Ursprung von Covid-19

Was Spiegel-Leser über den US-Geheimdienstbericht über den Ursprung von Covid-19 alles nicht erfahren

Der von US-Präsident Biden geforderte Geheimdienstbericht über den Ursprung von Covid-19 ist fertig, aber noch nicht veröffentlicht. Der erste Spiegel-Artikel zu dem Thema desinformiert seine Leser nicht einmal, er informiert sie einfach gar nicht.

Am Dienstag habe ich gemeldet, dass die US-Geheimdienste dem Weißen Haus am Mittwoch den Geheimdienstbericht über den Ursprung von Covid-19 vorlegen wollten, den US-Präsident Biden angefordert hat. Das ist geschehen und obwohl die Veröffentlichung einer Version des Berichts für die Öffentlichkeit noch einige Tage dauern wird, berichten US-Medien bereits über den Inhalt des Berichts. Das wiederum war für den Spiegel Anlass, über die US-Medienberichte zu schreiben. Das Ergebnis ist ein Artikel, wie man ihn nur selten zu sehen bekommt, denn bei dem was der Spiegel alles weglässt, muss man schon fast von Nicht-Information sprechen, denn selbst Desinformation wäre informativer gewesen.

US-Geheimdienste können Ursprung von Covid-19 nicht ermitteln

Der Spiegel-Artikel trägt die Überschrift „Medienberichte zur Laborthese – US-Geheimdienste können Corona-Herkunft nicht eindeutig ermitteln“ und beginnt mit folgender Einleitung:

„Seit dem Beginn der Pandemie wird darüber spekuliert, ob das Coronavirus aus einem Labor stammt. Beweise sollte ein Bericht des US-Geheimdienstes liefern. Doch ohne China sei eine Klärung nicht möglich, heißt es.“

Die Geheimdienste konnten, nach eigenen Angaben und soweit man bisher weiß, nicht klären, ob Covid-19 aus dem Labor stammt oder natürlich entstanden ist. Schuld daran, dass diese Frage nicht geklärt werden konnte, ist demnach (wenig überraschend) China. Und damit beginnt wohl genau die Desinformationskampagne, die ich seit Wochen prophezeie.

Die amerikanische Spur zu Covid-19

Als US-Präsident Biden die US-Geheimdienste Ende Mai angewiesen hat, innerhalb von 90 Tagen den Ursprung von Covid-19 zu klären, sollte damit davon abgelenkt werden, dass die Antwort auf diese Frage möglicherweise nicht in China, sondern in den USA zu finden ist.

Ich bereits mehrmals geschrieben, dass man keine Geheimdienste braucht, um die Herkunft von Covid-19 zu klären. Es würde wahrscheinlich völlig ausreichen, wenn Dr. Fauci offenlegt, woran er in Wuhan hat forschen lassen. Die deutschen „Qualitätsmedien“ berichten darüber fast nicht, aber die Behörde von Dr. Fauci hat die Forschung an Coronaviren von Fledermäusen in Wuhan über eine NGO in New York finanziert. Das konnte man zwar ab und an in Nebensätzen im Spiegel lesen, aber es wird vehement davon abgelenkt. In dem aktuellen Spiegel-Artikel wird das wieder mal gar nicht erwähnt. Über die Details dieser amerikanischen Spur zu Covid-19 habe ich bereits Anfang Juni berichtet, Sie können das hier nachlesen.

Und nun ist wieder einmal die Chronologie wichtig. Die Informationen, über die ich Anfang Juni berichtet habe, sind in den USA bereits Anfang Mai bekannt geworden. Im Mai wurde Dr. Fauci daraufhin in einer Senatsanhörung danach gefragt, ob er in Wuhan Gain of Function Forschung finanziert hat. Gain of Function bedeutet in diesem konkreten Fall, Coronaviren von Fledermäusen so zu verändern, dass sie für den Menschen ansteckend werden. Und als Fauci danach wegen dieser Geschichte unter Druck zu geraten schien, hat Präsident Biden nicht etwa bei Fauci angefragt, was er da in Wuhan finanziert hat, sondern Biden hat stattdessen medienwirksam von Fauci abgelenkt und die Geheimdienste angewiesen, den Ursprung von Covid-19 zu klären.

Dieser Bericht liegt nun vor und obwohl er noch geheim ist, melden US-Medien bereits, dass er die Frage nicht eindeutig beantworten konnte, aber die Schuld wird China gegeben, das angeblich Daten zurückhält. Auch das dürfte vorgeschoben sein, denn vor einigen Wochen haben US-Medien gemeldet, dass die US-Geheimdienste die Cloud des Labors in Wuhan gehackt und alle wichtigen Daten erbeutet haben, die Details finden Sie hier.

Damit scheint es sehr sicher zu sein, dass die US-Regierung China gar nicht braucht, um an die nötigen Informationen zu kommen. Einerseits dürfte Fauci wissen, was in Wuhan erforscht wurde und andererseits haben die US-Geheimdienste die Informationen aus der Cloud des Labors gezogen. Das deutet darauf hin, dass die ganze Diskussion um China, das angeblich Daten zurückhält, ein Ablenkungsmanöver ist.

Und „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel spielen dabei fröhlich mit, wie dieser aktuelle Spiegel-Artikel mal wieder zeigt.

Das Ablenkungsmanöver der US-Regierung

In dem aktuellen Spiegel-Artikel geht in den ersten Absätzen lang und breit um die Frage, ob Covid-19 aus dem chinesischen Labor stammt oder nicht und darum, dass die US-Geheimdienste diese Frage nicht eindeutig beantworten können. Dann kommt folgendes:

„Die nicht eindeutigen Ergebnisse seien unter anderem auf fehlende Informationen aus China zurückzuführen, berichtete das »Wall Street Journal«. »Wenn China keinen Zugang zu bestimmten Datensätzen gewährt, wird man nie wirklich etwas erfahren«, sagte ein nicht namentlich genannter US-Beamter der Zeitung.“

Dieser Absatz ist aus zwei Gründen interessant. Erstens wird verschwiegen, dass die Daten ohnehin bereits in den USA vorliegen, weil sie die Cloud gehackt haben. Noch wichtiger aber ist ein anderes Detail, nämlich der „namentlich nicht genannte US-Beamte.“

Da hat also ein Beamter des Geheimdienstes oder des Weißen Hauses Informationen an die Zeitung weitergegeben, die noch geheim sind. Das nennt man Geheimnisverrat und das ist strafbar. Gerade die USA verstehen dabei gar keinen Spaß, wie die Beispiele von Edward Snowden oder Julian Assange zeigen. Daher müsste man vermuten, dass nun Ermittlungen aufgenommen werden, weil ein Beamter geheime Informationen an die Presse weitergegeben hat.

Das wird natürlich nicht passieren, denn es ist ein beliebtes Mittel der westlichen Geheimdienste und Medien, mit diesen Formulierungen über „ungenannte Quellen“ aus Regierung oder Geheimdienst oder „namentlich nicht genannte Beamte“ zu arbeiten. Wenn man diese Formulierung liest und anschließend kein Staatsanwalt die undichte Stelle sucht, dann bedeutet das, dass hier bewusst Informationen an die Presse weitergeben wurden. Die Regierung oder der Geheimdienst hätte das auch auf einer Pressekonferenz verkünden können, aber das klingt nicht so dramatisch. Dieses Vorgehen, sich auf nicht genannte Quellen zu berufen, verschleiert nur, dass hier bewusst Informationen durchgesteckt wurden (die nicht einmal wahr sei müssen), von denen die Regierung will, dass sie an die Öffentlichkeit kommen. Und die Medien spielen das Spiel bereitwillig mit.

Wir sehen daher einen starken Hinweis darauf, was die US-Regierung will. Sie möchte (um von der eigenen Rolle abzulenken?) bei der Frage des Ursprungs von Covid-19 mit dem Finger auf China zeigen. Für Chinas Schuld gibt es keinerlei Beweise, aber Chinas Schuld wird dadurch suggeriert, dass man behauptet, China gebe nicht alle Informationen heraus – frei nach dem Motto, China müsste etwas zu verbergen haben.

Dass die USA über diese Informationen ohnehin schon verfügen, wird bei der Gelegenheit nicht erwähnt.

Demenz beim Spiegel

Ein weiteres Beispiel dafür, wie der Spiegel in seinem Artikel der US-Regierung in die Karten spielt, sind zwei aufeinander folgende Absätze. Der erste lautet:

„Erst in diesem Januar hatte ein Team internationaler Experten im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Wuhan besuchen können – mehr als ein Jahr nach Entdeckung des Virus. Ihr Bericht wurde Ende März veröffentlicht, lieferte aber keine klaren Ergebnisse. Die sogenannte Labortheorie stuften die WHO-Experten damals als extrem unwahrscheinlich ein. Allerdings war diese These nicht genauer untersucht worden.“

Das ist nur eine sehr grobe Umschreibung der Geschichte und das weiß der Spiegel auch. In seiner Titelgeschichte „Geheimdienste und Wissenschaftler erforschen den Ursprung des Coronavirus – Das Rätsel von Wuhan“ von Anfang Juli hat der Spiegel zwar langatmig den Schwarzen Peter an China geschoben, aber immerhin kurz erwähnt, was das Problem an der Untersuchung der WHO in China gewesen ist.

An der Untersuchung war nämlich unter anderem auch ein gewisser Dr. Peter Daszak beteiligt, der der Chef der NGO EcoHealth Alliance ist. Über diese NGO sind die Gelder von Dr. Fauci nach Wuhan geflossen, mit denen an den Coronaviren von Fledermäusen geforscht wurde. Mehr noch: Dr. Daszak hat zusammen mit der Chinesin Dr. Shi in Wuhan selbst daran geforscht.

Er hatte also ein sehr großes Interesse daran, dass der Bericht ergibt, dass Covid-19 nicht aus dem Labor in Wuhan kommt, denn das hätte zu sehr lästige Fragen zu seiner eigenen Rolle dabei und auch zu Dr. Fauci geführt. Daher ist der WHO-Bericht so ausgefallen, wie er sollte und hat ausgesagt, dass Covid-19 ziemlich sicher nicht aus dem Labor kommt.

Aber das erfährt der Spiegel-Leser heute nicht, stattdessen folgt darauf dieser Absatz:

„An der Untersuchung und dem Bericht wurden aber schnell Zweifel laut. Viele Länder äußerten ihre Besorgnis darüber, dass den internationalen Experten bei ihrer Untersuchung in China der Zugang zu wichtigen Daten verwehrt worden sei. Auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus räumte ein, dass die erste Untersuchung nicht weit genug gegangen sei, und mahnte weitere Nachforschungen an.“

Auch hier vermeidet der Spiegel jeden Hinweis in Richtung USA und macht sich damit zum Erfüllungsgehilfen der US-Regierung, die um jeden Preis China die Schuld geben will, anstatt zu veröffentlichen, was Dr. Fauci in Wuhan finanziert hat. Immerhin muss man sich ja fragen, ob es Zufall ist, dass Dr. Daszak in Wuhan mit Geld von Dr. Fauci daran geforscht hat, wie man Coronaviren von Fledermäusen ansteckend für Menschen machen kann und dass dann ausgerechnet in Wuhan ein Coronavirus von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen ist und die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat.

Spiegel-Leser erfahren davon in dem Artikel nichts und man muss sich fragen, ob in der Spiegel-Redaktion Demenz vorherrscht und man vergessen hat, was man vor wenigen Wochen in der eigenen Titelgeschichte geschrieben hat, oder ob der Spiegel seine Leser bewusst nicht darüber informiert. Aber egal, ob es Demenz oder bewusste Lesertäuschung ist, das Beispiel zeigt einmal mehr:

Spiegel-Leser wissen weniger!


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen „Spiegleins“ lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2020 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

10 Antworten

  1. Die These, dass Covid 19 aus Fort Detrick entfleucht ist, das daraufhin oder zumindest in nahem zeitlichem Zusammenhang wegen fortgesetzter Schlamperei geschlossen wurde, und dann erst mal all die E-Zigarettenraucher dahingerafft hat, bevor es von Militärs zu den Military Games nach Wuhan geschleppt wurde… – diese These ist also vom Tisch? (Ich habe kürzlich erst wieder einen längeren Artikel darüber gelesen, mir nur leider den Link nicht gemerkt. Auf die Schnelle war eben auch eine Suche nicht erfolgreich. Für ergänzende Hinweise bin ich dankbar.)

    1. In China findet genau diesselbe Propaganda statt wie hierzulande. Nur sind die Amis bei denen die Bösen.
      Interessanterweise erscheint Billyboy Gates in deren Propaganda als ein netter Philantroph.

      Beide Regime profitieren also von der jeweiligen Propaganda, arbeiten aber zusammen, wenn es darum geht, ein tödliches Virus gegen ihre Bevölkerungen zu entwickeln. Empfehle wie schon öfter den Corbett Report, um das zu verstehen. https://www.corbettreport.com/

      Das ist immer wieder diesselbe Herrschaftstaktik.

    2. Selbst falls das den vielen Behörden „entgangen“ sein sollte: 2008 (!) wurde beschrieben, wie Coronaviren in Fledermäusen durch minimale Peptidsequenz-Änderung im Spike-Protein am menschlichen ACE2-Rezeptor binden. Der DURCHGEFÜHRTE Nachweis ist veröffentlicht: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2258702/pdf/1085-07.pdf

      Dokumentiert wurde, dass die Coronavirusvariante „SL-CoV“ in Fledermäusen nicht am menschlichen ACE2-Rezeptor bindet. Auch bindet SARS-CoV (das Virus von 2002) nicht am ACE2-Rezeptor der Fledermäuse. Das schloss direkte Übertragungen von Fledertier zu Mensch über jenen Rezeptor aus. ÄNDERTE man aber SL-CoV mit der entsprechenden SARS-CoV-Sequenz, heftete sich das entstandene Virus an den menschlichen ACE2-Rezeptor.

  2. Großes Rätsel: Wie kann man überhaupt die Herkunft eines Virus feststellen, welches kein Mensch jemals gesehen hat?
    Sollte man nicht vor allem zuerst geklärt haben, ob es überhaupt ein „neues“ Virus gibt?
    Das scheint ja von Anfang an keinen interessiert zu haben.

    1. Gut, dass das mal gesagt wurde! Wenn es denn überhaupt ein „neues Virus“ ist. Bekanntermaßen verändern sich Viren dauernd.
      Was bei der Diskussion immer wieder erstaunt, ist eher, dass man gut davon ablenkt, dass dieses Virus ein harmloses Virus ist, wie auch etliche Pathologen – in DE Dr. Püschel – schon feststellten.
      Die Medizin hat schon immer von der Pathologie gelernt – inzwischen alles vergessen, kann man doch nach der „Vogel-&Schweinegrippe“, die wohl beide gefloppt sind, gut am Narrativ festhalten….
      Keiner fragt ob es Therapien gibt bei einem schweren Verlauf dieser Erkrankung der Atemwege….
      Jeder Mensch hat mehr als 35 Milliarden(!) Viren & genau so viele Bakterien in seinem Körper…..

      Viel interessanter wäre die Frage weshalb alle Regierungen das Spiel mitspielen, was verspricht man sich letztendlich davon?

      1. „Viel interessanter wäre die Frage weshalb alle Regierungen das Spiel mitspielen, was verspricht man sich letztendlich davon?“

        Die wichtigen Figuren zumindest in Europa gehören alle zu den „Young Global Leader“ des WEF. Merkel, Macron, Boris Johnson, jetzt Baerbock…
        Das ist ein Karrierenetzwerk für Leute, die leicht zu kontrollieren sind. Ahnung von irgendwas ist nicht nötig.

        Und die setzen nur um, was ihnen gesagt wird.
        Und was das ist… nunja, es wird uns doch ständig aufs Brot geschmiert von unseren Oligarchen. Bevölkerungsreduktion (wegen der armen Erde natürlich), totale Kontrolle, kein Besitz für die unteren 99.9999%. Das ganze VT Zeug halt, das niemand glauben konnte und das genau jetzt passiert.

        Hier nur mal ein anderer Standpunkt, der dieser menschenfeindlichen Agenda entgegen steht:
        https://www.youtube.com/watch?v=FACK2knC08E

        Wahrscheinlich nur noch auf yt, weil er am Ende das Klimawandel- Narrativ erfüllt.

  3. US-Geheimdienste sollen den Ursprung des Corona-Virus ermitteln. Ausgerechnet US-Geheimdienste, die ja schon mal Massenvernichtungswaffen im Irak entdeckt haben, die wissen, dass der Iran Atomwaffen entwickelt, die aber nichts mitbekommen haben, als die Türme des WTC und das Pentagon 2001 torpediert wurden. Für die russische Wahleinmischung haben sie auch keinerlei Belege entdeckt.
    Was also soll dabei herauskommen, außer Desinformation, wenn US-Geheimdienste den Ursprung des Corona-Virus ermitteln sollen?

    1. Sie irren sich in Bezug auf das Streben des Iran nach Kernwaffen, weil der Iran bekanntlich von einem religiös-fundamentalistischen Regime beherrscht wird, welches sich nachweislich die Produktion von nuklearen WMD zum Ziel gesetzt hat.

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