Pandora-Papers

Was hinter der Veröffentlichung der Pandora-Papers stecken könnte

Alles wiederholt sich, das scheint auch für die Panama-Papers zu gelten. Mit aktuellen der Veröffentlichung der Pandora-Papers scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Ein Blick zurück auf den Skandal um die Panama-Papers könnte zeigen, was wir dieses Mal zu erwarten haben.

Die Parallelen zwischen den Panama-Papers in 2016 und den aktuellen Pandora-Papers sind größer als man denkt. Das geht schon damit los, dass die Organisation, die die Papers veröffentlicht hat, in beiden Fällen die gleiche ist. Dabei handelt es sich um das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Daher lohnt zunächst ein Blick auf dieses Konsortium. (Nachtrag: Alle, die sich mit der Materie der Pandora- oder Panama-Papers, also Offshore-Firmen und ähnlichem, nicht auskennen, finden hier einen Artikel, der Grundwissen dazu vermittelt)

Die Hintermänner

Das ICIJ hat sich offiziell die die Aufdeckung von „Machtmissbrauch, Korruption und Pflichtverletzung durch mächtige öffentliche und private Institutionen“ zur Aufgabe gemacht. Das klingt gut!

Aber wie glaubwürdig ist das, wenn das Konsortium ICIJ ausgerechnet von den mächtigsten und reichsten Männern der USA finanziert wird? Auf seiner Seite sagt das Konsortium selbst, dass es unter anderem von der Adessium Foundation, den Open Society Foundations des Finanzoligarchen George Soros, dem Sigrid Rausing Trust und der Ford Foundation finanziert wird.

Das sind für Stammleser des Anti-Spiegel alles alte Bekannte, die alle nicht viel mit den von ICIJ genannten Aufgaben und Zielen am Hut haben, im Gegenteil. Adessium ist eine geheimnisvolle Stiftung, über die die niederländische Regierung Gelder an Organisationen verteilt, von denen sie anscheinend verschleiern will, dass der niederländische Staat sie finanziert. Ansonsten könnte die niederländische Regierung sie auch direkt finanzieren. Soros und Ford sind altbekannte Oligarchen der USA, die kaum ein Interesse daran haben dürften, dass ein „Journalisten Konsortium“ ihnen (und vor allem ihren „mächtigen Institutionen“) mal genauer auf die Finger schaut.

Und auch der Sigrid Rausing Trust ist für Anti-Spiegel-Leser ein alter Bekannter, der vor allem transatlantische Projekte finanziert, die im geopolitischen Interesse der USA sind. Und alle diese Finanziers der ICIJ haben eines gemeinsam: Sie alle sind auch maßgebliche Finanziers von Bellingcat, daher können Sie in diesem Artikel über die Finanzierung von Bellingcat mehr über alle diese Organisationen erfahren.

Die Gründer des ICIJ

Gegründet wurde das ICIJ vom Center for Public Integrity (CPI), das ebenfalls eine NGO ist und als sein Ziel auch die Offenlegung von „Machtmissbrauch, Korruption und Pflichtversäumnis einflussreicher öffentlicher und privater Institutionen“ angibt. Das klingt wieder gut!

Aber auch hier stellt sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit, denn auch unter den Finanziers von CPI sind neben einer Reihe transatlantischer NGOs auch wieder Ford und Adessium zu finden. Auch diese CPI lässt sich also von „einflussreichern öffentlichen und privaten Institutionen“ bezahlen, denen man doch angeblich so genau auf die Finger schauen möchte.

Wenn wir aber wissen, dass diejenigen, die damals hinter der Veröffentlichung der Panama-Papers gesteckt haben und heute hinter der Veröffentlichung der Pandora-Papers stehen, selbst zu den reichsten und mächtigsten Menschen der Welt gehören, wie glaubwürdig ist dann das offiziell verbreitete Mantra, es handle sich um die Arbeit von unabhängigen und kritischen Journalisten? Könnte es vielleicht eher sein, dass man sehr genau geprüft hat, welche Daten man welchen Journalisten an die Hand gibt, damit die über das berichten können, was sie in den Daten gefunden haben?

Oder anders gefragt: Wenn transatlantische Strippenzieher hinter diesen Veröffentlichungen stehen, wie wahrscheinlich ist es dann, dass dahinter keine Intrige transatlantischer Kräfte steckt?

Die Panama-Papers

Die Geschichte der Panama-Papers bestätigt die These, dass es sich bei den Panama-Papers um eine gewollte Veröffentlichung gehandelt hat. Wer sich noch an den Medienwirbel aus der Zeit erinnert, der erinnert sich auch noch, dass damals in den Medien fast nur die Rede von Putin gewesen ist. Dabei war Putin in den Papieren gar nicht zu finden, sondern lediglich einige reiche Russen, die als Putins enge Freunde dargestellt wurden.

Die Panama-Papers wurden instrumentalisiert, um eine weitere Medienkampagne gegen Putin und Russland loszutreten. Dass in den Papieren – im Gegensatz zu Putin – einige westliche und pro-westliche Staatschefs auftauchten, die der transatlantischen Linie treu waren, werden die wenigsten mitbekommen haben, denn darüber haben die Medien kaum berichtet.

Während sich alle noch an eine – gar nicht vorhandene – Verbindung von Putin zu den Panama-Papers erinnern, werden nur die wenigsten wissen, dass der damalige ukrainische Präsident Poroschenko in den Papieren aufgetaucht ist. Oder auch der Vater des damaligen britischen Premierministers Cameron. Die beiden wurden allerdings – im Gegensatz zu Putin – von der Presse nicht wochenlang wegen der Panama-Papers durch die Schlagzeilen geschleift.

Die Panama-Papers waren also ganz eindeutig ein Propaganda-Instrument, das man genutzt hat, um Stimmung im Sinne transatlantischer Interessen zu machen und wer den transatlantischen Interessen treu ergeben war, der wurde von den Medien möglichst nicht erwähnt, auch wenn er über Steuersparmodelle Millionen am Fiskus vorbeigeschleust hat.

Dass solche Veröffentlichungen immer auch ein Signal an alle anderen sind, das aussagt, dass man Dreck über jeden finden kann, der darüber nachdenkt, aus der transatlantischen Linie auszuscheren, sei nur nebenbei erwähnt.

Die Pandora-Papers

Nun dürfte sich die Geschichte mit den Pandora-Papers wiederholen. Es sind die gleichen Organisationen, die die Papers nun öffentlich gemacht haben und sogar die ersten Schlagzeilen erinnern an die Panama-Papers. Der Spiegel titelte schon am Tag der Veröffentlichung der Pandora-Papers „Pandora Papers – Kreml spricht von »unbegründeten Behauptungen« über Putins Umfeld“ und schrieb:

„Nach den Enthüllungen der Pandora Papers hat der Kreml die Berichte über unerklärlich große Vermögen bei Vertrauten von Präsident Wladimir Putin zurückgewiesen. »Dies ist nur eine Reihe völlig unbegründeter Behauptungen«, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Montag. In den Pandora Papers findet sich Medienberichten zufolge unter anderem der Name einer angeblichen Geliebten des russischen Präsidenten.“

Das Déjà-vu

Wieder taucht Putins Name nicht in den Papers auf, aber schon die ersten Schlagzeilen über die Pandora-Papers machen Putin zum Thema. Das nenne ich ein wahres Déjà-vu!

Und es gibt noch ein Déjà-vu: Auch der aktuelle ukrainische Präsident taucht wieder in den Papers auf. Es geht um 40 Millionen Dollar, die „Selensky und sein Umfeld“ auf Offshore-Konten gebracht haben sollen, was in der Ukraine gerade für politische Aufregung sorgt. Spiegel-Leser erfahren davon aber in den ersten Artikeln über die Pandora-Papers nichts, da ist nur von Putin die Rede, der in den Papieren aber gar nicht genannt wird.

Und nun?

Allerdings könnte sich die Geschichte mit Selensky dieses Mal anders entwickeln, als damals bei Poroschenko, denn Selensky hat seine Gönner in der Ukraine und auch in den USA inzwischen sehr verärgert. Ich habe schon Zweifel geäußert, dass Selensky bis zum regulären Ende seiner Amtszeit durchhält, zu groß ist der Ärger allenthalben um ihn.

Er hat US-Präsident Joe Biden nicht nur dadurch verärgert, dass Selensky nach seiner Wahl sehr offen für Gespräche mit Trump war, sondern auch noch nach Bidens Amtsantritt, als er aus Geldnot angefangen hat, in der Ukraine Leute zu feuern, die seit 2015 unter Bidens Schutz stehen, um Zugriff auf Geldströme zu bekommen. Das war April, die Details finden Sie hier.

Die Verärgerung Bidens konnte man deutlich sehen, denn als Biden im Juni in Europa war, hat er auf Selenskys Betteln um ein Treffen nicht mal reagiert und ein dann für Juli angesetztes Treffen im Weißen Haus mehrmals verschoben, sodass es schließlich erst Anfang September stattgefunden hat. Die Geringschätzung, die man Selensky in den USA entgegenbringt konnte man an vielen Details erkennen: Zum Beispiel daran, dass Medien ihn „Präsident Lewinsky“ nannten oder an dem Gastgeschenk, das er überreicht bekam; es war ein Buch mit dem Titel „Das Schädelhirntrauma“. Es gab viele weitere Beispiele.

Dass CNN Selensky unmittelbar nach dessen USA-Besuch mit einer Enthüllung über die ukrainische Beteiligung an einer verpatzten Geheimdienstoperation bis auf die Knochen blamiert hat, weil Selensky vorher immer jede Beteiligung an dem Fiasko abgestritten hatte, war nur noch die Kirsche auf der Torte. Und es war natürlich ein deutliches Signal nach Kiew, denn zum Beispiel mit Poroschenko, der Biden und Obama seinerzeit nie verärgert hat, hätte CNN sich so etwas nicht erlaubt.

Daher kann es sein, dass die Pandora-Papers nun genutzt werden, um Selensky sturmreif zu schießen. Das muss nicht so kommen, aber es wird sehr interessant, die weiteren Entwicklungen zu beobachten. Immerhin hat das ICIJ, das jetzt angefangen hat, die Pandora-Papers zu veröffentlichen, schon angekündigt, dass man dieses Mal noch viele Wochen lang immer neue Portionen der Papiere öffentlich machen wird.

Die transatlantische Operation

Dass es sich dabei um eine transatlantische Operation handelt, zeigt schon die Herkunft der in den Papieren genannten Politiker, von denen kaum jemand aus dem Westen (und natürlich niemand aus den USA) stammt. Und dass es sich um eine Operation in Sachen Ukraine handeln könnte, zeigt sich daran, dass die meisten in den Papieren genannten Politiker aus der Ukraine stammen.

Wir können also gespannt darauf warten, wozu die Papiere dieses Mal benutzt werden.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

23 Antworten

  1. Ein „Fehler“ im Artikel:
    Worüber die Medien in Deutschland berichten hängt ist deren Auswahl. Wenn in den Panama-Papers vielePolitiker genannt wurden und sich die Medien auf Putin eingeschossen haben, dann könnte das auch einfach daran liegen, dass niemand Nachrichten ließt in denen irgendein Russe in Tschukotka beschuldigt wird beim Handel mit Pelzen 4 000 000 Rubel ergaunert zu haben. (Nur ein erfundenes Beispiel)

    1. aber in deutschen emdien war zu Ukraine auch nichts zu leen, und die Politiker sind hier bekannt, zumindest teilweise.
      Einzig, was gestern zu lesen war: Selenskys fordert von Deutschland wirtschaftliche Unterstützung und Investitionen.
      Offensichtlich ein Versuchsballon, um die deutsche Reaktion zu testen (Waffen stehen ja auch auf der Wunschliste, und die Grünen plädieren ja eifrigst für diese Lieferungen). Bei der bisherigen deutschen Haltung zur Ukraine also eine sehr berechtigte Hoffnung auf Erfüllung der Wünsche.

      1. Ich finde im Artikel entsteht der Eindruck, dass Medien mit unseren Oligarchen zusammenarbeiten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es so direkt abläuft, wie es hier beschrieben wird. Eher so:
        Irgendwer hat sucht nach Dreck bei Konkurrenten und veröffentlicht das. Die Medien suchen sich die Personen raus, die am meisten Leser bringen und veröffentlichen das. Ein ähnliches Ergebnis, aber weniger koordiniert.

        1. Sie können sich nicht vorstellen, „dass Medien mit unseren Oligarchen zusammenarbeiten“?
          Sie sind anscheinend noch neu hier, denn dass das so ist, habe ich ungezählte Male aufgezeigt. Sie sollten sich mein Buch „Abhängig beschäftigt“ anschaffen. Nicht, weil ich als Autor daran einen Euro verdiene, sondern weil ich darin nicht nur genau aufgezeigt habe, dass das so ist, sondern auch mit vielen Beispielen belegt habe, wie das funktioniert und dass die Medien genau diesen Oligarchen direkt oder indirekt gehören.

          1. Ich bin nicht neu und lese Ihre Artikel gerne, obwohl ich oft anderer Meinung bin.
            Dass Oligarchen in den USA NGOs finanzieren, um andere Oligarchen anschwärzen zu können ist absolut nachvollziehbar.
            Das unsere Medien wieder besseren Wissens Unsinn verbreiten habe ich auch oft genug selbst mitbekommen.
            Ich bin aber der Meinung, dass die beiden Parteien nicht so gut koordiniert miteinander arbeiten, wie Sie es darstellen (oder ich es hier auffasse). Eine allzu direkte Beeinflussung wäre wohl auch zu auffällig. Ich stelle mir das eher als verschiedene Systeme vor, die sich gegenseitig beeinflussen.
            So wie zwei unterschiedliche Firmen, welche zusammenarbeiten, aber jeder hat seine eigenen Vorstellung vom Ziel und versucht das umzusetzen, was ihm am sinnvollsten erscheint. Insgesamt bewegt man sich dann in eine Richtung, die beiden nützt.
            Ich will auch nicht die Sache an sich kritisieren, nur die Darstellung: „Boss bestellt, Zeitung liefert“, finde ich etwas zu einfach.
            Ich denke es gibt noch mehr Einflussfaktoren.

          2. Interessant ist die Tatsache, dass kein einziger deutscher Staatsangehöriger Erwähnung gefunden hat, obwohl es doch sehr wahrscheinlich ist, dass deutsche Politiker, Unternehmer und Prominente ebenfalls Klienten Briefkastenfirmen gründen und zur Steuerhinterziehung oder- vermeidung oder auch andere einschlägige Methoden nutzen, wie das Beispiel der misandrischen, kryptolesbischen Betonfeminstin Alice Schwarze eindrucksvoll bestätigt hat.

  2. Die weißen Flecken sind ganz zufällig bei den USA besonders ausgeprägt. Die US-Kapoitaölisten sind alles Unschuldslämmer schlechthin. Die haben – wie man ja unübersehbar an Soros und Co. sehen kann, nur das Wohl der ganzen Menschheit im Blick. Dass dabei so die eine oder andere Milliarde bei ihnen kleben bleibt, wr will es ihnen verdenken? [Sarkasmus Ende]

    Aber ganz ehrlich, das Sprichwort: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing, stimmt mal wieder ganz offensichtlich. Dass sie es jedoch so offensichtlich machen, ist wirklich erstaunlich. Sie leben halt in einer Filterblase, die Herren udn Damen „investigative Journalisten“. Doch im Gegensatz zu den – oft angedichteten – Filterblasen der Alternativen sind deren Filterblasen so starr, dass – sollten sie mal aus dieser ausbrechen, deren ganzes Weltbild wie ein Kartnehaus zusammenbrechen wird und sie in eine tiefe Sinnkrise stürzen werden. Aber da sind sie selber Schuld dran. Da gibt es ebenfalls ein passende Sprichwort: Wer die Wahrheit kennt, und sie verschweigt, lügt. Und Lügner sind bekanntlich diejenigen, die sich ihrer Schuld am wenigsten bewusst sind.

  3. Es geht auch darum den tschechischen Premier kurz vor den anstehenden Wahlen zu diskreditieren.
    Am Freitag sind hier die Wahlen und seltsamerweise kommt es 5 Tage vorher zu diesem „Skandal“. Andre Babis (so heißt der Premier) hatte VOR seiner Zeit als Politiker eine Immobilie in Frankreich gekauft (nicht er direkt, aber eine seiner Firmen), ganz legal mit versteuertem Geld. Und daraus macht jetzt seine Konkurenz einen Skandal.
    Er ist halt auch unangenehm für die restlichen EU Eliten und Massenmedien…

  4. Die Daten von den Panama und Pandora-Papers sollen mehrere Terabyte groß sein. Bis heute sind von diesen “Journalisten“ aus ICIJ nur paar Daten veröffentlicht wurden.

    Allein das ist ja schon merkwürdig. Und was ist mit den ganzen US-Steueroasen wie z.B. Delaware (dort hatten Joe Biden und seine Familie das Sagen)?
    Mir kann auch niemand erzählen, dass es in der deutschen Politik und Wirtschaft keine Steuerflüchtlinge gibt.
    Die Süddeutsche hat ja über die “legalen“ Steuerfluchtmöglichkeiten der deutschen Unternehmen berichtet: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-steueroase-1.4893770

    Oder der Spiegel: https://www.spiegel.de/wirtschaft/jersey-ist-die-beliebteste-steueroase-der-deutschen-a-4f68b16e-b6ac-44e3-bdd5-cc8df94ca93b

    Der BMW-Erbe Stefan Quandt hat sich auch persönlich von der Steuer gedrückt und war in den Paradise-Papers. Darüber wurde kaum berichtet und in dem Wikipedia-Artikel von ihm ist auch nichts davon zu finden.

    Jeffrey Epstein war auch ein notorischer Steuerflüchtling und bis heute will von den Ermittlern wissen wer die Anleger in seinen Fonds wie z.B. Southern Trust Co. und The 1953 Trust waren bzw. woher das Geld kam und wohin es ging.

    Mich würde da brennend interessieren ob Mr. X mit seiner Software und seinem Wissen die Netzwerke von und um Jeffrey Epstein klarmachen kann.
    Er war ja auch Mitglied der Trilateralen Kommission und Council on Foreign Relations.
    Dabei möchte ich auch auf diesen Kanal aufmerksam machen: https://www.youtube.com/c/1791dow/videos
    Dort gibt es eine 3-teilige Epstein Reihe.
    – The Origins of Jeffrey Epstein
    – The Contacts of Jeffrey Epstein
    – The Fate of Jeffrey Epstein

  5. Dr. Röper:

    „Dass es sich dabei um eine transatlantische Operation handelt, zeigt schon die Herkunft der in den Papieren genannten Politiker, von denen kaum jemand aus dem Westen (und natürlich niemand aus den USA) stammt.“

    Was Dr. Röper nicht weiß: Bei den Panama-Papers war es so, dass die betroffenen Firmen keine US-Kunden aus Riskoüberlegungen annahmen, somit konnte es keine Leaks über US-Amerikaner geben! Es kann daher gut sein, dass auch dieses Leaks an Orten geschehen ist, die US-Amerikaner als Kunden ablehnen, da die Kanzleien wissen, mit den amerikanischen Steuerbehörden ist nicht zu spassen. Es waren die Amerikaner, die das Schweizer Bankgeheimnis knackten!

    Dr. Röper sollte also nicht Vorschnell von einer „transatlantischen Operation“ sprechen, zwar bedient er damit seine Sichtweise und die seiner Leser, was sich sicher positiv aufwirkt auf die Spenden an ihn.

    1. „Es kann daher gut sein, dass auch dieses Leaks an Orten geschehen ist, die US-Amerikaner als Kunden ablehnen, da die Kanzleien wissen, mit den amerikanischen Steuerbehörden ist nicht zu spassen. Es waren die Amerikaner, die das Schweizer Bankgeheimnis knackten!“

      Gerade deshalb sieht es erst recht nach einer transatlantischen Operation aus.
      Ein Blick auf die hinter dem ICIJ stehenden Organisationen und Finanziers macht die Sache erst richtig interessant, gehören doch die NED oder USAID dazu. Die nächste Frage lautet doch, wie kommen diese „Journalisten“ an die Unterlagen heran, die u.a. in den US-Steueroasen entstanden sein dürften? Hat die „Firma“ da geholfen? Bei solchen Aktionen stellt sich auch die Frage, wem so etwas nützt? Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass nun die US-Steueroasen dichtgemacht werden! Leider wissen wir zu wenig über die Hintergründe, aber das das alles selbstlos gewesen sein soll, übersteigt mein Vorstellungsvermögen!

    2. Hätte die Schweiz Atomwaffen gehabt, dann währe das Schweizer Geschäftmodell / Bankgeheimnis, NIE Abgepresst worden. Mein Cousin, gerade mit der Prokura bei Haniel, zum ersten Mal in den USA, zu Geschäftverhandlungen, sagte danach zu mir, da sitzt du den Mafia Verbrechern gegenüber, die keinerlei Hemmungen haben, selbst dein Leben und das deiner Familie in Frage zu stellen, man kann der Erpressung mit der Androhung von Gewalt, nur klein bei geben.

    3. Sie wissen wohl nicht, dass das für die Publikation von Pandora Papers verantwortliche Journalisten-Kollektiv u.a. von der Stiftung des US-amerikanischen Oligarchen George Soros finanziert wird und, dass der von US-amerikanischen Oligarchen gerne für dubiose Geschäftspraktiken genutzte US-Bundesstaat Delaware das effizientes Steuerparadies der Welt ist.

  6. Was bei der ganzen Diskussion völlig untergeht, ist die Tatsache, dass sich diese Steueroasen z.B. in den USA, South Dakota befinden. Das wird dann mal am Rande erwähnt, ist aber eigentlich des Übels Wurzel!

    1. https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/south-dakota-pandora-papers-101.html

      Genannt wird das schon nur Aufreger sind das eben nicht. Und genau darin liegt die Schwäche der Ermittlungen. Man pickt sich ein paar Leute raus die ins Kalkül passen und schon darf der Michel sich erregen. Was ist schon dabei wenn die deutsche Entwicklungsbank seine Kreditgeschäfte über Banken in Panama abwickelt? Nichts ist dabei wenn Entwicklungshilfe durch Steuerparadiese geschoben wird. Schließlich sind ja alle korrupt außer die Geldgeber, die korrumpieren die Korrupten.

      Warum wird nicht das hinterfragt das zu solchen Auswüchsen führt? Warum muss ich bei jeder Gelegenheit meinen Namen bekannt machen Andere nicht weil sie sich hinter irgendein Konstrukt verstecken? Warum muss jeder durchschnittliche Häuslebauer Steuern auf Grunderwerb zahlen, Andere nicht?
      Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
      Und dann kommt das Totschlag Argument noch Oben drauf. Wir können da nichts machen weil …. , ja aber…., das kann nur…

  7. Mal sehen ob den „Journalisten“ von ICIJ Verfolgung und Folter wie Julian Assange zu Teil wird.
    Ich wage es jedoch zu bezweifeln, denn ein Untersuchungsausschuss des Britischen Parlaverments hat ex-Premier Blair schon Kriegsverbrechen bescheinigt, da fallen Steuervermeidung oder -hinterziehung nicht ins gewicht.

    Ich frage mich was der Blair, ausser gewollte Kriegsverbrechen und Korruption, getan hat um von seines Gleichen gegen sich aufzubringen.

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