Westliche Werte

Wie der Westen den Sport politisiert und zum Mittel der Kriegspropaganda macht

Schon lange missbraucht der Westen den Sport als Mittel der Politik. Nun hat der Spiegel einen besonders perfiden Artikel veröffentlicht, weil beim IOC darüber nachgedacht wird, russische Sportler unter Bedingungen wieder zuzulassen.

Der Sport ist schon in der Antike als bewusst unpolitisches Mittel zum Bau von Brücken und zur Verständigung auserkoren worden. Im antiken Griechenland wurden während der olympischen Spiele Kriege unterbrochen und die Feinde trafen sich, um sich sportlich zu messen.

Der Sport könnte auch heute Brücken bauen, wenn der Westen ihn nicht politisch missbrauchen würde. Das hat eine lange Tradition. 1980 zum Beispiel hat der Westen die olympischen Spiele in Moskau boykottiert, weil die Sowjetunion angeblich in Afghanistan einmarschiert war. Dass es die USA waren, die damals die Mudschahedin bewaffnet und gegen die afghanische Regierung in Marsch gesetzt hatten, und dass die sowjetische Führung von der afghanischen Regierung lange überredet werden musste, ihr militärisch gegen die militanten, von den USA unterstützten Islamisten zu helfen, wusste im Westen niemand.

Der politische Missbrauch des Sports

Der Sport wird seitdem – vor allem vom Westen – politisch instrumentalisiert. Die Dopingvorwürfe gegen russische Sportler waren politisch motiviert und konstruiert, haben aber dazu geführt, dass Russland aus internationalen Wettbewerben ausgeschlossen wurde und russische Sportler – wenn überhaupt – nur unter der neutralen Olympia-Flagge teilnehmen durften. Es waren die westliche Staaten, deren Funktionäre im IOC gegen Russland Front gemacht haben – es ging um Politik und nicht um Sport.

Das ist ein eindeutiges Beispiel von Sippenhaft, denn selbst wenn die Dopingvorwürfe gerechtfertigt gewesen wären, was kann ein 18-jähriger russischer Sportler dafür, wenn andere Sportler sich dopen? Es ging dabei nicht um den Kampf gegen Doping, sondern um den Kampf gegen Russland, es ging um Meinungsmache und das war nur einer der vielen Bausteine, mit denen die westlichen Medien planmäßig das „Feindbild Russland“ aufgebaut haben.

Das gleiche erleben wir heute: Wegen des angeblichen „russischen Angriffskrieges“ wurden Sportler aus Russland und Weißrussland pauschal von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Sie werden für die Politik ihrer Regierung in Haftung genommen.

Dass diese Entscheidungen von den westlichen Staaten getroffen und forciert werden, ist offensichtlich. Würde es wirklich um die Frage von Krieg und Frieden gehen, hätten das IOC und andere internationale Sportverbände die US-amerikanischen Sportler spätestens 2003 aus allen Wettkämpfen verbannen müssen, denn der US-Krieg gegen den Irak war vollkommen zweifelsfrei ein brutaler und völkerrechtswidriger, auf Lügen aufgebauter Angriffskrieg.

Nun bröckelt die „Einheitsfront“ beim IOC und es wird darüber gesprochen, Russen und Weißrussen zumindest unter bestimmten Bedingungen wieder zu Wettkämpfen zuzulassen. Schon das hat die Spiegel-Redaktion so sehr aufgeregt, dass es ihr einen weiteren, sehr langen anti-russischen Artikel wert war, den wir uns anschauen wollen.

Spiegel-Propaganda

Der Spiegel-Artikel trägt die Überschrift „Weltsport vor der Spaltung? – »Perfide« und »widersprüchlich« – Athleten kritisieren die Russlandpolitik des IOC“ und beginnt mit folgender Einleitung:

„Ein Jahr vor den Sommerspielen in Paris steht der Weltsport vor der Spaltung: Das IOC um Thomas Bach drängt auf Wiederzulassung russischer und belarussischer Sportler. Doch Moskau ist das nicht genug.“

In dem Artikel erklärt der Spiegel seinen Lesern, dass der Sport sich nicht von der Politik trennen lasse. Dann zeigt der Spiegel, was -oder besser gesagt, wer – ihn aufregt, nämlich IOC-Präsident Bach. Der Spiegel schreibt:

„Sport lasse sich von Politik trennen, behauptet Bach in Lausanne. »Viele von euch haben bewiesen, dass das geht«, sagt er den Verbandsvertretern. Schließlich hätten einige bereits Wettbewerbe mit Russen und Belarussen unter neutralem Label organisiert. »Und ihr macht das entgegen all den Schwarzmalern, die die Leute glauben machen wollten, dass dies niemals funktionieren wird.«
Beifall. Kein Widerspruch. Keine Diskussion. Dabei wissen es die meisten Anwesenden besser. Doch sie schweigen.“

Ob die Anwesenden es wirklich „besser wissen“, wie der Spiegel behauptet, sei dahingestellt.

Verdrehung von Ursache und Wirkung

Anschließend verdreht der Spiegel Ursache und Wirkung, indem er schreibt:

„Russland betreibt längst die totale Konfrontation. Den Russen ist nicht einmal mehr die Teilnahme in Paris wichtig. Sie konzentrieren sich auf die sogenannten Freundschaftsspiele, die im Spätsommer 2024, unmittelbar nach den Olympischen Sommerspielen, in Russland stattfinden sollen. Die Russen setzen auf ihre Verbündeten in der Union der Brics-Staaten, sie haben in Lateinamerika, Afrika und Asien Allianzen geschmiedet.“

Wer „betreibt längst die totale Konfrontation“? War es nicht das IOC, das russische Sportler ausgeschlossen hat? Ist es nicht das IOC, das es nun schon als regelrecht großzügige Geste ansieht, Russen und Weißrussen unter neutraler Flagge anstatt unter ihren Landesfahnen antreten zu lassen?

Noch mal zur Erinnerung: Als die USA den Irak überfallen und am Ende – je nach Quelle – bis zu einer Million Menschen abgeschlachtet haben, gab es da irgendwelche Reaktionen vom IOC? Selbst wenn Russlands Verhalten in der Ukraine falsch sein sollte (was ich aus den oft geschilderten Gründen nicht so sehe), dann müsste der IOC sich neutral verhalten. Er müsste also zuerst alle Sportler aus den Ländern ausschließen, die den Irak überfallen haben und könnte sich erst dann mit Fug und Recht mit Russland beschäftigen.

Ich fände es vollkommen verständlich (und übrigens auch richtig), wenn Russland selbst seinen Sportlern die Teilnahme unter fremder Flagge untersagen würde. Solange das angeblich neutrale IOC so offen mit zweierlei Maß misst, sollte man diese Organisation boykottieren. Aber das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung.

Die Spaltung des Weltsports

Das IOC hat tatsächlich ein Problem, wie der Spiegel anschließend über die in Russland geplanten Freundschaftsspiele schreibt:

„Russland will möglichst viele Sportarten und Nationen bei diesen Spielen sehen – in mehrfacher Hinsicht wäre das eine Verletzung der vom IOC aufgestellten Regeln: Verbände und Nationen müssten dann eigentlich suspendiert werden.“

Sollte der IOC, der Russland – de facto unter Umgehung seiner eigenen Regeln – gesperrt hat, nun seinen Regeln folgen und alle Staaten, deren Sportler an Wettkämpfen in Russland teilnehmen, suspendieren, wäre das natürlich das Ende des IOC als Weltorganisation.

Von Zuchtbullen und Quantenphysik

Aber der Spiegel lässt das Argument nicht gelten und lässt daher Klaus Pohlen, den Cheftrainer der deutschen Kanuten erklären:

„»Russland und Belarus wurden ausgeschlossen, weil Putin und Lukaschenko einen völkerrechtswidrigen Krieg begonnen haben«, sagt Pohlen, »warum also werden die Sanktionen jetzt aufgeweicht, obwohl der Krieg weiter Fakt ist?« Er zweifle an der »Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit« des IOC-Banns von 2022. »Dann hätten sie es doch direkt sein lassen können!«
Besonders enttäuscht zeigt sich Pohlen darüber, dass auch die ICF unter dem deutschen Präsidenten Konietzko Ende April die Tür wieder geöffnet hat für die Teilnahme »neutraler« Sportler aus Russland und Belarus. Parallel dazu schrieb der Verband allerdings, man stehe »weiterhin solidarisch zu unseren ukrainischen Freunden«.“

Pohlen mag vom Kanu-Sport etwas verstehen, aber von Politik versteht er so viel, wie ein Zuchtbulle von Quantenphysik, wie seine Aussage belegt. Schließlich mag Weißrussland engste Verbindungen zu Russland haben, aber Weißrussland hat mit den Kampfhandlungen in der Ukraine weniger zu tun, als zum Beispiel Polen, das tausende Söldner in den Kampf geschickt hat.

Aber es geht dem Spiegel mal wieder nicht um Fakten oder darum, die Leser zu informieren. Es geht um Propaganda, um Beeinflussung der Leser in die gewollte Richtung. Dazu kann man – im übertragenden Sinne – auch einen Zuchtbullen zur Quantenphysik befragen, wenn der nur die gewollte Antwort blökt.

Der wahre Spalter

Der Spiegel zitiert Pohlen daher weiter:

„»Perfide« nennt Trainer Pohlen diesen verbalen Spagat, »und völlig widersprüchlich«. Schließlich sei bekannt, dass die ukrainische Regierung ihren Sportlerinnen und Sportlern die Teilnahme an Wettkämpfen verbietet, in denen der Kriegsgegner antritt. Eine Entscheidung pro Russland sei also eine gegen die Ukraine. Pohlen ist unschlüssig, wie er sich verhalten wird, sollten Russen und Belarussen in Paris dabei sein: »Ich müsste mir dann wirklich ernsthaft überlegen, ob ich da hinfahre.«“

Das erinnert an Nazi-Deutschland, das Juden aus dem Sport verbannt hat. Alle Russen werden pauschal in die Haftung genommen, was offener Rassismus ist.

Dass das keine übertriebene Formulierung ist, zeigt ein einfacher Vergleich: Wie groß wäre wohl der Aufschrei in Deutschland und im Westen, wenn Pohlen fordern würde, alle Israelis von internationalen Wettkämpfen auszuschließen, weil die israelische Regierung seit Jahrzehnten brutal gegen die Palästinenser vorgeht und dabei sogar bindende UNO-Resolutionen, also das Völkerrecht, bricht?

Die Ukraine ist der wahre Spalter der Weltgemeinschaft, denn selbst irakische Sportler wären nicht auf die Idee gekommen, Olympiaden zu boykottieren, weil daran US-Amerikaner teilnehmen. Diese radikal anti-russische Haltung der Ukraine ist ja keine Folge der Ereignisse des letzten Jahres, sondern sie ist seit dem Maidan Mainstream in der Ukraine.

Boxen als „Vorbild“

Der Spiegel nennt als „gutes Beispiel“ das Boxen. Das IOC hat den Boxweltverband IBA bereits von Olympia verbannt, weil man dort Russen antreten lässt. Offiziell soll zwar Korruption der Grund sein, aber Fakt ist: Boxen könnte daher bei den nächsten Olympiaden nicht stattfinden, aber der Spiegel kennt die Lösung:

„Für die Zukunft steht ein neuer Verband bereit, der das olympische Boxen retten will: World Boxing, initiiert vor allem von Amerikanern und Westeuropäern. Das IOC könnte dieser Neugründung dereinst den Olympiastatus übertragen.“

Das zeigt die Politisierung des Sportes deutlich auf. Wenn ein Verband „ungehorsam“ ist, wird er gesperrt und die NATO-Staaten gründen eben ihren eigenen Verband, den das IOC dann anerkennen soll. Wohin das führen könnte, sagt der Spiegel auch:

„Die ersten Nationalverbände haben sich von der IBA verabschiedet. Noch lästert IBA-Generalsekretär George Yerolimpos zwar über die »Mickey Mouse Organisation« World Boxing, doch bald dürfte die IBA-Alternative viele Dutzend Mitglieder haben. Und damit spitzt sich die sportpolitische Auseinandersetzung weiter zu: hier der alte, von Russland und seinen Verbündeten dominierte Verband – dort die Europäer und Nordamerikaner.“

Der Westen gegen den Rest der Welt

Wenn das ein vom Westen gewollte Szenario ist, das auch für das IOC als Ganzes beispielhaft sein soll, kann es passieren, dass wir demnächst zwei Olympiaden haben werden: Eine der NATO-Staaten und eine, in der sich der Rest der Welt trifft. Da die anderen Staaten der Welt sehr genau beobachten, was passiert, dürften sich viele vom IOC abwenden, denn was ist Sport noch wert, wenn dem IOC die Politik wichtiger ist als der Sport?

Zur Erinnerung sei gesagt, dass nur weniger als 40 Staaten den Kurs des Westens in der Russland-Politik unterstützen und sich den westlichen Sanktionen angeschlossen haben. Das sind alles Satellitenstaaten der USA, aber kein einziger Staat des „globalen Südens“. Das kann man als Omen für den Fall nehmen, dass der Westen auch im Sport darauf bestehen sollte, dass sich der Rest der Welt der US-Politik anschließt.

Verständigung ist vom Westen nicht gewollt, der Westen will die totale Konfrontation. Dazu missbraucht er sogar den Sport und die Kultur, wie die Auftrittsverbote für russische Künstler und sogar klassische russische Musik belegen.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

54 Antworten

  1. ….man begibt sich in „selbstauferlegte(?!?) Isolation“… – und das nun in allen Bereichen des Lebens…

    „west-chen“ ist nicht mal mehr 3.Welt….. 😤😤

    Apropos Sport im west-chen…:
    Gibt da ’nen netten Film „Olympia – Fest der Schönheit“ – Original mit Hitler und so…. – zu bestaunen im deutschen Bezahlfernsehen…..

    ….mehr braucht man dazu nicht zu sagen – die Richtung stimmt, wie erwartet… – noch ein paar Jährchen – und Hitler wird zum „Helden“ verklärt – und bekommt postum den Friedensnobelpreis.

    1. @ noch ein paar Jährchen – und Hitler wird zum „Helden“ verklärt –

      Alles GUT. Die Welt sondiert sich neu. Die ALTE um die Bandera-USA/DE/UK-raine/ und die NEUE um die alten Werte der UN

  2. Lügel-Maulhuren verstehen ausschließlich die Sprache der Gewalt, der Einschlag eine russischen Hyperschall-Rakete in seiner Hamburger Maulhuren-Zentrale würde die Welt sofort zu einem besseren Ort werden lassen.

    1. dat wäre was ,ich hätte nie geglaubt,das sich dem eigenen lande so viel verachtung gegenüber habe.was hier an nachrichten über den äther läuft ,ist mit worten nicht mehr zu beschreiben,kollektiver irrsinn im endstadium.

      1. Das konnte man gut- man konnte es schlecht finden… Man kann alles so finden, wie das Grundgesetz es billigt … oder eben auch nicht billigt. Entscheiden darüber, kann jeder selbst.

        https://www.axelspringer.com/data/uploads/2022/05/18095113/IMG_1483-595×670.webp

        Es zeigt nur eines:

        Es werden keine Hyperschall-Raketen benötigt, welche von einem Staat irgendwo in der Welt abgefeuert werden….

        Es geht auch anders…. Egal, ob man es GUT- oder schlecht findet. Nur eben festgestellt:

        ES GEHT !

  3. Die antirussische Hetze der ÖR-Medien bei Sportübertragungen ist weit über 10 Jahre alt und hat bei mir dazu geführt, auf private Sport-Sender zu wechseln, wenn ich mal einen Wettkampf oder ein Fußballspiel sehen wollte. Daß sich antirussische Haßpropaganda inzwischen bei den Qualitätsmedien geradezu hysterisch überschlägt, kann ich mir vorstellen, aber ich laß den niederträchtigen Mist nicht an mich ran.

  4. Das IOC wird sich selbst ausschalten. Wenn 2024 dann die Frauendisziplinen von den Männern gewonnen werden. Selbst im Bodenturnen, wo es um Grazie geht, wird hier ein daher stampfender Mann gewinnen, weil die Juri sich nicht vorwerfen lassen will, dass sie homophob ist. Beim Ballett gibt es schon einen Trampel, der als Prima Ballerina über die Tanzfläche stolpert.
    Die Olympischen Spiele werden sich dadurch selbst abschaffen. Im woken Ga Ga Gender Westen werden auch die dort lebenden Menschen nicht mit den Siegern mit Vollbart und Schwanz in den Frauendisziplinen einverstanden sein.

    1. Das wird spaßig. Möchte dann mal die Dopingkontrollen sehen, wenn plötzlich die Sportler viel zu hohe Testosteronwerte haben. Wer weiß, vielleicht führt das IOC dann weitere 234 Geschlechter ein, für all die diversen diversen diversen. Dann dauernd die Olympischen Wettbewerbe statt ein paar Wochen mehrere Monate, die Kosten für die Unterkünfte mit entsprechnder diversifizierter Ausstattung gehen dann in die Milliarden udn das Ganze wird wegen Unbezahlbarkeit und Uninteresse seitens der lokalen Bevölkerung eingestampft, einschließlich IOC.

  5. Inzwischen ist die Russophobie wohl die alle Journalisten im Westen vereinende Krankheit. Heute die Schlagzeile bei Ruhr24: Russen-Hitze peitscht über NRW – wann es wieder kühler wird.
    Dafür den Begriff Niveau zu verwenden, wäre selbst mit Negativzusatz maßlos übertrieben.

  6. Man kann alles unterstreichen, was im Artikel geschrieben steht.
    Das einzig Störende ist für mich, dass Russland & seine Sportler sich demütigen lassen, indem sie unter „neutraler Flagge antreten.
    Ich würde da eher verzichten, wäre ich an deren Stelle.
    Es könnte ja auch drüber nachgedacht werden, alternative olympische Spiele abzuhalten…… aber vielleicht kommt es irgendwann dazu……

    1. FALSCH !
      Treten Russen selbst unter Neutraler Flagge an…..bleiben es Russen… UND 85 % der Welt die nicht der aufgezwungenen Russophobie unterliegen…IM GEGENTEIL…wissen und sehen das und ihre evtl. Siege !
      .
      Devise : Trickse die Organisatoren mit ihren eigenen Mitteln aus…zeige der Welt ( und DER Westen sind nur 14 % davon ) das es Dich gibt und Du Stolz bist !
      .
      Eine Schande !!!! Das ca 14 % der Weltbevölkerung über den “ Rest “ bestimmen kann….und das diese 86 % sich das gefallen lassen ist noch eine größere SCHANDE !!!

      1. @mac9

        Ihre Meinung bleibt ihnen unbenommen!

        Ich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Entweder ich bin Russe oder nicht.

        Die westlich dominierte Welt ist derart verrückt geworden, dass man durchaus annehmen kann, dass die wollen, dass demnächst die russ. Sportler nicht nur unter „neutraler Flagge“ starten müssen sondern auch noch das gegenteilige Geschlecht annehmen müssen um starten zu dürfen…wo soll die Grenze sein?

        Und gerade weil Sie die 85/15 % ansprechen – was spricht dagegen, eigenen sportliche Wettkämpfe zu veranstalten? Diese könnten dann wirklich unter neutralen & dem Sinn der Veranstaltungen zugesprochenen Werte stattfinden.

    2. Warum,

      deutsche Sportler tun doch auch alles, um dabai sein zu können..Da ist man mit einer Armbinde auch nicht zimperlich, was am Ende zu verstehen ist, denn schließlich haben sich die Sportler viele Jahre darauf vorbereitet, was oftmal kein Zuckerschlecken ist!

  7. Nun “ Inzwischen ist die Russophobie “ somit wundert mich etwas, das man den Anti-Spiegel noch nicht gesperrt hat vor allem in Deutschland ???
    .
    Und “ Inzwischen ist die Russophobie “ ist KEINE Krankheit ! Eine Krankheit kann man nicht erzwingen „Russophobie “ als Mittel der Gehirnwäsche aber schon. Somit gezielte Verdummung des Mobs unter Verwendung moderner Medien….und das unter Druck auf Verantwortliche zumindest bei einigen, andere werden es Dienstbeflissen freiwillig tun !
    .
    Wenn Du etwas als Wahrheit verkaufen willst…. sorge dafür das diese Lüge ständig auf die Masse rieselt , schneide denn Mob von anderen Quellen ab ! Was taten Nazis damals gegen Sendungen von BBC das unter Strafe stand ?
    Welch Gericht verurteilte gerade ein Frau mit welch Begründung “ Rechtfertigung Putins Krieg “
    Finde den Unterschied zu 1940 + !!!

  8. Sport ist schon immer geprägt durch Emotionen und von Emotionen.
    Über den Sport kann Mensch seine eigene Innenwelt nach aussen projizieren ohne anstößig zu werden. Als Fan kann sich Mensch gehenlassen was im Alltag schwer möglich wäre.
    Es gebe keinen Sport, wenn die Fans nicht mitfiebern könnten, nicht ihre Freude, ihre Begeisterung aber auch nicht ihre Enttäuschung oder Wut zum Ausdruck bringen könnten.
    Beim Sport kann Mensch seine Sorgen, mitunter sein kaputtes Leben vergessen.
    Sport bietet auch Gemeinschaft. Wildfremde Menschen erleben durch den Sport ein ansonsten vielleicht nicht vorhandenes Gemeinschaftsgefühl. Man ist dabei.

    Das diese ohnehin bereits hochemotionale Ebene für politische Propaganda missbraucht wird ist eine logische Konsequenz.
    Das ist nicht neu sondern war schon immer so.
    Wenn bei Großereignissen die Nationen mit den Flaggen einmarschieren, wenn der Medaillenspiegel nach Nationen aufgeschlüsselt wird, wenn „Wir Österreicher“ gewonnen haben, auch wenn es gerade ein Sportler oder eine Mannschaft ist. All das sind bereits politische Aussagen.

    Eine Steigerung dieses Missbrauch ist natürlich der rassistische Auschluss bestimmter Sportler.

    1. Sportveranstaltungen machen aggressiv. Der Lärm, die emotionalen Wallungen, das Geschrei der Nachbarn, die Sauferei, die Pfiffe. Das ist ganz das Gegenteil von dem, was die rassistische Jubelpresse gerne behauptet, das diene dem Aggressionsabbau. Es kommt ja regelmäßig zu Gewaltausbrüchen unter den Zuschauern.
      Die ganze Gesellschaft ist eine schrille, aggressive Zeitbombe.
      Wahrscheinlich versprechen sich die Initiatoren eine leichte Indoktrinierbarkeit eines besoffenen Gehirns.

  9. Mit dem Märchen, dass Sport mit Politik nichts zu tun hat, sollte aufgeräumt werden, ebenso mit der Vorstellung, dass »sportlich« gleichbedeutend ist wie »fair«.

    Das Ziel der Sportler ist zu siegen, und wenn, um dieses Ziel zu erreichen, »unsportliche« Mittel eingesetzt werden müssen, dann darauf zu achten, sich nicht erwischen zu lassen, die Gleichsetzung von »sportlich« mit »fair« ist nicht nur Täuschung sondern Heuchelei.

    Sport erlangte in den letzten Jahrzehnten große wirtschaftliche und medienwirksame Bedeutung, mit Sport lassen sich nicht nur gewaltige Gewinne sondern auch politische Propaganda ausüben.

    Dass es den meisten Sportfunktionären hauptsächlich um Geld geht, erkennt man daran, dass Sportarten wie Frauen-Boxen oder Frauen-Gewichtheben als Olymp-Disziplin zugelassen werden um von Fernsehen Werbeeinnahmen zu kassieren.

    Und wenn westlich kontrollierte Gremien russischen Sportlern verbieten unter ihrer Flagge anzutreten, dann wäre die einzig akzeptable Reaktion Russlands auf dieses beleidigende Verhalten, auf die Spektakel des Westens ganz zu verzichten und die russischen Sportler nicht antreten zu lassen.

  10. Man schickt seine Kinder nicht zur Leibesübung, sondern in einen divers durchtränkten Antifaverein. Die Facharbeiter werden da auch hinein gedrängt. Die halbe Bevölkerung glaubt scheinbar, daß aufgemuskelt schön ist? Man vergleiche mal die Haarschnitte der Nazis mit den Haarschnitten heute? Waren die damals genauso blöd? Die liefen zumindest nicht alle in schlecht sitzenden Militärklamotten rum.
    Wie ideologiebesoffen kann ein Mensch wirklich sein? Scheinbar gibt es da keinen Boden? Aber Fußballfans waren schon immer große Trinker, Gröhler und Randalierer. Das paßt exakt zu den Stammtischgesängen der Sozialdemokraten: Oleee, ole ole ole ..

  11. >>Das erinnert an Nazi-Deutschland, das Juden aus dem Sport verbannt hat.<<

    Das ist ein vollkommen unzulässiger Vergleich!
    Nachdem sich Frau Faeser auf dem Balkon der Deutschen Botschaft in Kiew mit einem rechtsradikalen Antisemiten (nein…nicht der nette Herr Heil) auf ein Glas Sekt getroffen hatte, wurde aus ihrem Ministerium bekannt gegeben:

    Sollten Russen bei internationalen Reichswettbewerben teilnehmen dürfen, wird sie ihnen einfach das Visum verweigern!

    Slawa Rossia! (dabei darf der rechte Arm unten bleiben)

    1. Der Vergleich ist unzulässig, weil er stimmt. Hitler war beeindruckt gewesen von den marxistischen Aufmärschen und imitierte die einfach. Er ersetzte die roten Symbole mit Symbolen der Monarchie und die rechte erhobene Faust mit der linken erhobenen Hand.
      Neue Einsichten in das Wesen der Nazis findet man in der Weimarer Republik.

  12. Ich finde das Bild zu dem Beitrag passend. Es zeigt, dass Ukrainer und Russen zusammen kommen können, wenn man sie lässt. Doch es ist offensichtlich ausschließlich die ukrainische Junta, die dies verhindert, indem sie ihre Bevölkerung aufgehetzt hat, gegen alles Russische, die russischsprachige Bevölkerung als „Moskalis“ verunglimpft hat, und das lange bevor Russland militärisch in der Ukraine aktiv wurde. Und jetzt dürfen ukrainische Sportler und Sportlerinnen nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen, wenn russische daran teilnehmen, was soll das denn? Und das dann im Speigel als Argumentation zu bringen, dass man russische Sportler und Sportlerinnen ausschließen muss, ist zutiefst amoralisch. Der Speigel ist ein Stürmermäßiges Propagandaorgan der transatlantischen Mafia geworden, das sich nicht mal zum Toilettenpapier eignet.

  13. Es ein seit langer Zeit immer wieder gespieltes „Spiel“ der angloamerikanischen Machtelite. Hast du was gegen jemanden, suche dir einen dritten (intern oder extern), der ebenfalls was gegen den hat. Rüste ihn auf. Bestärke ihn in seiner Sicht und lasse ihn von der Leine.

    Wo nicht überall in der Welt hat erst Großbritannien und dann die USA so gehandelt. Es ist eine lange Reihe von Leid und Elend die da zusammenkommt. Konflikte, die zum Teil noch heute andauern.

  14. Gerade für diesen Artikel ein dickes Dankeschön an Thomas. Er spricht mir aus der Seele. Über die Degeneration des Spiegel und der anderen Medien brauchen wir kein Wort mehr zu verlieren – da sind Hopfen und Malz und auch alles andere verloren.
    Würde ich mich mal persönlich zu einem Sportereignis bewegen, dann nur so wie das Paar oben im Bild: mit einer tüchtigen Provokation der politisch gewollten Dummheit und Einseitigkeit.

  15. Da mein Herz am Sport hängt, ich hab mal Sportwissenschaften an der DHfK in Leipzig studiert, verfolge ich schon lange mit Abscheu diese Diffamierung der weißruss. u. russ. Sportler, Trainer, Funktionäre. Doch das läuft schon seit der Übernahme der DDR durch den Westen so, und davor auch. „Vergessen“ wurde zum Beispiel, dass viele Nazi-Funktionäre damals übernommen wurden, aber nur bei uns war alles schlimm. Dass im Westen auch! max. gedopt wurde, Schwamm drüber.
    Ich würde niemals unter falscher Flagge antreten! (Kann aber auch Sportler verstehen, die so viele Opfer gebracht haben.) Das Diktat des vermeintlich Stärkeren ginge gegen allen Stolz. Wenn Russland nun eigene Spiele abhält, supi.

  16. Der neue „Sport“ heißt Krieg. So ist das immer in finsteren Zeiten. DAS ist dann der Sport und dafür trainieren Soldaten aller Länder, die am (Wett-) Kampf teilnehmen wollen wie sollen.

    Kann man den Wahnsinn, der die Menschheit seit äußerst langer Zeit beschäftigt und quält, wobei es wie bei der Achterbahn hoch und wieder runter geht, um dann Jahre, Jahrzehnte, auch schon mal ein Jahrhundert später wieder hoch zu gehen, effektiv durchbrechen und es dauerhaft abstellen?

    Klar, wenn man „die irrsinnige Maschine“, die die biologischen Körper und deren Verstände (Plural zu Verstand) dirigiert, umprogrammieren könnte, angefangen bei den am ehesten Gutartigen und Fähigsten, und in der Zwischenzeit die schlimmen und schlimmsten Vertreter der Wahnsinnigen aka Geisteskranken, die dennoch Macht ausüben, wirksam in Schach hält, von der Macht verdrängt, sie auch ausschaltet, wegsperrt, wegschafft usw., dann geht das selbstverständlich.

    Es ist eine Frage dessen, wie man den Megacomputer in den Griff bekommt. Die Kontrolle ist ja komplett entglitten wie jede Kontrolle über Künstliche Intelligenz (KI) entgleitet und entgleiten muß!

    Der Mensch wie jedes andere Lebewesen ist eine Maschine, die von einem Computersystem mit KI gesteuert wird, und diese KI hängt an der ganzen Maschine aka „Megacomputer“ Universum dran. Alles Maschine!

    Das Ding ist: Man kann a) als ewige Seele von dieser Maschine, ihrem Einfluß frei werden (das Ziel jeder Religion, der Christ würde es als „Aufstieg in den Himmel, um dort ewig zu sein“, beschreiben), was selbstverständlich geht mit der geeigneten Technologie oder aber b) hinabsteigen auf die kleinsten Ebenen dieser Maschine, also ins „absolut mikroskopische“ gehen müssen, da DORT die Maschine wieder kontrollierbar wird (das ist wie „Reverse Engineering “ an einem Supercomputer zu betreiben, den man in die Hände bekam, bis hinunter zu den einzelnen Transistoren in den Chips). Das allerdings geht auch wieder nur über die vom Körper gelöste Seele, also die Person selbst, die dabei ihren Verstand aber mitnehmen würde, ihr EIGENER Supercomputer, denn den braucht’s bei solch „Reverse Engineering“ aka FORSCHUNG.

    Der Äther, den der „moderne Einstein“ so gern verleugnen möchte, IST diese Computerstruktur im „absolut mikroskopischen“! Der „Astralkörper“ IST der eigene Supercomputer Verstand, er wird auch „Seelenfahrzeug“ schon seit Urzeiten genannt.

    Mit diesen Werkzeugen nach b) ist es möglich, die Maschine zumindest lokal, bspw. die Erde betreffend, umzuprogrammieren, auf der Ebene des biologischen Daseins zum Menschen, zu seiner Spezies, denn an den anderen „Schaltungen“, die bspw. andere Tiere oder auch die Pflanzenwelt „MACHEN“, würde man nicht herumschrauben wollen und auch nicht müssen, schon gleich gar nicht an denen, die das materielle Universum und seine physikalischen Gesetze, beschrieben durch Formeln, die dann die programmierte Maschine ständig mit konkreten Daten füttert und alles berechnet, um das ganze Ding namens Universum in jeder neuen „Picosekunde“ neu zu erschaffen.

    Man wird es tun müssen, andernfalls geht es mit dem menschlichen Wahnsinn bis in alle Ewigkeit weiter. Aber wer will darin immer und immer wieder aufwachen durch den Zyklus der Wiedergeburt??!

    1. https://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Engineering

      ALLE Forschung zum oder am physikalischen Universum, das EINE MASCHINE mit KI-Fähigkeiten ist, letztere zumindest auf manchen der vielen Ebenen besagter Maschine, IST „Reverse Engineering“ zu genau dieser Maschine oder einem ihrer Teile! NICHTS ANDERES!

      Wer hat sie erschaffen?

      Na ja, in einem kann man jedenfalls nie fehlgehen als Antwort: Zumindest ein SCHÖPFER war’s!

      Ich persönlich halte das für 100% unwahrscheinlich. Es wären VERDAMMT VIELE Schöpfer, die an der Konstruktion beteiligt waren, wenige davon mögen die Chefkonstrukeure gewesen sein. Das ist also wie bei der irdischen Schöpfung durch den Schöpfer Mensch: VIELE haben das erfunden und gebaut, das heute als „technologischer Stand“ bekannt und sichtbar ist, mit allen seinen erschaffenen Objekten!

    2. https://www.mpg.de/16230184/0108-bild-computerwissenschaftler-superintelligente-maschinen-koennten-wir-nicht-kontrollieren-149835-x

      „Superintelligente Maschinen wären nicht kontrollierbar“

      Was die Wissenschaftler, die sich da äußern, noch nicht verstanden haben:

      Der Mensch selbst IST so eine superintelligente Maschine, die selbst aus dem Ruder gelaufen ist und damit schwer oder auch gar nicht zu kontrollieren! Diese müßte erst einmal selbst kontrollierbar werden, indem sie repariert und korrigiert aka „umprogrammiert“ wird, vorher ist es mega gefährlich, sie Maschinen aus Stahl nach ihrem Vorbild konstruieren und bauen zu lassen, gegen die so ein Bioroboter „Mensch“ im Falle des Konflikts, der bei fast 100% Wahrscheinlichkeit steht, keine Chance hätte.

      Aber der Geisteskranke Oberaffe WILL ja auch mit der Stahlmaschine mit KI erreichen, daß die Menschheit nahe an die Auslöschung kommt, dazu braucht er dieses superintelligente Raubtier sondergleichen (es ist das „Tier“, das in der Bibel „in den Tagen der Endzeit“ auf Erden erscheint)! Er nennt das dann „Evolution“, aber er ist ja auch das: geisteskrank! TROTZ Superintelligenz!

      KI wird früher oder später geisteskrank!

      Und nun fragen sich nicht wenige ganz sicher: Was ist eigentlich dieses „geisteskrank“?!

  17. Es muss ein Rest von Fairness herrschen, sonst können gemeinsame Spiele nicht abgehalten werden.
    Fairness bedeutet das Anerkennen von Regeln ohne die ein sportlicher Wettkampf unmöglich ist.
    Krieg bedeutet die Aufkündigung der gemeinsamen Wahrheit und die Auflösung bestehender Regeln.

    Dem Westen ist es seit Jahrzehnten wichtiger gegen Russland Krieg zu führen, als die Chance zu nutzen bei der Olympiade mal das Kriegsbeil dort ruhen zu lassen, die Existenz des anderen anzuerkennen und Gelegenheit dazu zu haben zu einem gemeinsamen Verständnis der Welt zu gelangen.

    Sport ist weder unpolitisch noch ist Sport immer nur friedlich.
    Aber Sport bietet eine Chance zu gemeinsamen Regeln zu kommen und die Existenz des anderen anzuerkennen.
    Eine Chance die der Westen seit Jahrzehnten für sich nicht mehr nutzt.
    Ich wünsche Russland schöne, fröhliche und friedliche Freundschaftsspiele.

  18. Kriege werden deswegen nicht mehr unterbrochen, weil es im westlichen Neusprech keine Kriege mehr gibt. Wir leben im ewigen Frieden, der durch gelegentliche amerikanische Friedenseinsätze sichergestellt wird und nur durch ein paar Unverbesserliche, insbesondere Rußland, durch terroristische Maßnahmen gestört wird.

    Wer in so einer Gut/Böse-Denkblase lebt, für den ist nur logisch, daß das Böse mit ALLEN Mitteln bekämpft werden muß, und sei es auf der Konzertbühne. Was war der Kalte Krieg für eine gute alte Zeit dagegen! Bei aller Rivalität hatten die führenden Männer(!) ein tiefes Verantwortungsbewußtsein für den fragilen Friedenszustand und in Ost wie West gab es die stillschweigende, weil selbstverständliche Übereinkunft, daß es niemals zum Äußersten kommen darf.

    Heute benehmen sich die führenden Köpfe, als wäre das ein Videospiel.

    1. War abzusehen anhand der nachfolgenden Generationen x, y, z, „letzte Generation“. Man schaue, wie plemplem ihre Vertreter von kleinauf an sind. Und x,y ist nun „erwachsen“ genug und läuft weitgehend diese Menschheit!

    2. Das UN Verbot des Krieges führt dazu, dass Kriege nicht mehr als solche deklariert werden. Eine offizielle Kriegserklärung wäre wie ein öffentliches Schuldeingeständnis.
      Die Ächtung des Krieges durch die UN wirkt geradezu paradox. So sehr das auch wünschenswert erscheint, aber das Verbieten von Kriegen macht nur dann Sinn, wenn es eine oberste neutrale Institution gibt, die die Macht dazu hat, auch die stärksten Mitspieler im Zaun zu halten. Diese oberste neutrale Institution ist jedoch eine reine Illusion.

      1. Verkehrt, denn diese Instanz existierte schon immer: es sind die vernünftigen, fähigen, wissenden in jedem Volke, die sich nicht beirren, verwirren und so einfach einfangen lassen, also die Gegenspieler der Geisteskranken. Sie müßten einfach nur zuschlagen, bevor es kippt, aber sie schlagen in der Regel erst dann zu, wenn es längst gekippt ist. Sie sind folglich zu schwach, sie nutzen die Schwäche der Gegner in der Katastrophe, die diese herbeigeführt haben. Dann haben sie eine gute Chance, das Ruder des schon halb unter Wasser stehenden Bootes, in dem alle sitzen, die noch nicht in den Fluten verschwunden sind.

        Tja … zu wenig Energie auf der richtigen Seite! Und die Völker lassen es nach der Katastrophe immer wieder zu, daß gerade diejenige Sorte Mensch, die die Katastrophe herbeiführen, dem Volke die Energie aufs neue rauben! Und schon sind die Wenigen wieder an dem Punkt, wo sie schon mal waren.

        Was ist der Preis der Freiheit?

        1. @Maskete
          Du zerredest alle Zusammenhänge.

          Thorsten Huber sprach davon, dass „es im westlichen Neusprech keine Kriege mehr gibt“.
          Ich habe dieses Argument aufgriffen und erkläre mir dieses Neusprech so: Da Kriege offiziell geächtet wurden, es aber keine wirksame Struktur gibt sie zu verhindern, finden sie halt unter einem anderen Label statt.
          Das war in früheren Zeiten anders. Bis zum ersten Weltkrieg war Krieg ein legales Mittel, das im Falle eines Sieges seinen Betreibern zur Ehre gereichte.
          Ich will damit nicht den Krieg verherrlichen. Krieg ist immer Scheiße, aber es gab Zeiten in denen wenigsten noch klar darüber gesprochen werden konnte, dass Krieg Krieg ist und was das bedeutet.

          Die letzte offizielle Kriegserklärung eines Staates gab es 11. Dezember 1941.
          Seit die USA die UNO erfunden haben, ist die Welt nicht friedlicher geworden.

          Eine UNO ist vielleicht besser wie keine UNO, aber ähnlich wie in der Scheindemokratie der USA wird dort lediglich der Scheinfrieden verwaltet.

  19. Der Schach GM Kirjakin zeigt klare Kante. Bisher weigert er sich unter neutralem Status anzutreten. Er fordert sogar, der russische Schachverband möge sich überlegen eigene Veranstaltungen mit Russland freundlich gesinnten Ländern und deren Sportler abzuhalten. Vor einer solchen Einstellung ziehe ich meinen Hut. Ganz großartig.
    Es sollte nicht vergessen werden, dass ihm durch diese Haltung einiges an Preisgeldern und Antrittsgeldern verlustig geht. Aber er lässt sich nicht verbiegen, sondern steht voll hinter der Politik der russischen Regierung und sagt das auch offen jedem der es hören will.
    Vielleicht folgen diesem Beispiel andere russische/belarussische Sportler.

  20. “ wäre es sinnvoll, Atomwaffen in Kuba und Venezuela zu stationieren – damit Der Führer sieht, dass nicht alles einen Kontinent entfernt stattfinden wird.“

    Dazu gehört dann aber auch nicht wieder auf einen primitiven Kennedy-Bluff reinzufallen und das Ding bis zu Ende, also bis zur langfristigen Stationierung durchzuziehen!

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