Über die russischen Pranker Vovan und Lexus habe ich schon oft berichtet, vor einigen Wochen habe ich sie auch für Anti-Spiegel-TV interviewt, das Interview finden Sie hier. Die beiden haben sich auf Telefonstreiche spezialisiert, bei denen sie unter falschem Namen berühmte Personen anrufen. Diese Telefonate sind oft sehr aufschlussreich, denn wenn zum Beispiel EZB-Chefin Lagarde glaubt, sie spreche mit dem ukrainischen Präsidenten Selensky, dann wird offen über das gesprochen, was normalerweise nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist.

Gerade erst haben sie einen Prank mit Robert Habeck veröffentlicht, der auch in deutschen Medien Wellen geschlagen hat. Als Teaser sei gesagt, dass das am Sonntag auch Thema bei Anti-Spiegel-TV sein wird und dass wir dort ein kurzes Interview mit einem der Pranker über den Telefonstreich mit Habeck zeigen werden.

Am Tag nach der Veröffentlichung des Habeck-Pranks haben die Jungs einen weiteren Prank veröffentlicht, dieses Mal mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Ich werde den Inhalt hier wiedergeben, das Video des Pranks finden Sie am Ende dieses Artikels.

Gahr Støre über die Ukraine

Obwohl der norwegische Ministerpräsident Gahr Støre offiziell die Parolen von der „Unterstützung der Ukraine, so lange es nötig ist“ wiederholt, hat er in Wahrheit eine andere Meinung. Bei dem Telefonat glaubte er, wie auch Habeck, mit dem Vorsitzenden der Afrikanischen Union zu sprechen und da klangen seine Aussagen ganz anders als vor der Presse.

In dem Telefonat sprach Gahr Støre nicht von der „ukrainischen Gegenoffensive“, sondern er benutzte – was einer gewissen Ironie nicht entbehrt – die gleiche Formulierung, wie russische Politiker. Er sprach von der „sogenannten“ Offensive, was zeigt, dass er verstanden hat, dass die ukrainische Offensive erfolglos war und den Namen nicht verdient.

Außerdem forderte er Verhandlungen, er wolle die Lage zur Diplomatie bewegen, er sagte aber auch, er sei in dieser Fragen nicht optimistisch.

Gahr Støre über den Aufritt des Nazis in Kanada

Der Auftritt des ukrainischen Veteranen der Waffen-SS im kanadischen Parlament aus Anlass von Selenskys Besuch vor einiger Zeit, war ebenfalls ein Thema in dem Gespräch. Der angebliche Chef der Afrikanischen Union sprach das Thema an und stellte eine Verbindung zur Ukraine her.

Das allerdings bestritt Gahr Støre, er bezeichnete das als kanadische Peinlichkeit, Kanada habe da Probleme. Aber er wollte eine Verbindung zur heutigen Ukraine und deren Verehrung von Waffen-SS-Soldaten als Nationalhelden nicht herstellen.

Gahr Støre über die Lieferung von Kampfflugzeugen

Der angebliche Chef der Afrikanischen Union fragte Gahr Støre auch nach der Lieferung von F-16-Kampfjets an die Ukraine, die viele westliche Länder angekündigt haben. Gahr Støre war nicht optimistisch, dass das auf dem Schlachtfeld etwas ändert, denn die Ausbildung der Piloten dauert zu lange.

Norwegen selbst habe fast keine F-16 mehr, denn sei auf F-35 umgestiegen und habe fast alle alten F-16 an Rumänien verkauft. Aber sollte Norwegen noch über einzelne Exemplare der F-16 verfügen, schloss er eine Übergabe an Kiew nicht aus.

Gahr Støre über die Sprengung der Nord Streams

Der angebliche Chef der Afrikanischen Union fragte Gahr Støre auch nach der Sprengung der Nord Streams, die eine weltweite Krise auf den Energiemärkten ausgelöst habe. Dabei fragte der angebliche Chef der Afrikanischen Unio Gahr Støre nach dessen Meinung über den Artikel von Seymour Hersh, der die US-Regierung beschuldigt, die Nord Streams mit Unterstützung Norwegens gesprengt zu haben. Das bestritt Gahr Støre natürlich und behauptete, der Artikel von Hersh enthalte viele Fehler, allerdings nannte er nicht einen.

Der angebliche Chef der Afrikanischen Union fragte Gahr Støre noch danach, ob – wenn die Ukraine die Pipelines gesprengt hat – das bedeuten würde, dass die Ukraine die NATO angegriffen hat. Die Frage gefiel dem norwegischen Ministerpräsidenten nicht und er zog sich auf die übliche Ausrede zurück, er wolle nicht spekulieren, sondern die offiziellen Untersuchungen Schwedens, Dänemarks und Deutschlands abwarten.

Das nervöse Spiel mit den Fingern

Die russischen Prankster haben bei dem Videotelefonat festgestellt, dass der norwegische Ministerpräsident Gahr Støre bei bestimmten Fragen sichtlich nervös wurde, was daran erkennen konnte, wie er bei der Beantwortung einiger Fragen – beispielsweise zu Nord Stream – plötzlich nervös mit seinem Stift herumsielte, während er bei anderen Fragen viel souveräner wirkte.

Aber das können Sie selbst beurteilen, indem Sie sich das Video anschauen. Hier verlinke ich die englische Version des Videos.