USA vs. China

Worum geht es in dem Streit im Südchinesischen Meer und wie gefährlich ist er?

Dass die USA eine zunehmend anti-chinesische Haltung einnehmen, ist kein Geheimnis und wurde bei allen Treffen von US-Präsident Biden in Europa thematisiert. Aber worum geht es eigentlich im Südchinesischen Meer?

Ich sammle schon lange Artikel über den amerikanisch-chinesischen Konflikt und werde darüber irgendwann sehr ausführlich schreiben, denn das Thema ist interessant und komplex. Und es betrifft uns alle, denn die USA haben die EU an ihre Seite gezogen und auch die EU hat sich der anti-chinesischen Politik angeschlossen. Das betrifft uns nicht nur wirtschaftlich, auch ein „Krieg aus Versehen“ ist in der Region realistisch, denn es stehen sich bis an die Zähle bewaffnete Marineeinheiten zweier Atommächte gegenüber.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat eine sehr gute und kompakte Zusammenfassung darüber veröffentlicht, worum es in dem Streit im Südchinesischen Meer geht und welche Gefahren davon ausgehen. Dieser Streit ist nur ein Teil des amerikanisch-chinesischen Konfliktes, aber in jedem Fall der gefährlichste. Daher habe ich den Artikel der TASS übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Arena eines möglichen Konflikts zwischen China und den USA. Was Sie über die Situation im Südchinesischen Meer wissen müssen

Mit dem Rückzug aus dem Irak und Afghanistan wird China zu einer Priorität der US-Außenpolitik

Das Südchinesische Meer ist einer der turbulentesten Flecken auf der Weltkarte. Hier treffen die Interessen mehrerer Länder aufeinander, vor allem die Interessen Chinas und der USA. Aufgrund der starken militärischen Präsenz in der Region kann die Situation jederzeit eskalieren. Sehen wir uns an, warum der Territorialstreit im Südchinesischen Meer der Beginn eines neuen großen Krieges zu werden droht.

In der vergangenen Woche hat US-Vizepräsidentin Kamala Harris ihre erste Reise nach Südostasien angetreten. Auf einer Pressekonferenz in Singapur wetterte sie gegen China wegen dessen angeblich „aggressivem Verhalten“ im Südchinesischen Meer. Harris‘ Ausbruch erfolgte inmitten erhöhter Spannungen in den Gewässern und einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und China.

„Peking übt weiterhin Druck aus, schüchtert ein und erhebt Anspruch auf einen Großteil des Südchinesischen Meeres“, sagte Harris. Die Region sei für die Sicherheit und den Wohlstand der USA von entscheidender Bedeutung und daher eine Priorität für die Außenpolitik Washingtons, sagte sie. Die Vizepräsidentin schloss mit dem Versprechen, dass die Vereinigten Staaten ihre Verbündeten angesichts der Gefahr nicht im Stich lassen würden. Wer nach Harris‘ Ansicht eine Gefahr darstellt, muss man nicht raten.

Wer streitet sich im Südchinesischen Meer?

Der Streit im Südchinesischen Meer dauert schon seit Jahrzehnten an und betrifft mindestens sechs Staaten: China, Brunei, Vietnam, Taiwan (ein international nicht anerkannter Staat), Malaysia und die Philippinen. Alle beanspruchen diese Gewässer und die beiden darin liegenden Inselgruppen – die Paracel-Inseln (beansprucht von China, Vietnam und Taiwan) und das Spratly-Archipel (beansprucht von China, Brunei, Vietnam, Malaysia, Taiwan und den Philippinen).

Den Streit dominiert China, das 90 Prozent der umstrittenen Gebiete als festen Bestandteil seines Landes betrachtet. Es geht um ein Gebiet von mehr als einer Million Quadratmeilen, das sich von Taiwan bis Malaysia erstreckt. Peking begründet seinen Anspruch auf diese Region mit einer Nachkriegskarte aus dem Jahr 1947, die auch als „Neun-Punkte-Linie“ bekannt ist.

Die Nachbarländer und die internationale Gemeinschaft halten den Anspruch jedoch für illegal und berufen sich dabei auf das UN-Seerechtsübereinkommen und die Bestimmungen über die freie Schifffahrt. Im Juli 2016 entschied ein internationales Gericht unter Vermittlung des Ständigen Schiedshofs in Den Haag in einem von den Philippinen angestrengten Verfahren, dass die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer unbegründet sind. Peking hat die Zuständigkeit des Haager Gerichtshofs nicht anerkannt.

Warum sind diese Inseln so wichtig?

Die Kontrolle über das Südchinesische Meer ist vor allem wegen der Logistikwege und der Bodenschätze wichtig. Etwa 40 Prozent des Welthandels werden über diese Schifffahrtswege und die Straße von Malakka abgewickelt, und bis zu 80 Prozent der chinesischen Öl- und Gaseinfuhren werden hier transportiert.

Außerdem wurden hier in den frühen 1970er Jahren bedeutende Bodenschätze entdeckt. Nach Angaben des US Geological Survey handelt es sich dabei um elf Milliarden Barrel Öl und 5,9 Billionen Kubikmeter Gas. Chinesische Wissenschaftler schätzen, dass das Südchinesische Meer 230 Milliarden Barrel Öl und 16 Billionen Kubikmeter Gas enthält.

Im Jahr 2015 entfielen 12 Prozent der weltweiten Fischfänge auf das Südchinesische Meer. Für China mit seinen fast 1,4 Milliarden Einwohnern ist das eine sehr wichtige Ressource. Ebenso wichtig ist sie für andere Länder der Region – Indonesien, Brunei, Vietnam, Malaysia und die Philippinen, die zusammen eine Bevölkerung von rund 500 Millionen Menschen haben.

Die Kontrolle über das Südchinesische Meer bringt auch militärische Vorteile mit sich, die schließlich zu einem entscheidenden Faktor im Streit um die Bodenschätze werden könnten. Diese Gewässer sind auch für Chinas U-Boote mit ballistischen Raketen wichtig, um den westlichen Pazifik für eine nukleare Abschreckung gegen die USA zu erreichen.

Was tut Peking?

Seit 2013 bauen die Chinesen in der Region militärische Befestigungen und künstliche Inseln, betreiben Bergbau und Fischerei. Die Schaffung der künstlichen Inseln hat es China ermöglicht, Wirtschaftszonen innerhalb von 200 Seemeilen um jede dieser Inseln zu beanspruchen.

Im Jahr 2014 verkündete China offiziell seine Rechte an der Spratly-Inselgruppe und entsandte Kriegsschiffe dorthin.

Nach Angaben der in Washington ansässigen Asia Maritime Transparency Initiative unterhält China im Südchinesischen Meer derzeit 20 Außenposten auf den Paracel-Inseln und sieben auf den Spratlys. Es handelt sich um Radarstationen, Flugplätze, Flugabwehrwaffen, Zement- und Entsalzungsanlagen und so weiter.

Gleichzeitig leugnet die chinesische Regierung, dass es überhaupt ein Problem mit der Freiheit der Schifffahrt gibt. Peking weist darauf hin, dass 60 Prozent des chinesischen Außenhandels durch diese Gewässer fließen und dass Peking daher das größte Interesse an der Freiheit der Schifffahrt im Südchinesischen Meer hat.

Was hat das mit den USA zu tun?

Trotz ihrer geografischen Entfernung spielen die USA eine Schlüsselrolle in dem Streit um diese Gewässer. Washington erhebt keinerlei Anspruch auf Riffe oder Inseln, sondern wirft Peking vor, die Region zu militarisieren und die internationale Schifffahrt zu gefährden. Im vergangenen Jahr haben die USA ihre Politik gegenüber China verschärft und das Urteil des Haager Tribunals von 2016 unterstützt, in dem sie Chinas maritime Ansprüche als „völlig illegal“ bezeichneten.

Um die „Freiheit der Schifffahrt“ zu gewährleisten, entsenden die USA und ihre Verbündeten regelmäßig Kriegsschiffe in das Gebiet, was in Peking stets Proteste und Empörung auslöst. (Anm. d. Übers.: Auch ein deutsches Kriegsschiff soll dort Flagge zeigen)

„Manche mögen sagen, dass die Beilegung von Streitigkeiten im Südchinesischen Meer nicht die Angelegenheit der USA ist, die dort keine Ansprüche erheben. Aber es ist unsere Aufgabe und mehr noch die eines jeden Landes, die Grundsätze zu verteidigen, auf die wir uns geeinigt haben, um Streitigkeiten auf See friedlich beizulegen“, sagte US-Außenminister Anthony Blinken Anfang August.

In seiner ersten Rede vor dem Kongress als Präsident erklärte Joe Biden, dass die Vereinigten Staaten eine starke militärische Präsenz in der indopazifischen Region aufrechterhalten wollen, „nicht um einen Konflikt auszulösen, sondern um einen zu verhindern.“ Allerdings ist es schwierig, den Unterschied zwischen diesen Bestrebungen zu finden. Daher bleibt die Lage in den umstrittenen Gewässern angespannt. Als die größten Volkswirtschaften der Welt wetteifern sowohl China als auch die USA in erster Linie um Einfluss in einer strategisch wichtigen und finanziell vielversprechenden Region.

Was geschieht jetzt in diesen Gewässern?

Obwohl der Streit im Südchinesischen Meer schon seit Jahrzehnten andauert, hat er sich in den letzten Monaten verschärft.

Anfang Mai forderte das philippinische Außenministerium China auf, „zu verschwinden“, nachdem Hunderte chinesischer Boote in die Wirtschaftszone des Landes eingedrungen waren. Peking antwortete, es habe die Grenzen nicht verletzt. Im Juni musste das malaysische Militär Kampfjets aufsteigen lassen, um chinesische Flugzeuge zu eskortieren, die in seinen Luftraum einzudringen drohten. Peking erklärte, die Piloten führten reguläre Manöver durch und handelten im Einklang mit dem internationalen Recht.

Im Juli protestierte das chinesische Verteidigungsministerium bei den USA gegen das „Eindringen des US-Zerstörers“ Benfold in die chinesischen Hoheitsgewässer vor den Paracel-Inseln.

Im August führten Chinas Streitkräfte fünf Tage lang militärische Übungen in einigen der Wasserstraßen durch. Dies geschah nur wenige Tage, nachdem die USA unter Beteiligung Großbritanniens, Australiens und Japans in der indopazifischen Region das größte Militärmanöver seit 40 Jahren gestartet hatten. Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren hat Deutschland ein Schiff ins Südchinesische Meer geschickt.

In der vergangenen Woche begannen Schiffe der indischen, japanischen, australischen und US-amerikanischen Marine im westlichen Pazifik mit einem gemeinsamen Manöver namens Malabar.

Am Tag nach der Erklärung von Kamala Harris in Singapur bezeichnete der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, die militärische Präsenz der Vereinigten Staaten im Südchinesischen Meer als inakzeptabel und protestierte scharf gegen die Absicht Washingtons, Kriegsschiffe in die Gewässer zu schicken.

Wird die Region zu einem Kriegsschauplatz?

Aufgrund der immer stärkeren Militärpräsenz besteht die Gefahr von Zusammenstößen. Vor allem in einem Umfeld, in dem die Länder die Interessen der anderen offenkundig ignorieren.

„In vielerlei Hinsicht sind die Streitigkeiten um das Südchinesische Meer die heutige Version des Balkans zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wo ‚eine kleine Dummheit‘ einen verheerenden globalen Konflikt auslösen könnte, der jenseits unserer Vorstellungskraft keinen Präzedenzfall hat“, heißt es bei der japanischen Denkfabrik The Diplomat.

„Die USA und China haben gut abgestimmte militärische Pläne für den Fall echter Kämpfe im Südchinesischen Meer“, schrieb der US-Marineveteran James Stavridis in einer Kolumne für Bloomberg. Seiner Ansicht nach könnte ein solches Szenario durchaus der Beginn des Dritten Weltkriegs sein.

Gleichzeitig sind die lokalen Handelswege für die gesamte Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung, so dass der Übergang des Konflikts in eine heiße Phase weder für Peking noch für Washington von Vorteil ist. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass die „kontrollierten Spannungen“ in den Gewässern anhalten werden.

Um einen militärischen Konflikt zu vermeiden, arbeitet der Verband Südostasiatischer Nationen weiterhin mit China an einem formellen Verhaltenskodex in den umstrittenen Gewässern. Über dieses Abkommen wird seit Jahren erfolglos verhandelt, doch im November 2018 erklärte China, es hoffe, die Konsultationen über das Dokument in den nächsten drei Jahren (ab 2019) abschließen zu können.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

21 Antworten

  1. Dieser „Konflikt“ ist nicht nur interessant – sondern auch kreuzgefährlich… – und der Verlierer steht vorher schon fest…: Europa.
    Wichtig dabei ist außerdem, daß man China absolut nicht unterschätzen darf – aber auch nicht hofieren aus einer Sympathie-Laune heraus, nur weil sie sich gerade mal wieder dem yankee-Diktat widersetzen… – denn China ist jetzt schon „Supermacht“ – und wird noch wachsen (das wird auch das globale Finanz-Mafia-Tum nicht verhindern können!!) – um dann auf ihre Weise die Welt zu dominieren – und das wird nicht schön… 😖😖

    1. „…auf ihre Weise die Welt zu dominieren – und das wird nicht schön…“
      naja, wenn ich mir weltweit die von China okkupierten Länder ansehe,
      und die Bereiche, wo die einheimische Bevölkerung von den Chinesen
      terrorisiert und ermordet wird, dann blicke ich sehr gelassen in
      die Zukunft!

      1. Dann informier dich mal, was die Chinesen im Stillen alles so praktizieren – die kaufen weltweit Häfen, Infrastruktur, große Landflächen mit Bodenschätzen, Firmen etc. auf – das ist eine andere Form der Dominierung – doch die kommt erst recht spät ans Licht… 😝😝

            1. Ich hatte überlegt, ob ich das Wörtchen „noch“ einschiebe, aber es hätte nicht zu meiner Überzeugung gepasst. Ich habe mal ein Jahr für Chinesen gearbeitet und auch wenn die mich über ihre wahren Absichten im Unklaren ließen (Technologie sammeln statt Vertriebsnetz aufbauen), haben sie mich nicht betrogen. Ein fürstliches Gehalt plus Audi A8 Dienstwagen auch zur privaten Nutzung und weil ich auch an Verkäufen beteiligt gewesen wäre, diese jedoch nie zustande kamen weil angeblich immer irgendein Problem auftauchte, bekam ich am Ende auch noch eine stattliche Abfindung. Lumpen lassen die sich nicht. Die wissen auch genau, dass es besser ist, alle Beteiligten partizipieren zu lassen und dass man sein Wort hält. Denen bedeutet Gesichtsverlust noch etwas. 😉

      2. Die Chinesen haben unterworfene Völker meines Wissens nach lediglich assimiliert und nicht ausgerottet!

        Ich will aber ehrlich gesagt nicht sinisiert werden, weil Deutschland bereits angelsächsisiert und ohnehin bald islamisiert sein wird.

    2. Das sehe ich sehr gelassen, lieber chinesische Kolonie als US Kolonie. Für einen aufrechten Gang und Eigenständigkeit wird es in Deutschland und ganz allgemein Europa nicht reichen, das ist tatsächlich schade.

      1. Wir Europäer müssen uns im Gegensatz zu den Kanadiern und Australiern (vorerst) nicht den Chinesen unterwerfen, weil die Chinesen zuallererst die in Folge der im Modus illegaler Angriffskriege durchgeführten, staatsdestabilisierenden und- zerstörerischen Regimewechsel der USA in Nahost und Nordafrika in großer Zahl nach Europa gelangten Muslime aus Europa vertreiben müssten.

    3. Wussten Sie, dass Großbritannien mit der Gründung einer britischen dominierten Gemeinschaft der angelsächsischen Nationen, vorläufig unter Ausschluss der USA, nach einem Comeback als Weltmacht strebt und ihrer ehemaligen Kolonie und derzeitigen und im Sterbeprozess befindlichen Weltmacht USA nach deren Implosion einen Status als Dominion nach dem Vorbild Kanadas aufzwingen wollen?

      Das Vereinigte Königreich beabsichtigt im Rahmen einer naher Zukunft zu schaffenden, von ihm kontrollierten Neuauflage des British Empires erst die Dominanz über Kanada, Australien und Neuseeland zu erlangen und danach die implodierten USA zu absorbieren.

      Die mächtigste Organisation des US-amerikanischen deep states Council on Foreign Relations ist anglophil und kooperiert mit seinem britischen Pendant Chatham House.

  2. Ich mag die US-amerikanische Außenpolitik überhaupt nicht, aber angesichts der Jahrzehnte andauernden rigiden Innen- und Außenpolitik Chinas (spätestens seit Mao) teile ich mit den Ami’s meine Skepsis über Chinas „hehre“ Absichten 🙁

    1. Nach Mao gab es einen Bruch im chinesischen System, Mao wird selbst von der KP Chinas sehr kritisch gesehen. Aus wertewestlicher Sicht verwundert es aber natürlich, wenn ein Staat noch seinen Aufgaben nachkommt, regulierend in Wirtschaft und Gesellschaft einzugreifen und politische Entscheidungen nicht vollends den Oligarchen überlässt.

    2. Unter Mao gab es noch Unterstützung für maoistische Parteien und Bewegungen überall in der Welt. Das ist aber schon lange Vergangenheit. Heute ist man sehr viel mehr in der konfuzianischen als in der marxistischen Tradition.

      Und das bedeutet, dass das Ausland für Handel und so interessant ist, Seidenstraße und so, aber dass es keine Ideologie mehr gibt, mit der man den Rest der Welt beglücken will. Man hat ein gutes eigenes System. Einen Grund, dieses System anderen Staaten, also Konkurrenten, aufzudrücken, gibt es nicht. Warum sollte man die denn stärken?

      1. Die chinesischen Kommunisten nahmen die Idee der Weltrevolution im Gegensatz zu ihren nach dem Schisma zwischen Mao und Chruschtschow als Revisionisten beschimpften sowjetischen Gesinnungsgenossen sehr ernst, die ihrerseits dieselbe früh aufgegeben hatten.

  3. Der USA geht es darum Streit zwischen China und seinen Nachbarstaaten zu säen, vielmehr können die USA dort nicht erreichen, ein direkter militärischer Angriff auf China ist aussichtslos. China versucht bereits Lösungen mit den Nachbarstaaten zu finden.

  4. *** die heutige Version des Balkans zu Beginn des 20. Jahrhunderts ***
    Hat der Tass Journalist, seine Ausbildung / Indoktrination, noch von der Sieger Macht US Imperium bekommen ????????
    Den ersten Weltkrieg hat das Britisch Empire Organisiert und Ausgelöst, weil sie gegen die Wissenschaftliche und Wirtschaftliche Kraft des Deutschen Reich, NICHTS ausser Krieg entgegen zu setzen hatte, wie heute die Historiker Wissen, aber kein USRusse

    1. Was stimmt an der Aussage denn nicht?
      Daß GB den Balkan ausgenutzt hat, um den Krieg auszulösen, ist auch belegt.
      Genauso wie die USA die Spannungen im südchinesischen Meer und überhaupt im westpazifischen Bereich ausnutzen, um auch hier für Gründe zu sorgen, einen Krieg auszulösen.

      Schließlich ist der Afghanistankrieg ja jetzt zu Ende und irgendwie müssen die USA ihre unverschämt hohen Militärausgaben ja begründen.

      Problematischer und an der Wirklichkeit vorbei finde ich die Aussage:
      >>Gleichzeitig sind die lokalen Handelswege für die gesamte Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung, so dass der Übergang des Konflikts in eine heiße Phase weder für Peking noch für Washington von Vorteil ist. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass die „kontrollierten Spannungen“ in den Gewässern anhalten werden.<<
      Der Handel hat auch schon immer zu Kriegszeiten funktioniert, wenn auch mit gewissen Einschränkungen – teilweise jedoch besser als zu Friedenszeiten.

      Die USA sind offensichtlich auf einen Krieg im westpazifischen Bereich aus, der sich aller Wahrscheinlichkeit nach zum Weltkrieg, zumindest zu einem teritorial sehr ausgeweiteten Krieg, entwickeln wird.
      Dies zeigen neben ihren Bemühungen, die Lage im südchinesischen Meer möglichst anzuheizen auch ihre Bemühungen, den koreanischen Konflikt erneut heiß werden zu lassen.
      Nordkorea hat in dieser Situation das einzig Mögliche gemacht: Es wurde zu einer Atommacht, um die USA einzudämmen.

      Ich persönlich gehe davon aus, daß in der nächsten, spätestens in der übernächsten Legislaturperiode des Bundestages der nächste große Krieg kommen wird.
      Dies zeigt insbesondere auch die derzeitige politische Situation in der BRD, die ich als Vorbereitung auf einen großen Krieg sehe und die spätestens seit 2016 -wenn auch nicht mit der heutigen Begründung: Covid19- absehbar war.

      Hier müßte der Welt-"sicherheits"-rat endlich mal den wirklich Schuldigen -die USA- eindämmen.
      Aber natürlich haben die dort ein Vetorecht, damit ist also nicht zu rechnen.

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