Leben in Russland

Video-Erlebnisbericht aus dem Stadion des Fußball-EM-Spiels Russland-Belgien

Ich war am Samstag in St. Petersburg mit Freunden im Stadion in Petersburg und habe mir das Spiel Russland-Belgien angeschaut. Hier ein kurzer Erlebnisbericht.

Ich bin kein Fußballfan, aber wenn in meiner Stadt Fußball-WM ist (wie 2018) oder Spiele der Fußball-EM stattfinden (wie in diesem Jahr) und Freunde Tickets besorgen, dann muss ich da natürlich hin, denn so eine Atmosphäre erlebt man nicht oft. Allerdings war die Atmosphäre im Vergleich zur WM 2018 fast enttäuschend, denn damals waren zehntausende ausländische Fußballfans in der Stadt, die rund um die Uhr mit den Russen ein gigantisches Fußballfest gefeiert haben.

Dank der Pandemie haben sich wohl längst nicht alle ausländischen Fußballfans getraut, nach Russland zu reisen, denn obwohl die genehmigten 34.000 Tickets restlos ausverkauft waren und auf dem Schwarzmarkt für tausend Euro aufwärts gehandelt wurden, waren nur etwa über 26.000 Zuschauer im Stadion.

Ich will hier gar nicht zu viel erzählen, denn NuoViso hat mich gebeten, einfach alles zu filmen, was ich so sehe, damit sie daraus ein Video machen können.

Die Leute von NuoViso sind Profis, weshalb viele meiner amateurhaften Aufnahmen es nicht in das Video geschafft haben. Unter anderem habe ich auch einen Teil meiner Taxifahrt von zu Hause in den Pub gefilmt, in dem wir uns mit Freunden vor dem Spiel getroffen haben. Wer sich für einen unprofessionellen, aber dafür authentischen Blick auf eine Fahrt durch meine Wahlheimat St. Petersburg interessiert, kann sich dieses Video anschauen.

Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

5 Antworten

    1. Ich weiß nicht, ob wir da auf einer Wellenlänge liegen…
      Wenn man im russischen Fernsehen original amerikanisches wiedergibt, und dann im Hintergrund irgend eine weibliche Politikerin oder auch jünger Nachrichtensprecherin u.ä. zu hören ist, die simultan von eine weiblichen russischen Stimme übersetzt und „übersprochen“ wird … das ist, etwas lyrisch formuliert, in meinen Ohren der Unterschied zwischen der gemeinen Eiterente und einer Nachtigall.

Schreibe einen Kommentar