Aus Anlass der Bauernproteste

Eine Warnung vor US-Oligarchen, die die Medien verschweigen

Es ist ein Oxfam-Bericht zu Ungleichheit erschienen, der deutlich vor der Macht der US-Oligarchen warnt. Das allerdings verschweigen Medien wie der Spiegel, dort erfährt man nur, dass die fünf reichsten Männer der Welt ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt haben, aber nicht, wo das tatsächliche Problem ist.

Der Oxfam-Bericht zu Ungleichheit ist eine durchaus lesenswerte Lektüre. Der Spiegel hat darüber unter der Überschrift „Oxfam-Bericht zu Ungleichheit – Die fünf reichsten Männer der Welt haben ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt“ berichtet und leider die interessanten Informationen verschwiegen. Das gilt für praktisch alle Medienberichte über den Oxfam-Bericht.

Die Kernaussage des Spiegel-Artikels ist ziemlich banal und wohl für niemanden überraschend:

„Demnach haben die fünf reichsten Menschen der Welt – allesamt Männer – ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt. Bei den Männern handelt es sich um Elon Musk, Jeff Bezos, Bernard Arnault, Larry Ellison und Warren Buffett.
Gleichzeitig wurden fast fünf Milliarden Menschen, die ärmsten 60 Prozent, noch ärmer.“

Wahrscheinlich wäre die Tatsache, dass fast fünf Milliarden Menschen noch ärmer geworden sind, für die Spiegel-Redaktion weniger schlimm, wenn unter den fünf reichsten Menschen der Welt auch ein paar Frauen wären, oder was soll der explizite Hinweis darauf, dass es sich dabei um „allesamt Männer“ handelt?

Aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist, dass der Oxfam-Bericht derzeit hochaktuell ist, denn er hat auch mit den aktuellen Bauerprotesten zu tun. Aber das erzählt der Spiegel seinen Lesern lieber nicht, denn der Spiegel und die anderen deutschen Medien bemühen sich derzeit bekanntlich nach Kräften, die protestierenden Bauern als Extremisten darzustellen, um deren Proteste zu diskreditieren.

Außerdem ist für westliche Medien jede Kritik an den US-Oligarchen oder dem westlichen System insgesamt ein Tabu, zumal sich die westlichen Medien von den Oligarchen längst großzügig für ihre wohlwollende Berichterstattung bezahlen lassen. Solche Dinge werden als „Verschwörungserzählungen“ diffamiert, die Leser sollen von dem tatsächlichen Kernproblem nichts erfahren.

Vom Oligopol zum Monopol

Ich habe erst vor wenigen Tagen den Artikel mit der Überschrift „Agenda 2030 – Warum die kleinen Bauernhöfe im Westen in die Pleite getrieben werden und worum es wirklich geht“ veröffentlicht, in dem ich erklärt habe, dass das Höfesterben im Westen kein Naturphänomen ist, sondern das Ergebnis einer koordinierten und geplanten Politik, deren Ziel es ist, die kleinen Bauern aus dem Markt zu drängen und die Lebensmittelproduktion in die Hände einiger weniger Großkonzerne zu überführen, die dann als Monopolisten den Markt – und damit Preise und Qualität der Lebensmittel – kontrollieren.

Die Politik unterstützt diese Tendenz nach Kräften, indem sie die Arbeitsbedingungen für kleine landwirtschaftliche Betriebe schrittweise immer weiter verschlechtert. Die aktuellen Sparmaßnahmen, gegen die die Bauern derzeit protestieren, sind einer dieser kleinen Schritte und die Regierung ist weiterhin festentschlossen, keine weiteren Kompromisse zu machen.

Ob die Kasper, die in Berlin und Brüssel solche Entscheidungen treffen, überhaupt verstehen, was sie da tun, bezweifle ich. Sie setzen nämlich nur das um, was ihnen die Lobbyisten der Konzerne und die Regierungsberater, die ebenfalls aus dem Dunstkreis der Konzerne kommen, einflüstern. Ein Hampelmann, wie beispielsweise Robert Habeck, der von Wirtschaft so viel versteht, wie eine fette Mastsau vom Hochsprung, kann gar nicht erfassen, was er da tut.

Im Westen findet in allen Wirtschaftszweigen eine Konzentration der Marktmacht statt, die zwangsläufig zu Monopolen führen wird und derzeit in vielen Branchen schon zu Oligopolen geführt hat, bei denen weniger als eine Handvoll Konzerne einen Markt beherrschen und daher Preisabsprachen treffen können. Das habe ich in meinem Artikel detailliert beschrieben und darauf hingewiesen, dass diese Konzerne wiederum von nur wenigen Superreichen kontrolliert werden, die von den westlichen Medien liebevoll „Philanthropen“ genannt werden, obwohl sie in Wahrheit skrupellose Oligarchen sind, die mit ihrem Geld die Politik beeinflussen, um noch reicher und mächtiger zu werden.

Der Oxfam-Bericht bestätigt meine Thesen voll und ganz. Dem Problem der Monopole im Westen ist eines der vier Kapitel des Berichts gewidmet. Über die Landwirtschaft erfahren wir dabei unter anderem, dass heute nur zwei globale Konzerne über 40 Prozent des weltweiten Saatgutmarktes kontrollieren. Vor 25 Jahren haben noch zehn Konzerne „nur“ 40 Prozent des weltweiten Saatgutmarktes besessen. Außerdem kontrollieren vier Konzerne 62 Prozent des weltweiten Pestizidmarktes. In der Landwirtschaft ist demnach eine „zunehmende Konzentration in der Produktion und im Handel mit Agrar- und Lebensmittelprodukten“ zu beobachten.

Dass es nicht nur um Saatgut, Pestizide und den Handel mit Lebensmitteln geht, steht bei Oxfam nicht geschrieben, aber das habe ich in meinem Artikel aufgezeigt, denn die US-Oligarchen, die die Kontrolle über diese Dinge übernehmen wollen, kaufen auch im großen Stil landwirtschaftliche Flächen auf, wenn kleine Landwirte aufgeben müssen, weil die Maßnahmen der Regierung ihnen eine gewinnbringende Produktion unmöglich machen.

Neokolonialismus, Oligarchen und Clans

Außerdem bestätigt Oxfam auch die russische Kritik am westlichen System, denn die russische Regierung wirft dem Westen bei jeder Gelegenheit vor, Neokolonialismus zu betreiben. Formell sind die meisten früheren Kolonien heute unabhängige Staaten, aber sie werden weiterhin vom Westen ausgebeutet, wobei auch hier eine Konzentration stattfindet, sodass einige wenige US-Oligarchen den größten Teil vom Kuchen bekommen. Oxfam schreibt, dass ein „extraktivistisches“ Modell im kolonialen Stil aufrechterhalten wird.

Mein Warnung vor den US-Oligarchen wird von Oxfam ebenfalls bestätigt, denn man kann in dem Bericht über die Macht der Investment- und Hedge-Fonds erfahren, dass „die wirtschaftliche Macht solcher Indexfonds so konzentriert ist, dass ‚in naher Zukunft etwa zwölf Einzelpersonen die praktische Macht über die Mehrheit der US-Aktiengesellschaften haben werden'“.

Diese „etwa zwölf Einzelpersonen“ sind die von mir als „US-Oligarchen“ bezeichneten Superreichen, wobei ich eher von „zwölf Einzelpersonen und Familienclans“ sprechen würde. Bill Gates beispielsweise ist noch eine Einzelperson, aber George Soros ist alt und wird bald sterben. Dann wird sein Vermögen seinen Kindern gehören, wobei Soros bereits festgelegt hat, welcher Sohn den Clan dann als Familienoberhaupt führen wird. Bei Rockefeller ist das schon vor fast hundert Jahren passiert, Rockefeller ist heute ein Clan mit einem Familienoberhaupt, aber die Macht des Rockefeller-Clans ist ungebrochen.

Ich habe das entsprechende Kapitel über Monopole aus dem Oxfam-Bericht übersetzt, damit Sie es selbst lesen und selbst entscheiden können, ob Sie meine Schlussfolgerungen teilen.

Beginn der Übersetzung:

Eine neue Ära der Monopolmacht

In diesem Kapitel wird ein zentrales Instrument untersucht, das die Ungleichheit verschärft hat: die Unternehmenskonzentration und das Wachstum der globalen Monopolmacht. Milliardäre und mächtige Finanzunternehmen dominieren den Besitz von Unternehmensmonopolen, die ihrerseits immer mehr unserer Volkswirtschaften beherrschen und außergewöhnlichen Reichtum und Macht in die Hände einiger weniger Superreicher verlagern und konzentrieren.

2.1 Monopole schüren Ungleichheit

Wir leben in einer neuen Ära der Monopolmacht. Eine kleine Zahl immer größer werdender Konzerne übt einen außerordentlichen Einfluss auf Volkswirtschaften und Regierungen aus, mit – wie dieses Papier zeigt – der weitgehend ungezügelten Macht, die Verbraucher mit Preisen zu übervorteilen, Löhne zu drücken und Arbeitnehmer zu missbrauchen, den Zugang zu wichtigen Gütern und Dienstleistungen einzuschränken, Innovation und Unternehmertum zu vereiteln und öffentliche Dienste und Versorgungseinrichtungen für privaten Profit zu privatisieren.

Monopolistische Unternehmen sind nicht nur groß, sie können auch Märkte kontrollieren, die Regeln und Bedingungen für den Austausch mit anderen Unternehmen und Arbeitnehmern festlegen und höhere Preise verlangen, ohne dass es zu geschäftlichen Einbußen kommt. Genauer gesagt ist ein Monopol „ein Unternehmen mit beträchtlicher und dauerhafter Marktmacht, d. h. der langfristigen Fähigkeit, Preise zu erhöhen oder Wettbewerber auszuschließen“. Monopolistische Macht erzeugt noch mehr Macht und ermöglicht es den Monopolen, von den Unternehmen und Arbeitnehmern in ihrem Gravitationskreis zu profitieren, was zu größerer Ungleichheit führt.

Gremien wie der IWF sind sich einig, dass monopolistische Macht zunimmt und zur Ungleichheit beiträgt. Monopole bewirken einen gesamtwirtschaftlichen Transfer von der Arbeit zum Kapital – „eine Umverteilung des verfügbaren Einkommens der Vielen in Kapitalgewinne, Dividenden und Managergehälter der Wenigen“. Indem sie Knappheit schaffen, um die Preise zu erhöhen und die Gewinne in die Höhe zu treiben, sorgen Monopole für eine regressive Umverteilung von Einkommen und Wohlstand in der gesamten Wirtschaft: von den Arbeitnehmern und Verbrauchern, die durch höhere Gewinnspannen übermäßig belastet werden, zu den Führungskräften und Eigentümern, die eher reich sind und Aktien besitzen.

Untersuchungen des IWF haben ergeben, dass die Zunahme der Monopolmacht für 76 % des Rückgangs des Anteils des Arbeitseinkommens im verarbeitenden Gewerbe in den USA verantwortlich ist; ohne sie wäre der Anteil des Arbeitseinkommens im 20. Jahrhundert konstant geblieben. Optimistischerweise zeigt die Forschung, dass die Durchsetzung von Antimonopolen diese Trends umkehrt – sie senkt die Preise, erhöht die Zahl der Unternehmensgründungen und steigert die Löhne und die Beschäftigung der Arbeitnehmer. So wie Monopolpreise ärmere Menschen bestrafen, kommen ihnen die Einsparungen durch die Bekämpfung von Monopolen überproportional zugute.

Private Monopole sind kein abstraktes Phänomen; sie spielen eine große Rolle bei der Gestaltung des Lebens der einfachen Menschen auf der ganzen Welt – sie beeinflussen, wie viel wir verdienen, welche Lebensmittel wir essen und uns leisten können, zu welchen Medikamenten wir Zugang haben und welche Menschenrechte verwirklicht (oder verletzt) werden. Allzu oft nutzen multinationale Monopole ihre Macht aus, um in die Privatsphäre einzudringen und den öffentlichen Diskurs zu verzerren, wobei sie sich mehr um ihre Gewinne als um nationale oder öffentliche Belange kümmern. Es hat sich auch gezeigt, dass sie in den USA den Rassismus als Waffe einsetzen. Kämpfer für den Zugang zu Arzneimitteln kritisierten beispielsweise den „wissenschaftlichen Rassismus“, der eingesetzt wurde, um die gemeinsame Nutzung von Wissenschaft und Technologien für COVID-19-Impfstoffe mit Herstellern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu untergraben.

2.2 Der Höhepunkt der Monopolmacht

Die Regierungen haben es den größten Unternehmen der Welt ermöglicht, größer und profitabler zu werden. Apple wird mit 3 Billionen US-Dollar bewertet: Diese Zahl ist größer als das gesamte BIP von Frankreich, der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die fünf größten Unternehmen der Welt sind zusammen mehr wert als das BIP aller Volkswirtschaften in Afrika, Lateinamerika und der Karibik zusammen. Und obwohl die enorme Macht von Unternehmen eine globale Geschichte ist, überrascht es nicht, dass US-Konzerne oft den Diskurs über die Macht von Unternehmen dominieren, da sie die meisten der wertvollsten Unternehmen der Welt stellen.

Monopolistische Unternehmen stehen seit 2021 wegen einer „Verkäuferinflation“ unter Beobachtung. Als die Angebotsschocks von COVID-19 die Weltwirtschaft erschütterten, konnten große Unternehmen in vielen konzentrierten Sektoren, die sich implizit koordinierten, die Preise erhöhen, um ihre Gewinnspannen in die Höhe zu treiben, was wiederum die Inflation anheizte, eine Theorie, die vom IWF und der Europäischen Zentralbank bestätigt wurde. Im Energie-, Lebensmittel- und Pharmasektor kam es zu erheblichen Preiserhöhungen, die es den Unternehmen ermöglichten, ihre Gewinne so schnell zu steigern wie seit 1955 nicht mehr.

Diese opportunistische Intensität der Preiserhöhungen ist neu, der Trend zur Gewinnsteigerung jedoch nicht. Daten von mehr als 70.000 Unternehmen in 134 Ländern aus vier Jahrzehnten zeigen, dass der weltweite durchschnittliche Preisaufschlag – das Verhältnis von Preis zu Kosten – von 7 % über den Kosten im Jahr 1980 auf 59 % über den Kosten im Jahr 2020 gestiegen ist. Entscheidend ist, dass dieser Anstieg weltweit von marktbeherrschenden Unternehmen der Spitze vorangetrieben wurde, die ihre Marktmacht ausbauen konnten, und nicht von der Mehrheit der Unternehmen. Darüber hinaus wurden die steigenden Gewinne von großen multinationalen Unternehmen angetrieben: Der Anteil der multinationalen Gewinne an den weltweiten Gewinnen vervierfachte sich von 4 % im Jahr 1975 auf 18 % im Jahr 2019.

Die Preisinflation ist nur eine Erscheinungsform der Marktmacht. Gleichzeitig hat sich die relative Größe von Großkonzernen vervielfacht. Amazon, das Ende 2023 von der US-Regierung verklagt wurde, wird beschuldigt, seine Monopolmacht zu nutzen, um „die Preise in die Höhe zu treiben, die Qualität zu verschlechtern und Innovationen für Verbraucher und Unternehmen zu ersticken“.

2.3 Big Pharma, Big Tech, Big All

Die Marktkonzentration ist allgegenwärtig. Auf der ganzen Welt haben die Unternehmen eine umfassende Konsolidierung durchlaufen:

  • Aus 60 Unternehmen fusionierten im Laufe von zwei Jahrzehnten zehn riesige, globale „Big Pharma“-Firmen.
  • Zwei globale Unternehmen kontrollieren über 40 % des weltweiten Saatgutmarktes (im Vergleich zu 10 Unternehmen, die vor 25 Jahren 40 % des weltweiten Saatgutmarktes besaßen).
  • Vier Unternehmen kontrollieren 62 % des weltweiten Pestizidmarktes.
  • Drei Viertel der weltweiten Ausgaben für Online-Werbung gehen an Meta, Alphabet und Amazon.
  • Mehr als 90 % der Online-Suche wird über Google abgewickelt.
  • Die „Big Four“ dominieren den globalen Markt für Rechnungswesen mit einem Marktanteil von 74 %.
  • In der Landwirtschaft ist eine „zunehmende Konzentration in der Produktion und im Handel mit Agrar- und Lebensmittelprodukten“ zu beobachten.

Zahlreiche scheinbar einzigartige Produkte in den Supermarktregalen, von Müsli bis Shampoo, gehören in Wirklichkeit ein und demselben Unternehmen. Der Biergigant AnheuserBusch Inbev ist beispielsweise Eigentümer von über 500 Biermarken, darunter Budweiser, Becks, Corona und Stella Artois.

Monopolmacht wird durch viele Geschäftstaktiken verstärkt und ausgeübt, darunter: Fusionen und Übernahmen, geheime Absprachen in konzentrierten Branchen, aggressiver Missbrauch des Schutzes geistigen Eigentums und Exklusivverträge, um Konkurrenten und kleinere Unternehmen aus dem Markt zu drängen.

Risikokapitalgeber und Monopole nutzen ihren bevorzugten Zugang zu Finanzmitteln, um monopolistische Unternehmen zu unterstützen, während sie ihre Konkurrenten aushungern, um dann von den überlebenden Unternehmen höhere Renditen zu kassieren. Volkswirtschaften im gesamten Globalen Süden sind auf den Export von Primärrohstoffen, von Kupfer bis Kaffee, für die Verwendung durch monopolistische Industrien im Globalen Norden festgelegt, wodurch ein „extraktivistisches“ Modell im kolonialen Stil aufrechterhalten wird.

2.4 Monopol-Geld

Private Finanz- und Vermögensverwalter – die größtenteils im Auftrag wohlhabender Kunden handeln – spielen eine große Rolle bei der Konzentration wirtschaftlicher Macht in wenigen Händen. Private-Equity-Firmen, die seit 2009 weltweit mit 5,8 Billionen US-Dollar an Geldern reicher Investoren ausgestattet sind, haben ihren privilegierten finanziellen Zugang genutzt, um viele Märkte zu konsolidieren, indem sie kleine Unternehmen „aufrollen“. Dadurch steigern sie ihre eigenen Gewinne und die der Unternehmen, die sie kaufen, während sie gleichzeitig die Märkte verzerren und sektorübergreifend als Monopolisten auftreten.

Abgesehen von Private Equity verwalten die drei großen Indexfondsmanager – BlackRock, State Street und Vanguard – zusammen ein Vermögen von rund 20 Billionen US-Dollar. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese Art der Marktkonzentration die Anreize für Unternehmen verringert, miteinander zu konkurrieren, und im Gegenzug die Monopolmacht verstärkt. Zusammen kontrollieren sie fast ein Fünftel aller investierbaren Vermögenswerte der Welt. Gemeinsames Eigentum an so wenigen Finanzunternehmen untergräbt die Fairness in der gesamten Wirtschaft. Darüber hinaus hat eine Harvard-Forschung festgestellt, dass die wirtschaftliche Macht solcher Indexfonds so konzentriert ist, dass „in naher Zukunft etwa zwölf Einzelpersonen die praktische Macht über die Mehrheit der US-Aktiengesellschaften haben werden“ – Bedenken, die der Gründer von Vanguard selbst geäußert hat.

Diese Finanzialisierung der Unternehmen, bei der die riesigen Finanzmärkte eine immer größere Rolle in der Wirtschaft spielen, hat die Konzentration auf kurzfristige Gewinne gegenüber längerfristigen Zielen verschärft. Sie hat auch die Investitionen von produktiven Zwecken weggelenkt und stattdessen im Interesse des extremen Kapitals gehandelt, indem sie viele Nicht-Finanzunternehmen zunehmend auf Finanzinstrumente und -tätigkeiten ausgerichtet hat. Dieser Ansatz wird durch das Modell vieler Hedge-Fonds veranschaulicht, das darin besteht, ein unterbewertetes Unternehmen zu identifizieren und zu kaufen, Vermögenswerte zu verkaufen und Mitarbeiter zu entlassen, um einen kurzfristigen Gewinn zu erzielen, bevor sie zum nächsten Ziel weiterziehen. Hedge-Fonds arbeiten im Auftrag reicher Investoren; die Mindestinvestition in Hedge-Fonds beginnt bei etwa 100.000 US-Dollar und reicht bis zu 2 Millionen US-Dollar.

Wenn große Unternehmen Schritte in Richtung missionsorientierter, zielgerichteter Ziele unternehmen, wie z. B. die Zahlung existenzsichernder Löhne oder Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, können sie dafür aggressiv angegriffen werden. Es hat sich gezeigt, dass Hedge-Fonds Bemühungen von Unternehmen, nachhaltiger zu handeln, als ein Zeichen dafür ansehen, dass sie Ressourcen verschwenden und den Shareholder Value nicht maximieren. Diese Unternehmen werden zur Zielscheibe der „Buy, Strip and Flip“-Strategie von Hedgefonds. Dies zeigt das 115 Milliarden Pfund schwere feindliche Übernahmeangebot von Kraft Heinz für den Konsumgüterkonzern Unilever im Jahr 2017, das vom brasilianischen Hedgefonds 3G Capital unterstützt wurde. Der globale Norden dominiert den privaten Kapitalmarkt; von den fast 10 Billionen US-Dollar an weltweit verwaltetem Vermögen sind 56 % in Nordamerika, 24 % in Europa und 18 % in Asien angesiedelt.

Ein großer Teil dieser Mittel fließt jedoch in den globalen Süden. Einigen Schätzungen zufolge sind die privaten Kapitalzuflüsse inzwischen so hoch wie der Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe am BIP der einkommensschwachen Länder (LICs), aber einige dieser Investitionen sind sehr volatil und haben kein integratives Wirtschaftswachstum gefördert. Untersuchungen über die afrikanischen Länder südlich der Sahara zeigen, dass Private-Equity-Investitionen in erster Linie in den Finanz- und ICT-Sektor fließen. 83 % der Investitionen gingen in nur vier Länder. Auch Untersuchungen aus 31 Ländern des Globalen Südens legen nahe, dass ein Großteil der Finanzerträge von den größten Unternehmen erwirtschaftet wird, wodurch lokale Wirtschaftseliten gestärkt werden, die von der finanziellen Integration profitieren. Das Wachstum eines großen und nicht rechenschaftspflichtigen Sektors schafft neue Herausforderungen für die nationale Souveränität.

2.5 Lehren aus der Vergangenheit

Monopole sind nicht neu. Die im Jahr 1600 gegründete englische East India Company entwickelte sich zum größten Monopol der Welt und läutete gewaltsam die koloniale Ära ein. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, vor allem in den USA, wurden einige Geschäftsleute im sogenannten „Gilded Age“ außerordentlich reich, indem sie Branchen von der Eisenbahn bis zum Bankwesen monopolisierten. Beispiele hierfür sind John D. Rockefellers Ölimperium oder Cecil Rhodes‘ Kontrolle über das weltweite Diamantenangebot.

Das letzte Mal, als die Vermögenskonzentration so hoch war, gingen die Regierungen in Ländern wie den USA durch eine Ausweitung der öffentlichen Macht gegen private Monopole vor. Sie zerschlugen die Monopole und unterdrückten ihre Macht, indem sie sie einer neuen Wettbewerbs- und Kartellpolitik sowie neuen Finanzvorschriften und Steuern unterwarfen. Gleichzeitig wurde die Macht der öffentlichen Hand gestärkt, indem einige Wirtschaftszweige in öffentliche Versorgungsbetriebe umgewandelt und Wirtschaftszweige von der Elektrizität bis zum Gesundheitswesen (z. B. der National Health Service in Großbritannien) in öffentliches Eigentum überführt wurden.

Diese Periode durchsetzungsfähiger öffentlicher Politik, die Anfang des 20. Jahrhunderts begann, endete jedoch in den späten 1970er Jahren, als die neoliberale Wirtschaftspolitik die staatliche Regulierung zugunsten des ungehinderten Marktes verdrängte. Die Anti-Monopol-Politik wurde drastisch abgeschwächt und auf einen „Verbraucherwohlfahrtsstandard“ umgestellt. Dabei handelt es sich um ein monopolfreundliches Paradigma, das davon ausgeht, dass große Unternehmen effizienter sind und den Verbrauchern einen besseren Nutzen bringen. Solange die Verbraucherpreise niedrig sind, sind andere Aspekte wie Größe, Macht, Fairness und Demokratie unwichtig. Doch selbst wenn man diesen zutiefst fehlerhaften Ansatz für bare Münze nimmt, ist er an sich schon gescheitert: Die Konsolidierung der Märkte hat vorhersehbar zu höheren Preisen für die Verbraucher geführt. Dieser zentrale, wenn auch weniger bekannte Teil der neoliberalen Geschichte hat das Kapital im Dienste der Monopolmacht entfesselt.

Ein weiteres zentrales Element der Geschichte der Unternehmensmonopole, die die globale Ungleichheit vorantreiben – historisch und heute – ist der „ungleiche Austausch“, der zum Teil daraus resultiert, dass reiche Nationen und ihre monopolistischen Unternehmen ihre Dominanz in der Weltwirtschaft durchsetzen. Dazu gehören die Senkung der Preise für Rohstoffe und Arbeit in den Ländern des Globalen Südens und die aggressive Durchsetzung von Patentmonopolen, die wiederum durch Machtungleichgewichte in den globalen Finanzregeln und -institutionen ermöglicht wird.

2.6 Von der Demokratie zur Plutokratie

Die von privaten Monopolen geschaffene extreme Machtungleichheit ist eine Form der Korruption, die wirtschaftliche Ungleichheit auflädt. Monopole handeln wie Regierungen, regulieren wie Regierungen und konkurrieren mit Regierungen um Macht. Wie der frühere US-Präsident Franklin D. Roosevelt warnte, ist die Freiheit einer Demokratie nicht sicher, wenn die Menschen das Wachstum privater Macht bis zu einem Punkt tolerieren, an dem sie stärker wird als ihr demokratischer Staat selbst. Auf die Gefahren der wachsenden Macht der Konzerne wies insbesondere der ehemalige chilenische Präsident Salvador Allende hin, der sagte: „Wir stehen vor einer direkten Konfrontation zwischen den großen transnationalen Konzernen und den Staaten. Die Konzerne mischen sich in die grundlegenden politischen, wirtschaftlichen und militärischen Entscheidungen der Staaten ein“.

Wie in Kapitel 3 gezeigt wird, haben die Konzerne seit langem in ihre Macht durch Armeen von Lobbyisten investiert, was ihnen beträchtliche Gewinne einbrachte. Aber wir wissen, dass das Monopol selbst Macht ist – die Macht, der demokratischen Sphäre politische Entscheidungen zu entreißen. Wie der Milliardär Mark Zuckerberg feststellte, ist Facebook in vielerlei Hinsicht eher wie eine Regierung als ein traditionelles Unternehmen“.

Diese neue Monopol-Ära ist nicht unvermeidlich oder ein natürliches Phänomen, sondern das Ergebnis von Gesetzen und politischen Entscheidungen. Es ist zum Teil eine Herausforderung, die sich aus dem beklagenswert schwachen Wettbewerb ergibt, aber vor allem aus der Konzentration von privatem Reichtum und Macht, die nicht durch öffentliche und demokratische Kontrolle ausgeglichen wird.

Das Zeitalter der Monopolmacht verlangt von uns, dass wir es mit den Monopolisten aufnehmen, um die heutige extreme Vermögenskonzentration zu beenden und die Demokratie zurückzuerobern. Wir müssen private Monopole aufbrechen und verhindern, dass Unternehmen überhaupt zu groß werden; wir müssen das Monopol auf Wissen beenden und geistiges Eigentum demokratisieren; wir müssen die Privatisierung öffentlicher Versorgungsbetriebe stoppen und eine stärkere öffentliche Kontrolle wiederbeleben.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

76 Antworten

  1. Und wenn dann die großen Monopole sich gefestigt haben – dann wird der Krieg noch größer – weil die untereinander sich selber spinnefeind sind… 😡😡

    Lösung?!?

    Ist euch bekannt – doch seid ihr dazu momentan noch nicht bereit – obwohl der Zeitpunkt „je früher je besser“ lautet!

    Frage – ob ihr je dazu bereit seid?!? 😝😉😎

    1. Für eine Oktoberrevolution sind die Brd-Bürger noch lange nicht bereit. Erst muß aufgeklärt werden denn viele sind noch den MSM gläubig. Einige haben vielleicht schon gecheckt um was es bei der Impfung, dem Ukrainekrieg, Gaza geht, doch den Lügen über Sozialismus, die DDR, Sowjetunion die von derselben Lügenpresse kommt sind sie noch immer gläubig. Das sitzt tief drin, seit der kapitalistischen Schul“bildung“.

      Man kann nur immer darauf hinweisen. Bücher wie zB das von Gerhard Schnehen über Stalins Biografie die auch russische Geschichte erzählt können dabei gut helfen.

      1. Leider ist auch die Kremlpresse gegen den Sozialismus am lügen. Die machen für den jetzigen Geburtenrückgang in Russland tatsächlich (!) unter anderem die sozialistische Familienfeindlichkeit verantwortlich, die noch immer in den Köpfen der Russen spukt.
        Hab da mal eine Grafik, die das Gegenteil zeigt, wo die Bevölkerung bis zum WK2 sehr stark ansteigt und auch danach ansteigt. https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bev%C3%B6lkerungsentwicklungSowjetunions.png
        Man beachte besonders den Sprung von 1937-1940 !
        Warum in dieser Zeit, kann sich ja jeder selber beantworten 😉

          1. Ich denke das GRUNDSÄTZLICH westliche Quellen zur Bestimmung der Bevölkerungsentwicklung in Russland gänzlich ungeeignet sind.

            https://logos-frankl.ru/rost-naseleniya-v-rossii-priciny-i-faktory/

            Einfach mal nachlesen wie die Russen das selbst sehen.

            Und , was sogar der Artikel noch nicht bedenkt sind die bereits jetzt ersichtlichen Auswirkungen der ABSOLUTEN DEMOGRAFISCHEN POLITIK Putins, mal einfach unter dem deutschen Oberbegriff Familienpolitik auszudrücken. ( Was ja gerade hier auf dem Anti-Spiegel desöfteren vom Autor gewürdigt wird)

            Kommt nunmehr auch der enorme Faktor hinzu, dass die Wandlung der- ich drücke es mal als Russische Seele aus – zurück in die Zukunft in Faktor Wertebestimmung, die absolut treibende Kraft darstellt.

            Weg von dem Westdreck…( mit dem ich sogar ein riesiges Problem habe meinen eigenen Kindern ein anderes Verständnis von „Leben in Würde“ mitzugeben, als das sie täglich so ganz anders erleben als das, was ich selbst so denke.)

            “ Das WEG VOM WESTDRECK „In Russland nunmehr Staatsräson darstellt.

        1. Danke, diese Grafik kannte ich. 1939 wurde das von Polen in 1920/21 annektierte russische Gebiet zurückgeholt. Deshalb auch der Sprung.
          Ansonsten sieht man ja auch in jeder Bevölkerungsstatistik der sowjetischen Länder wann ihr Höhepunkt bei der Einwohnerzahl war. Sozialismus bedeutete Sicherheit. Vor Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und Frieden. Klar daß sich dann viele Familien für Kinder entscheiden, ganz anders als jetzt.

        2. @Logik Fan
          „Leider ist auch die Kremlpresse gegen den Sozialismus am lügen. Die machen für den jetzigen Geburtenrückgang in Russland tatsächlich (!) unter anderem die sozialistische Familienfeindlichkeit verantwortlich,…..“

          Gibt es zu dieser Aussage auch eine Originalquelle?

          Und schade, dass die wiki-Grafik 1991 endet….

      2. Sie meinen das mit Ihrer „Oktoberrevolution“ wirklich ernst!
        Haben Ihnen 100 Mio Tote, die der Kommunismus bisher weltweit gefordert hat, noch nicht gereicht?
        Ach, das ist nur Lügenpresse? Echt jetzt?

    2. Mensch Dracular-VLADTepes. ….

      Du da in den Wädern in Rumänien , der in seiner selbst geschaffenen Welt zu sitzen scheint, hört man und glaubt man deinen Erzählugen aus den letzten Jahren hier aus dem Portal, fragt tatsächlich die IHR (also Alle) ob sie bereit sind, weil der Zeitpunkt je früher ja, je besser ist , nunmehr die Lösung zu vollziehen… OHNE sich mal klar auszudrücken, was denn die Lösung wäre.

      Zitat:
      (…) Frage – ob ihr je dazu bereit seid?!? 😝😉😎 (…)

      Nun mal Klartext:

      ZU WAS SOLL MAN DENN BEREIT SEIN ?

      Das mal zu bestimmen, wird man ja wohl mal hinbekommen.

      1. Wenn du da denn nicht denken kannst – und das eventuell auch noch logisch, dann ist das einzig und allein DEIN Problem… – andere waren da sofort schon weiter.

        Bleib ergo lieber bei deinen Vakuum-Sprüchlein – die wenigstens scheinst du zu beherrschen. 🙄🙄

        1. Genau auf die Antwort habe ich von dir gewartet, nachdem jemand so was wie die
          „Oktoberrevolution“ als die Vlad-Lösung „herausklabüstert“,…

          Selbst die DÜMMSTE aller DUMMEN Lösungen auszusprechen, wagt er sich dann doch nicht.

          1. Vakuum-Sprüchlein, typisch für dich – zu faul verstehend zu lesen, zu faul zum denken – aber blöde rumkritteln – anstatt selber mal was Konstruktives einzubringen… 😴👹😴

    3. Das sie sich selbst bekämpfen wird kommen, ist einfaches Macht Kalkül und der Drang nach immer mehr Reichtum. Noch haben sie ein anderes Problem. Der Süden nabelt sich ab, was schlecht für die Oligarchen ist. Den Westen haben sie im Würgegriff, der sich so immer weniger entwickeln kann, damit wird der Süden interessant, also wird man den Westen auf den Süden hetzen um den Einfluss wieder her zu stellen, da dürfte ein 3. Weltkrieg nicht ausgeschlossen sein, die Oligarchen bauen derzeit riesige Bunker angeblich um vor Unruhen nach den US-Wahlen sicher zu sein.

      1. Haha die bauen Bunker für was denn, die werden denen auch nicht helfen bei einem 3 Weltkrieg, wen die ganze Gegend für zig Jahre, Jahrhunderte oder mehr verstrahlt, versuchen wer weiß was sonst noch, die werden in kurzer zeit in deren Bunkern qualvoller krepieren sls die anderen die keinen Bunker haben…

        1. Die Oligarchen (Oligs) bilden sich wohl ein, im Bunker ständig, bis ans Lebensende leben zu können. Doch die Oligs haben wohl gedanklich nicht mit eingepreist, dass sie ja von außen, (das ist ja Voraussetzung, die Versorgung von außen, sozusagen die Nabelschnur von außen in den Bunker hinein) das Internet beziehen, die Luft wird alsbald sehr dünn werden in den Bunkern. Die gegenseitigen Anfeindungen in den Bunkern werden alsbald sehr viele und sehr heftige sein.
          Dies wird zum Aussterben der Oligs sicherlich kommen. 🙂
          Gates wird wohl kein langes Leben auf diese Weise beschieden sein. 🙂

  2. Die Konzentration von Kapital wurde schon von Marx beschrieben, dass sie jetzt weltweit stattfindet, ok .. eigentlich langweilig und mit der Globalisierung vorhersehbar. Nun haben solche Monopole aber auch einen unangenehmen Nebeneffekt, man gewöhnt sich daran, dass man eh so nach und nach immer mehr Marktanteile bekommt und die Innovation geht dahin…
    Was bei Marx nicht beschrieben wurde, ist das auftauchen eines neuen Players, der sich in BRICS etc findet, eigene Banken gründet und eine eigene Marktmacht mit effizienten Angeboten für andere erstellt. Die BRICS werden in der sich neuordnenden Welt der Tod für die existierenden westlichen Monopole sein, weil deren, nur auf eigene Interessen ausgerichtete Produkte nicht mehr konkurrenzfähig sind.

    1. Ich denke der realistischste Denkansatz der auch realistische Hoffnungen nicht nur prodzieren kann, sondern auch in der Realität wird umsgesetzt werden. Bleibt nur die Frage, ob man es selbst noch erlebt….

    2. Die BRICS sind einfach nur eine für die G7 feindliche Organisation. Ob die VR China den Sozialismus bis 2049 wirklich erreicht, so wie sie das heute noch sagen, muß man abwarten. Bis dahin kann noch viel passieren.
      Wir müssen unsere Oligarchen selbst stürzen, also die Arbeit selbst tun.

      Die G7 werden weiter ihr Ding machen. Länder ausrauben- Putsche veranstalten, Einmarschieren, Farbenrevolutionen versuchenund natürlich auch die eigenen Werktätigen noch mehr unterdrücken (Rente mit 70, Aktienrente..) und schlechter bezahlen. Denn der Profit muß weiter fließen und besser noch erhöht werden.

    3. Der Zyklus läuft nun seit 250 Jahren und die Verschiebung der Wertschöpfung zum Süden auch bereits seit fünfzig Jahren. Die nächste Phase wird durch eine Aufspaltung in zwei Blöcke geprägt sein und dieser Aufspaltungskrieg läuft bereits weltweit. Viele der Konfliktherde nehmen wir nicht war, bis es knallt. Für die Einwohner des atlantischen Blocks wird die Phase des Verfalls noch einige Jahrzehnte weitergehen. Wann sich ein neues Gleichgewicht einstellt ist noch nicht absehbar. Zumindest von der Ressourcenverteilung her, sollte der bipolare Zustand, auf niedrigen Niveau, ziemlich lange stabil sein können.

      Ich hoffe jedoch, dass unsere „Eliten“ so viele Fehler machen, dass sie schnell ersetzt werden.

      Welche Rolle wir dann, ohne Kolonialismus, spielen können ist mir jedoch noch unklar.

  3. @ Das Zeitalter der Monopolmacht verlangt von uns, dass wir es mit den Monopolisten aufnehmen, um die heutige extreme Vermögenskonzentration zu beenden und die Demokratie zurückzuerobern.

    Toll. NUR ….. WIE ?

    Vielleicht so, wie der VladTepes es vorschlägt, weil wir wissen ja, was er meint das oberschlaue Kerlchen in Rumänien, welches sich mit der Super-Motorsäge sich selbst die „Kraft der 7 Herzen schafft, selbst seine Butter schleudert und auf das selbst gebackene Brot schmiert….

    ********************************************************************************
    https://www.anti-spiegel.ru/2024/eine-warnung-vor-us-oligarchen-die-die-medien-verschweigen/#comment-245049

    Lösung?!? (SAGT ER )

    Ist euch bekannt – doch seid ihr dazu momentan noch nicht bereit – obwohl der Zeitpunkt „je früher je besser“ lautet!

    Frage – ob ihr je dazu bereit seid?!? 😝😉😎

    **************************************************************************

    Was er wohl meint ?

    Vielleicht die weltbekannte Mistgabel-Strategie ?

    1. Naja – lächerlich kannst du dich ja selber machen – funktioniert ganz gut – aber hast du außer kleinkindlicher Trotzattacken auch mal was Sinnvolles zu bieten?
      Und wie sieht das mit dem selbständigen Toilettengang und dem abschließenden Abwischen bei dir aus – brauchst du dazu immer noch Hilfe?!? 😝😝

  4. Es sind ca 100 reiche, einflußreiche Familien die bei den Angelsachsen wirklich herrschen, auch über ihre Vasallen. Dazu gibts leider nur Schätzungen denn die Oxfam-Liste beinhaltet nur diejenigen Reichen deren Vermögen (teils) öffentlich nachvollziehbar ist.
    Altreiche wie Rothschild, Rockefeller, Ford, britischen Royals, Dupont, JPMorgan… kommen in solchen Listen eher nie vor weil sie ihr Vermögen mit Marionetten und Finanzkonzernen verbergen.

    Das zu ändern bedeutet den Kapitalismus abzuschaffen, denn in diesem System integriert ist die Kapitalkummulation, das Wachstum zu immer größeren und einflußreichen Konzernen die am Ende die Politik und Länder beherrschen.
    Ein Land wie China hat dank KP noch die Kontrolle, wie zB die Enteignung von Jack Ma zeigte. Auch Russland läßt sich fast so wie China nicht mehr reinreden, zB Verurteilung von Chodorkowski. Doch bleibt das so? Oligarchen werden es immer wieder versuchen und einen neuen Anlauf nehmen, auch bei den Nachfolgern von Xi u. Putin.

    Die einzige Lösung KANN deshalb nur die Enteignung sämtlicher Produktionsmittel sein, Kleinbetriebe in denen nur Familienangehörige arbeiten ausgenommen (siehe DDR). Produktionsmittel sind nicht nur Produktionsanlagen sondern auch Wald, Acker, Geld mit dem gearbeitet wird (Finanzkonzerne/Banken..), Mietwohnungen… Produktionsmittel sind die Herkunft der Macht dieser Oligarchen mit denen sie Politiker und Gesetze kaufen. DORT muß angesetzt werden.

    Aber das ist ja Sozialismus und Kommunismus werden viele Hirngewaschene sagen. Doch das „Wissen“ der Meisten zu diesem Thema kommt von Brd-Schulbüchern, MSM u.ä. Lügenpresse. NICHTS davon sollte man glauben sondern selbst recherchieren, nämlich bei der anderen Seite und dann beides vergleichen. Das geht sehr gut mit folgendem blog, den besten den ich zu diesen Themen kenne. Mit über 3000 Artikeln.

    Die alles entscheidende Frage für die Zukunft der Menschheit: Wem gehören die Produktionsmittel?
    https://sascha313.wordpress.com/2014/06/17/die-entscheidende-frage-wem-gehoren-die-produktionsmittel/

    Auch auf telegram gibts einige empfehlenswerte Kanäle, zB marxengelsleninstalin oder freielinke. Von dort aus findet ihr noch mehr Quellen wo ihr direkt folgen könnt.

    1. Nun, es gibt ja nicht nur Schwarz und Weiß.

      Wer sagt zum Beispiel, dass es keine staatlichen Unternehmen geben kann, die mit den privaten in Konkurrenz stehen? Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch staatseigene Pharmaunternehmen, Lebensmittelunternehmen, Elektrizitätswerke oder auch staatlichen Wohnungsbau geben könnte. Der private Sektor hätte dann die Möglichkeit das bessere Angebot anzubieten.

      Subventionen würden nicht mehr benötigt und damit die Marktkräfte wieder freigesetzt.

      Korruption und Vorteilsannahme im Amt waren übrigens auch in Deutschland schon Mal strafbar und haben zusätzlich zum Verlust des Pensionsanspruches geführt.

      Vieles wäre möglich, wenn ein Volk für sein Recht eintreten würde.

      1. Du weißt aber gleich was die kapitalistischen Politmarionetten fordern: Nämlich Privatisierung. Siehe Post, Bahn, Telekom. Auch Müllabfuhr, Wasser, Strom…
        Der Vorteil für die Politmarionetten ist, wie man zB bei der Bahn sieht: Sie können dort ihren Ruhestand nach der Politikerzeit verbringen und Mio an Gehalt und Boni verdienen. Wäre es noch staatlich müßte nach Beamtentarif oder öffentl. Tarif bezahlt werden, das wäre sehr viel weniger als das was dieses Gesindel heute abgreift.
        Und genau deshalb machen sie das nicht.

      2. @rod2001

        WARUM sollten staatl. Unternehmen mit privaten in Konkurrenz treten? Dann kann man die ja auch gleich wieder privatisieren.

        Es gab ja mal einen Grund bestimmte Unternehmen staatlich zu betreiben.

    2. „marxengelsleninstalin“
      Ich lach mich tot!
      Es scheint hier einige Leute zu geben, die wirklich glauben, dass der Sozialismus die Lösung ist.
      Dabei haben wir doch in fast allen westlichen Ländern eine sozialistische Regierung und das WEF verfolgt ganz klar linke Ideen.
      Aber, den Foristen hier scheinen die 100 Mio Toten, die der Kommunismus bisher gefordert hat, noch nicht zu reichen.
      Wie kann man nur so dumm sein!

  5. Bezeichnend an den Meldungen in den Medien (ARD, ZDF) fand ich vor allem, daß zwischen beiden Extremen der Oxfam-Meldung – also der Verdoppelung der Vermögen der Spitzenmilliardäre einerseits, und zugleich der weiteren Verarmung der unteren 60% der gesamten Menschheit (!!) andererseits kein Zusammenhang hergestellt wurde. Als ob das beides nichts miteinander zu tun hätte!

    Dabei bedingt das Eine das Andere!

  6. Der letzte Absatz: „Das Zeitalter der Monopolmacht verlangt von uns….“und dann werden die Ziele aufgelistet; ganz schön utopisch bis unmöglich, wo doch die (massen-)Medienmacht schon in Händen der Oligarchen liegt! Präsident Putin hat Russland gerade noch rechtzeitig gerettet, hier im Westen ist es leider zu spät. ganz ohne biblische Eschatologie.
    Aber mit Bezug auf Baldige Erlösung vom Bösen: Diese zwölf „Zentren der Macht“ so nenne ich sie mal, werden eher ZEHN sein, und zwar sind das die 10 Hörner auf den 7 Köpfen (G7) der Bestie aus Offenbarung 13, mMn! Doch deren weltliche Macht dauert nur relativ kurz, das kann uns doch Trost sein! Entweder GOTT ODER Mammon, Beides geht nicht, sagt JESUS in der Bergpredigt (Matthäus 5-7). Und jeder, der GOTT wählt, ist doch unendlich viel reicher als der allerreichste Oligarch, äääh“philantrop“.
    Danke für den Einblick in die Arbeit Oxfams, wäre mir sonst entgangen!

    1. Achja, und zu den 5 reichsten Männern, deren Männer-Namen aufgelistet werden mit dem Zusatz: „allesamt Männer“:
      nicht deshalb, weil Frauen als Oligarchen weniger schlimm wären, sondern weil die Speigel „Journalisten“ Gehirngewaschen sind, so was muss wie Genderstern und Glottis-Laut zwingend eingebaut werden, sonst ist es nicht PC- politisch correct,
      ODER die halten die Leser für so dumm, wie die vielleicht sind: Seht, die Namensliste mit Männernamen, allesamt Männer!

  7. Monopole und das Schulden-Geld-System gehen Hand in Hand. Mir ist zwar nicht so ganz klar, welche Probleme die BRICS-Staaten durch westliche Monopole haben, aber, um sich von diesen Monopolen zu befreien, scheinen mir Bündnisse wie die BRICS ein machbarer Weg. Auch könnte man auf das Schulden-Geld-System einer Kontrolle ausüben. Nicht nur Monopole machen kleineren bis mittleren Unternehmen das Leben schwer. Bis zu 40 % müssen alleine für Schulden aufgeschlagen werden. Die Superreichen wissen nicht mehr wohin mit dem Geld, was sie leistungslos durch das Schulden-Geld-System erhalten. In dem Bereich ist exponentielles Wachstum das Problem. Monopole können wunderbar im Schulden-Geld-System gedeihen. Wenn man Monopole zerschlägt, werden die Superreichen trotzdem reicher, weil das Schulden-Geld-System davon unberührt bleibt. Bill Gates ist inzwischen einer der größten Landbesitzer in den USA. Wenn MS zerschlagen werden würde, juckt ihn nicht. Er kann aufgrund der Zinsen und dem Zinseszins sein Vermögen weiter wachsen lassen.

    1. Wenn man von verkürzter Kapitalismuskritik spricht, kommt immer einer mit dem „Schuldengeldsystem“. Das ist ein roter Hering, der gerne in die Menge geworfen wird, damit ja keine richtige Analyse des Problem stattfindet oder gefunden wird: Marx und Engels haben die Dynamik des Kapitalismus und die inhärenten Tendenzen zur Konzentration und schlussendlich Monopolisierung erklärt. Nicht das „Schuldengeldsystem“ sondern das Wirtschaftssystem namens Kapitalismus ist das Problem; man kann das eine nicht ohne das andere abschaffen.

      1. Wenn man Denkanstöße gibt, kommt immer einer daher und liest etwas in den Zeilen, was dort nicht steht. Ich sehe keine Alternative zum Kapitalismus, aber er ist ungezügelt, zerstört durch Monopole die Vielfalt und ein gesundes System braucht Vielfalt. Wie sieht denn ihrer Meinung nach ein alternatives System aus? Sozialismus, Kommunismus, Korporatismus, Anarchosyndikalismus, Kolchos, Kibbuz usw.?

        1. Kaptialismus lässt sich nicht zügeln. Man kann höchstens vorübergehend so tun als ob, nennt sich „soziale Marktwirtschaft“.

          Die Antwort auf Deine Frage kennt offenbar niemand. Ich tendiere allerdings eher zum Kommunismus, und zwar zu einem, den es nie gab. Man holt immer Stalin & Co. aus dem Massengrab der Geschichte, um Leute abzuschrecken, ohne zu erwähnen, dass das gar keine Kommunismus war.

          Egal was es ist: Kapitalismus führt in den Untergang und muss überwunden werden. Übrigens schrieb Marx auch, dass der Kapitalismus die Bedingungen für seine Abschaffung schafft. Vielleicht sind wir genau an der Stelle in der Geschichte angelangt? Wir müssen nur rausbekommen, wie ein Übergang in eine postkapitalistische Wirtschaftsordnung aussehen könnte. Das Problem ist, dass kaum jemand die richtigen Fragen stellt. Wie Du: „keine Alternative“. So wird das nix und die Welt wird ein jähes Ende nehmen; ist nur die Frage, ob mit einem Knall oder einem Wimmern – ich denke Letzteres: alle Ressourcen verprasst, keine Nachhaltigkeit (funktioniert auch nicht im Kaptialismus) -> Steinzeit… Zurückspulen und von vorn geht auch nicht, weil Erdöl nicht nachwächst, und das ist der Treiber.

          1. P.S.: Und damit auch ja keiner auf den Gedanken kommt, ernsthaft über Alternativen nachzudenken, werden solche Nebelkerzen in die Menge geworfen wie das „Schuldengeldsystem“. Da kann man sich schön dran abarbeiten ohne zu merken, dass man am falschen Ende ansetzt. Hauptsache das System Kapitalismus wird nicht angegriffen.

        2. „Ich sehe keine Alternative zum Kapitalismus, ….“

          WARUM sehen Sie das eigentlich nicht?
          Vielleicht sollte man sich selber wirklich mal nach dem Sinn eines menschlichen Lebens fragen.
          Ich meine damit tatsächlich: Was glaubt man, hat sich die „Natur“ dabei gedacht, dem Menschen die Talente Verstand & Emotion mitzugeben?

  8. Mal was zu den „darbenden Bauern“:
    https://blog.fefe.de/?ts=9b5bf0b9

    Desweiteren sind es nicht die „Maßnahmen der Regierung“, die zum Höfesterben führen, denn das findet schon seit geraumer Zeit statt; wenn überhaupt, führt die RÜCKNAHME von Maßnahmen (Subventionen) möglicherweise(!) zu einer Beschleunigung des Prozesses.

    Allein die Existenz von Subventionen zeigt, dass Landwirtschaft nicht gewinnbringend machbar ist, zumindest in der derzeitigen Form. Ich möchte hier mal eine möglicherweise unangenehme Wahrheit aussprechen: „Vom Ich zum Wir“; das steht in meinem Heimatdorf auf einem ausgegrabenen Grenzstein graviert, zur Feier der Kollektivierung der Landwirtschaft (Stichwort: LPG) in der damaligen DDR. Die fiesen Sozialisten waren also dem Kapitalismus ein knappes halbes Jahrhundert voraus!

    Denn, was heißt es denn, dass es zu einer immer höheren Konzentration (auch) in der Landwirtschaft kommt: es ist im Endeffekt ökonomischer. Das sieht man sofort, wenn man sich mal den Schwachsinn vor Augen führt, dass jeder noch so kleine Bauer für seine paar Kleckerhektar einen eigenen Maschinenpark unterhält! Das sind Kosten, die sich in größeren Betrieben auf wesentlich mehr Umsatz verteilen, in kleinen aber erdrückend sind.

    Wir sollten vielleicht endlich auch mal eingestehen, dass Bauern nicht unbedingt die hellsten Kerzen am Baum sind, wenn es um Betriebswirtschaft geht und aufhören Sturheit („Ich teile doch nicht!1!!“) durch Subventionen auch noch zu belohnen. Wem ist damit wirklich geholfen? Die Menschen wollen offenbar Kapatalismus; DANN LASSST IHN AUCH MACHEN, nämlich die inkompetenten Marktteilnehmer in die Pleite schicken.

    Übrigens, Stichwort Kapitalismus: Monopolisierung ist systemisch bedingt! Marx und Engels wussten das schon; aber die waren ja die Bösen, also darf diese „Geheimwissen“ dem Normalsterblichen nicht bekannt sein, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt.

    In diesem Sinne: Wacht endlich auf und erkennt den wahren Feind, bevor der nächste Hitler die Dummen auf den Irrweg leitet!

    1. P.S.: Auch die „Oligarchen“ sind gem. Marx „Opfer“ des Systems, denn, wenn sie es nicht tun, werden es andere tun und ebenfalls zu „Oligarchen“, weil das nun einmal so angelegt ist im Kapitalismus. „Das Kapital“ sollte Pflichtlektüre sein!

      1. oje, Peter, du bist Fan des Kapitalismus? MMn ist der Kapitalismus das 3. Siegel, welches das Lamm Gottes vom Buch des Leben bricht! Offenbarung 6. Damit kannst du nix anfangen, ich weiß.
        Wir sollten Marx vom Kopf auf die Füße stellen!
        Klar, die Oligarchen sind auch Opfer, weil sie FALSCH investiert haben, nämlich in irdischen Reichtum statt in Himmlischen ; ABER dein Argument: –wenn die es nicht machen machen es andere– ist das aller Imperialisten; Wenn ich dich nicht gewaltsam aus deinem Haus vertreibe und dir dein Land nehme, machen es Andere! Die Beispiele sind zahlreich: Das Jüngste: IsraelDieNation in Palästina, aber auch Amis gegenüber Native American Indians….

        1. Ich bin kein Fan vom Kapitalismus. Lies gerne meine anderen Kommentare unter diesem Artikel. 😉

          Aber mit Bibelversen brauchst Du mir nicht zu kommen. Das ist „Opium fürs Volk“.

          Mein Argument ist das von Marx: Wenn man in einer kapitalistischen Gesellschaft lebt hat man zwei Möglichkeiten; entweder man lässt sich ausbeuten oder ist selbst Ausbeuter, also Kapitalist. Auch die Kapitalisten sind an die Regeln des Systems gebunden. Wenn sie sie nicht befolgen, werden sie zwangsläufig über kurz oder lang zu den Ausgebeuteten, weil sie pleite gehen.

          Deshalb ist Dein moralisches (biblisches) Argument überhaupt gar keins. Und dass Religion uns aus dem Kapitalismus hilft, der Zahn sollte längst gezogen sein. Allein die Existenz der C-Parteien (CDU/CSU) beweist, dass Religion und Kapitalismus wunderbar koexistieren können.

          Und einem Kapitalisten vorzuwerfen, dass er „irdischen“ Reichtum anstrebt, ist der blanke Hohn. m(

    2. Deine Bauernschelte teile ich nicht, du hast, mit Verlaub, überhaupt Keine Ahnung, weder über Bauern und deren Schläue, noch über Subventionspolitik. Wer ist der „wahre Feind“? DU!?!

      1. Du hast offenbar keine Ahnung, wie Kapitalismus funktioniert. Lies nochmal genau, was ich schrieb; vllt. fällt Dir dann auch die Wut auf, die zw. den Zeilen steht. WENN man Kaptitalismus für „gottgegeben“, „alternativlos“ etc. hält, dann darf man halt nicht heulen, wenn er tut, was er tut: die Schwachen zu Pleitiers und in der Folge zu ausgebeuteten Arbeitern (abhängig Beschäftigte) machen. DAS ist die „hässliche Fratze des Kapitalismus“, wie sie Marx so trefflich genannt hat.

        Wer damit nicht umgehen kann, sollte sich eingestehen, dass er/sie/es/wir/ihr/sie doch nicht WIRKLICH Kapitalismus will und sich an der Debatte über Alternativen beteiligen sollte.

        Der wahre Feind ist der Kapitalismus und seine Apologeten!

        P.S.: Subventionen sind der impotente Versuch den Kapitalismus auszutricksen.

  9. Ich bin immer wieder begeistert, diese Analyse von Oxfam ist eine moderne, in die heutige Zeit übersetzte Form der Imperialismustheorie von Marx und Lenin. Genau das was in dieser Analyse, an Hand der heutigen Entwicklung, aufgezeigt wird, genau das hat Marx vor 150 vorausgesagt und Lenin vor 100 Jahren noch mal präzisiert. Es ist eben doch eine Wissenschaft, die Fakten liegen auf der Hand. Was Marx, Engels und Lenin mit dem Kommunismus meinten war und ist eine Theorie, für mich ein Vorschlag an die Menschheit um ihrer Versklavung zu entgehen. Das, dass schwierig wird hat Marx schon in dem Satz festgehalten: „Ein Gespenst geht um, das Gespenst des Kommunismus.“
    Hier ein Auszug aus der Imperialismustheorie

    „Die Entwicklung (noch in Gange, aber nicht abgeschlossen) der privaten Einzelunternehmen zu Monopolen wie auch die Verwandlung der Personalunternehmen in Gesellschaftsunternehmen beschleunigten die Konzentration der Produktion und des Kapitals sowie das Umschlagen der freien Konkurrenz in das Monopol. Das monopolkapitalistische Eigentum führte zur Beherrschung der Unternehmen durch einzelne oder durch Gruppen von Großkapitalisten, die über die Produktionsmittel des gesamten Unternehmens und der durch Kapitalverflechtung gebildeten Komplexe von Unternehmen verfügen.
    Der Grundwiderspruch des Kapitalismus, der Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der kapitalistischen Form der Aneignung, erfährt dadurch eine enorme Zuspitzung. “
    Wer Lust hat kann das ja mal mit dem im Artikel von Th. Röper vergleichen.

    1. Lenin:
      Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus

      Kostet eine gewisse Zeit zum Lesen, erklärt aber m.E. immer noch gut auf welcher Grundlage die Monopolisierung und welche politischen Folgen dies hat.

      https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1917/imp/kapite10.htm

      Auch wenn die Sowjetunion Vergangenheit ist, so hat sie Konsequenzen bis heute. Die Emanzipation vieler Staaten gegen den „Westen“, die VR China wären ohne die Oktoberrevolution nicht denkbar

  10. Ach, noch was zum nachdenken über die heutige Zeit und Entwicklung. Es wird heut zu Tage so gerne in die linke Ecke gezeigt um die heutigen Entwicklungen zu rechtfertigen, dabei ist es das Kapital selber das diese Entwicklung vorantreibt. Auch vor 150 Jahren erkannt und aufgeschrieben.

    „In seinem monopolistischen Stadium treibt der Kapitalismus die Vergesellschaftung der Produktion in einem Ausmaß voran, dass die Kapitalisten, ohne es zu wissen und zu wollen, die objektiven materiellen Vorbedingungen für den Übergang zum Sozialismus schaffen – allerdings nur die Vorbedingungen.

    Die Produktion wird vergesellschaftet, die Aneignung jedoch bleibt privat!!!!“

  11. Das finde ich super, dass der gefährlichste Narzisst und Schwindler Gates nicht mehr fotografisch, sondern als zeichnerische Abbildung gezeigt wird.
    So muss weltweit mit diesem Massenmörder verfahren werden. Nicht mehr öffentlich in Foto, Ton und Bild zu erscheinen, kränkt einen Narzissten am meisten, trifft und verletzt einen Narzissten bis ins Mark. Davon erholt sich ein Narzisst auch nicht mehr (so leicht).

  12. Sehr geehrter Herr Th. Röper,
    Sie schreiben: „… , aber George Soros ist alt und wird bald sterben. …“

    Woher wissen Sie, Herr Röper, dass George Soros bald sterben werde (oder sterben wird, wie Sie schreiben)?
    G. Soros ist zwar alt, aber kann ja dennoch noch einige Jahre bei bester Gesundheit, dem Lebensalter entsprechend, leben (können).

    1. Wenn man alt ist, dann stirbt man bald; nennt sich Biologie. Wie lange dieses „bald“ ist, steht auf einem anderen Blatt. Ist eigentlich auch vollkommen egal, wann der nun exakt dass Zeitliche segnet, denn die Geschäfte hat er bereits an seinen Sohn Alexander übertragen, warum wohl? Vielleicht, weil er selbst glaubt, dass seine Tage gezählt sind und seinen Sohn noch einarbeiten möchte bevor der Löffel abgibt?

      1. oh je, peter, bist du gmt die 2.? oder der ultrabeleidigende Typ mit der Rose? Zum Glück ist wenigstens der weg!
        Unsere menschliche Lebensspanne beträgt 120 Jahre (jhwh hat das festgelegt), da kann mann hinkommen durch gewisse Mittel. und auch darüber hinaus…
        so, du hast jetzt die Bauern beleidigt und ultra-arrogant über „Biologie“ referiert.
        Was kommt als Nächstes?
        Möchtest du uns erzählen, wie segenbringend die Giftspritzen („Impfungen“) sind???

        1. LOL, wohl das Kleingedruckte nicht gelesen, es heißt „bis zu“; ist wie mit nem DSL-Vertrag und den beworbenen Geschwindigkeiten. 😉

          Beleidigt bist nur Du in Deiner Arroganz, aber das kennt man ja von Gottgläubigen, die sich erhaben über die „dummen“ Ungläubigen fühlen. Wenn es nach Euch ginge hätten wir heute kein GPS, denn dafür muss man anerkennen, dass die Erde keine Scheibe ist. Schlag mal Galileo Galilei nach, wie es ihm erging, als er das geozentrische Weltbild als falsch entlarvte.

          Aber klar, Gott wird es schon richten. Amen!

          1. Die Oligs werden alle sterben, früher oder später. Duch ihre Gier. Die Oligs denken, im Bunker ist schön‘ Leben. Im Bunker werden die Oligs sich gegenseitig abmurksen. Das wird spannend 🙂 Soros gehört ebenfalls zu den Oligs.

  13. Schauen Sie sich die Autokonzerne an, Nestlé, Heinz Ketchup, nur einige Beispiele für Markt monopolismus. Kein Wettbewerb mehr, alle Firmen, Ideen, was konkurrenzfähig ist, wird in die Insolvenz getrieben oder aufgekauft usw.

    Dirk Pohlmann hat vor Jahren einen Vortrag gehalten, wo es auch darum ging, was Sie hier gut beschreiben.Techoligarchin ,große Wirtschaftsmonopole, Lobbyisten, Interessengruppen, die nur für sich arbeiten.

    Die größten reichsten Menschen auf der Erde könnten ganze Länder kaufen, mit ihrem Geld.Die Aushebelung der Staatengewalt mittels finanzieller Machtoligarchie. Sicher sind Habeck selbst vertrottelt, etc. Trottel der Lobbyisten, weil sie sich von Interessengruppen beraten lassen, selbst nichts´Wissen zum Thema, nichts hinterfragen oder nicht wollen, weil sie gegen die Gesellschaft, für ihre eigenen Interessen handeln.

    Der Präsident V.Putin hat letztes ein Gesetz verabschiedet, zur Stärkung der Großfamilien in Russland.

  14. Danke für diesen sehr informativen Artikel. Nicht alles, was OxFam hier vorträgt, leuchtet mir auf Anhieb ein. Beispiel: „Kämpfer für den Zugang zu Arzneimitteln kritisierten beispielsweise den ‚wissenschaftlichen Rassismus‘, der eingesetzt wurde, um die gemeinsame Nutzung von Wissenschaft und Technologien für COVID-19-Impfstoffe mit Herstellern in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu untergraben.“ Halte ich für weit hergeholt und fällt bei der Prüfung anhand von Ockham’s Razor durch (auch wenn es vielleicht den Ansprüchen von Oxfam’s razor genügt). Wenn man ein Verhalten mit Profitgier oder betriebswirtschaftlichen Beweggründen erklären kann, ist es nicht sinnvoll (oder zumindest nicht notwendig), auch noch Rassismus als Motiv zu unterstellen.

  15. Das ist Augenwischerei. Die hier genannten Oligarchen stehen nicht an der Spitze der Pyramide. Die reichsten Familien, wie als Beispiel die Rothschilds, stehen weder auf der Forbes liste noch tauchen ihre Namen in irgendwelchen Zeitunen auf und das ist so gewollt. Die haben spätestens nach dem 1. Weltkrieg, an dem sie 100 Milliarden Dollar verdienten, alles darfür getan, damit ihr Name nicht in irgendwelchen Zeitungen auftaucht. Wenn man heute den Namen Rothschild erwähnt wird man in das Reich der Verschwörungstheorien verbannt. Misson accomplished, aus Sicht der Rothschilds. Gates und Co. sind deren Handlanger. Sie sind da oben, weil sie das ok der Rothschilds haben. Die kontrollieren die Knotenpunkte in Wirtschaft, Finanzwelt und Politik.

    1. jajaja, das ok des teufels haben, möchte ich erweitern …rothschild/ Familie Bauer aus Schwaben sind auch nur …
      an der Spitze der Pyramide ist das allsehende Auge; Luzifer.. oder, weil Luzifer fast erlöst: satan

  16. „Kampf gegen die Hochfinanz“,
    nannte man das passende Schriftwerk vor 90 Jahren.

    Es gibt eben raffendes Kapital durch Zins- und Mietwucher, Börsenabzocke, Spekulatius, „was ein träges Drohnenleben einer Minderzahl von Geldmächtigen auf Kosten der schaffenden Völker und ihrer Arbeitskraft ermöglicht“.

    Und schaffendes Kapital = Landwirtschaft, Handwerk und Industrie.

    Letzteres wird gerade -mutmaßlich planmäßig- abgebaut in BRD. Morgenthau 2.0

    Die ganzen Politbonzen sind dabei nur willfährige Helfer, mit dicken Karotten (Geld + Pseudomacht im Glaspalast) motiviert gegen die Mehrheitsinteressen eines (hier: deutschen) Volkes zu agieren.

    Durch geschicktes -medial betreutes- Umlenken auf Gender- und Queerquatsch, Frauenquote ohne Befähigung, Klimwandelkatastrophen, aka KLimakleber, Verdrehen von Tat- und Ursachen wird von realen Problemen und Inhalten abgelenkt. Durch ständig neue Verordnungen und Gesetze samt wuchernder Bürokratie man die Bevölkerung beschäftigt.

        1. ROTFLMAO, und DU willst MIR Beleidigungen vorwerfen? Du erkennst Sarkasmus nicht wenn er Dich in den Arsch beißt, oder was?

          Es ist eindeutig, welche Anspielungen beim Vorposter zw. den Zeilen stehen. Also habe ich lediglich darauf hingewiesen, dass er die Grußformel vergaß, was allgemein als unhöflich gilt. 😛

          ENDE

          1. nun, wenn du deine Dada-Gaga Worte erklärst, wird es deutlicher, was du meinst. Deinen Humor teile ich nicht, muss ich ja auch nicht.
            Glaubst du, alle Christen halten die Erde für flach? Oder was soll deine Anspielung weiter oben auf fehlendem GPS bei Christen? Soll das wieder lustig sein?
            Over und out.

  17. Thomas, der Herr Pollmann, hat mir damals die Augen geöffnet.

    Als allererstes hatte die Fragen im Kopf, kenne seine Auslandsreportagen vom „ZDF“, warum nicht mehr? Ok, er selbst passt nicht mehr zum ideologischen Schema, der russophoben Haltung, Russland sind Untermenschen, laut deutschen Westmedien. Im Nachhinein.

    Weiß nicht, aus Fassungslosigkeit habe ich mir mehrmals seinen Vortrag angehört, Wikipedia. Ehemalige BND-Chefs, etc. leiten eine mediale Narrative Organisation, welche so undurchsichtig in Deutschland sind. Abgeschirmt.

    beste Grüße,paka

  18. Auch wenn es den zahlreichen Anhängern der Weltrevolution hier nicht gefallen mag:
    Das Problem ist nicht die Marktwirtschaft aka Kapitalismus, sondern das Fehlen derselben.

    Marktwirtschaft bedeutet wirtschaftliche Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Beides haben wir in den westlichen Ländern nur noch im eingeschränkten Maße, was die im Artikel beschriebenen Vorgänge begünstigt.

    Was wir dafür haben ist eine enge Verpflechtung von Staat und Großkonzernen. Das nennt sich Kooperatismus.
    Und kann als Form des Sozialismus betrachtet werden.
    Ich weiß, das hat euch der olle Karl nicht erzählt…

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