Dass die nationalistische polnische Regierung die Grenzen ihres Landes gerne verschieben möchte, weil sie von der Wiederherstellung des polnischen Großreiches aus dem Mittelalter träumt, war schon oft Thema auf dem Anti-Spiegel. Außerdem ist die polnische Regierung auch der Meinung, dass Deutschland und Russland ihr Reparationen in Billionenhöhe zahlen müssen.

Nun hat die polnische Regierung einen neuen Schritt unternommen und das russische Kaliningrad umbenannt. Auf polnischen Landkarten wird es künftig den polnischen Namen tragen, der vor Jahrhunderten in Polen für die Stadt genutzt wurde. Das war dem Moderator des wöchentlichen Nachrichtenrückblicks des russischen Fernsehens einen deutlichen Kommentar wert, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Verdrehung der Geschichte: Die Polen verbrennen sich wieder die Finger

Wie sich herausstellt, gibt es in Warschau eine staatliche Kommission, die befugt ist, ausländische Ortsnamen so umzubenennen, das sie für das polnische Ohr angenehmer sind. Unser Name Kaliningrad hat ihre Ohren lange Zeit „gereizt“. Wenn ein Pole mit ängstlichem Blick über die Landkarte gleitet, stößt er plötzlich auf Kaliningrad. Es macht ihm sogar Angst, das nur auszusprechen. Sie, die Polen, haben beschlossen, es umzubenennen, zumindest für sich selbst. Jetzt heißt es Królewiec. Das klingt für sie beruhigender.

Królewiec war im fernen Mittelalter, im 16. und 17. Jahrhundert, der polnische Name der Stadt. Viele Jahrhunderte lang war es Königsberg, aber als Folge des Zweiten Weltkriegs beschlossen die Alliierten auf der Potsdamer Konferenz 1945, Königsberg – und damit ein Drittel Ostpreußens – der UdSSR zu überlassen. Und in der Stadt starb „Großvater Kalinin“ und auf einer Welle der Trauer wurde beschlossen, seinen Namen zu verewigen.

Übrigens erhielt Polen durch die Entscheidung der Alliierten und auf Drängen Stalins große deutsche Gebiete. Es handelt sich um den größten Teil Ostpreußens, einen beträchtlichen Teil von Schlesien und solche ehemals deutschen Städte wie Danzig, heute Gdansk, Alstein, heute Olsztyn, Stettin, heute Szczecin, Elbing, heute Elblag und Breslau, heute Wroclaw.

Polen hat sich ausgedehnt. Es fordert von Deutschland enorme Reparationszahlungen für den Zweiten Weltkrieg und plant, auch von Russland welche zu fordern. Aber wenn man die Zeit „zurückdreht“, was soll man dann mit den damals erworbenen Gebieten tun? Vielleicht sollte man um der Gerechtigkeit willen auch damit beginnen, ihnen ihre deutschen Namen zurückzugeben? Als einen Schritt, um Vertrauen zu Deutschland aufzubauen. Ich denke, das würde mit Dankbarkeit aufgenommen werden.

Aber im Ernst: Die Polen haben in ihrer Geschichte bereits den Nazismus unterstützt. Und das kam sie teuer zu stehen – sie haben ihr Land verloren. Getrieben von räuberischen Gelüsten waren sie die ersten, die 1934 einen Nichtangriffspakt mit Deutschland geschlossen haben, der als Pilsudski-Hitler-Pakt in die Geschichte einging. Danach war Polen ein treuer Assistent des Nazi-Regimes. Als Dank erhielt es nach dem Münchner Abkommen von Hitler das tschechische Gebiet Teschen. Aber das war Polen nicht genug. Polnische Diplomaten sprachen offen über ihren Appetit. (Anm. d. Übers.: Da es viele nicht wissen und deutsche Geschichtsbücher es verschweigen: Als Hitler mit Billigung aus London und Paris das Sudetengebiet „heim ins Reich“ holte, da erlaubte er auch den Polen, sich zu bedienen. Polen marschierte in das zuvor tschechische Industriegebiet von Teschen ein und annektierte es)

Im Dezember 1938 sagte Jan Karszlo-Siedlewski, polnischer Botschafter im Iran: „Die politischen Aussichten für den europäischen Osten sind klar. In einigen Jahren wird sich Deutschland im Krieg mit der Sowjetunion befinden, und Polen wird Deutschland in diesem Krieg freiwillig oder unfreiwillig unterstützen. Für Polen ist es besser, sich vor dem Konflikt – ganz eindeutig – auf die Seite Deutschlands zu stellen, denn die territorialen Interessen Polens im Westen und die politischen Ziele Polens im Osten, vor allem in der Ukraine, können nur durch ein vorheriges deutsch-polnisches Abkommen gesichert werden.“

Diese Linie ist auch im aktuellen Handeln Polens schmerzlich zu erkennen. Wie kann man auf Kosten Russlands profitieren? Damals, indem man Hitler, und heute, indem man Amerika und die NATO in den Krieg hineinzieht. Und dazu kann man sich auf die Seite von Nazis stellen. Warum nicht? Es ist ja nicht das erste Mal.

Aus dem Bericht der Aufklärungsabteilung des polnischen Generalstabs im Dezember 1938: „Die Zerstückelung Russlands ist die Grundlage der polnischen Politik im Osten. Deshalb wird unsere mögliche Position auf die folgende Formel reduziert: Wer wird an der Teilung teilnehmen? Polen darf in diesem wunderbaren Augenblick der Geschichte nicht passiv bleiben. Die Aufgabe besteht darin, sich rechtzeitig vorzubereiten, physisch und geistig. Das Hauptziel ist es, Russland zu schwächen und zu zerschlagen.“

Das ist die übliche Verdrehung der polnischen Geschichte. Sie haben sich damals die Finger verbrannt, sie werden sich jetzt wieder die Finger verbrennen. Królewiec…? Das ist erst der Anfang.

Ende der Übersetzung