen fähig sein, Russland fertig zu machen? Die Frage ist eher, ob zur Zerschlagung der ukrainischen Armee die russische Armee selbst überhaupt gebraucht wird. Vielleicht reicht es auch, wenn sie einfach nur bereit steht um Bereiche zu sichern, die sonst ungeschützt bleiben müssten wenn die Kräfte der Republiken für einen Angriff konzentriert werden.

      1. Ich möchte wirklich glauben, das es so ist. Aber ich lebe hier in Deutschland. Und ich spüre den Stiefel des Imperiums im Nacken. Und ich sehe jeden Tag, wie gehorsam und machtlos meine Regierung ist.

  5. zählt eigentlich niemand 1+1 zusammen?
    – NATO-Übung läuft jetzt an
    – US- und NATO-Einheiten in Ukraine
    – Truppenverlegung in der Ukraine
    Abgeschlossen Ende April, je nach Wetter.
    Es wird eine Situation vorbereitet, beider entweder der Donbass erobert wird, oder Russland eingreifen muss, und genau das ist Ziel des ganzen: Russland in einen aktiven Krieg ziehen, bei dem die USA im Hintergrund bleiben können.
    Es geht nicht nur um den Donbass, sondern auch um die Krim und, je nach Entwicklung, dann direkt auch um Kalingrad, wobei die Westpropaganda und gezielte Aktionen dann benutzt werden, um den NATO-Verteidigungsfall ausrufen zu können. Die Bundeswehr hat ja schon geübt und übt weiter.
    Und: Tschüss Nordstream 2
    Alles trifft zusammen, solch ein Zufall (??). Wobei „rechtzeitig“ dann in Deutschlad ein Regierungswechsel vo Christlich-Schwarz zu Militär-Grün erfolgt, passt doch trefflich.
    Man lerne: mit der gut koordinierten Propaganda lässt sich jede Sauerei für die Bevölkerung verdaulich machen, wusste Göbbels schon.

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