Litauen will Russland umbenennen: Die verrücktesten Meldungen der Woche
Die Politik des Westens treibt immer verrücktere Blüten. Hier zeige ich die – aus meiner Sicht – Top-3-Gaga-Meldungen der letzten Tage. Und nein: Das ist keine Satire.
Russische Spitzenpolitiker, allen voran der russische Präsident Putin, erklären seit Jahren, dass sie hoffen, im Westen möge doch noch der „gesunde Menschenverstand“ siegen. Bisher ist bekanntlich das Gegenteil passiert. Und es scheint, dass sich die Entwicklungen noch beschleunigen, wie einige Meldungen der letzten Tage zeigen. Das will ich hier aufzeigen.
Platz 3: Prügelei im georgischen Parlament
Ich habe vor einigen Tagen berichtet, dass Russland die Visapflicht für Georgier aufgehoben und wieder Direktflüge nach Tiflis zugelassen hat. Darüber müsste man sich in Georgien eigentlich freuen, denn in Russland leben sehr viele Georgier und nun können die Georgier ihre Verwandten und Freunde wieder besuchen.
Das war vorher fast unmöglich, denn seit 2008 unterhalten die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen mehr, sodass Georgier in ihrem Land kaum eine Möglichkeit hatten, ein russisches Visum zu erhalten. Daher hat sich der georgische Außenminister auch über den Schritt Russlands gefreut und erklärt:
„Über eine Million unserer Bürger leben in der Russischen Föderation, die sehr enge Beziehungen zu Menschen, Verwandten und Lieben haben, die in Georgien leben, und diese Entscheidung ist, durch das Prisma der Humanität betrachtet, für jede verantwortungsvolle Regierung willkommen. Sie wird das tägliche Leben unserer Bürger erleichtern.“
Allerdings gibt es in Georgien eine vom Westen geschürte anti-russische Bewegung, zu der auch die georgische Präsidentin gehört, die gegen die russische Entscheidung protestiert hat. Dass das eine aus dem Westen gesteuerte und angefeuerte Bewegung ist, zeigte die Reaktion der EU:
„Die EU hat ihren Fluggesellschaften verboten, Russland anzufliegen und zu überfliegen, und fordert die übrigen Länder, darunter auch Georgien, das ein Kandidatenland für die EU-Mitgliedschaft ist, auf, sich diesen Sanktionen anzuschließen. Die EU fordert Georgien außerdem auf, unsichere russische Flugzeuge am Einflug in sein Hoheitsgebiet zu hindern, da die Sanktionen der EU und der USA Russland daran hindern, Lizenzen für amerikanische und europäische Flugzeuge zu vergeben.“
Dass die russischen Flugzeuge unsicher wären, ist eine nette westliche Legende, nur ist mir nicht bekannt, dass ein russisches Flugzeug im letzten Jahr abgestürzt wäre. Der Flugverkehr in Russland läuft normal, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, weil ich relativ viel in Russland fliegen muss.
Am Freitag ist das erste russische Flugzeug in Tiflis gelandet, was im georgischen Parlament während einer live übertragenen Sitzung zu einer Schlägerei zwischen Abgeordneten der radikal-anti-russischen und der pragmatisch orientierten Regierung geführt hat.
Ich habe mal gelernt, dass Völkerverständigung wichtig ist, denn Menschen, die einander in ihren Ländern gegenseitig besuchen, sind schwerer davon zu überzeugen, Kriege gegeneinander zu führen. Der Westen will Kontakte zu Russen jedoch (nicht nur in den westlichen Ländern) reduzieren, um den Bevölkerungen die anti-russische Propaganda leichter verkaufen zu können.
Platz 2: Moldawische Regierung zeigt, wem sie dient
Dass die moldawische Regierung der von Soros ausgebildeten Präsidentin Maia Sandu nicht den Interessen ihrer eigenen Bevölkerung dient, habe ich oft aufgezeigt. Die unter ihr mit Unterstützung des Westens begonnene anti-russische Politik hat zu einer explodierenden Inflation und Verteuerung der Heiz- und Stromkosten in den bettelarmen Land geführt. Sandu ist es jedoch wichtiger, Rumänisch zur neuen Staatssprache Moldawiens zu machen und die Ausgaben für die Armee zu erhöhen, als etwas gegen die Verarmung der ohnehin schon armen Bevölkerung zu tun.
Eines der Probleme Moldawiens ist, dass es dort – wie auch in anderen osteuropäischen Ländern – viel zu viel ukrainisches Getreide gibt, was zu einem Verfall der Preise geführt hat. Moldawien ist ein stark landwirtschaftlich geprägtes Land, aber anstatt die eigenen Landwirte vor dem Billig-Getreide aus der Ukraine zu schützen, wie es etwa Polen und andere osteuropäische EU-Staaten getan haben, indem sie ihre Grenzen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Ukraine geschlossen haben, hat Sandu den protestierenden Landwirten am Freitag erklärt:
„Hier gibt es keine einfachen Lösungen. Einerseits haben wir alle die Verpflichtung, der Ukraine zu helfen, die diese Solidaritätskorridore braucht <…> Die Ukraine braucht Ressourcen, um uns zu schützen, und wir helfen ihr und werden ihr weiterhin helfen. Auf der anderen Seite die Probleme unserer Landwirte. Wir werden versuchen, eine Lösung zu finden.“
Moldawien ist ein kleines Land mit offiziell etwa zwei Millionen Einwohnern, also weniger Einwohnern, als offiziell in Kiew leben. Moldawien ist bettelarm und hängt finanziell am Tropf der EU. Die Menschen in dem Land wissen das, weshalb es für sie wie Hohn klingen muss, wenn sie für eine Hilfe, die der Ukraine kaum Nutzen bringt, verarmen sollen.
Aber Sandu ist nun einmal eine Schülerin von Soros und sondert daher die im Westen üblichen Parolen ab, auch wenn die Zuhörer dabei Pfeifkonzerte veranstalten, weil die Parolen mit ihrer Lebensrealität nichts zu tun haben.
Im Klartext hat Sandu gesagt, dass sie nichts tun wird, weil ihr die politischen Interessen der USA wichtiger sind als die Sorgen der eigenen Bevölkerung. Das hat Sandu in den Jahren ihrer Herrschaft bereits mehrmals unter Beweis gestellt.
Soros dürfte stolz sein auf seine Jüngerin.
Platz 1: Litauen will Russland in „Moskowien“ umbenennen
Vor einigen Wochen hat der ukrainische Präsident bereits angeregt, Russland in der Ukraine offiziell in „Moskowien“ umzubenennen, das jedoch bisher nicht umgesetzt. Das russische Internet hat schnell reagiert und es geisterten Bilder durchs Netz, auf denen eine Landkarte zu sehen war, auf der Russland „Moskowien“ und die Ukraine „Moskauer Umland“ genannt wurde.
Der Hass auf alles Russische wird auch von den Regierungen im Baltikum schon lange nach Kräften gefördert. Am Freitag ist das litauische Parlament sogar weiter gegangen als Selensky und hat in seinem „Zukunftsausschuss“ allen Ernstes offiziell über die Umbenennung von Russland in „Moskowien“ debattiert. Der Vorsitzende des Ausschusses sagte im Fernsehen:
„In Anbetracht des historischen Kontextes des Großfürstentums Litauen wollen wir Litauen und den westlichen Staaten eine akzeptablere und genauere Einschätzung der historischen Rolle dieses Landes (Russlands) anbieten als das großrussische Narrativ, mit dem es sich in den Köpfen der Europäer festgesetzt hat, und klären, ob es besser wäre, das Land als Russland oder als Moskowien zu bezeichnen“
Dazu werde der Ausschuss Historiker anhören und eine Diskussion über die Umbenennung Russlands führen. Im Großfürstentum Litauen, das von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1795 bestand, wurde Russland Moskowien genannt.
Offensichtlich träumt nicht nur Polen davon, die Grenzen des Mittelalters wiederherzustellen, auch in Litauen scheinen diese Träume zu existieren. In Polen träumt die nationalistische Regierung recht offen von der Wiederherstellung der Rzeczpospolita, wobei man in Polen dabei von einer polnischen Herrschaft ausgeht.
Das Problem ist, dass es sich dabei um den sogenannten Doppelstaat Polen-Litauen handelte. Die Nationalisten in Polen und Litauen träumen also den gleichen Traum. Die Frage ist nur, ob einer von beiden dabei bereit ist, sich dem anderen zu unterwerfen.
Aber das ist Zukunftsmusik, denn dazu müsste erst einmal Russland zerschlagen und Weißrussland und die Ukraine vereinnahmt werden. Und zumindest nach einer Zerschlagung Russlands und Weißrusslands sieht es derzeit nicht aus, egal, welchen Fantasien sich westliche Geopolitiker hingeben.
Daher beginnt man mit Namen. Polen will Kaliningrad ab sofort „Królewiec“ nennen und Litauen ist der Meinung, sein großes Nachbarland heiße „Moskowien“.
Der eingangs erwähnte „gesunde Menschenverstand“ scheint es im Westen immer schwerer zu haben…
Kommentare werden geladen...