YouTube löscht Film: Kein Lockdwon, kein Massensterben – Die (Corona-) Situation in Weißrussland

Billy Six hat in diesem Jahr einige Monate in Weißrussland verbracht und in einem Film über die Situation im Land berichtet. Entstanden ist ein gut recherchierter Film mit Bildern aus einem Land, von dem kaum jemand in Deutschland etwas weiß.

Der Film sollte auf NuoViso gezeigt werden und Billy Six hat ihn auf YouTube hochgeladen, ohne ihn zu veröffentlichen, damit die Kollegen von NuoViso sich den Film vorher anschauen konnten. Aber schon das war für YouTube schon zu viel und der gar nicht veröffentlichte Film wurde innerhalb weniger Stunden gelöscht und Billy Six bekam seinen ersten Strike, konnte also sieben Tage keine Videos auf YouTube hochladen.

Was ist an dem Film so schlimm, dass YouTube so rigoros vorgeht? Billy Six berichtet im Detail mit Bildern und mit offiziellen Quellen darüber, dass Weißrussland keine Corona-Einschränkungen eingeführt hat – aber trotzdem ist das Massensterben in Weißrussland bis heute ausgeblieben und das Leben geht normal weiter.

Übrigens zeigt der Film auch Bilder von den Protesten gegen Lukschenko, denn Billy Six ist bekannt dafür, dass er direkt von den Brennpunkten berichtet, wofür er in Syrien und Venezuela ja auch schon verhaftet wurde.

Daher verlinke ich hier den Film, der nun auf der Seite von NuoViso veröffentlicht wurde und wünsche jedem, der sich für das Thema interessiert, interessante Unterhaltung.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

4 Antworten

  1. Der Bericht ist etwas sehr einseitig. Man muss wirklich zwischen den Zeilen / Wörtern suchen, um zu erfahren, wie es nun um die Dinge in Belarus steht. Billy hat sich vorwiegend an den Protestlern orientiert. Warum hat er nicht mal Leute gefragt, die eine andere Meinung dazu habe? Die junge Frau, die er befragt hat, ist ein gelungenes Abbild der Dame Tichanowka – große Grmpen im Kopf und totale Verkennung der Situation. Genauso ist es m.E. mit der Verharmlosung der Covid-Problematik.

  2. Ich habe da zwar nun nur nach dem Zufallsprinzip bruchstückhaft rein geschaut – vom Hocker haut mich das nicht.
    Und wenn ich da von einem Mädel das Wort „Weltbürger“ hören muß… Nachtigall ich hör dir trapsen.
    Das ist so die typische Mischung aus Vulgärkommunismus und Liberalismus, die besonders die Generation erfaßt hat, die da 1990 mal gerade den Windel entwachsen war oder später geboren ist.
    Besonders die IT-Leute, man nennt sie auch IT-Hipster sind da sehr anfällig.
    Die übersehen regelmäßig, das es da zumindest noch einen Erdwühler geben muß, der ihnen die Zutaten für ihr, selbstverständlich rein veganes, urbiologisches, zu 99,9 % keimfreies „, „Foodwatch“-zertifiziertes Diätmenü herbei zaubert – von all den anderen Idioten, die sich mit richtigen Dingen herumplagen müssen, damit diese Chose weiter läuft, einmal ganz abgesehen.

  3. Billy Six hat sich in meinem Urteil bei der MH17-Geschichte selbst diskreditiert. Schon da blieb er komplett an der Oberfläche und interessierte sich nicht für Hintergründe. So bestätigte er etwa die Propaganda Kiews von der „nach Russland zurückfliehenden Buk“, indem er am Drehort des Videos posierte. Ja, Billy, die Werbetafel gab es in der Tat! Nur stand sie dummerweise nicht in Krasnodon, wie ursprünglich angegeben, sondern in Lugansk – und da sogar auf der Kiewer Seite der Front. Wie da eine „russische“ Buk hingekommen sein soll, die umgehend von professionellen Filmern des Geheimdienstes SBU auf Platte gebannt wurde, die dafür aber nicht wußten, in welchem Ort sie sich befinden – DAS wären Fragen gewesen, die ein guter Journalist gestellt hätte! Six tat es nicht. Er beschränkte sich in seiner „Beweisaufnahme“ auf denselben „Tatorttourismus“, der auch Marcus Bensmann vom Spiegel auszeichnete, der zudem noch zu blöd war, die richtige Stelle von einem Foto wiederzufinden.

    Nee, tut mir leid, aber Six ist für mich keine Quelle, die ich zitieren würde. Weshalb er aber zensiert wird, ist mir auch nicht klar. Er arbeitet mit seiner schlechten Recherche den Propagandisten ja sogar zu!

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