Das russische Verbot von Geschlechtsumwandlungen wurde im Westen heftig kritisiert. In Russland hingegen wird kritisiert, dass Geschlechtsumwandlungen im Westen bereits zu einer Industrie geworden sind. Es geht mal wieder vor allem um Geld, auch wenn Medien und Politik im Westen etwas anderes behaupten.

Im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens gab es am Sonntag einen Kommentar zu dem Thema, den ich übersetzt habe. Darin ging es auch um die neue „Miss“ Niederlande, die gerade gekürt wurde, obwohl „sie“ ein Mann ist.

Beginn der Übersetzung:

Der Weg zur Degenerierung: Der Westen hat Geschlechtsumwandlungen zu einem Geschäft und einer Industrie gemacht

„Die Schönheit rettet die Welt“, dieser Gedanke Dostojewskis wurde lange Zeit vulgarisiert und bezog sich auf die äußere Schönheit, die wiederum mit Sexualität verwechselt wurde, und die Sexualität wurde gefälscht. Dostojewski sprach von geistiger Schönheit und Harmonie, das ist es, was die Welt retten wird. Doch heute wird uns vom Westen eine Art von „Schönheit“ aufgezwungen, die ganz und gar nicht im Sinne Dostojewskis ist. Im Gegenteil, sie ist gegen Dostojewski.

Diese Schönheitswettbewerbe. In Wirklichkeit geht es um etwas anderes. Obwohl das Wort „Schönheit“ das gleiche ist. Denken Sie darüber nach, wenn Sie sich die Gewinnerin des Schönheitswettbewerbs „Miss Niederlande“ ansehen, der kürzlich stattfand.

Das 22-jährige Model Rikkie Kolle ist eine Transgender-Frau, sie ist also ein umgebauter Mann. Bei dem Schönheitswettbewerb konkurrierte sie mit Frauen, die auf natürliche Weise aus Mädchen hervorgegangen sind. Aber Rickie Kolle war ein Junge. Das geht neuerdings. Der Prozess seiner Geschlechtsumwandlung begann im Alter von 10 Jahren und die aktuelle Schönheitskönigin unterzog sich im Januar dieses Jahres der endgültigen Operation. Rickie behauptet, es sei an der Zeit, dass ihre Erfahrung zur Norm wird.

Ich möchte ihr Glück in keiner Weise in Frage stellen, aber ein Kind wird ohne Gefühl für sein Geschlecht geboren. Dann kommt es in ein Alter, in dem es sich entscheiden muss, und wenn man sich umentschieden hat – die Eltern oder die Umwelt können das bewirken -, besteht eine gute Chance, dass irreparable Dinge passieren können. Der Mensch wird sich in seinem Körper unglücklich fühlen. Und wenn man in diesem Alter auch noch das Geschlecht wechselt, passieren irreparable Dinge. In den meisten Fällen macht diese Entscheidung die Menschen am Ende nicht glücklich. Sie beraubt einen der Freuden der Elternschaft, harmonischer persönlicher Beziehungen, und auch Probleme mit der hormonellen Gesundheit sind unvermeidlich.

Aber diese aufgezwungene westliche Mode ist eine Tatsache. Und Geschlechtsumwandlungen werden dort zu einem lukrativen Geschäft, zu einer Industrie. Transgender mit Kränzen von Schönheitsköniginnen sind Werbeagenten. Die „Miss Niederlande“ Rickie Kolle bereitet sich auf die Miss-Universe-Wahl in El Salvador vor. Die Chancen stehen gut, zumal der Wettbewerb seit letztem Jahr auch einer Transgender-Frau gehört – der thailändischen Milliardärin und Geschäftsfrau Ann Jakapong Jakrajutatip. Ihr Konzept ist die Inklusivität. Auch transsexuelle Männer können die weibliche Krone beanspruchen. Schließlich wurden bei Schönheitswettbewerben früher „überholte Vorstellungen von Weiblichkeit“ gepflegt, meint sie. Überhaupt haben alle Feministinnen für die Rechte der Frauen gekämpft, aber jetzt werden die Frauen selbst zugunsten biologischer Männer beiseite geschoben. Ist das nicht paradox?

Und es zeigt sich sogar, dass der ursprünglich männliche Chromosomensatz, der sich bei einer Geschlechtsumwandlung nicht verändert, jetzt einen Vorteil bei weiblichen Wettbewerben bietet. Man muss Minderheiten schließlich unterstützen. Daher auch die neuen ästhetischen Entdeckungen. Letztes Jahr hat zum Beispiel der Transgender Brian Nguyen bei der Qualifikation zur Miss America gewonnen. Er, jetzt sie, ist der erste – die erste – weibliche Transgender-Gewinnerin. Ein beeindruckender Anblick.

In Europa war Angela Ponce vor fünf Jahren die erste Transgender-Person mit dem Titel „Miss Spanien“.

Auch in Russland ist dieser Trend bereits zu spüren. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, akzeptiert die Gesellschaft das nicht. Aber die Bedrohung unserer sozialen Normen erfordert eine Reaktion. So äußerte sich Wjatscheslaw Wolodin, der Sprecher der russischen Staatsduma, in seinem Telegram-Kanal nach der letzten Lesung des Gesetzes zum Verbot von Geschlechtsumwandlungen: „Diese Entscheidung schützt unsere Bürger, unsere Kinder. Denken Sie daran, dass die Zahl der geschlechtsumwandelnden Operationen in den USA in den letzten 10 Jahren um das 50-fache gestiegen ist. Das ist ein ungeheuerlicher Trend! Das ist ein Weg, der zur Degenerierung der Nation führt. Das ist für uns nicht hinnehmbar.“

In der Staatsduma herrschte seltene Einstimmigkeit in dieser Frage. Der Gesetzentwurf wurde im Namen von 406 Abgeordneten eingebracht. Und das Votum war einstimmig. Zur Verteidigung unserer Kultur.

Ende der Übersetzung