Ideologie anstatt Problemlösung: Warum Frauenquoten ideologisch-populistischer Unsinn sind

Der Spiegel berichtet, dass Deutschland bei Frauenquoten Schlusslicht in Europa ist. Das ist eine gute Gelegenheit, mal wieder anhand der nackten Zahlen zu zeigen, warum Frauenquoten kein Problem lösen, sondern populistische Augenwischerei sind.

Zum Thema Gleichberechtigung und Chancengleichheit halten sich in Deutschland viele unwahre Legenden. Das beginnt schon damit, dass man die Begriffe trennen muss. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist in Deutschland gegeben. Das Problem ist die Chancengleichheit, denn ein Recht im realen Leben auch umsetzen zu können, ist etwas anderes, als das Recht bloß zu haben. Jeder darf in Deutschland arbeiten und Karriere machen, da sind alle gleichberechtigt. Nur die Chancen sind ungleich verteilt, denn eine alleinerziehende Frau zum Beispiel kann dem Beruf nicht die Energie und Zeit widmen, die man für eine erfolgreiche Karriere nun einmal einsetzen muss.

Daran versucht die Politik etwas zu ändern, indem sie Vätern versucht, Erziehungsurlaub aufzuzwingen, aber gegen die Natur wird die Politik nicht ankommen. Es heißt nicht umsonst „Mutterinstinkt“ oder „für sein Kind kämpfen, wie eine Löwin“, denn dieser Instinkt, für sein Kind da zu sein, ist bei Frauen nun einmal evolutionär stärker ausgeprägt, als bei Männern. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber gegen unsere angeborenen Instinkte ist die Politik machtlos, was die Gender-Ideologen allerdings gerne bestreiten. (Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass Gender in Deutschland bereits als „Wissenschaft“ bezeichnet wird)

These: Quoten sind gegen die Natur machtlos

Nehmen wir einmal für den Moment an, dass meine These stimmt. Dass sie stimmt, sehen wir schon daran, dass es eben meistens Frauen sind, die Alleinerziehend sind. Wäre der „Vaterinstinkt“ genauso ausgeprägt, wie der Mutterinstinkt, müsste sich das die Waage halten. Nur relativ wenige Väter klagen darauf, dass die Kinder nach einer Trennung bei ihnen leben, meistens gilt es als abgemacht, dass die Kinder bei der Frau bleiben, gestritten wird vor Gericht dann meistens „nur noch“ über Unterhalt und Umgangsrechte. Und das ist auf der ganzen Welt so, das hat also nichts mit kultureller Prägung zu tun, der Mutterinstinkt ist uns von der Evolution in den genetischen Code geschrieben worden, da hilft alle Gender-motivierte Political Correctness nichts.

Wenn meine These also stimmt, dann wäre die beste Lösung, um Frauen mehr Chancen auf Karriere und Führungspositionen zu geben, Beruf und Familie besser miteinander vereinbar zu machen. Dazu gäbe es eine Reihe von Möglichkeiten, die die Politik sofort umsetzen könnte, wenn sie es mit der Chancengleichheit tatsächlich ernst meinen würde. Drei Beispiele:

Erstens: Man könnte für so viele Kita-Plätze sorgen, dass niemand ein Problem hätte, einen in der Nähe zu finden. Man könnte sie kostenlos anbieten, denn in der Regel steht eine junge, alleinerziehende Mutter (oder eine junge Familie) am Beginn ihrer Karriere und muss zu dem Zeitpunkt, wenn sie den Kitaplatz braucht, jeden Cent umdrehen.
Zweitens: Man könnte auch dafür sorgen, dass diese Kitaplätze rund um die Uhr angeboten werden, damit auch alleinerziehnde Schichtarbeiter oder Leute mit ungeregelten Arbeitszeiten davon profitieren. Außerdem macht niemand Karriere, der nicht auch mal Überstunden macht, aber spontane Überstunden sind mit geregelten Kita-Zeiten nur schwer unter einen Hut zu bringen.
Drittens: Man könnte eine Steuerreform durchführen, die die Steuervorteile, die man heute mit der Heirat bekommt, nicht mehr an die Heirat knüpft, sondern an die Frage, ob man im eigenen Haushalt ein Kind großzieht. Dann wären Alleinerziehende sofort besser gestellt. Das würde zwar auf Kosten der DINKs (Dubble Income No Kids) geschehen, aber die verdienen ohnehin mehr, als Alleinerziehende und haben weniger Kosten, als Haushalte mit Kindern, weil sie kein Kind zu versorgen haben.

Es gäbe also durchaus Dinge, die die Politik sofort tun könnte, um die Vereinbarkeit von Kind und Beruf zu verbessern und zu erleichtern.

Stimmt die These?

Soweit meine These, nun müssen wir noch nachschauen, ob die Realität meine These bestätigt, oder ob die deutsche Politik recht hat, die meint, das Problem mit Frauenquoten lösen zu können. Und damit komme ich zu dem heutigen Spiegel-Artikel.

Der Spiegel hat heute einen Artikel mit der Überschrift „Führungspositionen – Deutschland ist Schlusslicht bei der Frauenquote“ veröffentlicht. Der Spiegel vertritt in dem Artikel die übliche Gender-motivierte Ideologie, dass Frauenquoten die Lösung aller Probleme seien. Und er beklagt, dass Deutschland dabei Schlusslicht sei:

„Deutschland hat die schwächsten gesetzlichen Regeln für mehr Frauen in Führungspositionen: Unter den zehn europäischen Ländern, die eine gesetzlich bindende Geschlechterquote für große Unternehmen haben, landet die Bundesrepublik auf dem letzten Platz, wie aus einer Studie des Instituts für Mitbestimmung und Unternehmensführung (IMU) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Allerdings gibt es 21 europäische Länder, die dieses Ziel gar nicht verfolgen oder nur rechtlich unverbindliche Empfehlungen dazu haben.“

Man beachte: Es wurde in der Studie gar nicht geprüft, wie wirksam die Quoten sind oder wie viele Frauen in den Ländern im Vergleich zu anderen Ländern in Führungspositionen sind. Es ging nur um die Strenge gesetzlichen Regelungen selbst. Die Hans-Böckler-Stiftung schreibt in ihrer Pressemeldung zu ihrer Studie:

„Die nach Analyse der Forscherinnen und Forscher wirksamste Regelung hat Norwegen. Gemessen an einem Index von 0,5 bis 5, der sich unter anderem daran bemisst, wie hoch die Quote ist, in welchem Teil der jeweiligen nationalen Unternehmenslandschaft und für welche Gremien in den Unternehmen sie gilt und wie stark die Konsequenzen bei Missachtung sind, erreicht die norwegische Quote im Ranking den Wert von 4,1.“

Die Hans-Böckler-Stiftung, die Medien und die Politik sind von der Frauenquote so überzeugt, dass sie deren Wirksamkeit gar nicht überprüfen oder hinterfragen. Das Prinzip lautet: „Hauptsache Quote und Hauptsache streng“

Ländervergleich: Was bringen Quoten tatsächlich?

Also überprüfen wir mal, was die Quoten tatsächlich bringen. Die allgemein zitierte Rangliste zum Thema Frauen in Führungspositionen kommt von der International Labour Organisation (ILO). Auf dem Bild sehen Sie das Ranking für 2017.

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Volkswirtschaft-Kompakt/One-Pager-2019/VK-Nr.-173-Februar-2019-Unternehmerinnen-weltweit.pdf

Wenn wir auf dem europäischen Kontinent bleiben, also die USA, Mexiko und Brasilien ausblenden, ergibt sich folgendes Bild bei den Ländern, die eine verbindliche Frauenquote eingeführt haben: Das von der Hans-Böckler-Stiftung hochgelobte Norwegen belegt mit 36 Prozent Frauen in Führungspositionen nur Platz 9 in Europa.

Übrigens ist diese Grafik nicht ganz vollständig, es fehlen Weißrussland und die Ukraine in der Liste, die ebenfalls vor Norwegen stehen würden. Weißrussland belegt nämlich in Wahrheit mit 46 Prozent Frauen in Führungspositionen den ersten Platz in Europa, die Ukraine liegt auf Platz drei. So war zumindest laut ILO der Stand 2015.

Und das von der Hans-Böckler-Stiftung so gescholtene Deutschland, das in der Studie den letzten Platz der zehn europäischen Länder mit verbindlichen Frauenquoten belegt, ist unter den zehn Ländern nicht Zehnter, sondern mit 28,2 Prozent Frauen in Führungspositionen Achter, gefolgt von den Niederlanden (26 Prozent) und Italien (22,3 Prozent).

Ich frage mich, welchen Sinn Studien haben, deren Ergebnisse die Realitäten nicht abbilden. Ganz offensichtlich sagt die Strenge der Frauenquoten, die die Hans-Böckler-Stiftung untersucht hat, nichts über deren Wirksamkeit aus, denn erstens belegen die Länder mit Frauenquoten viel schlechtere Plätze, als Länder ohne Quoten, und zweitens zeigt das Beispiel Deutschland, dass auch eine weniger strenge Quote zu besseren Ergebnissen führen kann, als die strengeren Quoten in Italien und den Niederlanden.

Weiter gibt der Spiegel die Pressemeldung der Hans-Böckler-Stiftung korrekt wieder:

„Acht osteuropäische EU-Mitglieder sowie Zypern und Malta verfolgen dieses Ziel auf politischer Ebene demnach gar nicht.“

Wir lernen ja immer, dass die osteuropäischen Länder irgendwie merkwürdig sind. Sie sind ärmer, als Deutschland, dort regieren fragwürdige Regierungen (Ungarn und Polen werden in der Presse immer wieder kritisiert) und so weiter. Wenn man das liest, dann passt es ins gängige Klischee, dass diese Länder keine Quoten haben, sie sind schließlich „irgendwie rückständig“.

Was aber sowohl die Hans-Böckler-Stiftung, als auch der Spiegel verschweigen ist folgendes: sieben von zehn osteuropäischen Ländern sind bei dem Thema viel weiter als Deutschland und nehmen bei den Frauen in Führungspositionen Spitzenplätze ein. Wir können sehen, dass die ersten fünf Plätze in Europa so verteilt sind: Platz 1 Estland, Platz 2 Slowenien, Platz 3 Schweden, Platz 4 Bulgarien, Platz 5 Russland.

Vier der ersten fünf Plätze gehen an osteuropäische Länder, die keinerlei Frauenquoten haben. Das scheint den Autoren der Studie und den Medien nicht zu gefallen, also wird darüber einfach nicht berichtet. Weiter steht im Spiegel zu lesen:

„Elf weitere belassen es bei rechtlich unverbindlichen Empfehlungen, darunter die Türkei, Rumänien, Polen, Großbritannien, Griechenland, Schweden, Irland oder Dänemark.“

Auch das scheint nicht ins gewollte Bild zu passen, denn von den elf Ländern ohne verbindliche Regelungen stehen neun in der Rangliste vor Deutschland, Polen kommt bei den Frauen in Führungspositionen sogar nach Russland auf Platz sechs in Europa. Von den elf Ländern stehen nur Dänemark und die Türkei hinter Deutschland. Auch das aber erfährt der Spiegel-Leser nicht, er könnte ja die Wirksamkeit der allseits propagierten Frauenquoten anzweifeln.

Auch wenn wir uns die Top-10 in Europa anschauen, sind darin sieben osteuropäische Länder vertreten, aus dem vielgelobten Westen haben es nur Schweden, Großbritannien und Norwegen in die Top-10 geschafft,

Wäre ich Politiker, würde ich fragen:

Was machen die Osteuropäer besser als wir, was können wir von denen lernen?

Aber das tun (deutsche) Politiker nicht, sie sind nämlich viel klüger, als alle anderen und denken sich stattdessen Frauenquoten oder Erziehungsurlaub für Väter aus. Dass das nichts bringt, geschenkt. Ideologie ist wichtiger, als wirksame Maßnahmen und wichtiger, als Probleme tatsächlich zu lösen.

Dabei ist die Antwort auf diese Frage schnell gegeben: Diese Länder tun das, was ich eingangs als These aufgestellt habe: Sie sorgen dafür, dass man Kinder und Beruf besser unter einen Hut bekommen kann. In Osteuropa helfen dabei die Errungenschaften des Sozialismus (ja, auch die gab es), die teilweise noch nachwirken und das ist nun einmal unter anderem eine viel höhere Dichte an Kitaplätzen. Und es ist die Tatsache, dass es im Sozialismus ganz normal – ja sogar gefordert – war, dass Frauen arbeiten und Karriere machen. Die 40 (oder in Russland sogar 70) Jahre Sozialismus haben die Menschen in dieser Frage geprägt und das wirkt noch immer nach.

Ich sehe das in meiner Wahlheimat Russland ganz deutlich. Karriere, Kinder und Familie unter einen Hut zu bekommen ist viel einfacher, als in Deutschland. Es ist zwar nicht immer leicht, aber was im Leben ist schon leicht? Aber es ist recht problemlos möglich und ich kenne viele alleinerziehende Frauen, kleine Kinder großgezogen haben und es trotzdem in die Geschäftsführung ihrer Firmen geschafft haben, während das Kind gerade einmal zum Teenager herangewachsen ist.

Die Schule in Russland meist geht bis in den Nachmittag, es gibt eine Schulkantine und oft gibt es dort auch gleich eine Hausaufgabenhilfe und es wird für Kinder generell ungleich mehr angeboten. Es gibt außerhalb der Schule eine solche Fülle von Kursen und Freizeitaktivitäten für Kinder, dass es kein Problem ist, auch jüngeren Kindern viel zu bieten: Sport, Computerkurse, kulturelle Aktivitäten, es gibt da wirklich nichts, was es nicht gibt. Und es gibt dafür sogar ein eigenes Wort im Russischen: „кружок“

Übersetzt bedeutet es „kleiner Kreis“, aber es meint eben all die sinnvollen Freizeitaktivitäten, die für Kinder angeboten werden. Eltern müssen sich also viel weniger Sorgen machen, mit wem die Kinder möglicherweise nach der Schule „rumhängen“. Und da die „Kreise“ in der Regel von Pädagogen geleitet werden, lernen die Kinder dabei mit Spaß und Spielerei auch noch wirklich sinnvolle Dinge.

Fazit

Wer mehr Frauen in Führungspositionen bringen möchte, muss die Gesellschaft kinderfreundlicher machen. Das geht in Russland (das ich als Beispiel anführe, weil ich es nun einmal sehr gut kenne) so weit, dass die meisten Einkaufszentren und viele Restaurants Kinderzimmer haben, wo die Kinder unter Aufsicht spielen können, während die Eltern in Ruhe einkaufen oder nach dem Essen noch mit Freunden „quatschen“ können, ohne dass die Kinder quengeln, weil ihnen langweilig ist.

Positiver Nebeneffekt: Die Geburtenrate ist in den meisten Ländern mit vielen Frauen in Führungspositionen auch noch höher, als in Deutschland. Die genannten Maßnahmen helfen also nicht nur den Frauen, sie sind auch ein wirksames Mittel gegen das demografische Problem.

Aber in Deutschland (und im Westen insgesamt) wird stattdessen Gender gepredigt, es werden mit viel Tam-Tam nutzlose Maßnahmen wie Frauenquoten eingeführt und es werden Bücher gelobt, die mitteilen, dass Kinderkriegen doof ist und unfrei macht oder sogar umweltschädlich (also so richtig doll „pfui“) ist.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

21 Gedanken zu „Ideologie anstatt Problemlösung: Warum Frauenquoten ideologisch-populistischer Unsinn sind“

  1. Das mit weitem Abstand beliebteste „Märchen“, gleichermaßen beliebt beim männlichen wie auch dem weiblichen Teil unserer Spezies – allerdings aus unterschiedlichen Gründen – ist das Märchen vom „Schwachen Geschlecht“.

    1. Wirklich männlich ist der Teil unserer Spezies, der an dieses Märchen glaubt, in keiner Weise. Es sind gerade die Schwachen, die an ein „schwaches Geschlecht“ glauben müssen. Auch gibt es wohl einige Frauen, die sich gerne für schwach geben, aber die meisten Frauen, die ich kennen lernte, wussten und zeigten auch wie bewundernswert stark sie wirklich sind. Aber Herr Röper hat völlig Recht, Frauenquoten sind Schwachsinn und mit geeigneten Maßnahmen ließe sich der Frauenanteil in Führungspositionen erheblich steigern. Mir wäre es allerdings lieber, wenn die Rolle der Frau als Mutter die angemessene Anerkennung und Entlohnung erfahren würde, denn als Mutter kann jede Frau Karriere machen, selbst wenn sie nicht so gebildet ist, wie es für eine Führungsposition in einem Unternehmen nötig ist. Würde man Müttern die ihnen zustehende Ehre erweisen, die wenigsten würden sich für eine Karriere in einem Unternehmen entscheiden und es müssten nicht mehr so viele Kinder von fremden Leuten „erzogen“ werden.

      1. Wir haben da doch erhebliche Zweifel, daß sich Frauen mittels „Geld“ oder einer irgendwie gearteten „Anerkennung“ auf ihre „Mutterrolle“ – nun sagen wir – zurückwerfen lassen.
        Es gibt da inzwischen viel zu viel Spannendes auf dieser Welt.
        Und wenn wir dann in diesem Zusammenhang auch noch von einem „nicht-so-gebildet -sein“ lesen müssen, welches für die Führung eines Unternehmens disqualifiziere, fragen wir uns dann doch, inwiefern eine „Bildung im Humboldtschen Sinne“ dafür in jedem Falle nötig sein soll.
        Wenn Frauen Führungspositionen anstreben, tun sie das aus ähnlichen Gründen wie Männer: weil das nämlich richtig Spaß machen kann.
        Und wenn Frauen Kampfpilot oder Physiker werden wollen, wird man sie nicht mittels Geld oder Anerkennung ihrer Mutterrolle davon abhalten können.

        1. Zurück werfen lassen. Das eben, werter Hummel, ist das Problem. Als wäre die Mutterrolle eine niedere, etwas, auf das man zurückgeworfen werden kann. Dabei kommt doch alles in der Welt auf den Nachwuchs an und was kann es größeres geben, als wohlgeratene junge Menschen ins Leben zu entlassen, auf dass sie der Fortentwicklung und damit dem Fortbestand dienen können? Das zu erreichen nenne ich Karriere machen. Sicher wird es immer Frauen geben, die sich lieber in ein Kampfflugzeug setzen wollen oder sonst was anderes tun möchten und das soll ihnen auch niemand verwehren. Wenn jedoch die genetisch vorgegeben Rolle so weit herabgewürdigt wird, dass viele Frauen nur noch ganz verschämt „gestehen“, dass sie gerne Mutter und Hausfrau sind, dann liegt einiges im Argen. Man braucht sich auch nur mal die ganzen Schulversager anschauen, von denen Personalchefs Lieder singen können, oder die Klimahüpfer meinetwegen, um zu sehen, wie arg es schon ist. Jede Wette, dass der Großteil davon fremderzogen wurde oder von Müttern, denen die Bedeutung der Mutterschaft auf Grund der Herabwürdigung völlig abgegangen ist. Man darf auch nicht vergessen, dass die Menscheit sich unter Umständen entwickelt hat, unter denen die Rolle von Mann, Frau und Kindern klar verteilt waren. Ich kann nicht sehen, dass die Menscheit sich zum Besseren entwickelt, seit man die Frauen aufgehetzt und die Männer nieder gemacht hat. Die zeit der Aufklärung ging in Sturm und Drang über und von da aus direkt zur Emanzipationsbewegung. Nun ist fast keine Liebe mehr in der Welt, weil die mütterliche Liebe und Führsorge häufig schon nach einem Jahr oder auch früher endet und das Kind in die Babykrippe muss. Das halte ich für unnatürlich und schädlich. Vielleicht sind die Frauen ja auch einfach nicht mehr so stark wie sie einst waren und müssen sich mit einer beruflichen Karriere zufrieden geben, der ja nicht annähernd so viel abverlangt wird wie der Karriere als Mutter.

          1. Wir fragen uns dann doch, wie Sie sich frühere Zeiten so vorstellen.
            Noch in der der Vorkriegszeit konnten sich eine „Mutterrolle“ nur wenige Gutbürgerliche leisten, die hatten dann auch einen Hauslehrer und ein Dienstmädchen.
            Die große Mehrheit der Mütter war zwar nicht mit ihrer Karriere beschäftigt, aber anderweitig voll ausgelastet, da blieb für die „Mutterrolle“ nicht allzuviel Zeit.

  2. Interessanter Beitrag von Thomas. Interessant, da mutig und unpopulär.

    Menschliche, also tierische Verhaltensweisen auf Natur und Evolution (und zwar in der Regel: Überlebenstrieb und Erhaltung der Art) zurückzuführen liegt auf der Hand, ist beobachtbar, mit dem Tierreich vergleichbar und eigentlich jedes Zweifels erhaben.

    Doch populär sind solche Beobachtungen nicht. Sie werden strategisch bekämpft, Beobachtern werden üble Absichten unterstellt.
    Der Mensch habe am Ende Bewusstsein und Vernunft. Ja, hat er, aber die Natur lässt sich nicht beseitigen.

  3. Quoten sind inhaltlich schon mal Scheißdreck. Ich arbeite in einem Bereich, da hat man mit theoretischer Informatik und Statistik zu tun. Männer. Im Informatikstudium waren auch 80% Männer und die Frauen da haben sich weniger für Berechenbarkeitsprobleme interessiert, eher ging es so in Richtung Grafik, CMSe machen. Es war schon auffallend, dass den vermeintlich sehr drögen, theoretischen und mathematischen Kram lieber die Kerle machen. Ursache: egal. Wirkung: Quote ist Unsinn.

  4. In der DDR gab es ohne diesen ganzen Genderschwachsinn von irgendwelchen -innen und Frauenquoten eine mehr oder weniger vollständige Gleichberechtigung! Frauen waren selbstbewusst, sie gingen zur Arbeit, sie wollten ihr eigenen Geld verdienen und etliche haben sich ein Kind angeschafft – ohne mit dem Vater zusammenleben zu wollen! Und auch das ging, dank staatlicher Unterstützung, dank Kinderkrippen und Kindergarten! Frauen in Führungspositionen wurden akzeptiert, wenn sie, und das hatten die meisten in solchen Positionen, über die entsprechende Fach- und Sachkompetenz verfügten!

    Ein Gipfel des Schwachsinns deutschen Genderwahns war das Thema Feminismus, dass sich eine Generalkonsulin in Russland (Thomas kennt sie vermutlich) zum Frauentag ausgedacht hatte!

    Es ist wie Thomas schreibt, der Staat soll solche Rahmenbedingungen setzen, dass Frauen Beruf, Führungsposition und Kinder vereinbaren können und dann kann man auf diesen ganzen Unsinn von -innen, Frauenquoten usw. verzichten! Aber das sehe ich nicht mal ansatzweise!

  5. So lange wir mit der Genderwissenschaft, keinen Virus bekämpfen können, so lange gehört der ganze Gendermist dorthin, wo er seit dem 23.03.2020 seine rechtmäßige Stellung hatte: in die Bedeutungslosigkeit!

    Bei SAP hatte man vor Corona Mann und Männin!
    Nach Corona nur noch Mann!

    Und wenn man die Routenmitti so sieht, dann kann man(n) erkennen, wo es Zeit war zu handeln, da wartete sie ab und wo es Ziet zu warten, da handelte sie hektisch.

    In Deutschland kann jeder werden, was er will.
    Komisch nur, dass immer dann von Gender gesprochen wird, wenn Frauen in ein „gemachtes Nest“ gehen wollen.
    Und wie bei A.nahles, da kann auch die döööööfste Frau in hohe „gemachte Nester“ reinfallen, ganz ohne Genderprobleme.

    Da in Deutschland sogar der Mann für die U2 Umlage (Schwangerschaft) den Beitrag entrichten muss, ist der Gipfel mehr als überschritten.

    Dank Corona fangen die Unis in den USA und Australien an, diesen ganzen Gendermist auszusortieren.
    Und wenn jemand mehr über den Genderschwachsinn wissen will der geht mal auf danisch.de und schaut dort nach dem Schlagwort „Gender“. Recht interessant, wer-wann-was von Gender sagt, alles totes Fleisch, was die Welt schon zum Verwesen an den Rand gelegt hat.

    1. Die Beiträge zum Umlageverfahren (sowohl U1 als auch U2) zahlt der Arbeitgeber und das kann ja auch durchaus mal eine Frau sein. Vernünftig ist es allemal da der Arbeitgeber seinen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ersetzt bekommt, welches während der Mutterschutzfrist vor und nach der Geburt gezahlt wird. Hinter diese Regelung wollen wir doch nicht wirklich zurück? Wer möchte schon Zeuge einer Geburt in der Betriebskantine oder im Großraumbüro werden weil die werdende Mutter nicht auf ihre Einkünfte verzichten kann. Ich jedenfalls nicht.

      1. Och, die „Liberalen“ oder diese „Libertären“ hätten damit überhaupt keine Probleme. Für die ist schon der Bergriff „Umlage“ eine Ausgeburt der Hölle.
        Es geht auch das Gerücht, daß in diesem Lande inzwischen etwa 40% der Erwerbstätigen über Einkommen verfügen, auf Grund derer sie kaum bis praktisch keine Steuern zahlen müssen. Wenn das stimmt, wäre das dann die „Minderheit“, die sich bei jeder angekündigten „Steuersenkung“ mental bereits auf den „Kaufrausch“ vorbereitet.
        Da verstehen wir auch die Aversionen dieser Steuerzahlerbündler, denn das sind die Leute, die ihnen z.B. den „Dreck“ wegräumen, infolge deren unbedeutender „Minderleistungen“ sie überhaupt erst in die verzweifelte Lage versetzt werden, Steuern zahlen zu müssen.

  6. Quoten sind 100% Diskriminierung.
    Nur Kompetenz und Leistung sind akzeptable Faktoren für die Bewertung des Werts einer Arbeitskraft.
    Das hier aktiv mit Gesetzen dagegen gesteuert wird ist ein Skandal und gegen die Interessen der Bürger.

  7. Chancengleichheit…wenn es jemandem darum geht dann muss er als erstes beim Wohlstand ansetzen:
    Der Wohlstand ist nach wie vor der wichtigste, entscheidenste Faktor wenn es um Erfolg in Bildung und Beruf geht.
    Solange das Einkommen der Eltern wichtiger ist als die Leistung des Kinder ist es unglaubwürdig über angebliche Nachteile für Frauen zu diskutieren.
    https://www.youtube.com/watch?v=ZRYnBmCs3-g

  8. „(Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass Gender in Deutschland bereits als „Wissenschaft“ bezeichnet wird)“

    Und ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass es in Deutschland einen Professor für Amerikanismus mit Schwerpunkt Verschwörungstheorien gibt, Michael Butter. Das wurde bei Lanz so als Wissenschaft dargestellt. Und das war bisher in meinen Augen der absolute geistige Tiefpunkt. Da hat jeder Kim Jong Fan noch schlauere Ansichten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Butter
    https://www.youtube.com/watch?v=QzjYXrmb6Z8 Der „Experte“ bei Lanz

  9. Quoten sind Mist, wenn eine Frau einen Job auf Grund der Quote bekommt und ein gleich qualifizierter Mann eben nicht, ist das ja auch eine Diskriminierung.

    Natürlich sollten Mann und Frau für gleiche Arbeit gleich bezahlt werden, allein daran scheitert es ja schon in Deutschland.

    Chancengleichheit klingt so toll, ein Wort wie für eine(n)
    PolitikerIn erfunden, dass es sie nicht gibt sagt keiner und das sie nicht einmal gewollt ist, erst recht nicht.

    Es fängt schon in der Schule an, Bundesländerabhängig müssen Eltern für die Bücher bezahlen, oder nicht. Eltern aus dem Niedriglohnsektor bekommen zwar einen Zuschuss, aber trotzdem belastet er den Haushalt mehr, als in einem Bundesland in dem Lernmittelfreiheit herrscht.
    Das ganze zieht sich dann weiter durchs Studium. Gerechterweise müsste die Regelstudienzeit Kostenfrei sein, alles was darüber hinaus geht, sollte etwas kosten, Stichwort „Bummelstudent“. Der Herr Direktor kann seinem Nachwuchs das komplette Studium finanzieren, ohne am Hungertuch nagen zu müssen. Dem Portier in der Firma des Direktors dürfte das schon ungleich schwerer fallen, also muss der Jungbegabte sich noch einen Job suchen, oder zwei und schon ist es mit der Chancengleichheit auch wieder vorbei.

    Bezüglich der Chancengleichheit und das sie nicht gewollt ist, habe ich mal etwas interessantes gelesen: Wenn wir auf Grund gleicher Chancen irgendwann 40 Millionen mit Doktortitel hätten, würde der Doktor der die Strasse kehren muss, vielleicht anfangen das System in Frage zu stellen, oder mit den Worten eines Comediens: „Wir brauchen auch die Idioten, einer muss ja das Gammelfleisch fressen!“

  10. Um es wenig elegant auszudrücken:

    Gesellschaften die irgendetwas mit Frauen und Karriere im Sinn haben, gehen unter, unabhängig davon ob hinreichend Kitas da sind. Sie werden ersetzt durch Gesellschaften in denen Frauen primär für Geburt und Brutpflege zuständig sind. Es sei denn, dass für Frauen – erfolgreich – direkt oder indirekt eine Mindestgeburtenanzahl eingeführt wird.

    Alles andere ist Unsinn den sich entsprechend geneigte ins Gesäß hinaufjagen dürfen.

    Was die Interessen des Gastgebers, Herrn Röper, anbelangt: in RU schaut es nicht viel anders aus. Wie „Vlad the Lad“ Putin sagt, wird die Bevölkerung vornehmlich durch Menschen „ergänzt“ die wohl aus den früheren Sowjetunion -Gebieten zuwandert, die „bereits Erfahrung mit dem russischen Lebensstil haben“. Im Kontext ist wohl auch Putins Wiederbelebung der Religion zu sehen.

    1. Woher hat er den seine „Weisheiten“? Aus dem Völkischen Beobachter? Oder aus so einer BDM-Bibel? Aber vielleicht hat auch der Rosenberg, Alfred was dazu geschrieben, das wissen wir jetzt gar nicht so genau.

  11. Die Frauenquote ist nur dafür da, dass unsere Politiker sagen können wir tun doch etwas. Es ist nicht gewollt, dass Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen sind.
    Große Firmen und auch wenn kleinere Firmen sich zusammentun können diese eine eigene Kita und Hausaufgabenbetreuung für Mittarbeiter anbieten. Das muss nicht der Staat. Es kann auch ein Anreiz sein mit solchen Maßnahmen Facharbeiter und Führungskräfte zu binden. Die Ersten Firmen, die sowas anbieten können sogar mit großem Medialen Interesse rechnen und somit um kostenlose Werbung.
    Deutschland ist ein kinderfeindliches Land. Meine Frau kommt aus Tschechien und dort gibt es in allen Kaffes Kinderecken. Einige Gaststätten bieten große Abenteuerspielplätze an in denen die Kinder unter Aufsicht spielen können. Hier in D muss man sich um eine Kinderbetreuung kümmern, wenn man mal raus möchte.
    In Deutschland ist es nicht gewollt, dass die Menschen Kinder bekommen. Wer Kinder hat, dem werden nur Steine in den Weg gelegt. Die Bildung an den Staatlichen Schulen ist mittlerweile so schlecht geworden, dass man annehmen kann, dass unsere Kinder dumm sein sollen.

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