Russisches Erdgas

Die EU hat den Import von russischem LNG fast verdoppelt

Die EU hat im letzten Jahr den Import von russischem Flüssiggas fast verdoppelt und kauft mehr russisches Flüssiggas als China.

Wieder einmal war der Bericht des Deutschland-Korrespondenten, der am Sonntag im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens gezeigt wurde, hochinteressant, weil er einmal mehr die ganze Absurdität der europäischen Politik aufgezeigt hat. Daher habe ich ihn auch diese Woche wieder übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Hoffnungen erfüllen sich nicht: Die EU hat nicht einmal genug Geld für sich selbst

Europa hat plötzlich eine Erleuchtung gehabt. Die Einfuhren von verflüssigtem Erdgas aus Russland steigen rapide an, trotz aller Forderungen, uns diese Einnahmen vorzuenthalten. Neue Daten der internationalen Non-Profit-Organisation Global Witness mit Sitz in London und Washington haben die europäische Presse aufgeschreckt. Sowohl die britische Financial Times als auch die polnische Rzeczpospolita schreiben: „Zwischen Anfang dieses Jahres und Ende Juli hat die EU mehr als die Hälfte des russischen Flüssiggases gekauft. Insgesamt kauften die EU-Länder 22 Millionen Kubikmeter LNG. Im Vergleich dazu waren es im gleichen Zeitraum 2021, also noch vor Beginn des Konflikts, 15 Millionen Kubikmeter. Das entspricht einer Steigerung von 40 Prozent.“

Ja, China ist führend bei den russischen LNG-Käufen. Auf China entfallen bis zu 20 Prozent unserer Exporte. Aber an zweiter Stelle steht bereits Spanien mit 18 Prozent, gefolgt von dem kleinen Belgien mit 17 Prozent. Offensichtlich kauft es nicht nur für sich selbst. Global Witness weist auch auf die wichtigsten Firmenkunden Russlands hin. Das sind die französische Total Energies und die niederländisch-britische Shell.

Nach den Verträgen zu urteilen, plant Europa, seine Käufe von russischem Flüssiggas im nächsten Jahr zu erhöhen. Die Sanktionen gelten nämlich nicht für unser Flüssiggas und die Käufer ignorieren die politischen Appelle. Angesichts dieses Trends forderte die estnische Energiekommissarin Kadri Simson bereits im März dieses Jahres: „Wir können und müssen uns so schnell wie möglich vom russischen Gas trennen, ohne unsere Versorgungssicherheit mit diesem Rohstoff zu vergessen. Ich rufe alle EU-Mitgliedstaaten und alle Unternehmen auf, kein russisches Flüssiggas mehr zu kaufen und keine neuen Gasverträge mit Russland zu unterzeichnen, nachdem die bestehenden ausgelaufen sind.“

Um die Beziehungen sauber zu halten, fordert die EU-Kommissarin aus Estland, dessen Staatshaushalt zu fast einem Drittel aus EU-Subventionen besteht, Deutschland, den Hauptgeldgeber der EU, auf, vollständig auf LNG aus Russland zu verzichten. Deutschland ist bereits in eine Rezession geraten, weil das frühere System des Energieeinkaufs durcheinander geraten ist, und nun fordert die estnische Kommissarin von ihm, noch mehr zu leiden. Oder Belgien, ebenfalls ein Empfänger europäischer Subventionen. Aber an der Durchleitung von LNG aus Russland verdient es Geld. Soll es diese Einnahmen verlieren und mehr Subventionen von der EU verlangen? Das klingt nicht allzu sehr nach gesundem Menschenverstand. Aber nicht nur das, wie unser Deutschland-Korrespondent berichtet.

Je weiter nach Osten, desto beängstigender wird es. Um der NATO-Ostflanke die Angst vor Russlands Nachbarschaft zu nehmen, verspricht der deutsche Verteidigungsminister, 4.000 Bundeswehrsoldaten nach Litauen zu entsenden, aber nur jeder fünfte möchte dahin. „Einige Soldaten sagen, ihre Familien hätten Angst, mit ihren Kindern so nah an die russische Grenze zu ziehen. Andere weisen darauf hin, dass viele Familienmitglieder Berufe haben, die sie in Litauen nicht ausüben könnten“, schreibt der Spiegel.

Die deutschen Soldaten werden von den noch sowjetisch ausgebildeten Ukrainern daran erinnert, dass in der Armee nicht alles wie in einer Kolchose läuft, wo alles freiwillig ist, sondern auf Befehl, der übrigens nicht diskutiert wird. Sie scheinen über die Bundeswehrsoldaten zu lachen, wie die Financial Times schreibt: „Einer der deutschen Ausbilder sagt, er habe manchmal Meinungsverschiedenheiten mit erwachsenen ukrainischen Kommandeuren, die noch zu Sowjetzeiten ausgebildet wurden und die manchmal meinen, sie wüssten es besser.“

Deutsche Soldaten hätten vielleicht noch mehr erfahren können, aber den Ausbildungskursen fehlt es an guten Dolmetschern, stellt der Autor des Artikels fest: „Der Leopard 1A5 ist so alt, dass die deutschen Ausbilder um Hilfe von Soldaten aus den Niederlanden und Dänemark bitten mussten, wo das Modell noch länger im Einsatz war, sowie von ehemaligen Panzerfahrern in Deutschland selbst, die in den 1980er und 1990er Jahren ausgebildet wurden. Das letzte Mal wurden deutsche Rekruten im Jahr 2000 auf diesem Fahrzeug ausgebildet. Einige der Ausbilder sind Zivilisten von über 50 und sogar 60 Jahren.“

Die Amerikaner stellen den Ukrainern auch ausgemusterte Fahrzeuge aus dem Vietnamkrieg zur Verfügung. Der Guardian schreibt, dass Kiew Bradley Schützenpanzer versprochen wurden, an denen die Soldaten in Deutschland ausgebildet wurden, aber sie müssen mit M113 aus den 60er Jahren kämpfen. Die Ukraine setzt nun alle Hoffnung auf Kampfjets, vielleicht werden sie damit nicht betrogen.

„Kein einzelnes Waffensystem kann für sich genommen den Verlauf der Kampfhandlungen radikal verändern. Nur die Gesamtheit der Waffensysteme und deren Einsatz spielen eine Rolle. Das ist ein Dilemma. Das Problem ist, dass wir Opfer unserer eigenen Propaganda sind. Es klingt hart, zu Beginn des Krieges hieß es, ukrainische Soldaten mit deutschen Panzerabwehrgranatwerfern in der Hand würden die Russen aufhalten. Das stimmt nicht“, sagt Markus Reisner, Oberst des österreichischen Bundesheeres.

Doch die Experten in Zivil treiben ihre Untergebenen weiter voran. Sie sollen angreifen, denn der Herbst steht bevor, und ältere Deutsche erinnern sich an das russische Wort „rasputitsa“.

Deutschland hat mehr als 20 Milliarden Euro in die ukrainische Armee investiert, während die USA mehr als 100 Milliarden investiert haben. Die Sponsoren auf beiden Seiten des Ozeans sind mit dem Tempo der Offensive unzufrieden. Die ukrainischen Streitkräfte werden vorangetrieben, während Kiew seine Kritiker in die Schranken weist. Außenminister Kuleba erklärte bei einem EU-Besuch: „Das langsame Tempo der Gegenoffensive zu kritisieren, ist als würde man den ukrainischen Soldaten ins Gesicht spucken. Die Kritiker sollten besser alle die Klappe halten, in die Ukraine kommen und selbst versuchen, wenigstens einen Quadratzentimeter zu befreien.“

Der ukrainische Chefdiplomat wird in seinen Formulierungen undiplomatisch. Kuleba forderte bei dem Treffen der EU-Außenminister, bei dem Kiew nicht einmal Mitglied ist, die Klappe zu halten. Kuleba war auch noch frech, als er die EU daran erinnerte, dass sie die Ukraine in die EU aufnehmen soll.

Andere warten, die Balkanländer stehen seit mehr als 10 Jahren in der Warteschlange, und waren darüber nicht erfreut. Borrell deutete an, dass alle aufgenommen werden würden: „Der Krieg in der Ukraine hatte den Nebeneffekt, dass der Erweiterungsprozess beschleunigt wurde. Die Mitgliedschaft in der EU muss man sich natürlich verdienen. Aber gleichzeitig wäre es gut, ein politisches Ziel, einen bestimmten Horizont festzulegen, um diesem Prozess Schwung zu verleihen. Wir in der EU sollten unsererseits auch bereit sein für eine Erweiterung, die zu zehn weiteren EU-Mitgliedern führen könnte.“

Georgien ist nur Kandidat für den Kandidatenstatus der EU-Mitgliedschaft. Die georgische Präsidentin ist nach Berlin gereist, um für die Eintrittskarte zu kämpfen, ohne dass die Regierung es genehmigt hat, wie es die Verfassung vorschreibt. Die Kollegen in Tiflis drohten mit einem Amtsenthebungsverfahren.

Der ukrainische Präsident allerdings hat die demokratischen Werte, die der EU so wichtig sind, mit Füßen getreten. Seine Amtszeit läuft aus, aber sein Durst nach Geld bleibt: „Ich möchte nicht fantasieren, dass wir fünf bis sieben Jahre ohne Wahlen leben werden. Ich klammere mich nicht an die Macht. Ich würde gerne Wahlen abhalten. Sie sind möglich, wenn die USA und die EU bereit sind, uns die fünf Milliarden zu geben, die wir für die Organisation von Präsidentschaftswahlen benötigen“, sagte Wladimir Selensky.

Mit diesem Ansatz und diesen Tarifen beschloss Selensky, die Sponsoren richtig zu „melken“, obwohl die EU nicht genug für sich selbst hat. Brüssel fordert von den Mitgliedsländern, Geld für zusätzliche Zahlungen zu suchen.

Anscheinend geht auch die Geduld zu Ende, denn die New York Times hat von Berlins Wunsch erfahren, Verhandlungen über die Ukraine aufzunehmen, worüber deutsche Beamte bisher nur in privaten Gesprächen flüstern: „Vertreter der deutschen Regierung würden gerne Verhandlungen über eine Regelung in der Ukraine aufnehmen, aber bisher sind sie nur bereit, unter vier Augen über das Thema zu sprechen. Es gibt in Berlin wie in Washington den Wunsch, dass der Krieg nicht endlos weitergeht, auch weil die politische Bereitschaft für eine unbegrenzte militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine bereits zu schwinden beginnt, vor allem bei den erstarkenden Rechten und Rechtsextremen.“

Sahra Wagenknecht, die gegen höhere Ausgaben für die Ukraine ist, gehört zu den drei beliebtesten Politikern in Deutschland. Olaf Scholz, der Kiew sowohl mit Geld als auch mit Waffen flutet, ist weder unter den ersten drei noch unter den ersten zehn. Der Kanzler und seine führenden Minister sind im Keller der Umfragen und es wird für die Regierungskoalition nicht leicht, bei den Wahlen 2025 an der Macht zu bleiben. Und der Sessel des wichtigsten Verbündeten der Ukraine wankt schon in einem Jahr.

„Die Regierung Biden und ihre europäischen Verbündeten entwickeln Pläne für eine langfristige Militärhilfe für die Ukraine. Waffenknappheit und innenpolitischer Druck behindern die Bemühungen des Westens. Westliche Beamte suchen nach Wegen, um die Unterstützungsversprechen zu festigen und die Möglichkeiten künftiger Regierungen einzuschränken, einen Rückzieher zu machen, da man in den europäischen Hauptstädten befürchtet, dass Donald Trump, sollte er das Weiße Haus wieder übernehmen, versuchen wird, die Hilfe zu kürzen“, schrieben US-Medien.

Es stellt sich auch die Frage, was unter der neuen Regierung aus Nord Stream werden wird. Alles deutet darauf hin, dass die USA und ihre Verbündeten Deutschlands wichtigste Energieleitung gesprengt haben. Deutschland glaubt pflichtbewusst die Version mit den ukrainischen Amateur-Tauchern, die die Pipeline zerstört haben. Für außenstehende Beobachter klingt das wie ein Witz.

Viktor Orban, der ungarische Präsident, sagte zum Beispiel im Interview mit Tucker Carlson: „Als es passierte, nannten wir es einen Terroranschlag. Deutschland hat das abgelehnt, ebenso wie der Westen. Das war kein Terroranschlag, das war ein ‚etwas‘, verstehen Sie? Das ist also eine Art Beweis für einen Mangel an Souveränität. Aber gemeinsam mit dem serbischen Premierminister haben wir sehr deutlich gemacht, dass wir es als Kriegsgrund, als Terroranschlag, betrachten und sofort reagieren werden, wenn jemand mit dem Südkorridor das Gleiche machen will wie mit dem Nordkorridor. Also tut es nicht. Vielleicht kann man das mit den Deutschen machen, aber nicht hier in dieser Region.“

Das Pipeline-Gas haben sie durch Flüssiggas ersetzt. Die Amerikaner liefern es zum doppelten Preis von dem, wofür Moskau es verkauft hat. Und weder Deutschland noch die EU lehnen den russischen Brennstoff ab. Jetzt wird er mit Tankern transportiert, aber das ist teuer. Berlin setzt alle Hoffnung auf Sonne und Wind. Bis 2030 sollen 80 Prozent der Energie aus alternativen Quellen stammen. Doch der Wind ist zickig. Heute ist er da, morgen nicht mehr. Im August ist die Stromerzeugung aus Windenergie in der EU wetterbedingt um 15 Prozent zurückgegangen. Auch die durchschnittlichen Tagestemperaturen sanken. Darum mussten Österreich, Belgien und Deutschland ihre Gasspeicher anzapfen.

Schon am Ende des Sommers haben sie angefangen, mehr abzupumpen als einzuleiten. Die Gaspreise in Deutschland sind um 40 Prozent gestiegen – ein K.O. für die Industrieunternehmen. 50.000 von ihnen haben geschlossen oder sind in Konkurs gegangen, jedes dritte Unternehmen will wegen des teuren Stroms aus dem Land fliehen. Deutschland ist die einzige der großen Volkswirtschaften der Welt, die das Jahr mit einem Minus abschließt. „Wir Verlierer. Vor nicht allzu langer Zeit war die deutsche Wirtschaft ein Wachstumsmotor, jetzt ist sie das Schlusslicht unter den westlichen Industrieländern. Unser Wohlstand ist bedroht und die Regierung scheint ratlos zu sein“, schreibt der Spiegel.

Das deutsche Fernsehen zeigt Berichte über diejenigen, auf die man so große Hoffnungen gesetzt hatte. Auch die Hersteller von Windkraftanlagen im ganzen Land machen dicht. Der deutsche Gigant BASF hat seine Düngemittelfabrik im Süden des Landes geschlossen, weil der Strom unbezahlbar geworden ist. Dünger steht übrigens nicht unter Sanktionen, er wird tonnenweise importiert. In diesem Sommer hat Deutschland seine Lieferungen aus Russland um 334 Prozent erhöht. Die EU kauft nun fünfmal mehr russische Düngemittel als früher.

Ende der Übersetzung


In meinem neuen Buch „Das Ukraine Kartell – Das Doppelspiel um einen Krieg und die Millionen-Geschäfte der Familie des US-Präsidenten Biden“ enthülle ich sachlich und neutral, basierend auf Hunderten von Quellen, bisher verschwiegene Fakten und Beweise über die millionenschweren Geschäfte der Familie des US-Präsidenten Joe Biden in der Ukraine. Angesichts der aktuellen Ereignisse stellt sich die Frage: Ist eine kleine Gruppe gieriger Geschäftemacher möglicherweise bereit, uns für ihren persönlichen Profit an den Rand eines Dritten Weltkriegs zu bringen?

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich direkt hier über den Verlag bestellbar.

Hier geht es zum neuen Buch

Werbung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

52 Antworten

  1. So ist das, wenn Medien ihre Aufgabe nicht erfüllen und zu Erfüllungsgehilfen unfähige „Eliten“ werden. Dann passiert das, was Orwell beschrieb: das Gegenteil von dem, was geplant war. Nun ja, wahrscheinlich wäre George Orwell heute ebenfalls ein „rechter Spinner“, „Antisemit“ oder „Rassist“.

  2. Nun Importe von LNG aus Russland !
    Habeck und & geht der Arsch auf Grundeis vorm nächsten Winter…. USA liefern nicht genug, verkaufen dahin wo das meiste gezahlt wird.
    Frankreich als “ NOT-Lieferant “ wackelt mit seinen AKWs und Uran Mangel bzw. gerade Explodierenden Preisen dafür ! ( Mal Börse beobachten ) 63 % Preisanstieg !!
    .
    Gas-Kraftwerke müssen es richten……
    Wenn der Gas-Transitvertrag ausläuft stehen die Räder still…
    .
    Nicht der letzte Winter der als “ Panikwinter “ in Medien dargestellt wurde ist / war Interessant !
    NEIN….der nächste Winter…vor diesem sollte der Deutsche Mischel etwas mehr Respekt zeigen !
    .
    Schon weil KEIN Medium ( Presse ) diesen kommenden Winter auch nur erwähnt…
    Dieses “ Schweigen “ kennen wir vom letzten Jahr doch ANDERS !!!
    Warum…unsere so Unabhängigen Medien 3 1/2 Monate vor Weihnachten KEIN Wort darüber….oder Gasspeicher / Transitvertrag verlieren…..?????
    .
    Das sollte Stutzig machen……treiben DIE doch sonst jede Sau durchs Dorf !!!

  3. „Es klingt hart, zu Beginn des Krieges hieß es, ukrainische Soldaten mit deutschen Panzerabwehrgranatwerfern in der Hand würden die Russen aufhalten. Das stimmt nicht“, sagt Markus Reisner, Oberst des österreichischen Bundesheeres.“
    Der Typ ist komplett überbewertet, auch er folgte (und folgt?) dem Mantra, dass die Ukraine siegen wird, die Motivationsproblematik der ukrainischen Truppen (ausserhalb der fanatischen faschistischen Verbände) hat er nie mit auch nur einem Wort erwähnt, ebensowenig die teils masslose Selbstüberschätzung der Ukrainer, welche, so scheint es mir, Volks-immanent ist, und welche dazu führt, dass sie selbst beinahe mehr zerdeppern als die Russen.

    1. Bei Reisner muss man sich in die Lage versetzen, zwischen den Zeilen lesen zu wollen. Er vertritt nun mal als aktives Militaer eines Psydo-NeutralitätsStaates NATO-Interessen, aufgrund den seit 1995 aufgenommenen formellen Beziehungen zur NATO, als es dem Programm „Partnerschaft für den Frieden“ beitrat.

      In Gaenze gesehen vertritt er eine gesunde Meinung, weil realitaetsnah.

      1. Das Reisner der Mantra folgen soll nach ihren Worten, dass die Ukraine siegen wird, entspricht nicht den Tatsachen. Reisner zieht in seiner Einschaetzung der Lage, dass wenn die Ukraine tatsaechlich aufeinander abgestimmte Waffen haette ( um nach NATO-Art der Infrantrie den Ruecken nach hinten und vorne freizuhalten – eben durch eine zumindest gleichwertige Luftwaffe und weittragenden Raketen zur Nachschubstoerung- ) dann waeren die Chancen so schlecht nicht, dass GANZE auch insoweit zu gewinnen, um einen fuer die Ukraine vorteilhafen Verhandlungs-Beginn zu haben.

        Und da hat(te) der Markus Reisner recht. Dies waere der Fall gewesen, WENN die Ausstattung der Ukraine eben nach den NATO-Handbuechern gehandhabt worden waere.

        Eine zukuenftige Ausstattung der Ukraine mit alle dem, was eben notwendig waere, sieht auch Reisner nicht mehr im Sinne der NATO zielfuehrend, da eben das Wesentliche, der Faktor Mensch nicht lieferbar ist.

        Nichts anderes sagt Reisner.

        1. Von was sprecht Ihr?
          Glaubt Ihr den Müll den Ihr Euch zusammenreimt wirklich`?
          Die Ukraine führt keinen Krieg gegen die russische Armee,sondern gegen Freiwilligenverbände,Mobilisierte mit dem an Technik was in russischen Lagern seit Jahrzehnten rumstand.
          Wann und wo hat die Nahtod je gegen eine Gleichwertige Streitkraft Krieg geführt?
          Es gibt in einem modernen Konflikt gegen die russische Armee kein erfolgreiches Zusammenwirken aller in der Theorie aufgeführten Teilstreitkräfte,Hakt das ab und lasst Euer Übermenschen Gehabe einfach stecken.
          Die Truppen der Nahtod kommen nicht mal aus den Kasernen,geschweige die Logistik funktioniert,von Desertierten ganz zu scheigen.
          Kein einziger Nahtod Soldat kommt an die Aufopferung und den Kampfeswillen der Ukrainer oder Russen heran,ihr würdet wie Kinder Heulen und nach Mama schreinen.
          Und nochmal,Russland führt einen Krieg mit gezogener Handbremse,da Putin ein klar denkender und Umsichtiger Man ist und eben keinen Konflikt mit der Nahtod will.
          Nicht aus schwäche,nein,aus der Sorge um die Menschheit insegesamt heraus.
          Meine Fresse,spart Euch solche Sendungen mit Deppen die in Uniform Blödsinn verbreiten.

          1. Ja, sie sprechen mir nicht nur aus dem Herzen, sondern auch nach Tatsachen, bezogen auf den Krieg.

            Doch ich denke aus der Sicht von Journalisten, welche die Verirrten in Europa irgendwie wieder auf den rechten Weg zu bringen, auch in der Lage sind.

            Reisner ist ein solcher Mensch, der als Journalist es koennte, weil er dem Grunde nach genau so denkt wie sie selbst.

            ER- Reisner- ist ein sehr kluger Mann weil er es schafft, eben auch in Medien Gehoer zu finden, die Millionen Zuschauer haben, eben deshalb, weil er zumindest es schafft, Leute zum Nachdenken zu bringen. Und das heisst heute schon sehr viel. Mehr als nur SEHR VIEL. Jedes auch nur geringe Abweichen vom NATO-Narrativ hilft.

        2. @ Boese

          Wenn….
          ja wenn die Ukraine eine so starke Armee hätte, glaubst du da noch im ernst das Russland nur mit einer Expeditionsarmee in der Ukraine kämpfen würde?
          Die RF hätte die allgemeine Mobilmachung ausgerufen und die russische Armee hätte die Samthandschuhe ausgezogen!
          Und schon wäre die Ukraine in der gleichen Lage wie heute, nur deutlich zerstörter und mit mehr Toten auf beiden Seiten.

          1. Natuerlich haette die RF genauso reagiert. Doch darueber muessten wir uns heute gar keine Gedanken mehr machen, weil es keine Deutschen und wahrscheinlich auch einen grossen Teil an Polen mehr gaebe, denen der Thomas etwas erzaehlen koennte.

            Also, man muss ja auf das Ursprungsthema ZURUECKKOMMEN dieses Stranges. Und der dreht sich nun mal um einen gewissen Markus Reisner. Und gerade er warnte schon fruehzeitig eben die allzudollen Gluecksritter der Nato, die Drecksgriffel nicht so weit in die Ukraine zu stecken. ( Ich erinnere an eine Podiumsdiskussion, dass eben Reisner klarstellte, dass die NATO eben doch in der Ukraine aktiv ist, eben NICHT als Soldaten in Nato-Uniform, sondern als ausgemusterte Freiwillige) Das muss man aber verstehen, was er eben NICHT sagt und doch meint.

    1. Diese Speicher sind eigentlich eine Reserve !!!!!
      Zu besten Industrie Zeiten !!!!!!!!!!
      Reichte diese Reserve 6 Tage !
      .
      Gasspeicher in DE waren NIE zur alleinigen Versorgung gedacht…..OHNE gleichzeitige LIVE… Lieferung von ca 30 Millionen m3 per Pipeline TÄGLICHE……TÄGLICH !!!!
      .
      Im letzten Winter kam ja noch Gas….auch wenn es “ nur “ ca zwischen 19 und 23 m3 am Tag waren.
      OHNE GAS-Transit durch die Ukraine bei Auslaufen…..des Vertrages müssen diese m3 durch LNG ersetzt werden …
      Rechne selbst

      1. Der Gasspeicher hat eine Kapazität von ca 26% des Jahresverbrauchs der Brd. Da im Winter der Verbrauch deutlich höher ist würde er im Winter ca 1,5 Monate reichen sofern nichts importiert wird. Im Sommer natürlich länger. Alles zu sehen auf der verlinkten Seite.
        Wenn die LNG-Terminals in der Brd in ferner Zukunft fertig sind können sie nur die Hälfte von Nordstream1 ersetzen, ca 30 Mrd m3. Der Rest kommt über Pipelines von LNG-Terminals bei NL und B.
        Der Verbrauch ist zwar gesunken weil die Haushalte wegen der hohen Preise sparen und Industrie abwandert, doch viel länger als oben angegeben reichts dennoch nicht.
        Deine 6 Tage sind aber eine Erfindung. Übertreiben muß man nicht, einfach bei den Fakten bleiben. Die sind schlimm genug.

        1. Ja lieber Joe. Ich habe die Angabe von Mac9 zwar nicht ueberprueft, doch scheint die Angabe weit naeher an den Tatsachen zu liegen als eben die Angaben die sie aus den offiziellen Verlautbarungen fuer die BRD ziehen.

          Sie vergessen die vertraglichen Verpflichtungen der Deutschen aus der Bluetezeit der russischen Lieferungen, welche eben noch bestehen gegenueber anderen Staaten zur Lieferung durch die Deutschen.

          Um Habeck sinngemaess zu zitieren der nun mal klarmachte, dass im Falle eines Mangels an Gas eben die deutsche Industrie komplett abgeschaltet wird.

          Ein politisches Jonglieren im Wochenrytmus ist demnach mal theoretisch moeglich.

  4. „EU hat den Import von russischem LNG fast verdoppelt“ Was sagt mir das? Selbst bei zerschossener Nord-Stream- Leitung durch die USA liefert Russland verlässlich Gas an die EU. Dank an Russland für mein warmes Wohnzimmer, auch wenn es deutlich teurer geworden ist.

        1. Das Ärgerliche ist allerdings daß auf Erdgas/LNG viele Steuern draufgeschlagen werden, noch mehr Profite durch die Konzerne plus die Profite der Spekulanten an der Erdgasbörse. Wer viel verbraucht bezahlt diese Parasiten mit.

  5. Das hatten wir im anderen Thema doch schon. Verdopplung des LNG Bezuges. Klingt irgendwie wichtig ist es aber nicht. Bei der bezogenen Gesamtmenge waren wir bei irgendwas unter 2% des europäischen Energiebedarfes.
    Es ist schon merkwürdig dass uns die „prorussische“ Sicht nonstop die Informationen liefert, dass es uns ohne russische Energie unglaublich schlecht ergeht. Bei uns selbst gibt es aber nirgendwo Klagen oder Forderungen nach Ende der Sanktionen. Die Markstpreise für Gas und Strom sind weitab von Mangelpreisen, die Gasspeicher voll. Diese reichen übrigens nicht nur für 6 Tage sonder für irgendwas 2-3 Monate bei 0 Bezug.

      1. Bringt NULL PUNKTE jemandem, der mit Scheuklappen durchs Leben versucht zu eilen auch nur zu antworten auf den Kaese, den sie- wie das Deutsche Nicht-Realitaetsdenkende Individuum (DnRI)

        Klingt irgendwie wichtig ist es aber nicht, sagt DnRI. Solche Auswirkungen wie das folgende Beispiel, haben solche Individuums nicht im Sinn, nicht weil sie es nicht im Sinn haben wollen, sondern weil sie es tatsaechlich nicht faehig sind, die kausalen Zusammenhaenge in ihren Spatzengehirnen zu verarbeiten. Stattdessen ihre ihnen angedrillten Ideologischen Abnormalitaeten an jedem abzuarbeiten, der ihnen in den Weg lauft.

        Ne ne, man kann schon fas Boese werden, sich schon alleine mit diesen Holkopfgedanken zu beschaeftigen.

        https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/basf-legt-ammoniak-produktion-still-baut-2600-stellen-ab-603952

        Dem Grunde nach konnte speziell den Russen ueberhaupt nichts besseres passieren, als das der Oberverrueckte der Welt , die Pipeline sprengen liess. So wie schon die ersten Sanktionen nach dem Beitritt der KRIM-Bewohner nach Russland sofort von Putin als Chance wahrgenommen wurde und innerhalb von par Jahren vom Getreide-Importeur zu einem der maechtigsten Global-Player in Sachen Lebensmittelproduzenten aufstieg, passiert nun aehnliches in der Entwicklung von EU-Gas-und Oel Tankstelle zu einem Lieferanten von Gas-oel-Fertigprodukten.

        Um Sage und schreibe 330% wuchs der EU – Import von Duengemittel aus Russland.

        Nur mal anhand eines einzigen Beispiels.

      2. Der Begriff „Verlorene Liebesmueh“ ist mir erst jetzt eingefallen weil ich im Deutschen dachte und nicht direkt das engliche Original im Kopf hatte. Doch Fazit wurde ja gezogen. Bringt nichts diesen Moechtegerne auch nur zu antworten.

        Man uebertrage selbst 🤦‍♂️😊

        Love’s Labour’s Lost( Verlorene Liebesmueh) ist eine Komoedie von William Shakespeare. Das Werk handelt von Koenig Ferdinand von Navarra und seinen drei Gefaehrten, die eine „Akademie im Kleinen“ gruenden wollen und daher schwoeren, fuer drei Jahre zu fasten, auf die Gesellschaft von Frauen zu verzichten und sich dem Studium der Philosophie hinzugeben.

        Wies weitergeht, kennt jeder. 😛

        1. Ist halt wie immer hier, wenn man sachlich keine Argumente verlegt man sich wieder auf inhaltsleere Verbalatacken gegen den Schreiber. Die Mengen sind im Artikel doch klar benannt. Eine Steigerung auf 22 Millionen Kubikmeter russischer LNG Importe. Der europäische Jahresgasverbrauch liegt bei etwa 400 Milliarden (nicht Millionen) Kubimetern Gas. Mathe können Sie sicher.

          1. Vergebliche Liebsmueh, ihren Standpunkt anhand der Mathematik darstellen zu wollen.

            Zaehle man mal ALLE LNG Lieferungen in die EU zusammen im Verhaeltnis zu den Mengen, die heute noch durch russische Pipelines gelangen, dann kommen schon die im Winter 2023 ins Schwitzen, welche an den Winter 2024 denken.

            Nun denke man mal an die nicht Unmoeglichkeit, den Tuerken kaeme auf irgendeine Weise ihre Pipelines abhanden.

            Mathe koennen sie ja sicher.

            Ps.
            Im uebrigen 😊😊hat man mal die Summen verglichen die den Russen heute zur Verfuegung stehen anhand der LNG-Lieferungen anstatt dem Pipelinegas ueber die gesprengen Leitungen. Es ist sogar etwas billiger als das USA/Freiheitsgas doch in Groessenordnungen teurer, die nur mit 😛😛😛zu kommemntieren sind.

            Wahrscheinlich – wenn man so weit denken darf- wuerden die Russen sicher nicht beide Roehren wieder mit Gas schon aus Kapazitaetsgruenden fuellen und betreiben koennen.

            Der Zug waere auch fuer die AFD sicherlich abgefahren, wieder auf russisches Gas setzen zu koennen im Falle einer Regierungsbildung.

            1. Das Thema dieses Artikels waren russische LNG Lieferungen und deren Steigerung und Bedeutung für die EU. Die Bedeutung dieser 22 Mio m³ konnten wir bereits einordnen. Da Sie inhaltlich scheinbar nichts mehr beitragen wollten, wechseln Sie nun gekonnt das Thema wär fast keinem aufgefallen.

              Ihr Neue These: Russisches Gas (nicht LNG) ist immernoch so bedeutsam, dass die EU dieses nicht mit nichtrussischem LNG ersetzen kann. Ich stimme Ihnen soweit zu, als das die EU bis jetzt nicht in der Lage ist, auf den Bezug von russischem Gas zu verzichten. Immerhin wurden innerhalb eines Jahres aber schon vier Fünftel des Bezuges ersetzt, das finde ich beachtlich. Der Anteil an der Gesamtmenge macht aktuell noch 10-12%. aus Das ist zugegeben immernoch sehr viel.

              Jetzt kommen Sie mit „was wäre wenn man der Türkei, oder die Türkei, das Gas abdrehen würde“ sie möchten also gern Russlands „langen Hebel“ zurück. Ein erneutes Nutzen als Druckmittel halte ich sicher nicht für ausgeschlossen, aber die Möglichkeiten für Russland sind mittlerweile deutlich begrenzter als Anfang 2022. Zum einen ist Russland mitlerweile auch ein wenig mehr auf die Türkei angewiesen. Diese selbstbewusste Mittelmacht kontrolliert nicht nur den Zugang zum schwarzen Meer sondern ermöglicht Russland neben China und Kasachstan auch in erheblichen Maße , Substitutionshandel zur Bewältigung der westlichen Sanktionen. Russland wird es sich vermutlich gut überlegen, ob es einem Dritten wie der Türkei das Gas rationiert, um gegen die EU ein erneutes Druckmittel zu haben. Des Weiteren ist das Grundproblem bei Gas, dass es nicht wirklich ganz zudrehen lässt, da sonst die Quellen bzw Technik beschädigt/zerstört werden könnten. Und Russland ist mangels Infrastruktur (noch) gar nicht in der Lage die EU Mengen in diesem Maße zB nach China umzuleiten oder zu LNG zu machen. Man ist also auf die verbleibenden Abnehmer durchaus angewiesen und wird diesen nicht ohne Not das Gas verwehren.

              Was Ihnen hoffentlich bei all der Diskussion auch auffällt ist, dass das „prorussische Narrativ“ dem Westen in täglicher Widerholung mitteilen möchte, wie schlecht es ihm doch geht und dass er doch bitte mit gebücktem Haupt beim großen und mächtigen Russland um neue Energielieferungen betteln solle. Genauso war heute beim Treffen Erdogan/Putin wieder Thema, dass Russland vom Westen den Wegfall von Sanktionen einfordert und alternativ an der Seeblockade ukraninischer Weizenexporte festhalten möchte. Aus dem Westen hören Sie? Irgendwie gar nichts oder?
              Ich überlasse es gern Ihnen diese Situation für sich zu bewerten.

              1. Haben Sie bei dem Artikel nur die Überschrift gelesen?

                Ansonsten hat Rußland gar nicht vor, der EU die Energie abzustellen. Erdogan will die Türkei zu einem Energieimperium und Gas-Hub ausbauen, und die Russen wollen die EU perspektivisch nur noch über die Türkei (und weitere Dritte) beliefern, die ihnen das Risiko und den Ärger mit den faulen Kunden abnehmen.

                Rußland hat eigentlich gar keine Sanktionen, man will sich nicht selber ins Knie (oder etwas höher) schießen. Es gibt allerdings einige gezielte Außenhandelsregularien, die in der Wirkung Sanktionen ähnlich sind.

                Die Abkoppelung von der EU wird keinesfalls deklariert und mit der Brechstange durchgesetzt, sondern ist ein Prozeß über einige Jahre. Die ganzen Power of Siberia-Leitungen nach China als auch TAPI nach Indien müssen noch komplettiert werden. Auch einige Komponenten aus der EU müssen über Dritte importiert werden, bevor sie durch Analoga oder modernere Technik abgelöst werden können.

                — 16.6.2022 – Baron Christopher Devonshire-Ellis:

                Rußland will Produkte schnellstmöglich durch chinesische Aternativen ersetzen

                Die Zukunft der EU-Exporte nach Rußland wird als beendet angesehen, und mit China wird nun eine Importsubstitution geplant

                Russische und chinesische Regierungsvertreter und Geschäftsleute haben auf der Internationalen Wirtschaftsunion in St. Petersburg unmißverständlich klargestellt, daß sie den Handel zwischen der EU und Rußland für tot halten und daß zwischen den beiden Ländern Importsubstitutionsprogramme ausgearbeitet werden, um alle bisher aus der EU stammenden Produkte zu ersetzen.
                […]
                EU-Exporte nach Rußland sind tot

                Bei dem Treffen wurde deutlich, daß der russische Handel mit dem benachbarten Europa praktisch tot ist und nicht wiederkehren wird.
                […]
                Das Interessante an den Komponenten, die Rußland jetzt und in den Jahren 2022 und 2023 benötigt, ist, daß es sich dabei größtenteils um alte Technologien handeln wird – zum Beispiel benzinbetriebene Autos. Beide Länder sind sehr daran interessiert, die neuen Technologien zu entwickeln – gasbetriebene Fahrzeuge
                […]
                Russia Looking To Fast Track Chinese Product Replacement Alternatives
                https://www.russia-briefing.com/news/russia-looking-to-fast-track-chinese-product-replacement-alternatives.html/

                1. *Ansonsten hat Rußland gar nicht vor, der EU die Energie abzustellen.*
                  Das sehe ich genauso. Das „Türkeiargument“ war ja auch nicht von mir sondern das implizite Gedankenspiel meines Vorschreibers. Ich hatte Argumente geliefert, warum ich es, wie Sie, für unwahrscheinlich halte, dass Russland die Gaslieferungen an die Türkei einschränkt. Der Stop des Energiehandels entspricht ansonsten ja dem politischen Willen der EU und nicht dem erklärten Willen Russlands.

                  Ansonsten sehe ich es genau wie Sie, dass ein eher langfristiger Stopp aller Handelsbeziehungen zwischen Russland und der EU momentan sehr wahrscheinlich ist. Russland wird natürlich, wie auch die EU, versuchen alle fehlenden Waren und Dienstleistungen bestmöglich zu substituieren. Für die EU ist dabei besonders das Thema Energie eine Herausforderung. Für Russland halte ich den Shift in der Handelsausrichtung Richtung China durchaus für ein ambitioniertes Projekt. Schaut man auf die Wirtschaftskarte, sind Städte und Infrastruktur ja durchaus eher Richtung Westen denn Richtung Osten „gewachsen“. Von Moskau bis zur chinesischen Grenze sind es ja mal lockere 5000-6000km. Auch halte ich China für einen relativ selbstbewussten Partner mit ganz eigenen Interessen. Früher oder später wird es im Verhältnis sicher relevant sein, ob man machtpolitisch auf Augenhöhe spielt oder nicht. Chinesische Einwanderer, welche demografische Lücken in Russland füllen können, könnten langfristig möglicherweise auch Spannungen verstärken. Aber wird man sich schon gut überlegt haben, eventuell wirds ja wirklich das Dreamteam mit Brics+ Familie in einem goldenen 21. Jhd. Diese Hoffnung sei Ihnen gegönnt.

                2. Die Vorkommen an Gas (und Öl, und anderen Rohstoffen) sind meist in Sibirien und liegen günstiger nach Asien. Im europäischen Rußland gibt es auch welche, aber das hat auch einen beträchtlichen Eigenbedarf.

                  Reiseverkehr mit Eisenbahn oder Flugzeug ist nur noch über die Türkei möglich. Bei dem Umweg sind China und Afrika auch nicht weiter weg als die EU. LKW fahren oft über die Türkei, da die Wartezeiten an der Grenze in Polen bis zu neun Tagen sind (laut Spedition Hellmann).

                  Containerzüge von China nach Rußland brauchen ungefähr eine Woche. Die gemeinsamen Interessen sind groß und vielfältig und werden Putin und Xi noch lange überdauern. Ansonsten orientiert sich Rußland zum Globalen Süden.

                  Die EU ist weder als Kunde noch als Lieferant von Interesse, außer Restbestände überholter Strukturen.

      3. An GMT und Boese:
        Diesen unnötig langen Dialog mit DnRI hätten Sie der Leserschaft ersparen können, wenn jemand (von Ihnen) den Volumenunterschied von 1 : 600 zwischen LNG und Erdgas erklärt hätte. Dies führt dazu, dass sich der angeblich geringe russische Gasanteil von 2 % (nach Ansicht DnRIs) zu einem wesentlichen und die europäische Industrie stark beeinflussenden Faktor von 22 % entpuppt, und zudem weiterhin zunimmt.

        1. Gedanklich richtig aber sachlich nicht ganz. Die unter 2% waren schon nach dem Hochrechnen von LNG zu Gas.

          22 Mio m³ russisches LNG.
          400 Mrd m³ GAS Jahresgasverbrauch der EU.

          Ich hatte im Netz allerdings eine Umrechnungzahl von etwa 250 gefunden und kam auf unter 2% da war aber möglicherweise LPG gemeint. Also Fehler erkannt, gern mit dem Faktor 600 nochmal nachgerechnet kommen wir auf 13,2 Mrd m³ Gas. Das ist in der Tat mit dann 3,3% des Gesamtverbrauchs schon eine relevante Größe aber immernoch weit weg von dem „Skandal“ der hier daraus fabriziert wird indem man ebendiese klaren Zahlen zu präsentieren vermeidet. Wie war das noch mit dem Vorwurf an den Spiegel von wegen Desinformation durch weglassen.

    1. Es geht uns sehr schlecht mit den Energiepreisen. Millionen in Deutschland leiden unter mangelhaft oder nicht beheizten Wohnungen, die kalt, klamm und schimmelig werden. Hunderttausende bekommen den Strom abgeschaltet.

      Dazu wandern die Betriebe ab oder entlassen. Außer ihrer eigenen Energie müssen die ihren Mitarbeitern vor den verfügbaren Einkommen, das diese ausgeben können, die fixen Kosten decken, die durch die exorbianten Energiepreise sehr hoch sind.

      „Immer mehr Stromsperren bei Geringverdiener: Die Ärmsten büßen für grüne Energieverteuerung“

      „Wie aus einer bis bislang unveröffentlichten Studie des Projekts „Marktwächter Energie“ des Bundesverbandes der der Verbraucherzentralen (VZBV) hervorgeht, über die der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, wurde alleine im Jahr 2017 nicht weniger als 4,8 Millionen Haushalten von ihren Versorgern wegen aufgelaufener Rückstände eine Stromsperre angedroht; mehr als 340.000 von ihnen wurde sowohl 2017 als auch 2018 am Ende tatsächlich der Strom abgestellt. Wie „dts Nachrichtenagentur schreibt“, untersucht die Studie Ursachen, Herausforderungen und Folgen von Energiearmut.“
      […]
      30. November 2019
      https://web.archive.org/web/20191201162159/https://www.journalistenwatch.com/2019/11/30/immer-stromsperren-geringverdiener/

      Die Energiekrise hatte schon 2017 katastrophale Ausmaße. Die Sanktionen gegen Rußland haben die Mangelwirtschaft natürlich weiter verschärft.

    2. Stromschulden: Wenn selbst Familien mit Kleinkindern im Dunkeln sitzen
      […]
      4,8 Millionen Haushalten in Deutschland wurde im Jahr 2017 eine Stromsperre angedroht, mehr als 340.000 von ihnen saßen am Ende tatsächlich im Dunkeln. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Studie des Projekts „Marktwächter Energie“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hervor. Die Verbraucherschützer ließen Ursachen, Herausforderungen und Folgen der sogenannten Energiearmut untersuchen.

      29. November 2019
      https://web.archive.org/web/20191201151518/https://www.spiegel.de/plus/stromschulden-wenn-selbst-familien-mit-kleinkindern-im-dunkeln-sitzen-a-00000000-0002-0001-0000-000167210644

    3. Falsch. Es sind 2-3 Monate bei einem durchschnittlichen Verbrauch übers Jahr gesehen. Fakt ist aber daß in der warmen Jahreshälfte der Speicher gefüllt und in der kalten verbraucht wird. Der Verbrauch im kalten Wintermonat beträgt 150-200 TWh Erdgas. Die Speicher haben derzeit eine Kapazität von 253 TWh.
      Natürlich kommen tägliche Lieferungen per LNG dazu und auch im Winter hält der Speicher etwas länger als die 1-2 Monate. Hoffen wir auf Klimaerwärmung wenn die kriegsgeilen Reichstagsparteien weiter von Dummen gewählt werden.

    4. Der Anteil des russischen LNG am Gesamtgasverbrauch in der EU liegt aktuell bei 22 Prozent (21,6 %), Tendenz steigend.
      Begründung ist die Expansion des herunter gekühlten LNG bei Erwärmung auf Umgebungstemperatur:
      22 Mio cbm LNG entsprechen 13 Mrd. cbm Erdgas (1: 600).
      Russland ist der zweitgrößte LNG-Lieferant für die EU nach den USA.

    5. An DnRI:

      Danke für Ihre klärenden Worte.

      Ich habe nochmals nach Daten im Netz gesucht und komme nach einstündiger Recherche zu dem Ergebnis, welches Sie bereits am 4.9.23 um 09:53 Uhr so formulierten:
      „Verdopplung des LNG Bezuges. Klingt irgendwie wichtig ist es aber nicht.“
      Der aktuelle Anteil russischen LNGs am Gesamtgasbedarf Europas ist sogar geringer, als die von Ihnen grob kalkulierten 2 %.

      Eigentlich sollte ich hier Schluss machen, um die Kommentarfunktion nicht überzustrapazieren…Sei`s drum! Im Folgenden liste ich meinen Gedankengang auf:

      (1) Aus der Statista-Grafik „Wöchentliche Importmenge von LNG nach Europa bis zur 30. KW 2023“ kann die LNG-Importmenge fürs ganze Jahr hochgerechnet werden, es sind 135 Mio cbm.

      (2) Davon importiert Europa aus den USA 71 Mio cbm/Jahr (Quelle statista),
      Russland 22 Mio cbm/Jahr (Quelle Handelsblatt, bekannt).

      (3) Am LNG-Import Europas haben somit die USA einen Anteil von 52 %, Russland von 16 %.

      (4) Der Anteil von LNG am gesamten Gasverbrauch in Europa ist mit 7,6 % recht gering.

      Bewertung:
      Im relativen Vergleich (bezogen auf LNG) erreicht Russland mit knapp einem Drittel der Menge der US-Importe eine beachtenswerte Größe.
      Verglichen mit dem Gesamtgasbedarf Europas fällt der Anteil an russischem LNG für Europa mit 1,3 % sehr gering aus; zum Vergleich:
      Der Anteil des US-amerikanischen LNG beläuft sich (bei dieser Rechnung!) auf 3,8 %.

  6. Die Oligarchen verdienen sich dumm und dämlich, das einfache Volk stirbt an der Front.
    Ohne russisches Gas, Öl, Uran u.a. gingen im Westen innerhalb eines halben Jahres die Lichter aus. Eher früher.
    „USA verdoppeln Import von Uran aus Russland“ hieß es letztens in einer Schlagzeile.
    Das kommt dann direkt als Uranmunition zurück.

  7. Sehr interessante Information für die einigen, die ÖRR immer noch glauben.
    Letzte Woche wurde irgend wo in der ÖRR Harbeck gezeigt: der behauptete,
    wir sind nicht mehr von russischen Gas abhängig, und wir mussten unabhängig sein, da die Russland die Gas-Lieferung nach dem Februar 2022 selbst abgestellt!

    Dreiste Lüge, aber Menschen werden reingelegt.
    Und ja, ich gucke die Nachrichten. Wenn ich weiß, was der Feind berichtet, bin ich bewaffnet.

  8. Sehr schön wäre es, wenn Thomas Röper – oder Leser, die entsprechende Daten griffbereit haben – Links auf Quellen anfügen würden. Ich würde Angaben wie „Deutschland seine [Dünger-] Lieferungen aus Russland um 334 Prozent erhöht. Die EU kauft nun fünfmal mehr russische Düngemittel als früher“ gern bei Quellen nachlesen können. Gleiches für den LNG-Handel.

    WENN das wahr sein sollte (Konjunktiv, weil keine Quellenangabe), wäre es desaströs blamabel.

    Natürlich kann man das Argument anbringen: „Dann recherchiere das doch selbst!“
    Ja, das kann man. Aber dann sehe ich mich halt nicht in der Lage, andere Leute auf diesen Artikel hier zu verweisen mit der Argumentation: „Da lest und bildet Euch! Schön kompakt und leicht verständlich dargelegt.“ Sondern bestenfalls mit: „Vage Anregungen könntet Ihr Euch da beim Röper holen, recherchieren müsst Ihr schon selbst! Ob das, was der schreibt, wahr ist, kann ich nicht sagen. Sorry.“

    1. und die Usa hat ihre Importe von Uran aus Russland auch um das Dreifache erhöht.
      Dünger ist von den Sanktionen der Eu ausgenommen.

      Hauptsache Afrika, Lateinamerika halten sich an die wertewestlichen Sanktionen, dank Sperrung von Sepa für Russland.

    2. Diese News gab es auch in seriösen Medien. Da hätte ich eher bei anderen Beiträgen nach guten Quellen fragen wollen.

      Der Punkt bei diesen relativen Angaben in Prozent ist, 100%mehr, 300% mehr, 10.000% mehr, ist, dass dies gar nichts greifbares über die eigentliche Menge aussagt. Und eine sachliche Einordnung wird willentlich vermieden, weil das Ziel des Artikels eben nicht die sachliche Information ist sondern die Skandalisierung.

      Fakt ist dies:
      https://www.consilium.europa.eu/de/infographics/eu-gas-supply/

      Klar kann man sich darüber aufregen dass die EU im Jahresverlauf 22 Millionen Kubikmeter LNG aus Russland bezogen hat. Wenn man gegenüberstellt, dass aktuell etwa 5 Milliarden Kubikmeter LNG pro Monat aus den USA kommen hilft einen das aber eventeull etwas diese Menge einzuschätzen.

      1. Toller Link den sie einstellten. Ueber den habe ich schon gelacht, als ich erstmalig darauf von meinem Computer aufmerksam gemacht wurde.

        EU-Commission:

        { Die ungerechtfertigte und grundlose Invasion Russlands in die Ukraine und die Instrumentalisierung von Energie als Waffe haben die Diversifizierung der Versorgung für die EU noch wichtiger gemacht.}

        Der Fakt wuerde ich jetzt als Bild gerne einstellen> Die EU schiesst mit einer MP und die Russen biegen den Lauf ganz einfach um 180 Grad. Das ist alles. Koennen schiessen wie und wann sie wollen als EU-Commission als oberste Behoerde aller EU-Staaten mit minimalen eigenen Bodenschaetzen. Koennen soviel Freiheitsgas zum Dreifachpreis kaufen wo sie wollen, sie schiessen IMMER und Ueberall sich selbst ins Knie.

        Weitermachen. Quatschen, was auch immer. Wird immer lustiger zuzuschauen.

      2. Energie als Waffe, um die russische Wirtschaft zu „ruinieren“ (Baerbock), „in Stücke zu reißen“ (von der Leyen), ist ein Flop. So bleibt nichts als die „Kauft-nicht-beim-Juden-Romantik“.

        Ein teurer Spaß. Die EU kauft ihr Gas wild in aller Welt zusammen, ohne Rücksicht auf die Kosten. Sinnvoll wäre gewesen, das Geld für eine echte Diversifizierung, den Bau neuer Leitungen, auszugeben. Damit hätten wir Gas in beliebigen Mengen sehr billig haben können.

        Aber das iranische Gas wird auch von der EU sanktioniert, und das afrikanische wird blockiert, um die Gretaenergie – eine kostspielige technische Sackgasse – vor der Konkurrenz zu schützen:

        „Vor etwas mehr als einem Jahr, im November 2019, erklärte die Europäische Investitionsbank (EIB) ihre Absicht, die Finanzierung fossiler Brennstoffe auslaufen zu lassen. Konkret hieß es, daß es ab dem 1. Januar 2022 keine Kredite mehr für Projekte mit Rohöl, Erdgas und Kohle gewährt werden
        […]
        Weniger als einen Monat später stimmten alle 450 dieser Institutionen … zu, ihre Kreditvergabepolitik mit dem Pariser Klimaabkommen in Einklang zu bringen.
        […]
        In Ländern mit großen Erdgasreserven wie Mosambik, Tansania, Südafrika, Nigeria, Algerien, Äquatorialguinea, Ghana, Kamerun, Senegal und vielen anderen sollten Politiker, Geschäftsleute und alltägliche Menschen ihre westlichen Kollegen fragen, warum sie sich weigern sollten, eine Ressource zu fördern, mit der sowohl Haushalte als auch Unternehmen kostengünstig und zuverlässig Strom produzieren können.“

        The Zimbabwe Independent – 8. Januar 2021 – Nj Ayuk : ENERGIEEXPERTE
        What happens to African energy industry if lenders cut off loans for fossil fuel projects?
        https://www.theindependent.co.zw/2021/01/08/what-happens-to-african-energy-industry-if-lenders-cut-off-loans-for-fossil-fuel-projects/

        Von Mauretanien bis Kongo gibt es enorme Gasfelder. Eine Leitung Nigeria-Marokko ist in Vorbereitung. Statt der EU, die nicht interessiert ist, soll der Sahel angeschlossen werden. Transsahara, Nigeria-Niger-Algerien, ist im Bau. Da war Scholz dann doch interessiert. Nun sanktionieren sie aber auch Niger und drohen, die Gegend in einem neuen Krieg zu versenken.

  9. Ich stimme dem weissen Gandalf zu: Ein link ist manchmal hilfreich. Es gibt jedoch auch „Wissende“. Es mag arrogant klingen, aber ich hab in der Branche Enengie gearbeitet (mehr Elektro). Für Elektro braucht es aber Grundenergieträger: Gas, Öl, Kohle, Wind, Solar…
    Man ist also zwangsläufig damit verbunden, hat viele Kernzahlen im Kopf etc.
    1. Alle vergessen, das der Speicherfüllstand nichts über ein spezielles Land aussagt. Das Gas in Speichern in D gehört nicht zwangsläufig D! An dem Pot sind mehrere Länder beteiligt. Und da kommen wir zu den Betreibern der Speicher. Man stellt schnell fest, dass die europäischen Gasspeicher in der Hand von „Gesellschaften“ sind. Immer stösst man auf Gazprom und Wingas (100% Gazpromtochter).
    D.h. vereinfacht, die betreiben die Speicher und Staaten können Kapazitäten mieten. Der Grund ist simpel: Es gibt nicht genügend Speicherkapazität in Europa. Nehmen wir Rheden- der grösste Speicher Europas in Deutschland. Nicht alles Gas darin ist für Deutschland. D hat auch noch in Haidach (Österreich)-auch wieder Gazprom und Wingas als Betreiber- einen Speicher. Dasselbe, und, und, und….
    Der Speicherfüllstand ist bei Licht betrachtet irrelevant. Dazu kommt noch…Als Betreiber lege ich fest, wann, wie und wieviel ich den befülle. Theoretisch, weil natürlich gibts Verträge aber auch „höhere Gewalt;-)).
    Der Grund dieses Übels ist der Verkaufsrausch Deutschlands an Infrastruktur gewesen. Man denke nur an Leuna in den 90ern. Ich konnte es und kanns immer noch nicht fassen.

    1. Wegen der „Liberalisierung“ nach EU-Regeln mußten das Gas, die Hauptleitungen, die Verteilerleitungen und die Speicher jeweils anderen Firmen gehören, Gazprom Germania ist darüber zu einem Schachtelkonzern mit lauter Minderheitsbeteiligungen geworden. Der Speicher in Rehden gehörte noch Gazprom G. Aber dann wurde Gazprom G. arisiert, ist seitdem unter Zwangsverwaltung und nennt sich nun SEFE.

      SEFE brauchte sehr schnell 10 Milliarden an „Rettungsgeldern“, da Gazprom und andere russische Unternehmen nach russischem Recht mit den Arisierern keine Geschäfte mehr machen dürfen. Und auch, weil Habeck den arisierten Schachtelkonzern zur Beute und „Gelddruckerei“für seine Spezis gemacht hat. In SEFE und UNIPER, „gerettet“ und seitdem ähnlichen Zwecken dienend, hat Habeck im Nu 100 Milliarden versenkt, wie viel es seitdem bis heute geworden ist, ist unbekannt.

      Das Geschäftsmodell der „Liberalisierung“ ist (einfach gesagt), über die Verschachtelung und künstliche Verknappung den Akteuren und ihren Unterfirmen möglichst viele Geschätsstufen zu ermöglichen und auf jeder üppig abschöpfen zu können. Dazu noch Börsen und Zwischenhändler.

      So ist das Gas hier etwa 1000% teurer als in der Außenwelt und keiner durchschaut, wo das viele Geld bleibt. Dazu die Subventionen und „Rettungsgelder“. Wäre es dagegen ein (unverschachtelter) Energieriese, der einfach 1000% aufschlägt, und dazu noch subventioniert und „gerettet“ werden will, würde das skandalös wirken.

  10. Russland schickt das Lng in alle Welt, dafuer kauft die EU Lng in aller Welt. Ob was direkt aus Russland kommt, ist wenig bedeutsam. Da orientieren sich die Handelswege neu.

    Fatal ist, das die Verfluessigung und der Transport kostet. Früher Pipeline 18, wird wohl langfristig auf 35-55 rauslaufen. Verdoppelt sich Gas, steigt ein Produkt mit 50% Energieanteil, eg 5 von 10, dann auf 15. Baustoffe, Dünger, etc.

    Die Deutschen muessen auch teuer einkaufen, weil man keine Puffer hat. Auch die lng Hafen sind am Limit. Man muss nehmen, was ueberhaupt verfügbar ist, um ueber den Winter 23/24 zu kommen.

    24 wirds mit dem Ende der Ruß Ukr Verträge noch schlimmer. Abschaltung der Industrie, Erdrosselung, damit die Ukr Nazis nicht Frieren.

  11. Paworos, mag Alles sein. Dennoch-ich bin zwar der „Eigentümer“, der „Betreiber“ ist jedoch ein Anderer. Egal, wie man das verschachtelt.
    Die deutsche Regierung meinte: Wir enteignen die Alle und machen unser Ding! Das ging nach hinten los-wie Sie richtig bemerken. Das war und ist ein Komplettumbau der über Jahre gewachsene Infrastruktur. Von Leuten, die keine Ahnung hatten und haben. Das geht in die Richtung „Was nicht sein darf, dass nicht sein kann“. Das wirklich Böse daran ist, dass diese Leute es nicht verantworten oder gar bezahlen müssen.

  12. Die Gesetze und Verordnungen für diese „Geschäftsmodelle“ werden oft von den Juristen der Konzerne oder von BlackRock & Konsorten selber geschrieben, und zwar so, daß außer ihnen selber sie niemand wirklich versteht. Das ist offen bekannt.

    Habeck ist selber ein Gauner und versteht sehr wohl, daß er es mit Gaunern zu tun hat, deren Gaunereien er betreibt. Im Einzelnen kann er sich auf seine nachweisbare Inkompetenz berufen. Wie das andere Personal auch. Genau deshalb wird kein kompetentes eingesetzt.

    Sofern man von einer Grundidee der Politik dabei reden kann, ist es die, über derartige „Geschäftsmodelle“ Konzerne in der EU zu „Global Playern“ zu pampern. Deshalb versuchen sie auch so gut es geht, Chinesen dabei auszuschließen, Russen sowieso.

    Dabei hoffen sie auf das „Große Ding“, das den Laden EU wieder zum Laufen bringen soll. Batterieautos, Durchimpfung der Welt mit mRNA, oder Kollaps von „Putins Rußland“ und die Schätze Rußlands als Beute.

    Das Modell soll das billige Massengut Energie künstlich zu hohen Umsätzen und Gewinnen aufblasen, und auch so verteuern, daß das neue „Energiesystem Greta“ konkurrenzfähig wird. Das soll dann – über „Klimarettung“ der ganzen Welt aufgenötigt – „das Große Ding“ werden, mit der EU an der Weltspitze.

    Sie müssen versuchen, nicht zu denken wie ein Techniker, der sich an das ökonomische Prinzip hält, sondern wie ein Gauner und Spieler, wenn Sie die EU verstehen wollen. Wofür produziert man? Um am Ende Rechnungen zu schreiben und zu kassieren. Das geht auch ohne Produktion, wenn man nur geschickt genug ist.

Schreibe einen Kommentar