Energiekrise

Forbes sagt der EU für diesen Winter eine Katastrophe bei der Energieversorgung voraus

Die Rekordpreise für Gas in der EU sind nur das Symptom der Krise, die Europa bevorsteht. Experten sprechen inzwischen offen davon, dass Europa in diesem Winter eine "Katastrophe" droht. Das ist auch in der Politik bekannt, wie ein Beispiel aus einer deutschen Talkshow zeigt.

Über die Lage am Gasmarkt habe ich in den letzten Tagen sehr viel und oft berichtet. Das Gasdefizit ist eine direkte Folge aus mehreren schweren Fehlern der EU-Kommission und auch nationaler Regierungen. Diese Fehler zeigen nun ihre Wirkung.

Die Energiewende ist schuld an der Energiekrise

Der erste Fehler war die über’s Knie gebrochene Energiewende. Die EU-weite Abschaltung von Kohlekraftwerken und auch noch die deutsche Abschaltung der Atomkraftwerke und der gleichzeitige Versuch, die fehlende Energieproduktion durch alternativen Energien ersetzen, hat im Sommer die Katastrophe eingeleitet. Der Sommer war extrem windstill, weshalb das Erdgas nicht in die Gasspeicher geleitet werden konnte, sondern zur Energieerzeugung verfeuert werden musste.

Alternative Energien sind nicht in der Lage, stabil und zum benötigten Zeitpunkt die nötige Energie zu liefern, weil eben nicht immer Wind weht und nicht immer die Sonne scheint. Dieses elementare Problem führen Kritiker seit Jahren an, aber die Klima-Ideologen ignorieren das Argument konsequent.

Hinzu kommt, dass man die Energie nicht speichern kann. Wenn also zu viel Wind weht, müssen Windräder vom Netz genommen werden, weil man die produzierte Energie (im Gegensatz zu fossilen Energieträgern) nicht lagern kann, bis man sie braucht. Wenn aber zu wenig Wind weht, würden die Lichter ausgehen, wenn man sich auf alternative Energiequellen verlassen würde.

Beim Gas ist es so, dass die Pipelines und Tanker nicht ausreichen, um den Bedarf während der Heizsaison zu decken. Daher werden die Gasspeicher im Sommer gefüllt, damit im Winter genug Gas zu Verfügung steht. Die Speicher sind normalerweise zu Beginn der Heizsaison Anfang Oktober zu 100 Prozent gefüllt, in diesem Jahr sind sie derzeit aber im Durchschnitt nur zu knapp über 70 Prozent gefüllt. Der Grund: Der Mangel an Energieproduktion durch alternative Energien im Sommer, der dazu geführt hat, dass das Gas verfeuert und nicht in die Speicher geleitet wurde.

Die hohen Gaspreise sind hausgemacht

Daher hat sich parallel das zweite Problem angebahnt, über das ich schon seit Juli berichte: Die Gaspreise steigen.

Auch das ist ein hausgemachtes Problem der EU, denn die EU-Kommission hat vor einigen Jahren die „Liberalisierung“ des Gasmarktes beschlossen. Das bedeutet eine Abkehr von langfristigen Verträgen und einen Handel von Gas an der Börse, womit Gas zu einem Spekulationsobjekt gemacht wurde. Das hat die Gaspreise seit Sommer in die Höhe getrieben und nun dafür gesorgt, dass sie in den letzten Wochen regelrecht explodiert sind und schon bei 1.200 Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas angekommen sind.

Gazprom beliefert die EU mit langfristigen Verträgen, bei denen der Gaspreis über eine Formel basierend auf einem langfristigen Mittelwert des Ölpreises berechnet wird. Daher gibt es bei diesen langfristigen Verträgen keine heftigen Preisschwankungen, was für beide Seiten gut ist, denn es schützt die Abnehmer des Gases vor solchen Preisexplosionen, wie wir sie jetzt in der EU sehen, und es schützt den Verkäufer gegen plötzliche Preisabstürze. Beide Seiten haben somit stabile Preise und Planungssicherheit.

Gazprom verkauft sein Gas zum Beispiel an Deutschland für etwa 220 Euro pro 1.000 Kubikmeter. Daran hat sich nichts geändert, trotzdem kostet Gas in der EU nun plötzlich 1.200 Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Das freut die Importeure, die die Differenz in ihre Taschen stecken können, die Rechnung zahlen die Verbraucher.

Ohne die Liberalisierung des Gasmarktes, die sich die „Fachleute“ der EU-Kommission ausgedacht haben, wäre vielleicht – dank der Energiewende – nicht mehr Gas da, als jetzt. Aber zumindest würde der Preis für die Verbraucher trotzdem stabil bleiben. Wobei: Mehr Gas könnte vorhanden sein, aber dagegen wehren sich ja die Gegner der Pipeline Nord Stream 2, deren Fertigstellung wegen des Widerstandes um über ein Jahr verzögert wurde.

Die „Freunde“ aus den USA

Die Gegner von russischem Gas und von Nord Stream 2 führen an, man könne amerikanisches Frackinggas, das als Flüssiggas (LNG) mit Tankern geliefert wird, importieren, um von Russland unabhängiger zu werden. Russland – so deren Behauptung – könne sein Gas als Druckmittel einsetzen, daher müsse man auf die Verbündeten aus den USA setzen und deren Frackinggas kaufen, auch wenn es teurer ist.

Russland hat in den 50 Jahren, in denen es Gas nach Europa liefert, immer seine Verträge eingehalten, das Gas nie als Druckmittel missbraucht und stets treu geliefert, wenn man nur seine Gasrechnung bezahlt hat. Aber die Behauptung, Russland könne oder würde Gas als Druckmittel einsetzen, hält sich seit 50 Jahren.

In diesem Jahr hatten die USA, die großen Druck gegen Nord Stream 2 aufgebaut haben und gleichzeitig in der EU die Werbetrommel für ihr Flüssiggas rühren, die Möglichkeit, zu beweisen, dass sie ein verlässlicher Partner sind und mehr Gas liefern, um der EU aus der (wenn auch selbstverschuldeten) Gaskrise zu helfen. Aber die USA haben das Gegenteil getan, denn sie verkaufen ihr Flüssiggas meistbietend und nicht wie Gazprom per langfristiger Verträge. Und da die Gaspreise in Asien noch höher sind als in Europa, liefern die USA nun sogar weniger Gas nach Europa und schicken ihr Gas nach Asien.

Russland ist schuld!

Das war absehbar, denn die USA haben noch nie jemandem geholfen, sie haben immer als erstes ihren eigenen Vorteil im Blick. Aber trotzdem werden die Politiker, die in Europa als den USA treu ergebene Propagandisten weiterhin fordern, auf die USA zu setzen und Nord Stream 2 zu beerdigen, daraus nichts lernen.

Einer der deutschen Politiker, der die Tiefen des Rektums der USA besser kennt als jeder andere, ist Norbert Röttgen. Der hat am Sonntag bei der Talkshow von Anne Will gezeigt, dass er sehr wohl weiß, dass Europa in diesem Winter eine Katastrophe ins Haus steht, wenn der Winter nicht sehr mild wird. Allerdings hat er auch schon gezeigt, wem er dann die Schuld geben wird. Röttgen sagte (im Video ab Minute 49.10):

„Wir werden in diesem Winter erleben, dass Wladimir Putin mit Gas Gaspolitik macht und versucht, auf unsere Politik, auf die Außenpolitik Deutschlands, dadurch Einfluss zu nehmen, indem er mit Gas Machtpolitik macht.“

Die Deutschen werden, wenn es in Europa im Winter tatsächlich zu der sich abzeichnenden Katastrophe bei Strom und Heizung kommt, von Politik und Medien nichts davon erfahren, wie die EU diese Probleme in den letzten Jahren selbst geschaffen hat. Die Medien beginnen schon jetzt, das Thema vorzubereiten und mit dem Finger auf Gazprom zu zeigen, obwohl Gazprom alle seine Verpflichtungen erfüllt und in 2021 fast so viel Gas nach Europa gepumpt hat, wie im Rekordjahr 2018.

Aber davon weiß der deutsche Leser ja nichts und wenn er erst einmal friert, wird er den Unsinn, den ihm Politik und Medien erzählen, noch leichter glauben.

Die kommende Katastrophe

Auf der Seite des russischen Fernsehens wurde am 4. Oktober über einen Artikel von Forbes berichtet, der das Thema behandelt hat. In den europäischen Ausgaben von Forbes findet man das wohl nicht, außerhalb Europas berichten aber auch transatlantische und neoliberale Magazine offen darüber, worin das Problem in Europa tatsächlich liegt. Ich habe den Artikel des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Forbes: Nicht einmal Russland kann Europa vor der drohenden Katastrophe retten

Die von der Europäischen Union verfolgte Politik des Übergangs zu sauberen Energiequellen könnte in diesem Winter zu einer Katastrophe in Europa führen, schreibt Forbes.

Der Rekordanstieg der weltweiten Gaspreise könnte viele Wärmeraftwerke dazu veranlassen, auf Öl oder Kohle umzusteigen, wodurch sich die Kosten für diese Brennstoffe erhöhen würden.

Im Fall von Europa könnte dies jedoch aufgrund der Politik der Umstellung auf grüne Energie nicht funktionieren. Viele europäische Länder haben Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke abgeschaltet.

Diese Politik führte im Sommer zu einer Krise, da die Windkraftanlagen in Europa wegen des schwachen Windes stillstanden und die Wärmekraftwerke gezwungen waren, auf Heizöl umzustellen.

Kohlekraftwerke konnten die Situation nicht retten, da viele Bergwerke in Europa geschlossen sind.

Die Gaskrise wird allmählich zu einer globalen Krise, und es wird ein Jahrzehnt dauern, um die Schwierigkeiten zu überwinden, die bei der Umstellung auf saubere Energiequellen aufgetreten sind, meinen Experten.

Nach Angaben von Wood MacKenzie und Rystad Energy werden sich die Investitionen für die Erschließung neuer Förderquellen auf Hunderte von Milliarden Dollar belaufen. „Das lässt sich nicht über Nacht beheben“, stellt Forbes fest. Europa hat einfach nicht so viel Geld.

Was die Erhöhung der Gaslieferungen aus den USA nach Europa betrifft, so schweigt die EU zu diesem Thema. Das ist ein Tabuthema, denn die USA haben ihr Flüssiggas von Europa nach Asien umgeleitet, weil die Gaspreise und die Gewinne dort höher sind.

Gazprom hingegen hat seine Gasexporte nach Europa stark erhöht, aber die Lieferungen sind aufgrund der voll ausgelasteten Logistikkapazität begrenzt.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

41 Antworten

  1. Armin Laschet kam neujelich total schwarz von der Schicht. Öffentliche Plakate zeigen das. Also – denk ich – an der Ruhr ist nix geschlossen, vonwejen keine Bergwerke in Euro-Opa. – Armin, nicht Jamaika! Wir wollen Dich nicht verlieren, den letzten aufrechten Steinkohle-Kumpel.

  2. Ich sagte es bereits und ich sage es gerne nochmal. Dass es, aufgrund der Gasknappheit, zu Ausfälle der Heizungen kommen kann, ist richtig. Aber das heißt nicht, dass wir jetzt alle im Winter frieren werden. Nicht jeder heizt mit Gas.
    In meinen Augen viel wichtiger ist, dass durch die hohen Gaspreise die Energiekosten für die Wirtschaft gestiegen sind. Das schwächt den Wirtschaftsstandort Europa und wird am Ende Arbeitsplätze kosten.
    Die Gasproblematik immer nur aus Sicht von kalten Heizungen oder nicht zu betrachten, ist einfach zu einseitig.
    Die Amerikaner lachen sich gerade kaputt, dank ihrer transatlantischen Agenten, und das nicht, weil Europa möglicherweise frieren könnte.

    1. Es geht nicht um „frieren“ es geht ganz schnell ums Erfreieren, also ums Überleben. Ich bin lieber arbeitslos als das ich vor Kälte um mein Leben fürchten muss.
      Natürlich ist die Wirtschaft auch ein Thema, aber die zwingen wir auch so in die Knie, Dank der unkontrollierten Zuwanderung und der explodierenden Staatsquote. Immer weniger bezahlen den ganzen Spaß und immer mehr werden bezahlt.

  3. Seit Merkels Antritt als Bundeskanzlerin bzw. Übernahme der Regierung durch die CDU/CSU 2005 fingen die Gas- und Strompreise massiv an zu steigen.
    Hervorragende Arbeit einer Transatlantiker-Partei.

  4. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Gazprom derzeit ausschließlich seine Langzeitverträge bedient und eben NICHT das Maximum der bestehenden Logistikkapazität ausnutzt – durch die Ukraine oder durch Weißrussland/Polen. Die Logistikkapazität ist, anders als der Artikel behauptet, nicht voll ausgelastet, es werden keine Zusatzkapazitäten in den Auktionen gebucht, als die, die in den bestehenden Langzeitverträgen festgeschrieben sind. Zudem sind es gerade die zu Gazprom gehörenden Speicher in Europa, die am wenigsten gefüllt sind. Es ist aber juristisch einwandfrei, man kann Gazprom nichts direkt vorwerfen. Gazprom optimiert sich, indem der Konzern auf kurzfristige Gewinne verzichtet, die durch seine Spotlieferungen erzielt werden könnten, um die zu erwartenden Erhöhungen in den Preisformeln der Langzeitverträge nicht zu untergraben. Aber diesen Mechanismus hat Europa Gazprom an die Hand gedrückt – in grober Fehlkalkulation und als ein peinliches Eigentor. Als vor einem Jahr die Spotpreise sehr tief waren, entschied beispielsweise das Stockholmer Schiedsgericht zugunsten Polens, das eine Anpassung der Preisformeln hin zu mehr Spotorientierung forderte. Gazprom musste Polen drei Milliarden Euro zurückzahlen. Jetzt zeigt Gazprom Europa, dass dieser Mechanismus auch andersherum funktioniert. Und die Europäer verschlimmern ihre Situation noch, indem sie NS2 in die Länge ziehen.

    1. Entschuldigung, Denkfehler: Gazprom bedient alle Bestellungen. Die Frage ist also, warum bestellen die europäischen Importeure nicht? Dass die Bestellungen aus Europa ausbleiben, zeigt sich schon daran, dass westliche Medien es sofort hysterisch melden würden, wenn Gazprom (in dieser Situation) eine Bestellung ablehnt.
      Die Frage der Auslastung der beiden Pipelines (Weißrussland und Ukraine) habe ich in den letzten Tagen schon mehrmals gestellt, aber es ist eben keine Frage, die man Gazprom stellen muss, sondern den Importeuren. Gazprom kann nur so viel Gas in die Pipelines leiten, wie am anderen Ende nach Bestellung auch abgenommen wird…

      1. Der Denkfehler liegt auf Seiten von Anti-Spiegel. Ja , na klar liefert Gazprom genau das, was bestellt wurde. Man muss den Zusatz dazu bringen, …. was im Rahmen des Bestellvorganges bereits bezahlt und noch nicht abgeholt wurde… ( um es mal ganz salopp zu sagen)

        Den Rest hat Voevoda ausgeführt.

      2. Wie ich geschrieben habe, kann man Gazprom in der Tat keinen Vorwurf machen. Sein Vorgehen ist sein gutes Recht. Schuld sind die Europäer, die sich mit ihrer Politik selbst austricksen. Aber Ihre Aussage über „die voll ausgelastete Logistikkapazität“ ist leider so nicht korrekt.

        1. Seien Sie bitte so freundlich und lesen Sie die Artikel aufmerksam. Beim aufmerksamen Lesen hätten Sie bemerkt, dass dieser Satz nicht von mir ist, sondern aus dem Artikel des russischen Fernsehens übersetzt wurde. Ich hätte den Satz so auch nicht geschrieben, wie man aus all den anderen Artikeln, die ich zu dem Thema geschrieben habe, erkennen kann.
          Wenn ich aber einen Artikel anderer übersetze, steht es mir nicht zu, diesen inhaltlich zu verändern!

        1. … die zu Gazprom gehören und von deutschen Händlern betrieben werden sollen. Gazprom ist in diesem Spiel kein Akteur, sondern Vermieter von Infrastruktur und Lieferant von Gas. Geliefert wird, was – innerhalb festgelegter Kontingente – abgerufen wird.

    2. Es ist momentan schlicht das Ergebnis perfekter Arbeit der Gaslobby in den letzten Jahren!
      Gazprom würde sicher gern auch gutes Geld verdienen, aber der potentielle Käufer muß sich schon mal dazu melden…….was aber aktuell die hohen Preise dämpfen würde und daher wohl nicht passieren wird. Der Verbraucher wird erstmal schön zur Kasse gebeten und „ganz nebenbei“ wird auch noch in ganz Europa und speziell auch Deutschland mal wieder die Industrie extrem mit Kosten belastet – also alles ganz der Agenda entsprechend. Merkel hat ja nicht umsonst die letzten 16 Jahre entsprechend „geschuftet“.

    3. NS2 ist der Schlüssel – er wenn sie vollen Betrieb fahren kann – kann man von Gasprom fordern zu liefern. Dies ist aber nun zu spät weil Russland seine Speicher erst einmal füllen muß. Die sogeannte Energiewende ohne Gas ist eine Wende in die Katastrophe, die Leute werden es merken!

  5. Was man noch erwähnen könnte:

    1. Es ist gerade eine Menge Geld zu verdienen für skrupellose „Händler“, die für 220 Euro russisches Gas einkaufen und es für 1200 Euro weiter verkaufen. Ob das der Grund für die leeren Lager ist – wer weiß. Aber wenn jemand das machen würde, wäre die Gewinnspanne astronomisch.

    2. Das Tauziehen um Nordstream II wird immer als Kampf zwischen Russland und dem Westen dargestellt. Dabei geht unter, dass große europäische Gasversorger eine Menge Geld in die neue Pipeline investiert haben. Durchaus möglich, dass die angesichts der neuerlichen Verzögerungen bei der „Genehmigung“ durch die deutschen Behörden langsam die Geduld verlieren und den Druck erhöhen. Vor allem, wenn dass wie unter 1) ausgeführt sehr lukrativ ist.

    Leider hat Anne Will am Sonntag offenbar tief geschlafen und es versäumt, Norbert Röttgen kritische Fragen zu seiner Position zu Russland und Nordstream II zu stellen. Wenn die Energiepreise tatsächlich weiter steigen und es Versorgungsengpässe gibt, dürften die Nordstream II-Kritiker und die EU – die ja die Kapazität der Pipeline durch unsinnige Regeln künstlich halbiert – werden die Samthandschuhe allerdings bald ausgezogen und die Pipeline-Kritiker ziemlich unter Druck kommen.

  6. Er kann’s nicht lassen:

    „Der erste Fehler war die über’s Knie gebrochene Energiewende. Die EU-weite Abschaltung von Kohlekraftwerken und auch noch die deutsche Abschaltung der Atomkraftwerke und der gleichzeitige Versuch, die fehlende Energieproduktion durch alternativen Energien ersetzen, hat im Sommer die Katastrophe eingeleitet. Der Sommer war extrem windstill, …“

    Bitte schauen Sie sich doch mal das Agorameter an:

    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/05.10.2020/05.10.2021/today/

    Das sind die Daten für die zurückliegenden zwölf Monate. Und dann wählen Sie den Zeitraum ein Jahr früher aus. Und dann schauen Sie nur auf die blauen Flächen zwischen März und September, gerne auch, da Sie „Sommer“ geschrieben haben, nur zwischen Juni und September, und dann sagen Sie mir mal, worin Sie da einen Unterschied sehen.

    Wenn es um den zurückliegenden Winter ginge und den davor, würde ich einen Unterschied einräumen, aber von Windstille kann auch dort keine Rede sein, nicht einmal annähernd. Und so liest man denn auch immer wieder Zahlen, je nach Quelle, von zwei Dritteln bis vier Fünfteln der vorjährigen Windstromproduktion. Das IST ein relevanter Unterschied, aber das ist keine Windstille.

    Dies ist das eine. Das andere: Man kann durchaus der Ansicht sein, dass die Energiewende übers Knie gebrochen wurde. Ich würde eher sagen, dass sie ausgebremst wurde. Kraftwerke abzuschalten, egal, welcher Art, ist keine Energiewende. Das ist ein Energie-Shutdown, wenn man es dabei belässt. Von einer Wende kann nur dann die Rede sein, wenn ausreichend Ersatzkapazitäten geschaffen werden. Aber als wäre Thomas Röper ein Fan von Angela Merkel, Peter Altmeier und wie die Vollzugsbeamten von RWE noch alle heißen, verschweigt er, dass sie es waren und bis zum heutigen Tage sind, die die Schaffung dieser Ersatzkapazitäten systematisch unterbunden haben, bis hin zur Abwanderung bzw. zum Abbau von Arbeitsplätzen der Windbranche in einem Umfang, gegen den das gesamte Kohlepersonal nur eine Kantinenbesetzung ist. Es gab keinen „Versuch, die fehlende Energieproduktion durch alternative Energien“ zu ersetzen, jedenfalls nicht seitens der Regierung, die die Abschaltung der Kohle- und Atommeiler veranlasst hat. Das Gegenteil ist der Fall. Und dass Sie das nicht sehen, kann ja offensichtlich nicht an mangelnden Recherchefähigkeiten liegen; diese stellen Sie ja immer wieder recht eindrucksvoll unter Beweis. Das muss an was anderem liegen, irgendeiner Blockade oder einer Klimaideologie (die Sie jedoch anderen vorwerfen).

    Was Forbes schreibt, lege ich getrost in den Rundordner. Nicht, dass es alles Unsinn wäre, aber die sind ja nun so offensichtlich interessengeleitet, dass ich mich lieber aus anderen Quellen informiere. Die deutsche Braunkohleförderung weist eine gewisse Elastizität auf. Derzeit wird wohl nicht die gesamte Kapazität abgerufen, da Kraftwerke stillgelegt wurden und da über einige Zeit die Verfeuerung wegen der CO2-Zertifikate unrentabel war. Aber es ist bei ständig ansteigenden Gaspreisen nur eine Frage der Zeit, bis Kohlestrom trotz der Zertifikate wieder konkurrenzfähig wird, und stillgelegte Kraftwerke befinden sich zu großen Teilen in der Reserve, also nicht im Abriss, und können somit reaktiviert werden. Das ist bitter für die Fridays und das Klima, aber frieren werden die Kids sicherlich auch nicht wollen.

    1. Lustig, dann gibt es ja gar kein Problem. Strom war genug da, die Windräder haben bestens funktioniert und das Gas, das Gazprom in (fast) Rekordmenge nach Europa gepumpt hat, wurde gar nicht wegen Windstille verheizt, sondern ist in Wahrheit in den Speichern und es gibt gar kein Problem.
      Ironie aus!
      Ernsthafte Frage: Sind Sie Lobbyist der Energiewende? Sie posten hier allen Ernstes ein Papier einer Stiftung (Agora), die von so interessengeleiteten NGOs wie Mercator und der European Climate Foundation finanziert wird und die ein Lobbyist der Energiewende ist?
      Die werden dafür bezahlt, die Windenergie schönzureden. Das wäre so, als wenn man einem Kritiker Nato ein Papier der Antlantikbrücke als Beleg dafür präsentieren würde, dass die Nato voll super ist. Das ist keine brauchbare Quelle, sorry.
      Hinzu kommt, dass die so unsauber arbeiten, dass es sogar schon den automatisch angezeigten Suchbegriff „agora kritik“ gibt, unter dem man viele (übrigens sehr überzeugende) Beispiele dafür findet, wie Wissenschaftler das, was die 30 Agora-Mitarbeiter als Studien bezeichnen, auseinandernehmen.
      Sorry, aber das ist nun wirklich amüsant…

  7. „Sorry, aber das ist nun wirklich amüsant…“

    Oxymoron nennt man das. Ich hab’s aber auch noch mal nachschlagen müssen, da mir das Latinum fehlt. Ach du liebe Güte, nein, das Grecum. Sie haben’s wahrscheinlich. „Mein Amüsement tut mir Leid“ (sorry = bereitet mir Schmerzen). Aber gut, das soll’s ja geben, Bauchmuskelkater vom vielen Lachen. Freut mich aber, wenn ich jemanden zum Lachen bringen konnte.

    In der Tat. Es gibt (Präsens!) kein Problem. Es war und ist genug Strom da (mir ist bislang kein großflächiger Blackout der jüngeren Vergangenheit bekannt geworden). Die Windräder haben bestens funktioniert (bis auf das abgebrochene natürlich; auch bei den vielen sogar gegenwärtig still stehenden Windrädern weiß ich nicht, ob da was kaputt ist, aber mir sind keine Meldungen über großflächige Ausfälle zu Ohren gekommen).

    Was das Gas angeht, muss ich passen. Ich glaube Ihnen – habe es auch nie angezweifelt -, dass Gazprom es in überdurchschnittlicher Menge nach Deutschland pumpt. Wo es jetzt ist – ob profitabel weiterverkauft, wovon ich irgendwo las, oder verheizt -, weiß ich nicht; da sind Sie sicherlich kompetenter. Und ich habe keine Zweifel, dass Gazprom noch mehr liefert, ob durch Nordstream 2 oder 1 oder irgendeine andere Röhre, die in Deutschland einen Auslass hat, sobald bestellt und bezahlt wird und die politischen Hürden unsererseits, also der deutschen Regierung und Gerichte, aus dem Weg geräumt sind. Vielleicht betrachte ich die Sache zu idealistisch im Hinblick auf unsere Transatlanten, denn für Pfizer haben sie ja alles eingerissen, was ihnen bislang angeblich heilig war – warum nicht nach der Volksgesundheit und dem Grundgesetz nun auch die Wärme in unseren winterlichen Wohnzimmern? Ist aber ein Futur-Thema.

    Ich muss keine Ironie ausschalten; es ist mir ernst.

    Ernsthafte Rückfrage: Wie definieren Sie „Lobbyist“? Denn tatsächlich bin ich seit ungefähr 30 Jahren als privatester Privatmensch der Ansicht, dass die Energieversorgung, nicht nur die elektrische, keine Alternative zu erneuerbaren Energien hat, weil – nun ja – nur diese eben erneuerbar sind und die anderen irgendwann alle (was aber nicht unser Problem ist, denn Kohle gibt’s noch für Jahrhunderte, sondern der Müll ist das Problem, der bei ihrer Verbrennung entsteht, also Stick- und Kohlenstoffoxide). Erfüllt das in Ihren Augen den Tatbestand des Lobbyierens? Um Ihnen die Antwort zu vereinfachen: Geld bekomme ich keines dafür, auch keine Sachleistungen. Stattdessen kassiere ich unschöne Kommentare. Aber ich glaube, damit muss man im politischen Diskurs leben, sogar ohne innere Wallungen.

    Und ja, ich poste hier allen Ernstes einen Link (kein Papier, aber lassen wir das) auf die Agora. Ich hätte auch das Fraunhoferinstitut nehmen können; die liefern ganz ähnliche Grafiken: https://energy-charts.info/?l=de&c=DE

    Welcher von denen ist denn in Ihren Augen KEIN Lobbyist? Anders gefragt: Ist es anrüchig, unanständig, unmoralisch, unethisch, russophob oder was immer Sie verwerflich finden mögen, die Ansicht zu vertreten, die ich hier vortrage? Habe ich jemanden beleidigt? Finden Sie, dass Energiewende unabhängig von der Professionalität, mit der man sie durchzieht, eine Art Putin-Bashing ist?

    Selbstverständlich werden die Leute dort für ihre Arbeit bezahlt. Ob sie die Energiewende so, wie sie hierzulande praktiziert wird, schönreden, mag ich nicht beurteilen. Dann müssten sie von der Regierung oder den Kohleverwertern bezahlt werden. Dann hätten sie aber auch kein Interesse daran, den Erfolg der Erneuerbaren darzustellen. Und das hat, als diese im vergangenen Jahr ungefähr 50 Prozent des Stroms lieferten, die Agora getan. Sie, Herr Röper, haben Finanziers genannt. Was haben die denn für eine Agenda, an der Sie sich reiben?

    Man könnte meinen, Sie finden Lobbyismus schlecht. Ich kann Menschen verstehen, die so denken, aber ich hätte nicht erwartet, dass Sie zu diesen Menschen gehören, denn es ist in einer Parteienherrschaft, wie wir sie haben, in der die Macht von nur wenigen Menschen ausgeübt wird, praktisch unmöglich, dass diese Wenigen alles Relevante wissen. Darum ist diese Inszenierung von Demokratie eine Farce und gehört geändert. Unabhängig davon wäre es aber heilsam, wenn Lobbyismus vollständig transparent stattfände und frei von Vorteilsgabe bzw. -nahme. Wahrscheinlich wäre es sogar gut, wenn es einen anderen Begriff dafür gäbe, aber immer noch besser, die Information findet in der Lobby des Parlaments als in dunklen Hinterzimmern statt (wo sie wahrscheinlich tatsächlich stattfindet, denn die Lobby ist gut einsehbar, also ein passendes Bild für Transparenz, und viele Lobbyisten mögen diese Sichtbarkeit nicht, weil sie wissen, dass ihre Beeinflussung nicht dem Gemeinwohl dient und daher kritisiert würde, sobald sie ans Tageslicht gerät).

    Wissen Sie, ich habe keine Probleme damit, dass jemand anderer Ansicht ist als ich. Ich habe noch nicht einmal Probleme damit, wenn diese andere Ansicht es fördert, dass zwei Generationen nach mir dieser Planet kaum mehr bewohnbar ist, denn das werde ich nicht mehr erleben, und Kinder, denen das blühen könnte, habe ich keine. Geht alles. Dennoch denke ich, dass die heutigen Generationen im mittleren Alter in der Verantwortung stehen, den heute jungen Menschen nicht nur einen Riesenhaufen Scheiße zu hinterlassen, unabhängig davon, wie man über deren Gebrauch von Facebook und Twitter denkt. Ich lasse auch mit mir über den Weg hin zu einer besseren Welt diskutieren; genau deshalb bin ich ja hier, anstatt mich in einer Filterblase herumzutreiben, in der mir immer nur alle auf die Schultern klopfen. Ich denke, Sie und ich haben einen beträchtlichen Vorrat an gemeinsamen Sichtweisen, und es besteht erstens keine Notwendigkeit, diese voreinander auszubreiten und sich gemeinschaftlich daran zu freuen, weil das nichts bringt. Und zweitens, denke ich, besteht WEGEN dieser (vermuteten) Gemeinsamkeiten eine Basis für eine kultivierte, gleichwohl aber ungeglättete Kontroverse über die Differenzen, denn EIGENTLICH müssten Menschen auf der Basis derselben Tatsachen zu denselben Ansichten kommen. Ich habe da so eine Theorie über Axiome, die eine wichtige Grundlage des Fühlens von Menschen sind, die ihnen aber nicht bewusst sind, weil sie sich in den ersten Lebensjahren herausgebildet haben, an die sich kaum jemand erinnern kann. Und ich bin sicher, dass das Fühlen eine Grundlage des vermeintlich rationalen Denkens und Schlussfolgerns ist, ob wir uns das nun eingestehen oder nicht; Menschen haben Ängste, die einen mehr, die anderen weniger. Darum bleibt dieses Eigentlich eben nur ein Eigentlich. Dennoch sehe ich keine Alternative zum Diskurs.

    1. „Und ich bin sicher, dass das Fühlen eine Grundlage des vermeintlich rationalen Denkens und Schlussfolgerns ist, …“

      Das ist interessant und wahrscheinlich wohl auch wahr. Was aber, wenn das auf dieser Grundlage „rationale“ Denken und Schlussfolgern von Fakten erschüttert wird? Die Reaktion darauf macht es, dass „dieses Eigentlich eben nur ein Eigentlich“ ist. Vom Gefühl her sind Wind- und Solarkraftanlagen eine feine Sache, allerdings sind einige Fakten bekannt geworden, die dagegen sprechen. Wenn nun der Eine (bspw. Sie) trozdem ein Befürworter bleibt und der Andere (bspw. ich) zum Gegner wird, auf welcher Grundlage diskutiert man dann? Hier stehen sich Gefühl und Vernunft gegenüber. Dass die „dreckige“ Energieerzeugung so nicht mehr weiter gehen kann, darin stimme ich mit Ihnen überein, Ihre Überzeugung hinsichtlich der ergriffenen Maßnahmen kann ich jedoch unmöglich teilen, weil die verfolgten Alternativen mitnichten umweltfreundlich sind. Diese Tatsache müsste auch Ihnen bekannt sein und hier sind wir wieder beim „Eigentlich“. 😬

      1. Kennen Sie den?:

        Ein Theologe, ein Physiker und ein Mathematiker fahren in einem Zug durch Schottland. Sagt der Theologe: „Da, ein schwarzes Schaf!“ Daraufhin erwidert der Physiker: „Da ist mindestens ein schwarzes Schaf!“ Doch auch diese Aussage wird von dem Mathematiker korrigiert: „Da ist mindestens ein Schaf, dass von mindestens einer Seite schwarz ist!

        So kann’s geschehen. Und doch sind sie alle vom selben Anblick „erschüttert“ worden. Und der Dialog ging vermutlich noch weiter. Man hätte auch noch von einem Tier, z.B. einem Wolf, sprechen können, das sich möglicherweise nur ein schwarzes Schaffell übergeworfen hat.

        Und so redet man über Kohleverstromung und Windkraft und weiß der Teufel was. Jeder pickt sich, bewusst oder unbewusst, einen Teil aus einer komplexen Realität heraus. Und weil es wahrhaft erschütternd wäre, wenn die herausgepickten Stücke unentwegt das in der Minute zuvor mühsam wieder aufgebaute Weltbild erneut in Fetzen reißen würde, pickt man sich diejenigen Stücke heraus, die dazu passen. Fertig ist die innere Harmonie und die äußere Meinungsverschiedenheit.

        Reden wir doch mal über die Dinge, die Sie die „bekannt gewordenen Fakten“ nennen.

        Eines kann ich Ihnen aber jetzt schon verraten: Ich bin keineswegs der Ansicht, dass irgendwelche „verfolgten Alternativen“ umweltfreundlich wären. Es gibt eigentlich nichts Umweltfreundliches. Die Welt kannte vor der Menschheit keine Freundlichkeit. Sie funktionierte einfach. Sie ist auf Freundlichkeit nicht angewiesen. Wenn jemand daran etwas ändert, funktioniert sie entweder weiter wie bisher, d.h., sie toleriert diese Änderung, oder sie funktioniert anders als bisher, d.h., sie stellt sich darauf ein (auch eine Art von Toleranz, gewiss), oder sie funktioniert eben nicht mehr (das Funktionieren oder Nicht-mehr-Funktionieren ist meist eine sektorale Sache, denn selbst eine völlig leblose Erde würde nicht einfach explodieren oder im Nirwana verschwinden, sondern weiter ihre Bahn um die Sonne ziehen, also in gewisser Weise immer noch funktionieren). Was Menschen und Firmen als umweltfreundlich(er) bezeichnen, ist, bei Lichte betrachtet, immer nur ein weniger umweltschädlich, verglichen mit einem früheren/anderen Produkt oder einer zuvor/andernorts praktizierten Methode.

        Auf Windräder bezogen: Ihre Herstellung erfordert Energie, die hergestellt werden muss und deren Herstellung irgendwelche Ressourcen verbraucht, zumindest zeitweilig. Ihr Aufstellung erfordert Platz, der für andere Dinge oder Aktivitäten nicht zur Verfügung steht. Ihr Betrieb ist in einem gewissen Umkreis sichtbar und hörbar, kann also als störend empfunden werden. Außerdem ist er mit Gefahren verbunden, die zu Schäden führen können. Fledermäuse und Rotmilane oder andere Vögel können mit den Rotorflügeln kollidieren und zu Schaden oder zu Tode kommen, ebenso Menschen, die sich im Winter im Radius des Eisflugs bewegen.

        Alles klar. Sparen wir also Strom, damit wir möglichst wenige Gefahren bei der Stromerzeugung produzieren. Aber der, den wir nach allen Bemühungen dennoch verbrauchen, kommt nicht aus der Steckdose. Wer die Windräder nicht will, aber trotzdem Strom haben will, sollte plausibel machen können, dass sein Vorschlag zur Stromerzeugung weniger Schaden anrichtet.

        Ich bin gespannt.

        1. „Man hätte auch noch von einem Tier, z.B. einem Wolf, sprechen können, …“

          Warum nur musste ich bei dieser Aussage an diese denken? 😅

          „… dass zwei Generationen nach mir dieser Planet kaum mehr bewohnbar ist, …“

          Nun gut, nehmen wir statt „nicht umweltfreundlich“ umweltschädlich, das trifft es sowieso besser. Einige der schädlichen Auswirkungen haben Sie ja schon angeführt, die Entsorgung sollte auch noch erwähnt werden. Außerdem kann man mit dem selben Recht, mit dem man anehmen kann, „dass zwei Generationen nach mir dieser Planet kaum mehr bewohnbar ist“, annehmen, dass die Entnahme von Energie aus Wind und Sonne zukünftig verhehrende Auswirkungen haben wird. Wer weiß denn schon genau, wofür diese Energie gebraucht wird und was passiert, wenn diese Energie nicht dort ankommt, wo sie angekommen wäre?

          Man kann viel hin und her diskutieren, am Ende bin ich hauptsächlich davon überzeugt, dass die s. g. Energiewende unausgereift und überstürzt umgesetzt wird. Ich würde eine hohe Wette eingehen, dass wir in spätestens zehn Jahren wieder bei der Atomkraft landen, wenn ich in meinem Alter und mit meinem Lebenswandel damit rechnen würde, in zehn Jahren noch zu leben. 😅

          „Wer die Windräder nicht will, aber trotzdem Strom haben will, sollte plausibel machen können, dass sein Vorschlag zur Stromerzeugung weniger Schaden anrichtet.“

          Atomkraft der neuen Generation, obwohl ich Atomkraftgegner bin. Irgendwo las ich, dass wir mit dem in D vorhandenem Atommüll 250 Jahre ausreichend Energie erzeugen können. Das soll natürlich nicht die Lösung für alle Ewigkeit sein, aber wenigstens solange, bis funktionierende Alternativen zur Verfügung stehen. Vielleicht kann ja jemand plausibel machen, dass Atomkraft mehr Schaden anrichtet als Windräder und Sonnenkollektoren. 😉

          1. „… kann man mit dem selben Recht … annehmen, dass die Entnahme von Energie aus Wind und Sonne zukünftig verhehrende Auswirkungen haben wird.“

            Hm. Natürlich kann man das annehmen. Man kann auch annehmen, dass uns morgen der Himmel auf den Kopf fällt. Aber abgesehen von Religionen …, hm, heikles Thema, denn auch dort gibt es ja persönliche Erfahrungen oder Wahrnehmungen, die sich schlecht von außen streitig machen lassen… Also, was ich ausdrücken will: Man nimmt normalerweise nur an, wofür man gute Gründe sieht, was man plausibel findet. Und wenn irgendwelche Wissenschaftler oder Satellitenbetreiber jüngst festgestellt haben, dass die Erde dunkler geworden sei, also weniger Licht reflektiert als zuvor, was bei Annahme (!) einer einigermaßen konstant scheinenden Sonne die Schlussfolgerung erlaubt, dass mehr von der eingestrahlten Energie auf der Erde bleibt, wofür auch alle Eisschmelzen und Temperaturkurven (jedenfalls die global gemittelten) sprechen … Wenn das alles so ist oder es gute Gründe gibt, das für plausibel und ziemlich wahrscheinlich zu halten, dann besteht eigentlich überhaupt kein Grund zur Sorge, dass man Schaden damit anrichten könnte, einen winzigen Bruchteil dieser zunehmend problematischen Mehrenergie zu entnehmen. Eigentlich sollte das nach den Gesetzen der Logik eher als entschärfend, mithin nützlich aufgefasst werden. Aber wie das so ist mit dem „eigentlich“…

            Um es kurz zu machen: Gut, dass Sie diese Sorge (vor den verheerenden Folgen der Energieentnahme aus der Atmosphäre durch PV und WKA) angesprochen haben. Das hat mir Gelegenheit gegeben, darüber nachzudenken. Ich für meinen Teil sehe da eher das Gegenteil von Verheerung. Aber Sie können vielleicht etwas Basis unter Ihre These montieren; dann denke ich neu darüber nach und revidiere womöglich meine Meinung.

            „… am Ende bin ich hauptsächlich davon überzeugt, dass die s. g. Energiewende unausgereift und überstürzt umgesetzt wird.“

            Was das „unausgereift“ betrifft, so stimme ich Ihnen zu. Die letzten Politiker, die sich in der Energiewende durch aus meiner Sicht sinnvolle Pläne und Sachverstand ausgezeichnet haben, war Hermann Scheer und ist Josef Fell. Der eine ist tot, der andere raus aus der Bundespolitik. Die restliche Gurkentruppe, die aktuellen Grünen ziemlich vollständig eingeschlossen (mir unbekannte löbliche Ausnahmen, soweit es sie gibt, natürlich ausgenommen), zeichnen sich vielleicht durch eine erschöpfende Kenntnis aller Winkelzüge des Niccolo Machiavelli aus, aber eher nicht durch ein auch nur kollektiv zusammengetragenes, einigermaßen tragfähiges Konzept dafür, wie in absehbarer Zukunft Energie gewonnen und in enkelverträglicher Weise verbraucht werden sollte.

            Das „überstürzt“ sollten Sie vielleicht mal etwas erläutern. Was genau ist aus Ihrer Sicht überstürzt, und wie sieht Ihr Zeithorizont für welche Schritte einer nicht „überstürzten“ Transformation aus? Und sagen Sie nicht, die Erneuerbaren wären schuld am Spotmarktgaspreis! Der ist durch die Gasmarktliberalisierung verursacht und durch Kraftwerksabschaltungen ohne ausreichenden Ersatz. (Und möglicherweise auch die US-amerikanische Lesart von transatlantischer Bündnistreue in Form von LNG-Exporten in asiatisches Feindesland anstatt zu deutschen Partnern.)

            „Atomkraft der neuen Generation“. Ha! Sie meinen doch nicht etwa den Thoriumreaktor der Chinesen? Der Messias der Atommüllverwurstung geistert nun auch schon seit Jahrzehnten durch die medialen Lande, ähnlich wie die Kernfusion, am besten die kalte. Ich habe vor einigen Monaten zum Thema gegoogelt (von recherchieren würde ich da nicht sprechen) und eine Aussage gefunden, die sinngemäß lautete, dass die Brutreaktoren, die Atommüll kernphysikalisch unschädlich machen sollen, immer auf ganz bestimmte Isotopen angewiesen seien. Atommüll sei dagegen ein Isotopengemisch – wie jeder andere Müll eben auch meist ein Gemisch ist, was ihn vom Rohstoff unterscheidet -, aus dem nur ein eher geringer Teil verarbeitet werden könnte. Man müsste sozusagen viele verschiedene Arten von Brütern betreiben. Kosten, Kosten, Kosten…

            Ich habe gerade folgende Links gefunden:

            https://www.deutschlandfunk.de/ueber-transmutation-die-verharmlosung-des-atommuells.740.de.html?dram:article_id=418338

            https://www.deutschlandfunk.de/dual-fluid-reaktor-mit-fluessigbrennstoff-im-reaktor-soll.676.de.html?dram:article_id=462710

            Ich weiß nicht, ob das Sie irgendwie weiterbringt.

            Dass Atomkraft, wie wir sie bisher kennen, mehr Schaden anrichtet als Windräder, muss ich hoffentlich nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima niemandem mehr plausibel machen. Wem das nicht reicht, den werde ich mit keinem Argument der Welt, nicht mal mit den horrenden Errichtungs- und Entsorgungskosten der Kraftwerke, die ja zumindest ein volkswirtschaftlicher Schaden sind, überzeugen können.

            Ach ja, mit der Entsorgung der Windflügel haben Sie Recht. Diesen Aspekt hatte ich tatsächlich unterschlagen. Das ist im Grunde ein Müllproblem wie jedes andere auch: Man kann die Dinger verbrennen, aber natürlich nicht auf dem Acker, wo sie zuletzt standen. Die Entsorger handeln dort ähnlich kriminell wie diejenigen, die deutschen Müll nach Polen oder Fernost karren und so tun, als vertrauten sie auf ein dort nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durchgeführtes Recycling. Nichts könnte von der Realität weiter entfernt sein. Das Kriminelle bei den Windflügeln besteht darin, dass die ohne das an sich vorgesehene Housing zersägt werden, wobei infolge der fehlenden Kapselung das Glas aus dem GFK-Verbundwerkstoff als Staub freigesetzt wird, was eigentlich nicht sein sollte. Die Bruchstücke lassen sich dann mit gewöhnlichen LKW in die Müllverbrennung bringen, aber die Verbrennung kostet natürlich auch, und so will ich lieber gar nicht wissen, wie hoch der Prozentsatz derjenigen Fahrten ist, die dann auch tatsächlich im Ofen landen, also in einem dafür geeigneten natürlich, mit entsprechender Abgasfilterung usw. Aber das ist kein Spezifikum der Windkraft. Das ist mit jedem Müll so: Wir tun ihn in die Tonne, zahlen unsere Müllgebühr und vertrauen nach vollzogenem Ablasshandel darauf, dass sich irgendjemand für unser gutes Geld den Kopf darüber zerbricht, wie das Zeug wirksam und endgültig und sauber aus der Welt verschwindet. Wir jedenfalls wollen uns den Kopf nicht darüber zerbrechen. So ähnlich handhabt das der ehemalige Betreiber der WKA: Indem er einen Entsorger beauftragt und bezahlt hat, ist die Sache nicht mehr sein Problem, rechtlich absolut unanfechtbar und ohne jede Frage der modernen Arbeitsteilung entsprechend: Jeder tut das, was er am besten kann; alles übrige wird delegiert. Natürlich kann man das kritisieren, aber gemessen an der Bedeutung dieser Branche für unsere Energieversorgung halte ich die Bedeutung dieser Branche für unseren Müllberg für relativ gering. Wenn also jemand Müllentsorgung Made in Germany als ein Problem ansieht, dann hat er meine volle Unterstützung. Aber dann bitte volle Bandbreite und nicht kapriziert auf eine Branche, die nur das tut, was alle tun, nämlich dieses Problem für Geld zu externalisieren.

            1. Im Grunde ist diese Diskussion nur wieder ein typischer Glaubenskampf, auf den ich mich gar nicht einlassen will. Schließlich sind wir Laien, die sich nach bestimmten Kriterien dafür entscheiden, welchen Wissenschaftlern wir „Glauben“ schenken. Festzustellen ist aber, dass eine „Annahme (!) einer einigermaßen konstant scheinenden Sonne“ keine Schlussfolgerung erlaubt, wenn man in Betracht zieht, dass auch der Ort im Universum, an dem sich unser Sonnensystem befindet, Einfluss ausübt. Darum geht es im Grunde, wenn man den Gesetzen der Logik folgt. Es enbehrt jeder Logik, ein so komplexes System auf eine Ursache (CO2) zu reduzieren. Wer in diesem Wissenschaftsstreit Recht hat, kann ich nicht beurteilen, aber ich kann einigermaßen beurteilen, wer mit welchen Interessen hinter den jeweiligen Aussagen steckt, wer dabei diskutiert und wer diffamiert. Den politischen Aspekten schenke ich viel mehr Aufmerksamkeit als den wissenschaftlichen. 😉

              Zum Thema Energieentnahme. Damit wollte ich nur ein Beispiel nennen, keine These aufstellen. Deshalb werde ich nicht mal versuchen, etwas Basis darunter zu montieren. Denn: „Wer weiß denn schon genau, …“

              „Das „überstürzt“ sollten Sie vielleicht mal etwas erläutern.“

              Nun, da wäre bspw. die fehlende Speichertechnik. Alles, was ich zur Erläuterung beibringen könnte, gehört im Grunde in die Sparte unausgereift. Mit einem unasgereiften Plan vorzupreschen, halte ich für überstürzt. Die Spotmarktgaspreise wären mir nicht mal in den Sinn gekommen. 😅

              „Sie meinen doch nicht etwa den Thoriumreaktor der Chinesen?“

              Nein, den meinte ich nicht, aber ich habe den erwähnten Artikel wiedergefunden.

              ____//www.zeit.de/2019/41/kernkraftwerke-atomkraft-energiewende-atommuell/komplettansicht

              Dass Sie die drei herausragenden Katastrophen heranziehen, war mir schon vorher klar. 😅 Fakt ist jedoch, dass wir erstmal 65 Jahre Windkraft hinter uns bringen müssen, um einen Vergleich ziehen zu können. Wir können natürlich auch annehmen, dass …, aber das wäre wieder nur ein Glaubenskampf. 😉

              Thema Entsorgung: geschenkt. 😎

              1. „Im Grunde ist diese Diskussion nur wieder ein typischer Glaubenskampf, auf den ich mich gar nicht einlassen will.“

                Ich hatte gehofft, nachvollziehbar zu machen, dass ich keinen Glaubenskampf führe. Natürlich kann man sagen, dass man auf der Basis von Gewissheiten nur glauben könne, weil niemand die Realität ohne Bias und Filter wahrnimmt und dem Kurzsichtigen schon eine schlichte Brille ein völlig neue Weltsicht vermitteln kann. Aber ich führe keinen Kampf. Ich argumentiere, und entweder Sie sind bereit, diese Argumente zu lesen und verstehen zu wollen (was nicht zwingend heißt, dass sie Sie dann auch überzeugen müssten), oder Sie sagen, dass Sie einen Glauben haben und dass die Klimaveränderungen statt überwiegend durch Treibhausgase in der Erdatmosphäre mehrheitlich durch die Position des Sonnensystems in unserer Galaxie verursacht wird – was mir übrigens, bei allem Respekt, reichlich absurd vorkommt.

                Das kommt mir ein wenig nach „Ich lass hier und dort mal meine Positionen ab, bin aber nicht bereit, darüber Argumente auszutauschen.“ vor. Gut, das kann ich Ihnen so nicht vorwerfen, denn Sie haben ja – und das auch bereits mehrfach – geantwortet. Und tatsächlich müssen wir das hier nicht endlos fortführen. Es ist nur ein bisschen schade, dass so viele Menschen, wenn es daran geht, ihre Aussagen zu unterfüttern und ihnen das Material dafür ausgeht, kein „Sie könnten Recht haben.“ über die Lippen kommt.

                Die fehlende Speichertechnik ist ein absolut berechtigtes Argument. Nur: Solange es in Deutschland nicht wenigstens 100 (von 8760!) Stunden im Jahr gibt, in denen einzig und allein die Erneuerbaren das Land mit Strom versorgen, ist das kein Killer-Argument. Freilich: Sie werden erwidern, dass das gar nicht nötig sei, um im Norden dennoch Windräder wegen drohender Netzüberlastung abschalten zu müssen, die auftrete, weil der überschüssige Strom mangels Überlandleitungskapazität nicht in den strombedürftigen Süden geleitet werden kann. Und dem würde ich nichts entgegen setzen. Speicher im Norden wären sinnvoll, höhere HGÜ-Kapazitäten von Norden nach Süden ebenfalls, aber eben auch ein verstärkter Ausbau der Erneuerbaren im Süden. Da mag nun jemand einwenden, dass es da weniger Wind gebe und dass die Rentabilität nicht so gut wie im Norden sei. Das ist einerseits richtig, gilt aber für zunehmende Nabenhöhen (der Windräder) immer weniger. Außerdem kosten Speicher im Norden und HGÜ-Leitungen ja auch einen Haufen Geld – das sollte man also gegeneinander abwägen.

                Dennoch: Dass für Speichertechnologien noch kein ähnliches Vergütungsmodell wie für die Erneuerbaren eingeführt wurde, ist ein Bremsklotz für die Entwicklung und Durchsetzung geeigneter Technologien. Ich persönlich glaube, dass das auch wesentlich anspruchsvoller ist als das EEG, da die Formen der Speicherung sehr vielfältig sein können und dass es in vielen Fällen schwierig werden kann zu entscheiden, was ausgespeicherte und was generierte Energie ist. (Beispiel: Wärmespeicher, der elektrisch aufgeheizt wird und dessen Wärme über ein gewöhnliches Wärmekraftwerk wieder in Strom umgewandelt wird; ein solcher Speicher könnte rentabler sein, wenn er an ein fossil betriebenes Kraftwerk angeschlossen wird – in dem sich eh mehr oder weniger große Wärmespeicher befinden –, dieses jedoch an sich sollte natürlich nicht gefördert werden.) Hinzu kommt, dass es möglich ist, Industrieprozesse „elastisch“ oder „atmend“ zu gestalten, um sie an das Energieangebot anzupassen. Am liebsten arbeitet die Industrie natürlich kontinuierlich, aber unter dem Eindruck schwankender Preise kann die auch ganz anders. In GB wurden zuletzt Düngemittelfabriken komplett stillgelegt, weil den Betreibern das Gas zu teuer ist. Und natürlich fahren die umgekehrt Sonderschichten, wenn sie es am Spotmarkt mal wieder hinterhergeworfen bekommen. Ist das nun eine Form von Speicherung oder nicht? Jedenfalls erspart es den Netzbetreibern große Speicherkapazitäten.

                1. „Ich hatte gehofft, nachvollziehbar zu machen, dass ich keinen Glaubenskampf führe.“

                  Nun, das habe ich auch nicht behauptet, nur dass es „im Grunde“ einer ist. Wenn ich mich richtig erinnere haben Sie irgendwo geschrieben, dass Sie auf diesem Gebiet auch kein Fachmann sind. Somit sind auch Sie darauf angewiesen, irgendeiner Seite zu glauben. Wenn ich mich irre, können Sie ja mal kurz Ihre Qualifikation auf diesem Gebiet darlegen. Dargelegt habe ich, dass und warum ich einer bestimmten Seite Glauben schenke. Wenn ich also mit diesen Argumenten streite, führe ich einen Glaubenskampf, zu dem ich wie gesagt keine Lust habe.

                  „… oder Sie sagen, dass Sie einen Glauben haben und dass die Klimaveränderungen statt überwiegend durch Treibhausgase in der Erdatmosphäre mehrheitlich durch die Position des Sonnensystems in unserer Galaxie verursacht wird – was mir übrigens, bei allem Respekt, reichlich absurd vorkommt.“

                  Ihre Aussage ist Absurd. Aus ‚Hat auch (sic!) einen Einfluss‘ einen Glauben an einen mehrheitlichen Einfluss abzuleiten, ist schon beinahe frech. Warum kommt Ihnen in diesem Fall kein „Sie könnten Recht haben“ über die Lippen?

                  „Dass für Speichertechnologien noch kein ähnliches Vergütungsmodell wie für die Erneuerbaren eingeführt wurde, ist ein Bremsklotz für die Entwicklung und Durchsetzung geeigneter Technologien.“

                  Th. Röper: „Ernsthafte Frage: Sind Sie Lobbyist der Energiewende?“

                  Der wehrlose Endverbraucher soll also wieder mal zahlen, was sich nicht rechnet? Das Vergütungsmodell seriöser Unternehmen heißt Gewinn nach Abzug aller Kosten.

                  „Hinzu kommt, dass es möglich ist, Industrieprozesse „elastisch“ oder „atmend“ zu gestalten, um sie an das Energieangebot anzupassen.“

                  Mit Verlaub: 😂😂😂

                  „Am liebsten arbeitet die Industrie natürlich kontinuierlich, aber unter dem Eindruck schwankender Preise kann die auch ganz anders.“

                  Ja, und unter dem Eindruck schwankender Energieangebote kann sie auch ganz anders, nämlich abwandern. Das erspart den Netzbetreibern auch große Speicherkapazitäten.

                  Es bleibt dabei; mit einem unausgereiften Plan vorzupreschen ist eigentlich dumm. Eigentlich… aber es gibt ja Vergütungsmodelle.

                2. Jetzt muss ich „mir selbst antworten“, offenbar weil WordPress der Auffassung ist, dass wir uns lange genug ausgetauscht haben, denn es steht kein „Antworten“-Link mehr unter Ihrem Kommentar. Ich hoffe, Sie können das dennoch zuordnen.

                  Ich weiß nicht mehr, ob ich mich als keinen Fachmann bezeichnet habe. Ist auch egal. Ich bin kognitiv ganz gut drauf; sonst hätte ich meinen Job nicht. Ich bin also nicht darauf angewiesen zu glauben, was ich sage; ich kann den Anspruch erheben, es plausibel zu finden. Das Gleiche gilt gegenüber dem, was ich von anderen höre oder lese. Natürlich – wenn man mehrheitlich von Lüge umgeben ist, wird diese Methode schwierig, stößt sie an ihre Grenzen. Aber wenn es nicht gerade um extraterrestrische oder mikroskopische oder ähnliche den fünf Sinnen weitgehend unzugängliche Sphären geht, kann man ja auch einfach mal den Blick erheben und nachschauen. Ich weiß, das ist eine plakative Vereinfachung, denn manchmal muss man vorher weit reisen, bevor es was zu sehen gibt.

                  Wenn es um die Qualifikation auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien geht, dann kann ich keine Scheine vorlegen. Das macht aber nichts. Ich kann umgekehrt Scheine aus der Zeit meines Studiums vorlegen, die heute absolut wertlos sind, nicht nur, weil sich niemand dafür interessiert, sondern weil die Kenntnisse, die mir damit attestiert werden, entweder wertlos geworden oder mir entfallen sind. Ich mache inzwischen was anderes – wofür ich auch keine Scheine habe. Aber seit gut 30 Jahren interessiere ich mich für dieses Thema, habe viel dazu gelesen und gesehen. Nach einer solch langen Zeit bezeichnen sich manche Zeitgenossen heutzutage ohne Wimpernschlag als Experten; so weit würde ich nicht gehen.

                  Aber möglicherweise meinten Sie ein anderes Gebiet; Sie hatten es nicht explizit erwähnt. Es hätte auch Kernenergie sein können, weil es zuletzt darum ging. Da muss ich, abgesehen von einigen kernphysikalischen Aspekten, den Risiken und den Kosten, passen. Aber dieses „abgesehen von“ genügt mir, um in der Sache eine kritische und ablehnende Haltung einzunehmen, weil diese Aspekte essenziell sind. Es geht schließlich nicht um das Risiko einer umkippenden Blumenvase.

                  In der Tat, Sie könnten nicht nur Recht haben, Sie haben Recht, wenn Sie bestreiten, „mehrheitlich“ geschrieben zu haben. Das haben Sie nicht getan. Sie haben geschrieben „… wenn man in Betracht zieht, dass auch der Ort im Universum, an dem sich unser Sonnensystem befindet, Einfluss ausübt.“ Entweder ist dieser Aspekt, dieser Einfluss relevant, oder er ist es nicht. Dass es ihn gibt, würde ich ebenso wenig bestreiten wie die Behauptung, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in Peking Einfluss auf unser Wetter hat. Er ist jedoch nicht messbar. Er ist irrelevant. Ich würde ein solches Argument nicht vortragen. Es wäre Gelaber. Wenn Sie also den „Ort im Universum, an dem sich unser Sonnensystem befindet“ ins Spiel bringen und ich Ihnen nicht Gelaber unterstellen möchte, dann muss ich davon ausgehen, dass Sie diesem Aspekt Bedeutung beimessen. Gut, vielleicht nicht die größte Bedeutung neben anderen Aspekten, aber doch immerhin so groß, dass Sie ihn erwähnenswert finden. Das ist jetzt m.E. nicht sooo weit von meiner Formulierung entfernt.

                  Herrn Röpers Frage habe ich mit einer Gegenfrage beantwortet. Er hat nicht geantwortet. Sie kennen meine Gegenfrage und haben sie auch nicht beantwortet. So ist es mir unmöglich, ein für Ihr Koordinatensystem brauchbares „ja“ oder „nein“ zu erwidern. Verstehen Sie, was ich meine?

                  „Der wehrlose Endverbraucher soll also wieder mal zahlen, was sich nicht rechnet?“

                  Ja.

                  Ich habe den Eindruck, differenzierter wollen Sie es gar nicht dargelegt haben. Jedenfalls drängt sich dieser Eindruck angesichts der polemischen Frage bei mir auf. Warum ich sie polemisch finde? Weil Sie „wehrlos“ geschrieben haben. In einer Demokratie ist die Minderheit relativ wehrlos. Ich gehe davon aus, dass Sie Ihre Ansichten vernünftig finden. Man kann natürlich erklären, dass wir keine Demokratie haben oder das Volk überwiegend aus Unvernünftigen besteht, um eine mögliche Wahrnehmung, dass Sie mit Ihrer Auffassung nicht in der Mehrheit sind, ansatzweise zu erklären. Sollten Sie sich in der Mehrheit sehen, besteht kein Anlass zur Sorge, denn dann sind Sie außerordentlich wehrhaft. Aber unabhängig von all dem können Sie Ihren Netzzugang kappen. Das geht, zumindest als Hauseigentümer. Ich kenne Leute, die das gemacht haben, sogar in den 90er Jahren, als Photovoltaik noch richtig teuer war („sich nicht rechnete“), von den Batteriekosten gar nicht zu reden. Aber natürlich haben diese Leute diese Autarkie nicht für ’nen Appel und ’n Ei bekommen. In gewisser Weise mussten sie ihre technischen Aufbauten auch zahlen. Dann kommt nur noch der Umzug unter die Brücke oder auf die Bananeninsel in Frage. Hat aber auch beides Nachteile.

                  „Das Vergütungsmodell seriöser Unternehmen heißt Gewinn nach Abzug aller Kosten.“

                  Oh, interessant. Ihnen ist schon klar, an wie vielen Stellen die deutsche Gesellschaft vom Modell „seriöser Unternehmen“ abweicht, oder? Ich hatte vor einigen Monaten einen Dialog mit einer „Abgewanderten“ aus meiner Bekanntschaft. Sie war mit ihrem Mann nach Australien gezogen, nach Perth, um genau zu sein. Sie hat mir erzählt, wie viel das seriöse Unternehmen Kindertagesstätte als profit center in Perth pro Kind kostet. Die tun dort genau das, was Ihnen vorschwebt. Für 125 Dollar am Tag. Pro Kind. Oder nehmen wir die Schule. Oder die akademische Bildung. Fragen Sie mal US-amerikanische Medizinstudenten (nein, nicht solche aus Harvard, wir müssen es ja nicht gleich übertreiben), wie viel die für die Dauer ihres Studiums berappen müssen. Und wenn wir gleich mal dabei sind, schaffen wir alle Sozialsysteme ab einschließlich der staatlichen Rente. Das wird prima. Ich komme damit möglicherweise zurecht. Sie auch?

                  „mit einem unausgereiften Plan vorzupreschen ist eigentlich dumm.“

                  Klar. Nicht nur eigentlich. Die Frage ist nur wieder einmal, wer was unausgereift findet und warum. Dann sind wir wieder beim Glaubenskrieg.

                3. „Ich bin also nicht darauf angewiesen zu glauben, was ich sage; ich kann den Anspruch erheben, es plausibel zu finden.“

                  Den selben Anspruch kann ich auch erheben. Falls es Ihnen entgangen ist, ich habe „Glauben“ in Anführungszeichen gesetzt. Etwas plausibel finden ist übrigens auch kein Kriterium zur Beurteilung und die Gegenargumente seriöser Wissenschaftler sind übrigens ebenso plausibel. Deshalb meine Frage zu Ihrer Qualifikation, die sich auf die Klimatologie bezog wegen dieser Aussage:

                  „Ich argumentiere, und entweder Sie sind bereit, diese Argumente zu lesen und verstehen zu wollen (was nicht zwingend heißt, dass sie Sie dann auch überzeugen müssten), oder Sie sagen, dass Sie einen Glauben haben und dass die Klimaveränderungen statt überwiegend durch Treibhausgase in der Erdatmosphäre mehrheitlich durch die Position des Sonnensystems in unserer Galaxie verursacht wird – was mir übrigens, bei allem Respekt, reichlich absurd vorkommt.“

                  Mir stellt sich dabei die Frage, auf welcher Grundlage sie argumentieren. Auf der selben wie ich, nämlich dieser hier?

                  „Die Projektionen über das zukünftige Klima sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Neben der begrenzten Kenntnis des Klimasystems und der Unvollkommenheit der Klimamodelle ist vor allem unklar, wie die anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen sich entwickeln werden. Niemand kennt die Entwicklung der Weltgesellschaft über die nächsten Jahrzehnte. Niemand kann die Bevölkerungsentwicklung genau bestimmen, die Veränderung des Konsumverhaltens, den Energieverbrauch, die Nutzung von Energiequellen, die technologische Entwicklung, das Ausbrechen von Kriegen usw. vorhersagen. Diese Unsicherheit findet ihren Ausdruck darin, dass der Weltklimarat IPCC ein differenziertes Spektrum von Emissionsszenarien für Treibhausgase entwickelt hat, um auf diese Weise den unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Weltgesellschaft Rechnung zu tragen. Bei einem bestimmten angenommenen Pfad der CO2-Emissionen, z.B. einer Verdoppelung bis 2050, berechnen – grob gesagt – Kohlenstoffkreislaufmodelle die Konzentration und allgemeine Zirkulationsmodelle die daraus folgende Erwärmung. Klimaprojektionen sind folglich immer Wenn-dann-Aussagen. Sie haben nicht den Anspruch, „die“ Zukunft zu zeigen, sondern sie projizieren mögliche bzw. unter bestimmten Bedingungen wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen.“

                  ___//wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimamodelle

                  Mit den richtigen Daten gefüttert errechnet ein Computer auch ein Modell, in dem der liebe Gott wahrscheinlich ist und das kann man dann auch plausibel finden, wenn man unbedingt will.

                  „Wer die Menschen betrügen will, muss vor allen Dingen das Absurde plausibel machen.“
                  (Goethe) 😉

                  „Sie haben geschrieben …“

                  Die ganze Aussage war diese:

                  „Festzustellen ist aber, dass eine „Annahme (!) einer einigermaßen konstant scheinenden Sonne“ keine Schlussfolgerung erlaubt, wenn man in Betracht zieht, dass auch der Ort im Universum, an dem sich unser Sonnensystem befindet, Einfluss ausübt. Darum geht es im Grunde, wenn man den Gesetzen der Logik folgt. Es enbehrt jeder Logik, ein so komplexes System auf eine Ursache (CO2) zu reduzieren.“

                  Die Position im Sonnensystem dient nur als Beispiel und über die Relevanz lässt sich derzeit überhaupt nichts sagen, weil sie noch niemand kennt. Da ich Ihnen Leseverständnis unterstelle, verstehe ich nicht warum sie so tun als wüssten Sie nicht, worum es mir bei dem Zitierten geht.

                  Eine Annahme erlaubt keine Schlussfolgerung und es enbehrt jeder Logik, ein so komplexes System auf eine Ursache (CO2) zu reduzieren, Punkt!

                  Warum gehen Sie darauf nicht ein?

                  „Man kann natürlich erklären, dass wir keine Demokratie haben oder das Volk überwiegend aus Unvernünftigen besteht, …“

                  Es reicht schon zu erklären, dass wir eine repräsentative Demokratie haben und das Volk überwiegend aus der Masse besteht, „die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will“, um es mit Goethe zu sagen. Dazu noch ein anderes Goethe-Zitat

                  „Die ganze Welt ist voll armer Teufel, denen mehr oder weniger – angst ist.“

                  und man kann getrost von werhlos sprechen. Wenn Sie jetzt erwarten, dass ich das näher ausführen soll, dann dann führen Sie bitte vorher aus, inwiefern dieses Volk in diesem System wehrhaft ist. Wehraft ist, wohlbemerkt, nicht wehrhaft sein könnte.

                  „Ihnen ist schon klar, …“

                  Was hat das damit zu tun? Es geht darum, dass kein Unternehmer sich daran die Finger verbrennen würde, wenn ihm nicht auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen gefüllt werden. Wir sprechen hier übrigens von 5 Billionen €, was sie sicher schon mitbekommen haben.

                  „Die Frage ist nur wieder einmal, wer was unausgereift findet und warum.“

                  Dazu: „Was das „unausgereift“ betrifft, so stimme ich Ihnen zu.“

                  Nun, das wer ist schon geklärt, zumindest in unserem Fall. Das Warum ist dabei irrelevant, weil es mir in besagtem Absatz nur um den Fall geht, in dem es nicht dumm ist, Stichwort Vergütungsmodelle. Aber das wissen Sie sicher, was wieder zur Frage führt, warum Sie darauf nicht eingehen.

                  Zum Schluss wiederhole ich mich. Man kann viel hin und her diskutieren, am Ende bin ich hauptsächlich davon überzeugt, dass die s. g. Energiewende unausgereift und überstürzt umgesetzt wird. Hinzu füge ich jetzt noch, dass ich diese Klimapolitik für einen Raubzug an der Volkswirtschaft halte. Anzunehmen, „dass zwei Generationen nach mir dieser Planet kaum mehr bewohnbar ist“ beruht auf reinem Glauben (s. o. Zitat wiki.bildungsserver), wobei ich nicht behaupten will, dass es nicht so sein könnte. Allerdings behaupte ich, dass die CO2-Reduzierung so ein Szenario nicht verhindern kann. Als Anhänger einer vernünftigen Umweltpolitik kann ich nicht anders, als so eine verlogene Klimapolitik abzulehnen.

                4. „Falls es Ihnen entgangen ist, ich habe „Glauben“ in Anführungszeichen gesetzt.“

                  Sehe gerade, Sie haben sich wohl auf einen anderen Satz bezogen, bei dem ich die Anführungszeichen vergessen habe. 😅

                5. „Mir stellt sich dabei die Frage, auf welcher Grundlage Sie argumentieren. Auf derselben wie ich, nämlich dieser hier? …“

                  Nein, diesen Text halte ich für keine taugliche Argumentationsgrundlage. Gleichwohl halte ich ihn für korrekt. Dies ist ein absolut seriöser Text hinsichtlich der „Wahrheit“ von Prognosen, insbesondere von Prognosen zu Ereignissen oder Szenarien, die – zumindest nach meiner Überzeugung – signifikant durch das Verhalten von Menschen beeinflusst werden können, noch dazu von Menschen, die von diesem Text wissen können und daher theoretisch den Wunsch hegen könnten, eine solche Prognose eintreten zu lassen oder eben nicht.

                  Ich kenne das „differenzierte Spektrum von Emissionsszenarien“ so einigermaßen, und ich kenne so einigermaßen die Prognosen, die sich für das Weltklima ergeben in den beiden Extremfällen „morgen große Katastrophe, die die Weltbevölkerung gleichverteilt über alle Länder (!) auf, sagen wir, 300 Millionen reduziert, dabei aber die Ökosphäre ansonsten auf zauberhafte Weise unangetastet lässt“ und einem schlichten „weiter so!“, wobei dieses „weiter so!“ nicht bedeutet, dass die heutigen Eigentums-, Einkommens-, Rohstoffverhältnisse usw. und die Weltbevölkerung quantitativ „eingefroren“ würden, sondern dass die heutige Wachstumsdynamik fortgeschrieben würde. Das ist ja das, was wir seit den ersten Warnungen des Club of Rome vor über einem halben Jahrhundert tun. Wir fahren ja nicht wie damals mit dem Käfer durch die Gegend, im Urlaub bestenfalls nach Italien, sondern es hat sich einiges geändert. Das wird Ihnen nicht entgangen sein; deshalb muss ich das nicht näher ausführen.

                  So, und die Prognosen für das Weltklima ohne Menschen (dieses Szenario ist natürlich nicht enthalten im o.g. „differenzierten Spektrum“, auch keines mit „alle auf die Bäume und in die Höhlen!“, sondern sozusagen ein milderes Bremsmanöver) sieht in meinen Augen noch derart übel aus, dass ich gar nicht wissen will, wie es aussehen könnte, wenn wir (die Welt) es weniger ambitioniert angehen. Klimaforscher bemühen gelegentlich das Bild des großen Supertankers, der bei schlechter Sicht und ohne Radar seine Route fährt, und plötzlich erblickt der Kapitän aus zwei, drei Kilometern Entfernung die Küste. Er hat noch einen Bremsweg von knapp zwei Kilometern zur Verfügung, ist mit 40 km/h und vollen Touren unterwegs, und nun müsste er auf dieser Strecke mindestens anhalten. Geht nicht. Dafür ist der Pott zu träge. Es ist eigentlich nur noch die Frage, ob die gesamte Ladung ins Meer fließt oder „nur“ ein paar Kammern. Aber ohne erheblichen Schaden geht die Sache nicht über die Bühne.

                  Das ist meine Argumentationsgrundlage. Mir ist also egal, von welchem Emissionsszenario Sie ausgehen. Es geht mir um eine Schadensminimierung. Und ich bin gerne bereit, wirtschaftliche Schäden infolge einer Änderung der Rahmenbedingung fürs Wirtschaften ins Kalkül zu nehmen. Die Wirtschaft betrachtet ja per se jede Änderung der Rahmenbedingungen für ihr Tun als schädlich, wenn es nicht gerade eine Senkung der Unternehmenssteuern ist. Ich übertreibe ein bisschen, aber Ihr Modell eines „seriösen Unternehmens“ kalkuliert ja irgendwie seine Investitionen und deren ROI. Diese Erträge kommen kleckerweise in der Zukunft, und wenn die Rahmenbedingungen fürs Wirtschaften sich innerhalb der kalkulierten Frist ändern, dann bedeutet das meist eine Veränderung der Erträge – günstiger oder weniger günstig. Günstiger nimmt man meist ohne großes Geschrei hin und freut sich still, damit die Arbeitnehmer nicht auf dumme Gedanken kommen.

                  „Die Position im Sonnensystem dient nur als Beispiel …“

                  Das mag sein, aber es ist ein unbrauchbares Beispiel. Es hat die Diskussion nicht konstruktiv vorangebracht, sondern im Gegenteil zu einer Konfrontation geführt. Es gibt genügend brauchbare Beispiele. Bitte nehmen Sie ein solches.

                  „Eine Annahme erlaubt keine Schlussfolgerung und es entbehrt jeder Logik, ein so komplexes System auf eine Ursache (CO2) zu reduzieren, Punkt!

                  Warum gehen Sie darauf nicht ein?“

                  Weil dieser Satz („Eine Annahme erlaubt keine Schlussfolgerung“) hier zum ersten Mal von Ihnen gebracht wurde. (Ich habe die Seite durchsucht.) Wenn Sie einen anderen Text meinen, auf den ich angeblich nicht eingegangen bin, dann zitieren Sie ihn bitte genau, damit ich danach suchen kann.

                  „Es reicht schon zu erklären, dass wir eine repräsentative Demokratie haben und das Volk überwiegend aus der Masse besteht, ‚die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will‘, um es mit Goethe zu sagen…“

                  Dann reicht es aber auch, in einer solchen Diskussion zu sagen/schreiben: „Ich habe keine Hoffnung mehr, dass sich etwas zum Guten wendet. Also reite ich meinen Stiefel, wie es mir beliebt.“ Auf dieser Grundlage können Sie tun und lassen, was Sie wollen, und Gott und den Teufel und die Bundesregierung für jedes Übel dieser Welt verantwortlich machen. Das ist eine reale Option und zumindest eine ganze Weile recht bequem.

                  Aber so richtig gut verkauft die sich nicht. Und ich vermute, dass Sie genau das vermeiden möchten.

                  „Es geht darum, dass kein Unternehmer sich daran die Finger verbrennen würde, wenn ihm nicht auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen gefüllt werden.“

                  Ach, Sie tun ja so, als hätten wir es mit einer privilegierten Klasse zu tun, mit irgendwelchen Millionären, die nun zusätzliche Millionen in ihr Portfolio schaufeln wollen. Das EEG hat vor 20 Jahren definierte Rahmenbedingungen und Planungssicherheit geschaffen für jene, die es als Anbieter nutzen wollen. Ein Investment in eine Solaranlage oder in eine Beteiligung an einem Windpark ist ein unternehmerisches Engagement. Man (die Macher des Gesetzes und seiner anfänglichen finanziellen Rahmenbedingungen) hat sich die Marktpreise für die Anlagen angeschaut, sich überlegt, wie hoch die Risiken sind, wie hoch also ein „seriöser Unternehmer“ die Mindestrendite bemessen würde, und dann hat man die Vergütung genau auf diese Höhe festgelegt. Natürlich gab es dabei Unter- und Überschwinger, denn nicht jedes Modul und jedes Windrad kostet pro kW Nennleistung dasselbe; es gibt sone und solche Anbieter. Das Modell funktionierte und kam in Schwung. Und natürlich war es richtig und berechtigt, die Vergütungen für Neuinvestoren anzupassen, in aller Regel mehr oder weniger deutlich nach unten, denn es passierte, was man beabsichtigt hatte: Die anziehende Nachfrage hatte ein anziehendes Angebot zur Folge, und der Übergang zu größeren Stückzahlen führte zu Rationalisierungen und diese zu sinkenden Preisen. Es hat für hiesige Anlagen diese 20 Jahre gebraucht, bis sie mit praktisch allen anderen Formen der Energieerzeugung preislich konkurrieren konnten, abgesehen von der garantierten Verfügbarkeit („Dunkelflaute“). In Marokko mit mehr Sonne und mehr Wind war das schon vor mindestens fünf Jahren so.

                  Dieses Angebot richtete sich an jedermann. Jeder konnte, ein gewisses Eigenkapital vorausgesetzt, auf diesen Zug aufspringen, selbst ohne eigenes Dach und eigenen Acker. Solches Unternehmertum bedeutet in der Regel die Aufnahme eines Kredits, Schulden also. Das ist nicht jedermanns Sache. Muss man ja auch nicht machen. Wer genug Kohle hat, braucht den Kredit auch nicht. Macht sich aber vielleicht bei der steuerlichen Veranlagung nicht so günstig. Das alles ist keine exklusive Story. Niemand musste beim Anblick der eigenen Stromrechnung angesichts der EEG-Umlage in Wehklagen ausbrechen, denn jeder konnte in die Technik investieren und seinen Gewinn größer als eben diese Umlage gestalten, womit er/sie per Saldo auf der Gewinnerseite war. Hat nicht jeder gemacht. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben: Es hatte und hat nicht jeder die Bonität, um in ein solches Unternehmen zu investieren, obwohl man bei einem Fonds sicherlich mit monatlich 50 Euro einsteigen konnte und kann. Ich will mich nicht über Menschen mit prekären Einkommensverhältnissen erheben. Die sind meist die Verlierer, auch hier vermutlich. Es hat allerdings auch jeder Stromkunde die Option, seinen Stromverbrauch zu optimieren. Vor dem Übergang ins Home-Office zu Beginn der Corona-Schikanen hatte ich einen täglichen Stromverbrauch von 1 kWh. Täglich 30 Cent (einschließlich EEG-Umlage)! Jetzt, wo der Computer den ganzen Tag läuft, sind es vielleicht 2,5 kWh, also 75 Cent. Ich möchte denjenigen Hartz-IVler sehen, dem das nicht erschwinglich ist. Klar, da kommen noch 10 Euro Grundgebühren im Monat dazu. Dann ist es also täglich 1 Euro. Sie mögen sich fragen, wie das geht. Heizung und Warmwasser sind nicht strombasiert, ich koche selten und habe keinen Fernseher. Ich vermute, bei einer solchen Analyse kommt man schneller weiter, wenn man sich diejenigen anschaut, die deutlich mehr verbrauchen, und deren Lebensgewohnheiten.

                  Im Grunde ist es auch egal, ob die Vergütungen der Erneuerbaren über eine höhere Mehrwertsteuer finanziert werden oder über die Stromrechnung. Es kostet beides. Das eine ist eine Subvention, die sich der Staat beim Steuerzahler zurückholt, das andere eine Umlage. Und eine höhere Verschuldung wäre nicht solide (wir haben sie aber natürlich trotzdem). Es hat die demokratische Entscheidung gegeben, dass wir diese Konversion wollen, und dann wurde sie ins Werk gesetzt. Das muss man nicht gut finden, vor allem natürlich nicht als diejenigen Menschen, die damals nicht rot oder grün gewählt haben, aber man kann viel kritisieren an der repräsentativen Demokratie; an dieser Entscheidungsfindung und erstmaligen Umsetzung kann ich nichts Regelwidriges finden. Dass dann im Nachgang immer mehr Stromgroßverbraucher aus der EEG-Umlage herausgenommen wurden, wodurch die Umlage der übrigen deutlich stieg, war in meinen Augen eine große Sauerei, nicht nur zum Vorteil der betreffenden Unternehmen, sondern auch zum Misskredit des EEG.

                  Und weil ich, von den gerade angesprochenen Verbiegungen mal abgesehen, der Auffassung bin, dass das so relativ gut taugte, sehe ich keine grundsätzlichen Hürden, dieses Modell auch für Speicher zu nutzen.

                  „Wir sprechen hier übrigens von 5 Billionen €, was sie sicher schon mitbekommen haben.“

                  Nein, habe ich nicht. Das kann aber auch niemand seriös berechnen. Bloß weil Flintenuschi jetzt meint, sie müsste auf Brüsseler Ebene irgendwelche 13-stelligen Beträge für „grüne“ Zwecke verpulvern, ist das für mich noch lange keine solide Kalkulation. Der Grund ist übrigens der Gleiche wie der, den Sie bezüglich der klimatischen Entwicklung angeführt haben: Man kennt die Zukunft nicht, und wieder einmal sind Menschen involviert, was die Prognose zusätzlich erschwert. Warum ich an dieser Stelle keinerlei Prognose abgebe, ist klar: Es gibt noch gar kein Gesetz, das das Technik-Spektrum und die Verfahren zur Ermittlung von Speicherkapazitäten definiert, also den ganzen technischen Background. Es gibt noch keine auch nur angedachten Vergütungssätze. Und es gibt natürlich auch noch keine Heerscharen von Investoren, die mit den Hufen scharren, um endlich die Speichertechnologie wirksam ins Rennen zu bringen. Im Jahre 2000 hätte auch niemand sagen wollen, welche Leistungen die Erneuerbaren im Jahre 2020 erbringen würden. Und wenn es doch jemanden gegeben haben sollte, hat er sich vermutlich um einen hohen Prozentsatz geirrt.

                  „Nun, das wer ist schon geklärt, zumindest in unserem Fall. Das Warum ist dabei irrelevant, weil es mir in besagtem Absatz nur um den Fall geht, in dem es nicht dumm ist, Stichwort Vergütungsmodelle. Aber das wissen Sie sicher, was wieder zur Frage führt, warum Sie darauf nicht eingehen.“

                  Das habe ich nicht verstanden. Vielleicht können Sie das noch mal anders formulieren.

                  „Allerdings behaupte ich, dass die CO2-Reduzierung so ein Szenario nicht verhindern kann.“

                  Das ist die Butter bei die Fische, die ich mir gewünscht habe und die ich oben „den eigenen Stiefel reiten“ genannt habe. Wie ich schon schrieb: Auch ich halte jedes Szenario für eine Katastrophe. Die Frage ist für mich: Gibt es eine Katastrophe, die eine Zivilgesellschaft bei allen Härten, Opfern und Verlusten überstehen kann, oder führt jedes Szenario in den Untergang der Zivilisation? Gilt letzteres, dann auf zum letzten Tanz auf dem Vulkan! Dann sollten wir uns tatsächlich die letzten Tage von niemandem versauern lassen.

                  Ich habe den Artikel, unter dem diese Kommentare stehen, heute nicht mehr auf der Startseite von anti-spiegel.ru gefunden. Also sieht ihn auch sonst niemand mehr. Ich werde hier nichts mehr weiter schreiben. Sie können das aber natürlich tun. Wenn Sie eine Erwiderung schreiben und darauf eine Antwort haben wollen, so richten Sie sie bitte – auch oder exklusiv – an st.geue@gmail.com.

                6. s.g.: „Ich habe den Artikel, unter dem diese Kommentare stehen, heute nicht mehr auf der Startseite von anti-spiegel.ru gefunden. Also sieht ihn auch sonst niemand mehr.“

                  Nun, ich finde den Artikel noch, aber selbst wenn man ihn nicht findet, heißt das nicht, dass ihn niemand sieht. Für mich ist es auch egal ob ihn jemand sieht so wie es mir auch egal ist, ob jemand zuhört wenn ich mich mit jemandem über Themen unterhalte, die alle angehen. Antworten brauchen Sie auch nicht darauf, Sie schreiben sowieso praktisch immer das Gleiche und picken sich aus meinen Argumenten das heraus, was dazu passt.

                  „Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf die unsrige nicht achten.“
                  (Goethe)

                  s.g.: „Weil dieser Satz („Eine Annahme erlaubt keine Schlussfolgerung“) hier zum ersten Mal von Ihnen gebracht wurde. (Ich habe die Seite durchsucht.) Wenn Sie einen anderen Text meinen, auf den ich angeblich nicht eingegangen bin, dann zitieren Sie ihn bitte genau, damit ich danach suchen kann.“

                  Der Satz steht in diesem Kommentar und bezieht sich auf Ihre Aussage im Kommentar davor.

                  ___//www.anti-spiegel.ru/2021/forbes-sagt-der-eu-fuer-diesen-winter-eine-katastrophe-bei-der-energieversorgung-voraus/#comment-29599

                  Außerdem habe ich den gesamten Satz zitiert, ich wüsste nicht, wie man noch genauer zitieren kann. Sie sind auf diesen Absatz eingegangen, indem Sie sich auf das Beispiel mit dem Sonnensystem im Universum gestürzt haben, Sie müssen also die restliche Aussage kennen, wenn Sie sauber arbeiten. Daran zweifle ich aber nach allen Kommentaren, die Sie hier abgegeben haben. M. M. n. sind Sie entweder naiv oder ein Nutznießer. Die Warnungen des Club of Rome, dieser Ansammlung selbstloser Philantropen als Kriterium nehmen. Sachen gibts. 😂

  8. Mal ein anderer Blick: Norwegen zaehlt zu den grossen Gewinnern des rasanten Anstiegs des Erdgaspreises. Der hiesige Erloes aus Erdgas ist Explodiert und ueber die Freude wird hier in den Nachrichten kein Hehl gemacht. 8 von 10 verdienten Erdgaskronen, landen wie beim Erdoel in der norwegischen Staatskasse (um dann zum groessten Teil im „Zukunftsfond“ zu verschwinden. Erdgas hat im Verhaeltnis zum Oel mittlerweise einen groesseren Anteil an den Einnahmen. In den staatlich Nachrichten (hier nicht ueber den Umweg einer extra Behoerde sondern direkt von den Steuern bezahlt-2000 NKr per Einkommen/Jahr) wird alles Moegliche als Grund Angefuehrt aber Russland, Gazprom oder Putin sind nicht dabei. Allerdings sind dabei was auch hier zu lesen war, naehmlich u.a. die Schwaeche der „alternativen Energien“ bei Wasser-und Windknappheit. Gleichzeitig wird hier auch erwaehnt, dass sich grosse Industrielaender (Deutschland wird nicht explizit erwaehnt aber duerfte auch gemeint sein), bei der Einschaetzung des zu erwartenden Verbrauches komplett verspekuliert haben. Ob es an der allgemeinen Corona Verwirrung lag oder Pfizer die Koepfe vernebelt hat ist Spekulation meinerseits, dass der hohe Preis mit Russland, Gazprom oder Putin zu tun hat sind Fake-News von Roettgen, Baebock, Bild, Spiegel und co.

    1. Die Fake-News Macher sind gerade dabei sich aufzustellen…
      Die EU schlug vor, die Ursachen für einen Rekordsprung bei den Gaspreisen zu untersuchen
      https://tass.ru/ekonomika/12587887

      Im übrigen mal Danke für die „Berichterstattung“ dass im Wesentlichen eben die Norweger und eben nicht die deutschen- und russischen Tochtergesellschaften in Deutschland als Importeure russischen Gases des „Reibach“ ihres Lebens auf dem Spotmarkt machen…

      Deren Entnahmen ( Russische Speicher) aus den Rücklagen in Speicher folgten eben der Notwendigkeit wegen, zur Erfüllung der Langzeitverträge, da zeitweise 2 Pipelines ausgefallen waren, sowie es den Unfall in der Förderstätte gab.

  9. Das Thema „Der ist schuld“ ne, der andere ist schuld, ist eh ein für niemanden Lösung bringendes Thema. Ich denke mal, der Zeitpunkt der Entscheidung des Generalanwaltes sagt mehr als tausend Worte. Für mich klar, dass hier „der Hosenanzug“ letzte Weichenstellung vor dem Abtritt ins Uckermärkische vorgenommen hat . „Ihr Ding“ die Pipeline, lässt sie sich nicht von solch Verrückten wie die Grashüpfer , oder auch einem schwadronierendem Röttgen platt machen….

    https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2021-10/cp210179de.pdf

    .

  10. Die recht plakative Überschrift hat mich dazu angestachelt mal zu gucken, wie es denn in Russland mit der „grünen Energie“ aussieht.
    Einen recht guten Überblick liefert dieser Artikel ( https://www.vedomosti.ru/business/articles/2020/05/26/831097-zelenaya-energiya-v-rossii-vskore-mozhet-stat-deshevle-traditsionnoi ).
    In Russland ist man sich also durchaus bewusst, dass die Zukunft bei den regenerativen Energien liegt. Es gibt sogar einen Staatsfond (vielleicht sollte man da investieren 😉) der die Windenergiegewinnung voran bringen soll ( //www.fortum.ru/razvitie-vetroenergetiki-v-rossii ), aber anscheinend bedarf es da noch einer gewaltigen Aufholjagd wie die KP berichtet ( //www.kp.ru/putevoditel/nauka/vetrogeneratory-v-rossii/ ).

    Im großen und ganzen sieht es in Russland also nicht viel anders aus als „im Westen“, die Zukunft gehört in absehbarer Zeit den alternativen Energien, und wenn ich die Überschrift dieses Artikels
    ( //www.mk.ru/economics/2021/09/12/zelenaya-ekonomika-stala-ne-ugrozoy-a-blagom-dlya-rossii.html ) richtig deute, kann es gar nicht schnell genug gehen.

    1. Warum erzählen Sie den Leuten hier nicht die ganze Geschichte? Russland setzt nicht auf Sonnen- oder Windenergie, die spielen in Russland kaum eine Rolle. Wenn Russland von „grüner“ Energie redet, dann meint Russland Wasserkraft, Gezeitenkraftwerke und Atomkraftwerke. Und ganz wichtig: Russland investiert viel Geld in Wasserstofftechnologien, um in ferner Zukunft seine bestehenden Pipelines zu nutzen, um Wasserstoff anstatt Gas zu exportieren.
      Sie erwecken aber den Eindruck, dass Russland so blöde wäre, auf Wind und Sonne zu setzen, was angesichts der Tatsache, dass Russland ein Land im hohen Norden mit wenig Sonne und auch weniger Wind als in Europa ist, Unsinn ist. Russland setzt auf Alternativen, die stabil Strom liefern, während die EU sich vom Wetter abhängig machen möchte.
      Und noch ein Hinweis: Da Sie mit einer Fake-Mailadresse angemeldet sind, gebe ich Ihnen bis Montagmorgen Zeit, eine funktionierende Mail zu hinterlegen. Ich werde hier in den Kommentaren keine Verwarnungen mehr gegen Sie aussprechen, sondern werde sie Ihnen – wie anderen Lesern in solchen Fällen auch – per Mail schicken.
      Wenn Sie bis Montagmorgen keine funktionierende Mailadresse hinterlegt haben, lösche ich Ihren Account. Sie können sich dann gerne mit einer funktionierende Mailadresse neu anmelden.

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