Mariupol

Die ersten Zivilisten wurden aus Stahlwerk gelassen

Wie sich herausstellt, waren tatsächlich Zivilisten in den Stahlwerk in Mariupol. Am Sonntag hat das Asow-Bataillon den ersten von ihnen endlich erlaubt, das Gelände zu verlassen.

Das Rätselraten, ob tatsächlich Zivilisten unter dem Asowstal-Werk sind, ist vorbei. Die UNO und das Rote Kreuz haben es geschafft, Kiew davon zu überzeugen, die Zivilisten gehen zu lassen. Allerdings haben die Asow-Kämpfer anscheinend nicht alle aus den Katakomben des Stahlwerks gelassen. Laut Angaben von Menschen, die nun herausgekommen sind, sollen dort etwa 300 Zivilisten gewesen sein. Es sind also bisher anscheinend nicht alle herausgekommen.

Die Zivilisten wurden mit Bussen abgeholt und zu einem provisorischen Zeltlager gebracht, wo die russische Armee jeden einzelnen überprüft hat, damit keine als Zivilisten getarnten Kämpfer aus dem Stahlwerk entkommen konnten. Anschließend wurden sie verpflegt und ihnen stand medizinische Hilfe zur Verfügung, bevor sie sich entscheiden konnten, wohin sie weiterreisen wollten. Es standen sowohl Busse in Richtung Ukraine, als auch in Richtung Russland bereit.

Das russische Fernsehen hat eine Reportage über die Evakuierung gebracht, die ich übersetzt habe. Im Transkript der Reportage wurden die Aussagen der Interviewten leider nicht im Wortlaut, sondern nur als kurze Zusammenfassung wiedergegeben. Diejenigen, die mit dem russischen Fernsehen gesprochen haben, berichteten, dass sie von den Kämpfern am Verlassen des Geländes gehindert wurden, dass sie nichts davon wussten, dass über ihre Evakuierung verhandelt wird, dass die Kämpfer sie nicht versorgt haben, sondern nur ab und zu mit Kameras gekommen sind, um den Kindern kamerawirksam einige Süßigkeiten zu geben.

Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens trotz des gekürzten Transkripts übersetzt, um zeigen, wie in Russland darüber berichtet wurde. Ich bin sicher, dass es in den nächsten Tagen noch mehr Berichte geben wird.

Beginn der Übersetzung:

Etwa fünfzig Zivilisten, die seit fast zwei Monaten in den Kellern von Asowstal eingeschlossen waren, konnten heute endlich befreit werden. Zunächst gingen sie einen Teil des Weges durch einen humanitären Korridor, dann wurden die Menschen mit Bussen aus dem Werk gebracht, das für sie zu einem Gefängnis geworden war, in dem Asow-Nationalisten als Aufseher fungierten. Jetzt, wo das Schlimmste überstanden ist, können diese Menschen offen über die Geschehnisse dort sprechen.

Die Vorbereitungen für die Evakuierung begannen bereits am Morgen zuvor. Hier sind mehrere Busse zu sehen, die an das Gelände des Asowstal-Werks heranfahren und in der Nähe eines Pförtnerhauses der Fabrik anhalten, wo die Nationalisten von Asow seit zwei Monaten Zivilisten als Geiseln halten. Sie wollen sich nicht wirklich von ihren menschlichen Schutzschilden trennen.

Der Verhandlungsprozess ist nicht einfach. Die Nationalisten stellen eine Reihe von Bedingungen – sie versuchen, einen Korridor für sich auszuhandeln und sagen, dass sie das Gelände verlassen wollen, aber mit Waffen. Da ihnen klar ist, dass ihnen das nicht erlaubt wird, verzögern sie die Herausgabe der Zivilisten aus dem Gebiet von Asowstal.

Am Samstagnachmittag konnten 25 Personen aus den an die Anlage angrenzenden Häusern von der Feuerpause Gebrauch machen, die eingerichtet worden war. Sie verließen die Gefahrenzone außerhalb des humanitären Korridors. Bereits am Abend, nach einigen Stunden des Wartens, taucht ein Minenräumfahrzeug auf der Straße auf, die direkt vom Werksgelände wegführt, und fährt mehrmals zum Werk und wieder zurück. Nachdem sie sich vergewissert haben, dass die Strecke sicher ist, setzen die Busse zurück und fahren langsam in Richtung des Werks.

Es vergehen noch ein paar Stunden. Und dann, als die Dunkelheit über Mariupol hereinbricht, kommen die Menschen endlich heraus. Die Busse setzten sich zum Ausgang der Stadt in Bewegung. In den Bussen sind hauptsächlich alte Menschen und Frauen mit Kindern, insgesamt 21 Personen.

Walentina Iwanowna fand sich am 2. März in dem unterirdischen Bunker wieder. Die Rentnerin erzählt, dass ihr die Lebensmittel und Medikamente ausgingen und dass das ukrainische Militär und die Asow-Kämpfer die Zivilisten nicht versorgen und behandeln würden. Diejenigen, die versuchten, das Gebiet zu verlassen, wurden eingefangen und in den Bunker zurückgebracht, so unsere Gesprächspartnerin, die sagt, dass „alles vermint war.“ Die Rentnerin erinnert sich auch an einen Korrespondenten, der vor ein paar Wochen in ihrem Keller war. Zumindest hat er sich ihnen so vorgestellt.

Es liegt auf der Hand, dass kein Vertreter der Medien Asowstal besuchen konnte, schon gar nicht Mitte April. Aber die Asow-Kämpfer selbst gingen manchmal gerne in die Unterkünfte der Zivilisten und verteilten vor der Kamera Süßigkeiten an Kinder. Mit dem Ende der Dreharbeiten endete allerdings auch jede Hilfe von ihnen.

In der Nacht wurden die evakuierten Zivilisten vom Katastrophenschutzministerium in einem Zeltlager untergebracht, mit Essen versorgt und diejenigen, die sie brauchten, erhielten medizinische Hilfe.

Die Zivilisten, die heute aus Asowstal evakuiert wurden, wurden in ein provisorisches Unterkunftszentrum in Bezymennoje, etwa 30 Kilometer von Mariupol entfernt, gebracht. Hier werden alle Zivilisten einem so genannten Filter unterzogen – ihre Dokumente werden geprüft, sie werden auf Mitgliedschaft in der Neonazi-Formation überprüft, und wenn alles in Ordnung ist, können die Menschen ihre Reise fortsetzen.

Diejenigen, die in die vom Kiewer Regime kontrollierten Gebiete reisen wollten, erhielten die Möglichkeit dazu. In Begleitung von Vertretern der UN und des Roten Kreuzes machten sie sich auf den Weg in Richtung Westen.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

86 Antworten

  1. Wer nun denkt, für diese Menschen wäre das Gröbste überstanden, wird sich wohl in Kürze wundern…. Die Auswahl der Leute wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus Teilen von Familien gebildet, die in die richtigen Busse eingestiegen sind…. Richtung Westen.

    Das Warum ?, wird man wohl nicht mehrt erklären müssen….

    1. Mag sein – was mich eher interessieren würde & auch hier leider nicht zur Sprache kam:
      Wie & Warum amen diese Menschen auf die Idee in das Stahlwerk zu gehen? Mariupol hat 440.000 EW – also ein Großstadt….Wer hat diese Menschen dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen & weshalb waren es dann so wenige? Alles Asow-Sympathisanten?

      1. Nach und nach kommt es raus:
        „Als der Krieg begonnen hatte, haben wir in der Stadt verkündet, dass alle Menschen, die unter den Bombardierungen und dem Beschuss gelitten haben, zu uns kommen können.“ sagte Enwer Zkitischwili, CEO von Asow-Stahl. Der Vorstandsvorsitzende erklärte auch, dass Asow-Stahl eine natürliche Festung sei, da das Werk von drei Seiten von Wasser umgeben sei: auf der einen Seite der Fluss und auf den beiden anderen das Meer. Weiter soll die ukrainische Regierung das Bunkersystem von Asow-Stahl nach dem Jahr 2014 aufgerüstet und den Kämpfern in der Stadt in diesem Jahr Details und Karten des unterirdischen Netzwerks übergeben haben. Außerdem soll sie die Anlage mit 40.000 Lebensmittelpaketen versorgt haben, von denen jedes einer Person für einen Tag reichen soll.

        Lt. RT-Liveticker zum Ukrainekrieg

    2. Lügen, Lügen und nochmals Lügen des Wertewesten…… exakt wie aktuell über die
      Ukraine – Krise.

      Die Unterwerfung der Welt

      Die Machteliten arbeiteten schon „vor Corona“ mit Schockereignissen und Realitätsfälschung.

      Endlich keine Widerworte mehr, endlich alles unter Kontrolle, endlich alles in den eigenen Händen?

      Das von den grauen Eminenzen der westlichen Machteliten ausgerufene „Neue Amerikanische Jahrhundert“ begann mit einem „kreativen Paukenschlag“.

      Jetzt soll mit der Coronakrise ein noch größerer Knall den Planeten, die Wirtschaft, die Bevölkerung, die Körper unter Kontrolle bringen und „endlich“ den Deckel auf den Topf machen.

      Mit der absoluten Kontrolle soll auch das Glaubwürdigkeitsproblem der Herrschenden beseitigt werden, das sich durch ihre ständig platzenden Propagandalügen ergibt.

      Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Coronakrise letztlich nur die Fortsetzung des Krieges gegen die Menschheit mit einem anderen Mittel ist und nicht plötzlich und unerwartet über uns hereingebrochen ist.

      Die Enttarnung der mittlerweile quasi offen von US-Multimilliardären befehligten Machteliten durch die Betrachtung des „ersten Paukenschlags“ 9/11 trägt dazu bei, das Corona-Regime zum Einsturz zu bringen, denn bei den Corona-Tätern und den 9/11-Tätern handelt es sich um die gleiche Bande.

      Der Nationale Notstand in den USA, der aufgrund der „9/11-Al-Qaida-Angriffe“ vom 11. September 2001 erlassen wurde, wird seit 20 Jahren jedes Jahr vom jeweiligen US-Präsidenten verlängert.

      Bush, Obama, Trump und zuletzt Biden am 9. September 2021: Sie alle haben immer wieder die Notstandsbefugnisse in einer „Notice on the Continuation of the National Emergency with Respect to Certain Terrorist Attacks“ verlängert (1)

      Der mit der Begründung von angeblich durch radikalislamistische Al-Qaida-Terroristen begangenen „Anschläge des 11. September 2001“ ausgerufene „War on Terror“ hat außerhalb des Westens Millionen Menschenleben gekostet, die bei den Führern und Aktivisten der Westlichen Wertegemeinschaft keine Bedeutung zu haben scheinen.

      Der Notstand, die Überwachung und der „War on Terror“ basieren auf bereits auf den ersten Blick erkennbaren bizarren antiwissenschaftlichen Lügen. Selbstverständlich wissen die Soldaten der Bundeswehr beispielsweise, wie es aussieht und was passiert, wenn ein großes Verkehrsflugzeug à la Boeing-757 in eine Hauswand brettert.

      Wenn also in den Heften und Broschüren des deutschen Militärs „Informationen“ erscheinen, die jeden Betrachter angesichts der gezeigten „Inkompetenz“ vor Lachen vom Stuhl fallen lassen, dann ist das politisch so gewollt.

      Nicht das Lachen, sondern das Verkaufen bizarrer Falschinformationen als „die reine Wahrheit“………..

      Gespickt mit „schönen“ Fotos…….

      http://blauerbote.com/2022/01/18/die-unterwerfung-der-welt/

      1. Erstaunliche Parallelen: Von Aleppo nach Mariupol

        Der Ukraine-Konflikt zeigt einige erstaunliche Parallelen zum verdeckten Krieg gegen Syrien.

        Anfang Februar diesen Jahres, bevor Russland den heißen Krieg gegen die ukrainische Armee begann, reiste der französische Staatspräsident Emmanuel Macron nach Moskau, um zu deeskalieren.

        Nach seinen Worten wollte er den Ausbruch des Krieges verhindern. Das mag sein. Aber meinte er möglicherweise nur den Krieg Russlands und verschwieg einen anderen Krieg?“

        Mehr zu Mariupol:……..

        http://blauerbote.com/2022/04/30/erstaunliche-parallelen-von-aleppo-nach-mariupol/

        1. Selenskij betreibt die Politik der verbannten Erde – MAI 1, 2022

          Man kennt es von bösartigen Kindern: Wenn ich das Spielzeug nicht haben darf, dann mach ich es kaputt, damit niemand anderes Freude daran haben kann. Selenskij lässt Städte, die seinem Einflussbereich entzogen sind, mit Raketen beschießen. So lässt er Innenstadtbereiche zerstören und Zivilisten ermorden.

          Die Stadt Cherson ist frei von Asow-Killern und das Leben normalisiert sich. Das will Selenskij nicht zulassen und so wird die Stadt von der ukrainischen Armee zwar sporadisch, aber wahllos mit Raketen beschossen.

          Nun könnte man anführen, das diente der Vorbereitung zur Rückeroberung. Könnte man, wenn es Dmytro Anatolijowitsch Jarosch nicht gäbe.

          Der fungiert als Berater des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte und war von Anfang 2014 bis Ende September 2015 ein rechtsextremer ukrainischer Politiker und Funktionär der radikal-nationalistischen Gruppe „Prawyj Sektor“, auf deutsch „Rechte Fraktion“.

          Zu dem Raketenbeschuss von Cherson sagte er: „Das ist unsere Stadt! Wenn nötig, werden wir sie beschießen, das ist unsere interne ukrainische Angelegenheit!“………….

          Hier entlang…….
          https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20221/selenskij-betreibt-die-politik-der-verbannten-erde/

  2. ok das hört sich schon anders an, als das was mir gestern Nacht fast des Abendbrot wieder hervor brachte.
    Wenn sie nach Kiev wollen, sollen sie nach Kiev gehen. Ihnen wird das Gleiche erneut passieren. Und jene die glauben dann Medienwirksam über die Russischen Greul im TV zu heulen, werden kein zweitesmal geretet. Wichtig ist nur, dass die verkommenen Subjekte da im Keller bleiben.

    1. was mich nur wundert, ist: Warum sprengen die Sich nicht mit dem ganzen Bunker weg? Dann würde Russland nichts bekommen. Offenbar hängen sie am eigenen Leben. Klar. Ist ja auch einfacher jemand anderes zu meucheln, als sich selbst.

  3. Besten Danke für Ihre fortlaufenden und relativ neutralen Informationen Herr Röper!
    (Persönlich würde ich mir beinahe wünschen, daß Sie mal paar Tage ausschlafen.) Auch von den Zivilisten gibt es Hinweise auf hochrangige NATO Militärs – es bleibt spannend.
    Was die letzten Getreuen im Führerbunker angeht – denen schwimmen vermutlich die Felle weg. Die Musike dürfte jetzt eher in den östlichen Kesseln und eventuell um Cherson oder Transnistrien spielen – sagt ein „Militärexperte“ auf dem Sessel.

    1. Relativ. ? In dem Zusammenhang klingt es fast wie eine Beleidigung. Sorry. Ich las fast alle Kommentare von Ihnen in den letzten Wochen. Dem neuen Mileser könnte so der Eindruck entstehen, dass die Informatiionen, die man selbst hier erfährt, als relativ wahrheitsträchtig zu betrachten sind… Mal drüber nachgedacht ?

      1. @Petry

        Da sollte man tolerant sein! Das ist ein Reflex in DE – man muss solch ein Attribut zufügen sonst gibt es sofort den Stempel „Putinversteher“, was a fast die Höchststrafe bedeutet.

        DIE Wahrheit gibt es nun mal nicht absolut – aber Hr. Röper kann zumindest sagen, was er selber erlebt, gehört & gesehen hat – das ist bedeutend mehr als jeder andere von sich behaupten kann.

      2. @Petry
        Guten Morgen und danke für das überraschend stete Lesen meiner doch recht banalen Äußerungen! Mit „relativ“ meine ich schlicht nur: im Vergleich zu den deutschen Medien. („Absolute Neutralität“ halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit.) Ansonsten könnten wir uns bei Interesse gelegentlich über den Begriff „Propaganda“ austauschen, die meines Erachtens von beiden Seiten, aber in sehr unterschiedlicher Art genutzt wird. 🙂

  4. „Wie sich herausstellt, waren tatsächlich Zivilisten in den Stahlwerk in Mariupol. Am Sonntag hat das Asow-Bataillon den ersten von ihnen endlich erlaubt, das Gelände zu verlassen.“

    Bisher gab es aufgrund der Kämpfe und des Bombardements von Russland keine Möglichkeit, dass die Zivilisten sicher raus konnten.

    1. Gratulation. Wahrscheinlich werden sie einen Verdienstorden 2. Ranges in Silber von der ARD oder ZDF erhalten, als treuen 24-Stunden Zuschauer, der nur mal in den Werbepausen auf andere INFOS umschaltet. Tip: Besser sie lassen das Umschalten zukünftig ganz und sie werden das Goldabzeichen bekommen.

    2. Doch, es gab mehrmals die Möglichkeit, ein humanitäres Angebot der Russen zur Rettung der Zivilisten zu nutzen.

      Wenn man allerdings borniert, bösartig und verschlagen nur die Propaganda der westlichen Lügenmedien wiederkäut, hat man davon nichts mitbekommen.

    3. Sie sind ein lustiger Witzbold.
      Sogar die deutschen Medien haben berichtet, dass Russland den Abzug immer wieder möglich gemacht hat. Allerdings haben die keine Möglichkeit angenommen. In den deutschen Medien war immer von „Ultimaten“ die Rede. Aber dass man das Werk fast jeden Tag bei Feuerpausen über humanitäre verlassen konnte, konnte man sogar in deutschen Medien erfahren.
      Warum hat Asow die Leute nicht schon vor einer Woche rausgelassen, als es möglich war?

      1. Der Aussage von entkommenden Zivilisten nach (die sich vermutlich anfangs in die Keller geflüchtet hatten oder dorthin gedrängt wurden) erhielten sie keine Information über die laufenden Waffenstillstände / humanitären Korridore bzw. wurden sogar am Verlassen gehindert und dort unten miserabel behandelt / versorgt. Im übrigen denke ich, daß man sich alle Leute genau ansehen wird.

      2. Was für ne dumme Frage.
        Weil einfach kein Vertrauen vorhanden ist. Wo soll das auch her kommen.
        Ich sage nur: „Ist nur eine Militärübung, wir haben gar nicht vor …“
        Und keiner von uns hier, auch Sie nicht, wissen was dort wirklich passiert.

        Der Grund, warum es jetzt klappt, ist, dass die UNO und das Rote Kreuz nun eingebunden sind und diese die Evakuierungen beobachten.

        Im übrigen reist der größte Teil der mutmaßlich gefangen gehaltenen Zivilisten in die Ukraine weiter. Nur ein kleiner Teil bleibt auf russisch kontrollierten Gebiet.
        Das alleine spricht ja Bände, wie unmenschlich die ukrainische Zivilbevölkerung vom ukrainischen Staatsapparat behandelt wird.

        1. Was für eine dumme Antwort.

          1.
          Die UNO? Vielleicht, weil Guterres, nachdem ihm Moskau Bescheid gegeben hatte, er in Kiew vorstellig wurde!?

          2.
          Rotes Kreuz? Das war schon vorher dort und wollte sich reinhängen, jedoch unser allerliebster Präsident der ukrainischen Herzen und ähnlich versteinerter Scheiße im Westen fand das überhaupt nicht gut, forderte wohl sogar, man solle dafür sorgen, das es dort verschwindet.

          3.
          Wanderungsbewegungen der befreiten Zivilisten? Wer sagt das und wo steht das. Abgesehen davon hat man innerhalb von knapp 8 Jahren (eigentlich sind es knapp 30) genau solche geistigen Zombis hervorgebracht, wie im deutschen Reich nach 33 und, wie es aussieht, auch heute im Westen und das nahezu flächendeckend …
          (Und einige Gefangene der SKU erzählen interessante und nur zu bekannte Geschichten, bekannt jedenfalls im Osten bei alten weisen Frauen und Männern …wie es da jetzt aussieht, wage ich nicht zu beurteilen – aber man sieht und hört ja so einiges.)

        2. Wofür macht man solche Übungen? Um es zu können, wenn es ernst wird. Ernst wurde es, als bekannt wurde, daß die Nazis Biowaffenlabors haben, Atombomben bauen wollen und dann auch noch die Volksrepubliken beschossen haben, nachdem diese mit Rußland Beistandsabkommen hatten.

          Aiden Aislin („Cossack-Gundi“), ein britischer Söldner, hat ausgesagt, wie Zivilisten, die in die Nähe des NATO-Nazi-Bunkers kamen, von Azov in größerer Zahl umgebracht wurden. Bei den Zivilisten, die im Bunker viele Wochen mit den Nazis ausgekommen sind, wird es sich eher um „arische“ Ukrainer handeln. Daß die „Arier“ nun weder festgehalten noch deportiert, sondern unter russischem Schutz ins „Ariergebiet“ geleitet werden, ist nun auch wieder falsch.

    4. Da sich andere schon gebürend über Ihren Kommentar lustig gemacht haben ergänze ich hier mal noch warum das so lächerlich ist:
      Russland macht schon seit Wochen mehrmals Täglich Gefechtspausen und stellt JEDEM der will einen sicheren Korridor zur Verfügung um das Gebiet zu verlassen.
      Würden Sie hier öfter mal lesen wüssten Sie das und müssten sich hier nicht so sehr blamieren.

    5. @HansiMuc
      Und Geistes-Akrobaten wie Sie fragen sich natürlich nicht, wie alte Männer, Frauen und Kinder in die Katakomben eines still gelegten Stahlwerks kommen. Na, eine Idee?

  5. Hallo Herr Röper,
    die Adresse ist offensichtlich ohne VPN aktuell nicht erreichbar:
    https://vesti7.ru/video/2406631/episode/01-05-2022/
    Und zwar wird die Domain in der EU offensichtlich auf Ebene der IP-Adresse blockiert!
    die IP-Adresse von vesti7.ru ist 80.247.32.209
    Somit wird der GANZE WESTEN von der Berichterstattung über die Befreiung der Zivilisten von Azovstal BETROGEN!!!
    Vielleicht gibt es eine Möglichkeit das Video zu kopieren und auf einen unzensierten Server zu laden!??
    Vielen Dank im Voraus!

    1. „Somit wird der GANZE WESTEN von der Berichterstattung über die Befreiung der Zivilisten von Azovstal BETROGEN!!!“

      Das ist doch völliger Quatsch! Sie können doch bequem z.B. über de.rt.com die Ereignisse verfolgen. Ich lese die Meldung da i.d.R. ein ganzes Stück eher als hier. Hier sind sie dann „nur“ noch mit ein paar ergänzenden Infos dekoriert 🙂

      P.S. https://vesti7.ru/ ist auch nicht blockiert, nur die Server scheinen dort mit den Aufrufen nicht ganz mitzukommen und Video braucht ja immer etwas Bandbreite.

      P.S.S. Vielleicht nochmal für die nicht ganz so internet affinen: Bei Problemen erstmal TOR-Browser nehmen und als DNS „OpenDNS“ einstellen. Das hilft schon in den meisten Fällen 🙂

  6. Es ist sehr komisch!
    ein Traceroute sieht wie folgt aus:
    traceroute 80.247.32.209
    traceroute to 80.247.32.209 (80.247.32.209), 64 hops max
    1 192.168.178.1 1,017ms 1,491ms 1,557ms
    2 * * *
    3 81.210.144.114 7,956ms 7,988ms 6,918ms
    4 84.116.190.181 19,073ms 11,882ms 10,928ms
    5 84.116.140.201 19,010ms 14,977ms 14,862ms
    6 84.116.190.34 11,964ms 10,922ms 19,053ms
    7 195.89.100.33 12,976ms 10,894ms 12,048ms
    8 195.2.16.33 11,923ms 10,917ms 10,957ms
    9 217.161.70.38 13,014ms 10,950ms 11,967ms
    10 87.226.181.87 59,036ms 57,922ms 62,946ms
    11 * * *
    12 * * *
    13 * * *
    14 * * *
    15 * * *
    16 * * *
    17 * * *
    18 * * *
    19 * * *
    87.226.181.87 ist aber ein DNS-Server von Rostelekom:
    inetnum: 87.226.128.0 – 87.226.255.255
    netname: RU-RTK-20050628
    country: ru
    org: ORG-JR8-RIPE
    admin-c: RTNC-RIPE
    tech-c: RTNC-RIPE
    status: ALLOCATED PA
    mnt-by: RIPE-NCC-HM-MNT
    mnt-by: ROSTELECOM-MNT
    mnt-lower: ROSTELECOM-MNT
    mnt-domains: ROSTELECOM-MNT
    mnt-routes: ROSTELECOM-MNT
    created: 2005-06-28T08:54:41Z
    last-modified: 2016-08-09T13:26:59Z
    source: RIPE # Filtered

    organisation: ORG-JR8-RIPE
    org-name: PJSC Rostelecom
    country: RU
    org-type: LIR
    address: 14 A, Sinopskaya nabereznaya
    address: 191167
    address: S.Peterburg
    address: RUSSIAN FEDERATION
    phone: +7 499 999-82-83
    fax-no: +74999953619
    In St. Petersburg, bei welchem der Verkehr gestoppt wird! – Das ist natürlich für uns hier nicht so positiv!??
    Vielleicht genügt auch ein Anruf bei den Herren?

      1. Das kann alles mögliche sein. Wartungsarbeiten, Serverumzug, Switch im Rechenzentrum kaputt. An der Auflösung der Domäne liegts jedenfalls nicht. Einfach mal abwarten und Tee trinken bis es wieder funktioniert.

  7. Ich lasse ja morgens im Radio den WDR2 dudeln und wenn Nachrichten kommen, gehe ich duschen. Das klappte heute irgendwie zeitlich nicht und ich habe einen Teil der Nachrichten mitbekommen. Dort wurde nun vermeldet, das 100 Zivilisten aus dem Werk gerettet wurden. „Gerettet“? Naja! Und ob es tatsächlich bis jetzt 100 sein sollen, wer weiß!

    Wie dem auch sei, es ist schon mal ein Anfang und ich hoffe, das alle Zivilisten das Werk lebendig verlassen können.
    Was danach passiert, schaun wa mal. Wenn die „Soldaten“ der Meinung sind am Leben zu bleiben, die Möglichkeit haben sie ja. Und was man am Ende tatsächlich in der Bunkeranlage finden wird oder wer da so alles auftaucht … es bleibt interessant und ich weiter Neugierig.

  8. Allmählich kommt mir das alles wie eine Theatervorstellung vor mit kleinen Höhepunkten, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Bei meinem Mann klappt`s ja auch, der hört von morgens bis abends russische Nachrichten, aber längst nicht mehr so intensiv wie am Anfang. Man bekommt aber eine Menge geboten, wie es die letzten Jahrzehnte lief. Schaffe einen Unruheherd, baller da herum, erzeuge Flüchtlingsströme, begleite sie mit internatrionalen Buchstabenkonstruktionen und leite sie gezielt nach Westeuropa, um die Situation dort zu destabilisieren. Die weißen Idioten können die alle mitversorgen. Und wir können unsere kranke Ideologie von Mischvölkern endlich durchsetzen—wer ist wir??? Mal bei Rubikon reinschauen.
    Ich habe es in HH Mitte der 90er erlebt, wie Jugendliche allein von Asien und Afrika als Anker für die ganze Sippe auf diese Weise angeschwemmt wurden.

    1. „Allmählich kommt mir das alles wie eine Theatervorstellung vor mit kleinen Höhepunkten, um die Zuschauer bei der Stange zu halten.“

      Ja, mir auch. Ich habe eben aufgrund Deines Tipps einen Artikel bei Rubikon gelesen, der sehr tiefes Wissen offenbart. Danke für den Hinweis.

      Dieses Gefühl, in einer Theatervorstellung zu sitzen, hatte ich zum ersten Mal bei 9/11. Und nein, ich habe damals nicht gewusst oder auch nur geargwöhnt, dass das eine False-Flag-Aktion sein könnte, ich habe alles geglaubt, was im Fernsehen gesagt wurde. Und dennoch war da ganz stark dieses Gefühl, dass alles unwirklich ist. Das war sehr eindrucksvoll und ist mir in Erinnerung geblieben.

      Ein paar Jahre später, als ich anfing, 9/11 wirklich zu verstehen, habe ich mir überlegt: War dein Gefühl klüger als dein Verstand? Es war ja wirklich eine Theatervorstellung, wenn auch selbstverständlich mit echten Toten.

      Ich weiß nicht, ob das so ist. Aber jetzt angesichts des Ukraine-Kriegs habe ich dieses Gefühl der Unwirklichkeit auch wieder.

    1. Die werden von Russen vergewaltigt. Ich habe das von Hofreiter gelernt, dass Russen sowas machen. Strategisch und als Kriegswaffe. Ausgerechnet die „Brudervölker“, die sie befreien sollen.
      Herr Hofreiter weiß Dinge.

      „wenn […] Zivilisten ermordet werden und Vergewaltigung systematisch als Waffe gegen Frauen eingesetzt wird?“
      https://www.n-tv.de/politik/Alice-Schwarzer-und-Anton-Hofreiter-rasseln-aneinander-article23302073.html

      Was ich immer komisch finde ist, dass die Jugend so etwas tut. Die werden ja dem Vernehmen nach in den Krieg geschickt und sind ja gut (alte, weiße Männer sind böse, Kinder an die Macht). Möglicherweise überwiegt hier das Russische. Bei der Jugend, die dann Putin zu Fall bringen soll, ist das Russen-Gen möglicherweise unterdrückt, demokratischer Freiheitsmedien sei Dank!

  9. Wenn Provider den Weg zu unerwünschten Seiten einfach via frisierter DNS-Einträge verbauen, braucht man einen ehrlicheren DNS und kein VPN.

    Das oder TOR braucht man vielleicht, sobald (Wiedergabe von) russische(n) Positionen unter Strafe steht oder Aufrufe zur Mäßigung als Feindbegünstigung (evtl. wird ein modernerer Begriff eingeführt) gelten. Deutschland und seine Bürger ist bei sowas Musterschüler, es kann also schnell gehen, dass das kommt.
    P. S.: Wo ist der Einfluss unserer vielen Einwanderer auf diese traditionellen und eher schäbigen deutschen Tugenden?
    Wo sind eigentlich die grünen Urgesteine und Pazifisten?

      1. Das ist jetzt nicht das Thema!

        Es geht um den Einfluss auf die öffentliche Meinung. Die vermeintlich schlechten Eigenschaften von Deutschen (ob Klischee oder nicht, sei dahingestellt) wie zum Beispiel Denunziation oder vorschnelle Folgsamkeit – daran ändert sich gaaaaaaaar nichts.

        Das konnte ich schon bei Corona beobachten, jetzt im Kriegsgeschrei erneut.

        These: Migranten blieben in Subkulturen und sie haben gesellschaftlich keine Stimme (erarbeitet). Abgesehen von den regelmäßigen Zentralrat-Auslassungen.

        1. Kann man von öffentlicher Meinung angesichts der Medienmacht in wenigen Händen mit derselben Ideologie überhaupt noch reden? Ich sehe seit 2000 nur noch verstrahlte deutsche Hirne bis auf wenige erfreuliche Ausnahmen.

          1. „Kann man von öffentlicher Meinung angesichts der Medienmacht in wenigen Händen mit derselben Ideologie überhaupt noch reden? “

            Natürlich nicht, es ist stalinistischer Staatsfunk!

        2. Natürlich war das ein bisschen flapsig ausgedrückt. Denunziantentum ist m.E. unter Deutschen nicht überdurchschnittlich ausgeprägt.

          Die „vorschnelle Folgsamkeit“ ist möglicherweise wirklich ein typisches Merkmal von Deutschen und äußert sich nicht nur in freiwilligem Maskentragen, sondern eben auch in Gesetzestreue. Migranten, die etwas weniger davon haben, nutzen das für kriminelle Aktivitäten, aber ganz bestimmt nicht dazu, gegen Corona-Maßnahmen oder Russland-Sanktionen zu protestieren.

          Die haben Corona dazu genutzt, massenhaft dubiose Testzentren aufzumachen, und bestimmt fällt ihnen auch irgendein halbseidenes Geschäftsmodell mit den Russland-Sanktionen ein. Die Russenmafia steuert vielleicht auch Ideen bei.

          Wenn uns die staatliche Vorschriften nicht passen, versuchen wir, darauf zu drängen, dass sie geändert oder durch bessere ersetzt werden. Aber solange sie noch in Kraft sind, halten wir uns dran- zumindest die meisten von uns.

          Wenn Orientalen staatliche Vorschriften nicht passen, versuchen sie, sie zu umgehen oder sie zu ihrer eigenen Bereicherung auszunützen. Das hängen sie natürlich nicht an die große Glocke.

          Es ist ein vollkommen anderes Verhältnis zum Staat. Europäer sehen den Staat als Ausdrucksform der Gemeinschaft, die es mitzugestalten gilt. Orientalen sehen den Staat als Feind, den es zu betrügen gilt.

          Das ist natürlich nur ganz grob verallgemeinert, ich denke aber, tendenziell stimmt es.

  10. @Herr Röper ich beneide Sie nicht hier alle Kommentare lesen zu müssen. Spiegelt sich darin doch viele wieder, die weder lesen noch verstehen können oder Ihre übersetzten Beiträge nicht einmal gelesen haben.

    Die evakuierten Personen waren nie im Tunnelsystem des Stahlwerkes, wie der Text dies eindeutig darlegt. Absatz 8, Satz 1 des Artikels!

      1. Du bist Dir selber im Wege beim Auflösen Deiner Frage! 😉
        „…in dem unterirdischen Bunker…“ Einzahl!
        „…das Tunnelsystem…“ Mehrzahl
        Bitte weiterlesen:
        „Die Rentnerin erinnert sich auch an einen Korrespondenten, der vor ein paar Wochen in ihrem Keller war“….Keller! Ihr Keller ist ihr Bunker gewesen!
        Dass viele Keller dort als Bunker ausgebaut wurden, ist in Anbetracht der Baujahre nicht unmöglich.

        1. Tja, das ist alles irgendwie verwirrent, aber du könntest da wohl Recht haben. Das die Leute in den Kellern sitzen, ist mir ja klar. Aber diese als Bunker zu bezeichnen? Ich habe da irgendwie ein Problem mit, das man Keller als Bunker ausbauen könnte. Denn Bunker haben ja bekanntlich fette Stahlbetonwände-und decken. Bei den Wänden könnte ich mir das noch vorstellen diese nachträglich zu verstärken, aber bei den Decken? Naja, ich denke mal, dazu kann dann nur jemand was sagen, wer vor Ort ist oder sich damit wirklich auskennt.

    1. Wieso muss/sollte Herr Röper diese Kommentare auf die Verständnisfähigjeit checken?
      Kommentieren darf man nur mit mindestens 100% Textverständnis?
      Von uns weiß niemand wirklich was im Asow Stahlwerk passiert/e.

  11. „Die evakuierten Personen waren nie im Tunnelsystem des Stahlwerkes, wie der Text dies eindeutig darlegt. Absatz 8, Satz 1 des Artikels!“

    Ich habe das so verstanden, daß zunächst Personen aus den Häusern neben der Anlage evakuiert wurden und danach welche aus dem Tunnelsystem.

  12. Die ukraininische Regierungstruppe scheint zu wissen, dass ihr die „Ostgebiete“ abhanden kommen. Sie sind ja selber Schuld, dass die russischstämmige Bevölkerung dort nichts mehr mit der Ukraine am Hut hat, wenn diese seit 8 Jahren nunmehr sie beschießt, als Geiseln hält und drangsaliert. Daher machen sie das, was dioe Fashcisten auch gemacht haben: „Verbrannte Erde“ hinterlassen. Siezerstören alles, was noch irgendwie nachher zu gebrauchen ist bzw. lassen es durch ihre irrsinnige Durchhalteparolen (Warum muss ich jetzt an Hitlerdeutschland im April/Mai 1945 denken?) durch die Russen zerstören. Die wiederum haben kaum eine andere Chance, wollen sie die Verbrecher stellen. Es zeigt sich, dass der Westen alle Trümpfe in der Hand zu halten scheint. Einschließlich der Medienhoheit. Doch abgerechnet wird am Ende. Vorher ist noch alles möglich. Ich habe kaum die Hoffnung, dass die Regierenden in Kiew zur Vernunft kommen könnten. Sie sind dermaßen in ihrer eigenen Propaganda verstrickt, dass sie Durchhalteparolen ohne Ende ausgeben. Irgendwie scheinen sie auf die „Wunderwaffen“ zu hoffen. Oder den ganz großen Knall. Doch der wird die Ukraine komplett zerstrahlen. Da können sich die Herrschenden dort noch so sehr in ihren Bunkern verstecken. Ich habe schon Angst, dass sie wirklich bis zum Äußersten gehen. Und dann mag es sein, dass Russland den Krieg begonnen, aber alle ihn verloren haben, außer den paar „Eliten“ in den USA, die sich gut verschanzt haben.

    1. Die in Kiew können gar nicht zur Vernunft kommen, weil die USA ihnen „Vernunft“ verbietet. Selenskij war anfangs ja bereit auf die Bedingungen in Friedensverhandlungen einzugehen. Dann hat er plötzlich irgendwie seine Meinung radikal geändert.

      Ne die Amis wollen auf Biegen und Brechen ihren Abnutzungskrieg a la Afghanistan da veranstalten, sie wissen aus eigener leidiger Erfahrung, das man den nicht gewinnen kann. Da muss natürlich jeder Funken Vernunft (den sogar Selenskij Anfangs zu haben schien) konsequent unterdrückt werden.

  13. Also, so wirklich schlau werde ich aus der Aktion nicht.

    Ich habe mir die Filme hierzu angesehen. Zwei Monate in einem Bunker, unter welchen Bedingungen? Es mussten Lebensmittel für so einen langen Zeitraum zur Verfügung gestanden haben. Keiner der Menschen sieht ausgezehrt oder geschwächt aus. Da werden die Reisekoffer gerollt und es gibt Dackel in Begleitung. Schwierig zu sagen, ob dies für beide Gruppen zutrifft, denn die Menschen kommen nach obigen Angaben aus zwei verschiedenen Bunkern, wobei es ja Tunnel-Verbindungen geben mag. Deutlich mehr Zivilisten sollen sich noch in den Bunkern befinden. Somit, was ein humanitäres Schutzschild anbelangt hat sich wohl dadurch nichts geändert. Ob dies die eigenen Lebensmittelvorräte substanziell entlasten tut, wage ich auch zu bezweifeln. Die Frage bleibt, die auch T. Röper stellt: Warum gerade jetzt?

    Die einzige sinnige Erklärung scheint mir, dass man durch das Ver-/Entlassen dieser Menschen, die Vorgehensweise und die Abläufe dieses humanitären Korridores beobachtet und versuchen wird Möglichkeiten zu eruieren.

    1. „Also, so wirklich schlau werde ich aus der Aktion nicht.“

      Ich auch nicht.

      Es fällt aber auf, dass der russische Bericht, den Thomas übersetzt hat, ziemlich genau mit den Berichten in deutschen Medien übereinstimmt. Das ist man gar nicht mehr gewöhnt.

      Trotzdem sind da sehr viele Ungereimtheiten.

      1. Mmh, dies bezog sich auch nicht auf den Artikel, sondern darauf, warum plötzlich jetzt und dann unbedingt in einer Nachtaktion in Relation ein paar wenige 21 Menschen aus dem Asowstahl-Bunker rausgelassen werden.
        In solchen Zeiten wird bekanntlich nicht geschossen und der Fokus liegt auf der Evakuierung. Dies können andere als Gelegenheit möglicherweise an anderer Stelle wiederum „versuchen“ zu nutzen – diese Strategie fährt man ja nun schon seit längerem …

  14. Ich frage mich, was so viele Zivilisten, vor allem Alte Menschen, Frauen und Kinder in einem Stahlwerk verloren haben? Arbeiter können es ja kaum sein.

    Im Grunde kann man doch ziemlich sicher sein, das die Asow-Schlächter die Zivilisten in Mariupol gefangen genommen und dahin gebracht haben, um sie als Geiseln/Faustpfand einzusetzen. Wenn sie schon vor der Kamera die Kinder mit – nutzlosen – Süßigkeiten füttern, sie ansonsten aber unversorgt lassen, zeigt das auch wie es mit der „Moral“ dieser Schlächster-Truppe steht. Sich selber den Bauch voll schlagen und die Kinder, die Alten und die Frauen daneben hungern lassen. Wie Nazis halt sind.

    Deshalb hat Putin wohl auch auf die Bombardierung des Geländes verzichtet, was mich anfangs ein wenig wunderte, da ich mir nicht vorstellen konnte, was Zivilisten in einem geschlossenen Stahlwerk zu suchen haben. Vor allem Frauen, Alte und Kinder!

    1. Nach und nach kommt es raus:
      „Als der Krieg begonnen hatte, haben wir in der Stadt verkündet, dass alle Menschen, die unter den Bombardierungen und dem Beschuss gelitten haben, zu uns kommen können.“ sagte Enwer Zkitischwili, CEO von Asow-Stahl.
      Der Vorstandsvorsitzende erklärte auch, dass Asow-Stahl eine natürliche Festung sei, da das Werk von drei Seiten von Wasser umgeben sei: auf der einen Seite der Fluss und auf den beiden anderen das Meer.
      Weiter soll die ukrainische Regierung das Bunkersystem von Asow-Stahl nach dem Jahr 2014 aufgerüstet und den Kämpfern in der Stadt in diesem Jahr Details und Karten des unterirdischen Netzwerks übergeben haben. Außerdem soll sie die Anlage mit 40.000 Lebensmittelpaketen versorgt haben, von denen jedes einer Person für einen Tag reichen soll.

      Lt. RT-Liveticker zum Ukrainekrieg

  15. Da hat Guterres in seinem Leben mal was gutes getan und Selenskij zu den Freilassungen bewegt. Trotzdem ist Guterres Parteiisch, er fährt nach Bucha und anderswo, wo die angeblichen Gräueltaten der Russen waren, hält es aber nicht für Nötig nach Donezk zu fahren und die Gräuletaten der Asows zu begutachten, bzw. die Allee der Engel zu besuchen und dort einen Kranz nieder zu legen. Da weiß man ja, was man von diesen ganzen Schießbuden im Westen halten kann, nämlich nichts! So Gott will, werden die wahren Täter zur Rechenschaft gezogen und das werden, was die UA betrifft nicht ganz wenige auf der Welt sein.Einschließlich das Dreckspack von Politiker in Germanien.

  16. Der STÜRM… äh … SPIEGEL hat ja ein kurzes Filmchen dazu, in dem eine der Befreiten erzählen darf, dass sie nur mit Taschenlampe gelebt und Tüten als Klo benutzt haben. Aber als sie dann erzählt, dass sie wussten, es hätte schon humanitäre Korridore gegeben (woher wusste die das? Spiegel-Leser wussten das nicht …! Und die wissen doch bekanntlich immer mehr? *lach*), da wurde der O-Ton schnell abgestellt. Aber selbst dann noch kommen die Propagandisten nicht umhin zu übersetzen, dass die Frau „daran gehindert“ worden sei, diese Korridore zu benutzen? Von wem? Hat Putin der Schreckliche etwas Agenten im Asowstal, die die Menschen hindern??
    Es ist so grotesk, wie sie lügen …

  17. Hallo wie kann das sein, dass die westliche „Lügenpresse/ Medien“ recht hatten???
    Hier wird geschrieben: „Das Rätselraten, ob tatsächlich Zivilisten unter dem Asowstal-Werk sind, ist vorbei.“ Genau das aber haben die angeblich stets lügenden Medien schon lage berichtet – ich bin verwirrt – was stimmt nun?

    1. @MikeMiller
      was stimmt nun? Beides, wenn man immer alles zusammenschmeißt.
      Asowstal-Stahlwerk: unter Stahlwerk ist ein Bunkersystem, mit >1000 Personen (wohl zu 100% Militär), alles komplett umzäunt (ob die Umzäunung noch vorhanden, unbekannt).
      Um den „Firmenkomplex“, schließen sich direkt Wohngebiete an (Plattenbauten, Garagen, Gärten, Läden). Die „Zivilen“ sind in den Gebäuden festgehalten. Wohl in den Kellern. Und Bunker für die zivilen Arbeiter gab es wohl schon seit den 1944-igern dort.

      Und wenn ich jetzt die Wohngebiete zum „Stahlwerk“ hinzunehme, dann sind Zivilisten im Stahlwerk und den Bunkeranlagen. Auch RT macht da Mist. Schreibt in der Überschrift von Stahlwerk, im Text steht jedoch „im Umfeld vom Stahlwerk“.
      Bitte daher immer genau lesen!

      1. Ich denke, daß wir die Frage nach den Zivilisten im einzelnen aus der Ferne schwer klären können (zudem wir von Kiew mit Lügen zugeschissen werden). Bleiben also vorerst möglichst viele Aussagen der Betroffenen plus weitere Indizien.

  18. „was stimmt nun? Beides, wenn man immer alles zusammenschmeißt.“

    Aber stimmt schon, irgendwie ist der Artikel etwas komisch. Als Beispiel, die Frau, welche aussagt ein Korrespondent wäre vor „einigen Wochen“ in „ihrem“ Keller gewesen und dann der Sprung zum Stahlwerk und Mitte April. Ist schon etwas schräg.

  19. Auch interessant
    13:59 Der kanadische General Trevor Cadieu wurde bei einem Fluchtversuch aus «Asowstal» verhaftet und nach Moskau gebracht, wo ihm der Prozess gemacht wird. Er war verantwortlich für das Biolabor Nr. 1, in dem 18 Personen mit tödlichen Viren arbeiteten.
    gefunden auf: https://de.news-front.info/

  20. Langsam mache ich mir etwas Sorgen um Herrn Röper. Schon über 36 h kein Artikel von ihm, das ist ungewöhnlich.

    Herr Röper, wenn es nicht zu viel Aufwand für Sie bedeutet, schicken Sie bitte Ihren Lesern ein kurzes Lebenszeichen. Es muss gar kein ganzer Artikel sein, wir gönnen Ihnen jede nur mögliche Erholungspause, 1 -2 Zeilen reichen schon aus. Danke!

      1. Herzlichen Dank! Bin jetzt beruhigt. Aber wenn ich an den russischen Journalisten Solowjew denke und an die gesprengte Brücke im Kursker Gebiet – die Methoden des Westens im Kampf gegen Russland werden offensichtlich immer hinterfotziger. Diesen wertebasierten Schweine-backen ist mittlerweile wirklich alles zu zu trauen.

  21. Was wird uns hier aufgetischt?

    So wie ich das verstanden habe, lebten und leben in Mariupol Menschen, die sich als ethnische Russen verstehen. Die Zivilisten, die man nun rausgelassen hat, reisen aber nach Westen aus den russischen Gebieten heraus. Schluss daraus, diese „Zivilisten“ haben nie in Mariupol gelebt, sondern sind als Angehörige der Kämpfer des Asow-Bataillons nach Mariupol gekommen und mussten irgendwo untergebracht werden, z.B. in den leeren Bunkeranlagen unter dem Stahlwerk. Alles Andere ist unlogisch.

  22. Neuester Fake-Faktencheck von Correctiv.org…

    https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2022/05/05/asow-bandera-und-co-was-steckt-hinter-putins-narrativ-von-nazis-in-der-ukraine/?mc_cid=c14d78a3d0&mc_eid=fe535c86e9

    Nationalistisch eingestellt sein bedeute in der Ukraine vor allem, die Unabhängigkeit des eigenen Landes zu bewahren, und sei eher Patriotismus als ein ausschließender Nationalismus, sagt Osteuropa-Experte Härtel. Auch die Tatsache, dass Militarismus im Land zugenommen habe, müsse man immer vor dem Hintergrund des Krieges von 2014 einordnen. Deshalb findet es der Osteuropa-Experte eher überraschend, dass Radikale in der Ukraine keine stärkere Rolle spielten.

    Im Bericht von Freedom House heißt es weiter, Petro Poroschenko, ukrainischer Präsident von 2014 bis 2019, habe mit Slogans wie „Armee, Sprache, Glaube!“ Patriotismus in der Gesellschaft befeuert. Die Wahl von Wolodymyr Selenskyj zum Präsidenten im April 2019 habe jedoch einen Wendepunkt markiert. Bereits in den ersten Monaten nach seinem Amtsantritt seien weniger Aktivitäten der extremen Rechten beobachtet worden, was sich beispielsweise am Rückgang gewalttätiger Vorfälle messen lasse, so Freedom House.

    Für die Menschen in der Ukraine zählt aktuell wohl vor allem, dass das Asow-Regiment helfe, Städte wie Mariupol erneut gegen den russischen Angriff zu verteidigen, sagt Politikwissenschaftlerin Zhurzhenko.

    Ach ja ?!

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