Putin-Interview

Ein erster Eindruck von Tucker Carlsons Interview mit dem russischen Präsidenten

In der Nacht ist das mit Spannung erwartete Interview von Tucker Carlson mit dem russischen Präsidenten Putin veröffentlicht worden. Hier gibt es (m)einen ersten Eindruck davon.

Das Putin-Interview von Tucker Carlson wurde ohne Übertreibung weltweit mit Spannung erwartet. Ich werde dazu heute und in den nächsten Tagen drei Artikel schreiben, dies ist der erste. Dazu muss ich erst einmal erklären, warum mir das Interview so wichtig ist, dass ich es in gleich drei Artikeln thematisieren werde.

Warum drei Artikel?

In dem Interview hat Putin, wie von mir erwartet, wenig gesagt, was für mich oder Stammleser des Anti-Spiegel neu wäre. Aber das Interview war trotzdem wichtig, denn die westlichen Medien verschweigen die russischen Argumente und Standpunkte, weshalb denen, die kein Russisch können oder nicht Seiten wie den Anti-Spiegel lesen, unbekannt sind. Daher war es gut und richtig, dass jemand mit der entsprechenden medialen Reichweite diese Dinge zugänglich macht.

Hinzu kommt, dass die westlichen Medien sich nun bemühen, das Tucker Carlson und Vladimir Putin – und auch das Interview selbst – weiter zu diskreditieren, damit ihre Leser und Zuschauer gar nicht erst auf die Idee kommen, es sich anzuschauen. Dabei wäre es die Aufgabe von Journalisten, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen, aber die westlichen Medien tun das exakte Gegenteil davon und behaupten einfach, Putin würde ohnehin lügen und wozu sich die Lügen anschauen?

Daher werde ich zunächst einen Faktencheck zu Putins wichtigsten Aussagen machen. Da das Interview über zwei Stunden gedauert hat und dabei viele Themen behandelt wurden, wird das also ein langer Artikel, den zu schreiben auch einiges an Zeit kosten wird.

Danach werde ich in einem weiteren Artikel über die Reaktion der westlichen Medien berichten, wobei ich mich wahrscheinlich an einen Artikel von Christina Hebel, der Lügenbaronin des Spiegel, halten werde. Die durfte bereits ein Machwerk mit der Überschrift „US-Scharfmacher im Kreml – Schlecht vorbereiteter Tucker Carlson macht Putin ein Propagandageschenk“ veröffentlichen, in dem sie genau so vorgegangen ist, wie ich es von den westlichen Medien gewöhnt bin und daher erwartet habe: Über den Inhalt des zweistündigen Interviews erfährt der Spiegel-Leser praktisch nichts, stattdessen erzählt Frau Hebel den Lesern, was sie über das Interview denken sollen, was beispielsweise so klingt:

„Carlson hatte den kruden Interpretationen und Verdrehungen des Kremlchefs nichts entgegenzusetzen. Allein zu Beginn ließ er Putin 23 Minuten mehr oder weniger ungestört sprechen (…) Das ist alles nicht neu, Putin hat diese irrigen Thesen und Lügen in Reden und Beiträgen schon mehrmals verbreitet. Carlson ließ diese Aussagen des Kremlchefs dennoch so stehen.“

Dass es die Aufgabe eines Journalisten ist, seinen Gesprächspartner reden zu lassen, damit die Zuschauer dessen Standpunkt kennenlernen, scheint Frau Hebel gar nicht zu wissen. Sie ist keine Journalistin, sondern eine Propagandistin, die der Meinung ist, sie müsse ihren Lesern erzählen, was sie zu denken haben.

Tucker Carlson hingegen hat tatsächlich journalistische Arbeit geleistet und Putin reden lassen, damit die Zuschauer dessen Sicht der Dinge verstehen und sich ein eigenes Bild machen können, denn die Meinung von Selensky, der US-Regierung und der NATO sind den westlichen Zuschauern schon hinreichend bekannt. Carlson hat ihnen nun die andere Hälfte des Bildes geliefert, indem er Putin reden ließ.

Genau das versuchen die westlichen Medien nach Kräften zu verhindern, sie wollen nicht, dass das (westliche) Publikum auch die Argumente „des Feindes“ erfährt. Der Artikel von Frau Hebel im Spiegel bestätigt das ein weiteres Mal.

Mein erster Eindruck

In diesem Artikel will ich, bevor ich die beiden anderen Artikel schreibe, kurz meinen ersten Eindruck von dem Interview zusammenfassen.

Ich habe nämlich einige Kritikpunkte an dem Interview. Mein heimlicher Traum ist es, selbst irgendwann mal Putin zu interviewen. Man wird ja mal träumen dürfen. Daher habe ich oft darüber nachgedacht, was ich ihn fragen würde und ich muss leider sagen, dass Tucker Carlson meiner Meinung nach viele Chancen vertan hat, zumal ihm – soweit bekannt – keine Zeitbegrenzung für das Interview gegeben wurde.

Ich fand es gut, dass Carlson Putin weitgehend hat ausreden lassen, denn das Ziel eines Interviews ist es ja, die Meinungen, Ansichten und Argumente des Gesprächspartners zu erfahren. Allerdings würde ich, wenn ich die Chance hätte, Putin zu interviewen, einen Block mit Fragen vorbereiten, wie sie die westlichen Mainstream-Journalisten Putin stellen würden. Ich würde Putin wesentlich mehr mit den Behauptungen und Anschuldigen der westlichen Propaganda konfrontieren, damit die Zuschauer auch dazu beide Seiten hören können.

Das fehlte bei Tucker Carlson. Es gab beispielsweise keine Fragen zu dem angeblichen Massaker in Butscha. Carlson fragte auch nicht im Detail nach, wie Putin sich eine Friedenslösung in der Ukraine vorstellt, denn das Thema wurde nur recht kurz gestreift und ich hätte da nachgebohrt und versucht, mehr Details zu erfahren.

Ich werde als „russischer Propagandist“ bezeichnet und musste mich daher in Gesprächen und Interviews schon oft der Frage stellen, warum Russland in der Ukraine interveniert hat. Dazu wäre in dem Interview noch weit mehr zu sagen gewesen, denn Putin ist am Anfang zwar sehr lange auf die Vorgeschichte eingegangen – die ersten über 20 Minuten waren so etwas wie eine Lektion in russischer Geschichte seit dem Mittelalter -, aber mir fehlten die zum Verständnis sehr wichtigen Details der unmittelbaren Vorgeschichte der Eskalation. Ich habe die oft zusammengestellt und werde das zum Verständnis am Ende dieses Artikels noch einmal wiederholen.

Ich hätte detaillierter nach dem Bruch des Minsker Abkommens durch Deutschland und Frankreich gefragt und ich hätte auch detailliert nach den gegenseitigen Sicherheitsgarantien gefragt, die Russland der NATO und den USA im Dezember 2021 als letzte Chance zur Vermeidung einer Eskalation in der Ukraine angeboten hat. Diese Dinge fehlten in dem Interview, sie sind aber wichtig, um zu verstehen, warum Russland ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt keine andere Wahl mehr gesehen hat, als seine Sicherheitsinteressen mit Gewalt zu verteidigen.

Man muss der russischen Sicht nicht zustimmen, aber es ist zum Verständnis wichtig, diese Dinge zu wissen.

Daher war das Interview zwar sehr interessant, aber in meinen Augen fehlten einige wichtige Dinge, von denen die Menschen im Westen nichts wissen, weil die westlichen Medien darüber nicht berichten.

Die Chronologie der Eskalation

Wenn Sie sich diese Chronologie lieber als Video anschauen möchten, finden Sie diese Informationen auch in dieser Sendung von Anti-Spiegel-TV.

Anfang Dezember 2019 fand der letzte Normandie-Gipfel in Paris statt. Selensky kam danach zurück nach Kiew und verkündete seinen Leuten hinter verschlossenen Türen, dass er das Abkommen von Minsk nicht umsetzen wird. Allen Beteiligten in der Ukraine war damit klar, dass ein Krieg mit Russland unvermeidbar geworden war und Kiew begann mit konkreten Kriegsvorbereitungen. Das hat der Chef des ukrainischen Sicherheitsrates, Alexej Danilow, im August 2022 in einem Interview offen erzählt und auch Selensky hat das nun in dem Spiegel-Interview bestätigt.

Im Januar 2021 wurde Joe Biden US-Präsident. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trump, der keine Eskalation in der Ukraine wollte, gab Biden Selensky grünes Licht. Daraufhin begann Selensky im Februar 2021 gegen die Opposition vorzugehen, woraufhin der Chef der größten Oppositionspartei unter Hausarrest gestellt und alle oppositionellen Medien wurden verboten wurden.

Im März 2021 setzte Selensky die neue Militärdoktrin der Ukraine in Kraft, in der ein Krieg mit Russland mit dem Ziel festgeschrieben wurde, die Krim gewaltsam zurückzuerobern und den Konflikt im Donbass gewaltsam zu entscheiden.

Mitte April 2021 verkündete die Biden Regierung den Abzug aus Afghanistan bis zum 11. September.

Im April und Mai 2021 stand die Ukraine kurz vor einem Krieg mit Russland, wurde aber von den USA noch einmal zurückgepfiffen. War der Grund, dass die US-Truppen noch in Afghanistan und damit verwundbar waren, oder dass die USA die Ukraine nicht so umfänglich unterstützen konnten, solange sie noch in Afghanistan gebunden waren?

Mitte Juni 2021 fand ein Gipfeltreffen der Präsidenten Putin und Biden statt, bei dem es aber keine Annäherung gab.

Im August 2021 fand die überstürzte Flucht der NATO- und US-Truppen aus Afghanistan statt.

Während Kiew die Situation im Donbass ab Ende 2021 wieder eskaliert hat und die NATO ihre Truppenpräsenz in der Ukraine unter dem Vorwand von Manövern und Ausbildungsmissionen erhöht hat, haben Deutschland und Frankreich das Minsker Abkommen im November 2021 offiziell beerdigt, worüber es in westlichen Medien allerdings keine Berichte gab.

Die Russland-Sanktionen wurden, wie Politico im Oktober 2022 berichtet hat, bereits mindestens ab November 2021 in Gesprächen zwischen Washington und Brüssel vorbereitet. Das war drei Monate vor dem Beginn der russischen Intervention in der Ukraine und just zu dem Zeitpunkt, als Berlin und Paris das Minsker Abkommen beerdigt haben. Dass die Abkehr vom Minsker Abkommen zum Krieg in der Ukraine führen würde, war den Entscheidungsträgern in Washington und Brüssel (und wahrscheinlich auch in Berlin und Paris) offenbar klar, weshalb sie parallel die entsprechenden Sanktionen vorbereitet haben. Afghanistan war Vergangenheit und damit hatten die USA die Hände frei für einen neuen Konflikt.

Im Dezember 2021 forderte Russland von den USA und der NATO ultimativ gegenseitige Sicherheitsgarantien und den Abzug der NATO-Truppen aus der Ukraine und erklärte, dass es im Falle einer Ablehnung gegenseitiger Sicherheitsgarantien gezwungen sei, „militärtechnisch“ zu reagieren. Damit war klar, dass Russland auf weitere Bestrebungen, die Ukraine in die NATO zu ziehen, militärisch reagieren würde. Das war der Moment, in dem allen verantwortlichen Politikern bewusst war, dass eine Ablehnung von Verhandlungen mit Russland zu einem Krieg in der Ukraine führen würde. Der Krieg und all das Elend hätte verhindert werden können, wenn die USA bereit gewesen wären, einen neutralen Status der Ukraine dauerhaft zu akzeptieren und zu garantieren.

Am 8. Januar 2022 wurde Scott Miller zum US-Botschafter in der Schweiz berufen. In einem Interview vom November 2022 erzählte er ganz offen, dass die USA „Geheimdienstinformationen über die Invasion“ gehabt hätten und er diese sofort, also Anfang Januar 2022, der Schweizer Regierung gezeigt hätte. Da die Gespräche zwischen Russland und den USA über die Frage, ob es zu Verhandlungen über die von Russland geforderten gegenseitigen Sicherheitsgarantien kommen würde, zu diesem Zeitpunkt noch liefen, belegt die Aussage von Miller, dass die USA bereits beschlossen hatten, nicht in Verhandlungen einzutreten und sich der Folgen, nämlich der russischen Intervention in der Ukraine, in vollem Umfang bewusst waren. Miller bestätigte damit außerdem indirekt den Bericht von Politico darüber, dass die Sanktionen schon Monate vorher ausgearbeitet wurden, was Bundeskanzler Scholz und andere westliche Politiker später auch bestätigt haben, als sie sagten, dass die Russland-Sanktionen „von langer Hand vorbereitet“ waren.

Ende Januar 2022 wurde in den USA das Lend-Lease-Gesetz für die Ukraine eingebracht, über das bei seiner Einreichung in den Kongress geschrieben wurde:

„Mit diesem Gesetzentwurf wird vorübergehend auf bestimmte Anforderungen im Zusammenhang mit der Befugnis des Präsidenten, Verteidigungsgüter zu verleihen oder zu leasen, verzichtet, wenn die Verteidigungsgüter für die ukrainische Regierung bestimmt sind und zum Schutz der Zivilbevölkerung in der Ukraine vor der russischen Militärinvasion erforderlich sind“

Das bestätigt ein weiteres Mal, dass die USA sich bereits auf den Krieg vorbereitet haben, während sie offiziell noch immer mit Russland über mögliche Verhandlungen über gegenseitige Sicherheitsgarantien gesprochen haben, denn das Gesetz zur Unterstützung der Ukraine gegen die „russische Militärinvasion“ wurde einen Monat vor der russischen Intervention in den Kongress eingebracht.

Fast gleichzeitig mit der Einreichung des Gesetzes haben die USA und die NATO Ende Januar 2022 die von Russland vorgeschlagenen Verhandlungen über gegenseitige Sicherheitsgarantien abgelehnt.

Am 19. Februar 2022 hat Selensky auf der Münchner Sicherheitskonferenz unter dem Applaus der hochrangigen westlichen Zuhörer die atomare Bewaffnung der Ukraine angedroht. Damit war das russische Eingreifen nicht mehr zu verhindern, denn dass sich die Ukraine, die in ihrer Militärdoktrin offen einen Krieg gegen Russland vorbereitet hat, sich dazu auch noch mit Rückendeckung des Westens nuklear bewaffnen könnte, war für Russland eine inakzeptable Bedrohung der eigenen Sicherheit.

Am 21. Februar 2022 hat Putin die Donbass-Republiken anerkannt und Beistandsabkommen mit ihnen geschlossen. In seiner Rede dazu hat Putin Kiew deutlich vor den Folgen einer weiteren Eskalation gewarnt. Kiew hat den Beschuss auf zivile Ziele im Donbass danach aber noch einmal demonstrativ erhöht.

Am 24. Februar 2022 hat Putin in einer weiteren Rede den Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine verkündet.

Am 29. März 2022 gab es Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau über einen Waffenstillstand. Kiew selbst machte dabei den Vorschlag, die Krim als russisch anzuerkennen und eine Verhandlungslösung für den Donbass zu finden. Darüber hinaus hat Kiew zugesagt, keine ausländischen Truppen mehr in seinem Land zu stationieren und nicht NATO-Mitglied zu werden. Ein EU-Beitritt der Ukraine war hingegen möglich. Außerdem erklärte Russland als Zeichen des guten Willens, seine Truppen aus der Region Kiew abzuziehen, was westliche Medien sofort als militärische Niederlage Russlands umdeklarierten, obwohl der russische Rückzug ohne Kampfhandlungen stattgefunden hat.

Am 3. April 2022 erschienen die Meldungen von angeblichen Massakern der russischen Armee in Butscha, die sich jedoch schnell als False-Flag-Operation herausstellten. Dennoch wurde Butscha als russisches „Verbrechen“ bezeichnet und in den Medien breit behandelt, während die mögliche Verhandlungslösung, die nur Tage zuvor erreicht worden war, kein Thema in den Medien war.

Großbritannien ist ebenfalls nicht auf die erreichte Verhandlungslösung eingegangen, sondern hat der Ukraine stattdessen am 8. April 2022 Militärhilfe in Höhe von 100 Millionen Pfund für die Fortsetzung des Kampfes gegen Russland versprochen, was zum damaligen Zeitpunkt noch eines der größten bisherigen Hilfspakete gewesen ist.

Einen Tag später, am 9. April 2022reiste der britische Premierminister Johnson nach Kiew und sprach mit Selensky, der das ukrainische Angebot im Anschluss an diese Gespräche zurückzog und stattdessen verkündete, die Entscheidung müsse auf dem Schlachtfeld erfolgen.

Am 30. September 2022 hat der ukrainische Präsident Selensky Verhandlungen mit einem von Putin geführten Russland per Dekret und Strafe gestellt.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

140 Antworten

  1. Der erste Eindruck von dem russischen Blogger Boris Rozhin
    https://colonelcassad.livejournal.com/

    In der Regel basierend auf den Ergebnissen des Interviews.

    1. Für die Russische Föderation war es eine gute Gelegenheit, ihre Position durch die Mauer des westlichen Mainstreams zu vermitteln. Zig Millionen Menschen im Westen dürften das Interview lesen. Das Interesse daran ist im Westen offensichtlich riesig, was heute in den amerikanischen sozialen Netzwerken deutlich sichtbar ist.

    2. Für Carlson war dies ein Mega-Hype-Interview, das die Kapitalisierung seiner persönlichen Medienmarke erhöhen wird. Ihn wie Alex Jones zum Schweigen zu bringen, wird nicht einfach sein.

    3. Für die neoliberale Mainstream-Propaganda ist dies sicherlich ein Schlag, so dass wir in den nächsten 24 Stunden intensive Maßnahmen zur „Schadensbegrenzung“ beobachten werden.

    4. Das Interview richtete sich an ein westliches Publikum, für die Einwohner Russlands gab es wenig Neues. Ich möchte mich nur auf die direkte Aussage konzentrieren, dass der Zusammenbruch der UdSSR von der russischen Führung initiiert wurde. In dieser Hinsicht erscheint das Jelzin-Zentrum noch hässlicher, als eines der Symbole der Zerstörung des eigenen Landes um der Freundschaft mit dem Westen willen.

    Im Gegensatz zu diesem Interview kam Biden fast unmittelbar nach dem Ende von Putins Interview zu einer Pressekonferenz und versuchte den Reportern zu beweisen, dass er adäquat sei und kein alter Mann mit Gedächtnisproblemen, wie ihn die US-Staatsanwaltschaft nennt. Danach nannte er al-Sisi den Präsidenten Mexikos.

    Aus den Kommentaren auf Twitter.

    Putin hat gerade mehr als 28 Minuten damit verbracht, 1.000 Jahre osteuropäische Geschichte durchzugehen, ohne einen einzigen Zettel in der Hand, Biden hat keine Ahnung, was er zu Mittag gegessen hat. Es ist erschreckend

    1. Wäre interessant, wenn Scholz, Baerbock, Habeck, SStrack- Flakmann, KieSSewetter, v.d. Lügen oder die Lang in 30 Minuten mal die deutsche Geschichte erzählen würden, da würde man wohl aus den Lachen oder aus den Weinen ned mehr rauskommen.
      Die würden es nicht mal in drei Stunden schaffen.

        1. Lumi,
          Das ist ein guter Kritikpunkt

          Sie deutsche Geschichte mit 3 Wörtern fazu braucht man 3 Sekunden fertig ist die deutsche Geschichte 🤦😂😂

          Die Frage stellt sich ob die das in den 3 Sekunden hinbekommen 😂😂

          1. Das ist ein guter Kritikpunkt

            Die deutsche Geschichte mit 3 Wörtern dazu braucht man nur 3 Sekunden fertig ist die deutsche Geschichte 🤦😂😂

            Die Frage stellt sich ob die das in den 3 Sekunden hinbekommen 😂😂

          2. Heute müssen wir vieles vereinfachen, um uns dem sinkenden intellektuellen Niveau anzupassen. Die neue Weltgeschichte sieht daher wie folgt aus (nicht von mir): „Dinosaurier – Pyramiden – Hitler.“ Das enstpricht etwa dem Programm der Dokusender. Seien wir stolz auf den besonderen Platz, den unser Volk darin einnimmt.

            1. Es entspricht dem Trend der Zeit, weit in die Geschichte zurückzugreifen, um die heutigen Ereignisse zu erklären, wie auch, die Geschichtsfälschungen aus dem Imperium der Lügen durch die reale Geschichte zu ersetzen. Die Russen lassen sich die deutschen Fälschungen über die Nazizeit nicht mehr bieten.

              Und überall beginnen sich die großen alten Zivilisationen zu regen, die grotesken Legenden der Kolonialmächte zu entfernen und in Jahrhunderten und Jahrtausenden zu denken. Das Land Bharat. Das Land von Kurukanfouga.

              Rußland hat den Anspruch, ein Zivilisationsstaat, eine eigene Zivilisation wie die Chinesische, die Persische, die Islamische, die Afrikanischen zu sein. Wenn Putin da mithalten will, muß er dem Strom folgen und ein wenig Geschichte liefern

              „The so-called (now in scare quotes) ‚civilized West‘ “ (Putin zu Carlson) ist geschichtslos. Was hier für die Vergangenheit gehalten wird, ist teils vollständig erfunden und teils in allen Einzelheiten verfälscht.

            2. „Seien wir stolz auf den besonderen Platz, den unser Volk darin einnimmt.“

              Nein Danke. Im übrigen ginge dieser Platz an Österreich.
              (Ersatzweise an die Halten, Polen oder Ukraine für die freundliche Bereitstellung des Sonderpersonals.)

    2. „…4. Das Interview richtete sich an ein westliches Publikum…“

      Genau das ist auch der Grund, warum TC m.M.n. die vertiefenden Nachfragen, die Thomas Röper vermisst, nicht stellt! TC hat, verglichen mit den MSM, eine gigantische Reichweite und in seinen Interviews schon viele im Mainstream verschwiegene oder verfälschte Themen dem Publikum medial eröffnet. Das Interesse des Publikums ist also grundsätzlich geweckt, aber gerade Amerikaner frönen dem TLTR (Too long to read) und ein 2 Stunden langes Interview anzuhören, ist ebenfalls harter Tobak. Die Redpills müssen ganz laaangsam und dauerhaft verordnet werden. Dazu müssen sie leicht zu schlucken sein. Der darüber hinaus Interessierte liest halt die Packungsbeilage und fragt dann Dr. med. (medial) Röper. ;-))

    3. Die Gedanken einer großen russischen Dame treffen den wirklichen Kern der Sache. TC hatte nicht den Hauch einer Chance das Interview zu steuern. Egal welche Fragen er stellte. Putin zog sein Ding gnadenlos durch um seine- UND NUR SEINE – Botschaft dem Amerika 2024 über TC zu übertragen.
      Und erst ganz am Schluss ist TC „ein Licht“ aufgegangen, dass er selbst nur ein Statist war.

      Tja… den Präsidenten steuern zu wollen als Journalist … ist vergebliche Lebensmühe. Butscha und all das Trennende hätte völlig kontraproduktiv das Konzept der Antworten gestört.

      Putins „Antworten-Interview“ galt nur einem: Einem Amerika, welches verstehen soll, dass es gesichtswahrend sich aus dem Dilemma verabschieden kann und dann tatsächlich wieder groß und wirtschaftlich mächtig ist, wenn es sich den Ideen der BRICS anschließt.
      Und vor allem, dass man sich von den DUMMKÖPFEN in Europa fernhält, sie erst mal wursteln lässt, bis auch der letzte versteht…

      Er sprach zu der wahrscheinlichen Mehrheit der Amerikaner, welche einem Mann folgen.

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      Putins Interview ist ein Vortrag für die „goldene Milliarde“ über die wahre Weltordnung

      Elena PANINA – 09. februar 2024

      Источник: https://russtrat.ru/aktualno/9-fevral-2024-1431-12378

      MOSKAU, 9. Februar 2024, RUSSTRAT-Institut.

      Bevor wir uns mit der Analyse einiger Äußerungen befassen, die der Präsident der Russischen Föderation in einem Interview mit Tucker Carlson gemacht hat, wollen wir die Hauptsache betonen. Allein die Tatsache dieses Gesprächs innerhalb der Mauern des Kremls ist eine starke Botschaft aus Moskau: Dem Westen ist es nicht gelungen, Russland zu „canceln“, genauso wenig wie er in der Lage sein wird, die Gesetze der Geschichte abzuschaffen.

      Ohne Übertreibung ist das Interview bereits zur Medienbombe Nr. 1 für die ganze Welt geworden, nicht nur im Westen. Wenn der populärste Journalist der Vereinigten Staaten ein zweistündiges Interview mit dem Präsidenten der Russischen Föderation führt, bedeutet das nur eines: Die Informationsblockade des Westens ist gescheitert. Und seine Versuche, diese Blockade aufrecht zu erhalten, unter anderem durch Angriffe auf Carlson und „Analysen“ auf CNN, haben bereits zum „Streisand-Effekt“ geführt:

      Über das Interview wird immer lauter gesprochen. Für die russischen Ohren sagte Putin wenig Neues – seine Worte klangen oft wie Binsenweisheiten. Aber zum ersten Mal seit zwei Jahren hatte die westliche Welt die Gelegenheit, diese Wahrheit nicht durch den Propaganda-Steinbrecher der globalen Medien zu berühren. Das ist ein großer Durchbruch für uns – und ein krachender Misserfolg für die westlichen Eliten.

      In den zwei Jahren des offenen bewaffneten Konflikts mit Russland haben sie es nur geschafft, sich vollständig in den Scheuklappen ihrer eigenen Vorurteile gegenüber objektiven historischen Prozessen zu verschließen, die so unvermeidlich sind wie der Sonnenaufgang. Die Essenz von allem, worüber Putin seit zwei Stunden spricht, läuft auf Folgendes hinaus: Die Geschichte kann nicht gestoppt werden, ihre Gesetze sind unerbittlich. Die Hegemonie des Westens wird auf die gleiche Weise enden wie die Herrschaft des Römischen Reiches, nur viel schneller.

      Das derzeitige „Imperium“ der Pax Americana wird bereits durch eine multipolare Welt ersetzt. Die Einheit der russischen Welt, die aufgrund der Intrigen historischer Überreste vorübergehend gespalten war, wird wiederhergestellt werden, und auch das ist unvermeidlich. So funktioniert die Welt. Der Westen wird auf die eine oder andere Weise die Lektion der wahren Weltordnung lernen müssen. Und wenn er nicht auf Putin hört, wird er es mit der Geschichte selbst zu tun haben.

      Warum brauchten Sie einen Ausflug in die Geschichte Russlands? Wie Tucker Carlson selbst zugab, war er als Amerikaner beeindruckt von der Tatsache, dass Putin statt der allerersten Frage des Interviews – etwa am 24. Februar 2022 – einen großen Ausflug in die tausendjährige Geschichte Russlands gab. Beginnend mit dem Jahr 862 und der Taufe der Rus und weiter, über die Zeit der Zersplitterung, bis hin zu den litauischen Gewerkschaften, der Wiedervereinigung mit dem linken Ufer des Dnjepr, den Kriegen von Katharina II., dem Ersten Weltkrieg, dem Großen Vaterländischen Krieg und dem Zusammenbruch der UdSSR. Am Ende des Interviews verstand Carlson, warum dieser historische Vortrag notwendig war.

      Die tausendjährige Geschichte Russlands ist an sich schon die Antwort und Grundlage nicht nur der gegenwärtigen Politik Moskaus, sondern auch seiner langfristigen Strategie. Für einen Bürger der Vereinigten Staaten, dessen Staatlichkeit jünger ist als das Alter des Bolschoi-Theaters, mag dies unverständlich sein. Für einen Einwohner Russlands ist die Geschichte seines Landes, die die Genese aller aktuellen Konflikte enthält und die untrennbare Verbindung zwischen dem russischen und dem ukrainischen Teil eines einzigen Volkes beweist, immer noch äußerst relevant.

      Nehmen wir zum Beispiel Putins Politik der Polonisierung der Bevölkerung Kleinrusslands im 16. und 17. Jahrhundert, gefolgt von einem Appell an Moskau, das linke Ufer mit Russland zu vereinen. Immerhin sieht es nach einer direkten Analogie zu vielen Ereignissen in der Ukraine nach 2014 und sogar 2004 aus! Oder nehmen wir die Verwüstung des zersplitterten Russlands durch die Mongolen, die der Präsident ebenfalls erwähnte. Im weiteren Verlauf des Interviews versäumte Putin nicht, nicht nur an die Vorschläge der US-Expertengemeinde zu erinnern, „mehrere quasi-staatliche Formationen auf diesem Territorium [Russland] zu schaffen und sie in geteilter Form zu unterwerfen“, sondern auch an das wenig beneidenswerte Schicksal der ehemaligen Invasoren – das Reich von Dschingis Khan…

      Ebenso wichtig ist Putins Erklärung, dass die Bewohner Russlands im Gegensatz zu den Siedlern in der Neuen Welt keine andere Heimat mehr haben, weder groß noch klein. Und das ist natürlich auch Geschichte. … Wenn man darüber nachdenkt, hat die russische Geschichte selbst innerhalb der Mauern des Kremls zwei Stunden hintereinander mit einem amerikanischen Journalisten gesprochen und durch ihn mit dem Teil der westlichen Welt, der noch Ohren hat.

      Du musst es nicht wissen und du magst es nicht. Aber es ist unmöglich, mit ihr zu streiten. „Mit wem soll ich reden?“, lautete die Hauptfrage des Interviews, das Putin stellte Eine weitere eindringliche Botschaft, die in dem Interview mit dem Präsidenten der Russischen Föderation, Tucker Carlson, erklang, betraf die Anerkennung der gegenwärtigen Unfähigkeit des Westens, gütlich zu verhandeln. Darüber hinaus ist diese Unfähigkeit zu verhandeln komplex.

      Die europäischen Eliten sind nicht nur hinterlistig, sondern aufgrund ihres Status als amerikanische Satelliten einfach nicht in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. „Sehen Sie, sie wurden ‚bedrängt‘, sie stimmten zu. Und dann sagen sie: Die Ukraine wird nicht in der NATO sein. Ich sage, ich weiß es nicht; Ich weiß, dass Sie 2008 zugestimmt haben, aber warum werden Sie in Zukunft nicht zustimmen? „Na ja, dann haben sie uns bedrängt.“ Ich sagte: Warum üben sie nicht morgen Druck auf dich aus und du wirst wieder zustimmen. Das ist Unsinn. Ich weiß einfach nicht, mit wem ich reden soll. Wir sind gesprächsbereit. Aber mit wem? Wo sind die Garantien? Keine“, beschrieb Putin den „Reichtum“ der Eliten der Alten Welt. Aber der Hegemon, der von den Vereinigten Staaten repräsentiert wird, ist nicht viel besser. Die US-Eliten, obwohl sie ihre Entscheidungen auf eine sehr ausgeklügelte Art und Weise treffen, sind genauso hinterlistig und nicht sehr klug. Und wenn Washingtons Lügen in Themen zum Ausdruck kamen, die für Russland schmerzhaft waren: die Erweiterung der NATO, Staatsstreiche in der Ukraine, Minsk-2 usw., dann lag die Dummheit in den strategischen Fehleinschätzungen der Vereinigten Staaten selbst: vom Einsatz des Dollars als Waffe bis hin zu den Versuchen, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen. Versuche, die auf dem völligen Unverständnis Washingtons beruhen: „Russland wird bis zum Ende für seine Interessen kämpfen.“

      Vielleicht sind die einzigen Menschen im Westen, mit denen ein Dialog jetzt möglich ist, die Geheimdienste. Jenseits der Einmischung ihrer politischen Eliten sind sie in der Lage, Probleme „ruhig, ruhig und professionell“ zu lösen.

      Tatsächlich appelliert Putin direkt an amerikanische Konservative wie Carlson: Alle Probleme der Vereinigten Staaten sind auf eine schlechte politische Führung zurückzuführen. Was wird der durchschnittliche Amerikaner, ein Trump-Wähler, davon hören? Die Tatsache, dass unser Präsident, ein Mann, der Geschichte und Religion respektiert, der Führer des größten Landes der Welt, von dem viel abhängt, bereit ist, konstruktiv zu arbeiten, um es den Vereinigten Staaten zu ermöglichen, ihr Gesicht zu wahren.

      Aber das erfordert eine andere Regierung in Washington und die Korrektur von Fehlern ihrerseits. „Sie haben es getan, sollen sie es korrigieren.“ Jemand hat dieses Interview in den Vereinigten Staaten bereits als „Fensterschneiden“ bezeichnet, aber das stimmt nur teilweise. Vor uns liegt auch der Zuschnitt des Overton-Fensters.

      Viele in den USA werden Putins Idee akzeptieren: Es gibt keinen Grund zu streiten, es gibt einen anderen Weg, aber für den Moment ist es besser, sich mit seinen Problemen zu befassen – zum Beispiel mit der Staatsverschuldung. Und das ist schon ein gutes Argument für Trumps Wahlkampf.

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      1. Einen Tag später ….

        Das Interview …. Tja, da hat er wohl recht der Thomas Röper

        Wenn man es sich nochmals anhört dann gehe ich nunmehr davon aus, dass zumindest die Mehrzahl davon ausgeht, dass seitens Putin es so aufgebaut wurde, dass er speziell das kommende Amerika ab 2025 anspricht. Ob das dann auch so ankommt, wie der Präsident Putin sich das vorstellt, beginne ich zu bezweifeln.

        Vielleicht ist es ja mal interessant zu erfahren, wie denn über das Interview in den Staaten selbst gedacht wird, ausserhalb der dortigen Medienblase. Jedoch bei Profis, die täglich schreiben… und auch gehört werden.

        Und…. wer kennt nicht den American Thinker … ?

        American Thinker ist eine tägliche Internetpublikation, die sich der nachdenklichen Erforschung von Themen widmet, die für Amerikaner von Bedeutung sind. Die Mitwirkenden sind in Bereichen außerhalb des Journalismus versiert und dazu angeregt, aus Sorge um die komplexen und moralisch bedeutsamen Fragen auf der nationalen Agenda für die breite Öffentlichkeit zu schreiben.

        Nun hat sich die stellvertretende Chefredakteurin zum Interview so ihre Gedanken gemacht. ….
        https://www.americanthinker.com/blog/2024/02/in_moscow_tucker_carlson_commits_journalism.html

        Monica Showalter, stellvertretende Chefredakteurin und Social-Media-Managerin, ist Absolventin der University of San Diego und der Columbia Graduate School of Journalism. Sie ist eine erfahrene Auslandskorrespondentin und Finanzjournalistin, die bei Investors Business Daily gearbeitet hat, bevor sie zu American Thinker kam.

        Tja…und tatsächlich. Sogar solche wie Monica Showalter….

        und einige der Autoren die dort schreiben und mit denen ich selbst wiederum Kontakt habe, wissen relativ wenig über die Gesamtsituation von 2014 bis 2024.

        Und nun, nachdem mir einige Mails vorliegen von wirklich in den Staaten geachteten Persönlichkeiten (die mehr oder weniger oft auch die eigenen Gedanken publizieren) muss ich Thomas Röper recht geben in dem was sagt in bezogen auf den Aufbau des Interviews.

        Da liegen Wissenslücken vor, so groß wie Scheunentore…!

        Da sollte der TC noch mal ran und ein zweites Erklärinterview machen….

  2. Thomas Röper du bist ein Guter. Ein sehr Guter sogar.
    Du kannst wahrscheinlich noch sehr viel mehr Details auflisten die uns exakt aufzeigen wie die Dinge eskalierten und es zu diesem Krieg kam. Auch beweisen diese Details alle sehr eindrucksvoll welche Seite diesen Krieg gezielt angestrebt hat.
    Aber du hast noch nicht ganz die Aufmerksamkeit, zumindest in der Größenordnung nicht wie sie TC bei seinem Publikum hat und 2 Stunden Interview ist auch so schon viel länger als das Tucker Carlson beim normal US Publikum erwarten kann.

    Es ist gut wenn du hier ergänzend all diese Details dokumentierst.
    Was das Interview angeht so hoffe ich, das sich das Interview so viel Millionen anschauen, dass es ein allgemeines Gesprächsthema zwischen den Menschen selbst wird und die Medien mit ihrer miesen Propaganda dann letztlich draußen vor bleiben.
    Und wenn in einem persönlichen Gespräch dann diese Details fehlen sollten werde ich gerne auf dich verweisen.

    1. Ist nicht ganz ernst gemeint, also bitte nicht schlagen:

      Putin verkauft sich immer, fast so gut wie Sex. Da hat auch T.R. leichtes Spiel. Seine Probleme liegen eher bei „Tätigkeit, Wohnort und Russischkenntnissen“ vs. „Die westlichen Medien“.

        1. Mir würde niemals in den Sinn kommen verkehrsregelnd einzugreifen.

          Aber ich finde, die Grundstimmung hat Putin („Druck, Druck, Druck“ Schon interessant, das Putin überhaupt solche Redewendungen verwendet, in Deutschland gelernt?) schon ganz gut zur Geltung gebracht, ohne jede Einzelheit klein zu kauen.

          Er ist halt Präsident, kein Fachjournalist.

  3. Tucker scheint alles RICHTIG gemacht zu haben!

    Die erste Reaktion des Kiever Regimes! Die „sogenannte Todesliste„

    Carlson Tucker Swanson McNear / Carlson Tucker Swanson McNear / Karlson Taker Swanson Maknir
    Ein Komplize russischer Besatzer und Terroristen.
    Antiukrainischer Propagandist.
    Kriegspropaganda. Öffentliche Unterstützung für die russische Aggression und die Ermordung ukrainischer Bürger.
    Ein Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine.
    Teilnahme an antiukrainischen Propagandaaktivitäten Russlands (Aggressorland) gegen die Ukraine.
    Beteiligung an humanitären Aggressionen gegen die Ukraine.

    Geburtsdatum: 16.05.1969

    Ehemaliger Mitarbeiter von Fox News. Der Vertrag mit Fox News wurde vom Sender gekündigt.
    Am 24. April 2023 verließ Carlson Fox News, nur wenige Tage nachdem Fox News zugestimmt hatte, in einem Verleumdungsverfahren im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl 2020 mehr als 767 Millionen US-Dollar an Dominion Voting Systems zu zahlen. Die Fälschungen wurden auch in Carlsons Show verbreitet.

    Im Juni 2023 debütierte er auf Twitter mit einem 10-minütigen Video mit einem von zu Hause aufgenommenen und über einen Teleprompter vorgelesenen Monolog, in dem er die Ukraine für die Zerstörung des Wasserkraftwerks Kachowka verantwortlich machte, den ukrainischen Präsidenten beleidigte und verwies zu Verschwörungstheorien über den 11. September und Jeffrey Epstein

    2022 Carlson: „Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Diese Woche jährt sich der Beginn der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine zum siebten Mal, die immer noch andauert und über die nicht mehr viel gesprochen wird.

    An dem Tag, an dem es begann, also am 24. Februar, waren zwei Dinge völlig klar. Erstens gibt es für die ukrainische Armee keine Möglichkeit, einen entscheidenden militärischen Sieg über Russland zu erringen, und der Grund dafür ist einfach: Russland ist zu groß. Und die Ukraine ist zu klein. Die russische Armee ist der ukrainischen Armee um ein Vielfaches überlegen. Außerdem verfügt Russland natürlich über Atomwaffen.“ ( https://inosmi.ru/20220925/karlson-256328300.html )

    Im Februar 2024 kündigte er vor dem Hintergrund seiner Ankunft in Moskau die Aufzeichnung eines Interviews mit dem Präsidenten des faschistischen Russlands W. Putin an – das erste für ausländische Medien seit Beginn der Invasion in der Ukraine. Gleichzeitig log er erneut öffentlich und warf den westlichen Medien vor, sie seien nicht bereit, Putin zu interviewen. Seine Lügen wurden sowohl von einer Reihe ausländischer Medien und Journalisten als auch von Putins Pressesprecher Dmitri Peskow widerlegt.

    Das Peacemaker Center bittet die Strafverfolgungsbehörden, diese Veröffentlichung auf der Website als Aussage über die Begehung vorsätzlicher Handlungen dieses Bürgers gegen die nationale Sicherheit der Ukraine, den Frieden, die Sicherheit der Menschheit und das internationale Recht und die internationale Ordnung sowie andere Straftaten zu betrachten .

  4. „Dass es die Aufgabe eines Journalisten ist, seinen Gesprächspartner reden zu lassen, damit die Zuschauer dessen Standpunkt kennenlernen, scheint Frau Hebel gar nicht zu wissen. Sie ist keine Journalistin, …“

    Mein Gott, das ist der Spiegel! Der ist von Anfang an so, was erwartet man denn? 1947 war die Propaganda vielleicht noch nicht ganz so plump, aber schon damals war es ein Ausspielkanal der Organisation Gehlen (Fremde Heere Ost).

    Ich darf hier mal Wikipedia zitieren: „Im frühen BND und seinem Vorläufer, der Organisation Gehlen, arbeiteten zahlreiche NS-Täter, die teilweise gezielt rekrutiert wurden.[94] Unter anderem waren dies der ehemalige Gestapo-Chef in Lyon Klaus Barbie, …“

    1. Die einzige Logik die aus diesen Interview entsteht, dass Scholz,Biden,Macron usw. Selenskyj anrufen und sagen, Hey Volodymyr schlage den Russen, Verhandlungen und Frieden vor!
      Wenn ned, dann zeigt es nur, dass Scholz und Konsorten die wahren Kriegstreiber sind.

  5. Was mich am meisten gestört hat war Putins geschichtliche Erzählung zur Gründung der Ukraine. Lenin und Stalin hatten das Ziel ihr Volk vom gemeinsamen sozialistischen Staat und Union zu überzeugen. GENAU das haben sie geschafft was der letzte Volksentscheid in der Sowjetunion deutlich gezeigt hat. Gefragt wurde: Wollen Sie die Sowjetunion erhalten? Die Ukrainer stimmten mit 83% dafür, mehr als in Weißrussland!
    Und das TROTZ den Antikommunisten und Revisionisten die ab Stalin das Land regierten und TROTZ den ersten Jahren die die Sowjetbürger mit dem Antikommunisten und Sozialdemokraten und Volksverräter Gorbatschow mitmachen mußten! Besser kann es das ukrainische Volk doch nicht zeigen für wen und was sie sind!

    Abgetrennt wurde die Ukraine dank Gorbatschow und Jelzin die den Volksentscheid mißachteten. Also Putins Vorgänger und Förderer!

  6. Zitat:
    „Im Dezember 2021 […] Damit war klar, dass Russland auf weitere Bestrebungen, die Ukraine in die NATO zu ziehen, militärisch reagieren würde.“

    Gleichzeitig hat Putin höchstpersönlich immer wieder einen russischen Angriff auf die Ukraine als wilde Spekulation, Hysterie usw. bezeichnet. Wie kann man bei solchen widersprüchlichen Aussage Putins Worten viel Gewicht geben?

    Im Interview sagte er er wisse dass die USA hinter dem Nord Stream 2 Anschlag stecken und er hätte Beweise dafür vorliegen. Ja warum hält er dann die Beweise zurück? Falls wahr, könnte er mit einem Fingerschnippen für Unfrieden zwischen Deutschland und den USA sorgen, den finanziell größten Waffenlieferern der Ukraine. Das zu verhindern macht aus russischer Sicht keinen Sinn, außer das ist nur ein Bluff ohne echte Beweise.

    1. @kritischer Nachfrager
      Die Beweise würden doch sofort von den USA und der deutschen Regierung und den deutschen Medien als Fälschungen verdammt werden. Damit wäre nichst gewonnen. Niemand im Westen würde die Beweise prüfen.

        1. Beweise – U-Haft – Prozeß – Urteil. Das funktioniert bei der Polizei in einfachen Fällen. Hier aber kommt nach den Beweisen die Schaffung einer Situation mittels der Diplomatie, sowie der Sonderoperation, damit auch durchdringen zu können. Haben Sie ein wenig Geduld, auch wegen der Biowaffen. Das wird im Laufe der nächsten zehn Jahre sicher alles auf’s Tapet kommen.

    2. > Gleichzeitig hat Putin höchstpersönlich immer wieder einen russischen Angriff auf die Ukraine als wilde Spekulation, Hysterie usw. bezeichnet.
      Bitte nenne uns hier deine Quelle. Eine Vorfrage sei erlaubt: Ist es kremlin.ru oder spiegel.de ?

      Ich halte das ganz und gar nicht für einen Bluff seitens Putin. Vielleicht möchte er aus anderen Gründen unter Verschluss halten und vorsichtig sein – also nicht mit Steinen im Glashaus werfen. Man muss hier aber nicht die russische Denkweise außer Betracht lassen. Sie ist anders als im „Westen“.

      1. Lawrow hat den südlichen russischen Truppenaufzug im Winter 2021/22 als reine Manöver bezeichnet, und die Sacharowa witzelte Anfang Februar 2022 einmal, sie wüßte gern vom Westen das Angriffsdatum, da sie in Urlaub gehen wolle.

        1. Es war ja auch ein reines Manöver. Es waren gewisse Dinge zu ahnen, die kommen konnten. Aber niemand konnte wissen, daß der Westen den Donbass massiv wieder unter Beschuß nehmen würde, und das auch fortsetzen würde nach Erklärung des Beistandspaktes RF-DNR-LNR. Noch am 21.2.2022 wußte niemand in Rußland, daß die Sonderoperation unvermeidbar würde. Es war nur eine Möglichkeit, wenn auch eine – angesichts des Gegners – keinesfalls unwahrscheinliche.

    3. Ich fürchte Sie irren sich. Der Putin hat geantwortet, dass es „Sie“ (also die USA) gewesen sind. Nach der Frage, ob er dafür Beweise habe, antwortete er , dass es 1) den USA nützlich ist und 2) nur wenige Staaten in der Welt dazu fähig sind, also rein technisch.

      1. er wurde gefragt ,warum er das nicht an die große glocke hängt? antwort..die usa hätten die medienhoheit und kontrollieren fast alle westlichen zeitungen ,siehe spiegel oder irre ich mich da?

        1. Trotzdem hat er eine Bühne bekommen und er hätte die ganzen Beweise ausführlich präsentieren können ohne dass er der Spiegel oder so unterdrücken könnte. Also bei mir zieht diese Ausrede nicht.

    4. Putin hat im Interview immer wieder betont, dass aus Seiner Sicht „der Angriff“ auf die russische Bevölkerung in der Ostukraine bereits Jahre vorher stattgefunden hat.
      Gegen diesen Angriff „verteidigt“ man sich nun aktiv.

      Wenn man dieser Sichtweise konsequent folgt, dann sind seine damaligen Aussagen also vollkommen richtig und logisch. Es hat keinen „russischen Angriff“ gegeben, sondern es war der Beginn einer Verteidigung mit militärischen Mitteln. Und es ist auch kein klassischer Krieg wo zwei Völker gegeneinander kämpfen, denn hier kämpfen Russen gegen Russen.

      Meine Erfahrungen mit Russen bestätigen diese Haltung. Sie sind zumeist sehr geradlinig und meinen was sie sagen im wörtlichen Sinn. Das ist eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Deutschen – zumindest denen, die noch richtig ihre eigene Sprache beherrschen.

      Deutsche und Russen verbindet weit mehr als alles was sie trennt. Der verdammte zweite WK und die Folgezeit hat das nur leider intensiv verschüttet. Und das soll nach Ansicht einiger sehr reichen und einflussreichen Männern der westlichen Welt auch so bleiben.

  7. „Ich hätte detaillierter nach dem Bruch des Minsker Abkommens durch Deutschland und Frankreich gefragt und ich hätte auch detailliert nach den gegenseitigen Sicherheitsgarantien gefragt, die Russland der NATO und den USA im Dezember 2021 als letzte Chance zur Vermeidung einer Eskalation in der Ukraine angeboten hat. Diese Dinge fehlten in dem Interview, sie sind aber wichtig, um zu verstehen, warum Russland ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt keine andere Wahl mehr gesehen hat, als seine Sicherheitsinteressen mit Gewalt zu verteidigen.“

    Die Provokation war geplant

    1. Das MID der RF, Sacharowa, hat sich dazu kurz, aber detailliert und sehr deutlich geäußert. Das ging durch die internationalen Medien.

      „Zum Interview der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin A. Merkel mit der ‚Zeit‘ “
      Об интервью бывшего канцлера ФРГ А.Меркель газете «Цайт»
      Москва, 8 декабря 2022 года
      https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1842643/#3

      Und Lawrow hat diese Vorgeschichte immer wieder ausführlich dargelegt. Carlson konnte vielleicht vorfühlen, ob der Präsident bereit wäre, zu dem Thema etwas Neues, bisher Unbekanntes zu sagen (derzeit nicht zu erwarten). Ansonsten wäre es das Dreschen von leerem Stroh geworden, altbekannte Antworten auf altbekannte Fragen.

    2. Sie haben ja Recht aber das muss in weiteren Interviews kommen..
      Dieses war ohnehin schon fast zu lang.
      Die Fähigkeit zur kognitiven Verarbeitung ist bei den meisten Menschen ohnehin schon an seine Grenzen gekommen.

      Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn solche Interviews und auch solche mit anderen russischen Führungspersönlichkeiten vermehrt stattfänden, und im Westen übertragen würden.

      Die Wiederholung (Litanei / Mantra) macht den Unterschied wenn es um Meinungen geht !!!

      Warum sonst wiederholen bei uns alle Politiker immer wieder denselben Schwachsinn in identischen Phrasen?
      Das sind „Techniken der Manipulation“ und wer sich ein bisschen damit auskennt weiß, das hier eine Unwahrheit zur Anerkennung geführt werden soll.
      – Sozial ist was Arbeit schafft
      – Wachstum durch Verschuldung
      – Beschäftigung durch Wachstum
      – Menschengemachter Klimawandel
      – Unprovozierter, völkerrechtswidriger Angriff Russlands
      – bla-bla-bla

  8. Der Vergleich Putin – Biden liegt auf der Hand, entsteht völlig natürlich und selbstverständlich beim Leser des Interviews. Und das allein ist ein gewaltiger Sieg für Russland. Jedem Leser im Westen drängt sich der Gedanke auf, dass Biden nur von Anderen geschriebene Zettel ablesen kann, während Putin zwei Stunden frei spricht. 1:0 Putin!

    1. Definitiv ein 1:0 für Putin, auch wenn man nicht in allen Punkten mit Putin einer Meinung sein muss. TC hat hier das einzige richtige getan: Die andere Seite des Konfliktes anhören und viel ausreden lassen. Ja, vielleicht hier oder da das eine oder andere wichtige Detail gefehlt. Aber beiden kann man das schwer zum Vorwurf machen. Auch Putin möchte gegenüber – ich nehme das einfach mal – Tucker Carlson vorsichtig sein und nicht „mit der Tür ins Haus fallen“.

      Ja, Butscha fehlt hier komplett. TC kann man hier keinen Vorwurf machen, da auch er nur westliche Medien konsumiert (nehme ich erneut einfach an). Aber Putin hat es ja auch im Interview gesagt, dass wenn Russland mit Beweisen vorkäme, diese vom Westen wieder diskreditiert werden. Er hat es ja gesagt, dass Russland den Propagandakrieg gegen die USA/Westen verloren hat.

    2. Der Punktestand Putin:Biden ist vielleicht schon 1000:0 .
      Aber die Wahrheit ist auch, dass sich das US-System leisten kann einen völlig hirnlosen Bekloppten als Präsidenten zu nominieren.

      1. « einen völlig hirnlosen Bekloppten »

        Auch wenn das ein wenig übertrieben ist, so hätte dazu von Putin mehr kommen können, denn Tucker hat explizit danach gefragt. Beide wissen offenbar, daß der Präsident der USA keineswegs allmächtig ist, sondern eine Anzahl von Bundesbehörden existieren, die ihr eigenes Süppchen kochen können, darunter auch die CIA und die FED. Zudem gibt es natürlich die Judenlobby, auch wenn das viele nicht gerne hören. Der Präsident muß sich dann überlegen, inwieweit er sich mit diesen Institutionen und extrainstitutionellen Machtfaktoren anlegt. JFK ist die Sache fast mit offenem Visier angegangen und das ist ihm nicht gut bekommen.

  9. Für mich war die Stelle am spannendsten, als Putin durchblicken ließ, daß amerikanische Präsidenten Aussagen zum Beitritt Rußlands in die NATO erst bejahten und dann revidierten. Da hätte ich als Amerikaner aufgehorcht und Zusatzfragen gestellt, wer sowas denn entscheidet, wenn nicht der Präsident. Das zweite ist die Vorstellung, was gewesen wäre, wäre Rußland aufgenommen worden. Gegen wen? Und 3. wäre das größte Land der Erde in Konkurrenz zu Amerikas Führung in der NATO getreten und hätte Einfluß auf uns und den Rest der amerikanischen Kolonien in Westeuropa genommen. Ich sehe darin eine erneute Machtfrage.

  10. Mein erster Eindruck ist, dass Carlson 99,99% im Wissen der amerikanische Regierung die Fragen gestellt hat.
    Deswegen hat er keine Fragennotizen dabei gehabt und z. Bsp. wegen Bucha nicht gefragt hat

  11. Mir reicht schon solche „medien“ wie n-tv zu überfliegen, um gleich wieder eine akute Unlustattacke auf ebensolche Würgreizauslöser westlicher Colon-, spezieller Rektum-Journaille zu verspüren, was das Thema Putin und Carlson betrifft…

    Auf das Thema Interview kann ich erst dann näher eingehen, wenn ich es in Gänze verkonsumiert habe – doch der erste Eindruck ist schon interessant, spezielle Aussagen zu „D“ etc. mit eingeschlossen… 😝😎

  12. Ich hatte nicht erwartet, dass sich W. Putin überhaupt auf ein Interview mit Tucker Carlson einlässt, da TC ja genau genommen ein „Ehemaliger“ ist und per se heute ein Privatmann … sicher mit grosser Reichweite, aber ein Privatmann.
    Gut, ich habe mich geirrt … mea culpa.
    Was passiert nun ? – die entscheidenden Medien gehen ja nicht inhaltlich darauf ein … sondern quetschen alles durch den Trichter ihre Ideologie und bleiben bei Hass, Desinformation und Russlandhetze.
    Aussagen wie die, dass Russland keinerlei Interesse an einem Krieg mit Polen oder Baltikum hat, werden als Lügen und Nebelkerzen gewertet … und alles bleibt beim Alten.
    Auch ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht, gerade was den Friedensprozess und die Zeit danach betrifft, wie sich Russland die neuen Grenzen und Bedingungen vorstellt, was von der Ukraine übrig bleibt etc.
    Im nachhinein aber trotzdem – gut dass das Interview stattfand … vielleicht ein kleiner Schritt in Richtung Diplomatie und Kontakt über alle Grenzen hinweg.

    1. Man kann ein Schwein erst dann in Teilen verarbeiten – wenn es denn geschlachtet ist, sprich – ein Reden über eine „ukraine nach dem Krieg“ auch erst nach Abschluß aller (Kampf-)Handlungen führen… – warten wir es einfach ab.

      1. Die Kampfhandlungen müssen nicht zuerst beendet werden. Die Dienste verhandeln auch schon vorher mit einander. Aber Putin kann nicht in einem Iterview das Endresultat von Verhandlungen verkünden die erst noch stattfinden müssen. Russlands Bedingungen sind klar rübergekommen, Begehrlichkeiten anderer Nationen wurden angedeutet, mehr kann es an dieser Stelle nicht geben.

    2. Auch ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht, gerade was den Friedensprozess und die Zeit danach betrifft

      Wenn ich an den langen geschichtlichen Exkurs denke, würde ich mal annehmen alles östlich des Dnjepr + Kiew wäre so ziemlich die Maximalforderung. Aber das kann man noch nicht wissen, der Krieg tobt und wer weiß wie lange noch.

    3. Laut Kreml „journalist and founder of Tucker Carlson Network“. Laut Recherchen aus den USA gehören die Corporate Media größtenteils über Beteiligungen dem MIK. Carlson ist Gründer eines eigenen, unabhängigen Medienhauses und ein echter Journalist. In Interviews auf die ganz großen spezialisiert, nach Orbán und Trump nun Putin. Und Carlson ist der einzige US-Journalist, der wirklich weltweit bekannt ist.

      Hier und ff. die Rezeption in Nigeria (Nairaland-Forum):

      Re: Multipolarism Versus Hegemonism – The Great Power Shift Of The 21st Century
      https://www.nairaland.com/7801886/multipolarism-versus-hegemonism-great-power/11#128354448

      1. 3.130.403 Mitglieder ! … und wahrscheinlich nur 403 Narren !

        https://www.anti-spiegel.ru/2024/ein-erster-eindruck-von-tucker-carlsons-interview-mit-dem-russischen-praesidenten/#comment-251153

        Nun. Putin hat TC lange zappeln lassen mit dem Interview. Gerade Jetzt zur rechten Zeit das es losgeht in den Staaten mit den Vorwahlen etc. und den endlosen Diskussionen.

        Wird Trump sich äussern ? Ich denke derzeit nicht. In seiner Antrittsrede bestimmt !

        1. Mitglied wird man für 9$ im Monat oder 72$ im Jahr, und kann dann auch die Transkripte lesen. Eigentlich sind es also Abonnenten. Beim Kreml gibt es das Transkript aber auch.

          Владимир Путин ответил на вопросы Такера Карлсона – журналиста, основателя видеоплатформы Tucker Carlson Network.
          9 февраля 2024 года
          http://kremlin.ru/events/president/transcripts/73411

          Oben links umschaltbar auf Englisch.

          Nun ist es Mr. Carlson gelungen, das ganze Imperium der Lügen seinen Namen orgeln zu lassen. Scott Ritter ist neidisch.

      1. Die vom YouTube-Algorythmus ausgesuchten Videos sind auch wieder typisch Systemmedien:
        – Großes Interview, kein Widerspruch: Tucker Carlson lässt Wladimir Putin ungebremst fabulieren | ntv
        – TUCKER CARLSON: „Niederlage Russlands unmöglich“ – Trump-Freund gibt Putin Plattform für Propaganda (WELT)
        – UKRAINE-KRIEG: Warum Tucker Carlson Putin ein Plattform für pure Popaganda bietet | WELT Thema

        Und die Liste geht garantiert noch so weiter …

        Hier auch ein Video in russischer Sprache:
        – „Путин и Такер Карлсон 2024. Интервью на русском языке [ съемка Кремля ]“: https://invidious.lunar.icu/watch?v=tIbL_MXK8Tg (Invidious-Proxy)

        Und wieder der uebliche Quatsch in den Kommentaren, dass Carlson überfordert sei‘ und bla bla bla. Nein, es war nicht wirklich ein Interview, ganz am Anfang hatte Putin dies gefragt, ob dies eine Unterhaltung (lange Ausführungen) oder ein Interview (kurze Antworten) wird.

        1. Ehm, das russische Video hat +2 Millionen Aufrufe! Alter Schwede, eh Russe! 😉 Respekt, die russländische Bevölkerung ist daran sehr interessiert. Ist mir gerade aufgefallen. Und es sind auch lustige Kommentare drunter, wie das Tucker Carlson Geschichtsunterricht im Kreml bekommt. 😂️

        2. Tucker Carlson: … And to American ears that sounds paranoid. Tell us why you believe the United States might strike Russia out of the blue. How did you conclude that?

          Vladimir Putin: It’s not that the United States was going to launch a surprise strike on Russia, I didn’t say so. Are we having a talk show or serious conversation?

          Tucker Carlson: That was a good quote. Thank you, it’s formidably serious!

          Vladimir Putin: You were initially trained in history, as far as I know?

          Tucker Carlson: Yes.
          […]
          Tucker Carlson: I beg your pardon, can you tell us what period… I am losing track of where in history we are?

          Vladimir Putin: It was in the 13th century.
          […]
          Vladimir Putin: I understand that my long speeches probably fall outside of the genre of an interview. That is why I asked you at the beginning: ”Are we going to have a serious talk or a show?“ You said — a serious talk. So bear with me please.

          Ja, es ist schön. Ein Präsident nach meinem Geschmack, und ein Journalist, der bereit ist, es ihn auf seine Art sagen zu lassen. Hier das Transkript des Kreml. Links oben läßt es sich auf Russisch umschalten.

          Vladimir Putin answered questions from Tucker Carlson, a journalist and founder of Tucker Carlson Network.
          February 9, 2024
          http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/73411

  13. Werter Thomas, ich Frage mich immer wieder, warum man den Punkt 5 des Referendums am 25.10.2021 (während der Lokalwahlen) nicht erwähnt?!

    Der Punkt diente zur Legitimation, bzw. Androhung der atomaren Bewaffnung durch die N-Ukraine. Ja, die Ergebnisse wurden nicht veröffentlicht und auch die Legitimation des Referendums wurde später infrage gestellt. Aber als ein Zeichen der Vorbereitung bzw. Androhung der atomaren Bewaffnung ist diese Tatsache sehr wohl legitim. Finde ich.

    Gruß aus Frankfurt am Main.

  14. Mein Eindruck war Carlson hat mit Absicht diese zurecht von Th. Röper im Beitrag formulierten Fragen weggelassen. Wir Informierten wissen das, aber für die Masse der nicht Informierten war das was Hr. Putin sagte schon so starker Toback. „Steter Tropfen höhlt den Stein“!

    1. Genau das habe ich mir jetzt auch gedacht. Wir Leser dieser Seite und die des Russischen mächtig, die Rußlandquellen von Anfang an verfolgend, wissen natürlich um die Hintergründe von Anfang an. Ich bin übrigens beim Georgienkrieg auf die Fehlinformation der deutschen Medien gestoßen, ein komisches Gefühl hatte ich bereits beim Jugoslawienkrieg gegen die Serben. Aber die Masse da draußen wittert keine Propaganda, denn die im Westen waren ja immer die guten. Wir Ossis haben uns durch den Rias 1989 informiert, die damals sagten, daß man mit schulpflichtigen Kindern außerhalb der Ferienzeit besser von seinem Ungarnvisum keinen Gebrauch machen sollte. Da bekäme man an der tschechischen Grenze einen ekelhaften Stempel in den Perso, der ein weiteres Visum, wohin auch immer, unmöglich macht und wird zurückgeschickt. Daß dieselben Medien uns jetzt das 35. Jahr kräftig verarxxx, ist für viele bRD-Insassen schwer zu begreifen.

      1. Wir begreifen schon, auch im Westen (Alt-BRD). Die GEZ- und Kartellmedien sind so offen verlogen und niederträchtig, daß es bei normalem Verstand unmöglich ist, das nicht zu bemerken. Aber viele sind selber so, halten so etwas für „geschicktes Verkaufen“, und sehen es einem „guten Zweck“, nämlich ihren Interessen, dienend.

        1. Sie sind so offen verlogen, daß niemand mal recherchiert. So feiern jetzt alle den 70, Geburtstag von Dieter Bohlen, aber es ist der 75. Aber der Typ ist mir scheixxegal, nur weiß ich es vom Geburtsdatum einer ddR Schallplatte und wundere mich seit Jahren. Aber das hat mit Putin nichts zu tun. Die Frage ist nur, inwieweit er dazugehört

  15. Wir dürfen nicht vergessen es ist das erste Interview für das gesamte westliche Publikum seit Jahren des verschweigens.
    Es ist ein Anfang mehr nicht.
    Was daraus wird werden wir sehen.
    Ob es jetzt mehrere Gibt, wird die Zeit zeigen.
    Aufe jede Antwort folgen weitere Fragen, so ist halt der Mensch.
    Ich hoffe nur das dieser Weg weiter beschritten wird und keine Sackgasse bleibt.

  16. Ein sehr interessantes Interview. Ich habe es mir zweimal angehört, einmal in Deutsch und dann im Original auf Tuckers Seite.
    Thomas, ich schätze dich. Wir denken sehr ähnlich und meine Schlussfolgerungen aus den Informationen sind den deinen sehr ähnlich. Aber meine Einschätzungen des Interviews ist diesmal eine ganz andere. Ich habe Putin beobachtet, er ist ein Staatsmann, wie es ihn auf der internationalen Bühne nicht ein zweites Mal gibt. Dieser Verantwortung ist er gerecht geworden, Tucker übrigens auch. Der Zweck des Interviews war, die andere Seite des gefährlichen Konfliktes darzustellen. Putin kann dabei nicht reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, er hat nachgedacht, bevor er geantwortet hat. Nicht was er sagt, sondern wie er es sagt, diplomatisch, aber auch deutlich. Zwischen den Zeilen hatte er einen Draht zu Tucker, ein sehr hohes intellektuelles Niveau.
    Da ging es nicht um Einzelheiten, Butscha hatte da nichts zu suchen.
    Putin hat ganz offensichtlich in seine Überlegungen ein gewisses Verständnis für die andere Seite einbezogen. Er hat aber auch sehr klar dargelegt, unsere „Partner“ haben es angerichtet, sie sollten ihren Fehler selber ausbügeln, weil alles andere nicht funktionieren kann. Zugleich war ihm wichtig, dass die andere Seite, und damit sind nicht die Regierungen gemeint, auch Russland versteht. Er hat sich nie festnageln lassen und würde es bei dir noch viel weniger tun.
    Entschuldige, aber das Format eines Tucker Carlson besitzt du noch nicht. Es ist nicht leicht, wenn man ungewohnten Erfolg hat auch seinen Narzissmus unter Kontrolle zu halten. Jede Tacheles-Sendung zeigt mir, dass dir das noch nicht gelingt. Dein Artikel hier übrigens auch.
    Dieses Interview hat weltpolitische Bedeutung und hat meine Erwartungen übertroffen. Allein der Vergleich mit den zwei Gehirnhälften. Putin hat an verschiedenen Stellen tiefgründig die Beschränktheit des Westens klargemacht. Ich denke, dass Tucker selbst so einiges mitgenommen hat, für sein Verständnis der internationalen Politik und der Verantwortung der USA.

    1. Thomas Röper schätze ich ebenfalls. Hinsichtlich „seines Formats“ im Vergleich zu Tucker Carlson bin ich gleicher Meinung wie du.

      Ein berührendes und informatives Interview des Journalisten Tucker Carlson mit RU-Präsident Putin. Bildlich zusammengefasst, ein blutiges Familiendrama im Haus Ukraine, in das der Bruder und Nachbar Russland intervenierte. Aber statt ebenfalls zu helfen, die Krise zu überwinden, haben diejenigen, die massgeblich das Familiendrama herbeiführten, Neonazis Waffen geliefert und den Nachbarn wirtschaftlich angegriffen.

      Eine tragische Rolle spielt der Schauspieler und UA-Präsident Zelensky, dessen Vater Jude war und an der Front gegen die Nazis kämpfte, der nun Oberbefehlshaber der Neonazis ist.

      Sehr interessant ist die Sicht Putins, dass ein Propagandakrieg gegen die US-Elite nicht gewonnen werden kann, weil sie den digital-finanziellen Komplex beherrschen. In dieser Aussage steckt sehr viel: Nämlich, dass auch jeder US-Präsident dieser US-Elite unterliegt und zweitens, verborgen – von Putin nicht erwähnt -, diese US-Elite eine gemeinsame Ideologie vereint: Liberalismus!

      Nota bene dieselbe «menschenverachtende Ideologie» (Alexander Dugin), zu der sich auch Russland seit 1991 bekennt und sich um Aufnahme in die NATO bemüht. Die politische NATO (for Peace!) ist der Gralshüter dieser Ideologie – aber was sich aus diesen Botschaften entwickelt, entzieht sich den Botschaftern. Man muss sich das vorstellen: Ein Haus in Brüssel voller Botschafter – allein zu Hause. Was machen sie das ganze Jahr Tag und Nacht? Sie tratschen; sie hüten den North Atlantic Vertrag – und sind (oft) selbst überrascht, was so alles in der Welt passiert!

      Eine Theorie! Gewiss, aber man stelle sich vor, Virenhysterie oder Klimahysterie wären nicht im Sinne des North Atlantic Grosskapitals: Die Angstmache würde sofort als Propaganda entlarvt. Alle Experten, die heute bekämpft werden, wären auf den Frontseiten, Journalisten würden wegen ihres Aberglaubens ausgelacht und Scharlatane angeklagt.

      Dass Russland auch dem Liberalismus verfallen ist, zeigt das Interview deutlich mit den Wachstumsraten (Akkumulationsraten), die für Putin wichtig sind und denen er die Wissenschaft unterordnet (lenkt). Grundsätzlich ist Russland nicht anders als der Westen und von daher ist es Putin unverständlich, warum die Russische Föderation nicht aufgenommen wird.

      Wenn er ganz zum Schluss die russische Seele anspricht, so sollte er das Seelische auch tatsächlich ins Zentrum staatlichen Handelns stellen. Hätte er dies seit 2000 gemacht, wäre ein Bruderkrieg nie entstanden und die Welt wäre eine andere, eine menschlichere geworden:

      Freiheit

      Freiheit geht zurück auf die indogermanische Wortwurzel «PREI». Prei heisst schonen, schützen, lieben. Das ist die Wortbedeutung von Freiheit. Wenn wir von Freiheit reden, meinen wir einen Zustand in welchem wir Schonung gewähren, Schutz geniessen und Liebe ermöglichen. Und das beschreibt das Leben, das Eigentum und die Familie. Schonen, schützen, lieben heisst, wir müssen gewährleisten, dass Leben in Liebe aufwachsen kann. Und das ist die Familie. Alles weitere ist moralisches Verhalten und das heisst, Selbstbeherrschung. Andreas Thiel (2021).

      Das Strafrecht soll schonen, das Obligationenrecht soll jedem das Seine schützen, das Zivilrecht soll die Familie ehren (Familie ist, wo Kinder sind). Liberalismus strebt das Gegenteil an, Willkür: „Tun was man will, ohne Rücksicht auf andere“. Mutter und Vater sind Humankapital, Kinder sind schulpflichtig, sie sind impfpflichtig, steuerpflichtig, kriegspflichtig; ihr Haus und ihre Produktionsmittel gehören einem anderen, Wissen dürfen sie nicht frei verwenden; das Strafrecht wird laufend verschärft und das Volk schaut ohnmächtig zu, wie Staat und Grosskapital verschmolzen sind (Faschismus) und sich an diesem Faschismus weder durch Wahlen noch durch Revolutionen etwas ändert.

      Und dann kam es

      Und versprach den Leuten im Land, dass sie alle innerhalb einer Regierungszeit frei und glücklich sind. Wir werden unsere Grenzen schützen, aber dazu brauchen wir kein Kriegsmaterial, das fremde Länder oder euch bedroht. Dieses Land kann nicht Russland sein, aber Russland könnte Schirmherr solcher Länder sein.

  17. Vielen Dank für eine erste Einschätzung
    So ganz teile ich den Eindruck nicht. Dank der Übersetzungsarbeit und Berichterstattung auf dem Anti-spiegel hatte ich in den vergagenenen Jahren viele Gelegenheiten die Reden und Statements von Wladimir Putin und dem Außenminister Lawrow zu lesen.

    Sicher kann Mensch oberflächlich betrachtet zu dem Schluß kommen, dass in dem Interview nicht viel Neues enthalten war, was zuvor nicht schon an anderer Stelle gesagt wurde. Das ist aber eine negative Einschätzung. Ich sehe das eher als etwas Positives, da Mensch hierin auch eine Konsistenz erkennen kann aus der heraus sich eine Glaubhaftigkeit der Standpunkte entwickelt, welche von Rußland/ Putin vertreten werden.

    Darüber hinaus sehe ich die Antworten von Putin nicht nur im Hinblick auf Aufklärung bzgl. Ukraine-Konflikt aus russischer Sicht, sondern m.E. sehe ich hier auch ein ziemlich klares „Unterwegs sein“ auf einer anderen Mission: Die Welt verändert und entwickelt sich und die bisherigen Konstellationen haben keine Zukunft mehr, da diese nicht mehr die Realität wieder spiegeln können => multipolare Welt, souveräne Staaten nebeneinander als Zukunfunftsvision auf Grundlagen eigener kultureller Identität und souveräner Schaffenskraft sind hier die Zauberwörter und Schwerpunkte, auf welche Putin sich in dem Interview immer wieder bezogen hat. Mehr noch, auch Putin stellt fest: die westliche Welt zerstört sich ja gerade selbst.

    Ich sehe hier eine sehr weise Haltung, die Eines in jedem Fall klar und auch den Unterschied macht: Wir sind nicht auf der Welt um ständig zu kämpfen, andere zu Unterdrücken, Oben zu sein und zu Siegen. Wir betrachten die Welt nicht mit der S/W-en Freund/ Feind Brille und streben auch nicht nach Weltherrschaft. Wunderbar hier das Bild von Putin, wie er sagt, dass die von Carlson angesprochene Teilung der Welt eine Teilung in den Köpfen ist und diese Perspektive deshalb nicht lohnenswert weiter zu verfolgen.

    In meinen Augen hat Putin sehr geschickt den Westen an die Eier gegriffen und diesen blos gestellt ohne zu beleidigen und Schuldzuweisungen zu verteilen. Die USA und mittlerweile Europa in Gefolgschaft können und kennen nämlich scheinbar NIX anderes als Gegenerschaft. So Begriffe wie Kompromisse, Nebeneinander, Miteinander, Souveränität und Glaubwürdigkeit all das kommt im westlichen geopolitischen Malkasten einfach nicht vor! Und genau darum geht es aber. Sich hier frische Farben zuzulegen sei dringend angeraten.

    Der geschichtliche Exkurs am Anfang des Interviews einschliesslich der zweimalige Hinweis auf Seriösität des Gespräches war m.E. ebenfalls wohl überlegt und sagt nicht nur, dass der Ukraine-konflikt eine Geschichte hat, sondern sagt auch wir hier in Rußland haben eine lange Geschichte, die wir kennen und aus der heraus wir unsere Identität entwicklen. Räume bei Dir selber auf und mache dir klar wo Du stehst, dann kannst du auch zu Anderen und ihren Entwicklunge gegenüber auf der Welt Position beziehen ohne in Täter/ Opfer-Perspektiven zu verfallen.

    In meinen Augen hat hier Putin nicht nur die Fragen von Tucker Carlson beantwortet sondern eine wichtige Ansprache an die Welt gehalten und vor diesem Hintergrund ist er offensichtlich (wie er auch selbst mehrfach betonte) eben nicht hier und da in´s Detail gegangen.

  18. Sehr geehrter Herr Röper,
    mein Eindruck von der Reaktion und dem Fehlen von Nachfragen war einen überraschten Tucker Carlson zu sehen. Für ihm scheinen viele Informationen betreffend des Vorganges, der zum Krieg mit der Ukraine geführt hat, vieles unbekannt gewesen zu sein. Auch die Reaktion auf Putins Anmerkungen über die Rolle des Dollars, die Carlson sicherlich bekannt ist, aber die Auswirkungen der Sanktionspolitik und die Machteinbußen des Dollars noch nicht aus dieser Perspektive gesehen zu haben scheint.
    Daher ist das Interview, der komplett in der Materie eingearbeitet ist, etwas dürftig, aber sehr wahrscheinlich für viele ein Sprengsatz. Leider werden die westlichen Propaganda-Medien, wie das Beispiel von Frau Hebel zeigt, einfach nicht auf den Inhalt eingehen, sondern weiter ein Bild von der Situation malen, damit ihr Darstellungsmonopol nicht in Wanken gerät.
    Ich würde mich sehr über ein Interview mit Putin und Ihnen freuen.

    1. @ Fackelmann Ich rege mich schon seit Jahren darüber auf, daß die Medien immer nur ÜBER etwas berichten, dabei ihre Meinung mit verarbeiten und die Auslöser eines Konflikts nicht wörtlich zitieren. Darauf stößt man im Netz auch bei Recherchen. Die Nachdenkseiten weisen seit 20 Jahren auf diese schrägen Techniken im Journalismus seit Jahren hin (haben wohl von der dDR gelernt.), aber der BILD-Leser weiß nichts über die Existenz der Nachdenkseiten oder Thomas Anti-Spiegel.

  19. Lieber Thomas du könntest viel mehr zur Aufklärung der Welt beitragen wenn es denn deine Bücher auch auf Englisch zu kaufen gäbe. Ich finde es schade das ich meinen amerikanischen Freunden wenn sie mich nach meinen quellen fragen immer nur deutsche Publikationen von Thomas Röper anbieten kann. Du bist natürlich nicht meine einzige Quelle aber eine der am häufigsten benutzte, wenn es um Russland geht. Vielleicht findet sich ja jemand der deine Bücher übersetzt.

  20. Ich sehe auch einiges kritisch, auch die Monologe Putins. Andererseits zeigt sich eine Geschichtskenntnis bei ihm, die bei Politikern und Journalisten im Westen zumeist nicht mehr vorauszusetzen ist. Ein dahingehend beschlagenerer Interviewer als Carlson hätte sonst auf die nach außen so agggessive wie nach innen brutale Politik des zaristischen Rußlands seit dem Mittelalter eingehen können. Zum anderen ist es durchaus wohltuend, mal eine Darstellung, sei sie auch unilateral, am Stück zu hören, statt jenem Austausch von Versatzstücken im Stil westlicher Talkshows ausgesetzt zu sein.

    Dennoch hätte Putin entgegengehalten werden müssen, daß die Welt schon immer zu klein war für alle wechselweisen Gebietsansprüche, und daß es eben in Polen, im Baltikum und auch in Georgien durchaus begründete Ängste vor Rußland gibt.

    Was die Ukraine angeht, hätte auf den Holodomor und andere Verbrechen Stalins hingewiesen werden müssen, auch wenn darauf die Standardantwort gekommen wäre, daß damals andere Nationalitäten, auch die russische genauso gelitten hätten. Es ist unbestreitbar, daß diese Zeit im Rußland von heute immer noch nicht aufgearbeitet ist, sondern im Rekurs auf den Großen Vaterländischen Krieg verherrlicht wird. Ähnlich blind geht es zum Autoritarismus jener im Tausch mit Medwedew und danach mit Verfassungsänderung ertricksten Dauerregierung Putins zu, von der jegliche Opposition als auslandsgesteuert angesehen wird.

    Auch das Dementieren des bevorstehenden russsischen Einmarsches in die Ukraine, das Nichtstellen eines Ultimatums vor dem und die nach zwei Jahren offensichtlichen politischen wie militärischen Fehleinschätzungen des Kremls zu dessen Verlauf fehlen im Interview.

    Folgende Kernpunkte entnehme ich ansonsten (teilweise zum besseren Verständnis aus der Chronologie des Gespräches herausgelöst):

    1. Die Ukraine als solche war eine Gründung durch Lenin (1922) und Stalin [und von Chruschtschow, was die Krim angeht] in der ehemaligen Sowjetunion; vorher gab es sie nicht

    2. In ihrem Gebiet überschneiden sich seit Jahrhunderten, auch infolge solcher Ethnien, nicht nur russische, sondern auch polnische und ungarische Interessen [sowie rumänische]

    3. Rußland sieht den Euro-Maidan als von der CIA unterstützten Staatsstreich mit wirtschaftlich schlechten Folgen für die Ukraine an

    4. In der Ukraine breitet sich seitdem Ultranationalismus aus [von Putin als „Nazismus“ bezeichnet]

    5. Die Ukraine erkennt die russischsprachige Bevölkerung nicht [mehr] als Titularnation an; Rußland schützt [nur] seine Leute, deren Kultur und Religion

    6. Der Truppenabzug aus dem Umland von Kiew im April 2022 geschah im Vorgriff auf die in Istanbul vorbereiteten Vereinbarungen eines Waffenstillstandes

    7. Im Ukrainekrieg sind inzwischen große Gruppen von Söldnern aus Polen, den USA und Georgien im Einsatz

    8. Rußland im Feld besiegen zu können, war eine Fehleinschätzung

    9. Es liegt nur am Westen, wieder in Verhandlungen einzutreten. Es wird lange dauern, aber die Völker werden sich wieder verständigen.

    10. Egon Bahrs Vorschläge für eine europäische Friedensordnung, obwohl seinerzeit von der Sowjetunion abgelehnt, sieht Putin heute als visionär an

    11. Der Jugoslawienkrieg der NATO war völkerrechtswidrig; die USA waren danach mehrfach an regime changes beteiligt und haben die NATO nach Osten ausgedehnt

    12. Putins letztes Gespräch mit Biden war noch vor dem Kriegsbeginn

    13. Rußland hat an einem Krieg mit Polen, Lettland und dem Rest des Kontinents keinerlei Interessen, hört von dort aber Drohungen und Vermutungen über den Einsatz russischer Kernwaffen

    14. Die Nordstream-Sabotage als größter Akt des Industrieterrorismus wurde von den USA durchgeführt; sie waren daran interessiert und dazu in der Lage

    15. Gas könnte über Nordstream 1, Jamal und zwei ukrainische Pipelines bezogen werden, die BRD gleicht stattdessen Polen und der Ukraine die Verluste aus und zahlt das dreifache des Gaspreises

    16. Im Propagandakrieg sind die USA nicht zu bezwingen; sie kontrollieren weltweit großenteils die Medien

    17. Die westliche Kultur ist per se nicht schlecht, umfaßt z.B. mehr Pragmatismus als Seele

    18. Die nach Kaufkraft fünf größten Volkswirtschaften der Welt sind China, die USA, Indien, Japan und Rußland; die Sanktionsinstrumente gegen Rußland haben nicht funktioniert

    19. China betreibt keine agressive Außenpolitik; aber natürlich haben einige im Westen mehr Angst vor ihm als vor dem zehnmal weniger volkreichen Rußland

    20. Dem US-amerikanischen Journalisten Evan Gershkovich wird Spionage vorgeworfen, eine schnelle Freilassung ist nicht möglich

    1. « im Rußland von heute immer noch nicht aufgearbeitet »

      Das ist eine bundesdeutsche Spezialität bzw Pathologie. Wie genau man darüber in Rußland heute denkt, das weiß ich nicht. Aber der Begriff Holodomor und der Sachverhalt sind bekannt und das reicht. Es kann nicht angehen, daß man sich selber einen Strick daraus dreht. So dumm sind nur die Deutschen. Soll sich doch Georgien darum kümmern, schließlich war Stalin Georgier – so könnte man das abweisen. Was haben irgendwelche heute lebenden Russen mit den ollen Kamellen der 1930er zu tun? Warum sollten die irgendwas „aufarbeiten“ oder „bewältigen“? Das wäre ja geisteskrank – wie in der BRD, wo Kindern bereits in der Schule der Schuldkomplex eingeimpft wird, so daß sie vielfach kein gesundes Verhältnis zu ihrem Heimatland aufbauen können. – Sonst danke für die 20 Punkte.

      1. „Der Begriff Holodomor und der Sachverhalt sind bekannt“ wie die Mondlandung. Bei der weiß man nicht so ganz, ob da alles echt war. Beim „Holodomor“ weiß man, wie die Story lange nach Stalin etappenweise zusammenfabuliert wurde.

    2. „hätte auf den Holodomor und andere Verbrechen Stalins hingewiesen werden müssen“

      Sie haben Ideen. Putin hat anfangs gefragt: „Are we having a talk show or serious conversation?“ Und Ihnen wäre eine Märchenstunde lieber gewesen? Den „Holodomor“ hat noch nicht einmal die Goebbels-Propaganda gekannt, die es sicher genutzt hätte, hätte es etwas auch nur annähernd in der Art gegeben. Der „Holodomor“ ist eine reine Erfindung der Nachkriegszeit, die über die Jahre immer weiter ausgemalt wurde.

      Auch die Stalin-Zeit kannte Staatsverbrechen. Verglichen mit den anderen Mächten der Zeit war Stalins Sowjetunion aber bei weitem die zivilste. Wie es damals in den „liberalen Demokratien“ des Westens zugegangen ist, übertrifft jede Vorstellungskraft. Hier haben Sie die Massaker von Thiaroye, Guelma-Sétif und Malagasy, 1944 bis 1947. Als Muster, allein eine reine Auflistung der sonstigen „Werte“ würde hier zu lang.

      France Crimes in Africa
      https://presidentousmanesonko.com/?page_id=1051

      Let’s save Africa against France, the most evil country in Europe.
      Let’s save Africa from neo-colonialism, crime and theft.
      STOP FRACE! STOP FRANCE!
      — Ousmane Sonko

      1. Nun ja, ich halte Stalin nicht gerade für einen Chorknaben. Manches mag übertrieben sein, aber insgesamt scheint mir sein Regime deutlich schlimmer nach innen gewesen zu sein als die liberalen Regierungsformen, die Monarchien oder auch der Nationalsozialismus.

        Dennoch kann es sein, daß dieser Holodomor erst nachträglich als Popanz aufgebaut wurde. So ist auch die „Spanische Grippe“ erst nach nach 1945 hochgejazzt worden. Man müßte das leicht in alten Enzyklopädien überprüfen können. Behelfsweise haben wir ein praktisches Webarchiv des Reichsanzeigers:

        Reichsanzeiger (Uni Mannheim)

        1. О высокой европейской культуре
          28 ноября 2022, Анхар
          https://dzen.ru/a/Y3fHtc-LtiQAdtfy

          „Über die hohe europäische Kultur“

          Zustände wie bei den Franzosen, oder Briten und weiteren, sind aus Stalins Sowjetunion schlicht nicht überliefert. Selbst Übertreibungen und Fabeln wie „Archipel GULag“ und „Holodomor“ reichen an die westeuropäische Realität nicht entfernt heran.

          1. « reichen an die westeuropäische Realität nicht entfernt heran »

            Man fragt sich ja immer, ob es nun in Deutschland, Italien oder Frankreich am schlimmsten war. Dabei geraten die brutalen Regime in der Schweiz und in Luxemburg leider oft aus dem Blickfeld. Und an das unsagbare Elend in Monaco und Liechtenstein denkt niemand, denn wie die Verließe des Vatikans lassen diese brutalen Prinzipate keinen Schrei nach außen dringen.

      2. Na sauber auch. Dann haben der Spanienkämpfer Arthur Köstler die Säuberungen und Schauprozesse und Alexander Solschenizin den Gulag wohl erfunden. Ich erinnere an Lawrentij Berija, der einst sagte „Wen wir verhaften, der ist sicher schuldig“. Man braucht nur bis zu den Großeltern heute noch lebender Russen zurückgehen und wird zehntausende Familien finden, in denen Angehörige im Gulag gelandet sind.

        Das aufzuarbeiten wäre sehr wohl Sache des nachsowjetischen Rußlands gewesen. Nach vielversprechendem Beginn wurden daraus nur Kranzabwurfstellen. Mit einem Argument wie „Stalin war Georgier“ könnte sich Deutschland auch des Österreichers Hitler entledigt haben.

        Wenn Putin die russische Seele erwähnte, so hat er deren dunkle Seite verschwiegen, wonach sich brutale Gewalt von oben gegen das eigene Volk von dem von ihm breitgetretenen Mittelalter bis in die Neuzeit zieht. Eine Renaissance gab es dort ebensowenig wie ein freies Bürgertum, letzteres noch nicht mal in der Sowjetzeit. Meine erste Russischlehrerin, selber noch Sowjetbürgerin, sagte einmal, daß die Verrohung von den Mongolen und Tataren ausging, wobei man in Europa im übrigen noch froh sein muß, daß ihm die riesigen Ländereien des heutigen Rußlands die Khanate großenteils ersparten.

        1. Das Extremste an Verrohung und Massenmord hat immer und immer wieder Westeuropa gehabt. Hier haben sie noch ein Muster aus der Zeit, die in der Sowjetunion die Zeit Stalins war:

          GENOCIDE FRANCAIS AU CAMEROUN
          Yaoundé le 20 décembre 2011, Le Rassemblement de la jeunesse Camerounaise
          http://rjcpatriote.centerblog.net/140-genocide-francais-au-cameroun

          GULag gab es, Hauptverwaltung der Lager, eine Behörde in Moskau. Das Buch von Solschenizyn ähnelt „Papillon“ von Henry Charrière über das französische Lagersystem:
          [https://archive.org/details/papillon-henri-charriere]

          Beides sind „Tatsachenromane“, in denen Dichtung und Wahrheit schwer zu trennen sind, und die beschriebenen Zustände sind ähnlich. Im Falle des Westens waren die regulären Straflager aber immer noch der harmlose Teil.

          Üblich war die Verfolgung von Oppositionellen, Rebellen und jedem, der da nur irgendwie verdächtig war oder in die Nähe geriet, durch eine Soldateska, die sich an keinerlei Regeln hielt. Giftgas, Napalm, Entlaubungsmittel, KZ, Abschneiden von Köpfen, Ohren oder Geschlechtsteilen. Künstlich erzeugte Hungersnöte mit Millionen von Toten, die schrecklichsten bei den Briten.

          Das alles betrifft das Westeuropa außerhalb des Nazireiches. Die ganze Welt weiß es. Weglügen hilft nicht. Es ist absurd, wenn Westeuropäer sich statt mit der eigenen Vergangenheit mit dem im Vergleich dazu äußerst harmlosen und zivilen Stalin beschäftigen.

        2. « dunkle Seite verschwiegen » – Ja, ich verstehe das prinzipiell, aber selbst wenn es sich dabei um echte Verbrechen handelt (statt um aufgeblasene Lügen wie in unserem Fall), so kann der Nationalmasochismus keine Basis für eine Zukunft sein, zumal Rußland nach dem Einbruch der 90er wieder auf die Beine kommen mußte, wobei diese rückwärtsgewandte Aufarbeitung offenbar nicht als hilfreich angesehen wurde.

        3. @Chris Kuhn

          Überlassen Sie doch die russische Geschichte den Russen!

          Wie kommt man auf die Idee, dass man als Deutscher da ständig von faselt – nur weil man in der BILd was darüber zu lesen glaubte?
          DE hat seine eigenen Geschichte nicht sauber aufgearbeitet & meint sich wonaders echauffieren zu müssen?

          Diese großkotzige deutsche Angewohnheit hat sehr viel Ähnlichkeit mit Hitlers „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“!

          Merken Sie das gar nicht?

  21. ich gebe putin absulut recht das der propagandakrieg von russland nicht gewonnen werden kann
    darum ist das was putin heute gesagt hat absulut das maximum das überhaubt die westliche bevölkerung versteht

    wenn es verstanden worden ist zu zugehört worden ist

    man muss eh mal in russland gewesen sein um die menschen dort zu verstehen das dort die geschichte weit vor dem heute noch im jetzt verbindungen hat

    in deutschland beschränkt sich die geschichte sehr nach dem 2. weltkrieg und alles davor war böse
    wir sollten auch mal so wie putin über unsere geschichte erzählen können dann wüssten wir besser über unser jetzt bescheid

    1. Dann kommt noch die Unterschiede in der Sprache hinzu, z.B. der Satzaufbau ist im russischen ganz anders.

      Beispiel:
      – Wie heißt du?
      – Как вас зовут? (gesprochen: Kak tebja servut?) = Wie du heißen?

      Es muss also beim Übersetzen von Russisch Deutsch durchaus etwas gewartet werden. Beispiele gut es genug, z.B. das übersetzte Interview aus diesem Artikel: https://vk.com/video-134310637_456274327 Du hörst hier Pausen und dann schnell gesprochen. Soweit ich das einschätzen kann, muss gewartet werden, damit der deutsche Satz halbwegs korrekt und verständlich gesprochen ist.

    2. Rußland hat den Propagandakrieg doch gewonnen. Die russischen Begriffe wurden weltweit übernommen: Das „Imperium der Lügen“, die „multipolare Ordnung“, die Einheit des Kampfes gegen den Nazismus der Russen und gegen den Neokolonialismus des Globalen Südens, und vieles mehr.

      Vor zwei Jahren war man über die Invasion der Russen in die Ukraine eher befremdet und hat darin einen Krieg Europas gesehen, mit dem man nichts zu tun haben wollte. Das begann bald zu kippen, und heute ist die Mehrheit heimlich oder offen auf Seiten der Russen, und Rußland ist quasi zur Führungsmacht des Globalen Südens avanciert. In ganz Afrika Autoaufkleber „Je suis Wagner“ und russische Fahnen. Putin füllt die Straßen und Plätze, ohne überhaupt da zu sein.

      Hier ein Bericht über die Einweihung des Wagner-Denkmals in Bangui am 29.11.2021 durch den Präsidenten Touadéra: « Ti Bata Siriri na Bé Africa » « Preservons la paix en Centrafrique »

      RCA: le président Touadera inaugure le monument « Ti Bata Siriri na Bé Africa »
      https://ndjonisango.com/2021/11/30/rca-le-president-touadera-inaugure-le-monument-ti-bata-siriri-na-be-africa/

  22. Das Interview war eine große Chance für Putin, seine Sicht einem primär amerikanischen bzw anglophonen, im weiteren Sinne auch westlichen Publikum darzulegen. Aus meiner Sicht hat er sie leider vertan. Ich würde sogar sagen, er hat es gründlich vermasselt.

    Tucker stellte seine Fragen sehr offen und ließ Putin reden, auch wenn er den (objektiv befremdlichen) 23-minütigen historischen Exkurs bis ins mythische 9.Jh ein paar mal abzukürzen versuchte.

    Putin antwortete selten auf die Fragen Tuckers, sondern führte auch nach dem historischen Abriß weiter aus, was er wollte, zugleich pedantisch und herablassend, detailliert und bemerkenswert unflexibel. Während Tuckers Fragen auf die großen Züge und ein fundamentales Verständnis des Konfliktes und der Motivation des Kremls zielten, so fand Putin darauf keine plakativen und überzeugenden Erwiderungen. Trotz unzähliger Details, die er bemühte, gelang ihm keine runde Geschichte, und am Ende blieben die Fragen unbeantwortet, verschüttet unter einem Staub von Einzelheiten, verschwommen in einem Nebel aus Details.

    Es mutet seltsam an, daß Putin diese Chance so vertun konnte. Hat er denn keine Berater, die ihn in kommunikativer Hinsicht etwas unterstützen können? Oder will er keine? Es sind ja nicht alle Russen blöd.

    Klar, niemand kann völlig aus seiner Haut und etwas darbieten, das er nicht in sich hat. Das ist eine Frage der Persönlichkeit. Und es ist für Putin wohl schwer, sich auf die Wellenlänge von Carlson zu begeben. Aber eben darum hätte er sich beraten lassen müssen, um dem westlichen Publikum etwas anderes aufzutischen als diese sattsam bekannten Details. Wer sie kennt, der kennt sie, und wer sie immer noch nicht kennt, den interessieren sie wahrscheinlich auch nicht und der ist auch gar nicht dafür empfänglich.

    Ich frage mich, wo die Leute sitzen, die Putin contra geben können. Sind es die Leiter seiner wichtigsten Behörden? Die Leute im Sicherheitsrat? Dort müßte es eigentlich passieren. Aber auf mich wirkt das alles reichlich schematisch und hierarchisch.

    Man sehe sich die Ausschnitte der Sitzung vom 26. Juni ’23 an, also im Anschluß an die Prigo Meuterei. Wie konnte das überhaupt passieren? Der Chef ist sichtlich ungehalten und alle sitzen betreten da. Aber ich habe nicht mitbekommen, daß irgendwer gefeuert worden wäre.

    Путин проводит совещание с руководителями силовых ведомств

    Also mir scheint, daß die Kompetenz der Leute in seiner Entourage nicht unbedingt die höchste ist – was sich in einem Mangel an Kritik niederschlägt, der einen negativen Einfluß auf die Entscheidungen des Präsidenten haben kann.

    Jedenfalls ist es schade, daß Putin nicht in der Lage war, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Krieges in einfachen und klaren Worten zu erklären. An Pluspunkten fällt mir da spontan nur ein, daß er – richtigerweise, in meinen Augen – vom Krieg als einem russischen Bürgerkrieg gesprochen hat.

    Ich vermute, daß Putin psychische Blockaden gegen die Formulierung einer klaren Position hat. Zum einen ist da die wahre Natur der Kernwaffen (die Tucker übrigens explizit ansprach: wie kann sich eine Atommacht vor der Ukraine fürchten?), aber zum anderen und wohl wichtiger ist da auch das fehlende Eingeständnis, daß man gravierende Fehler in Planung und Ausführung der Operation im Februar ’22 gemacht hat, die öffentlich nicht zugegeben wurden und für die offenbar niemand die Verantwortung übernommen hat.

    Da diese Dinge nicht erklärt werden, bleibt den Beobachtern das russische Verhalten weitgehend unverständlich. Mehr noch, Putin manövriert sich damit in eine defensive Rhetorik der Rechtfertigung.

    In Wahrheit ist Putin in die Falle gegangen. Das will er nicht zugeben. So kann er auch nicht die feindliche und seit 30 Jahren auf Krieg abzielende Strategie der USA exponieren. Stattdessen redet er vom 9.Jh und von Neonazis. Das ist nicht der Kern der Sache.

    1. Welchen Sinn hätte es für Putin haben sollen, „seine Sicht einem primär amerikanischen bzw anglophonen, im weiteren Sinne auch westlichen Publikum darzulegen“?

      Im EU-Raum ist die weite Mehrheit gegen Putin. Eine Minderheit ist für Putin, kocht dabei aber oft ihr eigenes Süppchen und erwartet, daß Putin ihr hilft, sich durchzusetzen, da ihr selber das gegen die Mehrheit perspektivisch unmöglich ist. Hier ist für Putin nichts zu gewinnen.

      In den USA ist bei den „Clinton-Wählern“ und allgemein beim „Glotzen-Pöbel“ nichts zu gewinnen. Auf der anderen Seite schon. Bei Christlich-Konservativen, Libertarians, „Isolationalisten“, aber auch den linken Antiimperialisten, die es noch gibt, hat Putin gutes Ansehen. Das sind Kräfte, die den nächsten POTUS machen und sich allgemein durchsetzen könnten, nach dem Scheitern ihrer Gegner. Die lohnt es, anzusprechen.

      Der kurze historische Rückgriff am Anfang ist in der heutigen Welt obligatorisch, siehe hier an anderer Stelle. Putin ist der Führer einer der großen Zivilisationen, und die Welt erwartet, daß er dieser Rolle gerecht wird. Für den häßlichen Kleinkrieg, die False Flags, Schmutz und Intrigen des Imperiums der Lügen hat Putin „Angestellte“, um sich damit abzukämpfen. Sacharowa, Nebenzia, Medwedew, sogar Lawrow persönlich steigt manchmal in diese Senkgruben.

      Putin wendet sich an ein verständiges, aufgeklärtes Publikum. Der Glotzenpöbel kann gerne abschalten, wenn er bei Batu Khan nicht mehr mitkommt. Geschickt, äußerst geschickt: Nur für den anspechbaren Teil der Welt. „What Russia is doing is “not giving pearl to swines“ „, wie es ein Nigerianer gesagt hat.

      1. Was ich damit sagen wollte ist, dass die Systemmedien wie Tagesschau usw. gar nicht erst stark arbeiten müssen, sie brauchen es einfach nur ausblenden und die breite Masse bekommt es kaum mit. Das kommt in deren Medienblase gar nicht erst an.

      2. « Welchen Sinn hätte es für Putin haben sollen … » – Wenn es ihm nicht sinnvoll erschienen wäre, warum hätte er dann überhaupt das Interview machen sollen? Wie so oft erscheinen mir Ihre Ausführungen hier wenig an der wahrnehmbaren Realität orientiert, sondern konstruiert wie die heile Welt auf den kommunistischen Plakaten.

        1. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft hat Putin ganz sicher nicht angesprochen. Sonst hätte er nicht mit 23 Minuten Geschichte begonnen, und dazu noch über die historischen Gebiete und die Wiederherstellung der Einheit des Reiches.

          Von der Wiedervereinigung Taiwans mit China und der Îles Éparses mit Malagasy bis zur AES als Beginn der Wiederherstellung eines Sahel-Reiches – überall hat man für die Russen Verständnis.

          Das ist eindeutig politische Rücksicht auf die alten Zivilisationen des Globalen Südens, von denen etliche Abtrennungen historischer Gebiete erlitten infolge Machenschaften der Kolonialherren und Imperialisten, während Separatisten – auch „prorussische“ – sie alarmieren.

          Im Westen hat Putin nur diejenigen angesprochen, die ansprechbar sind – besonders in den USA. Den Rest hat er bewußt und mit voller Absicht ferngehalten.

      3. @ПАРОВОЗ ИС20 578

        „Putin wendet sich an ein verständiges, aufgeklärtes Publikum. Der Glotzenpöbel kann gerne abschalten, wenn er bei Batu Khan nicht mehr mitkommt. Geschickt, äußerst geschickt: Nur für den anspechbaren Teil der Welt. „What Russia is doing is “not giving pearl to swines“ „, wie es ein Nigerianer gesagt hat.“

        Sehe ich auch so… „Perlen vor die Säue werfen“….. ja, ist hier ja auch so…..

    1. Auch wieder amüsant zu lesen: https://twitter.com/WillieWinehouse/status/1755929715515289773 Wer hier wohl an welche Propaganda glaubt, ist deutlich sichtbar. Putin kann mit Sicherheit dies belegen, indem er die alten unveränderten Dokumente TC zeigt. Und was diese Leute auch ausblenden, ist der Fakt, dass Putin die Mappe mit den Kopien an TC gegeben hat, aufgenommen in Full-HD im selbigen (!) Video. Bitte angucken (nicht an dich gerichtet @mechter), bevor ihr falsche Rückschlüsse zieht.

  23. Putin hat einen Fehler in der Russischen Geschichte gemacht.
    Er hat die Mongolen (auch Tataren genannt) und die Zeit der Goldenen Horde völlig unter den Tisch fallen lassen.
    Morgen ruft ihn der Mongolische Botschafter an und er wird zu Recht beleidigt sein.
    (Und wenn man Putins Gesichtszüge anschaut, dann könnte da auch einer seiner Ur-Ur-Ur…Ahnen vielleicht sogar ein Mongolischer Reiter gewesen sein.)

    1. Doch der zersplitterte russische Staat wurde eine leichte Beute für das zuvor von Dschingis Khan geschaffene Reich. Seine Nachfolger, namentlich Batu Khan, kamen nach Rus, plünderten und zerstörten fast alle Städte. Der südliche Teil, zu dem übrigens auch Kiew und einige andere Städte gehörten, verlor einfach seine Unabhängigkeit, während die nördlichen Städte einen Teil ihrer Souveränität bewahrten. Sie mussten zwar Tribut an die Horde zahlen, aber sie konnten einen Teil ihrer Souveränität bewahren. Und dann begann sich ein einheitlicher russischer Staat zu bilden, dessen Zentrum in Moskau lag.

      Goldene Horde, check.

      Aber einen Fehler habe ich auch gefunden, dieser Krieg mit Polen begann 1654, dauerte 13 Jahre (korrekt) und war dann folglich 1667 beendet, nicht 1654.

      Er dauerte 13 Jahre, und 1654 wurde ein Waffenstillstand geschlossen.

      Aber gut, ist wohl noch niemandem aufgefallen, das Putin da so viele „Lügen“ erzählt. 😉

      1. Natürlich sind diese kleinen Fehler nicht gut und „Der Westen“ (westliche Systemmedien und deren Konsumenten) werden wieder toben. ich glaube aber nicht, dass Putin dies mit voller Absicht getan hat. Vielleicht wollte er auch nur seinen Monolog (selbst dazu gesagt) nicht noch weiter in die Länge ziehen, sondern ihn bei den wesentlichen Eckpunkten es belassen.

        Auch Putin ist nicht unfehlbar, niemand ist das.

  24. „Sie ist keine Journalistin, sondern eine Propagandistin, die der Meinung ist, sie müsse ihren Lesern erzählen, was sie zu denken haben.“

    Nicht nur ihren Lesern! Sondern auch den Leuten, die man interviewt! Und wer (erwartbar) nicht sagt, was die „Journalistin“ hören will, wird eben gar nicht erst interviewt. Weiter kann eine „Journalistin“ nicht weg von ihrem Jobprofil sein!

  25. Die positionen von Russland und Putin als Sprachrohr davon sind uns als stammleser von AS bekannt. Fuer die US Amis duerfte wohl klar sein , dass das permanente Weghoeren / Ignorieren / Wegluegen der Interessen eines Landes eben nicht zum selben Ergebnis fuehrt wie frueher, als man einen Apachen-, Irokesen- oder sonstigen Indianerstamm von seinem Land vertreiben konnte. Der Westen hat den langfristigen Krieg verloren, auch wenn hier und da mal eine kleine Schlacht scheinbar gewonnen wird z.b. israel, huthi bombardierung, lybyen, irak usw..
    Goodby Abendland.

  26. Sehr geehrter Herr Röper,

    ich denke die Welt hat auf so ein Interview schon lange gewartet. Durch den (den US-Medien) bekannten Blogger C. Tucker, hat dieses Interview den Stellenwert bekommen, den es brauchte.

    Intellektuell waren die Fragen den meisten hier bekannt. Das ist klar! Aber für die US-Amerikaner eben nicht in diesem Detail und ich bin mir sicher, sie hätten die 2 Stunden ein paar mal gesprengt und so viele Details reingepackt, wie es nur geht. Das ist inhaltlich völlig korrekt. Aber der normalsterbliche US-Bürger will „leicht verdaubare Kost“. Zumindest als Einstieg und genau das hat Carlsson Ihnen geliefert… zumindest mit der Qualität der Fragen. Putin hat in seinen Antworten die Fragen meist übertroffen und auf wesentliche Dinge aus seiner Sicht hingewiesen. Alleine die lange Einführung in die russische Geschichte war ein Lehrstück für mich persönlich und ich habe Ihre Umfrage dementsprechend beantwortet..

    Ich persönlich hätte die Gesprächsführung auch anders begonnen und seitens dem russ. Präsidenten hätte ich die Situation auch eher an den Referenden festgemacht, als an der geschichtlichen Deutung. Es kann nämlich gut sein, dass man dieses Argument (wie toll es auch immer sein mag ) im Hinblick darauf, dass andere Länder auch sehr viele geschichtsträchtige Grenzverschiebungen, oder immigrationsbedingte Schwierigkeiten hatten, nicht für den Einmarsch in ein „souveränes“ Land, gelten lassen mag. Die Referenden im Hinblick auf die von der Ukraine (Kiew) gestartete ethnische Säuberung an den Oblasten an der russischen Grenze jedoch schon. Diese wurden nach 8 Jahren des „versuchens“ einer Lösung (Minsk I&II) dann folgerichtig durchgeführt.

    Natürlich hätte man noch viel anderes dazunehmen müssen. Aber die Hoffnung auf ein Folgeinterview sind dadurch natürlich auch noch gestiegen, weil es Anschlussfragen geben wird und muss. Man muss die Sicht der Russen tröpfchenweise zulassen, denn wer lange Zeit einer Propagandamaschinerie unterstand, der wird wohl kaum Ihr Wissen so akzeptieren können. Auch wenn es folgerichtig und logisch ist. Der Mensch (vor allem in Übersee) ist sehr emotional aufgebaut und die wollen alle emotional abgeholt werden. Daher auch die ganzen Blockbuster, wo es um Action, Drama und natürlich Liebe geht. Je mehr Herzschmerz, desto besser!

    Als Geopolitiker, wie Sie einer sind, dem ist das mehr oder weniger egal, denn die Ergebnisse aus den Handlungen geben die Marschroute vor. Ich habe das erst durch das Studium Ihrer Texte etwas besser verstehen können. Aber um die Amerikaner zu erreichen, muss die Kost leicht sein und vor allem muss es die Seele ansprechen (Oprah Winfrey hat das bis zum Nonplusultra pefektioniert). Das hat Putin erreicht, in dem er Canada ansprach und die Dinge, die da passiert sind. Das sind Augenöffner. Als ich damals in den USA war, wussten z.B. meine Komilitonen garnicht, wo Deutschland lag und vor allem wunderten sie sich, warum ich keine Tracht trug und mein Bierkonsum nicht Ihren Vorstellungen entsprach. Das war in den 90-gern und dies hat mir vieles beigebracht, wenn es darum geht Amerikaner einzuschätzen und vor allem zu erreichen. Putin weiss das und ich denke, er hätte auch gerne noch Stundenlang weitererklärt. Er ist wie ein Lehrer, der folgerichtig überlegt und zu dem Schluss kommt, dass durch die logische Sicht der Dinge schwerwiegende Fehler vermieden werden könnnen. Aber nicht jeder hat seinen Einblick, deshalb muss man die Leute dort abholen, wo sie stehen. Das ist nicht abwertend gemeint, aber der Erfolg (der Frieden) ist nur dann erreichbar, wenn auch noch der letzte Mohikaner versteht, dass die Vorgehensweise des Westens eben nicht zum Erfolg führt. In diesem Sinn benannte er die „goldene Milliarde“. Wer damit gemeint ist, wissen wir und es ist offensichtlich, dass die Einsicht bei diesen Personen reifen muss, um einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten und nicht bei Biden, dem Repräsentantenhaus, oder irgendwelchen anderen politischen Führern, die im Endeffekt auch nur willige Befehlsempfänger sind, wie in der gesamten EU.

    Dennoch hoffe ich darauf, dass es eine Fortsetzung gibt und dass graduell das Niveau der Detailtiefe angehoben werden wird, damit man die eigentlichen Ziele der amerikanischen Intervention in die Ukraine nachvollziehen können wird.

    PS: Ein Interview mit ihnen und dem russ. Präsidenten würde ich um nichts in der Welt verpassen wollen und nachdem Sie Frau Sacharova interviewen durften, wird Ihnen dies auch sicherlich in naher Zukunft einmal gelingen. Da bin ich mir ganz sicher!

    1. Danke, schöne Erklärung.

      Ich glaube Details wie Butscha, die „Kindesentführungen“ usw. sind auch seitens Putin nicht so zielführend. Was soll er dazu sagen, ich wars, ich wars?

      Jede andere Antwort erklärt für die entsprechenden Leute gar nichts, da fällt dann schnell das P-Wort und fertig. Das halte sogar ich für nachvollziehbar.

  27. Die European Broadcasting Union (EBU), Veranstalter des Eurovision Song Contests (ESC), schloss per Pressemitteilung vom 25.02.2022 Russland dauerhaft von der Teilnahme aus politischen Gründen („würde in Verruf bringen“) aus [1][2]. Diese Jahr darf Israel wie die letzten 50 Jahre auch teilnehmen, da die EBU eine nicht-politische Veranstaltung von Sendeanstalten und nicht von Regierungen sei, die die Welt durch Musik zusammen bringe. [3][4]

    Die gleiche Verlogenheit gibt es bei Sportveranstaltern. Es ist offensichtlich, dass Veranstaltungen im Westen als Waffe gegen eine einzige Partei eingesetzt werden, und Veranstalter als verlängerter Arm der Regierungen fungieren.

    Mittlerweile hat sich Russland dazu entschlossen, eine Konkurrenzveranstalung zum ESC aufzuziehen.

    The European Broadcasting Union (EBU) has announced that no Russian act will participate in this year’s Eurovision Song Contest. [..] The decision reflects concern that, in light of the unprecedented crisis in Ukraine, the inclusion of a Russian entry in this year’s Contest would bring the competition into disrepute.

    Am 08.12.2023 erschien eine Mitteilung der EBU in der Belgischen Zeitung „Het Laatste Nieuws“ (HLN) ein Artikel und am 09.12.2023 ein gleichlautendes Statement in ESCBubble zur Rechtfertigung der weiteren Teilnahme Israels unter dem Title „EBU on continued Israeli participation: ‘We remain a non-political event’“ die Bestätigung der weiteren (seit 50 Jahren) Teilnahme Israels

    “Wij zijn een niet-politiek evenement”: Israël blijft welkom op Songfestival, ook al werd Rusland wél geweerd. [..] “We blijven een niet-politiek evenement, dat het publiek wereldwijd verenigt via muziek”, klinkt het bij de organisatie. Opmerkelijk, aangezien Rusland – na de invasie in Oekraïne – in 2022 wél uit de competitie werd gebonjourd.

    „Wir sind eine nicht-politische Veranstaltung:“ Israel bleibt beim Songfestival willkommen, auch wenn Russland ausgeschlossen wurde. [..] „Wir bleiben eine nicht-politische Veranstaltung, die das Publikum weltweit durch die Musik vereinigt“, klinkt es bei der Organisation, angesehen dass Russland – nach der Invasion in der Ukraine – 2022 sehr wohl von dem Wettkampf ausgeschlossen wurde.

    und

    The Eurovision Song Contest is a competition for public broadcasters from all over Europe and the Middle East. It is a competition for broadcasters – not for governments – and the Israeli public broadcaster has been participating in the competition for fifty years.

    [1] EBU statement regarding the participation of Russia in the Eurovision Song Contest 2022
    25 February 2022 at 17:15 CET
    https://eurovision.tv/mediacentre/release/ebu-statement-russia-2022

    [2] On 25 February 2022, the EBU announced that Russia would not compete at the contest, stating that „in light of the unprecedented crisis in Ukraine, the inclusion of a Russian entry in this year’s Contest would bring the competition into disrepute.“[1] The following day, all EBU members from Russia, including VGTRK and Channel One, announced their withdrawal from the union; however, the EBU itself had yet to receive a confirmation.[28][29] On 1 March, a further statement from the EBU announced that it had suspended its Russian members from its governance structures.
    On 26 May 2022, the EBU made effective the suspension of its Russian members, causing Russia to indefinitely lose broadcasting and participation rights for future Eurovision events.
    [https://en.wikipedia.org/wiki/Russia_in_the_Eurovision_Song_Contest_2022]

    [3] Home > Eurovision 2024 > EBU on continued Israeli participation: ‘We remain a non-political event’
    EBU on continued Israeli participation: ‘We remain a non-political event’
    By Dave King Last updated Dec 9, 2023
    [https://escbubble.com/2023/12/ebu-on-continued-israeli-participation-we-remain-a-non-political-event/]

    [4] “Wij zijn een niet-politiek evenement”: Israël blijft welkom op Songfestival, ook al werd Rusland wél geweerd
    Isabelle Deridder 08-12-23, 14:46
    [https://www.hln.be/showbizz/wij-zijn-een-niet-politiek-evenement-israel-blijft-welkom-op-songfestival-ook-al-werd-rusland-wel-geweerd~a62699c6/]

    [5] Vergleich Russland’s war bad / Israel’s genocide good
    May 25, 2022 Russia banned from Eurovision 2022 as organisers say it would bring contest „into disrepute“
    Dec 23, 2023 EBU On Continued Israeli Participation: „We Remain A Non-Political Event“.
    Can we please follow one standard ..
    [https://t.me/myLordBebo/22257]

  28. Die Eltern von Selenskyjs neuem Kommandeur Sysrski leben in Wladimir in Russland. Ein verwandelter Russe, der gegen Russland kämpft, ist nicht wie ein in Deutschland geborener russischer Tennisspieler Alexander Zverev, der gegen den in Moskau geborenen russischen Spieler Daniil Medvedev spielt. Es ist eher so, als wäre man ein Verräter. Schauen Sie mal, https://www.kp.ru/daily/27565.5/4889632/ (Sie müssten einen Übersetzer verwenden.

  29. Schade, das Interview also erwartungsgemäß langweilig, Amis haben leider wenig internationale Peilung. Dabei gäbe es eine Fülle knackiger Fragen, meinetwegen zu den US Importen von Raketentriebwerken, Uran und anderen Leckerli, die zufällig nicht sanktioniert sind. Putins Pochen auf den Tisch war übrigens eine Beleidigung des edlen Materials.

  30. Zwei Fragen an jeden Qualitätsjournalisten, der an Herrn Carlsons Interview herummäkelt:
    1. Wann war das letzte Mal, als Du ein Interview veröffentlicht hast, dass nicht nur zehntausend Likes auf Twitter, sondern zehntausende Kommentare und Medienberichte rund um den Globus ausgelöst hat?
    2. Kannst Du mir fünf Deiner eigenen Interviews nennen, dass den Ansprüchen gerecht wird, die Du hier gerade an Herrn Carlson stellst?

  31. … „Sie ist keine Journalistin, sondern eine Propagandistin…“
    In diesem Satz steckt die Medienbombe! Die Leute brauchen keine Journalisten die Propagandisten sind, sie sind der Propaganda leid. Sie werden selbst den Inhalt bewerten und diskutieren, dort tauchen dann auch die nicht gestellten Fragen auf. Putin wirkt mit seiner Ruhe und Ausstrahlung, als auch mit dem konkreten Inhalt seiner Sätze. Die Rechte in den USA als auch in Europa, ist der Propaganda abgeneigt und daher dem Inhalt zugänglich, die Linke steht für Propaganda, da diese sehr stark Jüdisch geprägt und dirigiert wird, spielt hier der Massenmord in Gaza gleich mit hinein.
    Die Macht des Schuldkult gehört dem Opfer und nicht dem Massenmörder!

  32. Wenn man bedenkt, an wen sich das Gespräch wendet, ist es genau richtig. Derjenige, welcher in der Welt der Ahnungslosen lebt, wäre mit einem Thomas Röper und seinen Fragen und Energie gänzlich überfordert. Ich finde Tucker und Putin haben das genau richtig gemacht. Möge das nächste Gespräch zwischen Thomas und Putin stattfinden. Dann sind die Menschen schon etwas „vorgewärmt“ und können mehr damit anfangen.

  33. Der New Zealand Herald zeigt mit einer reißerischen Schlagzeile auf der Titelseite die Arbeitsweise der westlichen Medien:

    ‚Serious global conflict‘: Putin threatens US with war in Tucker Carlson interview
    09 Feb 03:15 AM

    Im Text selber heißt es dann

    „Russian President Vladimir Putin has threatened the US with a global war that will “bring humanity to the brink” if it deploys troops to Ukraine.

    Das Vorrücken von NATO-Truppen an die russischen Grenzen, ob zu Land oder via Schwarzes Meer, war von Anfang an die Bedingung für eine militärische Auseinandersetzung, die man von westlicher Seite nicht nur vorsätzlich ignoriert, sondern auch offensiv forciert hatte. Die Türkei verweigert zu Recht jede Durchfahrt von NATO-Schiffen ins Schwarze Meer.

    [https://www.nzherald.co.nz/world/former-fox-host-tucker-carlson-releases-interview-with-vladimir-putin-on-to-social-media/XD27XPXEQFBCFGPPQVEWQ7ODL4/]

  34. Habe das Interview jetzt auch gesehen. Ich war über die defensive Haltung Putins überrascht, beim Schach würde man von einer königsindischen Verteidigung sprechen…
    Was mich am meisten wundert, ist die Sache mit dem Natobeitritt Russlands. Es ist kaum zu glauben, wie Putin diese Geschichte, ohne jeden Funken Selbstkritik, erzählt. Kein Wort davon, dass er den Gegner völlig falsch eingeschätzt hat. Dann auch noch die Charakterisierung Jelzins…

    Ja, die Abgeklärtheit mag man, wie @Sarina oben, für staatsmännisch halten, mich hat sie erheblich gestört – immerhin befindet sich Russland im Krieg. Es gibt diese Geschichte von den Belagerten, die dem Riesenheer vor ihren Mauern ihre letzte Kuh über die Mauern warfen und dadurch den Krieg gewannen – hoffentlich hat sich Putin nicht daran orientiert und praktizierte bloß die königsindische Verteidigung. Übrigens: Hauptvertreter der königsindischen Verteidigung unter den Top Schachspielern heute ist der Aserbaidschaner Teymur Rəcəbov.

    1. « Ich war über die defensive Haltung Putins überrascht » – Ich auch. Gleich der Einstieg war suboptimal, um es vorsichtig auszudrücken, wie er Tucker fragte, ob es ein seriöses Gespräch werden soll oder nicht, ob Zeit ist für 30 Sekunden Exkurs in die Geschichte. Putin hatte sich vorbereitet auf die Wiedergabe seiner Sicht der Dinge, aber er war nicht bereit für ein offenes Interview, so daß er die Gelegenheit nicht ergriff, die Tucker ihm bot ; denn dessen Fragen waren fair und legitim, ja sie kamen ohne die Unterstellungen aus, die den westlichen Journalismus kennzeichnen.

      « Natobeitritt Russlands » – Die Anfrage Rußlands damals war eventuell ein taktisches Manöver, um den Amerikanern auf den Zahn zu fühlen bzw die Ehrlichkeit ihrer Pläne zur Erweiterung des Bündnisses einer weltöffentlichen Probe zu unterziehen. Es muß nicht heißen, daß Putin damals die USA falsch eingeschätzt hat. (Hingegen hat er im Vorfeld der MSO ihr Spiel meiner Ansicht nach nicht durchschaut bzw ihre Herrschaft über die Europinscher verkannt.)

      « die Charakterisierung Jelzins » – Auch hier würde ich einfach sagen, daß Putin es sicher besser weiß, aber ein höheres Gebot nach wie vor gilt, nämlich jenes der Loyalität. Schließlich hat Jelzin ihn erst zum Minipräs und dann zum Präsidenten gemacht. Und da soll es eine Abmachung gegeben haben, die der Familie Jelzin Immunität garantiert vor aller Verfolgung wegen Vorteilsnahme und sonstigen Vergehen in den Jahren der Präsidentschaft.

      1. Ich hoffe, Sie haben Recht, befürchte aber, dass Putin auch noch heute die absolute Machtbesessenheit der Globalisten (gleich welcher Religion) unterschätzt, gegen die sein Beispiel mit dem Köpfeüberroller ein Kinderspiel darstellt.
        Ich hoffe, noch einmal, dass Sie Recht haben.

      2. Sorry @Lumi….ihre Selbstüberschätzung ist ja schon legendär – aber mit der Einschätzung des Interview zeigen Sie ihr tatsächlich unterirdisches Niveau.
        Ist es Neeid gegenüber C oder Putin? Denen können Sie beide nicht mal annähernd das Wasser reichen….obwohl auch TC zeigte, dass er als US-Amerikaner schon keine großartige Bildung aufweisen kann….zumindest nicht gegenüber Putin!

        1. Bei der Zielgruppe, ob die „richtigen“ Amis, Chinesen, Araber oder Nigerianer, kommt es blendend an. Und hier sind einige sauer, weil sie nicht zu Putins Zielgruppe gehören und diese Figuren, die sie gerne von Putin angesprochen und missioniert hätten, schon gar nicht.

    2. @routard

      Autsch…..wo auch immer Sie „defensive Haltung“ ausgemacht haben wollen, bleibt sicher ihr Geheimnis…?

      Im Übrigen könnte es auch ein super Schachzug von Putin gewesen sein, Clinton auf den Zahn zu fühlen, was er davon hält wenn RF in die NATO eintritt! Da hätte die USA ja Farbe bekennen müssen – er hat genau die Antwort erhalten, die glasklar alle Zweifel beseitigen MUSSTE!
      Mit der Antwort war die USA nackig – klar hätte man das im Propagandakrieg pausenlos verwenden können!

      Sie vergessen aber, in welchem Zustand Russland im Jahr 2000 war – noch ein Jahr länger Jelzin, hätte die USA ihr Ziel erreicht & RF hätte gar nicht mehr existiert!
      Putin musste intelligent vorgehen um die Wirtschaft wieder aufzubauen, die RF wieder zusammen zu fügen & gleichzeitig Mio. Menschen wieder ein lebenswertes Leben zu geben…..die Oligarchen in den Griff zu kriegen usw.usf… Haben Sie das nie gewußt oder alles schon wieder vergessen?

      Dass Putin NICHT öffentlich über Ex-Präsidenten der SU/RF herzieht, ist ein Charakterzug von ihm! Und es entspricht seiner Einstellung, dass Nachtreten nicht dazu führt, ‚voran‘ zu kommen sondern nur zu weiterem Unfriedn führt!

      Ganz offensichtlich ist es eine Mentalitätsfrage, dass DE ihre Rachegelüste unbedingt befriedigt sehen wollen & anderen keine andere Vorgehensweise durchgehen lassen wollen…..

      Wenn Sie Putin mal zugehört hätten, wüßten Sie, dass Russland nicht in irgend einem Krieg ist sondern dabei ist eine multipolare Ordnung gemeinsam mit Partner zu bauen.
      Davon haben alle etwas – wenn SIE es besser können, immer ran! Wenn nicht, sollte man kleinere Brötchen backen.

      1. @gmt
        Auch Ihnen kann ich nur antworten, dass ich sehr hoffe, dass die multipolare Weltordnung kommt und dass die US Globalisten ausgebremst werden.
        Ich befürchte, es kommt anders und vor diesem Anderen habe ich Angst, gerade wenn ich mir meine Mitbürger ansehe, die sich vor jeden Karren spannen lassen.
        Was Jelzin betrifft, mögen Sie Recht haben, dann hätte ich mir eben aus meiner kleinen deutschen Mentalität heraus gewünscht, dass er diesen grossen Verbrecher am russischen Volk nicht mit Samthandschuhen anfasst, sondern ihn als das bezeichnet, was er war, ein Amiknecht.

  35. Die hunderttausenden Opfer dieses Krieges kleben wie Pech an den Händen westlicher Politiker. Allerdings ist es diesen Kriegstreibern völlig egal, wieviele Ukrainer und Russen sterben. Genau so gleichgültig waren ihnen die Millionen Opfer der Kriege nach 1945 und die Toten des gegenwärtigen Gaza- Konflikts. Die Nutznießer – die Eigner und Aktionäre der Rüstungsmafia leben auf Kosten aller Leidtragenden.

  36. Putins Sequenz über seine NATO-Beitrittsanfrage zeigt, wie sehr er in den 2000er Jahren eine ‚freundschaftliche‘ Koexistenz mit dem Westen gesucht hat. Also gar nicht so weit entfernt von Mikhail Gorbatschows Idee vom ‚Gemeinsamen europäischen Haus‘. Dabei hat Putin mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass er Gorbatschows Politik als tragischen Irrtum betrachtet.

    Ich bin erstaunt über Tucker Carlsons Interviewführung mit Putin, da war kein Versuch, Putin aufs Glatteis zu führen im Sinne von „Sahen Sie sich in Ihren ersten beiden Amtszeiten in einer Kontinuität zu Mikhail Gorbatschow?“, „Sind Sie, Herr Putin, im Grunde Ihres Herzens und Denkens auf Harmonie auf der Weltbühne bedacht?“ Wie souverän hätte Putin auf solche Fragen reagiert? Es wären übrigens Fragen gewesen, die zu einer kontroversen politischen Debatte in Russland hätten beitragen können. Das hätte dem Interview mehr Spannung verliehen.

    Ich nehme aus diesem Interview mit Putin wahr, dass er bei weitem nicht der härteste politische Knochen in der Russischen Föderation ist, geschweige denn in der russischen Geschichte: kein Iwan der Schreckliche, kein Zar Peter, kein Lenin, kein Stalin. Vielmehr für russische Verhältnisse ein ausgesprochen moderater Politiker.

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